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29.11.2012 | Von:
Axel Zutz

Modern-postmoderne Landschaftsarchitektur im Zentrum der Hauptstadt –
der Gendarmenmarkt/Platz der Akademie

V.

1976 beschlossen der IX. Parteitag, das ZK und die Bezirksleitung der SED sowie der Magistrat von Groß-(bzw. Ost-)Berlin den Wiederaufbau des Platzes einschließlich der drei (eigentlich fünf) Solitärbauten und der historischen Platzwände auf dem barocken Stadtgrundriss. Im Auftrag des Magistrats vom 28. April 1976 wird klar vorgegeben: "Der Platzbereich, der, dem Schauspielhaus vorgelagert, die beiden Turmbauwerke einbezieht, wird durch seine klare Pflasterstruktur die historischen Bauwerke ohne die Anwendung anderer plastischer Elemente voll zur Wirkung bringen."[11] Dieser Beschluss markiert einen Wendepunkt in der städtebaulichen Zielstellung für den Platz, denn nach den Planungen im Geist der Nachkriegsmoderne, die nach Stalins Tod vom Neohistorismus befreit worden war, sollten das Block-Raster der Friedrichstadt aufgelöst, die drei Solitärbauten freigestellt, in Parks gebettet oder mit Schnellstraßen umgeben werden.[12]

Die "gesellschaftspolitische Zielstellung zur städtebaulichen Situation im Zentrum" besagte, dass "der sich immer stärker ausweitende Fußgängerstrom vom Alexanderplatz über den Marx-Engels-Platz (zentraler Kundgebungs- und Parkplatz, heute Schlossplatz), der Straße Unter den Linden bis zur Friedrichstraße […] die Voraussetzung für eine in diesem Sinne wirkende Kommunikationszone ersten Ranges" schafft.[13] Der neunte von zehn Planungsgrundsätzen forderte: "Die gesamte Platzfläche ist so zu gestalten, daß sie als Fußgängerbereich fungiert, den Architekturplatz mit seinen Monumentalbauten herausarbeitet und viele variable Nutzungsfunktionen im Sinne der gesellschaftspolitischen Zielstellung realisiert." Die Städtebauliche Konzeption sah vor: die "Bindung der Monumentalbauten zu einem weltstädtischen Architekturplatz […]. Im Bereich der Kirchenbauten wird der historisch wertvolle Baumbestand erhalten. Ein straff geordnetes Baumdach umschließt diese Bauwerke. Dadurch wird die Bindung der drei Monumentalbauten und die großzügige Architekturplatzgestaltung wesentlich unterstützt. Dieses wichtige gestalterische Element schließt den Platzbereich zur Charlottenstraße ab, schafft intime Binnenformen, die unterschiedliche Erlebnisbereiche innerhalb des Platzensembles ermöglichen und lässt die konsequente durchgängige Anordnung der Pflasterstruktur auch in diesen Funktionsbereichen zu. Daraus ergeben sich außer den großen gestalterischen Vorteilen vielfältige Möglichkeiten der Benutzung dieser Platzbereiche."

Gendarmenmarkt 1976Perspektive des Platzes der Akademie 1976 (© Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Studie, Berlin (O.) 1976, S. 18)
Der "Generalprojektant" oder auch "Komplexarchitekt" für den Platz war Manfred Prasser von der Aufbauleitung Sonderbauvorhaben im VEB Baumontagekombinat Ingenieurhochbau beim Magistrat von Berlin. (Prasser war in den 1950er-Jahren Architekt bei der Nationalen Volksarmee und beim Verteidigungsministerium der DDR gewesen und hatte in den 1970er-Jahren Entwurfsarbeiten für den Palast der Republik und in den 1980er-Jahren für den Friedrichstadtpalast, das Grand- und das Dom-Hotel vorgelegt.)[14] Entwurfsverfasser der Platzgestaltung von 1976 war der Landschaftsarchitekt Hubert Matthes, Leiter der Abteilung Grünplanung im IHB. (Matthes hatte 1952 am Wettbewerb für die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten in Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück mit Erfolg teilgenommen und war bereits 1960 bis 1962 mit Planungsaufgaben für das Berliner Stadtzentrum befasst worden.)[15] Ab 1980 übernahm der Landschaftsarchitekt Andreas Naumann, heute Professor für Landschaftsarchitektur an der Fachhochschule Erfurt, die Projektleitung für die Freiflächengestaltung.[16]

Im Vorfeld der Platzgestaltung Gendarmenmarkt gab es bereits eine Zusammenarbeit von Prasser und Matthes für die Neugestaltungen des Alexanderplatzes (1968, 2006 überplant) und den Park am Fernsehturm (1970, noch weitgehend unverfälscht erhalten, gegenwärtig jedoch in Überarbeitung). Diese offenen Stadträume der Nachkriegsmoderne bilden planungshistorisch die Vorläuferphase für den postmodernen Urbanismus, wie er sich nun am Platz der Akademie ausdrücken sollte.

