Beleuchteter Reichstag

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25.7.2012 | Von:
Anke Fiedler

Mit dem Rücken zur Mauer

Wie die Bundesrepublik unerwünschte DDR-Berichterstattung unterdrückte

Kampf um die Informations- und Deutungshoheit auf deutschem Boden

Bis 1973 gab es keine fest akkreditierten, westdeutschen Korrespondenten in Ost-Berlin.[31] Die SED-Führung wollte es sich selbst vorbehalten, wen sie ins Land ließ und welche Informationen sie an die Öffentlichkeit gab. In der Bundesrepublik waren DDR-Korrespondenten zwar seit 1954 vertreten[32], aber auch hier setzten die Behörden neben der strafrechtlichen Verfolgung vor allem auf die Einschränkung des Informationszugangs. Der West-Berliner Bürgermeister Willy Brandt verfügte schon vier Tage nach Schließung der Grenzen, dass der ADN keine Westdienste und sonstigen Mitteilungen über das Senats-Presseamt mehr erhielt.[33] Als die Mitgliederversammlung der Bundespressekonferenz im Herbst 1961 eine neue Satzung auf den Weg brachte, die den Ausschluss aller DDR-Korrespondenten von der Bundespressekonferenz besiegelte, keimten erste Zweifel in Ost-Berlin auf, am Standort Bonn festzuhalten: "Sollte die Akkreditierung unserer Korrespondenten durch den Bundestagspräsidenten nicht erfolgen, wären die Möglichkeiten der weiteren Arbeit aufs äußerte beschränkt", hieß es in einem Bericht des Pressesektors der Abteilung Agitation: "Unter diesen Umständen wären unsere Korrespondenten faktisch vogelfrei und die Bonner Behörden könnten ihnen die Beschaffung von Informationen sogar als Sammeln geheimer Nachrichten auslegen".[34]

Obwohl den DDR-Journalisten bis in die 1970er-Jahre die Akkreditierung verweigert blieb, arrangierte man sich schlussendlich mit der neuen Situation. Das Bonner ADN-Büro meldete im Juni 1962, dass der Inhalt der Bundespressekonferenzen "nach übereinstimmenden Mitteilungen westlicher und ausländischer Korrespondenten noch flacher geworden" sei, da "die Ministerien dazu übergegangen sind, mit einem Kreis von vielleicht 10 bis 12 westdeutschen Spitzenjournalisten einen besonders engen Kontakt zu pflegen". Sollte in der Bundespressekonferenz doch ein "gewisser Zündstoff in der Luft" hängen, hätten sich der Herausgeber der "Bonner Korrespondenz" und die Korrespondenten des polnischen Zentralorgans "Trybuna Ludu" und des polnischen Rundfunks "als die zuverlässigsten Informanten erwiesen". Von den Bonner Parteien hielt das ADN-Büro nur zur DFU einen regelmäßigen Kontakt. Alle Versuche, mit den Pressestellen der CDU, der SPD und des DGB Kontakt aufzunehmen, seien hingegen "gescheitert".[35]

Auch an anderer Stelle ließ es sich die Bundesregierung nicht nehmen, Kontakte zu DDR-Journalisten zu blockieren: Als im Sommer 1964 sechs Chefredakteure auf Einladung der "Süddeutschen Zeitung" nach München reisten, meldete der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Erich Mende, "Bedenken" gegen einen Empfang durch die Stadt an. Der Münchner Oberbürgermeister sicherte zu, dem "Rechnung" zu tragen und die DDR-Journalisten folglich nicht zu sich ins Rathaus einzuladen.[36] Höchstproblematisch waren auch Leitungsschaltungen über westdeutsches Territorium. Als im Sommer 1961 die Radweltmeisterschaften in der Schweiz stattfanden, weigerte sich das westdeutsche Postministerium, "den für diesen Zweck von uns gewünschten Kabelweg zu schalten". Dies teilte Hermann Ley, Vorsitzender des Staatlichen Rundfunkkomitees, seinem Kollegen Reginald Grimmer, stellvertretender Leiter der ZK-Abteilung für Agitation, im August mit: "Dadurch sind wir gezwungen, den Weg Wien–Prag zu nehmen. Bei Weigerung der westdeutschen Bundespost, Transit-Leitungen aus den westlichen Ländern für die DDR auf den von uns gewünschten Wegen zu schalten, kann es passieren, daß Übertragungen politischer, kultureller und sportlicher Art nicht mehr möglich sein werden".[37]

Weitaus mehr Aufsehen erregte der von Walter Ulbricht am 25. April 1964 auf der II. Bitterfelder Konferenz eingebrachte Vorschlag, Blätter wie "Die Zeit" oder die "Süddeutsche Zeitung" in der DDR zu verkaufen, wenn dafür im Gegenzug auch das "Neue Deutschland" an den Kiosken in der Bundesrepublik vertrieben würde. Der Verkauf von ostdeutschen Presseorganen war im Westen nach Paragraf 93 des Strafgesetzbuches ("Herstellung verfassungsverräterischer Publikationen") verboten und konnte sogar zu einer Gefängnisstrafe führen. Das Kabinett der Bundesregierung beriet am 6. Mai 1964 in aller Ausführlichkeit über Ulbrichts Angebot. Innenminister Hermann Höcherl warf ein, "daß der angebotene Zeitungsaustausch nur ein erster Schritt auf dem von den Zonenmachthabern erstrebten Ziel sei, eine Aufhebung des KP-Verbotes zu erreichen". Bundeskanzler Ludwig Erhard konnte dem "Ulbrichtschen Angebot" zwar etwas abgewinnen, hegte aber Zweifel, "ob die Menschen in der Zone wirklich in den Besitz der Zeitungen aus der Bundesrepublik kämen". Besonders gefiel ihm der Gedanke, dass man einzelne Printausgaben den Paketen für Ostverwandte beilegen könnte.[38] Im Juni stimmte der gesamtdeutsche Ausschuss des Bundestages dann allerdings einstimmig gegen Ulbrichts Vorschlag, "da keine Gegenseitigkeit gewährleistet sei". Darüber hinaus hatte die SED-Führung zwischenzeitlich den "Abschluß eines Staatsvertrages" gefordert, der den Zeitungstausch regeln sollte, was von der Bundesrepublik strikt abgelehnt wurde.[39] Damit war das Thema vom Tisch.

Kampf um die Informations- und Deutungshoheit im Ausland

Der Wettlauf um die mediale Vorherrschaft spielte sich nicht nur auf deutschem Boden ab, sondern auch im Ausland. Im September 1961 teilte beispielsweise der Bagdader ADN-Korrespondent Jürgen Käding der Direktion in Berlin mit, dass der Presseattaché der bundesdeutschen Botschaft Artikel gegen den ADN und die irakische Nachrichtenagentur INA lancieren würde. "Es hat sich jetzt herausgestellt, daß sich die INA-Leitung gerade nach dem Erscheinen dieser Angriffe ostentativ entschlossen hat, den seit längerem schwebenden Vertrag mit ADN zu unterzeichnen", berichtete Käding. Die INA-Generaldirektion sei sogar an den Ministerpräsidenten herangetreten, der als "Quelle derartiger Schmierereien den Bonner Presseattaché genannt" habe. "Interessant" sei, so Käding, dass die Zeitung "Al Ahali", Organ der regierungsnahen nationaldemokratischen Partei, erstmals "das Schweigegebot durchbrochen und im Leitartikel faktisch die Ausweisung" des Presseattachés gefordert habe: "Das alles hat sehr dazu beigetragen, daß zur Zeit die allgemeine Haltung gegenüber der DDR wesentlich positiver geworden ist". Sogar sämtliche Meldungen für das Pressebulletin würde die irakische Zensurbehörde plötzlich genehmigen.[40] Der Bonner Presseattaché verließ tatsächlich wenige Wochen später das Land und wurde durch einen neuen ersetzt. Auch dieser startete laut Käding seine Tätigkeit in der Botschaft mit einer "umfangreichen Hetzkampagne" in Form eines "Berlin-Preisausschreibens", das im November 1961 in mehreren irakischen Zeitungen als ganzseitige Annoncen veröffentlicht wurde. Im Kopf zeigten diese "zwei Fotos aus Westberlin bzw. von unserer Staatsgrenze". Gefragt wurde unter anderem nach der "Gesamtzahl der Republikflüchtlinge" (mit "3,5 Millionen als 'richtige' Antwort"). Dem Sieger winkte eine Gratisreise in die Bundesrepublik. Käding berichtete, dass "die Sache" schon nach zwei Tagen "stillschweigend abgebrochen" worden sei. Es gelte als "sicher, daß dies auf Grund einer Intervention der irakischen Behörden geschah".[41]

Als die westdeutsche Botschaft im März 1962 ihren Presseattaché abermals austauschte, habe der Diplomat sogar als eine der ersten Maßnahmen der Zeitung "Al Mustaqbal", "die besonders im Herbst 1961 sehr pro-DDR war, ein monatliches Fixum von ID 600,– (etwa 6.500 DM) allein für die Unterlassung des Abdrucks von DDR- und pro-DDR-Material angeboten". Details seien nicht zu erfahren, kabelte Käding in die Heimat, aber auf jeden Fall sei in dem Blatt "seit einiger Zeit kein DDR-Material mehr gebracht worden".[42]

Auch wenn der Wahrheitsgehalt der mitunter seitenlangen Berichte des Bagdader Korrespondenten nicht mehr überprüft werden kann, so spricht dennoch vieles dafür, dass Kädings Beobachtungen kein Produkt der Fantasie waren, da ähnliche Zwischenfälle aus vielen anderen ADN-Büros gemeldet wurden. Ralf Bergemann, für den ADN in Beirut, musste im September 1961 beispielsweise gegen einen dpa-Korrespondenten ankämpfen, der ihn aus dem libanesischen Verband der Auslandskorrespondenten verbannen wollte. Der Vertreter von United Press International, Georges Bitar, zugleich Vorsitzender des Verbandes, teilte dem DDR-Kollegen mit, dass das Auftreten des dpa-Gesandten "auf einhellige Ablehnung des Verbandes" stoße. Bitar hatte sogar den Eindruck, dass dieser von der bundesdeutschen Botschaft "vorgeschickt" wurde.[43] Den dpa-Korrespondenten machte Bergemann zwei Monate später auch für eine Zeitungsente in der libanesischen Presse verantwortlich. In dem Artikel hieß es, dass die syrische Regierung das DDR-Konsulat in Damaskus in eine Handelsvertretung zurückverwandeln wolle, was keineswegs den Tatsachen entsprach. Aus Gesprächen, die Bergemann mit Offiziellen des syrischen Informationsministeriums führte, konnte er heraushören, "daß diese lancierte Meldung für die syrische Regierung recht peinlich war".[44]

Die westdeutsche Nachrichtenagentur hätte sich damit nicht zum letzten Mal auf unlautere Praktiken eingelassen. Am 13. April 1964 trudelte eine dpa-Depesche mit der Falschmeldung in den Redaktionen ein, dass der Erste Sekretär der KPdSU, Nikita Chruschtschow, gestorben sei ("Todesursache Leber-Zirrhose").[45] Die Agentur lieferte der DDR-Führung damit eine Steilvorlage, die prompt verbreiten ließ, dpa sei Mittel der "psychologischen Kriegsführung Bonns" geworden. Selbst der Deutsche Presserat in Bonn übte in einer Resolution Kritik an der Agentur. Die Moskauer Führung reagierte am 16. April mit der Schließung des dpa-Büros und der Ausweisung des Korrespondenten.[46]

Falschmeldungen führten auf beiden Seiten dazu, dass Journalisten zu personae non gratae erklärt werden konnten. Im November 1965 musste der ADN-Korrespondent in Nairobi, Dieter Dahlke, innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen, weil er ein Porträt über Kenias Präsidenten Jomo Kenyatta für das "Neue Deutschland" verfasst hatte, in dem auch ein Telegramm an Otto Grotewohl aus dem Jahr 1963 zitiert wurde. Das "ND" hatte das Datum aus "unverständlichen Gründen" einfach weggelassen, sodass "der Eindruck entstehen konnte, Kenyatta habe dieses Telegramm jetzt an die Regierung der DDR geschickt". Aus vertraulichen Quellen erfuhr die ADN-Leitung, "daß der Botschafter Kenias in Bonn in das Auswärtige Amt zitiert worden sei, wo man ihm ernsthafte Vorhaltungen wegen der Untätigkeit seiner Regierung gegenüber den Aktivitäten des ADN-Korrespondenten gemacht habe".[47] Damit war Dahlkes Schicksal besiegelt.

Das Auswärtige Amt spielte eine zentrale Rolle, wenn es darum ging, Druck gegen DDR-Journalisten aufzubauen. Im Oktober 1965 schickte der Bonner "ND"-Korrespondent Werner Otto eine vertrauliche Mitteilung nach Ost-Berlin, in der er berichtete, dass der sowjetische Botschafter in das Auswärtige Amt einbestellt worden sei. Grund dafür war ein Empfang der in Bonn akkreditierten ostdeutschen Korrespondenten anlässlich des 16. Jahrestags der DDR, an dem der Botschafter nebst seinem Personal teilgenommen hatte. Dem Schreiben ist auch zu entnehmen, dass die Bonner Regierung offenbar bereits im Jahr zuvor in einer Zirkularnote "eine Teilnahme ausländischer Diplomaten an 'demonstrativen Veranstaltungen der Zonenjournalisten' als unfreundlichen Akt gegenüber der Bundesrepublik" bewertet hatte.[48] Solche und ähnliche Zwischenfälle gehörten erst ab 1969 mit dem Wechsel zur sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt der Vergangenheit an.


Fußnoten

31.
Rolf Geserick/Arnulf Kutsch, Möglichkeiten und Behinderungen des Informationszuganges für westdeutsche Korrespondenten in der DDR seit 1972, in: Publizistik 29 (1984), S. 455–491.
32.
Fleischhacker (Anm. 25).
33.
Informationsbericht über eine Unterredung mit Senatsvertretern am 17.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/2.028/81, Bl. 50–52.
34.
Information des Pressesektors v. 16.10.1961, BArch, DY 30/IV 2/2.028/33, Bl. 222f.
35.
Informationsbericht über die Situation im Bonner ADN-Büro v. 20.6.1962, ebd., Bl. 46–50.
36.
129. Kabinettssitzung der Bundesregierung am 2.7.1964, [F], http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1964k/kap1_2/kap2_28/para3_6.html[23.5.2012].
37.
Ley an Grimmer, 11.8.1961, BArch, DY 30/IV 2/2.028/92, Bl. 30f.
38.
121. Kabinettssitzung der Bundesregierung am 6.5.1964, [H], http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1964k/kap1_2/kap2_20/para3_10.html [23.5.2012].
39.
126. Kabinettssitzung der Bundesregierung am 16.6.1964, [B], http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1964k/kap1_2/kap2_25/para3_2.html [23.5.2012].
40.
ADN-Bagdad an die Direktion, 12.9.1961, BArch, DY 30/IV 2/2.028/85, Bl. 88–90.
41.
ADN-Bagdad an die Direktion, 11.12.1961, ebd., Bl. 113–117.
42.
Informationsbericht ADN-Bagdad v. 19.3.1962, ebd., Bl. 148f.
43.
Abschrift ADN Beirut v. 17.9.1961, ebd., Bl. 201.
44.
Information zur westdeutschen Provokation gegen die konsularischen Beziehungen DDR–Syrien v. 10.11.1961, ebd., Bl. 217.
45.
Argumentationshinweise Nr. 52: 3) v. 14.4.1964, u. Nr. 53: Hinweise v. 15.4.1964, BArch, DY 30/IV A 2/9.02/115, n. pag.
46.
Michael Minholz/Uwe Stirnberg, Der Allgemeine Deutsche Nachrichtendienst (ADN). Gute Nachrichten für die SED, München 1995, S. 267f.
47.
Singer an Norden, 15.11.1965, u. Die Reaktion der Regierung Kenias auf die westdeutschen Intrigen gegen die Aktivitäten des ADN-Korrespondenten in Nairobi v. 1.12.1964, BArch, DY 30/IV A 2/9.02/41, n. pag.
48.
Informationsbericht Werner Otto v. 29.10.1965, ebd., n. pag.

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