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Ein Loch im literarischen Schutzwall

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Ein Loch im literarischen Schutzwall Die Publikationskontroverse um die Luchterhand-Ausgabe <br>von Anna Seghers' "Das siebte Kreuz"

Konstantin Ulmer

/ 14 Minuten zu lesen

Als ein Buch von Anna Seghers 1962 erstmals im Luchterhand Verlag publiziert wurde, kam es zu einer Kontroverse in den Feuilletons: Publizisten, Schriftsteller und der Verleger stritten darüber, ob es politisch opportun sei, Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik zu verlegen.

I

Vier Figuren des literarischen Lebens der Bundesrepublik waren es vor allem, die in der Publikationskontroverse um die 1962 erschienene Luchterhand-Ausgabe von Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" die wesentlichen Rollen spielten: Zwei zusehends vergessene Schriftsteller, die sich als private Zensurinstanzen versuchten, ein bekannter Literaturkritiker, der dem real existierenden Sozialismus äußerst skeptisch gegenüber stand, sich aber entschieden für die Publikation der Kommunistin Seghers einsetzte, und ein eher unbekannter Verleger, der das schmale literarische Programm seines Verlags um eine angesehene Autorin bereichern wollte, sicherlich auch um mit ihren Texten eine Brücke zwischen den beiden deutschen Staaten zu schlagen. Die hitzige Debatte um die Veröffentlichung, die im Folgenden beschrieben werden soll, kann in ihrem grundsätzlichen und exemplarischen Charakter durchaus als Markstein des deutsch-deutschen literarischen Austauschs eingestuft werden. Ein wichtiger Markstein der deutsch-deutschen Geschichte im Allgemeinen geht ihr dabei zwangsläufig voraus: der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961.

Einen Tag nach diesem einschneidenden Ereignis wandte sich Günter Grass, der sich am Brandenburger Tor der "nackten und dennoch nach Schweinsleder stinkenden Gewalt gegenüber" gesehen hatte, an die Vorsitzende des Deutschen Schriftstellerverbandes in der DDR, an Anna Seghers:

Anna Seghers, Aufnahme von 1960 (© Bundesarchiv, Bild 183-77732-001; Foto: Jäckel/ADN-ZB)

"Sie waren es, die meine Generation oder jeden, der ein Ohr hatte, nach jenem nicht zu vergessenden Krieg unterrichtete, Recht und Unrecht zu unterscheiden; Ihr Buch, 'Das siebte Kreuz', hat mich geformt, hat meinen Blick geschärft und läßt mich heute die Globke und Schröder in jeder Verkleidung erkennen, sie mögen Humanisten, Christen oder Aktivisten heißen. Die Angst Ihres Georg Heisler hat sich mir unverkäuflich mitgeteilt; nur heißt der Kommandant des Konzentrationslagers heute nicht mehr Fahrenberg, er heißt Walter Ulbricht und steht Ihrem Staat vor."

Mit diesem provokanten Schreiben, das in der westdeutschen Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlicht und vom "Neuen Deutschland", dem Zentralorgan der SED, wegen der Parallelisierung von NS und DDR wenig überraschend abgelehnt wurde, eröffnete Grass eine Phase der Hochkonjunktur von Offenen Briefen in den ersten zwölf Monaten nach dem Mauerbau. Gemeinsam mit Wolfdietrich Schnurre, von dem später noch die Rede sein wird, schickte er am 18. August ein zweites Schreiben an die Mitglieder des ostdeutschen Schriftstellerverbands, auf das unter anderen Stephan Hermlin, Bruno Apitz und Paul Wiens replizierten. Reihenweise mischten sich danach Publizisten und Künstler aus den beiden Deutschlands in die Debatte ein, die oftmals in scharfem, kaltkriegerischem Duktus ihre Argumente vortrugen, auch wenn nicht jeder, wie Rudolf Krämer-Badoni in der Hamburger "Welt", die DDR-Literaten explizit als "SED-Spruchbanddichter", "Kolchosenbilanzreimer" und "Chruschtschows Stallburschen" zu diffamieren versuchte oder den 13. August als Triumph über das "glotzäugige vieltausendarmige Polypengebilde schmarotzender Spionagedienste aus aller westlichen Herren Länder" feierte, wie Bodo Uhse es tat.