1984 wurden die Querstraßen aufgehoben, das Platzniveau durch den Einbau von Treppenstufen vor allem im nördlichen Bereich vereinheitlicht und die Flächen mit Mosaiksteinplatten (gebrochene Natursteinwürfel in Beton) neu gepflastert, die Bausoldaten vorgefertigt hatten.[17]
Architektur, Stadtplanung, StadtentwicklungBaumscheiben und Pflaster, Skizze 1978 (© Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Dokumentation, Berlin (O.) 1978, S. 15)
Dem ganzen Platz wurde damit ein einheitliches Raster unterlegt, das sich wie der Vorgängerentwurf an den ionischen Schinkelschen Säulen über der Freitreppe des Haupttempels orientierte. Ziel war es, mithilfe dieser "feinen Linienführungen und Stufungen" dem Platz eine Maßstäblichkeit zu geben, die räumlich vermittelnd Orientierung verleiht und zugleich unterschiedlichste Nutzungen wie "politische und kulturelle Großveranstaltungen, beschauliches Verweilen, Ausstellungen. Basare usw." erlaubt.[18] Die zweiseitig symmetrische Komposition der drei Bauten wird jetzt erstmals verbunden durch eine einheitliche Platzgestaltung, die Gebäude präsentieren sich somit wie auf einem Tableau. Mit den umlaufenden Stufen und den an klassizistische Entwürfe David Gillys angelehnten Laternen gab Manfred Prasser dem Platz nach eigenen Worten eine "zärtliche Fassung".[19]

Gendarmenmarkt, Planung von Matthes, 1976Plan des Platzes und der Erdgeschosszonen, Hubert Matthes 1976 (© Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Studie, Berlin (O.) 1978, S. 23)
Die Rasterung der Platzoberfläche sollte auch die Grüngestaltungen strukturieren. So ergab sich die Idee der "Baumsäle". Hubert Matthes hatte sich diese als kastenförmig geschnittene Linden nach dem Vorbild der Brühlschen Terrasse in Dresden gedacht.[20] Er folgte damit einer Idee vom März 1859, als ein Berliner Bezirksvorsteher in einem "Circular" vorgeschlagen hatte, "unbeschadet des Marktverkehrs" Lindenalleen oder auch sogenannte "Lindenlauben" auf dem Platz anzulegen.[21]

Ausgeführt wurden die Baumsäle aber anders: Da 1984 in Ost-Berlin der Pflegeaufwand von geschnittenen Linden als zu hoch eingeschätzt wurde, wählte man stattdessen den Kugelahorn, der einen ganz anderen Habitus zeigt als die Linde. Er ist deutlich kleiner und in der Krone durch seinen kompakten Wuchs wesentlich dichter. Man findet solche kleinkronigen Bäume allerdings auch auf Fotografien vom Gendarmenmarkt aus der Zeit um 1870. Der Kugelahorn ist eigentlich ein richtiger Architekturbaum, wie in einer Kinderzeichnung ist er reduziert auf die Grundformen Stamm und Krone. In Ost wie West fand er in den 1980er-Jahren als zeittypische Modeerscheinung überwiegend Verwendung in Fußgängerzonen, Vorgärten, Altstadtbereichen, Kurparkanlagen, auf Dachterrassen, Parkplätzen usw. Er wird nur maximal vier Meter hoch, anders als die geplanten Kasten-Linden, deren Krone in drei Metern beginnt und die eine Höhe von sechs bis acht Metern erreichen.

Die Kugelahorn-Karrees wurden an der westlichen Nord- und Südseite des Platzes gepflanzt, abweichend zum Ursprungsentwurf von Matthes zog man sie an der Mohren- und der Französischen Straße bis an die Markgrafenstraße, also bis an die östliche Platz- und Schauseite vor und schränkte damit den Blick auf den Platz von den Seiten ein, schirmte ihn aber auch besser ab, denn an der Mohrenstraße gab es 1984 noch kein neues Gebäude (das spätere Dom-Hotel), und die Französische Straße ist eine stark befahrene Verbindung, die parallel zur Straße Unter den Linden verläuft.

Skizze Französische Straße 1978Skizze Französische Straße 1978 (© Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Dokumentation, Berlin (O.) 1978, S. 10)
Die Platz-Möblierung entwarf Andreas Naumann in klassizistischer Formgebung "à la Schinkel". Dabei wurden die Laternen, Bänke und Poller in gefärbtem und scharriertem Kieselbetonguss hergestellt. Für die Verhältnisse des Garten- und Landschaftsbaus der DDR war das eine sehr aufwändige Lösung. Die heute nicht mehr vorhandenen Baumschutzgitter und Palmetteneisenplatten (als begehbarer Schutz der Baumscheiben) stammten aus der berühmten Eisengießerei Lauchhammer. Zusätzlich wurden in späteren Jahren auf der Mittelfläche Bänke nach einem Entwurf von Fritz Kühn aufgestellt.

