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Was 1968 vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig blieb

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? 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Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Was 1968 vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig blieb

Michael Lühmann

/ 15 Minuten zu lesen

Über 50 Jahre nach 1968 wird nicht nur die Bedeutung der 68er (West) neu diskutiert, auch die Frage nach einer Generation 68 Ost steht wieder im Fokus. Michael Lühmann über die Folgen der Ereignisse und warum es mit Blick auf den zunehmenden Rechtsruck notwendig ist, neue Debatten anzustoßen.

Am 21. August 1968 marschierten die Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR ein. Auch für viele DDR-Bürger war dies ein einschneidendes Ereignis (© picture alliance / empics, Foto: PA)

1968 (West) ist mal wieder in aller Munde. Und das nicht allein, weil Historiker, Politologen, Publizisten, Medien und die Öffentlichkeit im Allgemeinen „vom Selbstvergewisserungs- und -verortungszwang angetrieben […] Anhänger[n] einer okkulten Zahlenmystik“ gleich, mal wieder von „Zehnerpotenzen [verzaubert]“ die Verortung des Jahres 1968 für die bundesrepublikanische Geschichte neu verhandeln. Auch deshalb, weil der seit einigen Jahren grassierende, von der „Neuen Rechten“ erdachte und inzwischen recht erfolgreiche Meinungs- und Kulturkampf von rechts 1968 als zu bekämpfende Chiffre bundesrepublikanischer Geschichte und Gegenwart wiederentdeckt hat: jenes 1968 des angeblichen Werte- und Sittenverfalls, des Multikulturalismus und der vermeintlich linken Meinungshegemonie, das „links-rot-grün verseuchte 68er-Deutschland“ (Jörg Meuthen), welches von neurechten Apologeten als der Ursprung allen Übels beschworen wird.

Dass 1968 noch einmal eine solche (Gegen-)Mobilisierungsmacht entfalten würde – insofern ergibt der Selbstvergewisserungszwang dann doch auch einen Sinn – war zum Gedenkjubiläum 2008 nicht absehbar. 50 Jahre nach der „Entdeckung“ der 68er – deren folgender Popularisierung, Überhöhung und Selbstheroisierung, die spätestens mit Heinz Budes Generationenporträt und Ingrid Gilcher-Holteys programmatischem Sammelband über das Jahr 1968 als Gegenstand der Geschichtswissenschaft einer ordnenden Historisierung des Komplexes 1968 wich – hatte sich 1968 von der umkämpften Chiffre in einen bundesrepublikanischen Erinnerungsort verwandelt. Einen, der zwar eine bestimmte Haltung zur Bundesrepublik ermöglicht, aber auch einen, der nicht mehr zu harten Konflikten führte, sondern der allenfalls zu milder kritischer Rückschau einlud. Seither durfte wohl, historisch abgesichert, von einem wichtigen Wende- oder Kristallisationspunkt in der Geschichte nicht nur der Bundesrepublik gesprochen werden. Dieser verweist einerseits nicht auf das Jahr 1968 allein, sondern auf ein dynamisches zeitliches Umfeld und kann andererseits, bei aller Breite des Ereigniszusammenhangs, als ein, aber nicht der einzige, Beitrag zur Liberalisierung der Bundesrepublik gelten. Dabei ist klar, dass nicht jedes Zerfallsprodukt der 68er bruchlos in eine Erzählung von Demokratisierung und Liberalisierung überführt werden kann. Und es ist auch klar, dass Themenfelder wie Frauenrechte, Gleichstellung oder Ökologie erst weiterer Aufbrüche bedurften, die fernab mancher ideologischer Verwirrung eine eigene Entstehens- und Wirkungsgeschichte beanspruchen dürfen. Dass dieser Gesamtkomplex heute so scharfen Angriffen ausgesetzt ist, darauf wird zurückzukommen sein.

