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Musealisierung der Zeitgeschichte

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 40 Analysen & Essays. Fünf Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. 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Musealisierung der Zeitgeschichte Die DDR im Kontext

Andreas Ludwig

/ 22 Minuten zu lesen

Angesichts der großen Zahl von Museen, Gedenk- und Erinnerungsorten kann mit Recht von einer Musealisierung von Zeitgeschichte gesprochen werden. Doch wie wird dabei mit dem materiellen Erbe der DDR umgegangen?

Musealisierung vor 1989

Als sich im Herbst 1989 Oppositionelle in Gruppen zusammenschlossen, um eine Reform der verkrusteten Herrschaftsstrukturen der DDR im Sinne einer zivilgesellschaftlichen Perspektive zu erzwingen, ging es vor allem um die Zukunft. Heute, gut 20 Jahre danach, geht es um die Vergangenheit – ein gravierender Paradigmenwechsel in der öffentlichen Debatte, der die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung einer "Historisierung" politischer Kommunikation provoziert. Wenn es im Folgenden vor allem um aktuelle Tendenzen einer Musealisierung der DDR gehen soll, so soll doch eingangs auf einen breiteren Kontext aufmerksam gemacht werden: Geschichte ist in zunehmendem Maß Teil einer öffentlichen Präsenz geworden, die auf verschiedenen Feldern von unterschiedlichen Akteuren an ein breites Publikum gerichtet ist. Im Fernsehen, im Stadtraum findet eine "Historisierung" der öffentlichen Kommunikation statt, die mit so unterschiedlichen Begriffen wie Histotainment, Erinnerungskultur oder Geschichtspolitik belegt wird. In diese verallgemeinerbare Tendenz ist die Musealisierung der Zeitgeschichte eingebettet. Ihre Wurzeln reichen bis in die 1980er-Jahre zurück und ergriffen die DDR bereits in der Phase ihres Zusammenbruchs.

Mit dem Begriff der Musealisierung ist der Übergang von Objekten der materiellen Kultur von einem gebrauchswertorientierten Nutzungszusammenhang in einen kulturellen, erinnerungsbezogenen gemeint, das Verbringen von Dingen, die einen praktischen Nutzen hatten, in ein Archiv, in dem sie einer kulturellen Re-Interpretation harren. Gemeint sind Museen ebenso wie private Sammlungen als Depositorien kultureller (und damit auch historischer) Sinngebung. Musealisierung bedeutet demnach, Dinge aus ihrem Lebenszyklus von Produktion, Erwerb, Nutzung und schließlich Vernichtung herauszulösen, sie zu erhalten, zu bewahren und ihnen einen neuen Sinn zuzuschreiben. Diese jahrhundertealte Praxis der Anlage von kulturbedeutsamen Sammlungen findet seit gut 200 Jahren ihren Ausdruck in Museumsprojekten, deren Ziel neben der Bewahrung die öffentliche Präsentation ist. Eine Tendenz der vergangenen 30 oder 40 Jahre ist eine Ausweitung des Museumsgedankens und ein immer schnellerer Rhythmus der Musealisierung der unmittelbaren Vergangenheit.

Mit der Dynamisierung des gesellschaftlichen Wandels beschleunigt sich der Erinnerungs- und Bewahrungsimpuls, den der Philosoph Hermann Lübbe als Kompensationsstrategie gegenüber den Zumutungen der Moderne charakterisiert hat. Zunächst ergriff diese dynamisierte Musealisierung die Industriegesellschaft und die Städte. Industriemuseen gehören zu den bekanntesten Museumsneugründungen in der Bundesrepublik der 1980er-Jahre, ebenso wie die Modernisierung der bestehenden stadtgeschichtlichen Museen. Beiden gemeinsam ist die Einbeziehung der Alltagskultur in ihre Sammlungen und Ausstellungen und ihre Aufmerksamkeit für das 20. Jahrhundert.

Die Vorstellung von einer Musealisierung im gesellschaftlichen Kontext betrifft aber nicht allein die Museen und ihre Sammlungen, sondern auch ihre Präsentation als zeitgemäße Darstellungsform von Geschichte. Hier entstand seit Ende der 1970er-Jahre ein neues Format, das sich zunächst als historische Landesausstellung formulierte und zu einer immer stärker professionalisierten wie auch öffentlich rezipierten Geschichtskultur entwickelte. Historische Ausstellungen haben heute den Charakter eines Massenmediums, und sie werden deshalb als Vermittlungsform für historisches Wissen hoch eingeschätzt. Die Akzeptanz von historischen Ausstellungen als wirksames Mittel der Kultur- und Geschichtsvermittlung geht teilweise so weit, dass die Ausstellung mit dem Museum als Ganzes gleichgesetzt wird.

Schließlich griffen die Tendenzen einer allgemeinen Hinwendung zum Historischen und zu den alltagskulturellen Objekten auch auf den privaten Bereich über. Das private Sammeln von Alltagsdingen hat sich, so scheint es, enorm ausgeweitet und betrifft nicht nur das seit dem 19. Jahrhundert bekannte Briefmarkenalbum, sondern nahezu jedes Gebiet der materiellen Relikte einer industriellen Massenproduktion, also keineswegs nur diejenigen Dinge, die eigens zur Befeuerung einer Sammelleidenschaft hergestellt werden.

Musealisierung im Sozialismus: "Die DDR - unser sozialistisches Vaterland so lautet das Thema der 2. Jugendweihestunde. Die Schüler der 8. Klasse der POS Gerhard Eisler nutzen dazu, wie viele Berliner Jugendliche, die entsprechenden Abschnitte im Museum für Deutsche Geschichte. Am Modell eines Abraumbaggers befassen sich die Schüler mit der Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR anhand markanter Wendepunkte." (Originaltext ADN), 29. November 1982. (© Bundesarchiv, Bild 183-1982-1129-013, Foto: Matthias Hiekel)

Zu Beginn der 90er-Jahre hat Michael Rutschky die These formuliert, dass die DDR eigentlich erst nach ihrem Ende entstanden sei. Gemeint war damit eine vor allem im Osten Deutschlands zu beobachtende Tendenz der Historisierung, die weniger die staatliche und politische Struktur der DDR als vielmehr deren Auswirkungen auf das eigenen Leben und eben auch deren materielle Kultur meinte. In der Tat hat sich die DDR nur wenig um die museale Dokumentation ihrer eigenen Existenz gekümmert. Das 1952 gegründete Museum für Deutsche Geschichte legte es mit seinem deterministischen Geschichtsbild vor allem darauf an, die DDR als Erfüllung eines gesetzmäßigen, wie es hieß, Sieges des Sozialismus zu interpretieren. Die in der praktischen Museumsarbeit angelegten umfangreichen Sammlungen kamen dabei kaum zum Tragen. Erst in den 1980er-Jahren wurde den zahlreichen Stadt- und Heimatmuseen empfohlen, auch die politischen und alltagskulturellen Zeugnisse der DDR-Gegenwart zu sammeln. Inwieweit dem gefolgt wurde, lässt sich heute aufgrund fehlender vergleichender Untersuchungen nur schwer abschätzen.

Abschließend zur These eines Musealisierungsschubs in den 1980er-Jahren sei darauf verwiesen, dass auch in der Bundesrepublik Gründungsinitiativen für Geschichtsmuseen, nunmehr auch auf nationalstaatlicher Ebene, erfolgten. Das Deutsche Historische Museum im damaligen West-Berlin und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn sind deutlicher Ausdruck einer verbreiteten Hinwendung zur Geschichte und als Ausdruck des politischen Bedürfnisses nach einer historischen Rahmung der Bundesrepublik verstanden worden.

Diese einleitenden Ausführungen sollen die Musealisierung der DDR ab 1989 historisch und kulturell verorten. Es handelt sich dabei um Vorgänge, die einerseits auf einem erst vergleichsweise kurze Zeit bestehenden historischen Interesse beruhten, deren Intensität andererseits auf praktische Aneignungsformen und institutionelle Muster rekurrieren konnte. 1989/90 war das Interesse an Geschichte in der Öffentlichkeit bereits virulent und das wesentliche Instrumentarium, die moderne Museumsausstellung entwickelt.

Sammeln als Vergewisserung

Die Musealisierung der Industriegesellschaft, der Lokal- wie auch der Nationalgeschichte erfolgte in einem nachholenden Akt. Ins Museum kam, was entweder funktionslos geworden war oder im Prozess historiografischer Auseinandersetzung als gesichertes Wissen galt. Im Bezug auf die DDR verlief der Musealisierungsprozess ab dem Herbst 1989 jedoch anders: Er war beschleunigt, vermehrt von nicht-professionalisierten Akteuren getragen, insgesamt aber von der außergewöhnlichen Erfahrung des Zusammenbruchs des DDR-Staats geprägt und von der Erkenntnis, dass die gesamte materielle Kultur eines Landes auf einen Schlag historisch geworden war.

Im Bewusstsein der besonderen historischen Situation wurden am 4. November 1989 die Transparente der Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz dem Museum für Deutsche Geschichte übergeben, aber zugleich Konsumgüter aufgekauft, um sie als Zeugnisse einer spezifischen Warenwelt, Produkt- und Designkultur zu sichern. Unmittelbar mit der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 wurde die DDR auch interessant für Sammler und damit Gegenstand einer breiteren Laienkultur. Während sich der Wert von Konsumgütern aus der DDR an dem westlicher Produkte messen lassen musste, was letztlich zu einer rapiden Entwertung und noch vor der Währungsunion zur massenhaften Entsorgung führte, wurden die gleichen Gegenstände historische Objekte und damit Gegenstand einer Musealisierung.

Diese Gleichzeitigkeit von Vorgängen, die in der Regel einer Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten unterliegen, ist eine Besonderheit des Musealisierungsvorgangs nach 1989/90. Man könnte ihn als anlassbezogenen Sicherungsvorgang bezeichnen, der jedoch zugleich Tendenzen einer Kommerzialisierung in sich trug. Zwischen der mühevollen Sicherung des Mauerbrockens als Souvenir und als Zeugnis des Dabeigewesenseins und der systematischen Suche nach Weggeworfenem durch Sammler lagen nur graduelle Unterschiede. Über einen längeren Zeitraum haben sich aus diesem ursprünglichen "Laienschaffen" unterschiedliche Tätigkeitsfelder entwickelt, eine kleingewerbliche Souvenirindustrie einerseits, die vom Reiz des Verschwundenen lebt und zugleich Authentizität verspricht, eine rege Sammlergemeinde andererseits, die sich den einst erbeuteten Schätzen anhaltend und mit zunehmender Detailkenntnis widmet.

Die Entstehung einer Museumslandschaft

Eine ähnliche Gleichzeitigkeit von Schließung und Beginn kennzeichnet die Entwicklung einer Museumslandschaft zur Geschichte der DDR. Geschlossen wurde die Dauerausstellung des Museums für deutsche Geschichte im Berliner Zeughaus, deren neuestes, an die Gegenwart heranreichendes Segment gerade erst zum 40. Jahrestag der DDR eröffnet worden war. Ab dem 3. Oktober 1990 wurde es in die Verantwortung des Deutschen Historischen Museum gegeben. Geschlossen wurden aber auch die Abteilungen zur DDR-Geschichte in zahlreichen Stadt- und Heimatmuseen, die vermutlich auf eine Initiative des Instituts für Museumswesen der DDR in den 80er-Jahren hin sich der Gegenwart in einem umfassenderen, auch die Wirtschaftsgeschichte einbeziehenden Sinn geöffnet hatten. Vorbild dieser Entwicklung war das Konzept einer spezifischen "Lebensweise", das erstmals im Ost-Berliner Museum Arbeiterleben angewandt worden war. Aus heutiger Sicht wäre es aufschlussreich, wie diese offiziellen Repräsentationen des DDR-Geschichtsbildes ausgesehen haben und welche Narration sie vermittelten. Insbesondere die Untersuchung des Verhältnisses von allgemeiner DDR-Geschichte und konkreter Ortsgeschichte könnte aufschlussreich sein für die Frage, ob es jenseits eines verbindlichen Geschichtsbildes Differenzierungen gegeben hat. Allein, keine dieser Darstellungen existiert mehr, ebensowenig wie die zahlreichen Traditionskabinette in den Betrieben und Behörden, sodass diese unmittelbare Anschauung heute nicht mehr möglich ist. Eine kritische Überarbeitung der musealen Präsentation von Ortsgeschichte nach 1989 fand meines Wissens einzig im Museum Salzwedel statt, wo die Museumsverantwortlichen im Zuge der friedlichen Revolution der offiziellen Darstellung der nahe gelegenen Staatsgrenze ein kritische Kommentierung des nunmehr zugänglichen Grenzgebiets hinzugefügt hatten.

Zugleich entwickelte sich dabei eine durch die Ereignisse des Herbstes 1989 hervorgerufene Neugier auf die DDR auch in Museen. Verwiesen sei hier auf ein Projekt des Rheinischen Freilichtmuseums Kommern, das den kompletten Haushalt einer DDR-Familie erwarb, um deren Lebensumstände dokumentieren zu können. Im Deutschen Historischen Museum wurden aus dem gleichen Grund Gebrauchsgüter aus der DDR gekauft.

Musealisierung am authentischen Ort: Open-Air-Ausstellung "Wir sind das Volk!", Berlin-Alexanderplatz, 2009. (© Andreas Ludwig)

Das noch in Planung befindliche Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn veränderte seine Konzeption, um die DDR der geplanten Dauerauerausstellung hinzuzufügen. Im Verlauf der 1990er-Jahre haben dann vor allem die großen Häuser eine Reihe von Sonderausstellungen organisiert, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Alltags- und Kulturgeschichte der DDR auseinandersetzten. Während zum 10. Jahrestag der Friedlichen Revolution 1999 nur wenige Stadtmuseen die DDR als Ausstellungsthema aufgriffen, wurden zehn Jahre danach zahlreiche Ausstellungen gezeigt.Als besonders publikumswirksam erwies sich die Open-Air-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft auf dem Berliner Alexanderplatz. Im Rückblick erweist sich dies als Zeichen einer zunehmenden Historisierung der DDR und der Adaption von Museen und Ausstellungen im öffentlichen Gedächtnis.

Die Historisierung der DDR fand zudem Ausdruck in Museumsneugründungen, sowohl aus öffentlicher als auch aus privater Initiative.

Musealisierung in kritischer Distanz: Sonderausstellung im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt. (© Andreas Ludwig)

Frühestes Beispiel ist die Gründung des Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, dessen Gründungsimpuls aus dem Gebot der Sicherung der materiellen Kultur des Alltags angesichts des massiven Austauschs von Gebrauchsgütern 1990 resultierte. Konzeptioneller Schwerpunkt mit Blick auf eine Musealisierung der DDR war die Verknüpfung von musealer Sammlung und der Dokumentation lebensweltlicher Kommentierung, also die Einbeziehung der Erfahrungsgeschichte in die museale Arbeit, wie sie bereits aus Oral History-Projekten der 1980er-Jahre bekannt war. Die Schwerpunktsetzung auf die Alltagskultur beruhte auf der Überlegung, dass für staatliche Hinterlassenschaften bereits zuständige Institutionen, sowohl Archive als auch Museen, existierten, dass jedoch für die Objektkultur des Alltags zeitnah zum staatlichen, materiellen und alltagskulturellen Auflösungsprozess im Osten Deutschlands eine verantwortliche Institution geschaffen werden müsse.

Musealisierung des privaten Sammelns: das (N)Ostalgiemuseum in Brandenburg/Havel, 2006. (© Andreas Ludwig)

Diese aus Defiziterfahrungen musealer Arbeit, insbesondere den gravierenden Lücken retrospektiver Sammlungstätigkeit, resultierende Initiative führte zu einer sich über die 1990er-Jahre hinziehenden Institutionalisierung bei gleichzeitiger Hinwendung an die Öffentlichkeit durch Sonderausstellungen. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wurde 1999 das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig gegründet, dessen Aufgabenschwerpunkt die Darstellung der Geschichte der oppositionellen Bewegungen in der DDR ist. Die zur Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gehörende Einrichtung zeigt in seiner Dauerausstellung die Entwicklung der DDR-Opposition bis hin zur Friedlichen Revolution. Jüngste Gründung des Hauses der Geschichte ist eine Dauerausstellung zur Geschichte der Berliner Mauer im sogenannten Tränenpalast, der ehemaligen Ausreisehalle am Bahnhof Berlin-Friedrichstraße. Hier ist es vor allem der authentische Ort, einer der wenigen erhalten gebliebenen Orte des Grenzregimes im geteilten Berlin, der zusammen mit Erzählungen über die Erfahrungen der Teilung auf die Besucher wirkt und vor allem Ältere auch emotional anspricht. Eine weitere Ausstellung des Hauses der Geschichte in Berlin ist auf der Grundlage der inzwischen zum Stiftungsverbund gehörigen Sammlung Industrielle Gestaltung geplant. Sie gründet auf der Designsammlung des früheren Amts für industrielle Formgestaltung der DDR, die in den 90er-Jahren durch zahlreiche Nachlässe ergänzt worden war und eine Reihe von beachteten Ausstellungen zeigen konnte. Über die Planungen ist öffentlich nur so viel bekannt, dass der Schwerpunkt der Darstellung auf dem Gebiet des Alltags liegen soll.

Parallel zu diesen auf wissenschaftlicher Grundlage arbeitenden Institutionen kam es zu einer Reihe von privaten Museumsgründungen, die im öffentlichen Sprachgebrauch als Ostalgie- oder DDR-Museen subsummiert werden.

Musealisierung im kommerziellen Kontext: Eingangssituation zum "DDR Museum" in Berlin, 2008. (© Andreas Ludwig)

Mit wenigen Ausnahmen handelt es sich um Projekte, die aus einer früheren Sammlertätigkeit resultieren und gleichsam eine private Form der Institutionalisierung darstellen. Eine aktuelle Übersicht listet mehr als 20 solcher Privatmuseen auf, deren Gemeinsamkeit in einer sammlungs-systematischen Präsentation und vergleichsweise sparsamen analytischen Kommentierung liegt. Allerdings sind auch hier Differenzierungen angebracht. Während einige dieser Museen reine Ansammlungen des nach 1990 Gesicherten darstellen, beruhen andere auf methodischen Überlegungen, die, obwohl aus finanziellen Gründen nicht ausgebaut, weit mehr als reine Erinnerungsanlässe sind. Zu ihnen gehört das Haus der Geschichte in Wittenberg mit seinem im Kern volkskundlichen Ansatz sowie das DDR-Geschichtsmuseum in Perleberg mit seiner kritischen politischen Kommentierung der dargestellten Objektwelt. Eine erhebliche Publikumswirksamkeit erreicht das vor einigen Jahren eröffnete DDR-Museum in Berlin, dessen Zielpublikum vor allem Touristen sind. Der Erfolg dieser rein privatwirtschaftlich getragenen Ausstellung beruht einerseits auf dem Umstand, dass es in der Hauptstadt kein Museum gibt, das sich thematisch umfänglich mit der DDR auseinandersetzt, andererseits auf seinem aktivierenden Ausstellungskonzept.

Musealisierung im kommerziellen Kontext: "Fernsehen im authentischen DDR-Wohnzimmer", so der Werbetext des DDR Museums. (© DDR Museum)

Der Erfolg des Berliner DDR-Museum und die Existenz der zahlreichen kleineren Privatmuseen zeigt, dass es ein öffentliches Interesse an der DDR und an ihrer Geschichte gibt, das offensichtlich durch die zahlreichen bestehenden Gedenkstätten nicht ausreichend gedeckt werden kann. Dies mag zum einen daran liegen, dass gerade die Gedenkstätten an authentischen Orten liegen, die in erheblichem Maße Teil ihres pädagogischen Konzepts sind, und sie aufgrund ihres Auftrags zur politischen Bildung einen besonderen Schwerpunkt auf die Repressionsgeschichte legen. Die anhaltende Attraktivität der "DDR-Museen" mag im Gegensatz dazu vor allem darin begründet sein, dass in ihnen die mutmaßlich alltäglichere Seite der DDR gezeigt wird. Wir wissen nichts über die Zufriedenheit des Publikums nach dem Besuch der Ausstellungen, aber eine nicht von der Hand zu weisende Vermutung scheint mir zu sein, dass vor allem eine komplexe, gleichsam gesellschaftsgeschichtliche Darstellung gewünscht und gesucht wird.

Gespaltenes Gedächtnis

Historisches Lernen, also das Ziel der öffentlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte, erfolgt in unterschiedlichen Stufen zwischen direktem Ich-Bezug und Verallgemeinerungsfähigkeit, jedoch immer auf Grundlage individueller Erfahrungen. Es liegt deshalb nahe, dass Gedächtnistheorien in der Debatte um die DDR-Vergangenheit eine große Rolle spielen und auch auf die Tragfähigkeit von Museumspräsentationen angewandt werden.

Mit Rekurs auf Maurice Halbwachs' Theorie des kollektiven Gedächtnisses haben vor allem Aleida und Jan Assmann einen theoretischen Zugriff auf die unterschiedlichen Formen des historischen Gedächtnisses entwickelt. Unterschieden wird dabei vor allem zwischen einem biografischen Gedächtnis, das sich auf Grundlage von Erfahrungen und Erinnerungen bildet, und einem kulturellen Gedächtnis, das sich auf bereits mediatisierte Formen einer geschichtlichen Darstellung stützt.

In Hinsicht auf die Beschäftigung mit der DDR wird man heute von einer Übergangsphase sprechen können. Ein Teil der heute Lebenden hat eigene Erfahrungen in und mit der DDR und beurteilt Museen und Ausstellungen zur DDR vor diesem Hintergrund. Für diese Bevölkerungsgruppe ist entweder wichtig, durch den Besuch einer Ausstellung einen Erinnerungsanlass zu organisieren, oder aber sie prüft Ausstellungsinhalte nach ihrer Stimmigkeit vor dem Hintergrund individueller Erfahrungen. Wir können deshalb von einer einerseits rezeptiven, andererseits von einer erfahrungsgesättigt kritischen Haltung sprechen. Eine andere, in ihrem Umfang steigende Bevölkerungsgruppe hat keine eigenen Erfahrungen mit der DDR und rekurriert auf museale Ausstellungen als Informationsmittel. Gerade mit Blick auf diese Gruppe ist entscheidend, welche Themen in Ausstellungen angesprochen werden und wie sie in eine aktuelle Rezeptionssituation eingebunden sind.

Vor dem Hintergrund einer defizitären schulischen Bildung zur DDR-Geschichte wurde gemutmaßt, dass viele jüngere Menschen im Osten Deutschlands sich weniger durch Bildungsinstitutionen als vielmehr im privaten Umfeld, vor allem in der Familie über die DDR informieren würden. Implizit wird damit zum Ausdruck gebracht, dass die auf einem biografischen Gedächtnis beruhende Informationspraxis defizitär gegenüber einer institutionellen sei, die auf der Darstellung in Schule, Gedenkstätte und Museum beruhe. Es wird davon also ausgegangen, dass biografisches und kulturelles Gedächtnis auseinanderfallen und es, vor allem in Ostdeutschland, zu einem gespaltenem Gedächtnis gekommen sei. Implizit werden biografisches und kulturelles Gedächtnis als falsches und richtiges interpretiert, also normativ aufgeladen. Überzeugen kann diese Argumentation aber nur, wenn man die unterschiedlichen Gedächtnisformen als einander ausschließend interpretiert. Dagegen wäre einzuwenden, dass erstens kulturelle Bildung an eigenen Erfahrungen anknüpfen muss, um erfolgreich zu sein und eine eigene Urteilsbildung wohl am besten unter der Bedingung konfligierender Interpretationsansätze gelingt. Insofern befinden wir uns heute in der privilegierten Situation, beides zur Verfügung zu haben. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass Pierre Nora die Etablierung des kulturellen Gedächtnisses durchaus kritisch gesehen hat, indem er feststellt, dass die "lieux de mémoire" erst dann entstehen, wenn es keine "milieux de mémoire" mehr gibt. Dennoch: Die öffentliche und oftmals so konfliktreiche Auseinandersetzung um die DDR-Erinnerung ist ein ungleich produktiveres Unterfangen, als die mühevolle Etablierung einer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in den 1950er- und 60er-Jahren.

Diese Einsicht mag auch manche Überzeichnung in der öffentlichen Debatte um die nichtakademische Praxis der "Ostalgie" zurechtrücken. Gemeint ist mit diesem Begriff eine die DDR verklärende Annäherung an die Geschichte, die sowohl Rückwärtsgewandtheit im Sinne einer Befürwortung des DDR-Staats als auch eine entpolitisierte Haltung gegenüber der DDR-Diktatur impliziert.

Angewandt auf die Musealisierung der DDR scheint mir der Ostalgie-Begriff analytisch nicht treffend, denn er bindet Phänomene zusammen, die zwar parallel existieren, aber nicht notwendig zusammengehören und in Teilen wenig mit Nostalgie zu tun haben. Ich möchte behaupten, dass die meisten Sammler von DDR-Dingen sich letztlich herzlich wenig für die DDR interessieren und ihr schon gar nicht nachtrauern. Ihr Hang zum Sammeln hätte sich ebenso gut auf ein anderes Feld konzentrieren können, wenn sich die Gelegenheit geboten hätte. Einzelne der Subkultur zuzurechnende Phänomene wie die Propagierung des Ampelmännchens als kulturelles Zeichen einer Minderheitenkultur, die in den 90er-Jahren als solche erkennbar waren und genutzt wurden, sind heute zu belanglosen Accessoires geworden. Mit einer Haltung zur DDR oder gar historischem Denken haben sie nichts zu tun. Ob die in einigen sogenannten DDR-Museen öffentlich ausgestellten Sammlungen von DDR-Gebrauchsgütern irgendeine reflektierte Aussage zur DDR und ihrer Geschichte enthalten, muss ebenfalls bezweifelt werden. Ich vermute, dass das von den Betreibern auch gar nicht intendiert ist. Was es dagegen unzweifelhaft gibt, ist ein Gefühl des Verlustes bei denen, die die DDR als aktiv verbrachte Lebenszeit erinnern. Sie bilden das Publikum dieser Museen, nutzen die visuelle Konfrontation mit den ausgestellten Objekten als Erinnerungsanlass und befinden sich damit auf einer gemeinsamen Ebene mit denjenigen, die ihre Sammlungen zu öffentlich zugänglichen "Museen" machen. Mit Recht hat meines Erachtens Charity Scribner diese Art von Erinnerung als eine Form von Trauerarbeit bezeichnet, deren Ziel die Verarbeitung von Brüchen in der individuellen Biografie ist.

Materielle Kultur

Was können also Museen in der öffentlichen Debatte über die DDR leisten? Ist die Musealisierung lediglich Selbstzweck einiger Akteure oder liefert sie Informationen und Anstöße, für die es kaum Alternativen gibt? Es ist ganz offensichtlich so, dass Authentizität eine große Anziehungskraft auf interessierte Besucher hat. Dies gilt für authentische Orte der Geschichte ebenso wie für authentische Objekte in einer Museumsausstellung. Der seit den 1970er-Jahren anhaltende Museumsboom spricht hier Bände. Es ist jedoch keineswegs klar, wie Besucher die Inhalte von Ausstellungen rezipieren, und hierin liegt sowohl eine Schwäche als auch eine Stärke dieses Mediums. Eine Schwäche insofern, als Ausstellungsmacher keineswegs sicher sein könne, dass die von ihnen intendierten Inhalte auch korrekt oder gar vollständig aufgenommen werden. Untersuchungen zum Besuchsverhalten in Ausstellungen haben gezeigt, dass selektiv wahrgenommen wird, abhängig von Vorinformationen ebenso wie von der Klarheit des Ausstellungsnarrativs oder der Attraktivität der präsentierten Objekte.

Voraussetzung für jede Rezeption in Ausstellungen ist jedoch das Vorhandensein dieser Objekte und die Kenntnis ihrer Bedeutungen. Der erste Umstand verweist auf die Notwendigkeit des Sammelns und die Schwierigkeiten zu entscheiden, welche Dinge aufhebenswert sind. Es macht für ein Verständnis von Geschichte und für die Möglichkeiten der Besucher durchaus einen Unterschied, ob Objekte der Hochkultur oder der Alltagskultur im Museum gesichert werden. Allein ein Blick in die volkskundlichen Museumsabteilungen zum 19. Jahrhundert zeigt, dass der Fokus des Sammelns ganz offensichtlich einmal auf der bürgerlichen Sachkultur gelegen hat, wohingegen einige Ausstellungen in den oben genannten DDR-Museen verdeutlichen, dass industriell produzierte Konsumgüter dominieren, also auch die Eigenheiten der Überlieferungssituation den Inhalt der Ausstellungen bestimmen. Unter diesem Blickwinkel ist die Entscheidung über das, was in Museen zur Zeitgeschichte gesammelt wird, von nachhaltiger und dauerhafter Wirkung. Wenn viele der Museen, die sich mit der DDR beschäftigen, ihren Fokus auf die "Alltagskultur" legen, so hat das zur Folge, dass wohl erstmals in der Museumsentwicklung eine Breitenkultur in Form der Relikte der industriellen Massenkultur und der spezifischen politischen Objektkultur zeitnah gesichert wurden. Andererseits liegt diesem Sammlungskonzept ein naives Verständnis von "Alltag" zugrunde, indem eben allein die Objektivationen des täglichen Lebens gesammelt werden, Alltag also als Summe alltäglicher Handlungen verstanden wird. Das eigentliche Potential der Alltagsgeschichte, genau diese Routinen zu hinterfragen und im breiteren gesellschaftlichen Kontext des Spannungsfelds zwischen "Herrschaft" und "Eigensinn" zu verorten, wird in vielen der mit dem populären Schlagwort "Alltag" operierenden Museen nicht ausgeschöpft.

Der zweite Umstand hingegen ist ein theoretisches und methodisches Problem der Wissenschaften. Während in den angelsächsischen Ländern seit langem eine intensive Auseinandersetzung mit der materiellen Kultur, unter anderem auch als historischer Quelle geführt wird, die unter der Sammelbezeichnung Material Culture Studies Forschungen aus unterschiedlichen Disziplinen vereinen, gelten in Deutschland Quellen der materiellen Kultur vor allem in den Geschichtswissenschaften als zweitrangig. Dies hat zur Folge, dass nur wenige zeitgeschichtliche Untersuchungen die materiellen Hinterlassenschaften der unmittelbaren Vergangenheit aufgreifen und damit auch die zentrale Qualität der materiellen Kultur vernachlässigen, ihre Mehrdimensionalität und ihre Funktion als Spur. Wenn wir davon ausgehen, dass Dinge eine basale Funktion in jeglicher Lebenswirklichkeit haben, ohne Dinge Leben also eigentlich nicht stattfinden kann, dann liegt es auch auf der Hand, dass Dinge für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedeutungen haben oder in unterschiedlichen Handlungskontexten etwas unterschiedliches bedeuten. Bei älteren Objekten ist man deshalb darauf angewiesen, diese Bedeutungen anhand von Spuren zu rekonstruieren. Bei Objekten der Zeitgeschichte steht dagegen das Erfahrungswissen der Nutzer für eine Analyse zur Verfügung.

Musealisierung der Zeitgeschichte – wohin?

Als sich 1991 Museumsfachleute aus Ost und West in Leipzig zum gemeinsamen Gespräch trafen, wurden die Folgen des politischen Umbruchs als ein konfligierendes Szenario zwischen Binnen- und Außensicht offenbar: Während sich die einen Gedanken machten, was vom musealen Erbe der DDR bewahrenswert sei, plädierten andere für eine Musealisierung ihrer materiellen Relikte. Einig waren sich die Diskutanten jedoch, dass es keine zentralstaatliche Perspektive auf die Geschichte mehr geben würde. Genau dies hatten Historiker vor dem Hintergrund der Debatten um das Deutsche Historische Museum und um das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland als Wiederbeginn einer Nationalgeschichtsschreibung befürchtet. Die 1990er-Jahre gestalteten sich demgegenüber jedoch anders – als offenes Diskursfeld, geprägt von Ausstellungen mit zeitgeschichtlichem Bezug, theoretischen Debatten um die Musealisierung der DDR, privaten Museumsgründungen und zivilgesellschaftlichem Engagement für die Errichtung von Gedenkstätten.

Musealisierung im öffentlichen Raum: Touristisches Hinweisschild am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden in Berlin, 2006. (© Andreas Ludwig)

Im Jahre 2004 wurden 356 Gedenkorte, Erinnerungszeichen, Gedenkstätten und zeitgeschichtliche Museen in Deutschland gezählt. Allein angesichts dieser Zahl kann mit Recht von einer Musealisierung der Zeitgeschichte gesprochen werden. Im Vergleich zu den Entwicklungen in den osteuropäischen Transformationsgesellschaften, in denen Gedenkstätten gegen die kommunistische Herrschaft zu dominieren scheinen, ist die Dichte und in Ansätzen auch die Vielfalt der hiesigen Geschichtslandschaft eindrücklich. Dennoch ist zu konstatieren, dass sich die meisten dieser Orte mit den Folgen der Diktatur befassen, jedoch nur wenige mit anderen Feldern wie der Wirtschafts-, Sozial-, Gesellschafts- oder Alltagsgeschichte.

Zugleich sind die Auseinandersetzungen um die Interpretation der Zeitgeschichte, gemeint ist hier die DDR-Geschichte, heftig, wie die Debatten um das Votum einer Expertenkommission zur Gründung eines "Geschichtsverbundes Aufarbeitung der SED-Diktatur" in den Jahren 2005/06 gezeigt haben. Insbesondere vor dem Hintergrund der Novellierung der Externer Link: Gedenkstättenkonzeption des Bundes gewinnt diese Debatte an Bedeutung, ging es doch vor allem um die Legitimität einer Einbeziehung der Alltagsgeschichte in die DDR-Aufarbeitung. In der Gedenkstättenkonzeption ist dies inzwischen verankert, doch die Tendenz der Hinwendung zur Politikgeschichte in den 2000er-Jahren im Bereich der Musealisierung der DDR bleibt dominant. Darauf deuten auch die Pläne zur Errichtung eines Museums des Kalten Krieges in Berlin hin. Jedoch wird jüngst das Ungleichgewicht zwischen den politikgeschichtlich arbeitenden Gedenkstätten und den eher alltags- und sozialgeschichtlich orientierten Museen benannt und die Museumslandschaft zur DDR kritisch reflektiert.

So bemerkenswert und positiv die unmittelbare Musealisierung der DDR im Sinne einer öffentlichen Auseinandersetzung über Geschichte auch zu sehen ist, so bleiben doch die Fragen, welche Geschichte auf lange Sicht musealisiert, das heißt auch durch Anlage von Museumssammlungen und den gewiss nicht unaufwändigen Kraftakt einer Musealisierung langfristig gesichert werden soll und auf welche öffentlichen Debatten man sich vorbereiten kann. Der Wandel des historischen Interesses und die damit immer wieder neu eingeforderte Aussagekraft von Museen sind offensichtlich, wie der Wandel der vergangenen 30 Jahre gezeigt hat. Jüngst gilt das Interesse vermehrt dem spezifischen Weg der DDR in eine Nachkriegsmoderne, dem internationalen Vergleich von Modernisierungs- und Konsumstrategien. Nach dem Schwerpunkt der Aufarbeitung der SED-Diktatur scheint sich damit ein weiterer Fokus anzudeuten. Musealisierung bedeutet in diesem Kontext, sich für künftige Entwicklungen offen zu halten.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Wolfgang Zacharias (Hg.), Zeitphänomen Musealisierung. Das Verschwinden der Gegenwart und die Konstruktion der Erinnerung, Essen 1990.

  2. Eine systematische Beschreibung dieser Prozesse bietet Friedrich Waidacher, Handbuch der Allgemeinen Museologie, Köln u.a. 1993.

  3. Hermann Lübbe, Der Fortschritt von gestern. Über Musealisierung als Modernisierung, in: Ulrich Borsdorf u.a. (Hg.), Die Aneignung der Vergangenheit. Musealisierung und Geschichte, Bielefeld 2004, S. 13–38.

  4. Zu dieser Debatte über industrie-, stadt- und alltagsgeschichtliche Museen vgl. Hermann Glaser u.a., Museum und demokratische Gesellschaft. Vorüberlegungen zum Konzept eines historischen Museums für Nürnbergs Industriekultur, Nürnberg 1979; Detlef Hoffmann u.a. (Hg.), Geschichte als öffentliches Ärgernis oder: ein Museum für die demokratische Gesellschaft. Das Historische Museum Frankfurt am Main und der Streit um seine Konzeption, Gießen 1974; Europa im Zeitalter des Industrialismus. Zur "Geschichte von unten" im europäischen Vergleich, Hg. Museum der Arbeit, Hamburg 1993.

  5. Wegweisend die Stauffer-Ausstellung in Stuttgart 1977 und die Preußen-Ausstellung 1981 in (West-)Berlin.

  6. Thema: Sammeln. Der Alltag, Nr. 73, Berlin 1996.

  7. Michael Rutschky, Wie erst jetzt die DDR entsteht. Vermischte Erzählungen, in: Merkur 49 (1995), S. 851–864.

  8. Stefan Ebenfeld, Geschichte nach Plan? Der Prozeß der Instrumentalisierung der Geschichtswissenschaft in der DDR am Beispiel des Museums für deutsche Geschichte in Berlin (1950–1955), Mag.-arb. Bielefeld 1999.

  9. Hermann Schäfer, Begegnungen mit unserer eigenen Geschichte. Zur Eröffnung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn am 14. Juni 1994, in: APuZ, 23/1994, S. 11–18; Christoph Stölzl (Hg.), Deutsches Historisches Museum. Idee-Kontroversen-Perspektiven, Frankfurt a. M./Berlin 1988.

  10. 40 Jahre SED – Tschüs SED. 4.11.89. Ausstellung der Initiativgruppe 4.11.89 im Museum für deutsche Geschichte, Berlin-Ost und im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Ausstellungskatalog, o. O. 1990; Georg C. Bertsch u.a., SED. Schönes Einheits Design, Köln 1994.

  11. Zur Definition einer sogenannten "Müllphase" bei der Musealisierung vgl. Michael Fehr, Müllhalde oder Museum: Endstationen der Industriegesellschaft, in ders./Stefan Grohé (Hg.), Geschichte-Bild-Museum. Zur Darstellung von Geschichte im Museum, Köln 1989, S. 182–196.

  12. Vgl. die halbjährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift des Vereins zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur "Illustrierte DDR-Rundschau".

  13. Andreas Ludwig, Zum Wandel lokalgeschichtlicher Museen in der ehemaligen DDR nach der Wende 1989, in: Bernd Faulenbach/Franz-Josef Jelich (Hg.), Probleme der Musealisierung der doppelten deutschen Nachkriegsgeschichte, Essen 1993, S. 93–101.

  14. Sabine Thomas-Ziegler, Alltagsleben in der DDR. Eine Ausstellung des Rheinischen Freilichtmuseums für Volkskunde in Kommern, in: Bernd Faulenbach/Franz-Josef Jelich (Hg.), Probleme der Musealisierung der doppelten deutschen Nachkriegsgeschichte, Essen 1993, S. 85–91; Monika Flacke, Alltagsobjekte der ehemaligen DDR. Zur Sammeltätigkeit des Deutschen Historischen Museums, in: ebd., S. 57–61.

  15. U.a. im Deutschen Historischen Museum "Lebensstationen in Deutschland 1900–1933" (1993), "Deutschland im kalten Krieg von 1945 bis 1963" (1993), "Auftrag: Kunst. Bildende Künstler in der DDR zwischen Ästhetik und Politik" (1995), "Parteiauftrag: Ein neues Deutschland" (1997), "Wolfsburg und Eisenhüttenstadt" (1997), "Bohème und Diktatur" (1997), "Parteidiktatur und Alltag in der DDR" (2007); im Haus der Geschichte entstanden "Markt oder Plan. Wirtschaftsordnungen in Deutschland" (1997), "Ungleiche Schwestern. Frauen in Ost- und Westdeutschland" (1997); "Künstliche Versuchung: Nylon – Perlon – Dederon" (1999); "Foto-Anschlag. Vier Generationen ostdeutscher Fotografen" (2002); "Drüben: Deutsche Blickwechsel" (2006).

  16. Mit bezeichnenderweise beziehungsreichen Ausstellungstiteln wie "Die andere Vergangenheit" (Stadtmuseum Dresden), "Es geht seinen Gang" (Stadtmuseum Leipzig) und "Gebeutelt im Labyrinth der Versorgungslücken" (Stadtmuseum Halle/S.).

  17. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur listete 2009 allein 64 Ausstellungseinträge auf ihrer Internetpräsentation. Thema war, im Gegensatz zu 1999, nicht der DDR-Alltag sondern die Friedliche Revolution. Vgl. als Beispiel für die intensive lokalgeschichtliche Aufarbeitung zur Ausstellung im Dresdner Stadtmuseum Holger Starke, Keine Gewalt! Revolution in Dresden 1989, Dresden 2009.

  18. "Wir sind das Volk!" Magazin zur Ausstellung Friedliche Revolution 1989/90, Hg. Kulturprojekte Berlin/Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin 2009.

  19. Andreas Ludwig, Alltagskultur der DDR. Konzeptgedanken für ein Museum in Eisenhüttenstadt, in: Bauwelt 85 (1994) 21, S. 1152–1155.

  20. GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung. Neue Ausstellung im "Tränenpalast", in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Museumsmagazin, 3/2011.

  21. Birgit Walter, Neun Jahre geschlossen. Ab 2014 zeigt die Kulturbrauerei eine Ausstellung über DDR-Kultur und Alltag. Seit 2005 sind die Räume zu, in: Berliner Zeitung, 30./31.7.2011; Geschichte und Konzept der Sammlung industrielle Gestaltung, in: Sammlung industrielle Gestaltung. Einblicke, Ausblicke, Berlin 1991, S. 8–33.

  22. Verein zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur, DDR-Museumsführer 2011 von Rügen bis zum Erzgebirge.

  23. Jörn Rüsen, Ansätze zu einer Theorie des historischen Lernens I: Formen und Prozesse, in: Geschichtsdidaktik 10 (1985) 3, S. 249–265; zu Lernprozessen auch in Museen und Gedenkstätten vgl. Heidi Behrens/Andreas Wagner (Hg.), Deutsche Teilung. Repression und Alltagsleben. Erinnerungsorte der DDR-Geschichte, Leipzig 2004; Heidi Behrens u.a. (Hg.), Lernfeld DDR-Geschichte. Ein Handbuch für die politische Jugend.- und Erwachsenenbildung, Schwalbach/Ts. 2009.

  24. Aleida Assmann, Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, Bonn 2007.

  25. Monika Deutz-Schroeder/Klaus Schroeder: Soziales Paradies oder Stasi-Staat? Das DDR-Bild von Schülern – Ein Ost-West-Vergleich, München/Stamsried 2008; vgl. zu den Ergebnissen Bodo von Borries, Zwischen 'Katastrophenmeldungen' und 'Alltagsernüchterungen'? Empirische Studien und pragmatische Überlegungen zur Verarbeitung der DDR-(BRD-)Geschichte, in: DA 42 (2009) 4, S. 665–677.

  26. Pierre Nora, Zwischen Geschichte und Gedächtnis: Die Gedächtnisorte, in: ders., Zwischen Geschichte und Gedächtnis, Berlin 1990, S. 11–33.

  27. Thomas Ahbe, Ostalgie als Laienpraxis. Einordnungen, Bedingungen, Funktionalität, in: Berliner Debatte INITIAL, 3/1999, S. 87–97; Daphne Berdahl, "(N)Ostalgie" for the Present: Memory, Longing, and East German Things, in: Ethos, 64 (1999) 2, S. 192–211; Eva Banchelli (ed.), Taste the East. Linguagge e forme dell' Ostalgie, Bergamo 2006.

  28. Charitiy Scribner, Requiem for Communism, Cambridge Mass./London 2003.

  29. Zu den Formen historischen Ausstellens vgl. Jana Scholze, Medium Ausstellung. Lektüren musealer Gestaltung in Oxford, Leipzig, Amsterdam und Berlin, Bielefeld 2004; Anna Schober, Montierte Geschichten. Programmatisch inszenierte historische Ausstellungen, Wien 1994.

  30. Mit Bezug auf den von Alf Lüdtke geprägte Begriff: Thomas Lindenberger, Herrschaft und Eigen-Sinn in der Diktatur, in: APuZ, 40/2000, S. 5–12; ders. u.a. (Hg.), Alltag, Erfahrung, Eigensinn. Historisch-anthropologische Erkundungen, Frankfurt a. M./New York 2008.

  31. Uta A Balbier et al., East German Material Culture and the Power of Memory. Bulletin of the German Historical Institute, Suppl. 7 (2011); Andreas Ludwig, Materielle Kultur, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 30.5.2011, http://docupedia.de/zg/Materielle_Kultur [6.10.2011].

  32. Hans Peter Hahn, Materielle Kultur. Eine Einführung, Berlin 2005.

  33. Katharina Flügel/Wolfgang Ernst (Hg.), Musealisierung der DDR? 40 Jahre als kulturhistorische Herausforderung, Bonn 1992.

  34. Vgl. u.a. James Sheehan, Zukünftige Vergangenheit. Das deutsche Geschichtsbild in den neunziger Jahren, in: Gottfried Korff/Martin Roth (Hg.), Das historische Museum. Labor, Schaubühne, Identitätsfabrik, Frankfurt a. M./New York 1990, S. 277–286.

  35. Gerd Kuhn/Andreas Ludwig (Hg.), Alltag und soziales Gedächtnis. Die DDR-Objektkultur und ihre Musealisierung, Hamburg 1997.

  36. Annette Kaminsky, Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, Leipzig 2004.

  37. Volkhard Knigge/Ulrich Mählert (Hg.), Der Kommunismus im Museum. Formen der Auseinandersetzung in Deutschland und Ostmitteleuropa, Köln u.a. 2005.

  38. Martin Sabrow u.a. (Hg.), Wohin treibt die DDR-Erinnerung. Dokumentation einer Debatte, Göttingen 2007.

  39. Vgl. die Beiträge in: Zeitgeschichtliche Forschungen 5 (2008) 2.

  40. Irmgard Zündorf, DDR-Museen als Teil der Gedenkkultur in der Bundesrepublik Deutschland, in: Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik. Jahrbuch für Kulturpolitik 2009, Essen 2009, S. 139–145; Katrin Hammerstein/Jan Scheunemann, Zwischen Leerstellen und Sammelwut. DDR-Geschichte in kommunalen und privaten Museen, in: Museumskunde 75 (2010) 2, S. 68–73.

  41. Katherine Pence, Paul Betts (eds.), Socialist Modern. East German Everyday Culture and Politics, Ann Arbor 2008.

Leiter des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR e.V., Eisenhüttenstadt.