Beleuchteter Reichstag

counter
20.9.2012 | Von:
Berthold Petzinna

Die Beobachtung
des westdeutschen Verlagswesens
durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR

Das Beispiel des Suhrkamp-Verlags

IV

In dieses Umfeld des Verdachts war auch die Beobachtung des Suhrkamp-Verlags und die seines Leiters eingebettet. Die Insider-Informationen von "Kant" flossen im Februar 1967 zu einem Personen- und Unternehmensprofil der HA XX, verfasst von Peter Gütling, dem MfS-internen Hauptakteur für die Beobachtung des Verlagswesens, zusammen. Die gebrochene und von Spekulation nicht freie Bilanz ist negativ, wobei auch der ökonomische Aspekt beachtet wird. Resümierend heißt es zum Verleger: "Obwohl die Person Unseld noch äußerst undurchsichtig ist, steht jedoch eines fest, daß er der DDR mit seiner Verlagspolitik und seinem Auftreten ständig ideologischen Schaden zufügt."[29] Zwar wird der Publikationspolitik im Suhrkamp-eigenen westdeutschen Insel-Verlag ein positives Zeugnis ausgestellt,[30] doch wird die regierungskritische politische Position Unselds in der Bundesrepublik wegen dessen Veröffentlichung von missliebigen Texten aus der Feder von DDR-Autoren als bloßes Manöver gewertet, "um sowohl bei den Verlagen, als auch bei den Autoren der DDR den nötigen Anklang zu finden und auch bei den staatlichen Organen der DDR kein Mißtrauen bei seinem Wirken in der DDR hervorzurufen." Unseld könne durch seinen Einfluß auf DDR-Autoren womöglich "eine wesentliche Stütze Bonns bei der politisch-ideol. Diversion gegen die DDR" sein.[31]

Die Rolle des Verlegers relativiert sich jedoch im Rahmen des Berichts stark, da der Schwerpunkt nicht auf dessen Person, sondern auf der Rolle vermeintlicher Einflussgruppen und Fremdinteressen in dem Frankfurter Unternehmen liegt. Zwei Faktoren stehen dabei im Zentrum der Mutmaßungen: die "Gruppe 47" und der Cheflektor Walter Boehlich. Boehlich war als Repräsentant Suhrkamps auf der Leipziger Buchmesse in der DDR kein Unbekannter. Vor dem Hintergrund seiner Kontakte in die DDR und des richtig beobachteten gespannten Verhältnisses zwischen dem Cheflektor und seinem Verleger gerät Boehlich dem Informanten "Kant" zum Mastermind einer nebelhaften Verschwörung. Vage heißt es hierzu: "Auf der Grundlage kleiner Begebenheiten und Äußerungen des BOEHLICH muß man jedoch annehmen, daß hinter ihm Personen oder Interessengruppen stehen, in dessen [sic!] Auftrage er eine sehr geschickte, gegen die DDR gerichtete Politik im Suhrkamp-Verlag betreibt und auch Unseld ständig auf diese Positionen hinführt bzw. auch gegen ihn bestimmte Maßnahmen durchführt."[32] Boehlich blieb kurzzeitig im Visier des MfS, doch erlosch das Interesse offenbar spätestens mit seinem Ausscheiden aus dem Verlag 1968.[33]

