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Mauerbau und Alltag in Westberlin

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Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? 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Mauerbau und Alltag in Westberlin

Elke Kimmel

/ 14 Minuten zu lesen

Wie veränderte die Abriegelung Westberlins den Alltag der Menschen, die hier wohnten? Der Text skizziert über Kernbereiche wie Wohnen, Freizeit und Schutz vor Kriminalität Ansätze zu einer erweiterten Geschichte Westberlins nach dem 13. August 1961.

Gäste im Café Kranzler am Kurfürstendamm in Berlin, aufgenommen 1961. (© picture-alliance/akg, Fotograf: Gert Schuetz)

Der Mauerbau als zeithistorisches Ereignis ist 60 Jahre später aus fast jeder Perspektive beleuchtet worden. Die städtebaulichen und sozialen Folgen, die wirtschaftlichen und kulturellen Ausgangsbedingungen, die die Teilung schuf, sind in unzähligen Publikationen dargestellt. Dennoch bleibt der Alltag in Westberlin eher unscharf. Dabei ist es gerade der Alltag und seine Wahrnehmung, der die Erinnerung der Menschen wesentlich prägt.

Zwei Beispiele mögen dies verdeutlichen: Für Peter Berlin, geboren 1942, war der 13. August 1961 der Tag, an dem er sich gezwungenermaßen seiner Mutter gegenüber als homosexuell outete, was sein weiteres Leben prägte und zunächst mit familiären Zerwürfnissen verbunden war. Er hatte die Nacht auf Sonntag in Ostberlin verbracht und konnte nicht mehr unauffällig nach Hause zurückkehren. Die damals neunjährige Ursula Mahnke verbindet alltäglichere Erinnerungen mit der Abriegelung: Von nun an musste sie ihre Mutter nicht mehr über die stets zugige Oberbaumbrücke zum Friseur an der Revaler Straße begleiten, sondern konnte bequem um die Ecke im Wrangelkiez gehen – da hatte es vor dem Mauerbau keine Friseure gegeben. In welchem Maße der Mauerbau als zentrales politisches Ereignis auch für private Biografien von Zeitgenoss_innen zentral war, ist auch abhängig von ihren individuellen Erlebnissen in diesem Jahr. Der erlebte Alltag spielte sich vielfach jenseits der "politischen Meistererzählung" ab, die die durch die Teilung verursachte Trennung von Menschen ins Zentrum stellt. Der folgende Text wirft Schlaglichter auf diese überwiegend unerzählte Geschichte und soll dazu ermuntern, sich mit diesen vernachlässigten Aspekten intensiver zu befassen.

Als Quellen dienen in erster Linie Zeitungen aus Berlin und dem Bundesgebiet. Zusätzlich werden statistische Erhebungen herangezogen, um die Relevanz der Fallbeispiele einzuordnen.

Wohnen

Ein großes Problem war Anfang der 1960er-Jahre die Wohnraumversorgung. Noch lebten viele Menschen in Fabrikhallen und ehemaligen Bunkern. Das Statistische Jahrbuch der Bundesrepublik wies für 1961/62 in Westberlin über 3.000 "Nichtwohngebäude" aus, die als Unterkünfte genutzt wurden. Dieselbe Statistik lässt auch vermuten, dass sich die Verhältnisse nur langsam verbesserten: Nicht einmal 10.000 neue Wohnungen entstanden 1961, 1962 waren es knapp 20.000. Auch die offiziellen Zahlen des Senats machen das Ausmaß des Problems sichtbar: Demnach waren nur 40.000 Altbauwohnungen gut erhalten, 180.000 immerhin "verbesserungsfähig" und ganze 250.000 "abbruchreif". Verschärft wurde die Wohnungsnot durch die anhaltende Zuwanderung aus der DDR. Westberlin war für viele Menschen nicht nur erste Anlaufstelle, sondern auch "neue Heimat". Die Abriegelung zeigte hier unmittelbare Auswirkungen: In den letzten drei Monaten des Jahres 1961 nahm die Westberliner Bevölkerung um fast 20.000 Menschen ab, nachdem sie zuvor beständig gewachsen war.