Doch zunächst wendet sich der Blick nach Osten. So klar die Befunde für den Westen der Republik sind, so heftig der Kampf um 1968 (West) wieder entbrannt ist, so wenig bekannt waren und sind, so „vernachlässigt“ wurden und werden die zeitgleichen Entwicklungen für den östlichen Teil der heutigen Bundesrepublik, so wenig taugten und taugen sie für eine Selbstvergewisserung und Selbstverortung. Es fehlt auch, und dies bleibt auch zehn Jahre nach der Diagnose wenig umstritten, schlicht an einer Erzählung, an einer geteilten Ikonografie, an Versuchen, die Geschichte der östlichen Bundesländer über Herrschafts- und Diktaturgesichtspunkte auf der einen und stereotypisierte Alltagsaspekte auf der anderen Seite hinaus um Protestphänomene und prägende subkulturelle Praxisformen zu ergänzen. Dabei gibt es sehr wohl, verschüttet unter Diskursen über Erfolg und Misserfolg von Revolution und Einheit, von Transformation und Ankommen in einer gemeinsamen Republik, so etwas wie ein geteiltes, kollektives Wissen über 1968 in der DDR, das indes in den Erlebnisberichten der Zeitzeugen jener Jahre eingeschlossen ist und im heutigen Reden über die DDR und ihre langfristigen Nachwirkungen kaum einen Platz gefunden hat.

68er im Osten?

Jenseits der wissenschaftlichen Auseinandersetzung über die Existenz einer eigenständigen Generation der Ost-68er, lassen zumindest biografische Erinnerungsschnipsel das Bild einer Generation im Aufbruch entstehen. Der Leipziger Kabarettist Bernd-Lutz Lange erinnert mit Blick auf die ČSSR etwa „ein Land mit frischem Geist und einem neuen gesellschaftlichen Konzept“, das so gar nicht diesem „Land der kalten Funktionäre“ geglichen habe. Auch die Daheimgebliebenen spürten, was in Prag passierte: „1968 war ein sehr, sehr wichtiges Jahr in der DDR. Was in der DDR Beine, Ohren und Augen hatte, war vollkommen besessen von dem, was in der ČSSR passierte. […] Nicht ein paar Intellektuelle, sondern viele DDR-Bürger“, so Christa Wolf 2008. Nicht minder einprägsam als die Aufbruchsstimmung war folglich der Einmarsch in Prag. Eindrücklich beschreibt der Historiker Stefan Wolle, wie „am frühen Morgen des 21. August 1968 […] die Radiomeldungen über den Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei jäh die sommerliche Idylle [zerrissen]“, während der Leipziger Autor und langjährige SPD-Stadtrat Gerhard Pötzsch im Blick zurück den Vorabend des 21. August 1968 als einen Abend schildert, den „eine gespenstische, allumfassende Stille ein[schnürte]“. Keine nackte Obermaier, keine Kommunarden, kein Dutschke, kein Ohnesorg zierten die Cover; vielmehr dominierten düstere Warnungen an das Nachbarland die Zeitungen – hernach wurde Prag 1968 im gesamten Ostblock ein bis 1989 hinein beschwiegener Komplex. Aber selbst wenn 1968 wohl auch wegen dieses Mangels kein Erinnerungsort der DDR geworden ist, lassen sich dennoch mehrere Linien bis 1989 und darüber hinaus ziehen, die im Gedenkjahr 2018, aber auch mit Blick auf das große Revolutions- und Einheitsjubiläum in den kommenden Jahren eine Rolle spielen sollten.

