Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Verhandeln, aber wie?

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Verhandeln, aber wie?

Dan Christie

/ 11 Minuten zu lesen

Welche Motive hatte Wladimir Putin, seinen blutigen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen? Und wie findet er da wieder heraus? Fragen an Dan Christie, einen der führenden Experten für Friedenspsychologie, über Putins Überfall auf die Ukraine und die Frage, was ihn eventuell zum Einlenken bewegen könnte. Das Interview wurde im März 2022 geführt, die Fragen stellte Anna Gielas.

Geopolitischer Stratege oder auf einer religiös-ideologischer Mission? Wladimir Putin bekreuzigt sich am 24. April 2022 beim russisch-orthodoxen Osterfest in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. (© picture-alliance/dpa, TASS | Sergei Fadeichev)

Herr Professor Christie, was kann Wladimir Putin aus psychologischer Sicht zum Einmarsch in die Ukraine bewogen haben?

Fachleute für internationale Beziehungen, die einen realpolitischen Standpunkt vertreten, argumentieren, dass Putin sich durch die NATO-Erweiterung bedroht fühlte. Er wähnte sich in die Enge getrieben und hat um sich geschlagen. Da ist meiner Meinung nach etwas dran, denn aus psychologischen Untersuchungen wissen wir, dass situative Kräfte einen starken Einfluss auf das menschliche Verhalten haben. Auch das Gefühl von Bedrohung spielt eine große Rolle. Diese zwei Erklärungsansätze begrüße ich, weil sie der Versuchung widerstehen, den Einmarsch in die Ukraine mit Putins Persönlichkeit zu erklären. Etwa mit Annahmen, Putin sei ein bösartiger Mensch. Wir neigen generell dazu, das Verhalten anderer mithilfe ihrer Wesenszüge zu erklären – und ignorieren die starken Einflüsse der jeweiligen Situation. In der Psychologie spricht man von einem fundamentalen Attributionsfehler.

Ich halte es für ein Motiv – andere Beweggründe kommen sicherlich hinzu. Dazu gehört vielleicht der Verlust des Supermachtstatus. Hier könnten eine Form von Nostalgie und die Sehnsucht nach dem russischen Imperium im Spiel sein. Auch Ideologie spielt vermutlich eine Rolle. Wir wissen, dass Putin von dem Philosophen Iwan Iljin aus der Revolutionszeit begeistert ist. Iljin befürwortete die russische Monarchie. In diesem Sinne könnte Putin den Wunsch hegen, ähnlich den großen Zaren in die Geschichte einzugehen.

Hinzu kommt, dass Putin höchstwahrscheinlich eine Reihe von falschen Vorstellungen von der Ukraine hatte – etwa, dass die Menschen dort keine starke nationale Identität besitzen und das russische Militär mit Blumen statt mit Molotowcocktails begrüßen würden. Aber menschliches Verhalten ist kompliziert, sodass wir grundsätzlich skeptisch sein sollten, wenn Politiker und Politikerinnen behaupten, sie würden Putins Beweggründe kennen und verstehen.

Auch in politischen Kommentaren in den Medien wird oft versucht, Putins Verhalten psychologisch zu erklären.

Ich finde solche Analysen ärgerlich. Die Kommentierenden scheinen zu glauben, Psychologie sei nicht mehr als gesunder Menschenverstand. Aber wohl jeder Verhaltenswissenschaftler, der ein Experiment mit Freiwilligen durchgeführt und versucht hat, das Ergebnis vorherzusagen, hat sehr wahrscheinlich eine ernüchternde Erfahrung gemacht. Verhalten ist kompliziert. Deshalb halte ich politische Kommentatoren und Kommentatorinnen für anmaßend. Ihre Interpretationen sind aber nicht nur ärgerlich. Manche von ihnen können gefährlich sein, wenn sie das Gehör von Regierenden finden. Angesichts der Komplexität des menschlichen Verhaltens sollten die Kommentierenden mehr Bescheidenheit und Zurückhaltung an den Tag legen.