Dass vielfach schon die Beheizung der Bleibe eine Herausforderung für deren Bewohner_innen bedeutete, belegt die aufwendige Zeitungsannonce für den anscheinend sehr gut verkauften "Infrarot-Heißluft-Strahlkamin Modell 1961 Passat", der warme Zimmer in kürzester Zeit versprach. Immerhin 168 D-Mark sollte er kosten – angesichts des versprochenen "Wohlbehagen[s] an mindestens 200 Tagen im Jahr" sicher ein guter Preis. Ebenfalls auf verbreitet prekäre Wohnverhältnisse lässt der Leserbrief eines Kreuzbergers vom 17. August schließen: Der Schreiber beklagt sich über das gerade in den frühen Morgenstunden unerträgliche Taubengurren, das ihn nicht schlafen lasse. Die Tiere hätten sich in den über seiner Wohnung liegenden, ausgebrannten Stockwerken eingenistet – der Mann lebte in einer Ruine, ohne dies jedoch zu beklagen.

Der Abriss eines zuvor entmieteten Wohnblocks in der Kösliner Straße in Berlin-Wedding am 6. Juni 1961 sollte den Startschuss für das Ende solcher Wohnverhältnisse setzen. Anstelle der beseitigten "Bruchbuden" sollten auf der "Schillerhöhe" moderne Wohnungen entstehen. Für die Mieter_innen der gesprengten Häuser waren diese allerdings vielfach nicht erschwinglich, und ältere Menschen fühlten sich nun schlicht heimatlos.

Wirtschaft und Arbeiten

Das Westberliner Statistische Landesamt meldete im Verlauf des Jahres 1961 abnehmende Arbeitslosenzahlen. Es zählte Ende Dezember 1961 17.000 Erwerbslose, was einem Prozentsatz von knapp zwei Prozent entsprach. Damit lag diese Zahl zwar doppelt so hoch wie im Bundesgebiet, hatte sich aber dennoch seit Jahresbeginn fast halbiert. Abgenommen hatte zudem auch die Zahl der als Notstandskraft arbeitenden Menschen – Personen, die mit Arbeiten wie der Enttrümmerung befasst waren, dafür aber kein reguläres Gehalt bezogen.

Zumindest für Teilbereiche im Dienstleistungssektor wurde das Leben nach dem Mauerbau einfacher – etwa für die Friseurgeschäfte. Vor dem August 1961 hatte es im Wrangelkiez nahe der Oberbaumbrücke kaum Friseur_innen gegeben, da die potenzielle Kundschaft für einen Haarschnitt oder eine Dauerwelle lieber über die Sektorengrenze ging, wo dergleichen deutlich billiger war. Die Preise zogen infolge des Mauerbaus deutlich an. Eine Dauerwelle kostete Ende 1961 eine D-Mark mehr als zu Jahresbeginn – 13,66 DM.

In anderen Bereichen des Handwerks fehlten Arbeitskräfte. Zwar betonte die Berliner Morgenpost, dass es im Baugewerbe trotz des bislang hohen Anteils von Grenzgänger_innen aus Ostberlin nicht zu gravierenden Engpässen kommen werde; allenfalls seien Verzögerungen zu befürchten. Der Tagesspiegel warnte hingegen, dass es in einzelnen Bereichen durchaus schwierig werde: Besonders betroffen seien Damenschneidereien, denn es sei "fast eine Tradition in diesem Handwerk, daß ein großer Teil der Arbeitskräfte im Osten Berlins" wohne. Tatsächlich war die Zahl der Grenzgänger_innen bis zum Juli 1961 kontinuierlich gestiegen. Auch der zuständige Senator für Arbeit und Soziales, Kurt Exner (SPD), warnte vor den Folgen der "Abschnürung" für die Westberliner Wirtschaft und forderte weitere Maßnahmen, um den Standort für Arbeitskräfte von außerhalb attraktiver zu machen.

Stark betroffen war der Einzelhandel in Nähe der Sektorengrenze: So büßten Kioske und Kinos bis zu 95 Prozent ihres Umsatzes ein. Demgegenüber verzeichneten Kneipen und Lokale in Nähe der Mauer wachsende Umsätze, denn viele der frühen Mauertourist_innen machten hier Station. Vor anderen Problemen stand eine Reihe von Westberliner Betrieben, deren Inhaber_innen im Ostteil wohnten; allein in Schöneberg wusste der zuständige Stadtrat von 15 betroffenen Unternehmen. Er forderte die Innungen auf, sich um die "verwaisten" Geschäfte zu kümmern. Als "Abwesenheitspfleger" seien insbesondere ältere Meister geeignet, die ihren Ruhestand unterbrechen könnten.

Nur schwer ließen sich zudem die Lücken in der Kinderbetreuung füllen, wie der Tagesspiegel schrieb: "Die Oma aus Ost-Berlin fehlt". Jugendsenatorin Ella Kay (SPD) organisierte bis Ende August Notlösungen vor allem für alleinstehende Mütter und Eltern, die im Schichtbetrieb arbeiteten – so wurde etwa in der Dahlemer Fontanestraße ein "zentrales Übernachtungsheim für die Kinder alleinstehender Mütter" eingerichtet.
Aber die Abriegelung traf auch die in Westberlin gedruckte und verbreitete SED-Zeitung Wahrheit. Die Weddinger Arbeiter weigerten sich, die Arbeit aufzunehmen. Anders als bei ähnlichen Gelegenheiten konnten sie nicht durch Streikbrecher aus Ostberlin ersetzt werden. Noch bis 1964 operierte die Zeitung in Westberlin nur aus der Illegalität heraus.

Großereignis

Am 25. August begann in den Messehallen unter dem Funkturm die 22. Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung Berlin, die Vorläuferin der Internationalen Funkausstellung (IFA). Der Zentralverband der elektrotechnischen Industrie e.V. als Veranstalter hatte bewusst an Westberlin als Standort festgehalten. Es hätten sich sogar, so meldete der Tagesspiegel, zusätzliche Aussteller aus dem Bundesgebiet gemeldet, um ihre Verbundenheit mit Westberlin zu demonstrieren. Bis zum 3. September präsentierten 158 Aussteller – deutlich weniger als zwei Jahre zuvor in Düsseldorf – ihre Neuheiten. Daneben sollte ein umfangreiches Showprogramm Publikum anlocken.

Allerdings gestaltete sich schon die Anreise von Interessierten aus dem Bundesgebiet schwieriger als gedacht, weil die ostdeutsche Reichsbahn nicht bereit war, Sonderzüge einzusetzen. In den eigens eingesetzten Sonderbussen blieb mancher Platz leer. So manchen verunsicherte die politische Situation, und etliche Reservierungen wurden zurückgenommen. Apelle, dass Westberlin gerade jetzt Unterstützung brauche, verhallten dagegen ungehört: Es kamen deutlich weniger zahlende Besucher_innen, als die Veranstalter erwartet hatten. Die Passauer Neue Presse etwa hatte ein "Volksfest" mit etwa einer halben Million Teilnehmer_innen vorausgesagt.

Am Unterhaltungsprogramm lag dies sicher nicht, denn zwischen Thüringen-, Sachsen-, Pommern-, Danzig- und Westschlesienhalle – so die zeitgenössischen Bezeichnungen – war einiges los. Am Messestand des Sender Freies Berlin (SFB) konnten Interessierte mitverfolgen, wie die Show "Ein Platz an der Sonne" produziert wurde. Die Polizei zeigte, wie sie Verbrecher per Radar jagte und in einem gläsernen "Do-it-yourself-Studio", konnte sich jede_r selbst als Fernsehstar versuchen. Im "Wunschkonzert-Café" auf dem Messegelände servierte das Personal für eine Mark nicht nur ein Kaffee- und Kuchen-Gedeck, sondern (auf Wunsch) obendrein eine "humorvoll angesagte" Lieblingsmelodie. Etwa 100 Veranstaltungen waren allein auf dem Messegelände geplant, viele davon wurden im Fernsehen live übertragen, wie etwa Werner Höfers Frühschoppen. Allein der große Ball am 26. August wurde abgesagt.

Sensationelle Messeneuheiten fehlten auf der Berliner Schau, stattdessen waren Transistorradios und Radios im "Westentaschenformat" der Renner – "Musik zu jeder Zeit und überall – so heißt die Parole –, sehr zum Leidwesen jener, die noch ein stilles Plätzchen in der Natur schätzen," wie ein Zeit-Autor berichtete. Auf eine bereits recht weite Verbreitung der tragbaren Geräte lässt der genervte Brief eines Tagesspiegel-Lesers vom 17. August schließen: Dieser lobt zunächst die vielen Parkanlagen in der Westberliner Innenstadt als Möglichkeiten für Naherholung. Allerdings würden die vielen "Radioten, (…) denen man allerorts begegne[t]", die gesuchte Ruhe mit ihrer "kitschigen Schlagermusik" empfindlich stören. Deshalb empfiehlt er: "Es wäre sehr wünschenswert, wenn auch in Berlin, wie in den meisten Ländern der Bundesrepublik, der Gebrauch von Radiogeräten in der Öffentlichkeit verboten würde."

Freizeit und Kultur

Weniger im Kontext mit der IFA zu sehen als den aktuellen politischen Ereignissen geschuldet war die Einführung des Vormittagsprogramms in der ARD: In der DDR gab es diesen Service für Schichtarbeiter_innen seit längerem, und in Zeiten, in denen das Fernsehen zur erstrangigen Informationsquelle für die Ostdeutschen avancierte, zogen die westdeutschen Sender explizit nach.

Angesichts des Mauerbaus entschied sich der Bezirk Wedding, die anstehenden 100-Jahr-Feierlichkeiten, für die einzelne Schausteller bereits angereist waren, abzusagen. Hingegen fanden die "Kreuzberger Festlichen Tage" im Viktoriapark statt. Ausfallen mussten – auf Weisung von Bezirksbürgermeister Willy Kressmann (SPD) – lediglich einzelne Programmteile wie der "Jungbürgerball" am Freitag, das Feuerwerk am Samstag und der festliche Umzug am Sonntag. Über Programmänderungen bei der "Steglitzer Woche 1961", die ab dem 15. August veranstaltet wurde, ist nichts bekannt: Besucher_innen konnten sich dort unter anderem einen "südlichen Schaumarkt" ansehen. Auch Privatunternehmen reagierten: Die Kreuzberger Deutschen Telephonwerke und Kabelindustrie AG (DeTeWe) sagten ihr alljährlich für die Beschäftigten ausgerichtetes Herbstfest ab – die dafür eingeplanten 35.000 DM spendete die Firma an die Flüchtlingshilfe des Senats.

Beim "Tag der Heimat" – dem traditionelle Treffen der Vertriebenenverbände – erschienen am 3. September 1961 in der Westberliner Waldbühne nur etwa halb so viele Besucher_innen wie in den Vorjahren. Es erwartete sie unter anderem Bundesvertriebenenminister Ernst Lemmer (CDU) als Festredner. Das Neue Deutschland aus Ostberlin hob ausdrücklich die vielen "große Lücken" hervor, die in den Sitzreihen der Waldbühne geklafft hätten.

Zunächst wirkte sich der Mauerbau auf die Berliner Bühnen nicht aus: Das Renaissance-Theater gab das Lustspiel "Geliebte Hexe" von John van Druten, das Theater am Kurfürstendamm "Nicht von gestern" mit Hildegard Knef und das Schiller-Theater das gesellschaftskritische Drama "1913" von Carl von Sternheim. Für den Herbst 1961 wollte Intendant Boleslav Barlog hier das Brecht-Stück "Herr Puntila und sein Knecht Matti" zeigen. Nach dem Mauerbau verzichtete er darauf, weil ein Stück des regimetreuen Bertolt Brecht dem Westberliner Publikum nicht zuzumuten sei. Zeit-Autor Josef Müller-Marein verteidigte diese Entscheidung mit der Begründung, dass Stück und Autor für den Kommunismus stünden und es bereits mehrfach in Ostberlin gezeigt werde. Man habe zu Recht "Mißverständnisse und Ausschreitungen" anlässlich der Premiere befürchtet, zumal das Stück auch noch die Berliner Festwochen 1961 eröffnen sollte. Einem Leser des Tagesspiegel kam diese Distanzierung vom "Galatrommler des Marxismus" viel zu spät: Brechts Stücke hätten auf den Bühnen der "freien Stadt" nichts verloren. Kritiker solcher Zensurmaßnahmen fragten allerdings, ob demnächst auch Tolstoi aus den Bibliotheken verbannt und Tschaikowskis Musik nicht mehr gespielt werden dürfe.

Sicherheit

Rein statistisch war das Leben in Westberlin gefährlicher als in der restlichen Bundesrepublik: 1961 wurden dort 115.196 Straftaten angezeigt und in nur 66.000 Fällen konnten die Täter_innen ermittelt werden – eine Quote, die deutlich unter der im Bundesgebiet lag. Ein zweiter Blick in die Statistik relativiert den Eindruck des "Molochs" zumindest rückblickend.

Tatsächlich gefährlich war es (und das galt für die ganze Bundesrepublik) im Straßenverkehr, wo fast die Hälfte aller Delikte in der Bundesrepublik verübt wurde, darunter fahrlässige Tötung oder Körperverletzung anderer Verkehrsteilnehmer_innen, aber auch Fahrerflucht und Beleidigungen. Auch und gerade in Westberlin wurde der Verkehr immer dichter, allein 1961 waren 33.184 PKW neu zugelassen worden. Insgesamt waren mehr als 20.000 Autos mehr als im Vorjahr auf Westberlins Straßen unterwegs. Parallel stieg die Zahl der Verkehrstoten: Sie erreichte mit 323 einen neuen Höchststand, allein 31 Menschen starben im August 1961, die meisten von ihnen waren Fußgänger_innen.

Die Westberliner Polizeistatistik erfasste 1961 außerdem einen deutlichen Anstieg einfacher und schwerer Diebstähle auf über 50.000 Fälle. Die gegenüber den 1950er-Jahren hohe Zahl von Diebstählen erklärte der SFB unter anderem mit der Modernisierung des Einzelhandels. Viele Konsument_innen nähmen den Begriff "Selbstbedienung" ein wenig zu wörtlich und ließen Ware unbezahlt in der eigenen Tasche verschwinden. Einer von ihnen war der im August 1961 verurteilte Jürgen R. aus Ostberlin: Er hatte "auf Bestellung" Schallplatten in Westberlin gestohlen. Acht Monate Jugendstrafe ohne Bewährung lautete die Strafe für den erst 15-Jährigen, sein wenig älterer Komplize kam mit vier Wochen Dauerarrest davon. Anscheinend wirkte die fehlende Einsicht des überaus erfolgreichen Delinquenten strafverschärfend.

In die Kriminalstatistik flossen auch Delikte ein, die eher Ausdruck einer fehlenden Toleranz für nicht der (heterosexuellen) Norm entsprechende Lebensweisen waren, wie der Kuppelei-Paragraph 180 und der erst 1994 abgeschaffte Paragraph 175, der homosexuelle Beziehungen zwischen Männern kriminalisierte. Demnach war etwa das Zwangsouting von Peter Berlin 1961 wesentlich mehr als eine private Unannehmlichkeit. 432 Anzeigen gingen allein 1961 wegen "Unzucht zwischen Männern" bei der Westberliner Kripo ein. Knapp 200 Männer ab 18 Jahren wurden 1961 wegen dieses "Verbrechens" verurteilt.

Mauerbau und Alltag

Der Mauerbau ist ganz unbestritten das prägendste Ereignis des Jahres 1961 – auch und gerade für die Westberliner Stadtgesellschaft. Doch gerade weil dies so ist, verdrängt er vielfach den gelebten Alltag der Westberliner_innen ins historische Abseits, dahin, wo man nicht genauer hinschaut. So gibt es auch 60 Jahre nach dem Mauerbau Teilbereiche, die unterbelichtet geblieben sind, Folgen der Abriegelung, die nicht oder doch zu wenig beachtet wurden, ob das Sport, Ausbildung, Gesundheitsversorgung oder Einkaufsmöglichkeiten betraf. Ganz offensichtlich hing es wesentlich von der eigenen sozialen Lage ab, von jäh unterbrochenen Verwandtschafts- und Freundschaftsbeziehungen, wie hart ein Mensch vom Mauerbau getroffen wurde – oder ob er für einige auch als Erleichterung wahrgenommen wurde, weil etwa die Konkurrenz um eine bezahlbare Wohnung nachließ, weil nun kaum noch Flüchtlinge nach Westberlin kamen. Der Alltag lief für viele Menschen in Westberlin trotz des Mauerbaus weiter. Die Abriegelung machte sich für sie vor allem in Momenten abseits des Alltags bemerkbar – etwa bei Reisen oder weil Angehörige lange nicht besucht werden konnten. Möglicherweise ist dies auch ein Grund dafür, dass die Gewöhnung an die neuen Zustände nicht so schwerfiel, wie im Rückblick – gerade angesichts der verbreiteten "Mauerstadt-Bilder" – angenommen wird. Detailstudien und die fortgesetzte Arbeit mit Zeitzeug_innen sind ein Mittel, das Klischeebild der eingemauerten Stadt um lebendige Facetten zu bereichern.

Zitierweise: Elke Kimmel "August 1961: Mauerbau und Alltag in Westberlin", in: Deutschland Archiv, 29.7.2021, Link: www.bpb.de/337349

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Dr.; geb. 1966, Historikerin. Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin u. a. für das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt, die Stiftung Berliner Mauer, das Museum Neuruppin, das Deutsche Historische Museum und die Unabhängige Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Bis Ende 2020 Leiterin des Barnim Panoramas Wandlitz. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte.