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Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Ehrlicher als die meisten Die Stasi und die Bundespräsidenten Das Einheits-Mahnmal Bodesruh D und DDR. Die doppelte Staatsgründung vor 75 Jahren. Chinas Rettungsofferte 1989 für die DDR Wessen wollen wir gedenken? Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Einladung in die bpb: 75 Jahre Bundesrepublik Zu selbstzufrieden? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ "Schon im 3. Weltkrieg?" Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ Pionierinnen im Fußball – Von der Produktion auf den Platz Vertragsarbeiterinnen in der DDR 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief Deutsche Putschisten Thüringen als Muster-Gau? "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Warum ist das Grundgesetz immer noch vorläufig? Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945

Fritz Reinert

/ 31 Minuten zu lesen

Wie "demokratisch" verlief die Bodenreform 1945 im von den Sowjets kontrollierten Osten Deutschlands? Einsichten von Fritz Reinert (94), ursprünglich als Landmaschinenschlosser in der DDR Anhänger der systematischen Enteignung früherer Großgrundbesitzer. Erst nach dem Mauerfall studierte der zeitweilige Mitarbeiter am Lehrstuhl Geschichte der Arbeiterbewegung an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR in Potsdam-Babelsberg auch die Sichtweisen westlicher Historiker. Ein detaillierter und selbstkritischer Rückblick. Am Beispiel eines brandenburgischen Dorfes.

Meine Zuwendung zu dieser Thematik resultierte aus einem zufälligen Ereignis: Denn ich war am 25. September 1945 im märkischen Plänitz (heute ein Ortsteil von Neustadt an der Dosse) beim offiziellen Beginn der Bodenreform zugegen.

Allerdings war meine dortige Anwesenheit zufällig, nicht geplant. Ich wusste wenig von den politischen Vorgängen der unmittelbareren Nachkriegszeit, die das Land verändern sollten. Mit meinem Freund Helmut – ebenfalls ein Landmaschinenschlosser – waren wir auf dem Weg in die umliegenden Wälder, bevor wir zufällig in die Auftaktveranstaltung gerieten, damals vom Rundfunk übertragen. Aber unsere Absicht war, Kriegsmaterial zu finden, das wir für den Aufbau eines eigenen Autos nutzen wollten. Gefunden wurde ein lädierter VW-Kombi, den wir später in Gang setzten. Angesichts täglich neuer Ereignisse geriet unser Plänitzer Zwischenstopp bald in Vergessenheit. Erst nach 1960 griff ich dieses Erlebnis wieder auf, bei eigenen Forschungen zur Bodenreform.

Erinnerungsexponat an die Bodenreform 1945 in der DDR, 2011 fotografiert im DDR-Museum in Friedrichsbrunn (Landkreis Harz). Das Museum wurde seinerzeit von einem 65-jährigen als Teil der örtlichen Kaufhalle betrieben. (© picture-alliance, ZB | Matthias Bein)

Edwin Hoernle – Theoretiker und Praktiker der Bodenreform

Das Projekt der ostdeutschen Bodenreform ist maßgeblich von einem Württemberger konzipiert und an entscheidender Stelle mitgestaltet worden. Der 1883 in Cannstadt geborene Edwin Hoernle vollzog in jungen Jahren einen radikalen politischen Bruch. Als Sprössling einer strenggläubigen Landpfarrerfamilie hatte er Theologie studiert. Bereits nach dreimonatiger Tätigkeit kündigte er sein kirchliches Amt als Vikar, weitere 12 Monate danach schloss er sich 1912 der SPD an. Clara Zetkins Einfluss ließ ihn tiefer in den Marxismus eindringen. Konsequenz seines politischen Umdenkens: sein Eintritt in die Spartakusgruppe im Oktober 1918.

Als Reichstagsabgeordneter der KPD trat Hoernle aktiv für die Interessen der Kleinbauern ein, löste sich allmählich aus einer zu engen Haltung seiner Partei gegenüber den Mittelbauern. Als Leiter der Landabteilung des Zentralkomitees der KPD entwickelte er In Auseinandersetzung mit sektiererischen Auffassungen in der Partei neue Sichten zur Lösung der Bodenfrage. In einem langwierigen Prozess setzte sich Hoernle kritisch mit den Bodenreformideen Adolf Damaschkes auseinander, die den von der Weimarer Nationalversammlung von 1919 beschlossenen Artikel 155 der Reichsverfassung über die „Verteilung und Nutzung des Bodens“, der eine Kannbestimmung zur Enteignung des Grundbesitzes vorsah, stark beeinflusst hatten.

Keimformen einer radikalen demokratischen Bodenreform entwickelte er 1920 im Agrarprogramm der KPD. Hier legte er bereits seine Version eines künftigen Zusammenschlusses von landwirtschaftlichen Kleinbetrieben in Genossenschaften vor, der nach einer sozialistischen Revolution vollzogen werden sollte. Aufgabe der Kommunisten in diesem Klassenbündnisses sei es, schrieb er 1924, „den armen Bauernmassen … nichts zu versprechen, was wir nicht zu halten beabsichtigen, weil wir ihre Unterstützung nicht bloß zur Ergreifung der Macht, sondern noch lange nachher in der Periode der Verteidigung und Festigung der Macht nötig haben.“

Ein Konzept aus dem Moskauer Exil

Im Moskauer Exil legte er 1942, beauftragt vom Politbüro des ZK der KPD, eine detaillierte Studie zu Sofortmaßnahmen für ein Agrarprogramm im befreiten Deutschland vor - ein „Bodenreform-Entwurf“. Die von ihm hier geforderte sofortige entschädigungslose Enteignung des Großgrundbesitzes sah jedoch Differenzierungen vor: „Konfiskation (mit oder ohne Entschädigung) ist eine Frage der Zweckmäßigkeit und bleibt der Entscheidung der konstituierenden Nationalversammlung überlassen. Ein großer Teil (des Bodens F.R.) wird zweifellos den großgrundbesitzenden Kriegs- und Nationalverbrechern strafweise, d. h. entschädigungslos konfisziert.“ Differenzierte Auffassungen zu gesellschaftsumwälzenden Prozessen, die er allerdings im sowjetischen Exil nicht vollständig realisieren konnte.

Nachfolgend unterbreitete er Vorstellungen zu Organisationsformen für die Durchführung einer Demokratischen Bodenreform: „Die Verteilung des Bodens an die armen Bauern“ müsse „durch die revolutionär-demokratischen Organe des arbeitenden Landvolkes … nicht auf administrativ-bürokratische Weise geschehen“, forderte er 1942.

Ausdrücklich verlangte Hoernle in seinem Entwurf für das Aktionsprogramm des Blocks der kämpferischen Demokratie vom Oktober 1944 eine „Demokratische Bodenreform zugunsten der der landarmen Bauern und Landarbeiter“ , um die Volksernährung zu sichern. Generell enteignet werden sollte nur der Grundbesitz über 150 ha. Das entsprach seiner prinzipiellen Konzeption, dass mit einer wirklich demokratischen Agrarreform v. a. die ökonomische Basis des preußischen Junkertums vernichtet werden sollte. Prinzipiell sei aber „der Grund und Boden aller Saboteure der Volksernährung, unabhängig von der Größenklasse“ zu enteignen.

Der hierdurch gewonnene Boden, forderte Hoernle, „wird vom Staat nur zu einem geringen Teil zur Schaffung staatlicher Mustergüter verwendet; der überwiegende Teil wird an landarme Bauern und Landarbeiter bei weitgehender Zahlungserleichterung abgegeben.“

Im Februar 1945 legte er eine präzisierte Konzeption für die Agrarpolitik im befreiten Deutschland vor. Wegen der Differenziertheit der deutschen Landwirtschaft, in der die überwiegende Masse der Betriebe Klein- und Mittelbauern waren, sei zukünftig „eine energische Politik in der Richtung auf die Entwicklung genossenschaftlicher bäuerlicher Betriebsweise, (der) Heranführung der breiten Bauernmassen auf eine höhere Stufe der Wirtschaft und Produktion“ notwendig, schlussfolgerte er.

Und seine Konzeption präzisierend, forderte er für die praktische Durchführung der Bodenreform: “Für die Verwaltung und Verteilung des zur Verfügung stehenden Bodens sind besondere Bodenkommissionen zu bilden aus den Vertrauensleuten der werktätigen Landbevölkerung und den neuen demokratischen Machtorganen.“ Sie müssten auch das Recht haben, ,,in dringenden Fällen (Flüchtlingsfrage) … an Ort und Stelle Grundstücke zu enteignen oder in Bewirtschaftung zu übernehmen bzw. an werktätige Bauern oder Landarbeiter zu verpachten…“. In der Mobilisierung der Werktätigen des Dorfes für die Überwindung des faschistischen Regimes in der Landwirtschaft wie für ihre Gewinnung “für das demokratische Regime“ , sah er eine wichtige Aufgabe der Bodenkommissionen.