Was von 1968 übrig blieb …

Erstens zermalmten die Panzerketten des real existierenden Sozialismus nicht nur die Hoffnung auf ein bisschen Luft zum Atmen. Sie zerstörten vielmehr wenige Jahre nach dem Aufbruch des Jahres 1964 und dem „Kahlschlag“ des Jahres 1965 erneut und wohl endgültig den Glauben an die Reform- und Zukunftsfähigkeit sowie die innere Legitimation des Sozialismus, den sich Erich Honecker mit seiner finanziell und legitimatorisch desaströsen Einheit von Sozial- und Wirtschaftspolitik später im wahrsten Sinne des Wortes zurückkaufen musste. Daraus folgt zweitens, dass der Bezugspunkt eines demokratischen Sozialismus, der in den Reihen der Bürgerrechtler am Beginn der Revolution von 1989 vielfach im Zentrum stand, an der Bevölkerung scheitern musste, wie die nachstehend zitierte Äußerung aus den Wirren der Revolution unterstreicht:

„‚Wenn ick det schon höre, von Beruf Dramaturg, Lyriker, Malerin, denn weeß ick doch: Die können nich’ arbeiten, und die wolln och nich’ arbeiten‘, schimpft Mirko, 23, Reichsbahner. ‚Die wolln, det wir ihnen den Sozialismus mit menschlichem Gesicht uffbauen. Noch mal zehn Jahre lang. Ohne mich, det sag’ ich dir.‘“

Drittens hatte sich der größte Teil dieser 68er-Generation nach 1968 aus der Öffentlichkeit weitestgehend zurückgezogen, führte ein „richtiges Leben im falschen System“, wie Wolfgang Thierse später formulierte, und harrte der Dinge, die da kommen mochten. Die spätberufenen „Wendepolitiker“, wie etwa Thierse, Matthias Platzeck oder Angela Merkel, mögen hier als prominenteste Beispiele gelten. Nicht umsonst brauchte es lange Zeit, bis sich diese Generation wieder, dafür umso gewaltiger, im Vorfeld und Verlauf der Revolution von 1989 zurückmeldete. Dennoch reichten einige wenige Stichwortgeber, um die 1968 ff. steckengebliebene Generation an das Versprechen einer besseren Zukunft zu erinnern. Der Traum durfte noch einmal geträumt werden, die Generation bekam, anders als die auf die Rente zusteuernde Aufbau-Generation, noch einmal eine zweite, eine echte Chance und nutzte diese, so gut es eben ging.

Dass sich, viertens, über das Beschweigen von Prag 1968 und dessen Verarbeitung diese Generation inzwischen tief in sich gespalten hatte – in einen kleinen Generationszusammenhang, der vor allem in oppositionellen und in Kirchenkreisen zu verorten war (und der sich heute, deutlicher als zuvor, über den gesellschaftlichen Rechtsruck aufspaltet, diesen gar mit befeuert), und einen wesentlich größeren, der sich mit dem DDR-System weitestgehend auf ein Stillhalteabkommen geeinigt hatte –, erschwerte die Kommunikation zwischen den Gleichaltrigen. Diese tiefe Zerrissenheit der Trägergeneration der friedlichen Revolution von 1989 dürfte viel zum Zielkonflikt zwischen der Opposition, den neu hinzuströmenden Politikern der Wendezeit und dem Volk auf der Straße beigetragen haben.

… und welche Debatten heute notwendig sind

All diese Linien verbanden sich in der Revolution von 1989. Die Opposition und die Bewegung auf der Straße entfremdeten sich im Eiltempo und die Bürgerbewegten hatten Mühe, nachzuvollziehen, welche zentrale Frage die Menschen auf den Straßen antrieb. Hinzu kam: Während Honecker zum einen das hehre Ziel einer Gesellschaft der Gleichheit auf dem Altar des Konsumsozialismus geopfert hatte, als er den Ostdeutschen in den 1970er Jahren ein Strohfeuer bescheidenen Wohlstands als Politikersatz entfachte, war zum anderen der Glaube an die Reformierbarkeit des Sozialismus 1968 ff. abgestorben – die bereits belastete Arena für Helmut Kohls blühende Landschaften war bereitet. Nicht allein der zweifellos schon in der Weimarer Republik erfolgte Rückgang sozialdemokratischer Blüte in Sachsen und Thüringen, auch nicht nur die Vereinnahmung der sozialistischen Symbole und Rituale durch die SED verhalf Kohl zu seinen Siegen bei den kommenden Bundestagswahlen. Auch hatten die aus der Niederschlagung des Prager Frühlings resultierenden Enttäuschungen und die folgende resignative Desillusionierung weiter Teile der Bevölkerung ihren Anteil an der weitgehend konservativen Wende in weiten Teilen des Ostens 1990 mit ihrer besonderen Hochburg in Sachsen.

