Beleuchteter Reichstag

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23.4.2012 | Von:
Fabian Riedel

"Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten

Der Jurist Dr. Walter Neye (1901–1989). Eine Fallstudie

Die "Arisierung" der Gartenstadt Atlantic AG

Walter Neye wurde am 17. November 1933 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Gartenstadt Atlantic, einer Wohnanlage in Berlin-Wedding, die als Aktiengesellschaft firmierte, gewählt.[9] In den folgenden Jahren kam es zu einem Machtkampf um die Eigentümerschaft an diesem Wohnkomplex mit Lichtspieltheater, bei dem Neye seine Machtposition mit rechtswidrigen Machenschaften und unter Ausnutzung der nationalsozialistischen Rassenpolitik schamlos ausnutzte. Den Machtkampf gewann jedoch nicht Walter Neye, sondern der jüdische Filmunternehmer Karl Wolffsohn.

Karl Wolffsohn.Karl Wolffsohn (1881–1957), Aufnahme Ende der 1930er-Jahre. (© Institut für Zeitgeschichte)
Karl Wolffsohn, geboren 1881 in Wollstein/Posen, war unternehmerisch in der Film- und Kinobranche tätig. 1911 übernahm er in Berlin die Leitung des Verlages der Lichtbild-Bühne (LBB), der wesentliche Fachmedien der Branche publizierte. Der Verlag wurde 1936 von den Nationalsozialisten "arisiert".[10] Als enthusiastischer Kinoliebhaber baute Wolffsohn außerdem ein bedeutendes Privatarchiv mit umfassenden Beständen an Filmutensilien auf. Seine Filmbibliothek, damals die größte Deutschlands, wurde bereits 1927 der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Sieben Jahre später wurde das Archiv beschlagnahmt, Teile davon gingen in die UFA-Lehrschau auf.[11]

1919 gründete Wolffsohn mit acht weiteren Geschäftspartnern das Theater "Scala", das schnell zu einem über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Varieté wurde. Das Unternehmen baute 1929 den alten Berliner Ostbahnhof um und errichtete darin das imposante "Plaza"-Theater, welches 3.000 Zuschauer fasste. Ende der 1920er-Jahre traf die Weltwirtschaftskrise den im Aufbau befindlichen Konzern hart und bedingte unüberwindbare Zahlungsschwierigkeiten. Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten gerieten die jüdischen Eigentümer immer mehr unter Druck. Der Hauptkreditgeber, die Dresdner Bank, die aufs engste mit dem NS-Regime kooperierte[12], kündigte schließlich die Zusammenarbeit auf. Sowohl "Scala" als auch "Plaza" wurden "arisiert".[13]

Bereits seit 1928/29 hatte Karl Wolffsohn unter dem Namen "Lichtburg" eine Kinokette in Deutschland aufgebaut. Die Suche nach geeigneten Gebäuden, um Kinos zu betreiben, führte ihn in den Berliner Wedding, wo gerade der Wohnkomplex mit Ladengeschäften der Gartenstadt Atlantic gebaut wurde.
Lichtburg Berlin.Lichtburg Berlin, Postkarte aus den 1930er-Jahren.
Der mehrere Millionen Mark teure Bau wurde durch die Berlinische Boden-Gesellschaft (BBG) geplant und ausgeführt. Das Wohnprojekt war in den Jahren 1926–1929 von der Handelsgesellschaft Atlantic errichtet worden, die dazu die Gartenstadt Atlantic AG gegründet hatte. Im Dezember 1929 wurde die in die Wohnanlage "Atlantic" integrierte "Lichtburg" eröffnet, ein Vergnügungskomplex mit über 2.000 Sitzplätzen, Kino- und Varietétheater, Tanz- und Festsälen, Restaurants, Bars, Cafés, Kegelbahnen und Vereinszimmern. Pächter der "Lichtburg" wurde Karl Wolffsohn. Der langfristige, auf 50 Jahre abgeschlossene Pachtvertrag vom 22. Januar 1929 gewährte Wolffsohn weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten sowohl für den Bau des Lichtspielhauses als auch für dessen Betrieb.[14]