Am 1. August 1962, also beinahe ein Jahr nach dem Beginn der feuilletonistischen Gefechte um Ursachen und Konsequenzen des Mauerbaus, schloss sich dann in der "Welt" ein Kreis, der einen neuen eröffnen sollte: Der Schriftsteller und DDR-Flüchtling Peter Jokostra forderte unter der Überschrift "Offener Brief an einen Verleger" von Eduard Reifferscheid, dem Mehrheitseigner des Luchterhand Verlags, auf die angekündigte Herausgabe von Seghers' "Das siebte Kreuz" zu verzichten, weil die Autorin, so Jokostra, "die Umwandlung des unsichtbaren Eisernen Vorhangs in eine sichtbare massive und von Maschinengewehren geschützte Mauer schweigend hinnahm und als Mitglied ihrer Partei, der SED, sogar billigte und forcierte."

Dieser Offene Brief leitete eine heftige Kontroverse in den Feuilletons und verschiedenen Radiotalkshows ein, die nicht nur ein eindrucksvolles Beispiel für die Spannungen in den deutsch-deutschen Beziehungen kurz nach dem Mauerbau ist, sondern darüber hinaus auch von prinzipieller Relevanz für den literarischen Austausch zwischen Ost und West, für das oft zitierte "Loch in der Mauer". Aus der Debatte um den Seghers-Roman entwickelte sich nämlich bald eine Grundsatzdiskussion über den bundesdeutschen Umgang mit Schriftstellern aus der DDR. Gleichzeitig sollte sie sich als programmprägend für den Luchterhand Verlag erweisen, der sich im Lauf der Jahre nicht nur mit Anna Seghers, sondern auch mit Autorinnen und Autoren wie Christa Wolf, Hermann Kant, Irmtraud Morgner, Christoph Hein und einigen anderen als der wohl wichtigste westdeutsche Lizenzverlag für Literatur aus der DDR etablierte.

II

Im Programm des Luchterhand Verlags, der erst 1954 mit der Veröffentlichung von belletristischen Texten begonnen hatte und bis dahin vor allem durch den "Blechtrommel"-Autor Günter Grass bekannt war, stand seit 1960 eben auch jener Schriftsteller und Publizist mit dem Künstlernamen Peter Jokostra. Jokostra hatte bei Luchterhand zwei Lyrikbände veröffentlicht und außerdem versucht, eine Anthologie mit "Mitteldeutscher Lyrik", so der Titel des Arbeitsvorhabens, herauszugeben, was aber am massiven Widerspruch von Autoren wie Stephan Hermlin, Georg Maurer oder Erich Arendt gescheitert war – wohlgemerkt am Widerspruch gegen den Herausgeber und den vorgesehenen Titel, nicht gegen das Projekt an sich. In einer Werbebroschüre des Verlags hatte Peter Jokostra nun seinen Namen neben dem von Anna Seghers entdeckt, weshalb er dem Luchterhand-Verleger Eduard Reifferscheid in der "Welt" mitteilte, auf die Publikation seines neuen Buches "Das lyrische Testament" bei Luchterhand verzichten zu müssen, weil er "nicht neben den Befürwortern und Verteidigern der Schandmauer erscheinen" könne.

Diese literarische Hallstein-Doktrin begründete Jokostra unter anderem mit den befürchteten Folgen einer generellen Öffnung der bundesdeutschen Verlage für Lizenzausgaben aus der DDR, er sah jetzt schon "die Meute der gelehrigen Nacheiferer der so erfolgreichen Seghers, die Strittmatter und Hermlin, die Kuba [Kurt Barthel] und [Alfred] Kurella" durch das Tor drängen, "das Sie der Vorsitzenden des kommunistischen Schriftstellerverbandes in die Mauer gesprengt haben und das Ulbrichts Knechte bewachen und vermint haben." Gegen den erstgenannten putativen Nacheiferer, seinen Jugendfreund Erwin Strittmatter, war Jokostra bereits direkt nach dem Mauerbau ins verlegerische Feld gezogen, als er den Fischer-Lektor Rudolf Hirsch mit Material über den "Zonenfunktionär" versorgt hatte. Von Reifferscheid forderte er nun den gleichen Mut, den der Fischer Verlag danach gezeigt hatte: Dort hatte man sich nämlich entschlossen, Strittmatters "Wundertäter", der als eine der ersten Lizenzausgaben eines Buches von der jüngeren Schriftstellergeneration aus der DDR bereits gedruckt in Frankfurt am Main lag, wieder einzustampfen.

