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Beleuchteter Reichstag

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25.7.2012 | Von:
Bernd Florath

War Robert Havemann ein Antisemit?

Anmerkungen zu Götz Alys Börne-Preisrede und anderen Früchten unkritischer Romanlektüre

IV.

Schauen wir genau hin: Hier schreibt ein Sohn an einen Vater. Hinter dieser banalen Feststellung verbirgt sich eine Beziehung voller Spannungen zwischen dem Provinzzeitungsredakteur Hans Havemann und seinem ihm intellektuell bereits zu diesem Zeitpunkt weit überlegenen Sohn Robert, zwischen dem pekuniär bis zur Erpressung operierenden Finanzier und dem mittellosen und zugleich bedürftigen, also abhängigen
Robert Havemann, 1920er-JahreRobert Havemann, Ende der 1920er-Jahre (© Robert-Havemann-Archiv)
Studenten, zwischen dem bildungsbürgerlichen Freund der Künste und der Künstler (darunter, wie schon erwähnt, auch der jüdischen) und dem dieser Kultur entstammenden jungen Wissenschaftler, den sein politisches Engagement inmitten der heftigen Konfrontationen der Weltstadt Berlin nicht nur an die Seite einer ihn faszinierenden Kommunistin, sondern auch auf die Seite der Kommunisten gezogen hatte. Der Vater droht, seinem Sohn die unverzichtbare finanzielle Unterstützung zu entziehen, wenn dieser nicht Finger und Herz von der kommunistischen Parteinahme und der militanten Freundin lasse. Die Angebetete hatte den Liebenden derweil schon verlassen, sein Engagement für den Kommunismus indes war geblieben. Genossen der Ex-Freundin baten ihn, einem illegalen Komintern-Emissär Quartier zu geben, das Havemann aus Überzeugung wie aus Verlegenheit über das entgegengebrachte Vertrauen auch stellte. Der illegal untergebrachte und verköstigte bulgarische Kominternmann hieß Vasil Tanev. Als der das illegale Quartier bei Havemann verließ, um nach dem Reichstagsbrand Kontakt mit seinen Genossen Georgi Dimitroff und Dimitar Popov aufzunehmen, wurde er unter dem Vorwurf der Brandstiftung verhaftet und angeklagt.

In dieser Situation droht Vater Hans erneut mit der Streichung der finanziellen Unterstützung, falls Sohn Robert seine kommunistischen Anwandlungen nicht beende und sich politisch wohlverhalte. Wir besitzen nicht die Briefe des Vaters. Auf ihren Inhalt können wir nur aus den Antworten des Sohnes und den Erinnerungen von Zeitzeugen schließen (zu denen der Enkel Florian, Geburtsjahr 1952, schwerlich zählt). Was politisches Wohlverhalten bedeutete, lebte Vater Hans ihm vor. Halb lässt er sich von der "nationalen Erhebung" einwickeln, halb schließt er sich ihr an und tritt opportunistisch in die NSDAP ein. Ein vom Horror vor dem kommunistischen Chaos getriebener Liberaler, dessen politisches Gewissen auf dem Feld der Märzgefallen dahinsank: Es würde schon nicht so schlimm kommen. Die antisemitischen Hitzköpfe der SA würden bald wieder unter Kontrolle genommen werden; das entgleiten zu lassen könne sich die neue Regierung nicht leisten, weil sie sich international blamieren würde. Man könne Hitler nicht für den Pöbel in seiner Bewegung schelten.

Die Haltung des Vaters war in dieser Zeit keineswegs randständig: "Die Verfolgungen sind meiner Meinung nach stark übertrieben worden. Zum großen Teil das Werk junger Burschen, denke ich. Und ich glaube, sie waren in drei oder vier Tagen beendet. […] ich bin überzeugt, […] daß Hitler für die ihm zugeschriebenen Abscheulichkeiten nicht verantwortlich ist."[19] So kommentierte Otto Hahn der amerikanischen Presse gegenüber, was an terroristischen Begleiterscheinungen der "Machtergreifung" die internationale Öffentlichkeit erschütterte. Hahn war im fernen Nordamerika ohne Möglichkeit, die Realitäten in Augenschein zu nehmen. Hans Havemann trat der NSDAP hingegen in Bielefeld bei. Die Tage zwischen Reichstagswahl am 3. März und Stadtverordnentenwahl am 12. März waren von Übergriffen Bielefelder Nazis auf Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter gezeichnet. Zeitungen seiner Stadt berichteten, wie SA und SS am 9. März 1933 auf dem Schillerplatz die Fahnen der Republik und der Sozialdemokratie verbrannten. Der Geist der "neuen Ordnung" zeigte sich für den Bildungsbürger und Redakteur Hans Havemann am folgenden Tage: Jetzt brannten auch in Bielefeld Bücher. Was wollte Vater Hans in dieser Partei, während er seinem Sohn Robert den Umgang mit Kommunisten verbot? Robert antwortete auf dieses Pharisäertum mit giftigem Sarkasmus, das liberale NSDAP-Mitglied Hans durch die Übernahme des nationalsozialistisches Radikalismus verbal in die Mördergrube seiner neuen politischen Heimat stoßend: "Ob es gelingen wird, den Juden ihre unrechtmäßigen Privilegien zu entreißen? Schließlich ist der Russe sogar mit der 'Bourgeoisie' in seinem Lande fertig geworden, ohne dass das Ausland ihn erfolgreich hätte boykottieren können. Ich glaube, dass dies der nationalen Bewegung in Deutschland mit der nötigen eisernen Energie auch in Bezug auf die Juden gelingen wird."[20]