Hauptaktionär der Gartenstadt Atlantic AG wurde Anfang der 1930er-Jahre der jüdische Unternehmer Bernhard Sperber, der 1936 verstarb und von seinem Bruder Max Sperber beerbt wurde. Alleiniges Vorstandsmitglied der Gartenstadt Atlantic AG war seit dem 17. November 1933 der Bankier Wolf Freiherr von Massenbach. Der Aufsichtsrat bestand neben Walter Neye als Vorsitzendem aus seinem Schwager, Rechtsanwalt Schiller, und seinem Bruder Hermann Neye. Walter Neye ließ sich nach Bernhard Sperbers Tod 1936 von dessen Erben Max Sperber in Wien eine Vollmacht zur Wahrnehmung seiner sämtlichen Interessen in Deutschland erteilen.[15]

Bernhard und Max Sperber als natürliche Personen wie auch die Gartenstadt Atlantic AG als juristische Person befanden sich seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten Anfang 1933 in einer zunehmend bedrohlichen Zwangslage. Die Berliner Jüdische Gemeinde war mit ca. 160.000 Mitgliedern und ca. 28.000–30.000 jüdischen Betrieben zu dieser Zeit die größte Gemeinde Deutschlands.[16] Mit der "Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat" vom 28. Februar 1933 wurden mit einem Schlag sieben Artikel der Weimarer Reichsverfassung außer Kraft gesetzt und Übergriffe gegen "Staatsfeinde" reichsweit legalisiert. Am 7. April 1933 schuf die Reichsregierung unter Hitler mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" eine der zentralen legislativen Grundlagen für die direkte Diskriminierung jüdischer Bürger, indem der Begriff des "Nichtariers" erstmals definiert wurde. Insgesamt verloren durch die Bestimmungen des Berufsbeamtentumsgesetzes zwei Drittel der von den Nationalsozialisten als Juden bezeichneten Vorstandsmitglieder ihre Mandate in Berliner Aktiengesellschaften.[17] Mit dem Reichsbürgergesetz, das am 15. September 1935 erlassen und Teil der sogenannten "Nürnberger Gesetze" war, wurden Juden mit Wirkung ab dem 14. November 1935 ihrer bürgerlichen Rechte beraubt. Vorsorglich hatte der jüdische Eigentümer der Gartenstadt Atlantic bereits seit 1933 den Aufsichtsrat und den Vorstand der Aktiengesellschaft mit Nichtjuden und NSDAP-Mitgliedern, wie etwa Walter Neye, besetzt, um so behördlichen Eingriffen zu entgehen.

Gartenstadt Atlantic.Gartenstadt Atlantic, Anfang der 1930er-Jahre. (© Institut für Zeitgeschichte)
Die Grundstücke der Gartenstadt Atlantic waren mit Hypotheken der Wohnungsbaukreditanstalt (WBK), einer nationalsozialistischen öffentlichen Behörde der Stadt Berlin, belastet. Diese setzte die jüdischen Eigentümer mit immer schärferen Maßnahmen unter Druck, ihre Forderungen in Höhe von ca. drei Millionen Reichsmark zu erfüllen.[18] Walter Neye versuchte, sich diese Umstände zunutze zu machen. Anfang 1937 unterbreitete er dem Eigentümer der "Atlantic", Max Sperber, ein zweifelhaftes Angebot und drängte ihn, die in seinem Besitz befindlichen Aktien der Gartenstadt Atlantic "für höchstens einen Preis von 5 RM pro Stück" zu verkaufen.[19] Da sich ca. 95 Prozent der Aktien mit einem Wert von 951.000 Reichsmark bei dem Gesamtkapital von einer Million Reichsmark in den Händen Sperbers befanden, war das Angebot Neyes, höchstens insgesamt 5.000 Reichsmark zu bezahlen, lächerlich gering. Neye führte Sperber bei dem Treffen in Wien dessen Zwangslage als Jude mit rücksichtsloser Offenheit vor Augen. Insbesondere wies er ihn darauf hin, dass die WBK mit ihrer Forderung von ca. drei Millionen Reichsmark der Gartenstadt Atlantic "nur dann eine Weiterexistenz ermöglichen werde, wenn durch die Persönlichkeit der neuen Aktienbesitzer gewährleistet" sei, "dass die Interessen dieser Gläubigerin in jeder Hinsicht gewahrt" seien. Die WBK "lehne jedes Entgegenkommen ab und werde die Gesellschaft durch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zum Erliegen" bringen, "wenn nicht" Max Sperber sich von seinem Aktienbesitz trenne.[20]

Um seinen wertvollen, langjährigen Pachtvertrag über das Kinotheater "Lichtburg" zu retten und die Pläne Walter Neyes zu durchkreuzen, fuhr Karl Wolffsohn am 21. Februar 1937 nach Prag, wo er sich mit Max Sperber traf. Dort einigten sich beide, dass Wolffsohn das Aktienpaket für 20.000 Reichsmark kaufte und Sperber alle hierfür erforderlichen Erklärungen zur Tarnung der Transaktion abgab.[21] Der Verkauf war in Form eines Darlehens gekleidet, das ein amerikanischer Freund Wolffsohns, Ben Blumenthal, Sperber zinslos gewährte, während dieser gleichzeitig Blumenthal eine unwiderrufliche Option und ein Besitzpfandrecht an den Aktien zu Händen seines Bevollmächtigten Wolffsohn einräumte. Praktisch erlangte Karl Wolffsohn durch seine "Bevollmächtigung" eine eigentümerähnliche Rechtsstellung, während Max Sperber durch das sogenannte unverzinsliche "Darlehen" den Kaufpreis erhielt. Zu dem offiziellen Kaufpreis von 20.000 Reichsmark musste Wolffsohn noch weitere Forderungen Sperbers erfüllen, sodass er insgesamt über 45.000 Reichsmark für das Aktienpaket zahlte, mithin neunmal mehr als das Angebot Neyes und ein dem Wert des Aktienpakets entsprechender Preis.[22]

Am Tag darauf entzog Sperber, der empört war über das unangemessen niedrige Kaufangebot Neyes, diesem das Mandat in allen Angelegenheiten und übertrug es dem Rechtsanwalt Wolffsohns, Wolfgang Schirmer.[23] Damit gab Neye sich jedoch nicht zufrieden. Nachdem er vergeblich versucht hatte, Sperber unter Druck zu setzen, die Aktien nicht an Wolffsohn zu verkaufen und ihm eine neue Vollmacht zu erteilen, setzte er in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gartenstadt Atlantic eine Sitzung desselben für den 25. Februar 1937 an. Dabei wurde der alleinige Vorstand Wolf Freiherr von Massenbach, obwohl gesund und handlungsfähig, beurlaubt und für die Zeit vom 1. März bis zum 31. Mai 1937 Neye selbst als stellvertretendes Vorstandsmitglied bestellt. Die Delegation Neyes in den Vorstand wurde nicht in das Handelsregister eingetragen und war nach geltender Gesetzeslage rechtswidrig.[24]


Fußnoten

9.
Hans-Jürgen Wehner, Schriftsatz, 24.4.1951, IfZ, NL Karl Wolffsohn, ED 230, Bd. 32, Bl. 18.
10.
Gerwin Zohlen, Karl Wolffsohn: Skizze einer Figur im Halblicht, in: ders. (Hg.), Rudolf Fränkel, die Gartenstadt Atlantic und Berlin, Zürich 2006, S. 128f.
11.
Christoph Wilmer, Karl Wolffsohn, in: Zohlen, Fränkel (Anm. 10), S. 20f.
12.
Klaus-Dietmar Henke (Hg.), Die Dresdner Bank im Dritten Reich, München 2006.
13.
Jens Schnauber, Die Arisierung der Scala und Plaza, Berlin 2002.
14.
Pachtvertrag, IfZ, Nachlass Wolffsohn, ED 230, Band 16, Bl. 218 – 225.
15.
Wehner, Schriftsatz (Anm. 9), Bl. 19.
16.
Beate Schreiber, »Arisierung« in Berlin 1933–1945. Eine Einführung, in: Christof Biggeleben u. a. (Hg.), »Arisierung« in Berlin, Berlin 2007, S. 16, 19.
17.
Schreiber (Anm. 16), S. 19–24.
18.
Wehner (Anm. 9), Bl. 4–6, 20–22.
19.
Ebd., Bl. 11.
20.
Ebd.
21.
Ebd., Bl. 12f.
22.
Ebd, Bl. 16–18, 23f.
23.
Ebd., Bl. 19.
24.
Ebd., Bl. 21.

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