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Eine missachtete Perspektive? | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Eine Phantomgrenze durchzieht das Land Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? 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Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Eine missachtete Perspektive? Drohen anhaltend "dunkle Tage" im Nahen Osten, auch weil der Westen zu einseitig auf die Wurzeln des Krieges dort schaut? Davor warnt der indische Essayist Pankaj Mishra.

Pankaj Mishra

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Dunkle Tage mahnt der Essayist Pankaj Mishra an, wenn wir im Westen nicht mehr Bereitschaft zeigen würden, auch andere Blickwinkel nachzuvollziehen. Vielen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika sei längst nicht klar, wie im Konflikt zwischen Palästinensern und Israel Opfer- und Täterrollen verteilt seien. Differenzierung tue Not und groß sei auch die Sorge, dass derzeit niemand ernsthaft Verständnis- und Friedens-Brücken baut. Gibt es somit auch in Deutschland eine Doppelmoral im Umgang mit Menschenrechten, fragt der indische Philosoph, und fürchtet, dass die Hoffnung auf "eine weniger gewalttätige und anarchische Welt" zusehends schwindet. Ein Debattenbeitrag aus dem Spiegel mit der freundlichen Genehmigung des Autors für das Deutschland Archiv.

Der Autor dieses Denkanstoßes, der indische Publizist Pankaj Mishra (M) erhielt am 12. März 2014 im Gewandhaus Leipzig den "Buchpreis zur Europäischen Verständigung". (© picture-alliance/dpa, Hendrik Schmidt)

Bis zum verheerenden Terroranschlag der Hamas und Israels harter Reaktion blühte im Westen ein neuer intellektueller Aberglaube: Man nannte ihn den »Globalen Süden«. Er galt für viele Linke und viele linke Institutionen lange Zeit als Synonym für globale Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Aber vor allem seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat sich der Begriff in Europa und den Vereinigten Staaten erstaunlich schnell durchgesetzt und steht nun für den Niedergang der von den USA dominierten Weltordnung und die wachsende Bedeutung der nicht-westlichen Länder.

Eine Analyse des Europäischen Rats für Auswärtige Beziehungen (ECFR) von Anfang des Jahres schien Ausdruck eines sich wandelnden Zeitgeistes zu sein. Es scheint im Westen einen wachsenden Konsens für eine neue Weltordnung zu geben, die man diesmal aber zusammen mit befreundeten Ländern des Globalen Südens wie Indien und der Türkei errichten müsse, jenen »neuen souveränen Subjekten der Weltgeschichte«. Dafür brauche der Westen »dringend«, wie der Historiker Timothy Garton Ash, einer der Autoren des ECFR-Berichts, es ausdrückte, »ein neues Narrativ, das Staaten wie Indien, die größte Demokratie der Welt, tatsächlich überzeugt«.

Schaut man sich das Werk Garton Ashs und die Texte vieler anderer westlicher Kommentatoren an, muss man feststellen, dass sie sich in der nicht-westlichen Welt und auch in der »größten Demokratie der Welt« nicht sonderlich gut auskennen. Insofern war diese plötzliche Begeisterung für den Globalen Süden ein wenig seltsam. Und sie scheint vorzeitig zu enden, nun, wo sich im Nahen Osten ein Erdbeben ereignet hat an der alten Bruchlinie zwischen dem Westen und dem Rest der Welt.

Die westliche Idee, den sogenannten Darker Nations – ein Begriff, den der afroamerikanische Denker W.E.B. Du Bois geprägt hat – entgegenzukommen, ja sogar mit ihnen zu flirten, hat sich erledigt, und dies schon bevor Israels Regierung und auch einige amerikanische und britische Politiker und Journalisten in der vergangenen Woche damit begannen, in ihren Reaktionen auf den Terror der Hamas zu klingen, als wären sie eine Wiedergeburt von Joseph Conrads rassistischer Romanfigur Kurtz aus »Herz der Finsternis«: »Exterminate all the brutes«. Vernichtet die Bestien.

