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Grünes Licht aus Moskau

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. 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Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? 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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 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Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. 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Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" 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Grünes Licht aus Moskau Die SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums

Andreas Kötzing

/ 15 Minuten zu lesen

Auf das 11. Plenum des SED-Zentralkomitees im Dezember 1965 folgte die größte Zensurwelle der DDR-Kulturgeschichte. Doch handelten die Hardliner der SED dabei auf eigene Faust? Ein neuer Quellenfund zeigt, dass der SED-Chefideologe Kurt Hager wenige Tage vor dem 11. Plenum überraschend nach Moskau reiste. Von dort gab es "grünes Licht" für den von langer Hand geplanten "Kahlschlag".

Kurt Hager (rechts) mit Walter Ulbricht, Leonid Breshnew und Erich Honecker (v.r.n.l), hier im Jahr 1967 (© Bundesarchiv, Bild 183-F0417-0001-048, Foto: Ulrich Kohls)

Offene Fragen

"Sie dürfen doch nicht denken, dass wir uns als Partei- und Arbeiterfunktionäre weiter von jedem beliebigen Schreiber anspucken lassen, liebe Genossen! Das ist zu Ende, absolut zu Ende!“ Den drohenden Worten Walter Ulbrichts auf dem 11. Plenum des Zentralkomitees (ZK) folgte das Ende einer kurzen Phase kulturpolitischer Liberalisierung. Über jenes Plenum ist scheinbar alles gesagt. Die berühmt-berüchtigte Tagung des ZK der SED, die vom 15. bis zum 18. Dezember 1965 in Ost-Berlin stattfand, hat unter dem Synonym "Kahlschlag" einen festen Platz in der Geschichtsschreibung über die DDR gefunden. Die Vorgeschichte des Plenums und die weitreichenden Folgen für die Künstler in der DDR sind häufig beschrieben worden. Der generelle Zäsur-Charakter des Plenums für die Kulturgeschichte der DDR ist unstrittig: Aus heutiger Perspektive verkörpert das "Kahlschlag"-Plenum besser als jedes andere Ereignis – mit Ausnahme vielleicht der Biermann-Ausbürgerung – das repressive Vorgehen der SED-Führung gegen unliebsame Künstler und „uneinsichtiger“ Kritiker aus den eigenen Reihen. Zum 50. Jahrestag im vergangenen Dezember hat das Plenum noch einmal große mediale Aufmerksamkeit gefunden. Die historische Verortung des "Kahlschlag"-Plenums ist jedoch keineswegs abgeschlossen. Durch neue Fragestellungen und veränderte Perspektiven können auch neue Erkenntnisse gewonnen werden, unter anderem durch eine vergleichende Perspektive auf die künstlerischen Entwicklungen in der DDR, die im Umfeld des Plenums abgebrochen wurden. Die "Berlinale" hat beispielsweise kürzlich den interessanten Versuch unternommen, in einer Retrospektive die verbotenen oder in der Produktion gestoppten DEFA-Filme des Jahres 1965/66 gemeinsam mit den zeitgleich entstandenen Werken des "Neuen Deutschen Films" in der Bundesrepublik zu betrachten.

Neue Perspektiven ergeben sich auch durch einen Vergleich der kulturpolitischen Konflikte des Jahres 1965 mit anderen kulturpolitischen Auseinandersetzungen in der DDR, insbesondere dem "Formalismus"-Streit zu Beginn der 1950er Jahre. Um die Vorgeschichte und die Auswirkungen des "Kahlschlags" detailliert beschreiben zu können, erscheint es außerdem ratsam, sich nicht nur auf die bekannten Auseinandersetzungen um die namhaften DDR-Künstler wie Stefan Heym, Wolf Biermann oder Werner Bräunig zu konzentrieren, sondern darüber hinaus auch regionale Entwicklungen zu berücksichtigen. Nur so lässt sich nachvollziehen, dass sich der von der SED-Parteiführung verordnete "Kahlschlag" in den einzelnen DDR-Bezirken sehr unterschiedlich ausgewirkt hat und nicht alle Kulturinstitutionen in der DDR genauso stark betroffen waren wie beispielsweise die DEFA. Die regionalen Überlieferungen zeigen außerdem, dass die SED ihren Machtanspruch in manchen Bezirken bereits lange Zeit vor dem 11. Plenum durchgesetzt hatte und der Zäsur-Charakter dadurch deutlich schwächer ausgeprägt war.

Die innerparteilichen Grabenkämpfe, die im Umfeld des 11. Plenums zwischen den eher verhalten-reformorientierten SED-Funktionären und einigen ideologischen Hardlinern in der Partei ausgefochten wurden, erscheinen bei einer detaillierten Betrachtung der überlieferten Quellen ebenfalls in einem anderen Licht. Dies betrifft vor allem die Rolle Walter Ulbrichts. Ob der kulturpolitische "Kahlschlag" tatsächlich gegen den Willen des Staatsratsvorsitzenden erfolgt ist und er im direkten Kampf mit den "Reformgegnern" eine Niederlage erleiden musste, erscheint fraglich. Denn zumindest in der direkten Auseinandersetzung mit den Künstlern war Ulbricht nie ernsthaft darum bemüht, die harten Angriffe abzuschwächen. Im Gegenteil: Die stenografischen Protokolle des 11. Plenums – und mehr noch die vorhandenen Tonbandmitschnitte der Parteikonferenz – zeigen deutlich, dass er auf dem Plenum geschickt mit machtpolitischem Kalkül agierte, um seine eigene Position zu festigen. Er selbst zählte zu den schärfsten Kritikern der "parteifeindlichen" Entwicklungen in Literatur und Film.

Auch zur politischen Entscheidungsfindung im unmittelbaren Vorfeld des "Kahlschlag"-Plenums muss die bisherige Deutung korrigiert werden. Unklar war bislang, inwieweit sich die harten Auseinandersetzungen mit den Künstlern in der DDR auf eine alleinige Entscheidung der SED-Führung zurückführen lassen, oder ob es im Vorfeld einen maßgeblichen Einfluss von sowjetischer Seite gab. Die Akten des SED-Zentralkomitees enthalten hierzu einen aufschlussreichen Bericht, der bislang in der Forschung nicht thematisiert wurde. Der Bericht belegt, dass der SED-Chefideologe Kurt Hager zusammen mit anderen namhaften SED-Funktionären nur wenige Tage vor dem 11. Plenum kurzfristig nach Moskau reiste, um sich vor Ort mit einflussreichen sowjetischen Vertretern auszutauschen. Das Ziel der Reise bestand offenkundig darin, die bevorstehende Auseinandersetzung mit den Künstlern in der DDR politisch abzusichern. Die bislang in der Forschung dominierende These, eine dogmatische Gruppe von SED-Funktionären im Umfeld von Erich Honecker hätte während des Plenums selbstständig agiert, muss kritisch hinterfragt werden.

Kurt Hagers Reise nach Moskau

In der Forschung ist detailliert herausgearbeitet worden, dass das 11. Plenum spätestens ab Mitte November 1965 auf eine kulturpolitische Debatte ausgerichtet wurde. Bereits auf dem Treffen prominenter DDR-Schriftsteller mit Walter Ulbricht am 25. November 1965 im DDR-Staatsrat stand erstmals der Vorwurf im Raum, einzelne Künstler würden mit ihren "skeptizistischen" und "dekadenten" Werken die Jugendlichen in der DDR negativ beeinflussen. Die angeblich überzogene Kritik an den realpolitischen Verhältnissen in der DDR in einzelnen DEFA-Filmen, aber auch in Romanen und Theaterstücken, sei verantwortlich für die zunehmende Gewalt und die politische Orientierungslosigkeit der Jugendlichen in der DDR. In den folgenden Wochen wurde diese Debatte sukzessive verschärft. Beinahe täglich erschienen im Neuen Deutschland polemische Zeitungsberichte, die die Auseinandersetzung verschärften. Nach dem Selbstmord von Erich Apel, dem Leiter der staatlichen Planungskommission, am 3. Dezember 1965, zeichnete sich zudem ab, dass die ebenfalls für das 11. Plenum vorgesehene Debatte über die weitere Ausgestaltung der Wirtschaftsreformen im Rahmen des Neuen Ökonomischen Systems der Planung Leitung (NÖSPL) in den Hintergrund treten würde.

