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DESSA: „Berlin ist die Stadt, in der ich mich mit meiner jüdischen Familiengeschichte auseinandergesetzt habe.“

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? 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Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? 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DESSA: „Berlin ist die Stadt, in der ich mich mit meiner jüdischen Familiengeschichte auseinandergesetzt habe.“ Malerei, Collagen, Installationen. Erinnern durch Kunst

DESSA Sharon Adler

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DESSA: „Berlin ist die Stadt, in der ich mich mit meiner jüdische Familiengeschichte auseinandergesetzt habe.“ DESSA steht als Pseudonym für die Anfangsbuchstaben von Deborah Sharon Abeles. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Familie, Emigration, Jüdische Identität

Sharon Adler: Du wurdest 1948 in Bulawayo geboren, der zweitgrößten Stadt Südrhodesiens, das seit 1980, nach der Erlangung der Unabhängigkeit, Simbabwe heißt. Die etwa 7.000 Mitglieder der Jüdischen Gemeinde des Landes stammten aus Ost- und Westeuropa –Ungarn, Polen, Litauen, Deutschland – sowie aus Mittelmeerländern. Woher kamen deine Familie, deine Eltern? Und wie haben sie die Shoah überlebt?

DESSA: Emma Liebermann, meine Mutter, wurde 1912 in Warschau als vierte von sechs Töchtern geboren. Nur vier der sechs Mädchen überlebten. Eine Schwester wurde mit ihren Eltern, meinen Großeltern, ermordet; eine andere Schwester starb eines natürlichen Todes, zwei emigrierten nach Israel, eine nach Paris, und meine Mutter 1930 nach Südrhodesien, um einen Cousin zu heiraten. Diese arrangierte Ehe hat sie sehr wahrscheinlich vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt, das sie erwartet hätte, wäre sie in Polen geblieben, Aber ihr Leben war nicht einfach.

Die Ehe verlief nicht glücklich, und nach der Geburt einer Tochter ließ sie sich scheiden. Sie war dann für kurze Zeit mit einem britischen Militärsoldaten verheiratet, der starb, und heiratete später meinen Vater. Sie hat ihre Eltern nie wiedergesehen, und ich denke oft darüber nach, wie und ob es ihr gelang, den Verlust so weit weg von ihrer Heimat zu verarbeiten. Manchmal saß sie nur da, regungslos, und starrte vor sich hin. Ich fragte mich dann immer: War sie in Gedanken bei ihrer Familie in Polen? Fühlte sie sich schuldig, dass sie weggegangen war, oder war sie verbittert, dass man die Ehe arrangiert hatte, die sie nach Afrika schickte? Vielleicht half es ihr, mit ihrem Schmerz umzugehen, dass sie uns verbot, etwas „Made in Germany“ ins Haus zu bringen. Wenn ich ihr etwas schenkte, achtete ich immer darauf, die Herkunft sorgfältig zu überprüfen.

Meine Mutter arbeitete in Teilzeit als Buchhalterin. Sie spielte gerne Karten und traf sich regelmäßig mit einer Gruppe von Frauen, unter denen auch viele Emigrantinnen waren. Sie war eine hübsche Frau und hatte künstlerisches Talent: sie hatte eine schöne Sopranstimme und häkelte, webte und strickte viel. Einige Stücke verwende ich für eine Installation in meinem Projekt über Alice Salomon.

„Emma Liebermann, meine Mutter, wurde 1912 in Warschau, Polen, als vierte von sechs Töchtern geboren. Sie war eine hübsche Frau und hatte künstlerisches Talent: eine schöne Sopranstimme, sie häkelte, webte und strickte viel. Einige Stücke verwendete ich für eine Installation in meinem Projekt über Alice Salomon. Ihre Tischdecken liegen auf meinem Esstisch, und wenn ihre Enkel und Urenkel um ihre schönen Handarbeiten herum sitzen, ist sie auch heute in gewisser Weise anwesend.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Ihre Tischdecken liegen auf meinem Esstisch, und wenn ihre Enkel und Urenkel um ihre schönen Handarbeiten herum sitzen, ist sie auch heute in gewisser Weise anwesend.

Ich besitze einige ihrer Zeichnungen, die ich fand, als sie starb. Und als ich mir auch ihre Wandteppiche ansah, fand ich darunter einen mit dem Stempel einer Galerie in Durban, also muss sie irgendwann versucht haben, ihre Arbeiten zu verkaufen – sie hat das nie erwähnt. Sie sprach selten über die Vergangenheit und ich habe nie danach gefragt.

Mein Vater wurde 1900 in Debrecen, der zweitgrößten Stadt Ungarns geboren. Seine Mutter Hermina, geborene Bloch, leitete eine jüdische Mädchenschule, sein Vater starb, als er noch ein kleines Kind war. Mein Vater studierte Medizin in Würzburg und in Padua und arbeitete in zwei Kliniken in Norditalien, bis er 1938 vor dem Faschismus nach Afrika floh.

Ich traf in Italien einen Arzt, der in den Archiven der medizinischen Universität in Padua das Abschlusszeugnis meines Vaters fand. Als ich ihn anrief, weinte er und rief ins Telefon: „Deborah - centodieci su centodieci!“ (einhundertzehn von einhundertzehn). Mein Vater war brillant, exzentrisch und anders als alle anderen Väter, die ich kannte. Er hatte lange Haare, weigerte sich, bei Hitze eine Krawatte zu tragen, sprach viele Sprachen, schätzte Literatur und baute eine umfangreiche persönliche Bibliothek auf. Er eröffnete die erste private multiethnische Klinik in Bulawayo, arbeitete sieben Tage in der Woche für fünf Schilling pro Patient, unabhängig von der Krankheit und der erforderlichen Behandlung. Eine Art Albert Schweitzer. Er war völlig desinteressiert an materiellen Dingen und fuhr bis zu seinem Tod im Alter von 70 Jahren dasselbe alte Auto.

Sharon Adler: Haben deine Eltern mit dir oder untereinander über deine ermordeten Großeltern gesprochen? Wie sind sie mit dem eigenen Überleben umgegangen, wissend, dass ihre Familien getötet worden waren? Wie hast du als Kind darauf reagiert?

DESSA: Obwohl wir nur wenig über die Shoah und meine Großeltern oder gar Warschau sprachen, war mein Unterbewusstsein von diesem tragischen Familienverlust und der dunklen Zeit der Geschichte geprägt. Wie kann ein kleines Kind, das in der afrikanischen Sonne Insekten bei ihrer Arbeit beobachtet, den Tod seiner Großeltern in den Gaskammern verarbeiten? Es sollte etwa vierzig Jahre dauern, bis ich das herausfand durch meine Arbeit entdeckte ich Fragen zur Identität, die sich noch immer weiterentwickeln. Es scheint, dass ich das tat, was wahrscheinlich die meisten getan hätten. Ich verdrängte diesen Schmerz und den Verlust meiner Großeltern, bis ich die Reife und seelische Stärke hatte, die man später im Leben erreicht und gewappnet genug war, damit umzugehen.

Der Weg zur Künstlerin DESSA

Sharon Adler: War Künstlerin zu werden für dich eine Möglichkeit, ein Weg, dich zu wappnen, um mit dem Trauma umzugehen? Wie kamst du zur Kunst?

DESSA: Wenn es ein Weg war, mit dem Verlust und dem Trauma umzugehen, indem ich Künstlerin wurde, dann geschah das völlig unbewusst. Mein Mann bemerkte meine Begabung, als ich zu Hause malte, und ich beschloss, Unterricht zu nehmen, zumal mein Ergotherapie Studium keinen Kunstunterricht vorsah und es sich in der Arbeit mit zukünftigen Patientinnen und Patienten als nützlich erweisen konnte. Ich fand meine wahre „Muttersprache“, meinen Weg des persönlichen Ausdrucks, und hatte bald darauf meine erste Ausstellung.

Sharon Adler: „Durch Kunst vereinen“ ist ein Leitmotiv in deiner Arbeit. Wie kann Kunst deiner Meinung nach als „Übermittlerin“ fungieren, um die Lücke zu füllen, das kollektive als auch das individuelle Gedächtnis betreffend? Wie kann Kunst einen Beitrag zum kollektiven jüdischen Gedächtnis leisten?

DESSA: Ich baue Brücken zwischen der Musik und der Malerei, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Völkern verschiedener Kulturen. Mit dem Projekt „Ein Vermächtnis aus Theresienstadt“ habe ich beide Konzepte vereint, also nicht nur Viktor Ullmanns Musik und meine Malerei, sondern auch historische Ereignisse von der Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Die in Südrhodesien (heute Simbabwe) geborene Künstlerin Deborah Sharon Abeles (DESSA, so ihr Pseudonym) wurde 1983 Schweizer Staatsbürgerin. Ab 1986 fanden zahlreiche Ausstellungen und Präsentationen ihrer Werke in Museen, Galerien und Konzertsälen in Europa statt. Seit 2005 hat sie ein zweites Atelier und einen Wohnsitz in Berlin. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Meine Motivation, einen Teil unserer kollektiven Geschichte wieder lebendig zu machen, hängt sicher mit dem Verlust meiner eigenen Familie zusammen. Die Last dessen, was ich „das kleine schwarze Loch des Nichts“ in mir nenne, das nie verschwinden wird, ist vielleicht leichter zu tragen, wenn man die Geschichten von anderen beleuchtet. „Ein Vermächtnis aus Theresienstadt“, das ich 1997 abgeschlossen habe, hatte einen großen Einfluss auf meine künstlerische Laufbahn.

Bildende Kunst ist universell, ebenso wie Musik, und beide sind kraftvolle Instrumente, um Ideen an Menschen aller Bildungsschichten zu vermitteln. Im Hinblick auf das kollektive jüdische Gedächtnis halte ich es für sehr wichtig, Erinnerungen aufzuzeichnen und festzuhalten und progressive kulturelle Erinnerungsprojekte zu schaffen, die das Interesse der jüngeren Generationen wecken. Die Arbeit in einer Gruppe mit Menschen, die ähnliche Anliegen haben, bietet die Möglichkeit, Erfahrungen und Anregungen auszutauschen und Fragen der Intoleranz und Ausgrenzung zu erörtern, die auch ich erlebt habe. Durch die Kunst erreiche ich Gruppen, die nur wenig über das Judentum und seine Geschichte wissen.

Berlin und die Bedeutung der Erinnerungskultur durch Kunst

Sharon Adler: Seit 1981 lebst und arbeitest du in Pully, Schweiz, und seit 2000 abwechselnd auch in Berlin. Seit 2005 hast du ein Atelier in Berlin. Hat Berlin, das jüdische Berlin, deine Perspektive auf deine Arbeit, deine Kunst verändert? Welchen Einfluss hat diese Stadt auf deine Arbeit vor dem Hintergrund deiner persönlichen Familiengeschichte, dem Verlust deiner Großeltern?

DESSA: Ein großer Teil meines Lebens ist „einem Weg gefolgt“, der teilweise durch reflektierte Entscheidungen und teilweise durch Zufall entstanden ist. Meine enge Beziehung zu Berlin begann mit den Ausstellungen meiner Arbeiten in der Galerie Bremer, aber meine Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und dieser Stadt begann im Jahr 2000, als der Berliner Dom mein Projekt „Ein Vermächtnis aus Theresienstadt“ präsentierte, das von Viktor Ullmanns Musik inspiriert war. Während der Wochen, in denen ich mich für die Ausstellung in Berlin aufhielt, mietete ich eine Wohnung und stieß in einem Antiquariat auf das Firmenalbum „Die Hygiene im Wandel der Zeiten“ von 1912, herausgegeben vom Kaufhaus N. Israel.

Meine Neugier war schon immer groß, aber diesmal hat sie mich in eine ganz neue Richtung meiner Arbeit geführt, nämlich zur Beschäftigung mit der jüdischen Geschichte Berlins – oder man könnte auch sagen mit der Geschichte Berlins, denn ich habe nicht nur Informationen zur Geschichte des Kaufhauses und der Familie Israel recherchiert und gesammelt, sondern auch Aspekte der Entwicklung Berlins zu dieser Zeit.

„Stolzesteine/Stones-of-Pride“

Sharon Adler: Steine haben für dich seit frühester Kindheit in Simbabwe eine besondere Bedeutung. Dein Projekt „Stolzesteine/Stones-of-Pride“ hast du als ein Gegenprojekt zu den Stolpersteinen entwickelt. Wie kam das?

DESSA: Dieses Projekt war eine zweite Hommage an N. Israel, vor allem aber an Wilfrid Israel, den ich in meiner ersten Hommage nur erwähnt hatte. Ich wollte etwas Einzigartiges schaffen, um an ihn zu erinnern und ihn zu ehren. Als ich 2012 von Charlottenburg nach Wilmersdorf zog, entdeckte ich vor einem Gebäude einen Stolperstein und sah gleichzeitig auch, dass jemand zwei große Metalltafeln mit denselben Namen an der Wand des Gebäudes angebracht hatte, als ob dies eine „Gegenreaktion“ wäre. Ich finde es wichtig, an das Leben der ermordeten Menschen zu erinnern. Mit meinem Gedenkkunstwerk „Stolzesteine/Stones-of-Pride“ ehre ich jedes Leben mit natürlichen Steinen, die ich auf der ganzen Welt gesammelt habe. Steine haben für mich seit meiner Kindheit in Rhodesien eine große Bedeutung. Als Kind liebte ich es, im Matobo-Park zwischen den schönsten Felsformationen, die Tausende von Jahren alt sind, herumzustreifen. Ich staune auch heute noch über diese natürlichen Skulpturen und die Energie, die Steine enthalten, und ich denke, sie sind ein passendes Medium für Erinnerungsarbeit.

Einen Stein auf ein Grab zu legen, ist ein jüdischer Brauch. Im Hebräischen ist das Wort für Stein „EVEN“ und es enthält die Wörter für Vater (Av) und Sohn (Ben). Das deutet darauf hin, dass der Stein ein Symbol für die Weitergabe von Generation zu Generation ist.

„Ein Vermächtnis aus Theresienstadt“ – Gemälde nach Viktor Ullmanns Klaviersonate Nr. 7

Sharon Adler: Kannst du bitte etwas über dein Kunstprojekt „Ein Vermächtnis aus Theresienstadt“, über Viktor Ullmanns Musik, die er im Konzentrationslager Theresienstadt geschrieben hat, und deine Bilder erzählen?

DESSA: 1995 hörte ich Viktor Ullmanns zweite Symphonie, die auf der 7. Klaviersonate basiert, die er in Theresienstadt schrieb, bevor er im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet wurde. In dieser Musik „hörte“ ich verschiedene Bilder: Kräfte, die aufeinanderprallen und auseinandergerissen werden, Funken und Blitze, Dunkelheit und Licht, Heiterkeit und Traurigkeit. Die Symphonie endet mit Variationen und einer Fuge über ein hebräisches Volkslied. Die Melodie ist durchdrungen von Fülle und Seelenfrieden. Diese Musik hat die Erinnerung an den Verlust meiner Großeltern in der Shoah wachgerufen.

Die 41 Bilder, die ich geschaffen habe, kamen eher aus der Tiefe meiner Seele als aus dem Kopf und einem Denkprozess. Anschließend habe ich ein Buch mit den Bildern und Texten veröffentlicht, um das Vermächtnis von Theresienstadt zu bewahren. Gewidmet habe ich es meinen Großeltern. Das Projekt hat die Entwicklung meiner Arbeit über das kollektive Gedächtnis stark beeinflusst. Seit 1997 habe ich diese Ausstellung mit der Musik an vielen Orten gezeigt, unter anderem im Ghetto Museum Theresienstadt.

A Tribute To Kaufhaus N. Israel 1815–1939/Hommage an das Kaufhaus N. Israel 1815–1939

Sharon Adler: Im Jahr 2000 bist du auf das Berliner Kaufhaus „Nathan Israel“ und seinen Gründer und Geschäftsführer gestoßen. Wie kam das, wer war die Familie Israel und was haben deine Recherchen ergeben?

DESSA: Im Jahr 2000 fand ich in einem Berliner Antiquariat das bereits erwähnte lilafarbene Buch mit der Aufschrift „Kaufhaus Nathan Israel Album 1912: Die Hygiene im Wandel der Zeiten“. Das machte mich neugierig, denn 1912 ist das Geburtsjahr meiner Mutter, und der Name Israel deutete auf ein jüdisches Thema. Mein Deutsch war damals noch sehr schlecht. Daher übersetzte eine Freundin für mich, worum es in dem Band ging, und ich erfuhr, dass „Nathan Israel“ der Name eines Kaufhauses gewesen sei. Ich suchte den Ort, wo das Geschäft gestanden haben musste, direkt gegenüber des Roten Rathauses, und fand: nichts. Dabei war es Berlins ältestes und lange Zeit auch größtes Kaufhaus gewesen. Wilfried Israel, der letzte Inhaber des Kaufhauses vor der „Arisierung“, ging 1939 nach England und rettete durch die Interner Link: Kindertransporte Tausende jüdische Kinder.

In einem anderen Antiquariat fand ich ein weiteres Album dieser Reihe. Die Bücher faszinierten mich, denn man sah, dass sich jemand sehr viel Mühe gegeben hatte, sie zu gestalten. Ich versuchte, mehr herauszufinden: Wer war die Familie Israel? Warum hatte sie diese Bände herausgegeben? Bei meinen Recherchen in Berlin, London und New York fand ich weitere Alben. In dem Album aus dem Jahr 1900 beschrieb ein Artikel, was die Familie alles für ihr Personal getan hatte – von Sozialleistungen bis hin zu Freizeitangeboten, und ich dachte: Das muss bekannt gemacht werden! Jemand muss an die Familie erinnern. Also begann ich, Collagen anzufertigen und zu malen. Die Reihe „A Tribute To Kaufhaus N. Israel 1815–1939“ wurde 2004 in der Galerie Bremer in Berlin und ein Jahr später im Jüdischen Museum Westfalen gezeigt.

„The Art of Remembrance – Alice Salomon”

Sharon Adler: Für dein Projekt über die Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Alice Salomon aus dem Jahr 2018, das anlässlich ihres 150. Geburtstags im Berliner Abgeordnetenhaus gezeigt wurde, hast du Collagen, Gemälde und Installationen geschaffen. Wie bist du auf sie gestoßen? Was kannst du von deinen Recherchen über Alice Salomon in den Archiven weltweit und den Flohmärkten Berlins erzählen?

DESSA: „Während der monatelangen kreativen Arbeit in meinem Berliner Atelier war die Anwesenheit von Alice Salomon so stark, dass ich das Gefühl hatte, ich könnte mit ihr „sprechen“. Ich schrieb ein imaginäres Gespräch mit ihr, in dem wir viele Themen erörtern, darunter den Wert der Sozialen Arbeit als Beruf und ihre Erfahrungen im Deutschen Nationalen und Internationalen Frauenrat, die alle auch heute noch aktuell sind.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

DESSA: Auf Alice Salomon wurde ich durch die Biografin und ehemalige Studentin an der Alice Salomon Hochschule, Isabel Morgenstern, aufmerksam gemacht, die ich bei meiner Ausstellung im Mitte Museum kennenlernte. Ich erzählte ihr, dass ich plante, meine Hommagen mit „Stones of Pride” fortzusetzen. Sie schickte mir die Namen von fünf Frauen, und als ich mehr über Alice Salomon erfuhr, beschloss ich, dass ihr außergewöhnliches Leben ein eigenes Projekt verdiente, zumal sie zu dieser Zeit noch nicht sehr bekannt war.

Das Alice-Salomon-Archiv liegt nicht weit von meinem Atelier in Berlin-Wilmersdorf entfernt. Dort habe ich viele Stunden damit verbracht, Daten zu sammeln und die ungekürzte Originalfassung ihrer Autobiografie „Charakter ist Schicksal” zu lesen. Das Buch lieferte eine Grundlage für mein Projekt, warf bei mir aber auch Fragen zu Salomons Identität aus persönlicher, kultureller und historischer Sicht auf. Neben meiner Online-Recherche, darunter beim Leo-Baeck-Institute und dem Jewish Women's Archive, suchte ich nach Bildmaterial. Ich durchkämmte Flohmärkte, Antiquitätengeschäfte und Buchhandlungen in Berlin und fand Material auch in den USA.

Ich folgte Salomons Spuren zur Villa von Franz Mendelssohn, wo sie Salonkonzerte besuchte, und auch nach Engelberg in der Schweiz, wo sie ihre Sommerferien verbrachte. Außerdem sammelte ich Material über die Zeit, die sie in Genf verbrachte. Einen ganz besonderen „Fund“ machte ich auf dem Antiquitätenmarkt am Fehrbelliner Platz: alle Ausgaben der Berliner Illustrierten Zeitung von 1904 bis 1914. Ich schaute mir jede einzelne Seite auf der Suche nach brauchbaren Bildern an und hoffte, etwas über Alice Salomon zu finden.

Meine Geduld wurde belohnt: Im letzten Album von 1904 fand sich ein Artikel von Adele Schrieber über den Interner Link: Internationalen Frauenkongress in Berlin und unter den Fotos auch eines von Alice Salomon! Aus diesem Artikel habe ich eine Installation für das Projekt gemacht.

Sharon Adler: Wie hast du den künstlerischen Zugang zu ihrem Leben und ihrer Philosophie gestaltet, um Sozialreform und Sozialarbeit durch Kunst sichtbar machen?

DESSA: Ich kann diese Frage am besten beantworten, indem ich zwei herausragende Frauen zitiere. Prof. Dr. Adrienne Chambon, die 2022 den Alice-Salomon-Preis der Alice-Salomon-Hochschule erhielt, schrieb in ihrer Rezension zu meinem Buch: „Ich war hocherfreut, durch DESSAs reichhaltiges und anschauliches Material neue Wege zu entdecken, Alice Salomon zu betrachten und über sie hinaus zu überlegen, wie man historische Erinnerungsarbeit ‚macht‘.” Die Methodik, wie ich Erinnerungsarbeit „mache”, hatte ich aus meiner früheren Hommage an das Kaufhaus N. Israel gelernt.

Zitieren möchte ich auch Dr. Adriane Feustel, die langjährige Leiterin des Alice Salomon Archivs, die zu meiner Ausstellung „Die Kunst der Erinnerung – Alice Salomon“ im Abgeordnetenhaus schrieb: „Die Präsentation der einzelnen Kunstwerke auf einer langen Wand ermöglicht es dem Betrachter, das gesamte Leben und Lebenswerk auf einen Blick zu erfassen und sich gleichzeitig seiner Vielfalt und seines Reichtums bewusst zu werden. Nur die bildende Kunst ist in der Lage, das zeitliche Nacheinander als räumliches Nebeneinander zu gestalten, es in eine Art Gleichzeitigkeit zu übersetzen. Durch die Ruhe, die diese Ausstellung ausstrahlt, macht das Kunstwerk von DESSA das verbindende Element im Werk von Alice Salomon, das, was ihr Werk, ihr Leben trägt, greifbar. Es ist das Eine, von dem Alice Salomon selbst in ihrer Autobiografie gesprochen hat.“

Sharon Adler: In deinem Buch „The Art of Remembrance – Alice Salomon” hast du nicht nur deine Collagen, Gemälde und Installationen veröffentlicht, sondern auch „ein imaginäres Gespräch“ zwischen ihr und dir. Wie sollte sich an sie erinnert werden, und für wie relevant hältst du ihre Leistungen und Forderungen bis heute?

DESSA:

„Ich baue Brücken zwischen der Musik und der Malerei, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Völkern verschiedener Kulturen.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Während der monatelangen kreativen Arbeit in meinem Berliner Atelier war die Anwesenheit von Alice Salomon so stark, dass ich das Gefühl hatte, ich könnte mit ihr „sprechen“. Ich schrieb ein imaginäres Gespräch mit ihr, in dem wir viele Themen erörtern, darunter den Wert der Sozialen Arbeit als Beruf und ihre Erfahrungen im Deutschen Nationalen und Internationalen Frauenrat, die alle auch heute noch aktuell sind. Alice Salomon war ihrer Zeit weit voraus. Ihre beruflichen Erfolge und ihre Weltoffenheit verhinderten jedoch nicht, dass sie zu Unrecht aus Deutschland verbannt wurde. Ihre letzten Jahre in New York waren schwierig. Ich freue mich, dass ich mit meiner Werk-Arbeit zur 150-Jahr-Feier anlässlich ihrer Geburt in ihrer Heimatstadt beitragen und damit ihre Arbeit würdigen konnte.

Interner Link: Zur Vita von Dessa >>

Zitierweise: „Berlin ist die Stadt, in der ich mich mit meiner jüdische Familiengeschichte auseinandergesetzt habe“, Interview mit Dessa, in: Deutschland Archiv, 5.7.2022, Link: www.bpb.de/510327

Fussnoten

Fußnoten

  1. Simbabwe bedeutet übersetzt „Steinhäuser“. Die ehemalige britische Kronkolonie Südrhodesien ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Der Name Simbabwe geht auf die heute Groß-Simbabwe genannte Ruinenstätte zurück, die größten vorkolonialen Steinbauten im südlichen Afrika. Siehe: https://www.zimembassyberlin.com/de/about-us/ oder https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54685/simbabwe/ oder https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/kosmos-weltalmanach/65791/simbabwe/, zuletzt abgerufen am 3.7.2022.

  2. „Stolzesteine/Stones-of-Pride“. „Hommage an das Kaufhaus N. Israel, Berlin“. Berlin, Leipzig 2015.

  3. Viktor Ullmann, Musiker, Pädagoge, Komponist und Journalist, wurde am 1.1.1898 in Teschen (Cieszyn) geboren. 1909 zog er mit seiner Mutter nach Wien, wo er 1914 ersten musiktheoretischen Unterricht bei Josef Polnauer erhielt. Nach Kriegsende immatrikulierte er sich als Jurastudent an der Universität Wien, besuchte jedoch ab Oktober 1918 Arnold Schönbergs Seminare für Komposition und nahm Klavierunterricht bei Eduard Steuermann. Auf Schönbergs Vorschlag hin wurde er am 6.12.1918 in den Gründungsvorstand des „Vereins für musikalische Privataufführungen" aufgenommen. Ab 1920 hatte er in Prag die Stelle als Chordirektor und Korrepetitor am Neuen Deutschen Theater inne, zwei Jahre später beförderte ihn Alexander von Zemlinsky zum Kapellmeister. Nach der Errichtung des „Reichsprotektorats Böhmen und Mähren“ 1939 waren öffentliche Aufführungen der Werke von jüdischen Komponist:innen verboten. Am 8.9.1942 wurde Ullmann im KZ Theresienstadt inhaftiert, wo er mit Hans Krása, Gideon Klein und Rafael Schächter die musikalische Leitung der sogenannten „Freizeitgestaltung“ übernahm. Am 16.10. 1944 wurde Viktor Ullmann nach Auschwitz deportiert und wenige Tage später ermordet, https://de.schott-music.com/shop/autoren/viktor-ullmann/, zuletzt aufgerufen am 12.6.2022.

  4. Anlässlich des 50. Jahrestages des Beginns der Deportation der Juden und Jüdinnen aus dem Protektorat Böhmen und Mähren wurde 1991 die erste Dauerausstellung zur Geschichte des Ghettos Theresienstadt in der ehemaligen öffentlichen Schule in Theresienstadt eröffnet. Im Jahr 2001 folgte die neu konzipierte Ausstellung „Theresienstadt in der 'Endlösung der Judenfrage' 1941-1945“. Ein Gedenkraum ist den Kindern des Ghettos und deren Zeichnungen gewidmet, es gibt ein maßstabsgetreues Modell des Ghettos mit einem elektronischen Orientierungssystem, das die einzelnen thematischen Einheiten zeigt, einen Lesesaal und ein Kino, in dem Dokumentarfilme gezeigt werden. https://www.pamatnik-terezin.cz/ghetto-museum, zuletzt aufgerufen am 12.6.2022.

  5. Das Mitte-Museum zeigte im Jahr 2015/2016 die Ausstellung „Kaufhaus Nathan Israel 1815-1939. Eine Künstlerin erforscht Geschichte“, https://dessa-art.com/wp-content/uploads/2020/10/Museumsjournal-mittemuseum.pdf, zuletzt aufgerufen am 12.6.2022.

  6. Alice Salomon, am 19.4.1872 in Berlin geboren, setzte sich schon während ihres Studiums für die Rechte von Frauen ein. 1900 trat sie dem Bund Deutscher Frauenvereine bei, dessen stellvertretende Vorsitzende sie bis 1920 war. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Unterstützung von verarmten, alleinerziehenden Müttern, um so die Verwahrlosung von Kindern zu verhindern. In Berlin-Schöneberg gründete sie am 15.10.1908 die erste interkonfessionelle Soziale Frauenschule Deutschlands, die heutige Alice Salomon Hochschule Berlin. 1909 erhielt Salomon einen Sitz im „International Council of Women“, 1920 wurde sie Vizepräsidentin des „Internationalen Frauenverbands“. 1929 gründete sie die „Internationale Vereinigung der Schulen für Sozialarbeit“. 1932 verlieh die Berliner Universität ihr die Ehrendoktorwürde, vom Preußischen Staatsministerium erhielt sie die Silberne Staatsmedaille. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Alice Salomon aller Ämter enthoben. 1937 emigrierte sie in die USA, wo sie ihre berufliche Karriere nicht fortsetzen konnte. Am 30. 8.1948 starb sie in New York, siehe https://www.ash-berlin.eu/hochschule/presse-und-newsroom/presse/pressemitteilungen/150-jahre-alice-salomon-pionierin-der-frauenbewegung-und-der-sozialen-arbeit/, zuletzt aufgerufen am 2.6.2022.

  7. Anlässlich des 150. Geburtstags von Alice Salomon zeigte das Abgeordnetenhaus von Berlin in seiner Wandelhalle vom 17.3. bis 2.5.2022 die Ausstellung „DESSA: The Art of Remembrance – Alice Salomon“, https://www.parlament-berlin.de/das-haus/ausstellungen-im-parlament/2022-2023/alice-salomon-1872-1948, zuletzt aufgerufen am 23.6.2022.

  8. Das Alice Salomon Archiv (ASA) ist seit seiner Gründung als Projekt Teil der Alice Salomon Hochschule Berlin. Initiatorin und langjährige Leiterin des ASA war die Historikerin und ehemalige Dozentin an der Fachhochschule für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik Berlin (FHSS), Dr. Adriane Feustel. Für den Aufbau und die Beständebetreuung des Archiv des Pestalozzi-Fröbel-Haus ist bis heute Sabine Sander zuständig. Die Mitarbeiter*innen übernehmen Aufgaben in der Arbeit mit den Beständen, der Lehre und der Forschung und führen Veranstaltungen durch, https://www.alice-salomon-archiv.de/, zuletzt aufgerufen am 13.6.2022.

  9. Adrienne S. Chambon erhält Alice Salomon Award 2022, https://www.alice-salomon-archiv.de/aktuelles/news-detail/news/mit-6000-euro-dotierter-engagementpreis-geht-an-kanadische-sozialwissenschaftlerin/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd1bb003d558c8e2906c5e153e9a2a9a, zuletzt aufgerufen am 13.6.2022.

Weitere Inhalte

ist das Pseudonym der 1948 in Südrhodesien (heute Simbabwe) geborenen Künstlerin und Autorin Deborah Sharon Abeles. Ihre Mutter, Emma Liebermann, stammte aus einer polnisch-jüdischen Familie in Warschau, ihr Vater, Leslie Abeles, war ein ungarisch-jüdischer Arzt aus Debrecen, der in Bulawayo die erste multiethnische Praxis eröffnete. Von 1965 bis 1976 lebte sie in Israel, wo sie Ergotherapie studierte. Die folgenden vier Jahre verbrachte sie in Paris, 1981 zog sie mit ihren beiden Kindern in die Schweiz. Sie wurde 1983 Schweizer Staatsbürgerin und lebt mit ihrem Mann Hervé Petroz in Pully. Seit 1986 fanden über vierzig Ausstellungen und Präsentationen ihrer Werke in Museen, Galerien und Konzertsälen in Europa statt. Seit 2005 hat sie ein zweites Atelier und einen Wohnsitz in Berlin. Interner Link: Mehr zu Dessa >>

geboren 1962 in West-Berlin, ist Journalistin, Moderatorin und Fotografin. Im Jahr 2000 gründete sie das Online-Magazin und Informationsportal für Frauen AVIVA-Berlin, das sie noch heute herausgibt. Das Magazin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und über jüdisches Leben zu berichten. Sharon Adler hat verschiedenste Projekte zu jüdischem Leben in Deutschland für unterschiedliche Auftraggeber/-innen umgesetzt und auch selbst Projekte initiiert wie "Schalom Aleikum“, das sie zur besseren Verständigung von Jüdinnen und Muslima entwickelte. Nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 initiierte sie das Interview- und Fotoprojekt "Jetzt erst recht. Stop Antisemitismus". Hier berichten Jüdinnen und Juden in Interviews über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland. Seit 2013 engagiert sie sich ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN. Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft. Für das Deutschland Archiv der bpb betreut sie die Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945"