Einer Replik des bedrängten Verlegers kam am 10. August 1962 in der "Zeit" zunächst ein berühmter Kritiker zuvor, der vorher eher selten als Verteidiger von DDR-Literatur aufgefallen war und der drei Jahre zuvor eine Rezension über den jüngsten Roman "Die Entscheidung" der umstrittenen Autorin unter der Überschrift "Die geistige Kapitulation der Anna Seghers" wie folgt beendet hatte: "Die 'Entscheidung' ist das erschütternde Dokument der Kapitulation des Intellekts, des Zusammenbruchs eines Talents, der Zerstörung einer Persönlichkeit."

Marcel Reich-Ranicki, Aufnahme von 1966 (© picture-alliance, Otto Breicha)

Geschrieben hatte diesen derben Verriss der Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki, der nach dem Angriff Jokostras nun aber für Seghers in die Tasten seiner Schreibmaschine schlug. Nachdem er die Argumente des selbsternannten Zensors Stück für Stück zerpflückt und süffisant an das Tell'sche Motto "Vom sichern Port läßt sich's gemächlich raten" erinnert hatte, kam er über die Namen Hans Mayer und Johannes Bobrowski zur generellen Dimension und zur zentralen Frage der Debatte, bei der es letztlich um "das literarische Leben" Westdeutschlands gehe: "Wann ist ein DDR-Schriftsteller noch, wann nicht mehr publikationswürdig für die Bundesrepublik?"

Reich-Ranicki ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass ein "Literarischer Schutzwall gegen die DDR", so der Titel seines Textes, ganz und gar nicht in seinem Interesse war. Aufschlussreich ist dabei seine Argumentation, wonach die Literatur keinesfalls als "Band der Nation" die auseinanderdriftenden Literatursysteme durch ein Loch in der Mauer vertäuen sollte. Ein Eintreten gegen die Veröffentlichung von DDR-Literatur helfe vielmehr nur, "die Niederlage der dortigen Literatur zu tarnen": "Warum sollen sich die Leser in der Bundesrepublik nicht davon überzeugen, daß der einst talentvolle Stephan Hermlin als Opfer der SED-Kulturpolitik seit einem Jahrzehnt an absoluter literarischer Impotenz leidet? Hat es Kuba verdient, daß man seine Verse hier mit dem Mantel der Barmherzigkeit bedeckt?"

Auf "Das siebte Kreuz", den Roman also, der konkret zur Debatte stand, wollte Reich-Ranicki diese ganz eigene Dialektik allerdings nicht anwenden, weil das Buch, für Jokostra das Werk einer DDR-Literatin, für den Kritiker keine DDR-Literatur war. Tatsächlich war "Das siebte Kreuz" bereits 1942 in Seghers' mexikanischem Exil und anschließend in englischer Übersetzung in den USA erschienen, hatte dort eine Auflage von knapp einer Million erreicht und war auch noch 1947, als die zurückgekehrte Autorin den Büchner-Preis für das Werk erhielt, vor allem in seinem historischen Kontext gelesen worden, nämlich als Buch gegen die Nazi-Herrschaft. Auch deswegen wollte der Luchterhand Verlag den Sprung über die Mauer gerade mit diesem Werk wagen: Erstens vermutete man, damit politisch weniger angreifbar zu sein als mit einem neueren, in der DDR entstandenen Buch, und zweitens war das wirtschaftliche Risiko mit einem anerkannten Roman einer anerkannten Schriftstellerin, die ein zweites Aushängeschild neben Grass für Luchterhand gewonnen werden sollte, äußerst gering.