Die dogmatische Gruppierung innerhalb der SED-Führung, zu der neben Erich Honecker und Kurt Hager auch die einflussreichen SED-Bezirkssekretäre Paul Verner (Berlin) und Paul Fröhlich (Leipzig) zählten, drängte verschärft darauf, das 11. Plenum für eine grundsätzliche Abrechnung mit den vermeintlich "staatsfeindlichen" DDR-Künstlern zu nutzen. Dass Literaten wie Heym oder Biermann es gewagt hatten, ihre Kritik an der SED-Staatsführung sogar in Westmedien zu äußern, war in ihren Augen ein "konterrevolutionärer Angriff", der dringend beendet werden musste. Doch handelten Honecker und Co. dabei auf eigene Faust, oder war ihr Tatendrang auf eine Entscheidung aus Moskau zurückzuführen? Ein bemerkenswerter Kurzbesuch von Leonid Breschnew in der DDR vom 27. bis 29. November 1965 dürfte – neben den damaligen Verhandlungen über das Handelsabkommen zwischen der Sowjetunion und der DDR – auch beim Entscheidungsprozess für das 11. Plenum eine wichtige Rolle gespielt haben. Da von diesem Treffen mit dem sowjetischen Staatschef jedoch leider keine schriftlichen Unterlagen erhalten geblieben sind, basieren die Überlegungen hierzu nur auf Vermutungen und Spekulationen. Bedenkt man aber, mit welcher Intensität in den anschließenden 14 Tagen das Plenum vorbereitet wurde, dann kann man zumindest davon ausgehen, dass Breschnew sich nicht deutlich gegen eine kulturpolitische Kampagne in der DDR ausgesprochen hat.

Unabhängig von Breschnews DDR-Aufenthalt sticht hervor, dass es im Herbst 1965 keine äquivalente kulturpolitische Entwicklung in der Sowjetunion gab, auf die sich die SED-Führung hätte berufen können. Die Entwicklungen in Moskau verliefen eher ambivalent, wie Elke Scherstjanoi betont hat. Inwieweit Breschnew beabsichtigte, an die zum Teil drastischen kulturpolitischen Sanktionen der Chruschtschow-Ära anzuknüpfen, war aus Sicht der SED zum damaligen Zeitpunkt unklar. Es gab in der sowjetischen Literatur oder im Filmwesen keine aktuellen Präzedenzfälle, aus denen sich ein Handlungsauftrag herleiten ließ. Die Verhaftungen der beiden oppositionellen Schriftsteller Andrej Sinjawski und Juli Daniel im September 1965 waren der SED-Führung sicher bekannt, der politische Schauprozess gegen sie – der erste in der Sowjetunion seit Stalins Tod – begann jedoch erst im Februar 1966, mehrere Wochen nach dem 11. Plenum.

Für die SED-Führung war daher Ende November 1965 nur schwer abzusehen, ob sie mit ihrer forcierten Kampagne gegen die DDR-Künstler und ihre gesellschaftskritischen Werke auf den Rückhalt der Moskauer Parteispitze bauen konnte. Wie groß das Bedürfnis war, sich politisch rückzuversichern, veranschaulicht die Tatsache, dass Kurt Hager am 9. Dezember 1965 überraschend zu einem dreitägigen Kurzbesuch nach Moskau aufbrach. Die spontane Reise wirft ein interessantes Licht auf das 11. Plenum, das nur wenige Tage später beginnen sollte. Anhand von Hagers Bericht über den Moskau-Aufenthalt lässt sich ablesen, dass es bei der Reise in erster Linie darum ging, sich bei der sowjetischen Führung Rückendeckung für die bevorstehende Auseinandersetzung mit den DDR-Künstlern zu holen.

Neben Hager gehörten zur DDR-Delegation nur vier weitere SED-Kader: Kurt Rätz, Referent in der Abteilung Kultur im ZK der SED, Hanna Wolf, die Direktorin der SED-Parteihochschule, Hannes Hörnig, der Leiter der Abteilung Wissenschaft im ZK der SED und ein Mitarbeiter der DDR-Botschaft. Sie trafen sich in Moskau mit Pjotr Demitschew, dem Vorsitzenden der Ideologischen Kommission des ZK der KPdSU, sowie mit zahlreichen anderen ZK-Abteilungsleitern und hochrangigen sowjetischen Funktionären aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur. Interessant ist das Treffen nicht nur wegen seines Inhalts, sondern vor allem durch die Art und Weise, wie Hager die Gespräche im Anschluss zusammenfasste.

Hagers Bericht

Der Bericht von Kurt Hager, erste Seite, Faksimile (© BArch, DY 30/ JIV 2/2J/ 1562)

Unmittelbar nach der Rückkehr in die DDR verfasste Kurt Hager einen Bericht über die Reise. Der Bericht umfasst etwa 20 Seiten und entstand offenkundig unter hohem Zeitdruck. Sprachlich und inhaltlich wurde nur wenig am Text redigiert, unter anderem schwankt die Erzählperspektive: Mal berichtet Hager selbstständig über den Verlauf des Treffens, mal gibt er Demitschews Äußerungen als direkte Rede in der "Ich"-Form wieder. Dieses rhetorische Mittel war jedoch möglicherweise kein Zufall: Es ermöglichte Hager, Demitschew selber "sprechen" zu lassen und ihm Dinge in den Mund zu legen, die aus seiner Sicht besonders herausgestellt werden sollten.

Gleich auf der ersten Seite des Berichtes wird deutlich, worum es Hager ging: "Ich informierte einleitend den Genossen Demitschew über die Lage in der DDR und die Fragen der weiteren ideologischen-kulturellen Entwicklung und ging besonders auf Probleme der sozialistischen Erziehung der Jugend sowie auf die Situation in Literatur und Kunst ein. Genosse Demitschew bedankte sich für die Darlegungen und betonte, daß wir gemeinsame Fragen und Mängel haben."

Auch auf den folgenden Seiten war Hager sichtlich bemüht, alle ideologischen Probleme so darzustellen, als gäbe es zwischen ihm und der sowjetischen Führung keinerlei Differenzen. Demitschew habe sich beispielsweise deutlich von einer "überzogenen" Kritik an Stalin und am Personenkult distanziert – die entsprechenden Entwicklungen unter Chruschtschow hätten verhängnisvolle Auswirkungen auf die sowjetische Kultur gehabt. Breiten Raum nahmen die ideologischen Probleme bei der Erziehung der Jugendlichen ein. Demitschew habe betont: "Bei unserer Arbeit unter der Jugend wenden wir uns vorwiegend an die Vernunft. In der kapitalistischen Welt legt man hingegen sehr viel Wert auf das Gefühl, die Emotion. Die Propaganda der Sexualität, der Kult des Individualismus etc. sollen natürlich dazu dienen, die Jugend irrezuführen, sie vom Klassenkampf und von den sozialistischen Idealen abzuhalten. Ein gewisser Teil der Jugend der sozialistischen Länder ist für die Beeinflussung aus dem Westen anfällig. Die Dekadenz, der Nihilismus, die kritische Haltung zum Sozialismus finden auch bei uns einen günstigen Nährboden." Das waren haargenau die Kritikpunkte, die intern in der SED an den praktischen Konsequenzen des Jugendkommuniqués vom September 1963 geübt worden waren.