Außergewöhnlich sind Hoernles Vorstellungen von einer künftigen Rechtsprechung in der Bodenreform, die er 1944 der KPD-Führung unterbreitete: Generell müsse der Boden, der für die Aufteilung an die bodenarme Bevölkerung zu überführen war, aus „den entschädigungslos enteigneten Besitzungen gerichtlich verurteilter faschistischer Volksfeinde und Kriegsgewinnler“ entnommen werden. Zugleich sei ein differenziertes Vorgehen gegenüber Grundbesitzern nötig, die am Widerstand gegen das NS-Regime beteiligt waren. Sie sollten „ein genügend großes Restgut behalten“.

Hoernle sah in solch Handeln gegenüber Großgrundbesitzern ein „wichtiges Mittel zur Mobilisierung der bodenarmen Bevölkerung … (wie) “zur politischen Aktivierung der Dorfmassen.“ Das sei seiner Meinung nach eine Grundbedingung „für eine erfolgreiche Lösung unserer Aufgaben“ durch die „neuen Organe der kämpferischen Demokratie …, die Organe der Werktätigen im Dorfe sein (werden).“

Das Politbüro der KPD ging in seinem Beschluss „Ratschläge für die Arbeit auf dem Lande“ vom 26. Februar 1945 wie in den vom Politbüro am 5. April 1945 beschlossenen „Richtlinien für die Arbeit der deutschen Antifaschisten in dem von der Roten Armee besetzten Gebiet“ nicht umfassend auf Hoernles differenzierte Vorstellungen zur Bodenreform ein. So nicht auf seinen Vorschlag, bei der Enteignung von Landwirtschaftsbetrieben die Grenze von 150 ha festzulegen. Das Zentralkomitee (ZK) der KPD sah im Unterschied zu Hoernles Auffassung auch keine Ausnahmeregelung bei Gutsbesitzern vor, die sich widerständig in der NS-Zeit verhalten hatten. Ein Protest Hoernles zu solchen Einengungen seiner Vorstellungen zur Bodenreform ist von ihm nicht überliefert.

Schon im Frühsommer 1945 ein erster (sowjetischer) Gesetzentwurf

Hoernles Bodenreformkonzept stand inhaltlich nicht dem seit Sommer 1945 existierenden sowjetischen Gesetzentwurf für die Durchführung einer Bodenreform entgegen. Der am 2. Mai 1945 aus dem Moskauer Exil nach Berlin zurückgekehrte Kommunist Wolfgang Leonhard berichtete in seinen 1955 veröffentlichten biografischen Erinnerungen, dass er im Frühsommer 1945 „einen russischen Schreibmaschinentext zum Übersetzen“ erhielt. “Es war der Gesetzentwurf für die Bodenreform! … Am 4. September fand ich meine Übersetzung wieder – es war das Gesetz unter dem Titel ´Verordnung über die Bodenreform der Provinz Sachsen`. Die entsprechenden Gesetze für die anderen Länder der sowjetischen Zone folgten kurz darauf.“ Das 1955 in der Bundesrepublik erschienene „Weißbuch über die `Demokratische Bodenreform`“ geht auch davon aus, dass der sowjetische Entwurf die Quelle der Bodenreform-Verordnung war, jedoch habe es die „sowjetische Besatzungsmacht … sorgfältig vermieden, als Initiator der Bodenreform-Verordnungen vom September 1945 aufzutreten.“

Als Vizepräsident der Provinzialverwaltung Brandenburg und ab August 1945 als Präsident der Deutschen Zentralverwaltung für Land- und Forstwirtschaft der sowjetischen Besatzungszone leitete Edwin Hoernle an entscheidender Stelle die dortige Umgestaltung der Landwirtschaft. Seine grundsätzlichen Vorstellungen von einer Bodenreform konnte er realisieren. Vorbereitung, Durchführung und Sicherung der Bodenreform sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Dabei bemühte er sich immer, die von ihm 1925 an die KPD-Funktionäre gerichtete Forderung zu realisieren, dass es „nicht nur darauf an(komme), einen Grundsatz theoretisch anzunehmen, sondern ihn praktisch zu verwirklichen.“

Unterschiedliche Parteimodelle

In der unmittelbaren Nachkriegszeit traten alle deutschen Parteien mit unterschiedlicher Zielsetzung für eine Bodenreform ein. Zuerst das Zentralkomitee (ZK) der KPD am 11. Juni 1945 mit der Forderung, die Großgrundbesitzer entschädigungslos zu enteignen und ihren „ganzen Grund und Boden“ einschließlich „des lebenden und toten Inventars an die Provinzial- bzw. Landesverwaltungen zur Zuteilung an die durch den Krieg ruinierten und besitzlos gewordenen Bauern“ zu übergeben. Der Zentralausschuss der SPD sprach sich erst am 29. August 1945 für die Enteignung des Großgrundbesitzes aus, forderte jedoch eine befristete gemeinschaftliche Bewirtschaftung der Güter.

CDU und LDP nahmen im Juni/Juli 1945 bei eindeutiger Aussage, das Privateigentum zu erhalten, unterschiedliche Positionen zur Bodenreform ein. Die CDU forderte eine weitgehende „Heranziehung des Großgrundbesitzes„ für eine „umfassende ländliche und gärtnerische Siedlung“. Die LDP hielt eine Unterstellung „landwirtschaftlicher Betriebe einer übertriebenen Größenanordnung … unter die öffentliche Kontrolle … nur für gerechtfertigt, wenn ein überwiegendes Interesse des Gesamtwohls dies gebiete.“

Die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (SBZ) wurde, wie der Potsdamer Historiker Jochen Laufer Mitte der 90er Jahre feststellte, durch den erwähnten sowjetischen Gesetzentwurf vorbereitet und ausgelöst. Laufer verweist darauf, dass nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches „in den sowjetisch besetzten Gebieten zunächst keineswegs die Bodenreform auf der Tagesordnung (stand)... sondern die schnellstmögliche Rückkehr zu ´Ruhe und Ordnung` und die Wiederaufnahme der Produktion, insbesondere in der Landwirtschaft.“

Propagandaplakat aus dem Jahr 1945 für die Bodenreform in der damaligen sowjetischen Besatzungszone. (© picture-alliance/akg)

Unter Hinweis auf Berichte der Initiativgruppen der KPD, die im Auftrag der politischen Hauptverwaltung der Roten Armee im Frühsommer 1945 in die besetzten Gebiete Deutschlands entsandt waren, belegt der Autor, dass in ihren Mitteilungen „weder Forderungen nach einer Bodenreform noch Angriffe auf das `Junkertum` enthalten“ waren. Erst nach ihren Gesprächen mit dem sowjetischen Staats- und Parteichef Stalin zwischen dem 4. und 10. Juni 1945 in Moskau formulierte die KPD-Führung ihre Forderung nach einer Bodenreform. „Während dieser Besprechungen offenbarten sich „taktische Differenzen“, über die Anton Ackermann, einer der Gesprächspartner rückblickend berichtete: „Die Konzeption der deutschen Genossen sah nicht [Hervorhebung, J. L.] eine sofortige demokratische Bodenreform vor.“ Stalin disponierte daraufhin kurzfristig, als er - so Ackermann - darauf hinwies, dass die Bodenreform „eine allgemeine demokratische Aufgabe sei und trat für eine sofortige demokratische Bodenreform – auch unter dem Hinweis auf die Rolle des Junkertums – ein.“

Nicht feststellbar sei, so Laufer, „ob Stalin mit einer Intervention Anfang Juni 1945 den deutschen Genossen beziehungsweise der gerade gebildeten Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) den Auftrag zur Ausarbeitung eines Gesetzes über die Bodenreform erteilte, oder ob er diese erste öffentliche Forderung nach ´Liquidation des Großgrundbesitzes´ eher als einen Versuchsballon betrachtete, um zunächst die Reaktion der Alliierten zu testen und eine spontane Entwicklung auf dem Lande in Gang zu setzen.“ Als sich jedoch “die Hoffnungen auf ein selbständiges Handeln der Bauern in der SBZ nicht erfüllten“, bemerkt Laufer, „ergab sich die Notwendigkeit einer gesetzlichen Initiative.“

Zu dieser Erkenntnis trug im Sommer 1945 maßgeblich eine Inspektionsreise bei, die W. Semjonov, Stellvertreter des politischen Beraters des Chefs der SMAD für allgemeine Fragen und Fragen der Innenpolitik zusammen mit A. Smirnow, Leiter der für Deutschland zuständigen Dritten Europäischen Abteilung des Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR zusammen mit Walter Ulbricht unternahmen und bei der sie gemeinsam zu der Einsicht kamen, die Bodenreform durch spezielle Verordnungen „von oben“ in Gang zu setzen, da „eine ´spontane´ Enteignung des Großgrundbesitzes nur mühsam anzuregen sei…“.