Konservative Wende und Rechtsruck

Diese konservative Wende bescherte der Union fulminante Wahlsiege, sie brachte zudem, darunterliegend und mit tiefen Wurzeln in der niedergehenden DDR, etwas hervor, was heute mit Blick auf Ostdeutschland vielfach diskutiert wird: eine spezifische politische Kultur, die rechte Haltungen begünstigt und in der Abwehr gegen die eingangs beschriebene Chiffre 1968 (West) resultiert. Gemeint ist jenes bereits angesprochene 1968 des Werte- und Sittenverfalls, Multikulturalismus und linker Meinungshegemonie, dem entweder aus Unkenntnis oder Desinteresse keine ostdeutsche Entsprechung von 1968 an die Seite gestellt werden kann. Es taugt allenfalls dafür, das zwangsläufige Scheitern linker Utopie noch zu unterstreichen, wie es etwa jene rechts gewendeten Bürgerrechtler tun, allen voran die in neu- bis radikal rechte Kreise abgedriftete Vera Lengsfeld. Der Bezugspunkt 1968 ist mithin heute in konservativ-rechten Kreisen – nicht nur – Ostdeutschlands einer, der auf massive Ablehnung stößt und in seinen verschiedenen Spielarten entweder als Beweis für das Scheitern linker Utopie oder als Fundament einer Erzählung des Werteverfalls ein Eigenleben führt.

Über diese Delegitimierung des Jahres 1968 im ostdeutschen Diskurs geht allerdings eine Dimension der versäumten Revolte von 1968 zwischen Ostsee und Erzgebirge verloren, die für die politische Kultur in Ostdeutschland so dringend notwendig wäre: jener mit Sicherheit in seiner Fixierung auf 1968 übertriebene, aber für die „Fundamentalliberalisierung“ der Bundesrepublik so notwendige Diskurs über die Verstrickung der Vorgängergeneration in den Nationalsozialismus. Mit gravierenden Folgen bis heute, auf die etwa Wolfgang Kraushaar hinweist; Auf die Frage, ob das Fehlen einer emanzipativen 68er Bewegung im Osten langfristig wirke, antwortet der Politikwissenschaftler unter Verweis auf die ganz anders verlaufene westliche Entwicklung in aller Deutlichkeit:

„In einem Staat, der sich als antifaschistisch verstand, meinte man sich nicht mit den autoritären Ressentiments und dem Nationalsozialismus auseinandersetzen zu müssen. Dadurch ist es zu einer Verlängerung dieser braunen Ur-Suppe durch die DDR-Zeit hindurch bis in die heutige Zeit gekommen. In den 90er Jahren kam dann in den neuen Bundesländern diese ungeheure Welle an Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zum Vorschein. Und das stärkt bis heute Pegida und die AfD. Im Osten Deutschlands war man von einem bestimmten Erbe eingeholt worden.“