Auch im Hinblick auf die ideologischen Unklarheiten unter den Künstlern habe Demitschew – zumindest Hagers Bericht zufolge – eine sehr klare Haltung gezeigt: "Wir legen uns die Frage vor, was ist zu tun, wie sollen die Parteiorganisationen arbeiten, um mit den Schriftstellern und Künstlern zu Rande zu kommen. Jetzt treten die Parteiorgane vorwiegend als Kritiker auf und machen Feuerwehrarbeit. Auch bei uns gibt es wie in der DDR Schriftsteller, die ‚Propheten’ sind, die behaupten, als einzige die Wahrheit zu kennen. […] Das Einzelgängertum ist gewachsen. Viele fühlen sich gegenüber der Gesellschaft nicht verantwortlich." Demitschew habe außerdem über verschiedene Treffen mit Künstlern berichtet, die darauf ausgerichtet gewesen waren, sie "zur ästhetischen Erziehung der Bevölkerung" heranzuziehen. Einige Schriftsteller hätten bei einer dieser Beratungen gesagt, "daß sie den leninschen Stil der Leitung in der Kunst vermissen. Auf die Frage, was sie darunter verstehen, gaben sie keine Antwort. Wir haben ihnen gesagt, daß wir uns nicht einmischen, wie man Kunst macht, aber daß der leninsche Stil verlangt, daß die Kunstwerke uns nutzen. Zu dieser Feststellung haben sie geschwiegen. Man weiß nicht, ob sie einverstanden sind. Das Schweigen ist nicht immer ein Zeichen des Einverständnisses." Das zukünftige Ziel müsse es sein, den Künstlern ihre Verantwortung bewusst zu machen. "Wenn das nicht gelingt, dann haben wir kein richtiges Verhältnis zwischen der Partei und der Intelligenz."

Schließlich gab Hager in seinem Bericht die wohl wichtigsten Sätze wieder, die Demitschew im Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen der SED und der KPdSU geäußert haben soll: "Wir fördern auch das Streben der Bruderparteien nach Aussprachen über Probleme der Kunst und Literatur. Dabei darf man keine Angst haben vor den Schattierungen, die sichtbar werden. Das wichtigste ist, das Gemeinsame in der Zusammenarbeit zu finden." Mit anderen Worten: Die geplante Debatte über die missliebige Entwicklung in der DDR-Kultur genieße den vollen Rückhalt der Moskauer Führung. Im weiteren Verlauf seines suggestiven Berichtes bekräftigte Hager diesen Eindruck weiter, indem er verschiedene kürzlich in der Sowjetunion inszenierte Theaterstücke und Filme erwähnte, die politisch so anstößig gewesen seien, dass sie zum Teil vollständig überarbeitet werden mussten oder gleich ganz vom Spielplan abgesetzt worden seien. Auch hierin spiegeln sich die eigenen Pläne der SED-Führung wider.

Inwieweit Demitschews Äußerungen authentisch sind, lässt sich schwer überprüfen, da außer Hagers Bericht zumindest keine weiteren deutschsprachigen Originalquellen zu dem Treffen in Moskau überliefert sind. Denkbar ist durchaus, dass Dimetschew sich gar nicht in dieser Klarheit zu den umstrittenen Themenfeldern geäußert hat – dies könnte jedoch nur anhand von russischen Quellen belegt werden. Unabhängig davon spricht der gesamte Charakter des Berichtes jedoch dafür, dass Hager das Treffen gezielt für seine Zwecke instrumentalisiert hat.

Verbreitungskontext und Folgen

Wie geschickt Hager vorging, wird ersichtlich, wenn man sich den Kontext und die Verbreitung seines Berichtes im SED-Parteiapparat anschaut. Weder Hager noch Erich Honecker konnte sich zum damaligen Zeitpunkt hundertprozentig sicher sein, dass der von ihnen favorisierte harte kulturpolitische Einschnitt von allen führenden SED-Funktionären geteilt wurde. Walter Ulbricht hatte bereits auf dem erwähnten Schriftstellertreffen am 25. November gezeigt, dass er den dogmatischen Kurs unterstützte, andere Funktionäre hatten sich indes weniger deutlich geäußert. Einen größeren Widerspruch sollte es auf dem Plenum jedoch auf keinen Fall geben, deshalb wurde die Debatte so präzise wie möglich vorbereitet. Bereits am 14. Dezember 1965, einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Plenums, wurden alle eingeladenen SED-Funktionäre ins Zentralkomitee gebeten. Ihnen wurde eine Lesemappe ausgehändigt, die vor Ort durchgearbeitet werden musste. Die Mappe enthielt eine Vielzahl von Berichten und Einschätzungen, die zusammen genommen ein verheerendes Bild von der kultur- und jugendpolitischen Situation in der DDR zeichneten. Die Berichte suggerierten eine angebliche Verwahrlosung unter den Jugendlichen, für die die Künstler mit ihren „dekadenten Machwerken" unmittelbar verantwortlich seien. Als besonders schädliches Beispiel wurde den Plenumsteilnehmern schließlich am späten Nachmittag der DEFA-Film "Das Kaninchen bin ich" von Kurt Maetzig vorgeführt.

Der Bericht über die Moskau-Reise diente zur weiteren internen Vorbereitung des Plenums. Hager lancierte ihn gezielt am gleichen Tag an alle Mitglieder und Kandidaten im Politbüro, um auch auf höchster politische Ebene mögliche Zweifel an der bevorstehenden kulturpolitischen Zäsur zu zerstreuen. Die Verbreitung lässt sich aus einem Begleitschreiben ablesen. Demnach hat Hager seinen als "streng vertraulich" gekennzeichneten Bericht am 14. Dezember 1965 an alle Mitglieder und Kandidaten des Politbüros verschickt. Aus dem Text des Berichtes ging unmissverständlich hervor, dass es aus Moskau "grünes Licht" für die geplante Abrechnung mit den Künstlern gab. Am folgenden Tag konnte das 11. Plenum wie geplant beginnen.

Bekanntermaßen ließen sich viele SED-Funktionäre in ihren Diskussionsbeiträgen auf dem Plenum zu diffamierenden Beschimpfungen hinreißen, die sowohl in der Wortwahl als auch im Sprachduktus weit über das "normale" Maß ähnlicher Parteiveranstaltungen hinausreichten. Bereits im ausführlichen Bericht des Politbüros, den Erich Honecker zur Eröffnung verlesen hatte, mangelte es nicht an scharfen Attacken. Die folgenden Redner nahmen diesen ‚Spielball’ bewusst auf, indem sie die vulgär-polemischen Angriffe weiter verstärkten. Zu den besonders kämpferischen Rednerinnen gehörte interessanterweise Hanna Wolf, die wie erwähnt selbst an Hagers Moskau-Reise teilgenommen hatte. Sie agierte auf dem Plenum mit einem entsprechend großen Selbstbewusstsein. Wenn man sich ihr Referat heute anhört, gewinnt man einen prägnanten Eindruck von der aufgeheizten Stimmung im Saal. In ihrer holzschnittartigen Rede wetterte Wolf mit erregter Stimme gegen den "Skeptizismus" in der Kunst und diejenigen Parteimitglieder, die diese Entwicklung auch noch unterstützt hätten. Sie geriet regelrecht in Rage, als sie im Verlauf ihrer Rede auf Stefan Heym zu sprechen kam. "Falsche Propheten" wie er oder Robert Havemann, "die sich heute herausnehmen, über den Sozialismus zu meckern, über d e n Sozialismus, über u n s e r e n Sozialismus, die sollen sich überlegen, daß sie heute leben und meckern können, weil eben dieser Sozialismus den Faschismus besiegt hat, zum Teufel noch mal!"