Hier finden sich gleich zwei giftig gegen die spießbürgerlich geringgeschätzte terroristische Dimension der NS-Herrschaft gerichtete Spitzen: Erstens werde sich die NSDAP um das Echo der zivilisierten, bürgerlichen Welt auf ihre barbarischen Akte keinen Augenblick lang scheren, und zweitens beschränke sich deren Ignoranz bürgerlicher Respektabilität nicht auf die Entrechtung ihrer politischen Gegner in KPD und SPD, sondern richte sich überdies bereits jetzt besonders brutal gegen den – nach welchen Kriterien auch immer – als jüdisch definierten Teil des deutschen Volkes. Diese beiden Aspekte dürften Hans Havemann durchaus nicht behagt haben, selbst im Augenblick seines eher opportunistischen Parteieintritts. Mit ihrer Hervorhebung konnte Robert, die Motive seines Vaters gleichermaßen antizipierend wie verachtend, diesen verletzen und zugleich zur Fortsetzung finanzieller Unterstützung zwingen. Denn eine Zurückweisung der NS-getränkten Plattitüden hätte Vater Hans nur um den Preis NS-feindlicher, zumindest aber kritischer Argumente begründen können. Dazu wäre er in diesem Augenblick nicht in der Lage gewesen, ohne sich des eigenen politischen Opportunismus schuldig bekennen zu müssen.[21]

Ist denn der absichtsvoll gesetzte Kontrast zwischen der bildungsbürgerlich humanistischen Atmosphäre des Havemannschen Elternhauses und dem blutigen Ton des nun folgenden Satzes zu übersehen, mit dem Sohn Robert die politische blinde Ignoranz des Terrors der ersten Stunde dem Vater schreiend als Zustimmung zum Verbrechen vorbuchstabiert? – Nicht die gutbürgerliche, von Hans Havemann wohl geteilte Erwartung, Hitler werde die Exzesse seiner wildgewordenen Schlägertrupps wieder zügeln, sondern: "Deutschland erwartet doch heute von Hitler, dass er sein gegebenes Wort auch einlösen wird, auch wenn es Köpfe kosten sollte."[22]

Und nun setzt Robert Havemann zu seiner von Götz Aly als typischen Ausdruck des Antisemitismus zitierten Proportionsrechnung an. Er rechnet den Antisemitismus der Partei von Vater Hans in die Realität seines Studiums um. Dem Vater, der großen Wert auf den Fleiß und die Effektivität der wissenschaftlichen Arbeit des Sohnes legt, erklärt er, in seinem Institut gebe es "weit über 50% Juden […], d. i. die 50-fache Menge, als erlaubt sein sollte".[23] Man möge die Konsequenzen bedenken: Kein einziger seiner Lehrer, von deren Bedeutung für die Ausbildung des Sohnes auch Vater Hans überzeugt war, wäre geblieben. Robert Havemanns Promotion ohne die Doktorväter Herbert Freundlich und Georg Ettisch – unmöglich.

Es bleibt die These, auf die Aly in seinem Vortrag abhebt, selbst dann nicht überzeugend, wenn der von ihm zitierte Text Havemanns dessen eigene Auffassungen wiedergegeben hätte: Die Verdrängung seiner jüdischen Lehrer hätte ihm keinen Aufstieg erleichtert, sondern nur eine Verschlechterung der Lehre eingebracht. Es war nicht die Spekulation auf die freiwerdenden Lehrstühle, sondern die qualifizierte Fortsetzung seiner Studien, um die Robert Havemann fürchtete, als Fritz Haber, Herbert Freundlich und Michael Polanyi ihr Gehen ankündigten.