Zumindest letzteres sollte sich auch bestätigen, obwohl Luchterhand trotz 28 Auflagen allein in der verlagseigenen Taschenbuchreihe, der "Sammlung Luchterhand", nicht an die Verkaufszahlen des Ost-Berliner Aufbau Verlages und Reclam Leipzigs herankam, die "Das siebte Kreuz" bis 1989 hunderttausendfach verkauften. Nicht nur durch die zahlenmäßig enorme Verbreitung war das Werk präsent im literarischen Diskurs, sondern genauso durch seinen Status als literarisches Kunstwerk. In der Literaturkritik und -wissenschaft der DDR galt das geläufige Lob dabei vor allem der sozialistischen Parteilichkeit des antifaschistischen Werkes – ein Schwerpunkt, dem sich Reich-Ranicki 1962 allerdings nicht anschließen wollte: Anstatt der historisch-politischen versuchte er nämlich in seinem Artikel eine transhistorisch-humanistische Lesart in den Vordergrund zu rücken. "'Das siebte Kreuz'", so schrieb er in seiner Argumentation für die Publikation, die in diesem Punkt an den anfangs zitierten Offenen Brief von Günter Grass erinnert, "ist heute ein Roman gegen die Diktatur schlechthin", also auch gegen die DDR.

Porträtkarikatur Eduard Reifferscheids, angefertigt zu dessen 70. Geburtstag am 16. Mai 1969 (© Deutsches Literaturarchiv Marbach)

Überraschend ist, dass auch der Verleger Reifferscheid in seiner Entgegnung auf Jokostras Angriff diese Lesart Reich-Ranickis aufgriff und sogar befürwortete, obwohl die Anti-Ulbricht-Interpretation seiner neuen Autorin wohl kaum gefallen haben dürfte. Es überrascht allerdings schon, dass sich der Luchterhändler überhaupt zu einer Entgegnung provozieren ließ: Die Antwort in der "Welt" am 13. August 1962, also exakt zum Jahrestag des Mauerbaus, ist nämlich das einzige nachweisbare öffentliche Statement von Reifferscheid bezüglich der Programmpolitik seines Verlages überhaupt. Peter Härtling begann sein feuilletonistisches Geburtstagsständchen zum Achtzigsten des öffentlichkeitsscheuen, aber entscheidungsmächtigen Luchterhand-Chefs unter der Überschrift "Der Verleger mit der Tarnkappe" nicht zufällig mit der Frage: "Gibt es ihn?", und vermutete in ihm scherzhaft eine "literarische Fiktion, die vergnügt und mächtig durch Texte von Grass und [Alfred] Andersch geistert."

Dass Reifferscheid sich in diesem Fall einmischte, ist deswegen ein eindeutiges Indiz für die besondere Bedeutung, die er der Auseinandersetzung beimaß. Während er sich eindeutig zur Publikation des Seghers-Romans bekannte, hatte der Verleger an der Zusammenarbeit mit Peter Jokostra nach dessen Angriff offensichtlich kein Interesse mehr – wobei er betonte, dass dessen persönliche Hallstein-Doktrin mit dem subtilen Erpressungsversuch den Luchterhand Verlag ohnehin nicht treffen würde, da das letzte Manuskript Jokostras von ihm längst abgelehnt worden sei. Noch wichtiger war Reifferscheid, das grundsätzliche Interesse des Verlags am deutsch-deutschen Literaturaustausch zu bekräftigen: "Sie behaupten: ich sprenge für Anna Seghers ein Tor in die Mauer, das von Ulbrichts Knechten bewacht und vermint sei. Ich gebe die Absicht zu, ja ich würde mich freuen, wenn mir das gelänge. Sie sagen weiter: durch dieses Tor werde eine Meute von Nacheiferern eindrängen. Ich erwidere: Es wäre mir nur recht, denn ich bin gegen Mauern, Wachen und Minen, auch was Bücher angeht. Auch weiß ich, daß, was mit Bücherverbrennungen anfängt, leicht mit Gasöfen endet."

