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Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen.

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Aus Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen - 25 Jahre danach

Horst Lange und Uwe Matthes

/ 10 Minuten zu lesen

Im Frühjahr 1990 führten der Berliner Politikwissenschaftler Horst Lange und sein Leipziger Kollege Uwe Matthes zusammen mit dem Institut für Film, Bild und Ton Interviews mit Persönlichkeiten der DDR. Unter den Interviewten waren Michael Arnold, Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Gottfried Forck, Gregor Gysi, Walter Janka, Gerd Poppe, Friedrich Schorlemmer und Konrad Weiß. 2011 wurden die Videos der Interviews an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) digitalisiert und transkribiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Noch im gleichen Jahr veröffentlichten die Autoren Erkenntnisse ihrer Interviews im Deutschland Archiv. Ein Vierteljahrhundert später hielten sie noch einmal Rückschau.

"Wie schicksalhaft das Leben doch verfliegt! Du blickst zurück, die Stimmung leicht gedämpft: Nicht jeder der gekämpft hat, hat gesiegt. Nicht jeder, der gesiegt hat, hat gekämpft …"
Ernst Röhl

Herbst 1989. In dieser Zeit schien in der DDR - nach vielen Jahren des Stillstandes und der Starre - alles möglich. Alles schien offen und viele nutzten die Chance, etwas möglich zu machen. Eine Erfahrung, die die Menschen hier so bisher nicht kannten. Das war für viele sehr aufregend, faszinierend und elektrisierend zugleich. Für die Akteure und Vordenker dieses Aufbruchs und Umbruchs sowieso. Aber auch für viele, die bisher die Zustände duldeten. Und für die vielen plötzlich von den Umständen Getriebenen. Und jene, die noch immer mehrheitlich lieber Zuschauer blieben.

Der oft in Ost und West so stabil erschienene DDR-Staat war aus dem Gleichgewicht gefallen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ohnmächtig geworden. Noch heute glaubt der Bürgerrechtler Jens Reich, dass in dieser historischen Situation "der Gedanke, die Gesellschaft mittels legalen Möglichkeiten zu öffnen, ganz erheblich dazu beitrug, dass so viele Menschen damals bereit waren, sich im Neuen Forum zu engagieren. Wir vom Neuen Forum wussten natürlich, dass die Machthaber sich nicht an ihre Gesetze hielten. Sie selbst wussten das auch. Auch den DDR-Bürgern war das klar. Die Verfassung beim Wort nehmen, obwohl jeder wusste, dass sie so wörtlich nicht gemeint war, das war der Trick. Das machten damals viele so […] Das war nur scheinbar naiv [...] Erstaunlich ist, dass es dabei nur selten zu Zusammenstößen kam. Das war vielleicht einzigartig […] Das hätte auch ganz anders ausgehen können."

Viele Zeitgenossen empfanden diesen historischen Zeitabschnitt als das "Jahr der fröhlichen Anarchie", in der plötzlich alles möglich war. Sogar die ostdeutschen Medien begannen offen und interessant zu berichten. Zu diesem Zeitpunkt hielt noch die Mehrheit der politisch aktiven Kräfte in der DDR die Reform innerhalb des bestehenden Staates und des gesellschaftlichen Systems als den einzig möglichen Weg tatsächlicher politischer Veränderungen.

Es ist also kein Wunder, dass in jener Zeit das Verfallsdatum für politische Ideen und Konzepte sehr kurz bemessen war. Deshalb entstand bei den Autoren spontan der Plan, unbedingt einen Weg zu finden, typische historische Momentaufnahmen mit hohem Aussagewert und vergleichendem Charakter zu sichern.
Vom 21. Februar bis 17. März 1990, also bis einen Tag vor der ersten freien Wahl in der DDR, interviewten sie die Bürgerrechtler und Aktivisten der Wende Michael Arnold (Gründungsmitglied Neues Forum), Tatjana Böhm (Gründungsmitglied des Unabhängigen Frauenverbandes), Rainer Eppelmann (oppositioneller Pfarrer, Gründungsmitglied Demokratischer Aufbruch), Gerd Poppe (Initiative Frieden und Menschenrechte), Friedrich Schorlemmer (oppositioneller Pfarrer, Gründungsmitglied Demokratischer Aufbruch), Wolfgang Ullmann (oppositioneller Pfarrer, Gründungsmitglied Demokratie Jetzt) und Christine Weiske (Grüne Partei der DDR) von denen viele am Zentralen Runden Tisch mitarbeiteten. Zudem sprachen sie mit den Politikern Gregor Gysi (Parteivorsitzender der damaligen SED-PDS), Klaus Höpcke (stellvertretener Minister für Kultur und "Zensor" des DDR-Buchwesens) und Martin Kirchner (CDU in der DDR).