Wie schätzen Sie als Psychologe Putins psychische Verfassung ein?

Mit Diagnosen aus der Ferne möchte ich mich hier zurückhalten. Schließlich wissen wir nur bedingt etwas über Putin als Person. Er scheint kriegerisch zu sein – aber wir wollen nicht in die Falle des fundamentalen Attributionsfehlers tappen, den ich bereits erwähnt habe. So viel sei gesagt: Ausgehend von den begrenzten Quellen sehe ich keine Beweise dafür, dass Putin unter einer psychischen Störung leidet. Er scheint mir ein rationaler Akteur, der sich stark verrechnet hat. Er hegte wahrscheinlich die Annahme, dass er durch die Invasion in der Ukraine mehr zu gewinnen als zu verlieren hat. Dennoch vermute ich, dass Putin als rationaler Akteur im Gegenzug für die Beendigung des Krieges ein sehr gutes Angebot verlangen wird.

Wie sollten die westlichen Regierenden Putin und sein Verhalten betrachten, um die Beilegung des Krieges zu fördern?

Es ist zwar schwer zu schlucken, aber: Es ist wichtig, Putin als Person zu sehen – trotz seiner Taten. Man sollte ihn als rationalen Menschen betrachten, der sich momentan in seinen Optionen womöglich stark eingeschränkt fühlt. Wir wissen zwar nicht, wie verletzlich er sich fühlt, aber wir sollten ihn grundsätzlich nicht in die Ecke drängen und ihn so verzweifelt zurücklassen, dass er glaubt, er habe nichts zu verlieren, wenn er zu extremen Maßnahmen greift. Wir sollten vermeiden, Putin das Gefühl zu geben, er stünde mit dem Rücken zur Wand. Wir sollten stattdessen davon ausgehen, dass er trotz seines Gebarens letztlich verhandeln wird.

Liefert die Friedenspsychologie weitere Empfehlungen, wie man mit einem kriegerischen Akteur wie Putin umgehen sollte?

In der Friedenspsychologie beobachten wir im Grunde immer dieselben Schritte: Gewalt bricht aus und führt zu einer untragbaren Pattsituation, worauf Verhandlungen folgen, die zu einem Kompromiss führen. Die meisten friedenspsychologischen Untersuchungen deuten darauf hin, dass psychologisch fundierte Interventionen am nützlichsten sind, bevor die Gewalt beginnt – und nachdem der Kompromiss gefunden wurde. Was es derzeit in der Ukraine braucht, sind weitere Verhandlungen.

Verhandeln mit dem Aggressor?

Die Friedenspsychologie geht davon aus, dass Kommunikation eine notwendige – wenn auch nicht hinreichende – Bedingung für unser gegenseitiges Verständnis und damit für den Frieden ist. Zu Beginn des Krieges in der Ukraine war ich sehr besorgt über den Mangel an Kommunikationskanälen zwischen den Kriegsakteuren. Ich glaube jedoch, dass jetzt einige Kanäle geöffnet sind. Das ist wichtig, nicht nur um das Risiko einer Eskalation zu schmälern, sondern auch, um stets die Tür für Lösungsverhandlungen offen zu halten. Außerdem legt die Friedenspsychologie nahe, dass es wichtig ist, Empathie für den Gegner aufzubringen – was natürlich extrem schwierig ist. Allerdings ist hier unter Empathie die Fähigkeit gemeint, sich in die Perspektive des Gegners hineinzuversetzen. Empathie meint hier nicht, emotional mit ihm mitzufühlen. Diese „Perspektivenübernahme“ ist wichtig für erfolgreiche Kommunikation. Sie fördert die Suche nach Ergebnissen, die für beide Seiten vorteilhaft sind, und den Werten und Bedürfnissen beider Akteure entsprechen.

Sind die Sanktionen gegenüber Russland aus Sicht der Friedenspsychologie ein nützliches Instrument?

Sie könnten in diesem Fall funktionieren, aber ich bin skeptisch. Eine meiner Sorgen ist, dass die zielgerichtete Wirksamkeit von Sanktionen generell überbewertet wird. Dabei wissen wir, dass die Sanktionen während der Annexion der Krim kaum Auswirkungen auf die russischen Oligarchen hatten. Viele von ihnen konnten die Verluste durch lukrative Regierungsaufträge für Infrastrukturprojekte sogar wieder ausgleichen. Das Sanktionsregime ist dieses Mal zwar viel einschneidender. Aber ich glaube, wir überschätzen die Auswirkungen auf die Oligarchen – und unterschätzen die Auswirkungen auf die russische Bevölkerung, auf deren Gesundheit und Wohlbefinden. Auch sind die Sanktionen gegenüber Russland ungeeignet, die Herzen und Köpfe der russischen Bevölkerung zugunsten des Westens zu gewinnen. Es wird lange dauern, bevor wir die psychologischen Auswirkungen des Sanktionsregimes eingehend beurteilen können. Aber ich denke, dass die Sanktionen unbeabsichtigte Folgen haben werden – wie alle Zwangsmaßnahmen.

Empfiehlt man in der Friedenspsychologie bei gewaltsamen Konflikten generell eher Zuckerbrot statt Peitsche, also Kompromissangebote statt Sanktionen?

Es mag überraschen, aber meine Kolleginnen und Kollegen sind nicht einer Meinung, wenn es um die Frage geht, ob es am besten ist, „Frieden durch Stärke“ oder „Frieden durch Kooperation“ anzustreben. Einige der Begründer der Friedenspsychologie kämpften im Zweiten Weltkrieg und betrachteten diesen Krieg und ihre Teilnahme daran als gerecht und notwendig. Andere sind pazifistisch und wieder andere liegen irgendwo dazwischen. Ich neige zum pazifistischen Ende des Kontinuums. Ein allgemeiner, aber wichtiger psychologischer Grundsatz lautet, dass Zuckerbrot zu vorhersehbareren Ergebnissen führt als die Peitsche, wobei letztere fast immer eine ganze Reihe unbeabsichtigter und potenziell negativer Folgen nach sich zieht. Aber politischen Eliten fällt es schwer, diese Lektion zu lernen, insbesondere wenn sie ein Machtmonopol haben. Das gilt selbst in politischen Systemen, die für das Volk und vom Volk geschaffen wurden – nicht zuletzt, weil Eliten innenpolitisch punkten können, wenn sie in bestimmten Situationen Härte und Kompromisslosigkeit zeigen.

Welche langfristigen Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieges halten Sie für wahrscheinlich und besorgniserregend?

Die vielleicht besorgniserregendste Auswirkung ist der Wandel im politischen Denken, den der Russisch-Ukrainische Krieg hervorrufen kann. Er signalisiert nämlich den Rückfall in eine Zeit, in der ein Land beschließen konnte, in sein Nachbarland einzufallen und es von der Weltkarte zu tilgen. Außerdem beunruhigt mich, dass dieser Krieg wahrscheinlich die Überzeugung stärkt, Kriege seien generell unvermeidbar. Das ist bedauerlich, weil es impliziert, dass der Mensch generell zu Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen neigt – und es zum Ausdruck bringen muss.

Sind Gewalt und Krieg nicht etwas elementar Menschliches?

Wenn wir über die menschliche Natur sprechen, sollten wir an die von der UNESCO einberufene Kommission von 1986 denken. Die multidisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen setzte sich mit dieser Frage auseinander und erarbeitete die „Erklärung von Sevilla“. Die Forschenden legen darin explizit dar, dass Gewalt kein Naturgesetz ist. Wissenschaftlich unhaltbar sei die Annahme, dass aggressives Verhalten sich im Lauf der menschlichen Evolution gegenüber anderen Verhaltensweisen durchgesetzt hat. Der Konsens unter den Beteiligten lautete: Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen dem biologischen Potenzial des Menschen, Krieg zu führen, und der Unvermeidbarkeit von Krieg. Krieg ist vermeidbar. Dieser Gedanke entspricht der Friedenspsychologie.