Dabei war die jüngste Annäherungsspolitik des Westens gegenüber dem Globalen Süden sowieso von der bitteren Erkenntnis geprägt, dass die mangelnde Kooperationsbereitschaft vieler asiatischer, afrikanischer und lateinamerikanischer Länder die westlichen Sanktionen gegen Russland untergrub und Putin deswegen nicht daran gehindert werden konnte, die Ukraine zu verwüsten. Tatsächlich haben die nicht-westlichen Länder nicht nur ihre langjährigen Handelsbeziehungen mit Russland fortgesetzt, sondern, wie im Falle Indiens und Chinas, sogar vertieft.

Aber nun sind die Macht und die Glaubwürdigkeit des Westens einer viel größeren, fast tödlichen Bedrohung ausgesetzt durch den Gegenschlag Israels und die Blockade Gazas, die die dortige Bevölkerung von Nahrung, Wasser und Energie abschneidet. Die allgemeine Unkenntnis des Westens über das historische Selbstverständnis der Länder des Globalen Südens wird die Lage wahrscheinlich noch verschlimmern.

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Der Krieg gegen den Faschismus, die Offenlegung der nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden und der lange Kampf gegen den Kommunismus haben westliche Politiker und Journalisten zu lange von einem, meiner Meinung nach, viel größeren und folgenreicheren Ereignis des 20. Jahrhunderts abgelenkt: von der Dekolonialisierung, also der Befreiung des größten Teils der Weltbevölkerung vom rassistischen und despotischen Kolonialismus. Sie konnten oder wollten nicht begreifen, dass sich durch die partielle Befreiung des größten Teils der Weltbevölkerung von westlicher Vorherrschaft dort neue Denkweisen und Weltsichten entwickelt haben. Zum Beispiel die weit verbreitete Ablehnung der westlichen Parteinahme für Israel. Viele nicht-westliche Länder machen heute Israel selbst für die schreckliche Gewalt verantwortlich, die es erleidet.

Das Post-Schoa-Narrativ des Westens

Als die Palästinenser in den späten 1930er-Jahren zionistische Siedler aus Europa angriffen, war es ausgerechnet Mohandas »Mahatma« Gandhi, der davon sprach, dass »nichts gegen den arabischen Widerstand, obwohl er eigentlich chancenlos ist, gesagt werden kann«. Nach der Schoa beschlossen die europäischen Länder, die mit den Nazis kollaboriert hatten, sowie die alliierten Mächte, dass ein jüdisches Heimatland notwendig geworden war. Doch das Post-Schoa-Narrativ des Westens, in dem die Sicherheit Israels an erster Stelle steht, fand im Rest der Welt nie viel Anklang: Warum sollten die Palästinenser enteignet und für Verbrechen bestraft werden, an denen nur Europäer beteiligt waren? Warum sollte die Dekolonialisierung ausgerechnet im Herzen der arabischen Welt rückgängig gemacht werden? Tatsächlich wurde das antikoloniale Argument immer stärker, je mehr sich Israel nach 1967 zum letzten siedlungskolonialistischen Staat der Welt entwickelte. Und die Narrative von Schoa und Dekolonialisierung sind noch schwieriger miteinander versöhnbar, seitdem national-religiöse Fanatiker, die ausdrücklich die ethnische Säuberung des Westjordanlands fordern, in der Regierung von Benjamin Netanyahu an die Macht gekommen sind.

Plakate von am 7.10.2023 entführten Israelis durch die palästinensische Hamas, fotografiert in Berlin Ende Oktober 2023. Nimmt der Westen einseitig nur das durch den antisemitischen Hamas-Terror verursachte Leid wahr und übersieht dabei eigene ausgeübte Gewalt und Unterdrückung im Nahen Osten? fragt der indische Essayist Pankaj Mishra. (© bpb / Holger Kulick)

Heute bombardiert dieselbe ultrarechte Regierung, die beschuldigt wird, die demokratischen Institutionen Israels zu zerstören und den Palästinensern die Apartheid aufzuzwingen, den Gazastreifen. Sie vertreibt und hungert eine Bevölkerung aus, die fast zur Hälfte aus Kindern besteht, und erhält moralische und militärische Unterstützung von westlichen Führern, die sonst Russland für Kriegsverbrechen anprangern. Die Folgen für den Weltfrieden und das Völkerrecht und auch für die Beziehungen zwischen dem Westen und dem Globalen Süden sind aus meiner Sicht verhängnisvoll.