Während der 1980er- und 90er-Jahre gelang die Restauration und Rekonstruktion der drei großen Bauten des Platzes: 1983 wurde der Französische Dom wieder eröffnet, 1984 das von Prasser zum Konzerthaus umgebaute Schauspielhaus eingeweiht, 1996 der Deutsche Dom vollendet. Bis dahin blieb die südwestliche Platzecke mit dem Schnurbaum in ihrer Mitte von einem Bauzaun umgeben unzugänglich und ungestaltet.

Das Schiller-Denkmal, das 1936 abgebaut worden war und sich in West-Berlin befand – ab 1951 stand es am Lietzenseepark –, sollte Matthes zufolge nicht wieder aufgestellt werden, kam aber 1988 im Zuge eines gesamtstädtischen Denkmaltauschs wieder an seinen historischen Platz vor dem Schauspielhaus. Doch verzichtete man darauf, die übrige Platzsituation auf die Skulptur auszurichten. So nimmt sich die Plastik von Reinhold Begas etwas verloren aus: Immerhin, das "anachronistische Stadtmöbel" (Michael Bienert) erinnert an das Streben nach Einheit, Freiheit und Gleichberechtigung, darüber hinaus ruft es den ursprünglichen Auftrag des Musentempels ins Gedächtnis, "Nationaltheater" zu sein.

Gendarmenmarkt 1985Neugestaltete Platzfläche mit Kugelahornpflanzung, Mosaikbodenplatten und Laternen am Französischem Turm 1985 (© IRS Erkner/Wissenschaftliche Sammlungen)
Neben der Platzmöblierung geben auch die Fassaden der Neubauten, welche die Baulücken schließen, aus verspielt historisierenden Neorenaissance- und Neo-Jugendstil-Fertigteilen und kunstvoll ausgeschmückten Arkadengängen Auskunft über die Sehnsucht nach dem verlorenen historischen Berlin, an dessen Beseitigung der frühe DDR-Städtebau seinen Anteil hatte.[22] Mit den aufeinander abgestimmten, vielfältigen Nutzungen der Erdgeschosszone in Verbindung mit individuell gestalteten Eingängen, Passagen, Durchgängen und angrenzenden Höfen bildet der Platz einen Knotenpunkt des Fußgängerverkehrs, der weitaus mehr als die einmündenden Straßen umfasst. Der DDR-Städtebau entdeckte in der Gestaltungsaufgabe Gendarmenmarkt auch die Komplexität der Stadt des 18./19. Jahrhunderts wieder und baute sie sich nach einem modernen politisch-kulturellen Programm über Eigentumsgrenzen und historische Bauepochen hinweg neu wieder auf.


Fußnoten

11.
Zit.: Behr/Hoffmann (Anm. 3), S. 132.
12.
Vgl. Werner Durth u.a., Architektur und Städtebau in der DDR, Bd. 2, Frankfurt a. M./New York 1998; Simone Hain, Archäologie und Aneignung. Ideen, Pläne und Stadtfigurationen, Erkner 1996.
13.
Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Platz der Akademie Studie, Berlin 1976, S. 1. Das Folgende ebd., S. 2 u. 4.
14.
Vgl. Holger Barth, Manfred Prasser, in: Holger Barth/Thomas Topfstedt (Hg.), Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR, Erkner 2000, S. 174f.
15.
Vgl. Peter Fibich, Hubert Matthes, in: ebd., S. 154.
16.
In den zwei Publikationen der Senatsverwaltung zur Umgestaltung des Gendarmenmarktes fehlen diese namentlichen Angaben zu den Entwurfsverfassern aus der DDR-Zeit, die künstlerische Autorenschaft wurde damit anonymisiert: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Werkstatt, Kommunikation, Zukunft Gendarmenmarkt. Historische Entwicklung und heutiger Zustand, Berlin 2009; dass., Leitlinien und Strategien, Berlin 2010; auch unter www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/gendarmenmarkt/de/download.shtml [16.10.2012].
17.
Andreas Naumann, mdl. Auskunft. Diese Art Pflasterung befindet sich auch an anderen Stellen im Osten Berlins, so im Ernst-Thälmann-Park in Prenzlauer Berg und am Deutschen Theater in Mitte.
18.
Aufbauleitung Sonderbauvorhaben Berlin, Platz der Akademie, Freifläche und Erschließung Platz der Akademie, IVE Berlin I. Baustufe 1978, Dokumentation zur Investitionsvorentscheidung, Berlin 1978, S. 3f.
19.
Gespräche d. Vf. m. Hubert Matthes u. Manfred Prasser, Sommer 2010.
20.
Eine vergleichbare Gestaltung befindet sich an der Terrasse des Köpenicker Schlosses.
21.
Demps, Gensd'armen-Markt (Anm. 1), S. 351.
22.
Vgl. Florian Urban, Erker im Plattenbau. Die DDR entdeckt die historische Stadt, in: Frank Betker u.a. (Hg.), Paradigmenwechsel und Kontinuitätslinien im DDR-Städtebau. Neue Forschungen zur ostdeutschen Architektur- und Planungsgeschichte, Erkner 2010, S. 127–145.

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