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20.9.2012 | Von:
Julia Frohn

Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften 1945–1961

Ambitionen deutsch-deutscher Zeitschriften nach 1949

Trotz Währungsreformen und Staatengründung blieb die Situation der literarischen Zeitschriften zwischen 1949 und 1961 weitgehend ungeordnet. Bis auf die explizit politisch agitierenden Organe wurden in der Bundesrepublik Blätter mit programmatischer Verengung tendenziell vermieden – zu sehr noch klangen die Töne totalitärer, nationalsozialistischer Propaganda in den Köpfen von Herausgebern und Verlegern nach. So setzten nicht wenige literarische Zeitschriften in der Dekade vor dem Mauerbau betont auf Unparteilichkeit und Pluralität; ästhetische Inhalte mit anspruchsvollen Texten dominierten den kulturellen Zeitschriftenmarkt, der neben dem aufblühenden populistischen weiterhin bestand. In der DDR nahm die staatliche Lenkung des Zeitschriftenwesens sukzessive zu, die Zentralisierung des buchhändlerischen Gewerbes wurde paradoxerweise unter dem offiziösen Protest gegen die Spaltung Deutschlands durchgeführt. Literarische Zeitschriften wurden einerseits kulturpolitischen Institutionen unterstellt,[17] andererseits sollten sie programmatisch die "friedliche und demokratische Wiedervereinigung Deutschlands", die unter sozialistischem Vorzeichen Anfang der Fünfzigerjahre erklärtes Ziel der DDR-Politik waren, redaktionell vorantreiben.[18] Es fällt auf, dass trotz vereinzelter deutsch-deutscher Bemühungen in beiden Republiken kein einziges literarisches Blatt in ausdrücklicher Ost-West-Unität für einen breiten Leserkreis entwickelt wurde – der antikommunistischen Politik Westdeutschlands wäre zu dieser Zeit ein solches Organ eher zuwider gelaufen, aber auch seitens der DDR wurde trotz verschiedener Ansätze vorerst kein derartiges Projekt realisiert.

Dem Kiepenheuer-Verlagsarchiv in Leipzig zufolge gab es schon 1949 erste Ambitionen, im Kiepenheuer-Verlag eine Literaturzeitschrift in deutsch-deutscher Synopse herauszugeben. Ein freier Mitarbeiter, Klaus Hermann, monierte den fehlenden "Überblick über die gesamtdeutsche künstlerische und literarische Produktion" und warnte vor dem baldigen "Verfall der kritischen Maßstäbe beim Publikum und auch bereits bei einem Teil der Intelligenz." Während es Hermann zufolge in Westdeutschland genüge, derartige Verfallssymptome zu registrieren, sei es in der DDR eine "politische Frage ersten Ranges, ihnen entgegenzuwirken." Wie bei so vielen seitens der DDR gesteuerten deutsch-deutschen Projekten sollte der Fokus des Magazins, für das eine Auflage von 6.000 Exemplaren ins Auge gefasst wurde, jedoch nicht auf künstlerischer Vielfalt, sondern auf "Bevorzugung einer formal klaren und gestalteten Kunst" liegen, um "beim Publikum klare Gesinnung und Gesittung im Leninschen Sinne" zu wecken. Die "gesamtdeutsche Basis" wurde "durch Heranziehung westdeutscher Autoren (vor allem sozialkritische und friedensfördernde Literatur und Kunst)" angestrebt, um die "Darstellung der sich formenden neuen gesellschaftlichen Ordnung der DDR gegenüber Westdeutschland" zu ermöglichen. Trotz konkreter Gestaltungs- und Vermarktungsanregungen für das Magazin, das sich zum Ziel setzen sollte, "konsequent an der Entwicklung der unterentwickelten Leser" zu arbeiten, kam das Projekt jedoch nie über dieses Exposé hinaus.[19]

Zwei Jahre später, im Juni 1951, entwarf der "Deutsche Schriftsteller-Verband im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" einen "Plan für die Arbeit in Westdeutschland und Westberlin", der neben einer Intensivierung der Beziehungen zum westdeutschen "Schutzverband Deutscher Autoren" auch die Gründung eines "Herausgeberkollegiums [einer] gesamtdeutschen Literaturzeitschrift"[20] vorsah. Neben Johannes R. Becher, Bertolt Brecht und Anna Seghers sollten unter anderen Hermann Hesse, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin und Hans Henny Jahnn als Mitherausgeber gewonnen werden. Die Mitarbeit von Becher und Brecht, die (wie auch später bei den sogenannten "Donnerstags-Gesprächen"[21]) häufiger gemeinsam auf deutsch-deutscher Ebene agierten und schon während des Krieges kooperativ an Literaturzeitschriften wie "Das Wort" oder "Internationale Literatur" gearbeitet hatten, hätte – im Sinne der Becherschen Formel "Deutsche an einen Tisch" – eine relative Balance zwischen den beiden Seiten gewährleistet und möglicherweise dazu geführt, dass die Zeitschrift trotz Zugehörigkeit zum Schriftstellerverband nicht massiv propagandistisch agiert hätte. Die kollektive Herausgeberschaft mit Hesse und Döblin wäre zudem Beleg und vielleicht sogar Garant für einen ernstzunehmenden Dialog gewesen, wobei schon hier die Realitätsferne des Vorhabens offenbar wird: Hesse war schon 1951 von der Publikationspraxis in der DDR enttäuscht, die ein Jahr später im Raubdruck von "Unterm Rad" und "Peter Camenzind" kulminierte,[22] und auch Döblin, dem die Perspektive eines vereinten Deutschlands verbindlich geblieben war, frustrierte die Einengung durch den vorherrschenden Dogmatismus zunehmend, bis er 1953 seine Hoffnungen aufgab und Deutschland endgültig verließ.

Wie sehr diese Gründe den Ausschlag für das Scheitern des Vorhabens gaben, mag dahingestellt bleiben. Als maßgeblicher Grund trat hinzu: Für die westdeutsche Ausgabe der Zeitschrift wurden 30.000 DM West als Minimalfonds benötigt.[23] Selbst wenn diese Hürde noch zu nehmen gewesen wäre – auf Dauer war nicht daran zu denken, dass sich die proklamierte kulturpolitische Offenheit gegenüber den westdeutschen Autoren aufrecht erhalten ließ. Längst zogen sich tiefe Gräben durch das literarische Feld, diesseits und jenseits der immer wirksamer werdenden Trennlinie zwischen "Ost und West".

Ein erneut verlagsgesteuerter Vorstoß zur Gründung eines gesamtdeutschen Literaturmagazins, der bisher keine Beachtung in der Forschung fand, ging vom Verlag der Nation (VdN) aus. Seit den Weltjugendspielen 1951 in Ost-Berlin war der VdN von staatlicher Seite angehalten worden, westdeutsche Autorinnen und Autoren für das eigene Programm zu gewinnen;[24] im Zusammenhang mit dieser westdeutschen Ausrichtung wurde er Ende 1955 vom Amt für Literatur und Verlagswesen zur "Schaffung einer gesamtdeutschen Zeitschrift für das Lesepublikum" angewiesen.[25] Nachdem jedoch auch dieses Projekt keine Umsetzung fand, sollte einem Treffen zwischen dem Münchner Verleger C. A. Weber, Günter Hofé (zu dieser Zeit Erster stellvertretender Vorsteher des Leipziger Börsenvereins der Deutschen Buchhändler und Leiter des VdN) und Clemens Seifert, dem Leiter des Hauptreferats Literaturaustausch im Ministerium für Kultur,[26] ein weiterer, allerdings anders konzipierter Vorstoß folgen. Gegenstand der Unterredung im Mai 1957 war die Herausgabe einer Literatur-Korrespondenz, die, ausschließlich für Westdeutschland bestimmt, nur DDR-Literatur empfehlen bzw. rezensieren sollte. Das Vorhaben war bereits im Vorfeld autorisiert worden, sodass eine "grundsätzliche Zustimmung aller interessierten Stellen" vorlag. Die Deutsche Buch-Export und -Import GmbH, der VdN, die Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel und der zu dieser Zeit existierende Interzonenausschuss beim Leipziger Börsenverein sollten an Planung und Umsetzung des Projektes beteiligt sein, das letztlich durch C. A. Weber und die "Deutsche Woche" im Seeverlag, München, herausgegeben werden sollte. Ziel war es, die Zeitschrift mit dem vorgesehenen Titel "Die Rezension. Korrespondenz zur Förderung des innerdeutschen Literaturaustauschs" "in erster Linie den Kultur-Redaktionen der westdeutschen Tagespresse und literarischen westdeutschen Zeitschriften" zuzustellen und "diese zur Anforderung und Besprechung von Belegstücken anzuregen."[27] Da jedoch zeitgleich eine andere, ähnlich konzipierte Zeitschrift in ungleich stärkerer deutsch-deutscher Ausrichtung herausgeben wurde, blieb es auch hier bei der verständig erwogenen, aber nicht realisierten Idee.


Fußnoten

17.
Die verlagsinterne Zeitschrift "Aufbau" war ab 1949 kulturpolitische Monatsschrift im Sinne der SED, "Sinn und Form" unterstand ab 1950 der Akademie der Künste.
18.
Carsten Gansel, Parlament des Geistes. Literatur zwischen Hoffnung und Repression 1945–1961, Berlin 1996, S. 414.
19.
Sächs. Staatsarchiv Leipzig (SächsStAL), Bestand Kiepenheuer, 490.
20.
Gansel (Anm. 18), S. 390.
21.
Bei diesem Diskussionskreis, den der West-Berliner Arzt Ulrich Wallner zur Klärung deutschlandpolitischer Fragen mit Vertretern aus beiden Teilen des Landes frei für die Öffentlichkeit initiiert hatte, war Johannes R. Becher am 25.11.1954 überraschend und ohne Medienwirksamkeit aufgetreten. Eine Woche später standen sich in Anwesenheit von 50 westlichen Journalisten hochrangige Vertreter der jeweiligen Kulturpolitik im direkten Austausch gegenüber. Aus der Begegnung von Brecht, Becher, Wolfgang Harich, Ernst Bloch, Stephan Hermlin und Wilhelm Girnus mit Rudolf Schottlaender, Ernest Salter und Melvin Lasky ergab sich 1955 die Affäre um die fünf leere Seiten unter dem Namen Brechts in der Zeitschrift "Der Monat": Werner Hecht, Brecht-Chronik: 1898–1956, Frankfurt a. M. 1998, S. 1134.
22.
Vgl. Hesse an den Aufbau-Verlag im Mai 1952, in: Elmar Faber/Carsten Wurm (Hg.), "… und leiser Jubel zöge ein." Autoren- und Verlegerbriefe 1950–1959, Berlin 1992, S. 165.
23.
Gansel (Anm. 18), S. 391.
24.
Konzeptionen zur Entwicklung des Verlagsprofils 1959–1963, BArch DY 16/806.
25.
Amt für Literatur an Verlag der Nation, Betr. Literaturaustausch mit Westdeutschland, Berlin 31.12.1955, BArch DY 17/3062, Bd. 1.
26.
Aktennotiz, Betr. Literatur-Korrespondenz München, Unterredung im Verlag der Nation am 23.5.1957, ebd.
27.
SächsStAL, Bestand Börsenverein II, 1246.

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