Ursachenforschung

So hart und plakativ die Formulierung Kraushaars ist, es wäre dennoch zu einfach, nun als Ostdeutscher dem Westler Kraushaar vorzuwerfen, er schreibe sich hiermit in den „nicht eben kleinen Korpus jener Texte ein, in denen westdeutsche ExpertInnen die Anfälligkeit für autoritäres und rechtsextremes Gedankengut als vermeintlich ostdeutsches Problem pathologisieren und mit Verweis auf angebliche Versäumnisse in der DDR meinen, ihrer Beweispflicht nachgekommen zu sein“. So einfach sollte man es sich im Vorfeld des großen Revolutions- und Einheitsjubiläums 2019/20 nicht machen, sondern weitersuchen, ob es neben den Wirren der Transformation, falschen oder enttäuschten Versprechen und mannigfaltigen rechten Ideen- und Personentransfers aus den westlichen in die östlichen Bundesländer nach 1989/90 nicht auch Logiken gibt, welche die besondere Offenheit gegenüber rechtem Denken (und leider allzu oft und deutlich überproportional auch entsprechendem Handeln) in Teilen Ostdeutschland auch aus der Geschichte der DDR heraus begründbar erscheinen lassen. Dass jedenfalls das Abgehängt-Sein weit weniger erklärungsmächtig für rechte Regression sein könnte, darauf verweist jüngst die eine Studie von Felix Rösel und Lasare Samartzidis. Die Autoren kommen vielmehr zu einem anderen, so nur in Ostdeutschland messbaren, Befund: „Die AfD-Ergebnisse in Ostdeutschland sind also weniger Ergebnis eines gefühlten sozialen oder wirtschaftlichen „Abgehängt-Seins“ als vielmehr Ausdruck einer niedrigeren Toleranz gegenüber modernen Lebensformen und einer höheren Skepsis gegenüber Politikern.“ Eine bis heute viel zu wenig diskutierte Anregung gab hierzu bereits im März 1989 der Regisseur und DDR-Bürgerrechtler Konrad Weiß, der in Bezug auf den Stalinismus feststellte, dass dieser nicht nur den „antifaschistischen Staat und die antifaschistische Idee“ diskreditiert habe, sondern dass seither

„alle Fehler, alle Mängel dieses Staates und dieser Gesellschaft […] Argumente für die eigene moralische Überlegenheit [wurden] […]. Die latente Bereitschaft zur Umkehr schlug um in einen neuen, jedoch in der tiefsten Seele gehaltenen Fanatismus. Diese rückbekehrten Faschisten lebten vierzig Jahre lang nach außen hin angepaßt, als politisch indifferente oder sich sozialistisch gebärdende Bürger. Sie sind es, denke ich, die geduldig auf ihre Stunde gewartet und nun an ihre Enkel den braunen Stafettenstab weitergereicht haben. Sie, die unauffällig sind und harmlos scheinen, die schwer zu packen sind, halten die Fäden in der Hand; nicht jene Handvoll früherer SS-Leute und Parteibonzen, die hier und da unter falschem Namen oder mit gefälschten Papieren untergekrochen sein mögen. Das alles, es ist mir bewußt, ist Hypothese. Vielleicht ist alles viel einfacher. Vielleicht gibt es wirklich Familien, in denen die faschistische Idee offen und ungebrochen gelebt und ein faschistisches Elitebewußtsein gezüchtet wurde. Vielleicht sind es die Witwen der Gehenkten, die an die Söhne und Enkel das Vermächtnis der Männer weitergereicht haben.“

In Bezug auf die Lehren aus 1968 Ost ließe sich ein solcher Effekt zumindest mutmaßen, auch weil der Antifaschismus der DDR hier deutliche Kratzer, der Antistalinismus, den Weiß hier anführt, neuen Auftrieb erhielt. Jedenfalls liefert der von Anfang an brüchige Mythos des DDR-Antifaschismus, der „vielleicht noch mehr als die Idee des Sozialismus selbst – aus der Perspektive ihrer Verteidiger zum innersten Legitimationskern der DDR“ gehörte, für Anfang und Verlauf der DDR – der Historiker Jens Gieseke spricht von einer „subkutan postfaschistische[n] Gesellschaft“ – wie für deren Ende mannigfaltige Hinweise. Die letzten Kinder und Jugendlichen der DDR, jene ab 1970 Geborenen, schworen in Scharen dem Sozialismus und Antifaschismus ab und drifteten bis über das Ende der DDR hinaus in rechte Ideologien, Subkulturen und vor allem Übergriffe ab, weil bei ihnen „die Distanz gegenüber antisemitischen, nationalistischen und rechtsextremen Einstellungen nachzulassen [begann] – was die rechtsextreme Jugendszene Ende der 80er Jahre und den rechtsextremen und fremdenfeindlichen Gewaltausbruch in den neuen Bundesländern bis 1993 erklärt.“

Wir müssen reden!