Wolfgang Leonhard, der als Übersetzer eine Inspektionsreise Ulbrichts mit sowjetischen Offizieren begleitete, berichtete in seinen Erinnerungen, dass man sich in Vorbereitung einer Bodenreform in verschiedenen Orten der Provinz Brandenburg „mit (sowjetischen) Kommandanten, mit Bürgermeistern, mit landwirtschaftlichen Sachverständigen“ unterhielt. Es hätte allerdings In den eiligst organisierten Gesprächen über die beabsichtigte Aufteilung des Großgrundbesitzes nicht überall oder sofort eine begeisterte Zustimmung der Bauern gegeben: „Manche blickten zweifelnd auf die beiden sowjetischen Offiziere“, die Ulbricht begleiteten. „Erst als diese freundlich lächelten, in fließendem Deutsch einige Fragen stellten und die Bauern inzwischen auch noch mit Zigaretten versorgt hatten, nahmen sie mehr und mehr an dem allgemeinen Gespräch teil“, und einer der Bauern erklärte: “Ja, es wäre nicht schlecht, wenn wir mehr Boden bekämen.“ Auch manch andere Bauern hätten sich danach zustimmend zu einer Bodenreform geäußert, aber dies sei, so Leonhard, nicht „gerade so, wie ich mir eine begeisterte Zustimmung der Bauern zu einer Bodenreform vorgestellt hatte.“

Dennoch: Eine euphorische Schilderung des Einverständnisses mancher Landbewohner im Vorfeld der Bodenreform, wie sie ansonsten nicht in den Quellen überliefert ist.

Im Sekretariat des ZK der KPD wurde die Bodenreform erstmalig am 8. Juli 1945 erwähnt. Ulbricht wurde hier mit der Ausarbeitung eines Beschlusses zur Bodenreform beauftragt – nicht mit einem Entwurf einer Bodenreform-Verordnung. In der Landwirtschaftsabteilung der SMAD wurde derzeit bereits an einem sowjetischen Bodenreformprojekt gearbeitet, das „äußerst radikale Maßnahmen zur `Zerschlagung des Großgrundbesitzes` und Landzuteilungen ab 2 ha an Teile der arbeitslosen Stadtbevölkerung, Landarbeiter, Kleinpächter und landarme Bauern“ vorsah.

Mitarbeiter des Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten legten danach einen Gesetzentwurf über die Bodenreform in der SBZ vor. Die KPD-Führung, die sich Anfang August intensiver der Bodenreform zuwandte, wurde über den sowjetischen Reformentwurf offenbar erst nach seiner Fertigstellung respektive seiner Übersetzung ins Deutsche informiert. „Ich erhielt“, berichtete 1990 Wolfgang Leonhard in einer Neuauflage seiner Erinnerungen, „einen russischen Schreibmaschinentext zu übersetzen. […] Es war der Gesetzentwurf für die Bodenreform! [… ] Ich nahm damals an – heute allerdings nicht mehr -, das Gesetz sei von unseren deutschen Genossen ausgearbeitet, der Besatzungsmacht zur Prüfung übergeben, dort ins Russische übersetzt worden, und ich hätte eine Rückübersetzung vorzunehmen.“

Das sowjetische Gesetz zur Agrarreform in Ostdeutschland, ein Dokument sowjetischer Herrschaftspolitik war 1945, nicht veröffentlicht worden: In der DDR war es in den nachfolgenden Jahrzehnten nicht bekannt. In einem von den Mitgliedern des Politbüros der KPdSU Molotow und Wyschinski an Stalin verfassten Brief vom 20. August 1945 „Über die Durchführung der Agrarreform in der sowjetischen Okkupationszone in Deutschland“ war das grundsätzliche Konzept der KPdSU für die Bodenreform in Ostdeutschland dargelegt worden: „1. Das Projekt einer Agrarreform in Deutschland basiert auf dem Beispiel der Reform in Polen, Ungarn und Rumänien. Die Besonderheit des Projektes für Deutschland besteht darin, dass die Norm des bäuerlichen Eigentums nicht auf 5o Hektar begrenzt wird, … sondern die Reform sich ausschließlich gegen die großen junkerlichen und feudalen Gutsbesitzungen mit mehr als 100 Hektar richtet …“.

Das Sekretariat des ZK der KPD beschloss – ausgerichtet an der sowjetischen Vorgabe - im August 1945 eine ausführliche Anweisung für die KPD-Bezirks- und Kreisleitungen zur Durchführung der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone, die nachfolgend in Abstimmung mit der Moskauer Parteiführung und der SMAD durch einen Maßnahmeplan präzisiert wurde. Eine deutsche Musterverordnung zur Bodenreform wurde nach zum Teil kontroverser Diskussion mit der SMA der Provinz Sachsen (dem heutigen Land Sachsen-Anhalt) am 3. September 1945 vom Präsidium der dortigen Provinzialverwaltung beschlossen. Prinzipiell deckte sie sich mit dem sowjetischen Gesetzentwurf für die Bodenreform. Laufer weist jedoch darauf hin, dass sich die „Hoffnung, die Verordnung flexibel anwenden zu können“, nicht erfüllte. Denn es „bestand zu keinem Zeitpunkt sowjetischerseits die Bereitschaft, die Initiative, den Inhalt und die Durchführung der Bodenreform in der SBZ allein den Deutschen zu überlassen.“

Unmittelbare Vorbereitungen unter Aufsicht der SMAD

Die ostdeutsche Bodenreform wurde unter strenger Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) durchgeführt. Der SMAD bestimmte - instruiert und kontrolliert von der KPdSU-Führung in Moskau - Inhalt, Methoden und Zeitplan der Reform. In der Direktive des ZK der KPD für die nachgeordneten Parteileitungen vom Ende August 1945 wurde faktisch die sowjetische Bodenreform-Konzeption vermittelt.

Demzufolge sollte der Großgrundbesitz über 100 ha, der Boden von Kriegsverbrechern, von Funktionären der NSDAP sowie von anderen führenden Repräsentanten des faschistischen Regimes enteignet und in einen staatlichen Bodenfonds überführt werden, auch das Inventar, Gebäude und Vieh der zu Enteignenden. Hierfür waren Bodenreformkommissionen zu bilden.

Bodenreform in Mecklenburg: Aufteilung der Gutsrinder und der Schafherde unter Neubauern auf dem Gut Frauenmark. (© Deutsches Historisches Museum)

Am 6. September 1945 wies die SMAD die von ihr eingesetzten Provinzial- beziehungsweise Länderverwaltungen an, die entschädigungslose Enteignung des genannten Personenkreises vorzunehmen.

Auftakt am 2. September 1945 mit Ulbricht und Pieck in Kyritz

Konzeptionelle Vorstellungen zur Durchführung einer Bodenreform hatten zuvor der KPD-Vorsitzende Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht in Kyritz dargelegt. Ihre historische Berechtigung begründete Pieck am 2. September 1945 dort vor delegierten Landarbeitern, Kleinbauern und Flüchtlingen: „Was in Jahrhunderten trotz Kriegen und Revolutionen in Deutschland nicht gelang, das wird jetzt auf dem Wege einer demokratischen Bodenreform erreicht werden“ , rief er den nach Kyritz beorderten Versammlungsteilnehmern zu.

Begründet mit einer Darlegung der Geschichte der Bauernbefreiung in Deutschland verkündete er hier den unmittelbaren Beginn einer Bodenreform. Den nach Kyritz beorderten Anwesenden teilte er aber auch ausdrücklich mit, dass „der zugeteilte Boden von den Bauern bezahlt werden (soll), wobei der Wert nach dem Ertrag einer Jahresernte und nach dem Ablieferungspreis für Roggen bemessen werden soll.“

Zu den Teilnehmern der eiligst organisierten Veranstaltung gehörte der aus Westpreußen geflüchtete Bauer Otto Putzer aus Plänitz. Die Anwesenden stimmten in einer „Entschließung der Bauernschaft … einmütig“ den Ausführungen“ Wilhelm Piecks „über die Notwendigkeit der Durchführung einer demokratischen Bodenreform vollinhaltlich zu …“ . Jene eiligst herbeigeführte „Willensbekundung“ war am 3. September durch einen Aufruf zur Bodenreform ergänzt worden, der von den zwei brandenburgischen KPD-Funktionären, von Georg Spiegel (SPD) und vom bürgerlichen Politiker Schleusener (parteilos) unterzeichnet wurde. In ihm wurde die „Liquidierung des Großgrundbesitzes als eine wichtige Voraussetzung für die Beseitigung des preußischen Militarismus“ sowie als ein großer „Schritt vorwärts zu einer wirklichen fundamentierten Demokratisierung auf dem Lande“ bezeichnet.

Die nicht durch parlamentarische Wahlen gebildete Provinzialverwaltung begründete die Enteignung des Großgrundbesitzes „zum Zwecke der Landzuteilung an landlose und landarme Bauern und Landarbeiter, darunter auch an diejenigen deutschen Bauern, die aus anderen Staaten umgesiedelten waren …“. Solche Proklamationen waren maßgeblich auf die intensiven Aktivitäten der KPD zurückzuführen.

Verallgemeinernd für die Provinz Brandenburg berichtete dazu die KPD-Kreisleitung Angermünde am 16. September 1945: „Die kommunistische Partei ist wohl die einzige Partei, die im Kreis Angermünde die Kampagne für die Bodenreform überhaupt führt.“ Dagegen sei „über die Beteiligung der anderen Parteien … bisher nichts Positives zu berichten.“ Die KPD sah in den von ihr vorbereiteten Versammlungen zur Durchführung der Bodenreform eine vordringliche Aufgabe, um mit vorbereiteten Resolutionen eine breite Zustimmung für diese Aktion zu erreichen und mit Hilfe von Instrukteuren arbeitsfähige Gemeindebodenkommissionen (GBK) zu bilden.

Beispielsweise sehr zügig in dem Plänitz benachbarten Kreis Ostprignitz, in dem die KPD ihren Mitgliederbestand erheblich erhöht hatte. Führende Vertreter der brandenburgischen CDU und LDP waren nicht zu offizieller Zustimmung für einen sofortigen Beginn der Bodenreform bereit. Dr. Carl Steinhoff (SPD), Präsident der Provinzialverwaltung Brandenburg konnte den parteilosen Schleusener - einziger bürgerlicher Vizepräsident in der Provinzialverwaltung - in einem freimütigen Gespräch zur Unterschrift unter die Verordnung zur Bodenreform bewegen. Die übrigen Mitunterzeichner des von der SMAD eingesetzten Präsidiums der Provinzialverwaltung gehörten der KPD beziehungsweise der SPD an.

Die Bodenreform, gelenkt und kontrolliert durch die SMAD, war von Anbeginn ein widersprüchlicher Prozess. Professor Dr. Siegried Kuntsche, verdienstvoller Forscher zur ostdeutschen Bodenreform, verwies In einem Vortrag an der Europäischen Akademie in Waren vom 4. Mai 2019 auf das sowjetische Machtdiktat, das im Widerspruch zum demokratischen Anliegen der Bodenreform stand und Unrechtshandlungen wie Willkür den produktiven Charakter der Reform beschädigt hatten.

2021 teilte er mir mit, dass ihm erst nach 1990 durch die Lebenserinnerungen von Semjonow und einer Dokumentation von Kynin/Laufer zur Deutschlandpolitik der UdSSR bewusst wurde, dass die Bodenreform in der gegebenen Form ein Diktat der Besatzungsmacht war. Jahrzehntelang hatte ich derartige Defizite bei der Durchführung der Bodenreform nicht erkannt.

Bodenreform in Helfenberg im September 1945. Aufteilung des ehemaligen Königlichen Rittergutes Helfenberg: Im Bild die propagandistisch gefeierte Landzuteilung an den Kleinbauern Otto Huhle aus Cunersdorf (2,5 ha) durch einen Funktionär der Landesverwaltung Sachsen. (© picture-alliance/akg)

Plänitz: Beginn und Muster der ostdeutschen Bodenreform

In der Provinz Brandenburg begann die Bodenreform offiziell am 23. September 1945 in Plänitz, Kreis Ruppin. Die Eröffnungsveranstaltung wurde vom Berliner Rundfunk übertragen. Radiohörer in der britischen Besatzungszone berichteten, dass sie dadurch vom Beginn der Bodenreform erfahren hatten. Eine Flugschrift „Die Bodenverteilung hat begonnen“ berichtete von einer feierlichen Veranstaltung in Plänitz zu Beginn der Bodenreform, „in der die Bevölkerung … ihr lebhaftes Interesse dadurch Ausdruck (gab), dass sie sehr zahlreich erschienen war.“ Tags zuvor gab es in der überfüllten Plänitzer Gasstätte eine außerordentlich lebhafte Diskussion zur beabsichtigten Bodenreform.

Der Plänitzer Auftakt war von der sowjetischen Kreiskommandantur unter Einbeziehung von KPD-Mitgliedern aus dem benachbarten Neustadt/Dosse als Musterbeispiel organisiert worden. Der damalige Bürgermeister von Neustadt, Walter Künzel (KPD), berichtete später in der Märkischen Volksstimme, dass der sowjetische Stadtkommandant Major Rutter befohlen hatte, in dem benachbarten Plänitz die Bodenreform erst durchzuführen, nachdem die hiesige GBK das aufzuteilende Land vermessen hatte. Der für das innenpolitische Ressort in der Provinzverwaltung verantwortliche Bernhard Bechler (KPD), politisch zuständig für die Durchführung der Bodenreform, wurde, wie ich von ihm erfuhr, von der SMAD in der Nacht zum 23. September überraschend nach Plänitz befördert, um dort den (zentralen) Beginn der Bodenreform zu verkünden.

Die Gemeinde-Boden-Kommissionen (GBK) sollten, hatte das ZK der KPD gefordert, die ausführenden Organe von Beschlüssen zur Bodenreform sein, die vorher in den „Bauernversammlungen“ zu fassen waren. Die Aufteilung des Landes sollte mit Hilfe der jeweiligen Gemeindeverwaltung durchgeführt werden. (Nicht selten wurde der örtliche Bürgermeister als GBK-Vorsitzender gewählt.) Auf den Versammlungen der Bodenbewerber hatten die GBK die Vorschläge zur Aufteilung des Grund und Bodens sowie des Inventars zu unterbreiteten und die Diskussion und Beschlussfassung zu leiten. Faktisch war ihnen eine zeitlich begrenzte staatliche Vollzugsgewalt übertragen worden.

Der in Plänitz vom sowjetischen Dorfkommandanten eingesetzte Bürgermeister Gustav Schicht, ein hiesiger Gutsarbeiter, in der NS-Zeit kurzzeitig verhaftet, hatte in einer öffentlichen Versammlung die gewählte GBK vorgestellt und ihre vorrangigen Aufgabe genannt, die Bodenparzellen an vorher ausgewählte Bodenbewerber zu verteilen.

Nach einer außerordentlich lebhaften Debatte stimmte der überfüllte Saal in Plänitz mehrheitlich der Enteignung und Aufteilung des Gutes zu, das 5 Jahrhunderte in den Händen derer von Rathenow war. Unter den Anwesenden war sicher kaum bekannt, dass der letzte Gutsherr, Oberst a. D, Ernst von Rathenow (1863-1945), die Bekennende Kirche, eine gegen die faschistische Kirchenpolitik gerichtete theologische Opposition, unterstützt hatte.

Enteigneten den Zutritt zu Versammlungen verwehrt

Wie in anderen Dörfern, in denen die Bodenreform durchgeführt wurde, traten in Plänitz viele der hier Anwesenden für eine Enteignung ein. Andere blieben distanzierend, bedacht und abwägend. Manche lehnten die Bodenreform ab, auch von einer tief sitzenden Moral beeinflusst, dass man nicht nehmen darf, was anderen gehört. Eine Auffassung, die sicher auch manche Plänitzer Gutsarbeiter vertraten, die positive zwischenmenschliche Beziehungen zu Charlotte von Rathenow, Schwester des Gutsbesitzers, erlebt hatten. Ihr war frühzeitig die Beschlagnahme und Enteignung des Gutes mitgeteilt worden, und sie durfte bei der Verkündung ihrer Enteignung den Saal nicht betreten. Ihrem Antrag zur Überlassung eines Restgutes von 50 ha, war schon vorher nicht entsprochen worden. Im Herbst 1945 wurde sie aus Plänitz ausgewiesen.

In Plänitz überprüfte die GBK - deren Mitglied war auch der Kleinbauer Johann Nack, mein späterer Schwiegervater - 52 Anträge zur Landzuteilung und befürwortete sie nach einer zum Teil eindringlichen Befragung für 45 Familien. Nur kurzzeitig anwesend, erfasste ich nicht die Dimension dieses historischen Ereignisses. Auch nicht, dass Gertrud Nack, meine spätere Gattin, als junges Mädchen bei der Losziehung für die jeweiligen Bodenparzellen „aktiv“ an der Bodenreform beteiligt war.

Das Verordnungswerk zur Durchführung der Bodenreform hatte den GBK – sie waren gewählte Organe zur unmittelbaren Durchführung der Bodenreform - detaillierte Hinweise für selbstständige Entscheidungen übertragen, die sie unter Leitung der Landebodenkommission (LBK) und der Kreisbodenkommissionen (KBK) realisieren sollten. Jene aus Vertretern der politischen Parteien zusammengesetzten – nicht gewählte – Kommissionen hatten sowohl leitenden wie beratenden Charakter. Die „fachliche“ Leitung zur Durchführung der Bodenreform war dem für die Innenpolitik in den Provinzial- beziehungsweise Landesverwaltungen verantwortlichen Vizepräsident für Inneres beziehungsweise den Referaten Bodenreform bei den von der KPD besetzten Abteilungen Inneres übertragen worden – gelenkt von der SMAD, die durch ihre örtlichen Kommandanturen stets eine konsequente Kontrolle ausübte.

Um ihre umfassenden Aufgaben lösen zu können, zogen die GBK Fachkräfte aus der staatlichen Verwaltung hinzu. Fehlentscheidungen von GBK blieben angesichts hoher Anforderungen nicht aus. Nicht selten mussten Entscheidungen übergeordneter LBK bzw. KBK gegen den Widerstand mancher GBK durchgesetzt werden.

Kein konfliktloser Verlauf

Die Durchführung der Bodenreform verlief auch in Plänitz nicht konfliktlos. Willkür gab es bei der Bodenverteilung durch den KPD-Bezirksbeauftragten Katschke aus Neustadt/Dosse, der unter anderem seinem Vater, der keine landwirtschaftlichen Fähigkeiten besaß, unrechtsmäßig eine Bodenparzelle beschaffte. Eine “Bürgermeistersiedlung“, die dem Landarbeiter Hildebrandt vom Landrat Jerx zugesprochen war, nutzte dieser vorrangig für seine persönlichen Vorteile, ohne exakt seine Ablieferungspflichten, die behördlich festgelegt war, zu erfüllen. Die KBK korrigierte nachfolgend sein unrechtmäßiges Verhalten.

Nie korrigiert wurden Willkürmaßnahmen der SMAD gegen den früheren NSDAP-Ortsbauernführer Hegermann, der, politisch nicht außergewöhnlich belastet, enteignet wurde. Nicht bewiesene Anschuldigungen Katschkes dienten als Vorwand, seine weit unter 100 ha liegende Wirtschaft durch die SMAD zu enteignen: Gegen eine im Dorf entstandene Protesthaltung, die sich mit circa 50 Unterschriften gegen diesen Willkürakt wandte. Denn bekannt war im Dorf, dass Hegermann während des Krieges einem britischen Bomberpiloten, der, abgeschossen, nahe Plänitz mit einem Fallschirm landete, Hilfe gewährt hatte. Sein für das von den damaligen politischen Normen abweichendes Handeln begründete er damit, dass er sich an seinen Sohn an der Ostfront erinnert habe, von dem er nicht wusste, ob er noch lebte.

Vollzogen wurde Hegermanns Enteignung durch einen Befehl des sowjetischen Kommandanten von Neustadt/Dosse, gestützt auf ein vom Kreiskommandanten erlassenes Tribunalurteil. Eine von der deutschen Kreisverwaltung geforderte schriftliche Bestätigung dieser Entscheidung lehnte die Kreiskommandantur ab. Die im Dorf durchgeführte Unterschriftensammlung gegen das Urteil wurde von den sowjetischen Stellen abgewiesen.

Bei allen nachweisbaren deutschen Aktivitäten, die Bodenreform mit demokratischen Methoden zu realisieren, blieb sie unter Besatzungsbedingungen eine administrative Maßnahme von „oben“, durchgesetzt mittels sowjetischer Befehlsgewalt. Die für die Durchführung der Bodenreform in Brandenburg verantwortlichen Vizepräsidenten der Provinzialverwaltung Bernhard Bechler und Heinrich Rau (beide KPD) bemühten sich, die normativen Bestimmungen zur Bodenreform konsequent einzuhalten. Entsprechende Festlegungen erforderten jedoch stets die Zustimmung der SMAD. Wichtige von der SMAD vorgegebene Entscheidungen – zum Beispiel welche Güter aufgeteilt oder welche Provinzialgüter werden sollten -, hatten sie lediglich umzusetzen.

Als übergeordnete Verwaltung hatte die Provinzialverwaltung die Gemeinde-Bodenkommissionen aktiv zu unterstützen. Hierbei musste sie allerdings nicht selten der sektiererischen Praxis einzelner GBK entgegen treten. In den Ausführungsbestimmungen der Bodenreform-Verordnung war festgelegt, dass die Bürgermeister aktiv die GBK zu unterstützen hatten, aber nicht berechtigt waren, in die Tätigkeit dieser gewählten Organe einzugreifen, solange deren Handeln den offiziellen Vorgaben entsprach. Beispiele belegen, dass GBK in ihrer praktischen Tätigkeit des Öfteren diesen Festlegungen nicht entsprachen.

Nur drei Prozent Fehlerquote?

Bei ihrer ausübenden Tätigkeit war auch zu berücksichtigen, dass die Mitglieder der GBK unter den Bedingungen der NS-Zeit keine Fähigkeiten demokratischen Handelns erwarben und daher autoritäre Praktiken nicht immer auszuschließen waren. Der regierungsamtliche Bericht für Brandenburg vom Frühjahr 1946, dass bei der Durchführung der Bodenreform nur insgesamt drei Prozent Fehler festgestellt wurden, ist anzuzweifeln. Um Fehler zu reduzieren, war eine entschiedene Einwirkung der übergeordneten staatlichen Bodenreform-Organe auf die GBK unabdingbar.

Zu Auffassungen mancher GBK, Kollektivwirtschaften zu bilden, hatte zum Beispiel Heinrich Rau, Vizepräsident der Provinzialverwaltung für Wirtschaft, eindeutig erklärt, dass dies „ganz entschieden zurückgewiesen werden“ muss, denn in „unseren Verordnungen … steht klar und deutlich, dass es die Aufgabe ist, selbständige Bauernwirtschaften zu schaffen.“ Vor verantwortlichen Mitarbeitern der Kreisverwaltungen unterstrich er dies mit der eindeutigen Aussage, dass dies in der Verordnung „nicht von ungefähr, sondern bewusst hineingeschrieben“ war.

Einsichten und Korrekturen

Kritische Auseinandersetzungen mit der offiziellen DDR-Definition demokratische Bodenreform erfolgten bei mir in einem langwierigen Prozess.

Aufruf der KPD im Sommer 1945 zur "Demokratischen Bodenreform" in der Sowjetischen Besatzungszone, gemäß der Verordnung der Länder- und Provinzialverwaltungen vom 3./11. Juli 1945. (© picture-alliance/akg)

Entscheidenden Anstoß dazu verdanke ich dem Agrarhistoriker Siegfried Kuntsche, der bereits in den 1980er Jahren in seinen Arbeiten zur Bodenreform in Mecklenburg-Vorpommern auf die definitorische Zuordnung „demokratisch“ verzichtete und nach 1990 in seinen umfassenden Darstellungen Willkürmaßnahmen der SMAD bei der Durchführung der Bodenreform nachwies: Bei Enteignungen von Bauernhöfen, bei der Verweigerung von Entschädigung politisch Unbescholtener, bei rigorosen Ortsverweisungen von Enteigneten wie bei der Widerrufung von „Resthöfen“, die bei Beginn der Bodenreform antifaschistischen Widerständlern aus Gutsbesitzerkreisen zugesprochen worden waren.

Korrekturen an meinem jahrzehntelang positiv geprägten Bild von einer demokratischen Bodenreform erfolgten bei mir entschieden zögerlicher - erst nach 1990. Vor allem nach Kontakten mit westdeutschen Historikern, die nach umfassenden Forschungen ihre kritische Sicht zur ostdeutschen Bodenreform dargelegt hatten.

Eine strittige Debatte zum Charakter der Bodenreform erlebte ich in der DDR erstmals auf einem Historikerkongress in den 80er Jahren in Dresden. Der junge Historiker Harald Kintscher legte dort dar, dass für ihn die Bodenreform in der SBZ ein unmittelbar zum Sozialismus hinführender Prozess war. Professor Dr. Rolf Stöckigt, fachlich ausgewiesen durch Publikationen zur Bodenreform, widersprach dort dieser Argumentation energisch. Anregende Debatten zum historischen Platz der Bodenreform erlebte ich auch 1988/89 im Geschichtsinstitut der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Mein Entwurf zu einer vom Institut vorgesehenen Publikation zur ostdeutschen Bodenreform wurde verworfen, weil er unkritisch an der Wertung „demokratische“ Bodenreform festhielt. Jene Definition blieb für mich nach der politischen „Wende“ weiterhin unumstößlich, obwohl ich bei meinen Recherchen zur Anfertigung besagter Publikation weiterhin auf abweichende Auffassungen zur Wertung der Bodenreform stieß. So im Heimatmuseum Pritzwalk, wo die dortigen Fachkräfte den demokratischen Charakter der Bodenreform in Abrede stellten.

In vorherigen Konsultationen mit drei Landesinnenministern, die an entscheidender Stelle die Bodenreform leiteten, hatte ich keine differenzierte Sicht auf die Durchführung der Bodenreform erfahren. Robert Siewert allerdings, der ehemalige Innenminister von Sachsen-Anhalt - als Kommunist hatte er die KZ-Haft überstanden - berichtete mir, dass er im Detail durchaus differenzierter bei der Durchführung der Bodenreform vorgegangen war, als es staatlich angewiesen war.

Noch lange Zeit unveränderte Bewertung

Aber meine Wertung der Bodenreform änderte ich jahrzehntelang nicht, hatte sich doch mein Bild von ihr auch aufgrund eigener familiärer Erfahrungen gebildet: Meine Schwiegereltern, die als Neubauern erhebliche wirtschaftliche Förderungen – so für den Bau von Wirtschaftsgebäuden - erfahren hatten, traten nach 1952 freiwillig in die Plänitzer Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ein. Sie vollzogen diesen Schritt – nicht konfliktlos -, um in genossenschaftlicher Tätigkeit auch ihre Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern.

Entscheidend trug dazu bei, dass ihre Kinder nicht mehr auf dem Hof waren und damit für sie höhere Arbeitsbelastungen entstanden. Bei ihrem Eintritt in die LPG Typ I brachten sie ihr Ackerland zur gemeinsamen Nutzung ein, während ihre gesamte Viehwirtschaft in individueller Nutzung verblieb. Altersmäßig bedingt, wurde für sie die Bewältigung der anfallenden Arbeiten in der LPG immer schwieriger, so dass sie freiwillig der hiesigen LPG Typ III beitraten. Hier hatten sie als Mitglieder alle land- und forstwirtschaftlichen Flächen, die Zug-, Zucht- und Nutztiere sowie die landwirtschaftlichen Maschinen, Geräte und Gebäude zur genossenschaftlichen Nutzung einzubringen.

Der eingebrachte Boden blieb ihr Eigentum, zum Anbau von Obst und Gemüse erhielten sie 0,5 ha Ackerland, außerdem die Möglichkeit persönlicher Viehhaltung zur Befriedigung ihres Bedarfs und zum Verkauf tierischer Erzeugnisse. Bei Erreichen des Rentenalters traten meine Schwiegereltern, denen ihr ursprünglich eingezahlter Inventarbeitrag zurückerstattet wurde, aus der LPG aus.

Über Jahrzehnte hatte ich in Plänitz die Praxis genossenschaftlicher Arbeit kennen gelernt, die hier nicht übermäßig von Bedingungen einer Zwangskollektivierung dominiert war, wenngleich auch in diesem märkischen Dorf hiesige Großbauern gegen ihren Willen in die örtliche LPG hineingezwungen wurden. Während eines entschiedenen Umstrukturierungsprozesses von 1990 bis 1992 wurde auch die Plänitzer LPG in eine Agrargenossenschaft umgewandelt.

Nach dem 45. Jahrestag der Bodenreform, der im September 1990 in Kyritz begangen wurde, setzte bei mir schrittweise ein Umdenken ein. Allerdings nicht ausreichend angeregt auch durch die in Kyritz von der PDS organisierte Veranstaltung anlässlich dieses Jahrestages. Als Nachfolgepartei der SED hielt sie weiterhin, wenn auch differenzierter, an der Wertung demokratische Bodenreform fest.

Nachhaltigen Eindruck hinterließ dort das Referat eines mecklenburgischen Historikers, der überzeugend die Berechtigung einer Bodenreform aus der Geschichte der Leibeigenschaft ableitete. In einer Gegenveranstaltung in Kyritz, in der der westfälische Historiker Professor Dr. Arnd Bauerkämper überzeugend neue wissenschaftliche Wertungen zur Bodenreform vortrug, die vor allem ihren demokratischen Charakter widerlegten, sammelten sich allerdings auch Kräfte, die nicht dialogbereit waren.

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Nach 1990, als bisher gesperrtes Archivgut für Veröffentlichungen freigegeben wurde, blieb für mich eine historische Neubewertung der Bodenreform nach wie vor konfliktreich, da ich prononciert die sozialen Aspekte der Bodenreform vertrat, jedoch kaum Eingriffe der SMAD bei der Durchführung der Bodenreform darstellte. Eine Problematik, die in der DDR nicht für die öffentliche Diskussion zugelassen war.

Hohe Anerkennung gebührte deshalb dem Potsdamer Historiker Kurt Finker, der in den 90er Jahren mit einer beweiskräftigen (nicht veröffentlichten) Dokumentation den mehr als kritikwürdigen Umgang der SMAD mit Gutsbesitzern, die sich dem faschistischen Regime entgegen gestellt hatten, darlegte. Waren sie als Opfer des Faschismus anerkannt, erhielten sie zu Beginn der Bodenreform auf Antrag der örtlichen GBK eine Teilentschädigung beziehungsweise ein „Restgut“. Sonderfälle, die in der Verordnung zur Bodenreform nicht vorgesehen waren.

Infolge der von der SMAD erwirkten ausnahmslosen Ausweisung aller Gutsbesitzer hatten auch jene, die sich antifaschistisch verhielten, zeitweilig ihre Heimatorte zu verlassen. Heinrich Rau erwirkte unmittelbar danach in konkreten Fällen deren Rückkehr, und sie erhielten Wohnrecht wie Eigentumsrecht für wenige Hektar. Allerdings musste die Landesregierung gemäß SMAD-Befehl 6080 vom August 1947 die sofortige Ausweisung der noch in den Gemeinden verbliebenden Gutsbesitzer vollziehen – auch derjenigen, die sich antifaschistisch verhalten hatten.

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Angesichts des willkürlichen Umgangs der SMAD mit Gutsbesitzern, die in der NS-Zeit widerständig handelten, wurde es für mich unabdingbar, die Rolle der SMAD in der Bodenreform kritischer darzulegen. Die Bodenreform, ein notwendiger Schritt des antifaschistischen Neuanfangs, blieb wegen des entscheidenden Einflusses der SMAD auf ihre Durchführung stets ein widerspruchsvoller Prozess.

Keine "demokratische" Bodenreform

Entschiedene Korrekturen zur Wertung der Bodenreform setzten bei mir vor allem nach kollegialen Kontakten mit Arnd Bauerkämper ein. Erst 2015 auf der Veranstaltung in Tellow, in der Bauerkämper mit einem richtungsweisenden Beitrag zum historischen Platz der Bodenreform auftrat, erklärte ich, dass die Zuschreibung „demokratisch“ für die Bodenreform keine Berechtigung habe.

Beeinflusst zu jener Umwertung war ich auch durch die Charakterisierung der Bodenreform, die der Potsdamer Schriftsteller Bernhard Kellermann bereits 1945 vorgenommen hatte. Kellermann, großzügig von der SMAD gefördert, nutzte seine Ausnahmestellung zu einer ungewöhnlich kritischen Sicht auf die Durchführung der Bodenreform, die sich jedoch nicht gegen den für ihn historisch berechtigten Vorgang richtete. Nicht alle Methoden ihrer Durchführung könnten zu „demokratischen Tugenden“ gerechnet werden, erklärte er in der Täglichen Rundschau, dem offiziellen Organ der SMAD. Hüten sollten wir uns, warnte er, Methoden der Rücksichtslosigkeit anzuwenden, die wir bei den Nazis so tief verabscheuten.

Seine Wertvorstellungen, sich bei all unseren Schritten politischen Vorgehens von Gerechtigkeit, Billigkeit und Nachsicht leiten zu lassen, führten bei ihm zu einem herben Rückschlag, als er vom drakonischen Vorgehen der SMAD gegen Gutsbesitzer erfuhr, die zur NS-Zeit widerstanden hatten.

Beachtung verdient die überregionale und europäische Dimension der Bodenreform. So hatte der Alliierte Kontrollrat im Oktober 1945 zumindest einen Gesetzentwurf zur Bodenreform beschlossen, demgemäß zum Beispiel die britische Regierung den Oberbefehlshaber der Armee anwies, Großgrundbesitz zu beschlagnahmen.

Die beabsichtigte Bodenreform in Schleswig-Holstein fand mit einer freiwilligen Landabgabe von 30 000 ha ihr Ende – begründet in der Politik eines konservativen, offen reaktionären Offizierskorps der englischen Besatzungsmacht. Weitere Beschlagnahmungen widerrief die Londoner Regierung mit dem Hinweis auf die Gefahr negativer Auswirkungen auf die Ernährungssituation. Angesichts solch konkreten Verhaltens der britischen Besatzungsmacht besaß der Beschluss der Alliierten Außenministerkonferenz von 1947 in ganz Deutschland eine Bodenreform durchzuführen, rein formalen Charakter.

Wie stark die Idee einer Bodenreform in der europäischen Geschichte wurzelte, zeigte mir 2013 ein Museumsbesuch in Riga (Lettland), wo auf ein 1919/20 vom bürgerlichen Staat erlassenes Gesetz zur Enteignung aller Gutshöfe verwiesen wurde, demzufolge alle Gutsländereien zu Bauernhöfen umzuwandeln waren. In den nachfolgenden Jahren wurden dort „Ansiedlerhöfe“ gegründet und über 40.000 Wohnhäuser und Stallgebäude errichtet. (Mit der späteren sowjetischen Annexion Lettlands wurden jene Errungenschaften liquidiert.)

Eine ähnliche Landreform-Praxis gab es im 20. Jahrhundert in Dänemark als dort eine von der sozialdemokratischen Regierung geförderte Landreform durchgesetzt wurde. Beispiele, die die historische Berechtigung von Agrarreformen, die noch in vielen Regionen der Welt – so auf dem südamerikanischen Kontinent – auf der Tagesordnung stehen, unterstreichen.

Das Plänitzer Modell

Die nach 1990 in Plänitz in eine Agrargenossenschaft umgewandelte LPG - wirtschaftlich produktiv – bewies sehr bald die historische Berechtigung ihrer Gründung. Heute ist sie auch mit ihrem Wirken bei der Verbesserung des Landschaftshaushaltes in der näheren Umgebung ein wirtschaftlich stabilisierender Faktor in der Region: „Dem Einsatz der Agrargenossenschaft und des Wasser- und Bodenverbandes Dosse-Jäglitz ist es zu verdanken“, bemerkt eine Studie jenes Verbandes, „dass im Landschaftsraum um Plänitz bereits sieben Kleingewässer ihre Funktionsfähigkeit wiedererlangen konnten“ und „eine Grünlandnutzung praktiziert (wird), die sich an den naturschutzfachlichen Erfordernissen orientiert.“ Das Plänitzer Modell: Aus meiner Sicht ein Beispiel für einen erfolgreichen Übergang in die Marktwirtschaft

Nach der Wiedervereinigung war die Bodenreform ein umstrittenes historisches Erbe. Hier hält ein Demonstrant am 12. Oktober 1997 auf einer Kundgebung des Deutschen Landbundes ein Transparent mit der Aufschrift "Was Ulbricht erdacht - Kohl hat's vollbracht". Vor der Tagungsstätte des 9. CDU-Parteitages auf Leipzigs Messegelände forderten mehrere Hundert Anhänger des Landbundes die Rückgabe ihres während der DDR-Bodenreform enteigneten Landes. (© picture-alliance, ZB)

Im wiedervereinigten Deutschland musste die Realität der Bodenreform anerkannt werden. Die Interner Link: Modrow-Regierung erreichte durch ihr verhandlungsbereites Auftreten in einer gemeinsamen Erklärung der Bundesrepublik und der DDR vom 15. Juni 1990, dass die Ergebnisse der Bodenreform völkerrechtlich gesichert und grundsätzlich nicht mehr rückgängig zu machen waren, allerdings kam es in den Folgejahren noch zu Modifizierungen aufgrund von juristischen Auseinandersetzungen. „Dieser Akt“, merkt der Potsdamer Historiker Jürgen Angelow an, „bedeutete die Anerkennung eines revolutionären Einschnittes in die ostdeutsche Agrarstruktur, in die sozialen und Besitzverhältnisse.“

In Ergänzung dieser Erkenntnis setzte er später in einem kollegialen Gespräch hinzu: Aus revolutionärem Recht war die normative Macht des Faktischen entstanden und später die Einsicht, die Geschichte nicht rückgängig machen zu können. (hk)

Zitierweise: Fritz Reinert, "Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945", in: Deutschland Archiv, 26.07.2023, Link: www.bpb.de/523501. Alle Beiträge sind Recherchen und Sichtweisen der jeweiligen AutorInnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar.

Ergänzend zum Thema:

Werner Plumpe, Interner Link: "Eine kurze Geschichte der Enteignungen", ApuZ der bpb, 2.10.2020.

Elke Kimmel, "Interner Link: Von LPG zu e.G., GbR und GmbH oder: Von „Alt-Kommunisten“ zu „Neu-Kapitalisten?“, Deutschland Archiv vom 1.2.2021

Fussnoten

Fußnoten

  1. Zu ihr gab es in der DDR zahlreiche Untersuchungen: So von Rolf Stöckigt, Siegfried Kuntsche und vom Autor dieser Arbeit. Umfassende Studien zur Bodenreform legten nach 1990 in Potsdam Jochen Laufer sowie aus der Bundesrepublik Arndt Bauerkämper und Boris Spix vor. Zu verweisen ist auch auf einen Vortrag des Potsdamer Historikers Jürgen Angelow vom 1. September 2020, den er auf einer Veranstaltung des „kommunalpolitischen forums des Landes Brandenburg“ zum 75. Jahrestag der Bodenreform hielt und in dem er die historische Berechtigung der Bodenreform und ihren Platz in der Historiografie der DDR darlegte.

  2. Edwin Hoernle, Ein Leben für die Bauernbefreiung. Berlin 1965, S. 279. Auf Hoernles Kommentierungen programmatischer Vorstellungen der SPD zur Bodenreform, die er sicher kannte, konnte ich nicht zurückgreifen: Der Kieler SPD-Parteitag von 1928 forderte eine „planmäßige Bodenreform“ zur „Beseitigung des auf Raub und Rechtsbruch zurückgehenden Herreneigentums“. Landwirtschaftliche Großbesitzungen „welche … eine volkswirtschaftlich angemessene Betriebsgröße überschreiten,“ sollten „den überwiegenden Teil an die öffentlich Hand (Reich, Länder) gegen eine Entschädigung“ abgeben. (Jahrbuch der Deutschen Sozialdemokratie für das Jahr 1929, hrsg. v. Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, S. 512 f.) Keine Überlieferungen sind von Hoernle bekannt, ob er im Moskauer Exil die Forderungen des Prager Emigrationsvorstandes der SPD von 1934 kannte, in dem gefordert war, dass nach dem Sturz der NS-Diktatur eine „sofortige entschädigungslose Enteignung des Großgrundbesitzes“ erfolgen sollte. Deren Besitz sollte „zur Schaffung lebensfähiger Bauernsiedlungen und genossenschaftlicher Betriebe von Landarbeitern mit ausreichender Förderung durch Staatsmittel“ genutzt werden. (Sozialistische Aktion, 28. Januar 1934 (Prag), S. 1.)

  3. Bundesarchiv, N 2519.

  4. Ebd., Bodenreform-Entwurf 1942 in Oranki, S. 2.

  5. Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 1965, H. 2, S. 264.

  6. Horst Laschitza, Kämpferische Demokratie gegen Faschismus, Berlin 1969, S. 202.

  7. Laschitza, S. 211.

  8. Ebd., S. 221.

  9. Ebd.

  10. Ebd., S. 217.

  11. Ebd.

  12. Bundesarchiv, N 2519.

  13. Laschitza, S. 221.

  14. Ebd.

  15. Wolfgang Leonhard, Die Revolution entlässt ihre Kinder. Köln 1955, S. 268 f.

  16. Weissbuch über die “Demokratische Bodenreform“. Dokumente und Berichte zur Vertreibung und Vernichtung des bodenständigen Landvolkes in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Landwirte und Bauern, Hannover 1955, S. 6. Die Publikation führt, darauf muss an dieser Stelle ausdrücklich hingewiesen werden, zahlreiche Beispiele von Willkür und Terror an, die v. a. zu Beginn der Bodenreform von sowjetischen Einheiten ausgeübt wurden.

  17. Bundesarchiv, DVLF, K-1, Nr. 253, Bl. 227.

  18. Wolfgang Treue, Deutsche Parteiprogramme seit 1861. Göttingen, Berlin, Frankfurt 1954, S. 173.

  19. Ebd., S. 190.

  20. Ebd., S. 201.

  21. Jochen Laufer, Die UdSSR und die Einleitung der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone, in: „Junkerland in Bauernhand ?“: Durchführung, Auswirkungen und Stellenwert der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone/ hrsg. von Arnd Bauerkämper, Stuttgart 1996, S. 21.

  22. Ebd., S. 22.

  23. Ebd., S. 35

  24. Laufer, a. a. O., S. 23. Laufer hielt Beides für denkbar, schloss es aber nicht gegenseitig aus.

  25. Laufer, S 23.

  26. Ebd.

  27. Wolfgang Leonhard, a.a.O., S. 266f.

  28. Ebd., S. 268.

  29. Ebd., S. 25. Gemäß diesem Entwurf sollte „Bauern mit 40 bis 100 ha das Land über 40 ha genommen, dagegen Grundbesitz über 100 ha vollständig `nationalisiert` werden.“ Ebd.

  30. W. Leonhard, Die Revolution entlässt ihre Kinder, Köln 1990, S. 506f.

  31. Die UdSSR und die deutsche Frage 1941-1949. Dokumente aus dem Archiv für Außenpolitik der Russischen Föderation, Historisch-Dokumentarisches Departement der des MID Russlands/Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam,2000, S.20 (russisch).

  32. Laufer, a. a. O, S. 32. Ein von der dortigen Provinzial-Bodenkommission gefasster Beschluss vom 1. Oktober 1945, „antifaschistischen Großgrundbesitzern einen Gutshof mit lebendem und totem Inventar sowie 100 ha Land zu belassen“, wurde von der SMA nicht geduldet. Ebd., Anm. 51.

  33. Ebd., S. 35.

  34. Wilhelm Pieck, Junkerland in Bauernhand. Berlin 1955, S. 20.

  35. Ebd. , S. 22. „Dieser Kaufpreis“, forderte Pieck, „soll in zehn Jahresraten abgezahlt werden, in besonderen Fällen, wo es sich um die völlige Neuschaffung von Bauernstellen handelt, soll die Frist auf zwanzig Jahresraten verlängert werden.“

  36. Putzer berichtete mir später, dass er im Sommer 1945, von Charlotte von Rathenow als Verwalter des Gutes eingesetzt wurde, dennoch offiziell zur Teilnahme an der Veranstaltung überredet, aber nicht durch Plänitzer delegiert war.

  37. Zitiert bei Wilhelm Pieck, a. a. O., S. 39.

  38. Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), Zeitgeschichtliche Sammlung.

  39. Parlamentarische Einrichtungen existierten erst nach den Wahlen von 1946.

  40. BLHA. Ld. Br. Rep. 202 A. Büro des Ministerpräsidenten Nr. 265.

  41. BLHA, Rep. 330, I/3/01/3.

  42. Zweifel, dass die Durchführung der Bodenreform erhebliche demokratische Defizite aufwies, kamen mir auch 1984 bei meinen Recherchen für eine damalige Broschüre über die Bodenreform in Brandenburg nicht. Dass der Zugang zu Quellen mit hoher Aussagekraft versperrt war, entschuldigt dieses Defizit nicht!

  43. Die Quellen verweisen allerdings darauf, dass eine erste Bodenaufteilung am 22. 9. 1945 in Seese, Kreis Calau, stattfand.

  44. BLHA, Zeitgeschichtliche Sammlung.

  45. Auf der 2015 in Tellow (Mecklenburg) durchgeführten wissenschaftlichen Veranstaltung zur historischen Wertung der Bodenreform hob Rene` Wiese hervor, dass Bildung und Tätigkeit der GBK „zweifelsfrei revolutionären Charakter“ trugen, sie jedoch nach heutigem Verständnis keine „demokratischen Institutionen“ waren. Michael Herms/ Fritz Tack (Hg.). Kolloquium Agrargeschichte anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. sc. phil. Siegfried Kuntsche. Tellow 2015, S. 79. Kuntsche hatte bereits in den 1980er Jahren auf die definitorische Zuordnung „demokratisch“ verzichtet.

  46. 1860 gehörten zum Rittergut 538 ha. Besitzverhältnisse, die bis 1945 nicht entscheidend verändert wurden

  47. Als Patronatsherr der Plänitzer Kirche setzte er sich in den 1930er Jahren, als die Pfarrstelle vakant wurde, für einen Pfarrer der Bekennenden Kirche ein.

  48. Vor allem ehemalige Gutsarbeiter, die. wie ich aus Erzählungen von Verwandten meiner Großeltern erfuhr, höchst bedrängende Ausbeutungsverhältnisse erlebt hatten, von denen sie wünschten, befreit zu werden.

  49. Er war gemäß Festlegung der 1. Ausführungsbestimmung zur Verordnung der Bodenreform, dass Bauern, die weniger als 5 ha Grundeigentum besaßen, von der Dorfversammlung in die GBK gewählt worden. Nack verfügte derzeit über 2 ha, die er 1935 mit einer Kaufsumme von 2. 229, 64 RM von der Brandenburgischen Heimstätte-Gesellschaft erworben hatte. Sie wurde mühevoll vom Ehepaar Nack abgezahlt

  50. Dass sie später in einem Dokumentarfilm der DEFA als Zeitzeugin Auskunft über ihre Teilnahme an der Bodenreform in Plänitz geben konnte, hat sie dankbar als Ehrenerweisung angenommen.

  51. Rene Wiese bezeichnet sie auf dem Kolloquium in Tellow als höchste „Bodenreform-Instanzen“.

  52. Vgl. LHA Potsdam, Rep. 250, Nr. 2171, 2172.

  53. BLHA, Rep. 250 LRA Cottbus, Nr. 1439, Bl. 402.

  54. Sichtbar wurde das u. a. in der Verschandelung des zu DDR-Zeiten aufgestellten Denkmals zur Bodenreform durch ehemalige Gutsbesitzer, die aus der BRD angereist waren. Mutig entfernte der frühere Landarbeiter und spätere mecklenburgische Innenminister Karl Mewis ein von westdeutschen Bürgern am Denkmal angebrachtes Transparent, das die Bodenreform verleumdete.

  55. Seine kritische Sicht, in der er die Bodenreform nicht ablehnte, erschien 1946 in dem genannten Presseorgan.

  56. Es ist nicht bekannt, dass seine kritische Haltung von der SMAD brüskiert wurde.

  57. Vgl. der Freitag, Nr. 9, 3. März 2022, S. 12/ Chronik.

  58. Anselm Ewert, Libelle, Molch und Co. Zur Bedeutung der Relativierung von Kleingewässern. In: Jahrbuch Ostprignitz-Ruppin, 31. Jahrgang, Berlin/Neuruppin 2021, S. 275.

  59. Lange Zeit auch rechtlich umstritten blieben beispielsweise vererbte oder nicht mehr aktiv landwirtschaftlich genutzte Flächen aus der Zeit der Bodenreform. Dazu urteilte am 6. Oktober 2000 das Bundesverfassungsgericht (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2000/bvg00-144.html), dem Urteil widersprach am 22. Januar 2004 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Dort hatten Vertreterinnen von 70.000 Betroffenen geklagt, die sich um ihr Erbe aus der Bodenreform betrogen fühlen. Der Europäische Gerichtshof entschied am 22. Januar, die Enteignung von 70.000 Bodenreform -Grundstücken nach der Wiedervereinigung habe gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen. Vgl. auch Deutsche Welle vom 22.1.2004 "Enteignung von DDR-Bürgern war rechtswidrig", https://www.dw.com/de/enteignung-von-ddr-b%C3%BCrgern-war-rechtswidrig/a-1095369 . letzter Zugriff 22.7.2023.

  60. Jürgen Angelow, Zum historischen Ort der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Politische und wirtschaftliche Ziele. Bernau 2020, S. 12.

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Fritz Reinert, geboren am 21. Februar 1929. 1943-1947 Lehre als Landmaschinenschlosser in Köritz bei Neustadt/Dosse, Kreis Ruppin, 1947-1949 Tätigkeit als Schlosser, 1949-1952 Besuch der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Brandenburgischen Landeshochschule in Potsdam, 1952-1953 Ausbildung zum Diplom-Archivar am Deutschen Zentralarchiv Potsdam, 1953 SED (später PDS/Die Linke), 1953-1957 Studium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam im Fach Geschichte, 1957-1961 Dozent für Geschichte an der ABF der PH, 1962-1963 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Abteilung Fernstudium, der PH, 1963-1964 Wissenschaftlicher Assistent im Sektor Dokumente im Museum für Deutsche Geschichte, Berlin, 1964-1966 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Staatsarchiv Potsdam, 1966-1970 Referatsleiter bei der Staatlichen Archivverwaltung in Potsdam, Sept. 1968 Staatsprüfung für den wissenschaftlichen Archivdienst (Diplom-Archivar) am Institut für Archivwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, 1970-1990 Wissenschaftlicher Assistent, ab 1974 Oberassistent, ab 1978 mit Lehrbefähigung (facultas docendi) am Lehrstuhl Geschichte der Arbeiterbewegung an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften Potsdam-Babelsberg, 1973 Promotion zum Dr. rer. pol. an der ASR, 1990-1992 Tätigkeit als Diplom-Archivar (Referat mit selbständigem Arbeitsbereich) im Staatsarchiv Potsdam (später Brandenburgisches Landeshauptarchiv), 1992 Vorruhestand. (Quelle: Externer Link: Bundesarchiv).