Ist die Idee eines dauerhaften Friedens angesichts des biologischen Potenzials des Menschen realistisch – oder ist Frieden grundsätzlich kurzlebig und zerbrechlich?

Ein dauerhafter Frieden ist ebenso menschliches Potenzial wie der wiederkehrende Krieg. Wir haben allerdings noch nicht gelernt, den Bedingungen, die Frieden schaffen und erhalten, genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Wir neigen dazu, den Frieden zu vergessen und ihn für selbstverständlich zu halten – bis es zu einem Gewaltausbruch kommt. Wir haben viel bessere Chancen, einen dauerhaften Frieden zu sichern, wenn wir die Bedingungen schaffen, die den Frieden nach der Beendigung eines Krieges oder eines gewaltsamen Konflikts langfristig begünstigen. Etwa indem wir feststellen, wer sich infolge der Gewaltakte gedemütigt und wer sich im Recht fühlt, weitere Gewalttaten zu initiieren. Dies sind psychologische Zustände und kollektive Überzeugungen, die mit vielen Emotionen verbunden sind und nicht ignoriert, sondern aufgearbeitet werden sollten. Doch wie ich bereits sagte, neigen wir dazu, Frieden als zu selbstverständlich zu nehmen und zu wenig in ihn zu investieren. Es überrascht mich auch nicht, dass wir auf internationaler Bühne grundsätzlich wenig Einsatz und Engagement zugunsten eines langfristigen Friedens beobachten. Das ist schwierig, wenn die verschiedenen Länder und Akteure einander innerhalb bestimmter Ideologien und als Feindbilder betrachten. Aber gerade diese komplizierten und spannungsreichen Beziehungen bedürfen der größten Aufmerksamkeit, wenn wir Wert auf langfristig friedliche Beziehungen legen. Als Einstieg in einige der Bedingungen, die einen nachhaltigen Frieden begünstigen, können wir uns die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung ansehen.

Wie hat sich die Friedenspsychologie eigentlich entwickelt?

Die American Psychological Association (APA) hat 54 Interessengruppen, die von ihren Mitgliedern organisiert werden. Die Abteilung 48 widmet sich der Friedenspsychologie und wurde 1990 gegründet. Wie viele andere Kolleginnen und Kollegen wollte ich mich an dieser Initiative beteiligen, die aufzeigen sollte, welche Rolle die Psychologie in Fragen von Krieg und Frieden spielt und spielen sollte. Die Förderung des Friedens erschien mir angesichts der damaligen Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und der Sowjetunion und der Gefahr eines Atomkriegs besonders wichtig. Zu dieser Zeit gab es nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Australien Bestrebungen, friedenspsychologische Forschung einzurichten. Viele von uns waren in anderen Fachgebieten der Psychologie ausgebildet. Ich war Entwicklungspsychologe und meine Forschung führte mir vor Augen, dass ein möglicher Atomkrieg damals die größte Angst amerikanischer Kinder war – auch meiner eigener. Als die Bedrohung durch einen Atomkrieg in den 1990er Jahren abzunehmen schien, wandten sich die Friedenspsychologen dem Problem der ethnopolitischen Konflikte zu. Diese Konflikte haben oft tiefe kulturelle und strukturelle Wurzeln. Daher widmet sich die Friedenspsychologie heute sowohl physischer als auch struktureller Gewalt, und versucht beide zu verhindern oder zu schmälern.

Wir sind von verschiedenen Formen von Gewalt umgeben – in was für einem Frieden leben wir also?