Während das Bekenntnis des liberalen Geschäftsmanns Eduard Reifferscheid zum nachhaltigen Interesse Luchterhands an DDR-Literatur zweifelsohne auch bei Aufbau und Co. aufmerksam registriert wurde, erfreute sich Ewald Thoms in der "BZ am Abend", dem einzigen Boulevardblatt der DDR, vor allem über die vom Luchterhand-Verleger benutzte Nazi-Analogie und wetterte ausgiebig gegen den Republikflüchtling Peter Jokostra:

Peter Jokostra, undatierte Aufnahme (© picture-alliance, dpa)

"Heinrich hieß er, mit bürgerlichem Namen Knolle. Dafür kann er nicht. Und sein Name war schließlich auch nicht entscheidend, daß er mit seinen literarischen Produkten in der DDR nicht landete. Ausschlag geben bei uns, wie in jedem anderen kultivierten Land: Talent oder Stümperei? Talent ging Herrn Knolle ab. Die Erkenntnis aber, daß er Stümperei wohl zuviel habe, beflügelte ihn schließlich, […] aus der DDR zu 'fliehen'. Folgerichtig etablierte er sich als 'politischer Flüchtling' und unter dem bombastischen Schriftstellernamen Peter Jakostra im brüchiggoldenen Westen."

Dass Thoms seinen Lesern dabei in dem "bombastischen Schriftstellernamen" buchstäblich ein A für ein O vormachen wollte und Jokostra Jakostra nannte, sei dahingestellt – der Offene Brief des DDR-Flüchtlings und die daraus entstandene, hitzige Debatte, so beweist der Artikel in der "BZ am Abend" wie auch eine hübsch geschriebene Polemik im "ND" von einem jungen Publizisten namens Hermann Kant, war also längst in Ostdeutschland angekommen, bevor sie Anfang September 1962 in der Bundesrepublik erst einmal wieder abkühlte. Unter den vielen Zeitungsbeiträgen über die Seghers-Publikation bis zu diesem Zeitpunkt ist vielleicht einzig noch ein Leserbrief von einem weiteren schriftstellernden DDR-Flüchtling, von Wolfgang Hädecke, erwähnenswert, der in der "Welt" ein Ungleichgewicht zu bedenken gab und von Eduard Reifferscheid forderte, den Versuch zu unternehmen, "Das siebte Kreuz" gegen "Die Blechtrommel" zu tauschen. (Bis der Romanerstling von Grass bei Volk und Welt publiziert werden konnte, sollte es allerdings noch 25 Jahre dauern.)

III

Als die abstrakte Debatte um Seghers auf der Frankfurter Buchmesse Ende September 1962 dann aber in ihrer Materialisierung greifbar wurde, sorgte die Luchterhand-Ausgabe des "Siebten Kreuzes" wie auch die bei Kindler erschienene Autobiografie von Ilja Ehrenburg noch einmal für ein Aufflackern der Auseinandersetzungen, wobei der Akzent jetzt noch eindeutiger darauf lag, den Umgang mit Autoren aus den Ostblockländern im Allgemeinen zu verhandeln. Wolfdietrich Schnurre schrieb für den West-Berliner "Tagesspiegel" am 28. September 1962, wie im redaktionellen Vorwort zu lesen war, eine "Philippika […] gegen den Umgang mit Ulbrichts Dichtern". Anna Seghers diente dem Verfasser als exemplarischer Fall, von dem aus Schnurre seine Kritik an den Bestrebungen westdeutscher Verleger, Literatur aus der DDR in der Bundesrepublik zu veröffentlichen, generalisierte. Schließlich hätten Ulbricht und seine Literaturfunktionäre, so das Gründungsmitglied der Gruppe 47, "längst auch den Geist korrumpiert. Wer das nicht wahrhaben will und noch immer der unhaltbaren These anhängt, was sich heute in Leipzig Literatur nenne, sei auch in Frankfurt Literatur, der muß den Vorwurf hinnehmen, das Wesen echter Literatur nicht erkannt zu haben."