Im folgenden Brief an den Vater wird das noch deutlicher: "Haber, Freundlich, Polanyi usw. werden ja nun alle gehen und die Zukunftsaussichten für die Deutsche Kolloidchemie, die bisher fast ausschließlich von Juden betrieben wurde, sind recht düster. Man weiß bei uns jedenfalls nicht, wer als kolloidchem[ischer] Nachfolger Freundlichs in Frage kommt."[24] Und falls Aly selbst hier nicht zu erkennen vermag, wie Havemann die Zustimmung zum Programm der Nazis ad absurdum führt, möge er einen Blick in den Brief vom 14. Juli 1933 werfen, in dem Sohn Robert dem misstrauischen Vater Hans über den Fortgang der sich ihrem erfolgreichen Ende nähernden Studien mitteilt: "An Vorlesungen habe ich in diesem Semester nur belegt: Philosophie der Gegenwart, von Köhler."[25]

Nun war aber der Philosoph und Psychologe Wolfgang Köhler, Mitbegründer der Gestaltpsychologie, einer der wenigen deutschen Professoren, die 1933 öffentlich gegen die rassistische Politik des NS-Regimes protestierten. Seine Artikel in der "Deutschen Allgemeinen Zeitung" trugen ihm mehrfach Boykottaufrufe der NS-Studenten gegen seine Vorlesungen und Forderungen nach Schließung des von ihm geleiteten Psychologischen Instituts ein. Am 22. August 1935 gab er seinen Lehrstuhl in Berlin auf und emigrierte in die USA. Von Köhler war auch Havemanns Freund Alfred Sommer noch im Februar 1934 promoviert worden, bevor er Deutschland für immer verließ.

Götz Aly zitiert indes nicht jenen Satz aus dem Sohnesbrief vom 31. März 1933, der scheinbar im gleichen antisemitischen Naziduktus unmittelbar an die nicht fortgeführte Bemerkung über den Anteil von Juden im Institut anschließt: "Aber noch eins wollte ich Euch bitten, was mit der Politik zusammenhängt. Ich möchte in dieser Zeit nicht weiter unangemeldet in Berlin wohnen. Ich wohne doch hier in der Wohnung eines Juden, eines ehemalig russischen sogar und man kann womöglich in eine ekelhafte Lage kommen, denn wie sollte ich einen glaubwürdigen Grund für mein unangemeldetes Wohnen angeben können. Schickt mir also bitte umgehend meine Abmeldung, damit ich mich hier anmelden kann."

Die "ekelhafte Lage", von der er hier spricht, hebt nun keinesfalls auf die Nähe seines – Havemann verkneift sich zu erwähnen: kommunistischen – Vermieters Jakob Gingold ab, sondern auf eine sehr reale, dem Vater freilich vorenthaltene und mit der Politik zusammenhängende Gefahr: Havemann befürchtete, wegen der Unterbringung Vasil Tanevs von der Reichstagsbranduntersuchungskommission vernommen zu werden. Das sollte wenige Wochen später auch geschehen. Die Legalisierung seiner Wohnverhältnisse war daher in mehrerer Hinsicht dringend geboten. Der politischen Polizei gegenüber war die eigene Ahnungslosigkeit unter korrekten Meldeverhältnissen leichter vorzuspielen wie auch der Vermieter Gingold aus der illegalen Quartiermacherei herauszuhalten. Wie sollte er seinem Vater die plötzliche Eile für eine Ummeldung erklären, ohne Misstrauen zu wecken? Der Brief, in mehrerlei Hinsicht geschrieben in höchster Not, war, wie Harold Hurwitz vollkommen treffend festhielt, "Teil seiner Tarnung. Er täuschte eine nationale Gesinnung vor."[26]


Fußnoten

19.
Otto Hahn, Interview mit R. E. Knowles, in: Toronto Star Weekly, 8.4.1933, zit.: Ruth Lewin Sime, Otto Hahn und die Max-Planck-Gesellschaft. Zwischen Vergangenheit und Erinnerung, Berlin 2004, S. 9.
20.
Robert Havemann, Berlin, an Hans Havemann, Bielefeld, 31.3.1933, RHG, RH 1, Bd. 1.
21.
Vgl. Hurwitz (Anm. 7), S. 195–212.
22.
Ebd.
23.
Ebd. – Es sei nur am Rande vermerkt, dass diese Proportion eine absichtsvolle Übertreibung war.
24.
Brief v. 14.5.1933, ebd.
25.
Robert Havemann, Berlin, an Hans Havemann, 14.7.1933, RHG, RH 1, Bd. 1.
26.
"Er täuscht eine nationale Gesinnung vor". Harold Hurwitz zu den Vorwürfen gegen Havemann, in: Der Tagesspiegel, 24.11.2007, S. 6.

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