Weiß’ Überlegungen, angewendet auf das Bild der Niederschlagung des Prager Frühlings, aber auch auf die negativ aufgeladene Chiffre 1968 West, könnten erklären helfen, wieso sich rechtes Denken in Teilen Ostdeutschlands und insbesondere in Sachsen gerade als Abwehrdiskurs in neue Höhen aufschwingen konnte. Jedenfalls: Dass 50 Jahre nach dem Traum von einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ in manchen Regionen Ostdeutschlands und besonders Sachsens AfD, NPD, „PEGIDA“ und Co. eine gewisse Deutungshoheit errungen haben und gemeinsam das liberale Fundament der Bundesrepublik attackieren, während im mecklenburgischen Jamel völkische Siedler Wiesen erobern oder im erzgebirgischen Schwarzenberg neue „national befreite“ Zonen entstehen, sollte jenseits ostdeutscher Befindlichkeiten und westdeutscher Belehrungen neue Debatten anstoßen.

Zitierweise: Michael Lühmann, 1968 OST - Was vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig blieb, in: Deutschland Archiv, 17.8.2018, Link: www.bpb.de/273977

Fussnoten

Fußnoten

  1. So die treffende wie bissige Formulierung von Fernando Esposito, Zäsurdenkenszäsur, der Verlust geschichtsphilosophischer Kompasse nach dem Boom, in: Indes 7 (2018) 1, S. 115–121, hier S. 115.

  2. „Der Weg vom links-rot-grün verseuchten 68er-Deutschland“, Süddeutsche Zeitung, 30.4.2016, Externer Link: www.sueddeutsche.de/politik/proteste-gegen-afd-aufmarsch-der-wut-1.2974815-2, letzter Zugriff am 2.7.2018.

  3. Vgl. etwa Albrecht von Lucke, Gegen ’68: Grün-Schwarz und der Kulturkampf der AfD, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 6 (2016), S. 5–8.

  4. Vgl. Klaus Hartung, Über die langandauernde Jugend im linken Gestus. Lebensalter und Politik – aus der Sicht eines 38-Jährigen, in: Kursbuch 14 (1978) 54, S. 174–188.

  5. Siehe Heinz Bude, Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938–1948, Frankfurt a. M. 1995; Ingrid Gilcher-Holtey, 1968. Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft, Göttingen 1998.

  6. Vgl. zu diesem Komplex nach wie vor Gerd Koenen, Das rote Jahrzehnt. Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967–1977, Köln 2001.

  7. Die Entstehung der Grünen beispielsweise ist ein Lehrstück über die Parallelität, Heterogenität und teils fundamentale Widersprüchlichkeit von sozialer Bewegung seit den 1960er Jahren, vgl. hierzu etwa Silke Mende, „Nicht rechts, nicht links, sondern vorn“. Eine Geschichte der Gründungsgrünen, München 2011.

  8. Eckhard Jesse, 1968 – und 50 Jahre später. Eine deutsch-deutsche Bestandsaufnahme, in: Indes 7 (2018) 1, S. 88–99, hier S. 97; auch Ilko-Sascha Kowalczuk beklagt eine kaum stattfindenden Thematisierung von "1968" im Osten und eine Überlagerung durch westliche Diskurse, vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk, "1968" – ein ostdeutscher Erinnerungsort? Ereignisse, Reaktionen, Nachwirkungen, in: Bernd Florath (Hg), Annäherungen an Robert Havemann, Göttingen 2016, S. 351–406, hier S. 351 f.

  9. Vgl. hierzu mit zahlreichen Belegen: Michael Lühmann, Geteilt, ungeliebt, deutungsschwach? Die 68er-Generation der DDR, in: Deutschland Archiv 41 (2008) 1, S. 102–107.