Komplizierter als im Fall der an Boehlichs Person geknüpften Phantasien liegt die Sache hinsichtlich der Bedeutung der "Gruppe 47". Die Verbindungen Suhrkamps und speziell Siegfried Unselds mit der literarischen Vereinigung um Hans Werner Richter waren in der Tat eng. Im Laufe der Jahre war es Suhrkamp gelungen, in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer Art Hausverlag der Autoren dieser die bundesdeutsche Literaturentwicklung mit prägenden Gruppierung zu avancieren.[34] Hans Werner Richters Literatenzirkel hatte zudem bereits Jahre zuvor die Aufmerksamkeit des MfS erregt. In einer ausführlichen "Einschätzung" der Gruppe vom November 1963 wird ihr für die Frühphase zwar ein progressiver Charakter attestiert, doch habe sich der Antikommunismus in den letzten Jahren in ihren Reihen verstärkt. Die zunehmende Verzahnung der als SPD-nah gewerteten Gruppe mit dem Verlagswesen der Bundesrepublik – nicht jedoch mit dem Suhrkamp-Verlag – wird bereits bemerkt. Zusammenfassend heißt es: "Auf Grund des vorliegenden operativen Materials kann eingeschätzt werden, daß die Gruppe 47 gegenwärtig ein aktives und wirkungsvolles Zentrum der politisch-ideologischen Diversion gegen die Kulturschaffenden der DDR darstellt. Die Arbeit der Gruppe 47 unterscheidet sich von anderen Zentren der politisch-ideologischen Diversion auf kulturellem Gebiet dadurch, daß einzelne Angehörige der Gruppe 47 direkt und individuell auch auf dem Territorium der DDR arbeiten."[35] Als aktiv in der Verbreitung von DDR-Literatur in der Bundesrepublik wird neben anderen Gruppenmitgliedern Hans Magnus Enzensberger genannt.

Aus der "Gruppe 47" spielte der Suhrkamp-Autor und zeitweilige -Lektor Enzensberger die prominenteste Rolle im Suhrkamp-Portrait vom Februar 1967. Offenbar sah "Kant" in Enzensberger – dem auch sonst, ebenso wie dem von ihm bei Suhrkamp herausgegebenen "Kursbuch" die Aufmerksamkeit des MfS galt – eine Art Rädelsführer von "Gruppe 47"-Mitgliedern und Suhrkamp-Autoren bzw. -Mitarbeitern, denen er noch Martin Walser, Peter Hamm und
Uwe Johnson am Bahnhof FriedrichstraßeUwe Johnson am Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin, Observationsfotos des MfS (© BStU, MfS, AP 14173/92, S. 118)
Uwe JohnsonUwe Johnson mit einer unbekannten Person in Ost-Berlin, Observationsfotos des MfS (© BStU, MfS, AP 14173/92, S. 119)
Uwe Johnson zurechnete. Dem Quartett, insbesondere aber Enzensberger galt der Vorwurf, den Verlag auf "politisch recht zweifelhafte DDR-Autoren" auszurichten.[36] Die Genannten – mit der möglichen Ausnahme von Hamm – waren seinerzeit bereits MfS-bekannt.[37] Die in ihrer Kohärenz und Handlungsfähigkeit maßlos überschätzte "Gruppe 47" geriet so in die Rolle eines Steuerungszentrums des Verlages, zum eigentlichen Akteur. Dazu hieß es: "Das Festlegen seines Verlages auf die literarische und politische Linie der 'Gruppe 47' hat Unseld jegliche politische und damit auch literaturpolitische Selbständigkeit genommen."[38]

Dieses Urteil hinderte das MfS nicht daran, auch den Verleger weiter im Auge zu behalten, zumal die Krise der Gruppe für einen Insider wie "Kant" 1967 offenkundig war.[39] Das Misstrauen blieb wach, auch wertete man die Position des Verlags deutlich auf: Er habe sich zu "einem monopolähnliche[n] Unternehmen" entwickelt.[40] Unseld erschien vor dem Hintergrund der PID als Träger der "Kontaktpolitik" und als Dirigent seiner Mitarbeiter und Autoren in diesem Sinne. In einem entgleisten Satz resümierte der MfS-Bearbeiter: "Nach den bekanntgewordnen Fakten ist der Verdacht berechtigt, daß durch den Suhrkamp-Verlag, geleitet von dem Dr. UNSELD und vermutlich unterstützt durch Bonner Regierungsstellen, eine gegen die DDR gerichtete subversive Tätigkeit zu organisieren trachtet." Weiterhin galt auch die Aufmerksamkeit des Informanten "Kant" seinem Frankfurter Verlegerkollegen. Vor dem Hintergrund der turbulenten Frankfurter Buchmesse 1967 und den Richtungskämpfen im dortigen Börsenverein[41] sprach ein weiteres Mal seinen – womöglich durch Konkurrenzmotive befeuerten – Argwohn aus. Bezogen auf Unselds Kritik am Kurs des Börsenvereins protokollierte Peter Gütling seine Quelle, "daß mit einer Ablösung des jetzigen Vorstandes des westdeutschen Börsenvereins durch Leute wie Unseld keinesfalls der negative Einfluss auf das Verlagswesen der DDR aufhören würde. Er schätzt eher ein, daß die Lage im Gespräch der Börsenvereine beider deutscher Staaten dann wesentlich komplizierter wird, da Unseld in seiner Politik von der möglichen Anerkennung der DDR ausgeht." Nach wie vor war Unseld "Kant" ein Rätsel: "Er kann sich kein klares Bild von Unseld machen und würde es durchaus für möglich halten, daß er auf der Linie der Wehnerschen Politik gegenüber der DDR marschiert."[42] Im Januar 1968 wurde schriftlich fixiert, GI "Kant" nicht allein auf Unseld anzusetzen: "Durch ständige Kontakttätigkeit ist der U. als Abschöpfungsquelle durch den GI auszunutzen. Richtung: Feststellung und Aufklärung der gegnerischen Absichten, unter Mißbrauch der kulturellen Beziehungen gegen die DDR vorzugehen. Aufklärung der nazistischen Einflüsse und der gegnerischen Kontaktpolitik im westd. Verlagswesen und der 'Gruppe 47' gegen die DDR."[43]


Fußnoten

29.
HA XX/1/II, Berlin, 20.2.1967. Suhrkamp-Verlag Frankfurt/Main. Dr. Siegfried Unseld, BStU, MfS, HA XX 11989 Bl. 42.
30.
Mit dem Verlag versuchte man eine Öffnung des literarischen Traditionsverständnisses zu kritischen Positionen, vgl. dazu die programmatische Erklärung in: sammlung insel. Die ersten zwölf Bände, in: Wolfgang Schopf (Hg.), "So müßte ich ein Engel und kein Autor sein". Adorno und seine Frankfurter Verleger, Frankfurt a. M. 2003, S. 522.
31.
HA XX/1/II, Berlin, 20.2.1967 (Anm. 30), Bl. 36.
32.
Ebd., Bl. 39.
33.
Siehe zu Boehlich allgemein und zu seiner Rolle bei Suhrkamp: Helmut Peitsch/Helen Thein (Hg.), Walter Boehlich. Kritiker, Berlin 2011.
34.
So urteilt z.B. Peter Michalzik: "Langsam verwandelte sich die Gruppe 47 in eine Suhrkamp-Veranstaltung.": Ders. (Anm. 2), S. 111.
35.
HA V/1/III, Berlin, 29.11.1963. Einschätzung der Gruppe 47, BStU, MfS, AP 14174/92, Bl. 38.
36.
HA XX/1/II, Berlin, 20.2.1967 (Anm. 30), Bl. 37.
37.
Siehe zu Walser BStU, MfS, HA XX AP 13720/92, zu Johnson u.a. MfS, HA XX AP 14173/92 u. 14174/92.
38.
HA XX/1/II, Berlin, 20.2.1967 (Anm. 30), Bl. 42.
39.
Vgl. HA XX/1/II, Berlin, 13.10.1967 (Anm. 26), Bl. 30.
40.
Abt. XX/1, Berlin, 17.3.1967. Operative Information 96/97. Einige Hinweise auf die Tätigkeit des Suhrkamp-Verlages in Frankfurt/M., BStU, MfS, HA XX 11989 Bl. 52. – Das Folgende ebd., Bl. 53.
41.
Siehe hierzu Claus Kröger, "Establishment und Avantgarde zugleich"? Siegfried Unseld und der Börsenverein des deutschen Buchhandels 1967/68, in: Ingrid Gilcher-Holtey (Hg.), Zwischen den Fronten. Positionskämpfe europäischer Intellektueller im 20. Jahrhundert, Berlin 2006.
42.
HA XX/1/II, Berlin, 24.11.1967. Treffbericht GI "Kant", BStU, MfS, AIM 9188/91, T. II, Bd. 4, Bl. 63.
43.
HA XX/1, Berlin, 22.1.1968. GI "Kant", BStU, MfS, AIM 9188/91, T. II Bd. 4, Bl. 89.

Publikation zum Thema

Ein Loch in der Mauer: Blick nach Ost-Berlin, Februar 1990.

Das Loch in der Mauer

Auch nach dem Mauerbau bestand ein innerdeutscher Literaturaustausch fort. Ein Kolloquium in Leipzig befasste sich mit der Mauer in der Literatur, mit Ablegern gleicher Verlage in Ost und West und der Beobachtung von Literaturkontakten durch die Staatssicherheit. Weiter...

Zum Shop

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Cover APuZ 35-37/2019

Das letzte Jahr der DDR

In der tradierten Erfolgsgeschichte von "1989" wird kaum abgebildet, dass der Ausgang der friedliche...

Wer wir sind

Wer wir sind

Der Umbruch war gewaltig, und er hat mehr und tiefere Spuren hinterlassen, als manche wahrhaben woll...

Coverbild Die Einheit

Die Einheit

Wie wurde die Einheit Deutschlands vertraglich vorbereitet? 170 Dokumente aus dem Auswärtigen Amt d...

Coverbild falter Geschichte der DDR

Geschichte der DDR

Von der Staatsgründung über den Mauerbau bis zur Wiedervereinigung: Die Zeitleiste macht die Gesch...

Herbst ´89 in der DDR

Herbst ´89 in der DDR

Kaum ein Ereignis in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat so viele Emotionen ausgelöst wie der "M...

Coverbild Geteilte Ansichten

Geteilte Ansichten

Jungen Menschen ist oft nicht (mehr) bewusst, dass Deutschland von 1961 bis 1989 geteilt war. Zuglei...

Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989

Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989

327 Männer, Frauen und Kinder aus Ost und West fielen während der deutschen Teilung dem DDR-Grenzr...

Coverbild 3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

Im Herbst 1990 wurde die DDR Teil der Bundesrepublik Deutschland. Doch was wuchs da zusammen? Warum ...

Stasi auf dem Schulhof

Stasi auf dem Schulhof

Die Bespitzelung der DDR-Gesellschaft durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) machte auch ...

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Der Tag in der Geschichte

  • 16./17. Dez. 1989
    Der außerordentliche Parteitag der SED (2. Session) setzt seine unterbrochenen Beratungen über die Existenzkrise der Partei und ihre Reform fort. Um ein Zeichen für den Neubeginn zu setzen, beschließen die Delegierten, den bisherigen Parteinamen mit dem... Weiter
  • 16. Dezember 1991
    Das Gesetz zur Verkehrswegeplanungsbeschleunigung verkürzt die Planungszeiten für Verkehrswege in den neuen Bundesländern und Berlin. Damit soll der Verkehrsnotstand beseitigt und zugleich der wirtschaftliche Wiederaufbau gefördert werden. Das... Weiter
  • 16. Dezember 1993
    Nach dem neuen Familiennamensrechtsgesetz haben Ehegatten verschiedene Wahlmöglichkeiten, ihren Familiennamen (Ehenamen) zu bestimmen. Die Befugnis zur nachträglichen Namenskorrektur wird befristet auf Altehen erweitert. Abkömmlinge können den Namen der... Weiter
  • 16. Dezember 1997
    Das Rentenreformgesetz 1999 ergänzt die Rentenanpassungsformel um einen demographischen Faktor unter Beibehaltung der Leistungsbezogenheit. Damit sinkt das Eckwertrentenniveau ab 1999 von 70 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens stufenweise auf 64... Weiter
  • 15./16. Dez. 1989
    Die CDU stellt ihren Sonderparteitag in Ost-Berlin unter das Motto »Erneuerung und Zukunft«. Sie distanziert sich vom »Sozialismus«, übernimmt als ehemalige Blockpartei aber Mitverantwortung für die Krise der DDR. Nach ihrer neuen Satzung strebt die CDU als... Weiter

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen