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Das besiegte Machtinstrument - die Stasi | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Das besiegte Machtinstrument - die Stasi

Marianne Birthler

/ 14 Minuten zu lesen

Am 15. Januar vor 34 Jahren kam es zur endgültigen Entmachtung der "Staatssicherheit" in Ostberlin. Wie es danach gelang, die DDR-Geheimpolizei aufzulösen und deren Akten zu sichern, schildert die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler. Ergänzende Filmdokumente von damals ermöglichen eine visuelle "Zeitreise" zurück in den bewegten Dezember 1989 und Januar 1990 in der DDR.

Besiegte Angst: Symbolischer Sarg mit Aufschrift "Stasinismus" bei einer Demonstration während der Friedlichen Revolution am 19.11.1989 vor der DDR-Volkskammer. (© picture-alliance, SZ Photo | Rolf Zöllner)

Der Versuch, zu retten, was sich retten ließ, zeigte sich seinerzeit besonders deutlich im Kampf um das wichtigste Machtinstrument der SED: die Staatssicherheit, im Volksmund Interner Link: Stasi. Ihr dichtes Netz von fast einer Viertelmillion hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeitern war noch immer funktionsfähig, auch wenn eine beträchtliche Zahl von heimlichen Spitzeln (IM) inzwischen ihren Dienst aufgekündigt hatte oder einfach nicht mehr zu den Treffen mit ihren Führungsoffizieren erschien. Gregor Gysi warb am Runden Tisch mit Eifer um den Erhalt wenigstens einiger Teile des MfS, und die stille Umwandlung des gefürchteten Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in ein sogenanntes Amt für Nationale Sicherheit war im vollen Gange. Dass in diesem neuen Amt die alten Offiziere auch künftig arbeiten würden, verstand sich von selbst.

In den Dienststellen, die das MfS in allen Bezirken und Kreisen, teilweise auch in Großbetrieben, besaß, vernichteten die Offiziere auf Befehl und systematisch große Mengen Akten. Das geschah zwar unter strenger Geheimhaltung, den aufmerksamen und zu Recht argwöhnischen Beobachtern draußen entgingen aber nicht die Lkw-Transporte und der Rauch, der aus den Schornsteinen drang. Empörung griff um sich, vor allem die Befürchtung, dass die Verbrechen der Staatssicherheit verschleiert und wichtige Beweise vernichtet werden könnten. Hier und da räumten dies Stasi-Offiziere später ein, so wie Oberstleutnant Werner Müller von der Bezirksverwaltung Neubrandenburg: "Man wusste: Die kommen irgendwann ins Haus. Das sind wahrscheinlich auch die, über die etwas in den Akten steht. Und dann ist es besser, die Akten sind nicht mehr da."

Erste Besetzungen in Rathenow und Erfurt

In der Tat: Sie kamen irgendwann ins Haus. Das DDR-weite Signal dafür ging am Morgen des 4. Dezember 1989 von der Erfurter Gruppe "Interner Link: Frauen für Veränderung" aus. Aus einer kleinen Versammlung vor den Toren des Bezirksamtes für Nationale Sicherheit, wie die Stasi damals schon hieß, wurde dank ihrer Courage bald eine große Menschenmenge, die sich schließlich Einlass verschaffen konnte.

Von den Besetzern aufgefundene Stasiakten in Räumen der Erfurter Staatssicherheit, zur Vernichtung vorgesehen. (© Bernd Hiepe)

Wenig bekannt ist, dass ein paar Männer und Frauen in der Kreisstadt Rathenow im heutigen Brandenburg noch schneller als die Erfurterinnen waren. Sie hatten nur wenige Minuten früher die MfS-Kreisdienststelle, die SED-Kreisleitung und das Gebäude der Polizei blockiert, um den Abtransport von Unterlagen zu verhindern.

Die Nachricht von der Besetzung der Erfurter Stasi-Dienststelle verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Noch am selben Abend folgten Aktionen in Leipzig, Suhl und Rostock, in den nächsten Tagen und Wochen in Chemnitz, Cottbus, Dresden, Frankfurt (Oder), Gera, Halle, Magdeburg, Neubrandenburg und Potsdam. Nicht zu vergessen die ungezählten Kreisstädte. Die Besetzerinnen und Besetzer leiteten damit – noch völlig ungewiss über den Ausgang und die persönliche Gefahr – den endgültigen Niedergang des wichtigsten Machtinstruments der SED in die Wege, deren größte Macht, so hat es Interner Link: Wolf Biermann einmal definiert, "die Angst der Menschen war", die sie vor dem MfS hatten. Den Schlusspunkt markierte am 15. Januar 1990 die Besetzung der Zentrale der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg. Die Fernsehbilder davon gingen um die Welt und erreichten vor allem die Wohnzimmer der DDR. Nun war es für alle sichtbar: Dieser Apparat hatte keine Macht mehr über die Menschen, er war kein Angstfaktor mehr. Die endgültige Auflösung der Stasi-Zentrale unter Interner Link: ziviler Kontrolle begann, das Ende der Staatssicherheit war unumkehrbar geworden.

Der "Stasi-Staat"

TV-Beitrag

Der "Stasi-Staat"

Eine SPIEGEL-TV-Reportage über den Sturm auf die Stasi am 15. Januar 1990 und die ersten Erkenntnisse der örtlichen Bürgerkomitees über das Wirken der DDR-Geheimpolizei. Erstausstrahlung war am 21.1.1990

"Angst, dieses verfluchte Erbe der Staatssicherheit"

Wenige Tage vor dem Ende der DDR kam es zu einer Kontroverse zwischen Parlament und Regierung, bei der sich schließlich die Abgeordneten durchsetzten. Es ging auch hier um das Thema Staatssicherheit. Am 28. September 1990, in der 37. Tagung der Volkskammer – derselben, in der Joachim Gauck seinen Bericht über die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit bzw. des Amtes für Nationale Sicherheit ablieferte und zum Sonderbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt wurde –, stellte mein Fraktionskollege Peter Hildebrandt den Bericht des Überprüfungsausschusses vor. Das Parlament hatte bereits im April als öffentliches Zeichen der Glaubwürdigkeit die Stasi-Überprüfung der Abgeordneten und Regierungsmitglieder beschlossen. Am Ende einer langwierigen und sorgfältigen Einzelfallprüfung wurde festgestellt, dass von den Überprüften 56 Personen als IM geführt worden waren, neun Abgeordnete hatten sich der Überprüfung entzogen. Der Ausschuss empfahl in fünfzehn Fällen die sofortige Niederlegung des Mandats beziehungsweise den Rücktritt vom Amt. Namen wurden nicht genannt. Es folgte eine sehr emotional geführte Auseinandersetzung, in der ich für die Offenlegung warb, nicht ohne ausdrücklich die Namen zweier Fraktionskollegen zu nennen, die als IM geführt worden waren – wir hatten zuvor fraktionsintern und in großer Offenheit darüber diskutiert.

Stasi-Foto von Marianne Birther, vermutlich aufgenommen 1989 in der Gethsemanekirche am Prenzlauer Berg. Neben Marianne Birthler sitzt der Bürgerrechtler Jens Reich. (© BStU (MfS, HA XX, Fo 96, Bild 12))

Während ich angesichts einiger meiner Volkskammer-Redebeiträge nachträglich eingestehen muss, mich geirrt zu haben, ist es hier anders. Diese Rede hätte ich auch viele Jahre später, als Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, nicht anders gehalten:

"Muss man nicht befürchten, dass auf dem Namen einmal Genannter dauerhaft ein Schatten liegt? Kann dieser Schatten nicht schädlich für das Ansehen der Bürgerbewegungen sein? Geht man nicht erst recht in Wahlkampfzeiten sehr vorsichtig mit derartigen Informationen um? Und schließlich: Weiß man denn, was die Medien daraus machen? – Angst! Schon wieder soll Angst, dieses verfluchte Erbe der Staatssicherheit, unsere Entscheidungen beeinflussen. Wir haben Angst vor dieser Angst, dieser Angst, die uns lähmt und unsicher macht und korrumpierbar machen kann … Oder glaubt hier jemand, dass geflüsterte Namen und unausgesprochener Verdacht weniger schädlich sind als die offene Auseinandersetzung? Nur diese Offenheit, mit der die Volkskammer ein wichtiges Zeichen setzen könnte, macht es möglich, dass sich hierzulande ein Klima entwickeln kann, in dem auch ehemalige Täter über ihre Vergangenheit sprechen und damit einen Neuanfang wagen können … Ich bitte Sie im Namen meiner Fraktion sehr dringend, dafür zu stimmen, dass die Namen der am schwersten Belasteten öffentlich gemacht werden."