  10. Eine wohltuende Ausnahme liefert Stefan Wolle, Der Traum von der Revolte. Die DDR 1968, Berlin 2008.

  11. Vgl. zur Debatte, die in der vergangenen Dekade, mit Ausnahme von Ilko-Sascha Kowalczuk (Anm. 8), kaum berichtenswerte Ergänzung gefunden hat: Lühmann, 68er-Generation (Anm. 9).

  12. Vgl. etwa den Bericht von Barbara Metselaar Berthold, Kratzen am Beton. 68er in der DDR?, Jena 2008, S. 7.

  13. Bernd Lutz Lange, Mauer, Jeans und Prager Frühling, Berlin 2006.

  14. Vgl. Arno Widmann, „Nehmt Euch in Acht.“ Die Schriftstellerin Christa Wolf über den Prager Frühling, existenzielle Kämpfe in der DDR und die widersprüchliche Rolle der West 68er, in: Frankfurter Rundschau, 11.7.2008; vgl. auch Jana Simon, Frei hinter geschlossener Tür, in: Die Zeit, 5.6.2017.

  15. Wolle, Die DDR 1968 (Anm. 10), S. 8.

  16. Gerhard Pötzsch, Taschentuchdiele, Halle (Saale) 2015, S. 289.

  17. Ein entsprechender Eintrag fehlt jedenfalls in Martin Sabrow, Erinnerungsorte der DDR, München 2009. Der Beitrag von Kowalczuk kommt indes zum dem Schluss, das 1968 sehr wohl ein, wenn auch weiterhin geteilter, Erinnerungsort sei, Kowalczuk (Anm. 8), S. 405.

  18. Michael Lühmann, „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg“. Wie die SED im Jahr 1965 beschloss, die Realität abzuschaffen und darüber ihren Nachwuchs verlor, in: Deutschland Archiv, 7.12.2015, Externer Link: www.bpb.de/216974.

  19. Christoph Kleßmann und Georg Wagner, Das gespaltene Land. Leben in Deutschland 1945–1990. Texte und Dokumente zur Sozialgeschichte, München 1993, S. 392 f.

  20. Vgl. Wolfgang Thierse, Das richtige Leben im falschen System. Wolfgang Thierse im Gespräch mit Ulrich Wickert, Stuttgart 2001, S. 15–43, hier S. 31.

  21. Markus Decker, DDR-Bürgerrechtler auf rechten Abwegen, in: Frankfurter Rundschau, 31.5.2018. „Dass das Gegenteil zur DDR eben nicht automatisch genannte demokratische Werte sind”, hierauf weist der taz-Autor Daniél Kretschmar hin und kommentiert weiter: „Der rasende Antikommunismus vieler Ex-Bürgerrechtler ist verständlich. Ihrem Status als Opfer eines Unrechtsregimes, deren Erfahrungen bewahrt werden müssen, tut er keinen Abbruch. Die alleinige Legitimation der musealen Erzählung durch die Ablehnung der DDR hilft aber offensichtlich nicht bei der nachhaltigen Verankerung von Toleranz, Pluralität und Rechtsstaatlichkeit und wird nicht zufällig von der AfD als freundliche Einladung verstanden.“ Daniél Kretschmar, Mehr als ein „innerer Konflikt“, in: Die tageszeitung, 20.6.2018.

  22. Michael Lühmann, Ostdeutsche Lebenslügen, in Blätter für deutsche und internationale Politik 62 (2017) 11, S. 59–64.

  23. Vgl. hierzu Franz Walter, Das „rote Mitteldeutschland“. Mythos und historische Realität, in: Perspektiven ds, 8 (1991) 3, S. 228 ff.