Johan Galtung, der Begründer der transdisziplinären Friedens- und Konfliktforschung, unterscheidet zwischen negativem Frieden, den er als die Abwesenheit von Krieg definiert, und positivem Frieden. Der positive Frieden ist laut Galtung das Vorhandensein von Bedingungen, die Frieden schaffen und erhalten. Wir befinden uns derzeit sicherlich nicht in einem Zustand des positiven Friedens. Auf der Ebene der zwischenstaatlichen Beziehungen herrscht in der Welt weitgehend negativer Frieden, aber wenn man auf andere Analyseebenen blickt – etwa auf die gesellschaftliche, gruppenübergreifende und zwischenmenschliche – , ergibt sich ein stark durchmischtes Bild.

Wie können wir alle zum Frieden beitragen?

Ich würde mir wünschen, dass jede und jeder Einzelne mehr darauf achtet, die Bedingungen zu schaffen, die einen nachhaltigen Frieden begünstigen. Dafür wäre es wichtig, die Kommunikation und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturkreisen zu fördern. Es gibt viele Gruppen in den USA und sicherlich auch in Deutschland, die sich für die Verbesserung interkultureller Beziehungen einsetzen. Engagement in diesen Gruppen würde ich allen ans Herz legen. Kommunikation mit Menschen anderer Gesinnungen und Überzeugungen suchen und etablieren; die Perspektivenübernahme fördern; gemeinsame Ziele formulieren und zusammen auf sie zuarbeiten: Das sind kleine Schritte, die Großes bewirken können.

Der Autor, Prof. Dan Christie, ist emeritierter Psychologieprofessor an der Ohio State University. Seine Forschungsschwerpunkte sind Frieden, Konflikte und soziale Gerechtigkeit. Er ist Gründer und Herausgeber der Buchreihe Peace Psychology, die derzeit 35 Bände umfasst, sowie Herausgeber der dreibändigen Encyclopedia of Peace Psychology. Als Fulbright-Specialist für Friedens- und Konfliktstudien hat er die Friedenspsychologie in Indien und Pakistan eingeführt. Als Gastprofessor unterrichtete er friedenspsychologische Kurse und Workshops, etwa in Australien, Kanada, Indien, Malaysia und Südafrika. Das Interview, das Anna Gielas im März 2022 mit ihm führte, wurde am 29.3.2022 in der Zeitschrift "Externer Link: Psychologie heute" unter dem Titel "„Zuckerbrot funktioniert meist besser als Peitsche“ erstveröffentlicht und dem Deutschland Archiv für die Reihe "Zeitenwende?" zur Verfügung gestellt.

Zitierweise: Dan Christie im Interview mit Anna Gielas, "Verhandeln, aber wie?", in: Deutschland Archiv, 18.4.2022, www.bpb.de/507590.

Keine Krieg aus Putins Perspektive? Gefechtsfeld in einer Vorstadt von Kiew am 3. April 2022. (© picture-alliance, ZUMAPRESS.com | Carol Guzy)

Zu allen weiteren Texten in der Rubrik Externer Link: "Zeitenwende? Stimmen zum Ukrainekrieg und seinen Folgen". Darunter sind:

Weitere Betrachtungen aus unterschiedlichsten Perspektiven werden folgen.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Prof. Dan Christie ist emeritierter Psychologieprofessor an der Ohio State University. Seine Forschungsschwerpunkte sind Frieden, Konflikte und soziale Gerechtigkeit. Er ist Gründer und Herausgeber der Buchreihe Peace Psychology, die derzeit 35 Bände umfasst, sowie Herausgeber der dreibändigen Encyclopedia of Peace Psychology. Als Fulbright-Specialist für Friedens- und Konfliktstudien hat er die Friedenspsychologie in Indien und Pakistan eingeführt. Als Gastprofessor unterrichtete er friedenspsychologische Kurse und Workshops, etwa in Australien, Kanada, Indien, Malaysia und Südafrika.