Auch die Kirchenleute Gottfried Forck (oppositioneller Theologe und evangelischer Bischoff in Berlin-Brandenburg) und Peter Zimmermann (Theologe in Leipzig), die Wissenschaftler Jürgen Kuczynski (emeritierter, kritischer Wirtschaftshistoriker), Dieter Segert (kritischer Politikwissenschaftler in Berlin), Dieter Wittich und Bernd Okun (Philosophieprofessoren in Leipzig), der Schriftsteller Walter Janka und der Filmemacher Konrad Weiß wurden zum Wendegeschehen befragt.

Die Interviews wurden mittels Video aufgezeichnet und sollten später in Schulen und Universitäten der DDR in der Aus- und Weiterbildung Verwendung finden. Dazu aber kam es nie. In den Wirren des Umbruchs geriet das Material gänzlich in Vergessenheit und wurde sozusagen zu einer eingefrorenen Zeitzeugenerinnerung, die erst im Jahr 2008 von Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) wiederentdeckt wurde.

Die Interviews waren keine Auftragsarbeit des DDR-Instituts für Film, Bild und Ton (IFBT), wie gelegentlich behauptet und vermutet wird. Idee und Initiative gingen vielmehr allein von den Autoren aus, die sich von ihrer Studienzeit und Mitarbeit in einem Forschungsseminar her kannten und sich im Januar 1990 zufällig in Berlin wieder trafen. Begeistert und elektrisiert vom aktuellen Geschehen, entstand bei ihnen spontan die Idee, zeitzeugenschaftlich zu arbeiten, Meinungen, Stimmungen, Erfahrungen von verschiedenen Vordenkern und Akteuren dieses radikalen Umbruchs dokumentarisch zu sichern und einer vergleichenden Analyse zu unterwerfen. Da die Autoren weder über genügend Geld noch über die erforderlichen technischen Mittel für ein solches Projekt verfügten, musste ein institutioneller Partner her - und das schnell, denn die Zeit drängte. Da lag es auf der Hand, dort anzufragen, wo in der DDR audiovisuelle Mittel für Lehre und Forschung traditionell produziert wurden. Das war in Berlin nur das IFBT. Die Begeisterung hielt sich dort zunächst in Grenzen. Denn nirgendwo konnte man sich mehr versichern, ob man das auch wirklich darf. Schließlich gelang es nach ermüdenden Diskussionen doch, kurzfristig die erforderliche Technik und einen Kameramann sowie bescheidene finanzielle Mittel zu binden.

Das größere Problem war nunmehr, genügend - für das historische Geschehen repräsentative - Interviewpartner von dem Projekt zu überzeugen. Die Autoren verfügten in dieser Zeit weder über aktuelle Adressen, noch über ein Büro oder personelle Ressourcen. Ganz zu schweigen von Telefonen oder Computern. Einzige vorhandene Hilfsmittel waren neben der Videokamera primitive Schreibutensilien und eine ältere Schreibmaschine namens Erika.

Dennoch gelang es in dieser kurzen Zeit, durch vielfache persönliche Anfragen und Vorstellungsgespräche, genügend repräsentative Interviewpartner zu finden. Lediglich Hans Modrow und Lothar de Maizière sagten aus Termingründen kurzfristig ab. Die Interviews fanden immer in den Büros oder Wohnungen der Interviewten oder in nahegelegenen Parks statt. Einmal auch in einer Mensa. Die Zeit war stets knapp bemessen. Vorgespräche zu den Interviews waren so gut wie nie möglich. Die Interviewfragen waren dem IFBT ebenso wenig bekannt wie den Interviewpartnern. Auch die bereits stattgefunden Interviews spielten bei der Vereinbarung neuer Termine keine Rolle.