  24. Vgl. Michael Lühmann, Sächsische Befunde. Blicke ins eigene Land, in: Dresdner Hefte 35 (2018) 1, S. 32–40.

  25. Dass Vera Lengsfeld keine Ausnahme ist, zeigt die länger werdende Liste von Bürgerrechtlern mit Nähe zu Positionen und Netzwerken der AfD und von „PEGIDA“, zuletzt wurde die SDP-Gründerin Angelika Barbe in den Stiftungsrat der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung berufen. Die Ehrenrettung, die Jesse für diese Abtrünnigen versucht, indem er sie als rechte, nicht aber rechtsextremistische Widerständige anführt, die „die heutige Debattenkultur als stickig“ empfänden, überzeugt wenig und zeigt überdies die Grenzen des Extremismuskonzepts auf, das hilflos und blind für den gesellschaftlichen Rechtsruck ist und bleibt. Vgl. Jesse, 1968 (Anm. 8), S. 98 f.

  26. Elisabeth Zoll, Interview: Politikwissenschaftler Kraushaar zu den 68ern, swp.de, 12.1.2018, Externer Link: www.swp.de/politik/inland/politikwissenschaftler-kraushaar-zu-68ern_-_modernisierungsschub-fuer-die-deutsche-gesellschaft_-24529230.html, letzter Zugriff am 20.3.2018.

  27. So argumentierte der ostdeutsche Historiker Stephan Stach jüngst in einer Replik auf westdeutsche Kritiker ostdeutscher Verhältnisse, Stephan Stach, Westdeutschland erklärt’s dem Osten. … oder warum die DDR-Geschichte als Erklärungsgrund nicht ausreicht, in: Zeitgeschichte-online, Januar 2018, Externer Link: www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/westdeutschland-erklaerts-dem-osten, letzter Zugriff am 20.3.2018.

  28. Vielfältige Hinweise liefert die leider bisher unveröffentlichte Studie von Danny Michelsen u.a., Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland im regionalen Kontext, Göttingen 2017.

  29. Felix Rösel und Lasare Samartzidis, Wert- statt Geldmangel: AfD triumphiert im Osten dort, wo es an Toleranz und Vertrauen in die Politik fehlt, in: ifo Dresden berichtet 3 (2018), S. 9–13, hier S. 12–13.

  30. Konrad Weiß, Die neue alte Gefahr – Junge Faschisten in der DDR, in: Kontext 5, März 1989, Externer Link: www.kontextverlag.de/weiss.winterberg.html, letzter Zugriff am 20.3.2018.

  31. Jan Faktor erinnert einen ähnlichen Zusammenhang, nach 1989/90 habe der Prager Frühling „in seiner Heimat keine Rolle mehr gespielt. Alexander Dubcek, die Ikone des Prager Frühlings, sei ja selbst Kommunist gewesen, den Wirtschaftsreformer Ota Sik, der einen menschlichen Sozialismus mit marktwirtschaftlichen Zügen erträumte, habe man später ausgelacht.“, Andreas Montag, Es war einmal in Prag, in: Mitteldeutsche Zeitung, 28.4.2018.

  32. Jens Gieseke, Antifaschistischer Staat und postfaschistische Gesellschaft. Die DDR, das MfS und die NS-Täter, in: Historical Social Research 35 (2010) 3, S. 79–94, Zitat S. 80.

  33. Ebd, S. 92.

  34. Vgl. bereits Thomas Ahbe, Der DDR-Antifaschismus. Diskurse und Generationen – Kontexte und Identitäten. Ein Rückblick über 60 Jahre, Leipzig 2007, S. 49, Zur Kontinuität rechten Denkens und Handelns über die Schwelle 1989/90 am Beispiel der Pogrome von Hoyerswerda vgl. auch Christoph Wowtscherk, Was wird, wenn die Zeitbombe hochgeht? Eine sozialgeschichtliche Analyse der fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda im September 1991, Göttingen 2014.

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M. A., geb.1980, Studium der Politikwissenschaften und Mittleren und Neueren Geschichte an den Universitäten Leipzig und Göttingen; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Göttinger Institut für Demokratieforschung und Redakteur der Zeitschrift INDES; weitere Arbeitsschwerpunkte sind das spannungsreiche Verhältnis von Ökologie und Moderne, von Rechtsextremismus und Linker Militanz sowie die Geschichte der DDR und die politische Kultur in Ostdeutschland.