Dass Hanna Wolf – und viele andere Redner – so ungehemmt über die DDR-Künstler schimpfen konnten, ohne großen Widerspruch befürchten zu müssen, dürfte auch an Hagers Bericht über die Moskau-Reise gelegen haben. Allen wichtigen SED-Funktionären war damit eindringlich suggeriert worden, dass sich die dogmatischen Kräfte innerhalb der Partei durchgesetzt hätten. Etwaige Zweifel am richtigen Kurs waren endgültig ausgeräumt. Im Rückblick erscheint Hagers Bericht daher wie ein fehlendes Puzzle-Teil zum Gesamtverständnis des 11. Plenums. Er macht deutlich, dass sich die dogmatischen SED-Funktionäre nicht allein auf ihre Argumente verlassen konnten. Sie bauten auf den Rückhalt der KPdSU-Führung.

Zitierweise: Grünes Licht aus Moskau? Die SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums, in: Deutschland Archiv, 10.6.2016, Link: www.bpb.de/228714

Fussnoten

Fußnoten

  1. Der Begriff etablierte sich durch den gleichnamigen Sammelband von Günter Agde (Hg.), Kahlschlag. Das 11. Plenum des ZK der SED 1965. Studien und Dokumente, überarbeitete und ergänzte 2. Auflage, Berlin 2000.

  2. Vgl. den prägnanten Überblick von Michael Lühmann, "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen dritten Weg". Wie die SED im Jahr 1965 beschloss, die Realität abzuschaffen und darüber ihren Nachwuchs verlor, in: Deutschland Archiv, 7.12.2015, Externer Link: www.bpb.de/216974, letzter Zugriff am 24.5.2016; speziell zur kulturellen Entwicklung im Vorfeld des Plenums anhand einzelner Beispiele vgl. Henning Wrage, Die Zeit der Kunst. Literatur, Film und Fernsehen in der DDR der 1960er Jahre. Eine Kulturgeschichte in Beispielen, Heidelberg 2008.

  3. Vgl. u.a. Gunnar Decker, Das Ende des Reformprozesses, in: Der Tagesspiegel, 9.12.2015; Regine Sylvester, "Hier wird unsere Partei beleidigt!", in: Die Zeit, 10.12.2015; Grit Lemke, Eine tiefe Verletzung, in: Junge Welt, 16.12.2015; Oliver Reinhard, Als der DDR-Kultur die Zähne gezogen wurden, in: Sächsische Zeitung 18.12.2015; Hanno Müller: Die DDR und das Yeah, Yeah, Yeah. In: Thüringer Allgemeine, 19.12.2015.

  4. Vgl. zu den inhaltlichen und ästhetischen Anknüpfungspunkten die Beiträge in Connie Betz, Julia Pattis und Rainer Rother (Hg.): Deutschland 1966. Filmische Perspektiven in Ost und West, Berlin 2016.

  5. Vgl. ausführlich zu den hier skizzierten Ansätzen Andreas Kötzing, Sturm und Zwang. Das 11. Plenum des ZK der SED in historischer Perspektive, in: Ders. und Ralf Schenk (Hg.), Verbotene Utopie. Die SED, die DEFA und das 11. Plenum. Berlin 2015, S. 11–146.

  6. Vgl. Monika Kaiser, Machtwechsel von Ulbricht zu Honecker. Funktionsmechanismen der SED-Diktatur in Konfliktsituationen. Berlin 1997, S. 133–231.

  7. Diese These findet sich u.a. bereits in der Studie von Monika Kaiser und noch einmal deutlich zugespitzt in der Schilderung zur kulturellen Entwicklung in der DDR von Gunnar Decker, 1965. Der kurze Sommer der DDR. München 2015, S. 320–330.