Das Besondere und Einmalige dieser Videointerviews besteht darin, dass sie als originäre Momentaufnahmen in einer historischen Situation entstanden sind, in der sich in atemberaubendem Tempo das Leben der Interviewten und Interviewer gleichermaßen radikal veränderte und die verschiedenen Vordenker und Akteure des Umbruchs in der DDR mit vergleichbaren Fragen und Problemen zeitnah konfrontiert worden sind. Tagespolitische Ereignisse spielten dabei ebenso wenig eine Rolle wie persönliche Befindlichkeiten. Das zeitgeschichtliche Material aus der Zeit der Wende in der DDR ist groß, riesengroß. Seine Auswertung dauert seit nunmehr zwei Jahrzehnten an. Ein Ende ist nicht abzusehen. Und noch immer kommt wieder und wieder bisher unentdecktes Material hinzu. Auch die wiederentdeckten 18 Videointerviews von 1990 stellen nunmehr einen solchen historischen Splitter dar.

Zeitzeugen

Die Autoren haben ihr zeitgeschichtliches Material noch im Jahr des Entstehens systematisiert und ihre Fragen und Hypothesen publiziert. Im Herbst 1990 sind hierzu folgende zwei Artikel im Deutschland Archiv erschienen: Interner Link: Ein Jahr danach. Auf der Suche nach Fragen und Antworten zur Wende in der DDR. (Heft 11/1990); Mit Vordenkern der Wende im Gespräch. (Heft 12/1990). Im ersten Beitrag standen die Analyse der Ursachen der Wende und die Charakterisierung ihrer Hauptakteure im Mittelpunkt der Auswertung. Im zweiten Beitrag hingegen wurden wichtige Auszüge aus den Videointerviews von verschiedenen Vertretern der Vordenker und Akteuren der Wende erstmals auszugsweise in Textform dokumentiert.

1. Ursachen der Krise

Die Autoren verdichteten die Inhalte der Interviewantworten und stellten zwei wesentliche Ursachen für die Krise fest. Ursachen, die dem sozialistischen Gesellschaftssystem als immanent angesehen wurden. Zum einen, dass der Sozialismus im Vergleich zu allen Spielarten der Marktwirtschaft ineffizienter war. Zum anderen, dass alle Versuche, diese ökonomische Unterlegenheit durch politischen, ökonomischen und sozialen Dirigismus zu kompensieren, nicht erfolgreich waren. Diese beiden systemischen Defekte existierten in allen sozialistischen Staaten, was zur Folge hatte, dass alle sozialistischen Staaten zeitnah in eine Existenzkrise gerieten. Insofern war der Zusammenbruch der DDR nur die deutsche Variante des Zusammenbruchs des sozialistischen Gesellschaftssystems überhaupt.

2. Hauptakteure

Aus den Antworten der Interviewten konnten vier Gruppen von Hauptakteuren der Wende in der DDR ermittelt werden:

  • gesellschaftssystem- und administrationskonforme Kräfte,

  • systemreformerische und administrationsablehnende Kräfte,

  • systemablehnende Kräfte, die sich für einen neuen Typ demokratischer und ökologischer Gesellschaft einsetzten, der weder realsozialistisch noch realkapitalistisch sein sollte,

  • Kräfte für den radikalen Systemwechsel zu sozialer Marktwirtschaft und westlichen Demokratie.

Maßstäblich für die Einordnung in diese Gruppen waren dabei nicht primär die soziale Stellung der Akteure, ihr Alter oder ihre Zugehörigkeit zu Parteien, sondern die für sie geltenden Wertvorstellungen und die vorhandenen Mentalitäten. Insofern war auch anzunehmen, dass diese Wertvorstellungen und Mentalitäten auch über eine oder zwei Generationen in den Köpfen der ehemaligen DDR-Bürger weiterleben und das politische Klima des vereinten Deutschlands mitbestimmen werden.

3. Phasen

Bei der Analyse der zeitgeschichtlichen Ereignisse vor 25 Jahren gingen die Autoren zunächst von sechs Phasen der Wende in der DDR aus:

  • Phase 1: 1985 bis Frühjahr 1989

  • Phase 2: Mai 1989 bis Anfang September 1989

  • Phase 3: Mitte September 1989 bis 9. November 1989

  • Phase 4: 10. November 1989 bis Mitte Januar 1990

  • Phase 5: Mitte Januar 1990 bis 18. März 1990

  • Phase 6: 19. März 1990 bis 3. Oktober 1990.

Es konnte festgestellt werden, dass sich die Hauptakteure der Wende in den einzelnen Phasen unterschiedlich entwickelten. Was zur Folge hatte, dass sie bei der Masse der DDR-Bevölkerung in den einzelnen Phasen unterschiedliche Glaubwürdigkeit genossen. Dadurch entstanden auch schnell wechselnde Mehrheitsstimmungen. Besonders in diesem Prozess war eine starke Politisierung der DDR-Bevölkerung zu beobachten. Der Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Hauptakteure der Wende und ihrer Repräsentanten hing in den einzelnen Phasen maßgeblich auch davon ab, wie sie die internationale Entwicklung des Zusammenbruchs des Sozialismus und das Verhalten der westlichen Führungsmächte dazu analysierten und in ihre politische Strategie einbanden.

