1952 erließ Erich Mielke, damals Staatssekretär im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die „Richtlinie 21“, mit der er anordnete, ehemalige Offiziere und Unteroffiziere der Wehrmacht, ehemalige Angehörige der „Geheimen Staatspolizei“ (Gestapo) und Offiziere der Abwehr als „geeignete Personen zu geheimer Mitarbeit“ anzuwerben. Ein Jahr später befahl Ernst Wollweber, damals noch der Minister für Staatssicherheit, eine systematische Erfassung „feindlicher Elemente“, wie zum Beispiel Offiziere, Funker, Fremdenlegionäre und aktive Faschisten, mit dem Ziel ihrer Rekrutierung als „Geheime Mitarbeiter“ (GM) oder als „Geheimer Informant“ (GI). So kam es, dass zum Beispiel in einer einzigen Abteilung der Bezirksverwaltung Leipzig des MfS neun ehemalige Offiziere der Wehrmacht arbeiteten, frühere Angehörige der SS, ehemalige Mitglieder von Nazi-Aufklärungs- und Abwehrorganen, ehemalige Nazis und anderer Nazi-Organisationen.
Eine interne Analyse der SED zur Lage im „Ernst-Thälmann-Werk“ in Magdeburg zeigte auf, dass sich ehemalige Nazis „auf allen einflussreichen Stellen des Betriebes, angefangen vom Werksdirektor, seinen Stellvertretern, den Direktoren, Assistenten, über den Dispatcher, Lohnbuchhalter und Oberbuchhalter bis zum Angestellten“ finden lassen. In einer Einschätzung über die Lage der SED hieß es 1953 zusammenfassend: „Charakteristisch für die Großbetriebe ist die Konzentration ehemaliger Faschisten und Militaristen“, auch von ihnen blieben viele durch das MfS erpressbar.
In der SED hatten 1954 republikweit, nach einer parteiinternen Analyse, circa 26 Prozent der Mitglieder eine Nazi-Vergangenheit. In der „Nationalen Volksarmee“ (NVA) waren nach einer Statistik des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) 1957 von den 16 Spitzen-Generälen fünf ehemalige Offiziere der Wehrmacht, davon hatten drei als Generäle für Hitler gedient. Ein Viertel aller Obersten bei der NVA hatten eine Karriere als Offiziere der Wehrmacht hinter sich gebracht.
Erich Wollweber, der damalige Leiter des MfS, meldete 1957 dem Sekretär des Zentralkomitees der SED (ZK) Erich Honecker, zur Lage der Betriebskampfgruppen: „Im VEB Warnow-Werft ist der Kommandeur einer Hundertschaft ein ehemaliger Obersturmführer der SA. Im VEB Papierfabrik Lunzenau sind von 51 Kampfgruppenmitgliedern 10 ehemalige Mitglieder der NSDAP. Im VEB Industriewerk Ludwigsfelde gehören 9 ehemalige Mitglieder der NSDAP, 1 ehemaliges Mitglied der Waffen-SS der Kampfgruppe an. Die Kampfgruppe des VEB Reifenwerk Berlin besteht zu 60 Prozent aus ehemaligen Nazis“.
Eine Brigade berichtete im Mai 1958 dem ZK der SED über das im Aufbau befindliche Kombinat „Schwarze Pumpe“ in Spremberg, dass es bei der Werksleitung und den Abteilungsleitern eine „Konzentration ehemaliger NSDAP-Mitglieder“ gegeben hatte.
Die Analyse der anti-faschistischen Erinnerungspolitik zeigt deutlich, in welchem Umfang die Führung der SED den Nazismus und die Nazi-Massenmorde, der Legitimation ihrer Macht untergeordnet hat. Nicht nur wurden einzelne Opfergruppen aus der offiziellen Erinnerung ausgeblendet, auch Fakten, Strukturen und Zusammenhänge wurden verkürzt und verzerrt dargestellt und in dieser reduzierten Perspektive musste die Frage nach der einst massenhaften Zustimmung für die Nazis weitgehend ausgespart bleiben.
Das Verhalten der Masse der Deutschen und ihr aktiver Anteil an der Eroberungs- und Vernichtungspolitik unter Hitler, etwa auch in der Wehrmacht, wurden nicht Gegenstand einer kritischen Analyse, denn sie galten seit den Zeiten von Thälmann und der KPD, ausschließlich als „Verführte‘“, aber nicht als Träger des Nazismus. Der „Anti-Faschismus“ kann aber nur dann eine erfolgreiche Perspektive einnehmen, wenn er seine sektiererische Geschichte und damit auch seine repressiv-herrschaftliche Instrumentalisierung schonungslos aufarbeitet und – über das „Anti“ hinaus – auf eine radikale Verteidigung der universellen Menschen- und Bürgerrechte verweist.
Der Anti-Faschismus der SED richtete sich „immer stärker gegen diejenigen, die ihn in den ersten Jahren nach 1945 verkörpert hatten und als staatstragende Ideologie verlor er zusehends seinen Rigorismus in der Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit. Als verbindliches Normen- und Wertegefüge spiegelte er die Welt- und Feindbilder einer kleinen Minderheit kommunistischer Funktionäre, die bis zum Ende der DDR als politische Klasse Staat und Gesellschaft dominierten.“
Verlässliche Genossen kommunistischer Schule brauchte die SED nicht auf allen Positionen. Im Verlauf von Diskussionen, wie die Berliner Bezirke neu zu verwalten wären, erklärte W. Ulbricht: „Der erste stellvertretende Bürgermeister, der Dezernent für Personalfragen und der Dezernent für Volksbildung – das müssen unsere Leute sein. Dann müsst ihr noch einen ganz zuverlässigen Genossen in jedem Bezirk ausfindig machen, den wir für den Aufbau der Polizei brauchen. […] Es ist doch ganz klar: es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Kurz vor der Gründung der DDR, im Juni 1948, erklärte W. Ulbricht in einem Zeitungsinterview: „Wir haben heute in der Sowjetischen Besatzungszone nicht wenige frühere aktive Nazis, die eine verantwortliche Arbeit leisten. Jedenfalls können sie bestimmte Leistungen aufweisen, was man von einigen Mitgliedern der Christlich-Demokratischen Union und Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands nicht sagen kann, die nach Washington und London schielen.“ [...].
Einen Lösungsweg bei der Analyse der Ursachen des Faschismus stellte die Forderung des Psychoanalytikers Wilhelm Reich dar, nach der „Enthüllung der irrationalen Natur der faschistischen Ideologie“. Reich hatte erkannt, dass „Faschismus nur der politisch organisierte Ausdruck der durchschnittlichen menschlichen Charakterstruktur ist, eine Struktur, die weder an bestimmte Rassen oder Nationen noch an bestimmte Parteien gebunden ist, die allgemein und international ist. (...) Der Faschismus ist eine internationale Erscheinung, die sämtliche Körperschaften der menschlichen Gesellschaft aller [Hervorhebung durch W. Reich, HW] Nationen durchsetzt“.
Diese auf der Psychoanalyse aufbauenden politischen Positionen wurden in der DDR nie anerkannt und diese Ablehnung hatte ihre historischen Vorläufer zum Beispiel bei der SPD oder KPD, denn die antiautoritären Schriften wurden bereits ab den 1930er Jahren militant bekämpft. In der 1933 veröffentlichten „Massenpsychologie des Faschismus“ beschreibt Reich die Sowjetunion: „Mit der Beseitigung individueller Kapitalisten und der Errichtung des Staatskapitalismus in Russland anstelle des Privatkapitalismus hat sich an der typisch hilflosen, autoritären Charakterstruktur der Menschenmassen nicht das geringste geändert [Hervorhebung von W. Reich, HW].“ Die Ursachen für diese Fehlentwicklung liegen auch in der schrittweisen politischen Integration der Arbeiterparteien in das bürgerlichkapitalistische Repräsentativsystem. Und schließlich fand in weiten Kreisen des Proletariats eine Verbürgerlichung der alltäglichen Lebensweise statt. Nach Reich wäre den Anti-Faschisten die Aufgabe zugekommen, zu erklären wie das „Proletariat zu entnebeln“ sei: „Die allererste Aufgabe der revolutionären Propaganda wäre die verständnisvollste Rücksichtnahme auf die Widersprüche im Arbeiter gewesen, auf die Tatsache, dass nicht etwa ein klarer revolutionärer Wille überdeckt oder vernebelt war, sondern das Revolutionäre in der psychischen Struktur teils unentwickelt, teils mit gegenteiligen reaktionären Strukturelementen durchsetzt war. Das Herausdestillieren der revolutionären Gesinnung der breiten Massen ist wohl die Grundaufgabe bei der Freilegung ihrer gesellschaftlichen Verantwortlichkeit.“
Auch der libertäre Sozialphilosoph Max Horkheimer wies daraufhin, „daß eine erfolgreiche antifaschistische Strategie nur dann möglich sei, wenn man sich nicht nur auf sozialökonomische und politische Faktoren in der Faschismus-Analyse beschränkt. Sie behandelten kaum problematisierte Elemente faschistischer Ideologie wie den Antisemitismus, die Propaganda, aber auch sozial- und nationalpsychologische Einflüsse.“ Bei Wilhelm Reich kommt noch hinzu, dass er aus der KPD 1933 wegen seiner politischen Inhalte ausgeschlossen wurde; drei Jahre zuvor war er bereits aus der sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) ausgeschlossen worden. Reich als auch Horkheimer mussten 1933 Deutschland verlassen und emigrierten in die USA.