  8. Vgl. zum wichtigen Quellenwert der Tonbänder des 11. Plenums, die seit 2012 online über das Bundesarchiv zugänglich sind, Günter Agde, "Es gilt das gesprochene Wort!" Zu den Tonband-Mitschnitten der 11. Tagung des ZK der SED 1965, in: Andreas Kötzing und Ralf Schenk (Hg.), Verbotene Utopie, S. 510–516. Als Beilage findet sich im Buch auch eine CD mit Hörbeispielen, darunter auch Ausschnitte aus dem Referat von Walter Ulbricht. Zum Download des vollständigen Mittschnitts vgl. BArch, SAPMO, TonY 1/1365 und 1/1366, Externer Link: www.argus.bstu.bundesarchiv.de/tony1/index.htm, letzter Zugriff am 24.5.2016.

  9. Vgl. Günter Agde, Zur Anatomie eines Testes. Das Gespräch Walter Ulbrichts mit Schriftstellern und Künstlern am 25. November 1965 im Staatsrat der DDR, in: Ders (Hg.): Kahlschlag, 2. Aufl., S. 134–153.

  10. Vgl. Kötzing, Sturm und Zwang (Anm. 5), S. 79–91.

  11. Vgl. ausführlich zu den Problemen innerhalb des NÖSPL und den Einflüssen aus der Sowjetunion André Steiner, Die DDR-Wirtschaftsreform der sechziger Jahre. Konflikt zwischen Effizienz- und Machtkalkül, Berlin 1999, S. 113–118.

  12. Vgl. Kaiser, Machtwechsel (Anm. 6), S. 206.

  13. Vgl. ausführlich Elke Scherstjanoi, "Von der Sowjetunion lernen…", in: Agde (Hg.): Kahlschlag (Anm. 1), 2. Aufl., S. 37–65.

  14. Die Berichte zur kulturpolitischen Situation in der Sowjetunion, die von der DDR-Botschaft aus Moskau übermittelt wurden, blieben eher schwammig. Vgl. Botschaft der DDR, Kulturabteilung: Einschätzung der Entwicklung der kulturpolitischen Situation zwischen dem Oktober-Plenum des ZK der KPdSU 1964 und dem März-Plenum 1965, Moskau April 1965. BArch, SAPMO, DY 30/IV A 2/9.06/11, n. pag.

  15. Beide wurden nach viertägiger Verhandlung zu sieben bzw. fünf Jahren Haft „unter verschärften Bedingungen“ im Arbeitslager verurteilt. Vgl. Wegen sowjetfeindlicher Tätigkeit verurteilt. Arbeitslager für Senjawski und Daniel. In: Neues Deutschland, 15.2.1966, S. 7.

  16. Vgl. Kurt Hager, Bericht über die Aussprache mit dem Genossen Demitschew, Berlin, 14.12.1965, BArch, SAPMO, DY 30/J IV 2/2 J/1562, n. pag. Alle nachfolgenden Zitate aus dem Bericht ebd.

  17. Das Jugendkommuniqué deutete einen liberalen Umgang in der Jugendpolitik an, weil es formal größere Freiräume für eine individuelle und selbstbestimmte Jugendkultur einräumte. Innerhalb der SED-Führung war der Kurs jedoch von Beginn an umstritten. Bereits wenige Monate später wurden die ideologischen Grenzen durch ein neues Jugendgesetz wieder enger gefasst. Vgl. Marc-Dietrich Ohse, Jugend nach dem Mauerbau. Anpassung, Protest und Eigensinn, Berlin 2003, S. 64–81.

  18. Die Lesemappe ist archiviert im BArch, SAPMO, DY 30/IV 2/1/335, Bl. 23-29. Auszüge daraus sind nachgedruckt in: Agde (Hg.), Kahlschlag (Anm. 1), 2. Aufl., S. 198–237.

  19. Diskussionsbeitrag von Hanna Wolf auf dem 11. Plenum. Stenografisches Protokoll, BArch, SAPMO, DY 30/IV 2/1/336, Bl. 149–163, hier. Bl. 153.

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Dr. phil; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut in Dresden und Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig. Forschungsschwerpunkte sind die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte sowie kultur- und medienhistorische Themen des 20. Jahrhunderts.