Parlamentsdebatte mit abgeschalteten Mikrofonen

Die weitere Debatte verlief turbulent, unterbrochen durch mehrere Beratungspausen und einen Sitzstreik auf dem Fußboden vor dem Präsidium, mit dem wir die Nennung der Namen einforderten. Als diese auch durch Geschäftsordnungstricks nicht mehr aufzuhalten war, beantragte Günter Krause im Namen seiner Fraktion den Ausschluss der Öffentlichkeit, was wiederum dazu führte, dass einige Abgeordnete, solange die Kameras noch liefen, die Zeit für persönliche Erklärungen über ihre Stasi-Kontakte nutzten. Dann wurden Journalisten und Gäste aufgefordert, den Plenarsaal zu verlassen, Kameras und Mikrofone wurden abgeschaltet. Wir Abgeordneten waren unter uns.

Was innerhalb der darauffolgenden geschlossenen Sitzung passierte, ist im Protokoll nicht überliefert. Ich erinnere mich daran, dass der Streit noch heftiger als zuvor fortgesetzt wurde. Günter Krause, dessen Gesicht inzwischen eine grünliche Färbung angenommen hatte, ließ nun alle Beherrschung fahren, schrie herum und versuchte, Wolfgang Ullmann, der die Liste mit den Namen aus seiner Sakkotasche gezogen hatte und sich anschickte, sie zu verlesen, den Zettel zu entreißen. Vergebens. Die Namen wurden bekanntgegeben. Wie nicht anders zu erwarten, war die Liste außerdem längst einigen Medien zugesteckt worden. Es war eine Illusion zu meinen, Stasi-Belastungen von öffentlich bekannten Personen könnten auf Dauer geheim bleiben – das sollte die Zukunft uns noch des Öfteren lehren. Leider galt dies auch für ungerechtfertigte Vorwürfe. Später zeigte sich immer wieder, dass der beste Schutz vor falschen Beschuldigungen Transparenz und Ehrlichkeit waren.

Stasi-Akte Honecker

Beitrag aus KENNZEICHEN D vom 14.11.1990

Stasi-Akte Honecker

In einem "roten Koffer" hütete Stasi-Chef Erich Mielke auch Dokumente über SED- und Staatschef Erich Honecker. Der Zweck ist umstritten. Eine Spurensuche.

Doch noch war ja nicht einmal sicher, dass die Akten der Staatssicherheit über den Tag der deutschen Einheit hinaus zugänglich bleiben würden. Die Pläne der Regierungen Kohl und de Maizière sahen anders aus, und erst nach einer zweiten Besetzung der Stasi-Zentrale – auf die ich später noch zurückkomme – und dem heftigen Protest der Abgeordneten war es entschieden: Die Akten würden offen bleiben.

Die nächste Hürde – das Stasi-Unterlagengesetz

Eigentlich grenzte es an ein Wunder, dass es das Stasi-Unterlagen-Gesetz überhaupt gab. Die Öffnung der Akten eines Unterdrückungsapparates – ein bis dahin weltweit einmaliger Vorgang – war von Anfang an umstritten gewesen: "Hexenjagd", "Siegerjustiz", "Racheakte" – kein Szenario war Anfang der neunziger Jahre zu dramatisch, um nicht als Warnung zu taugen. Die Reihe der Bedenkenträger war lang: Die einen sahen die Errungenschaften langjähriger Debatten um den Daten- und Persönlichkeitsschutz in Gefahr, Kanzler Helmut Kohl und Innenminister Wolfgang Schäuble fürchteten, dass der Streit um die Vergangenheit die innere Einheit Deutschlands belasten würde. Manch einer bemühte, wenn auch zumeist hinter vorgehaltener Hand, als Argument die bundesdeutschen Erfahrungen nach 1945. Konrad Adenauer jedenfalls sei schließlich auch gegen die "Naziriecherei" gewesen. "Man schüttet kein dreckiges Wasser aus, wenn man kein reines hat", hatte er mit Bezug auf frühere Nazis im Auswärtigen Amt gesagt. Die meisten von ihnen hätten sich doch schließlich zu guten Demokraten entwickelt.

Besetzung der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg am 15.01.1990 (© imago images / Rolf Zöllner)

Es gab noch eine andere Befürchtung: Was würden die Akten des MfS alles über Politiker des Westens zutage fördern? Nein, seitens der Bundesregierung gab es wenig Interesse, die Akten zu öffnen. Und die einstigen Verantwortlichen und Täter im Osten, die ahnten, dass ihre millionenfachen Gemeinheiten und Untaten öffentlich bekannt würden, waren sowieso dagegen. Dass die Stasi-Akten heute trotzdem zugänglich sind, ist, wie im Kapitel zuvor geschildert, vor allem jenen Frauen und Männern zu verdanken, die noch im Winter 1989/90 mutig die Dienststellen des MfS besetzt hatten, um dem Treiben der Staatssicherheit eine Ende zu bereiten und die Vernichtung der Akten zu stoppen. "Freiheit für meine Akte" hatte jemand auf eine Tür gesprüht, und "Die Akten gehören uns!" hieß es auf den Transparenten vor den Stasi-Dienststellen.

Aktensicherung im Einigungsvertrag nicht vorgesehen

Zwei elementare Bedürfnisse begründeten die Forderung nach der Öffnung der Akten: mit ihrer Hilfe herauszufinden, wie die Stasi in das eigene Leben eingegriffen hatte, zu erfahren, wer die Täter waren, und zu verhindern, dass sie unentdeckt neue Ämter übernahmen. Nachdem schon der Runde Tisch die ersatzlose Auflösung der Staatssicherheit durchgesetzt hatte, beschloss die erste frei gewählte Volkskammer der DDR im August 1990 nahezu einstimmig ein "Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehemaligen MfS/AfNS". Umso größer das Unverständnis, als wenige Tage später bekannt wurde, dass dieses Gesetz im Einigungsvertrag nicht verankert war: Die beiden verhandelnden Regierungen waren sich offenbar einig, dass das Thema mit dem Ende der DDR erledigt sein sollte. Die Abgeordneten waren empört, und Innenminister Peter-Michael Diestel erklärte, sich vor dem Mikrofon windend, dass die Vertreter der DDR gegenüber der Bundesrepublik nun mal in der schwächeren Position seien.

Noch am selben Tag, dem 30. August, stimmte die Volkskammer mit überwältigender Mehrheit einer Erklärung zu, die ich im Auftrag meiner Fraktion eingebracht hatte: Die Regierung sollte durchsetzen, dass das Gesetz über die Stasi-Unterlagen im Einigungsvertrag zum fortgeltenden Recht erklärt wurde. Parallel versuchte Joachim Gauck, Abgeordneter von Bündnis 90 und Vorsitzender des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS/AfNS, im Innenministerium in Bonn einen Sinneswandel herbeizuführen.

Erneute Stasibesetzung im September 1990

Die größte Wirkung aber hatte eine Aktion von Aktivisten der Bürgerbewegung: Interner Link: Stephan Konopatzky, Christian Halbrock und ungefähr dreißig weitere Personen, darunter Ingrid Köppe, Bärbel Bohley, Till Böttcher, Hans Schwenke, Frank Ebert, Tom Sello und Reinhard Schult, besetzten am 4. September 1990 erneut die Stasi-Zentrale und forderten mit einem Hungerstreik, die Akten auch im vereinten Deutschland zugänglich zu machen. Wolf Biermann beteiligte sich, Kamerateams belagerten den Ort, das Interesse im In- und Ausland war groß, und viele Abgeordnete der Volkskammer solidarisierten sich mit den Besetzern. Vier Wochen vor dem 3. Oktober schien die Zustimmung zum Einigungsvertrag plötzlich nicht mehr sicher zu sein.

Marianne Birthler bei einer Pressekonferenz im Stasi-Archiv während der Besetzung im September 1990, links neben ihr der Liedermacher Wolf Biermann.

Schließlich lenkten die Regierungen ein, und der Einigungsvertrag erhielt eine eilig aufgesetzte Zusatzklausel: Darin wurde zum einen der Bundestag beauftragt, ein Gesetz zu verabschieden, das die Grundsätze des Volkskammergesetzes berücksichtigte, und zum anderen die Bundesregierung, einen noch von der Volkskammer nominierten Sonderbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zu ernennen. Es war geschafft! Gemeinsam hatten sich die Hungerstreikenden in der Normannenstraße und Abgeordnete der Volkskammer gegen den Willen der Regierungen Kohl und de Maizière durchgesetzt. Die Akten sollten offen bleiben.

Aufarbeitungswille Ost traf auf Rechtsstaat West

Das neue Stasi-Unterlagen-Gesetz war dennoch nicht nur ein Ost-, sondern auch ein Westkind: Aufarbeitungswille Ost traf auf Rechtsstaat West, Aktenöffnung auf Datenschutz, Leidenschaft auf Vorsicht und Verwaltungserfahrung: Die Gegensätze prallten während des Gesetzgebungsverfahrens ziemlich heftig aufeinander, aber in ihrer Verbindung lag das Geheimnis des Erfolges. Ende Dezember 1991 verabschiedete der Bundestag das neue Stasi-Unterlagen-Gesetz, die bis dahin provisorische Behörde des Sonderbeauftragten Gauck arbeitete von da an auf gesetzlicher Grundlage, und am 2. Januar 1992 saßen rund zwei Dutzendprominente Ex-Dissidenten in einem provisorisch hergerichteten Lesesaal der Behörde und lasen unter großer öffentlicher Anteilnahme ihre Akten.

Fast Externer Link: 7,5 Millionen Ersuchen und Anträge sind seitdem in der Behörde, die seit Juni 2021 zum Bundesarchiv gehört, eingegangen, darunter bis heute – im Januar 2024 – 3.439.972 Anträge von Bürgerinnen und Bürgern, die inzwischen gelesen haben, was die Stasi über sie an Informationen und Einschätzungen zusammengetragen und wie sie in ihr Leben eingegriffen hat. Den einen konnten wir nur eine Karteikarte zeigen, andere saßen an einem Tisch, auf dem sich ein Dutzend Ordner stapelte. Manche haben den Lesesaal erschüttert oder traurig verlassen, manche kopfschüttelnd oder belustigt, manche enttäuscht, weil sie die erhofften Antworten auf quälende Fragen nicht fanden. Wieder andere fühlten sich nach der Lektüre wie von einer großen Last befreit. "Ich habe jahrelang gezögert, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen, weil ich Angst vor bösen Enttäuschungen hatte", erzählte mir eine Frau. "Doch jetzt, nachdem ich meine Akten gelesen habe, weiß ich endlich, dass mich niemand von meinen Leuten verraten hat." Die große Erleichterung war ihr anzusehen, und ich verstand, wie quälend Zweifel und Misstrauen zwischen Menschen sind. Diese Gefühle gibt es zwar immer, auch unabhängig von den politischen Verhältnissen, doch nirgendwo so ausgeprägt wie in Diktaturen.

Das Recht auf die eigene Akte

Am wichtigsten war die Lektüre für diejenigen, die von der Staatssicherheit verfolgt, inhaftiert oder "zersetzt" worden waren. Endlich konnten sie Licht in das Dunkel ihrer Lebensgeschichte bringen, endlich hatten sie Beweise für das ihnen widerfahrene Unrecht. Wie wichtig diese Genugtuung war, habe ich oft in Gesprächen erfahren. Und anders, als von vielen befürchtet, führte die Öffnung der Archive nicht zu Unfrieden und Racheakten. Diejenigen, die die Namen ihrer Verräter und Peiniger erfahren hatten, gingen fast immer besonnen mit ihrem Wissen um.

Die ersten Leser von Stasi-Akten in der am 2. Januar 1990 eröffneten Stasi-Unterlagen-Behörde, darunter der vom MfS verfolgte Schriftsteller Jürgen Fuchs und der 1976 aus der DDR ausgewiesene Liedermacher Wolf Biermann. (© Peter Wensierski)

Neben dem "Recht auf die eigene Akte" war es die Frage nach den Tätern, die die Menschen bewegte. Die meisten waren entschieden dagegen, dass ehemalige Stasi-Mitarbeiter neue Ämter und Mandate eroberten oder unerkannt im öffentlichen Dienst arbeiteten. Das hatte nicht nur moralische Gründe: Wer seine frühere Zusammenarbeit mit der Stasi verheimlichte, war auch erpressbar, und diejenigen, die sein Geheimnis kannten, könnten ihren Vorteil daraus ziehen, etwa wenn es um die Erteilung einer Baugenehmigung oder um eine Beförderung ging. Wenigstens im öffentlichen Dienst waren solche Überprüfungen vom Gesetz erlaubt. In der Privatwirtschaft war das anders. Die Deutsche Bank zum Beispiel hatte mehrere Tausend Mitarbeiter der Staatsbank der DDR übernommen, ohne dass jemand von ihnen überprüft worden wäre. Ähnliches galt für viele andere Unternehmen, aber auch für Anwaltskanzleien, Einrichtungen der Jugendhilfe, privat geführte Schulen, Krankenhäuser oder Heime sowie für Verlage und Redaktionen.

Täter beklagten "mittelalterliche Inquisition"

Doch dort, wo Überprüfungen zulässig waren, waren sie auch umstritten. Insbesondere einige Prominente, die der Zusammenarbeit mit dem MfS bezichtigt worden waren, bemühten sich eifrig, die Beweiskraft der Akten in Zweifel zu ziehen und die Vorwürfe als Versuche darzustellen, unbequeme Stimmen zum Schweigen zu bringen oder eine beliebte ostdeutsche Persönlichkeit zu diffamieren. Das war aus meiner Sicht die Strategie von Manfred Stolpe und Gregor Gysi, aber beispielsweise auch die von Heinrich Fink: Der 2020 verstorbene Theologieprofessor aus Ost-Berlin war 1990 zum Rektor der Humboldt-Universität berufen worden. 1991 tauchten Teile seiner MfS-Akte auf, die zweifelsfrei auf eine Zusammenarbeit mit dem MfS unter dem Decknamen als IM "Heiner" hinwiesen. Fink wurde 1992 entlassen, klagte dagegen und verlor jeden Prozess, zuletzt 1997 vor dem Bundesgerichtshof. Während meiner Amtszeit, im Jahr 2005, wurden mehrere Hundert weitere Blätter seiner einst zerrissenen Akte rekonstruiert. Fink hatte von 1968 bis Oktober 1989 Spitzelberichte und Beurteilungen verfasst und Geldprämien, Geschenke und Auszeichnungen von der Stasi entgegengenommen. Diese schätzte besonders, dass er von sich aus auf Einzelpersonen aufmerksam gemacht, über seine Studierenden und über Details aus vertraulichen seelsorgerlichen Gesprächen berichtet hatte. Heinrich Fink stritt aber die Zusammenarbeit konsequent ab und verglich die Vorwürfe gegen ihn mit mittelalterlicher Inquisition.

So weit, so schlecht – Inoffizielle Mitarbeiter, die bestreiten, IM gewesen zu sein, gibt es wie Sand am Meer. Das Besondere am Fall Fink war, dass er es zuließ, dass sich junge Menschen, die ihm offenkundig glaubten, sich mit ihm solidarisierten. Es gefiel ihm, wie die Studierenden 1991 zu Tausenden gegen seine Entlassung demonstrierten, Protestveranstaltungen abhielten und "Unsern Heiner nimmt uns keiner" riefen. Wie jene berichten, die nicht zu seinen Unterstützern zählten, herrschte eine fürchterliche Stimmung an der Universität – der kleinen Gruppe der Studierenden, Mitarbeiter und Professoren, die offen gegen Fink auftraten, begegnete man mit Verachtung, Hass und Drohgebärden. Er hat die Studierenden aus meiner Sicht bewusst für sich missbraucht. Und auch wenn die damals Beteiligten die Dinge heute etwas nüchterner sehen mögen: Das Gefühl, dass unter Zuhilfenahme von Stasi-Akten Unrecht geschehen sein könnte, mag viele bis heute nicht ganz verlassen haben. Das gilt auch für andere, die sich damals lautstark mit ihm gemeingemacht hatten: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zum Beispiel sprach vom offenkundigen Versuch, "alle Ansätze einer selbstbestimmten Demokratisierung der Universität zu ersticken und sie insgesamt unglaubwürdig zu machen". Und der Schriftsteller Günter Grass äußerte mit Bezug auf Fink: "Nie ist der Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR so erfolgreich gewesen wie nach seiner Abschaffung. Er wirkt jetzt fort. Das ist ein Gift, das gesetzt worden ist und sich offenbar überträgt." Beispiele ähnlicher Kommentare prominenter Zeitgenossen ließen sich seitenlang fortführen.

In den Beständen des Stasi-Archivs im Bundesarchiv, das rund 111 Kilometer Unterlagen der ehemaligen Geheimpolizei DDR-Staatssicherheit umfasst. (© Holger Kulick)

Der Wunsch, die Täter und Verräter zu benennen, und die Forderung, endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen, standen seit 1990 gegeneinander und sorgten immer wieder für Streit. Es ist nicht verwunderlich, dass sich der Zorn derer, die die Wahrheit über die Täter fürchteten, zuerst gegen die Stasi-Unterlagen-Behörde richtete. "Nein, die Behörde überprüft niemanden. Wir erteilen nur Auskünfte aus den Akten, und auch nur, wenn diese bei uns beantragt wurden. Wem gekündigt wird und wem nicht, wird dort entschieden, wo die Überprüfung erfolgt." Gefühlte tausend Mal habe ich das erklärt, doch in der Öffentlichkeit hatte sich unverrückbar die Meinung festgesetzt, dass in der Stasi-Unterlagen-Behörde über Schicksale entschieden wird, und zwar nur auf der Grundlage der Akten.

Pauschalisierungen bei IM nicht möglich

Tatsächlich aber sind es die Parlamente, die Rathäuser, die Schulämter oder Universitäten, die bestimmt haben, ob ihr Personal auf frühere Tätigkeit für die Staatssicherheit überprüft wurde oder nicht, wie die Überprüfung erfolgt und wer am Ende bleibt oder gehen muss. Keine leichte Aufgabe für alle Beteiligten, vor allem, wenn sie ihren Auftrag ernst nehmen und erst nach gründlicher Prüfung entscheiden. Ich wurde in all den Jahren nicht müde, dazu zu ermutigen: "Bitte sehen Sie immer genau hin. Kein Fall ist wie der andere, auch wenn auf beiden Akten ‚IM‘ steht. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand vor zwanzig Jahren als Siebzehnjähriger angeworben wurde und nach zwei Jahren ausgestiegen ist, oder ob jemand bis zum Herbst 1989 zahlreiche Berichte über seine Mitmenschen abgeliefert hat." Über eineinhalb Millionen solcher Auskunftsersuchen wurden allein bis zum Ende meiner Amtszeit 2011 bearbeitet. Gelegentlich fiel es mir und meinen Mitarbeitern schwer, IM-Akten mit der gebotenen Neutralität herauszugeben. Manchmal hätte ich auch gern einen Zettel drangeklebt: "ganz kleiner Fisch" oder "bitte die Lebensumstände berücksichtigen" oder "Achtung, ganz schlimmer Finger!". Aber das war – aus guten Gründen – natürlich nicht erlaubt...

Feindberührung

Die filmische Aufbereitung eines „Freundesverrats“

Feindberührung

Als IM "Hans Kramer" berichtete Hartmut Rosinger der DDR-Geheimpolizei Stasi folgenreich über seinen Freund Peter Wulkau. 30 Jahre danach treffen sich beide wieder und versuchen mühsam einen Dialog.

Zitierweise: Marianne Birthler, „Das besiegte Machtinstrument - die Stasi", in: Deutschland Archiv, 12.01.2024 Link: www.bpb.de/544468. Die Erstveröffentlichung erfolgte 2018 im Interner Link: Stasi-Dossier der bpb. Alle Beiträge im Deutschland Archiv sind Recherchen und Sichtweisen der jeweiligen Autoren und Autorinnen, sie stellen keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. (hk)

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Fussnoten

Fußnoten

  1. Heinrich Fink: "Wie ich 'unzumutbar' wurde", 7. Mai 2011, Externer Link:http://www.nrw.vvn-bda.de/texte/0787_fink.htm

  2. Ebd.

  3. Marianne Birthler war von 2000 bis 2011 Bundesbeauftragte für die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit.

Weitere Inhalte

Marianne Birthler war Nachfolgerin Joachim Gaucks als Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in der Zeit von 2000 bis 2011. Im Jahr 1990 hatte sie sich in der DDR-Volkskammer vehement für die Sicherung der Stasiakten eingesetzt. In ihrer Autobiografie "Halbes Land, ganzes Land, Halbes Leben" (Berlin, 2014) beschreibt sie detailliert, wie mühsam dieser Prozess war. Der vorliegende Text ist mit freundlicher Genehmigung des Hanser-Verlags ihrem Buch entnommen.