Diese Antithese zur einen deutschen Kulturnation über die Staatsgrenzen hinweg implizierte ein wesentliches Moment der Argumentation gegen den literarischen Austausch aus Sicht einiger westdeutscher Künstler, Publizisten und Buchhändler: Sie lehnten die Veröffentlichung von Büchern ostdeutscher Autoren in der Bundesrepublik aus literarischen wie politischen Gründen ab, weil sie die Lizenzausgaben der Bücher von DDR-Schriftstellerinnen und -Schriftstellern als Anerkennung des Ulbricht-Regimes und dessen politisch-funktionaler Literaturdoktrin interpretierten. Aus westdeutscher Sicht, so versuchte Schnurre zu erläutern, griffen in diesem Kontext auch künstlerische Gründe, weil die von "Funktionären und gleichgeschalteten Autoren" gemachten Werke schlichtweg keine Literatur seien

Eine öffentliche Replik seitens der Verlagsleitung auf diesen erneuten Angriff gab es nicht. Dass die "Philippika" aber sehr wohl wahrgenommen und diskutiert wurde, beweisen Dokumente der internen Kommunikation. So trat Reifferscheid anscheinend an Hans Magnus Enzensberger mit dem Vorschlag heran, eine Entgegnung zu verfassen, zudem versuchte sich ein Verlagsmitarbeiter an einem vierseitigen Briefentwurf, der an Schnurre gerichtet war. Ob dieser in einer überarbeiteten Version dann tatsächlich abgeschickt wurde, ist mittels des Luchterhand-Verlagsarchivs, dessen Aktenbestände vor allem im Deutschen Literaturarchiv in Marbach, zum Teil aber auch im Unternehmensarchiv der Bertelsmann AG liegen, allerdings nicht zweifelsfrei festzustellen. Post bekam auf jeden Fall die Münchner "Abendzeitung", sogar vom Verleger persönlich, weil in keinem anderen Artikel "der Vorwurf des absoluten und rücksichtslosen Gewinnstrebens so massiv erhoben" worden sei. Schnurre hatte dort nämlich einen ähnlichen, teilweise identischen Beitrag wie im "Tagesspiegel" publiziert, in dem er dem Luchterhand Verlag vorgeworfen hatte, auf Kosten von Demokratie und Humanität ein "Geschäft über die minenverseuchte Zonengrenze, über die blutbefleckte Mauer hinweg" mit den "Staatsorganen der Zone" machen zu wollen. Dass Reifferscheid diesen Vorwurf als "besonders kränkend" empfand, ist Indiz für die problematische Position des Verlags an der Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft – während der Verlag aus betriebswirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen ist, das, im Bourdieuschen Vokabular, symbolische Kapital in wirtschaftliches zu konvertieren, wird eben diese finanzielle Motivation nach den feldinternen Spielregeln desavouiert. Interessant ist die Reaktion des Verlegers auch als Indiz für die wechselseitige finanzielle Abhängigkeit von Literaturkritik und Verlagen, weil sie die Möglichkeiten der Einflussnahme andeutet: Reifferscheid kündigte an, seine Absicht aufzugeben, "zweimal größere Anzeigen werbend für das schöngeistige und geisteswissenschaftliche Programm 1962" in der "Abendzeitung" zu schalten, um "nicht Gefahr [zu] laufen, daß Sie eine Anzeige des Romans im Anzeigenteil ablehnen."

IV

15 Jahre später, als Seghers längst Stammautorin des Luchterhand Verlags war und mit einer Werkausgabe bedacht werden sollte, wurde die Debatte übrigens noch einmal aufgewärmt, wenn auch nicht mehr mit den gleichen öffentlichen Schlagzeilen, sondern eher intern. Für einen Materialienband über Anna Seghers, der die literaturwissenschaftliche Akzeptanz der viel gelesenen, aber nach wie vor umstrittenen Autorin fördern sollte, analysierte Valentin Merkelbach die Kontroverse aus dem Jahr 1962 und fragte bei den Beteiligten um die Genehmigung eines Abdrucks ihrer Statements von damals an. Während Marcel Reich-Ranicki einverstanden war, erhob Wolfdietrich Schnurre Einspruch gegen einen Wiederabdruck, weil er mit den Jahren seine Meinung geändert hatte und der Beitrag rechtlich sein Eigentum geblieben war.

Peter Jokostra bot man diese Möglichkeit zum Widerspruch erst gar nicht, weil dessen Stellungnahme gegen die Seghers-Publikation explizit als Offener Brief gekennzeichnet war und die Rechtsabteilung für den Abdruck grünes Licht gegeben hatte. Darüber beschwerte sich der Autor bei Peter Härtling, einem Mitglied des 1976 bei Luchterhand installierten Autorenbeirats, der seine Antwort an den verhinderten Privatzensor auch an den Verlag weiterleitete. Den "klagend-wütende[n] Brief", den Jokostra ihm geschickt hatte, bezeichnete Härtling darin als "Lehrstück über unsern Umgang mit Geschichte. Man lebt, denkt weiter, man revidiert sich, nur das, was man schrieb, ist, wollte man's auch, nicht zu revidieren."

Fussnoten

Fußnoten

  1. Günter Grass, Und was können die Schriftsteller tun? Offener Brief an Anna Seghers, in: Die Zeit, 18.8.1961. Datiert ist der Brief tatsächlich auf den 14.8.1961.

  2. Rudolf Krämer-Badoni, [Antwort an Georg Ramseger], in: Hans Werner Richter (Hg.), Die Mauer oder Der 13. August, Reinbek 1961, S. 132.

  3. Bodo Uhse, Berlin – Kampffeld für den Frieden. Brief an Jewgeni Jewtuschenko, in: Richter (Anm. 2), S. 82.

  4. Peter Jokostra, Offener Brief an einen Verleger, in: Die Welt, 1.8.1962.

  5. Ebd.

  6. Ebd.

  7. Ebd. Vgl. auch Günther Drommer, Erwin Strittmatter. Des Lebens Spiel, Berlin 2000, S. 151f.

  8. Marcel Reich-Ranicki, Die geistige Kapitulation der Anna Seghers, in: Die Welt, 3.11.1959.

  9. Marcel Reich-Ranicki, Literarischer Schutzwall gegen die DDR, in: Die Zeit, 10.8.1962.

  10. Ebd.

  11. Ebd.

  12. Peter Härtling, Der Verleger mit der Tarnkappe, in: FAZ, 20.7.1979.

  13. Eduard Reifferscheid, Anna Seghers – ja oder nein?, in: Die Welt, 13.8.1962.

  14. Ewald Thoms, Die Rache des Herrn Knolle, in: BZ am Abend, 15.8.1962.

  15. Kant hatte bereits am 5.8., also noch vor der Antwort von Reifferscheid im SED-Zentralorgan Jokostras Offenen Brief in spöttisch-aggressivem Ton verurteilt: Hermann Kant, Knolle, in: Neues Deutschland, 5.8.1962.

  16. Wolfgang Hädecke, Autoren der Ostzone, in: Die Welt, 7.9.1962.

  17. Wolfdietrich Schnurre, Soll man in Westdeutschland Zonenautoren verlegen, in: Der Tagesspiegel, 28.9.1962.

  18. Ebd.

  19. Ebd.

  20. Vgl. DLA Marbach, H: Luchterhand, Mediendokumentation Anna Seghers: "Das siebte Kreuz".

  21. Reifferscheid an Schramm (Anzeigenwerbeabt.), 12.10.1962, Unternehmensarchiv Bertelsmann AG, 0311/243 (1).

  22. Wolfdietrich Schnurre, Eine Story die Ulbricht gefällt, in: Abendzeitung, 27.9.1962.

  23. Reifferscheid an Schramm (Anm. 21).

  24. Ebd.

  25. Härtling an Jokostra, 9.7.1980, Unternehmensarchiv Bertelsmann AG, 0311/118 (1).

M.A., Doktorand der Literaturwissenschaften an der Universität Leipzig, Hamburg.