4. Regionale Unterschiede

Schließlich verwiesen die Autoren auf regionale Unterschiede, ohne dies im Beitrag von 1990 weiter auszuführen. Die Auswahl der Interviewten zeigte dies jedoch bereits. Kamen doch fünf der Gesprächspartner aus Sachsen und Sachsen-Anhalt und die anderen aus Berlin. Insbesondere die vier Leipziger Interviewten zeigten, dass diese Region in den Phasen zwei und drei die entscheidende Rolle spielte und danach die regionale Vorreiterrolle von Berlin übernommen wurde.

Nach 25 Jahren

Als die beiden Beiträge 1990 im Deutschland Archiv erschienen, waren die Autoren bereits auf dem Weg in die Wirtschaft. Ihr Wissen über die andersartige politische, ökonomische und soziale Entwicklung in Ostdeutschland war nunmehr hier gefragt. Die neuen Spielräume für ihre neue Tätigkeit waren entsprechend groß. Insofern konnten sie die weiteren Diskussionen zu den von den Interviewten und ihnen aufgeworfenen Fragen und aufgestellten Hypothesen nicht mehr intensiv mitführen, ja nicht einmal mehr überblicken.

Zur geplanten Produktion und zum Vertrieb der Videointerviews kam es in den Wirren dieser Zeit nicht mehr. Das Institut für Film, Bild und Ton (IFBT) wurde im September 1990 - wie viele andere DDR-Institutionen auch - aufgelöst und ersatzlos abgewickelt. Sein Fundus wurde eingelagert und vergessen. Im Jahr 2000 wurde dieser an die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin übergeben und hier katalogisiert und archiviert.

Studenten des dortigen Studienganges "Konservierung und Restaurierung - Audiovisuelles und Fotografisches Kulturgut" entdeckten 2008 die Videointerviews im Archiv "als ein Stück Zeitgeschichte, das kaum aktueller und spannender sein kann". Sie machten mit großem Engagement unter Leitung des Bildwissenschaftlers Jan Henselder den damaligen Schwebezustand lebendig und entwickelten im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ein Konzept für die Erhaltung und Veröffentlichung dieser "sehr interessanten Momentaufnahmen".

Am 5. November 2012 wurde schließlich das Material nach mühevoller Restauration im Rahmen der Veranstaltung "Innenansichten. Unveröffentlichte Videointerviews aus der Zeit des demokratischen Umbruchs in der DDR" in Gestalt digitalisierter Videodateien und eines Transkriptbuchs an die Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin übergeben. Seither sind die Interviews und ihre Transkripte bei allen Kooperationspartnern zugänglich.

Die Autoren sind gespannt zu erfahren, welche ihrer damaligen Fragen und Thesen empirische Bestätigung fanden oder noch finden. Ob sie überhaupt forschungsrelevant waren, oder ob andere zeitgeschichtliche Analysen und Hypothesen sie ins Abseits und Vergessen drängten oder noch drängen.

Wir wären schon zufrieden, wenn die von uns vor 25 Jahren geführten Externer Link: Videointerviews als zeitgeschichtliche Zeugnisse erhalten blieben und damit nachfolgenden Generationen helfen könnten, diesen aufregenden Zeitabschnitt der deutschen Geschichte zu verstehen. Allein schon damit hätte sich das Ziel unserer damaligen spontanen privaten Forschungsinitiative erfüllt.

Zitierweise: Horst Lange und Uwe Matthes, 25 Jahre danach. Erinnerungen, Fragen, Thesen. In: Deutschland Archiv, 1.6.2015, Link: http://www.bpb.de/207049

Horst Lange
Doz., Dr. sc. pol.; Geb. 1949, Studium der Philosophie, Aspirantur und Promotion, Hochschuldozent und Unternehmensberater.

Uwe Matthes
Dr. phil.; Geb. 1956, Berufsabschlüsse als Steuerfachgehilfe, Betriebswirt und Controller, Studium der Philosophie und Politikwissenschaft, Promotion, Universitätsassistent in Leipzig und Berlin, Leiter Unternehmenscontrolling, selbständiger Unternehmensberater und Lehrbeauftragter.