Die Fragestellung nach der Form und dem Inhalt der Abwehr neofaschistischer beziehungsweise rassistischer Gefahren ist mit politischpsychologischen Fragestellungen zu verbinden, da diese Probleme zurückgehen auf das nicht oder nur ungenügend verarbeitete Trauma der Niederlage der bürgerlichen und proletarischen Kräfte gegen den Faschismus. Die kollektiven und individuellen traumatischen Erfahrungen dieser historischen Niederlage bestimmen Form und Inhalt der wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit dem Neo-Nazismus beziehungsweise Rassismus bis in die Gegenwart. Die in der Geschichte der Deutschen begründeten mentalen und emotionalen Unsicherheiten über den Misserfolg ihrer anti-faschistischen Anstrengungen ist, neben der faschistischen Gefahr an sich, das Hauptproblem. Einen gescheiterten Versuch diese Probleme zu lösen, stellt der Anti-Faschismus dar, der die Analyse der Ursachen des Hitler-Faschismus allein auf den politisch-ökonomischen Sektor reduzierte (Dimitroff-These), wo der Nazismus ausschließlich als eine „Verschwörung der Bourgeoisie gegen die revolutionären Massen wahrgenommen“ wird.
Die historischen Erfahrungen mit der Geschichte der DDR erlauben nicht nur konkrete Lernprozesse über den fehlgeschlagenen Versuch, Ursachen und Folgen des Nazismus aufzuarbeiten, sondern eben auch Einsichten über den Verlauf und das Scheitern der deutschen Kommunisten. In und mit der Pseudotheorie des „Marxismus-Leninismus“ gab es in der DDR kaum ein kritisches Verhältnis von Wissenschaft und Politik, also von Theorie und Praxis, als Ausdruck eines dialektischen Bewusstseins der Aufklärung, deren elementarer Bestandteil Vorstellungen über Demokratisierungsprozesse im Produktions- beziehungsweise Reproduktionsbereich bilden. Parteipolitisch domestizierte Wissenschaftler und pseudowissenschaftliche Parteipolitiker hatten außerhalb ihrer autoritären Grundeinsichten keine Konzepte für die Aufhebung des Anti-Semitismus oder Rassismus, denn seine Zweckmäßigkeit als Feindbild für die Festigung der Herrschaft der SED liegt zutage.
Die Führer der SED waren in der Regel ehemalige Häftlinge der Nazis oder Kriegsgefangene der UdSSR oder sie waren aus der westlichen oder östlichen Emigration zurückgekehrt. Diesen wenigen Frauen und Männer (Gruppe Ulbricht), denen die Führung der DDR übergeben wurde, standen Millionen ehemaliger Mitglieder und Sympathisanten Nazis gegenüber. Um den Staat etablieren zu können, brauchte die SED offensichtlich einen Modus Vivendi, um mit der, mit Nazismus und Rassismus kontaminierten, Masse der Ost-Deutschen umgehen zu können, ein ähnliches Dilemma, wie es sich auch im Westen unterInterner Link: Adenauer ergab. Aber nur dem wurde von der DDR propagandistisch vorgeworfen, ehemalige Nazis zu integrieren. Was in den eigenen Reihen diesbezüglich an Nichtaufarbeitung geschah und was das für Folgen hatte, fiel unter den Tisch.
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