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Putin hat längst die tief wurzelnde historische Bedeutung der antiwestlichen Stimmung in weiten Teilen der Welt erkannt. Und weil er sich absurderweise auch noch als Antikolonialist gibt, ist es ihm gelungen, dem Globalen Süden die Russen als historische Opfer des Westens zu verkaufen. Nun verurteilt er Israels »inakzeptable« Belagerung des Gazastreifens und vergleicht sie mit der Belagerung Leningrads durch die Nazis. Xi Jinping hat nicht einmal die abscheulichen Terrorakte der Hamas verurteilt. Zweifellos werden China und Russland ihren Propagandakrieg im Globalen Süden verstärken, der die westlichen Länder als rassistische Heuchler bloßstellen will.

Der Konflikt im Nahen Osten wird sich voraussichtlich ausweiten, Ressourcen aus der Ukraine abziehen, weitere Länder wie Russland, Iran und die Türkei einbeziehen und die Weltwirtschaft in eine Rezession zwingen. Westliche Politiker und Kommentatoren werden dann endlich die Rolle und Bedeutung jener Länder des Globalen Südens besser verstehen müssen, jener Länder, die der Westen nicht mehr dazu zwingen kann, seiner »regelbasierten internationalen Ordnung« zu folgen.

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Eine Generation westlicher Politiker und Kommentatoren hat, verblendet von der Post-1989-Fantasie des Endes der Geschichte und intellektuell etwas im Rückstand, nie begriffen, dass in der Welt eine Neugewichtung der geopolitischen und wirtschaftlichen Macht des Westens, die ja ursprünglich auf dem Imperialismus beruhte, stattgefunden hat. Nach der Befreiung von den repressiven Handelsbeziehungen mit den westlichen Nationen war es absehbar, dass die asiatischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Länder einen Teil ihres alten Reichtums und ihrer alten Macht zurückgewinnen würden. Und dass Länder mit großen, fleißigen Bevölkerungen wie China, Indien und Indonesien sich die Vorteile der Globalisierung zunutze machen würden.

Die Anhäufung von Macht und Reichtum dieser Staaten hat auch dazu geführt, dass sie ihre nationalen Identitäten weiterentwickelten, die früher einmal nur auf dem Narrativ von Unterwerfung und Demütigung durch westliche Mächte beruhten. Und nur ganz Naive dürfte es überrascht haben, dass die katastrophal gescheiterten Kriege des Westens in Afghanistan, Irak, Libyen und Jemen, die äußerst grausame und egoistische Impfstoff-Apartheid des Westens während der Pandemie und vor allem der Einsatz des Dollars als Waffe gegen Russland, als der Westen dessen Zentralbankreserven einfror, die nicht-westlichen Länder bestärkt haben in ihrem alten Streben, Herren ihres eigenen Schicksals zu sein.

Die Rolle Indiens

Da die westlichen Mächte diese tiefe Logik der Dekolonialisierung nicht verstehen und ihre Hegemonie aufrechterhalten wollen, sind sie in ihrem Flirt mit dem Globalen Süden von Opportunismus und Eile getrieben worden. Was dazu führt, dass die Vereinigten Staaten es sich wünschen, dass ausgerechnet ihr vermeintlicher Verbündeter Indien den globalen Süden repräsentiert und anführt.

Die Wahrheit über Indiens Premier Narendra Modi aber ist schockierend düster. Indien ist heute ein Land, in dem Gandhis hindu-nationalistischer Attentäter unter radikalen Hindus einen Kultstatus genießt, »Mein Kampf« ein Bestseller war und der RSS, eine paramilitärische Organisation von Hindu-Nationalisten, die teilweise vom Nationalsozialismus inspiriert ist (Modi ist langjähriges Mitglied), nach und nach in alle wichtigen demokratischen Institutionen des Landes vorgedrungen ist, von der Exekutive über die Justiz und das Militär bis hin zu den Medien. In einem langen Report der »Washington Post« im September wurde beschrieben, wie Modis Partei zerstörerische Wut gegen die religiösen Minderheiten schürt. Im selben Monat erklärte Fernand de Varennes, der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Minderheitenfragen, dass »Indien Gefahr läuft, zu einem der weltweit wichtigsten Treiber von Instabilität, Gräueltaten und Gewalt zu werden«.

Dabei ist Indien wirtschaftlich und militärisch deutlich schwächer als China. Es hat nicht einmal die moralische Unterstützung des Globalen Südens, weil es die Ausfuhr von Reis und Zucker beschränkt, was die Nahrungsmittelknappheit in anderen Ländern des Südens verschärft. Die Entscheidung Modis, eines persönlichen Freundes Netanyahus, sich nach dem Hamas-Angriff unmissverständlich auf die Seite Israels zu stellen, isolierte Indien kurzzeitig. Inzwischen hat Modi erneut die Unterstützung Indiens für einen palästinensischen Staat bekräftigt. Modi kann es sich nicht leisten, eine konsequent prowestliche Position einzunehmen: Indien braucht militärische Ausrüstung und Technologietransfers aus den Vereinigten Staaten und Europa, auf billige Industriegüter aus China und günstiges Öl aus Russland und die Investitionen und Zahlungen arabischer Staaten kann es ebenso wenig verzichten.

So tauschen weiterhin, wie kürzlich beim G20-Gipfel in Neu-Delhi, westliche Regierungschefs herzliche Umarmungen mit Modi aus, um Bidens Wunsch nach einer Allianz gegen China zu unterstützen. Wie formuliert das der ECFR-Bericht über den Globalen Süden mit einem geradezu atemberaubenden Zynismus? »Es muss nicht immer nur um Demokratie gehen.«

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Es ist nicht so außergewöhnlich, offenkundig illiberale Regime zu unterstützen oder ihre Gräueltaten zu ignorieren. Menschenrechtsverletzungen wurden ignoriert, tyrannische Herrscher toleriert, sogar gestärkt, solange sie die Bemühungen der freien Welt zur Eindämmung der Sowjetunion nicht untergruben. Zu viele Gesellschaften des Südens haben unter dem hässlichen rassistischen Vorurteil des Kalten Krieges gelitten: dass einige Menschen offenbar mehr Freiheit und Würde verdienen als andere. Eine solche Haltung zeigt sich auch jetzt in der westlichen Unterstützung für eine offenkundig ultrarechte israelische Regierung und droht, die globale Ordnung zu zerstören.

Zum Schaden der Ukraine?

Diese moralischen und strategischen Fehlentscheidungen westlicher Politiker werden zunächst der Sache der Ukraine schaden. Die Vorstellung, dass sie sich mit Netanyahu solidarisieren, selbst wenn seine Regierung Kriegsverbrechen in Gaza begeht, wird dazu führen, dass die Ukraine außerhalb des Westens keine Unterstützung mehr bekommen wird. Heute wird die Frage, die der palästinensische Aktivist Mustafa Barghouti in einem CNN-Interview so formulierte, überall auf der Welt gestellt: »Warum unterstützen die Vereinigten Staaten die Ukraine im Kampf gegen die Besatzung«, während sie im Nahen Osten »den Besatzer« unterstützen? Je mehr Kinder in Gaza getötet werden, desto größer wächst weltweit Wut gegen das, was Amnesty International in einem diesjährigen Bericht als »Doppelmoral« des Westens im Umgang mit den Menschenrechten bezeichnet hat.

Aufkleber mit der palästinensischen Propagandasicht Ende Oktober 2023 in Berlin. Nur Israel wird Gewalt vorgeworfen, das Pogrom der Hamas vom 7. Oktober 2023 in Israel und der seitdem anhaltende Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf israelisches Gebiet bleiben unerwähnt und unentschuldigt. Solche Einseitigkeiten auf beiden Seiten machen eine Zuspitzung der Spannungen noch wahrscheinlicher. (© bpb / Holger Kulick)

Aber weder die Organisation der Hamas selbst noch deren Idee können so einfach durch eine Invasion oder Besetzung des Gazastreifens zerschlagen werden. Am 7. Oktober ist es der Hamas gelungen, tief in das israelische Territorium und in die israelischen Ängste einzudringen und damit einen außerordentlichen psychologischen Effekt zu erzielen – und das nicht nur für sie selbst. Viele unterdrückte muslimische Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt dürften durch die Unverfrorenheit und Unbarmherzigkeit der Hamas aufgerüttelt und ermutigt werden. Schon die Intifadas von 1987 und 2000 waren Teil einer weltweiten Ausbreitung islamischer Militanz. Und viele Muslime heute, sowohl unter den rechtspopulistischen Regimen in Europa als auch in einigen Ländern Südasiens, Nordafrikas und im Nahen Osten, glauben, dass sie nicht viel mehr zu verlieren haben als die Bewohner von Gaza.

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Es gibt schon Anzeichen dafür, dass sich das Katastrophenszenario nach 9/11 wiederholen könnte: Gewaltausbrüche auf den Straßen des Westens, die das soziale Gefüge der immer vielfältigeren Gesellschaften des Westens beschädigen und das Zusammenleben der Ethnien und Religionen vergiften, während China und Russland immer aggressiver und einflussreicher werden. Dazu die allseits bekannten Herausforderungen – Klimakrise, Ukrainekrieg, Inflation, Europas ungelöstes Flüchtlingsproblem, Rechtsextremismus im Westen, Trumps mögliche Wiederwahl – unter diesen Umständen wird von dem jüngsten Flirt des Westens mit dem Globalen Süden nicht viel übrig bleiben.

Allerdings wirkt dieser Flirt mehr als ein ungeschickter Versuch, nicht-westliche Länder für den neuen Kalten Krieg gegen China zu rekrutieren.

Was tun?

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Eine echte Auseinandersetzung mit den historischen Erfahrungen der Mehrheit der Weltbevölkerung steht im Westen noch aus. Er muss erkennen, welche zentrale Bedeutung die Dekolonialisierung hat und wie das revolutionäre Versprechen von Würde und Freiheit auch für nicht weiße Völker die heutige Welt seit 1945 politisch, wirtschaftlich und kulturell umgestaltet hat. Was auch heißt, dass Frieden im Nahen Osten sowohl für die Israelis als auch für die Palästinenser nur möglich ist, wenn dieses Versprechen von Würde und Freiheit, wenn auch verspätet, auch im Nahen Osten eingelöst wird.

Die Dekolonialisierung des Westjordanlandes und des Gazastreifens, die Normalisierung der Beziehungen Israels zu seinen arabischen Nachbarn und anderen Ländern des Globalen Südens und der Aufbau eines souveränen palästinensischen Staates, in dem nihilistische Organisationen nicht länger von Elend und Hoffnungslosigkeit genährt werden können – das sind die notwendigen Schritte, um die Hoffnung auf eine weniger gewalttätige und anarchische Welt am Leben zu erhalten. Im Moment jedoch scheinen die meisten westlichen Politiker und Journalisten im Post-Schoa-Narrativ gefangen zu sein, in dem Israel ausschließlich Opfer bleibt, und wir haben kaum eine andere Wahl, als uns auf sehr dunkle Tage vorzubereiten.

Ein scheinbar endloser Konflikt: Blick aus Südisrael nach einem Luftangriff auf den Gaza-Streifen am 31.10.2023. Die Situation wirkt, als gehe eine Rechnung der Strategen der antisemitischen Hamas auf. Brutalstmöglich wurde am 7. Oktober Israel provoziert, um massiv zurückzuschlagen. Diese Gegengewalt wird von den Unterstützern der Hamas wiederum propagandistisch genutzt um den Konflikt in der gesamten Region weiter zu befeuern. Doch wie lässt sich diese Gewaltspirale stoppen? (© picture-alliance/AP, Ariel Schalit)

Zitierweise: Pankaj Mishra, „Eine missachtete Perspektive?", in: Deutschland Archiv, 01.11.2023, Link: www.bpb.de/542256. Die Erstveröffentlichung erfolgte im SPIEGEL vom 21.10.2023 unter dem Titel: "Der nahe Osten, vom Süden aus betrachtet". Alle Beiträge im Deutschland Archiv sind Recherchen und Sichtweisen der jeweiligen Autor:innen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. (hk)

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Fussnoten

Fußnoten

  1. Erstveröffentlichung am 21.10.2023 im SPIEGEL, Heft 43, S.52-54.

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Pankaj Mishra (Jahrgang 1969) ist indischer Essayist, Literaturkritiker und Schriftsteller. 2014 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für sein Sachbuch "Aus den Ruinen des Empires. Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens".