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29.11.2012 | Von:
Tobias Michael Wolf

Bautyp DDR-Warenhaus?

Deutsche Warenhausarchitektur der Nachkriegszeit im Vergleich

III.

Für die DDR ist für die Mitte der 1960er-Jahre im Warenhausbereich ein deutlicher Umbruch nachweisbar. Dieser Einschnitt basierte auf mehreren parallelen Prozessen. Zum Ersten wäre hier die Reorganisation und Zentralisierung des Warenhaushandels vor dem Hintergrund der ökonomisch ausgerichteten Wirtschaftsreform (Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft/NÖS) zu nennen. Hinzu kam die Auswertung der seit Anfang der 1960er-Jahre eingeführten Funktionsablaufuntersuchung der Warenhäuser im Vergleich zum ost- und westeuropäischen Ausland, die als Grundlage der Neuerungen im Warenhausbau angesehen werden kann. Vorgesehen war zudem die zentrale Projektierung aller Bauten dieses Typs durch den Volkseigenen Betrieb (VEB) Leipzigprojekt.

Zum Jahresbeginn 1965 wurden die volkseigenen HO-Warenhäuser durch Beschluss des Zentralkomitees der SED und des Ministerrates der DDR zur Vereinigung volkseigener Warenhäuser "CENTRUM" mit Sitz in Leipzig zusammengeschlossen. Sie unterstand direkt dem Ministerium für Handel und Versorgung der DDR.[17] Gleichzeitig erging an den 1949 gegründeten Verband deutscher Konsumgenossenschaften seitens des Ministeriums für Handel und Versorgung die Empfehlung, ebenfalls eine einheitliche Struktur für die Konsumwarenhäuser zu schaffen.[18] Dies wurde zum Jahresbeginn durch Bildung des Zentralen Unternehmens (ZU) "konsument" mit Sitz in Karl-Marx-Stadt vollzogen. Mit dieser Zentralisierung des Warenhaushandels ging der Beschluss für ein Warenhausneubauprogramm einher.[19]

Der mit den Neubauplanungen für beide Ketten betraute VEB Leipzigprojekt zeichnete für die ersten drei Neubauten in Cottbus, Hoyerswerda und Schwedt sowie einen herausragenden Umbau des Warenhauses am Brühl in Leipzig verantwortlich. Diese ersten Bauten stellten Experimente dar, mit denen die Entwicklung eines typisierten Warenhauses auf Grundlage bestehender Bausysteme vorangetrieben werden sollte.

Allerdings konnten die damals bereits bestehenden Typisierungstendenzen im Rahmen des industrialisierten Bauwesens für den Warenhaussektor vor dem Hintergrund der bezirksgeleiteten Stadtplanungen nicht wirksam werden. Hatte es mit dem Leipziger Büro zunächst noch einen zentralen Projektierungsbetrieb für Warenhäuser gegeben, so wurde das Bauwesen in der DDR ab 1967 im Rahmen seiner Industrialisierung dezentral in bezirksgeleitete Baukombinate umgegliedert.[20] Da gleichzeitig zu wenige Warenhäuser je Bezirk geplant waren und die Rahmenbedingungen durch lokale städtebauliche Vorgaben abwichen, war keine Typenprojektierung möglich, wie sie etwa für Wohnbauten und Schulen seit den 1960er-Jahren funktionierte. In allen Bereichen des Bauens entstanden bezirksweise unterschiedliche Lösungen, beispielsweise bei Garagen und der Wohnungsbauserie 70. 1971 erfolgte im Warenhausbereich durch die VVW CENTRUM eine Festlegung auf einen Prototyp für große Warenhäuser mit 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche: Es handelte sich um das CENTRUM-Warenhaus für die Prager Straße in Dresden, das durch den ungarischen Projektierungsbetrieb AETV Budapest entworfen wurde. Die Wiederverwendung des Entwurfs in Jena und Erfurt scheiterte an der verzögerten Ausführung und der geänderten Wirtschaftspolitik unter der Führung Erich Honeckers.

Prägend für die Zeit des Warenhausbauprogramms war die Hinwendung zur bereits oben so genannten "Warenhauskiste", einem weitgehend fensterlosen Kubus mit ausgedehntem Rechteckgrundriss und großen Spannweiten. Dies setzte den Einsatz moderner Haustechnik voraus und bot den Vorteil flexibel nutzbarer Verkaufsflächen im Innern bei Ausschaltung störender äußerer Faktoren. Der Übernahme der geschlossenen Warenhausbox als Bauform für die Warenhäuser von CENTRUM und konsument in der DDR ging die Entwicklung dieser Bauform in Westeuropa und besonders der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre voraus. Dass die dortigen Bauten von den Verantwortlichen in der DDR durch Publikationen und/oder persönliche Betrachtung rezipiert wurden, ist anzunehmen. So weist eine Studie für den Umbau des Warenhauses am Leipziger Brühl von 1961 auf die Tendenz zur Ausführung geschlossener Fassaden hin.[21] Dem Beitrag ist eine Broschüre des westdeutschen Aluminiumverbandes beigegeben. In den Archivbeständen der VVW CENTRUM ist für 1966 die Reise einer Expertengruppe in die Bundesrepublik dokumentiert.[22] Eine Forschungsarbeit widmet sich aber erst 1969 dem Thema.[23] Gleiches gilt für einen Ost-West-Vergleich durch das Ministerium für Handel und Versorgung der DDR.[24]

Allerdings wurden bereits 1965 für die Warenhäuser in Hoyerswerda, Cottbus und Leipzig durch den VEB Leipzigprojekt geschlossene Fassaden entworfen. Auch die Aufgabenstellung für das CENTRUM-Warenhaus am Berliner Alexanderplatz von 1966 zeigt die Planung einer geschlossenen Netzfassade.

Der Architekt Josef Kaiser legte 1967 in der Zeitschrift "Deutsche Architektur" seine Überlegungen zur Gestaltung ausführlich dar.[25] In Verknüpfung der Nutzeranforderungen an möglichst geschlossene Außenwände zur flexiblen Gestaltung des Inneren mit den Auflagen des Brandschutzes hinsichtlich Belüftung und Platzierung der Fluchtwege sowie den gestalterischen Überlegungen für eine einheitliche Fassadenausführung ergab sich daraus die Ausführung einer vorgehängten Netzfassade aus Metall. Hinter dieser konnten Fluchtbalkons angeordnet, aber auch die notwendigen Öffnungen verdeckt untergebracht werden. Von diesem Zeitpunkt an wurden alle geplanten Warenhausneubauten mit nicht durchsichtigen Vorhangfassaden projektiert.

IV.

In der Bundesrepublik wurden für die Warenhausbauten aufgrund der angestrebten großen Stützweiten Stahlbeton- oder Stahlkonstruktionen angewandt.[26] Die quadratischen Stützenraster variierten zwischen 9,6 und zwölf Metern. In der DDR wurden ebenfalls unterschiedliche Bauweisen erprobt. Die ersten Warenhausneubauten in Cottbus und Hoyerswerda basierten auf der normierten Stahlbetonskelett-Montagebauweise SK Berlin mit Stützrastern von sechs auf zwölf Metern.[27] Für die Wände kam das nichttragende System mit einem Maximalgewicht von zwei Megapond zur Anwendung. In Suhl konnte durch die Weiterentwicklung der Montagebauweise mittels eines Unterzugs ein Raster von zwölf Metern erreicht werden.

Am Berliner Alexanderplatz kam eine andere Lösung zur Ausführung. Die monolithische Stahlbetonkonstruktion erhielt ein Stützenraster von 12,20 auf 12,90 Metern Achsmaß mit Unterzügen in Nord-Süd-Richtung. Als Aussteifung dienten die beiden Treppenhäuser. Vier Dehnfugen verliefen diagonal durch das Gebäude. Der Vorteil dieser Lösung lag in der Verwendung vorgefertigter und wieder verwendbarer Schalungen. In Schwedt wurde ein Neun-Meter-Raster in Form von Geschossrahmen als individuelle Lösung in monolithischem Stahlbeton ausgeführt. Dabei wich man von der Vorgabe des Ministeriums für Bauwesen und der Deutschen Bauakademie zur Verwendung des Systems SK Berlin ab. Als Begründung wurde die angestrebte geringere Verkaufsraumfläche angegeben, die ein kleineres Stützenraster erforderte. Dies entsprach ausdrücklich nicht den 1964 erarbeiteten und seit Anfang des Folgejahres verbindlichen "Grundsätzen der baulich-funktionellen Gestaltung neuer Warenhäuser", die ein größeres Raster forderten und bereits die in Hoyerswerda und Cottbus aufgrund der technischen Möglichkeiten gewählte Form als Ausnahme ansahen.[28]

Erst der Magdeburger Bau mit seinem für die DDR einmaligen Stahlskelett erreichte wieder die Vorgaben hinsichtlich des Rasters, verursachte dabei aber so große Probleme im Bereich des Korrosions- und Brandschutzes, dass die Bauweise für den Warenhausneubau wenig interessant wurde.

Einen Lösungsansatz stellte das bereits oben erwähnte Dresdner Warenhaus dar. Hier wurde die Deckenkonstruktion als gewölbte Kappe in der Form eines Rotationsparaboloids ausgebildet. Dadurch wirkte die Deckenkonstruktion selbst als Aussteifung, was die bisher notwendigen Unterzüge überflüssig machte und damit Konstruktionshöhe einzusparen half. Diese Neuerung basierte auf den neuen leistungsstärkeren Datenverarbeitungssystemen, die erstmals solche Berechnungen zuließen. Das Manko des Dresdner Systems lag allerdings in der Anlage der vertikalen Erschließungen am Rand des Gebäudes, die durch die Konstruktion bedingt war. Da diese als nachteilig empfunden wurde, bestanden in den 1970er-Jahren Bestrebungen der Warenhausunternehmen zur Entwicklung von zwei neuen Typenprojekten für große und kleine Warenhäuser, die anhand der damals geplanten Bauten in Schwerin und an der Leninallee in Berlin konzipiert werden sollten.


Fußnoten

17.
29. Sitzung des Präsidiums des Ministerrates der DDR v. 22.10.1964, BArch, DC 20/I/4, 1022, Bl. 36f, Pkt. 20; ebd., DC 20/I/4, 1025, Anl. 18; vgl. auch: Gerd Baron u.a., Warenhäuser. Entwicklung, Leitung, Organisation, Berlin 1966, S. 174f.
18.
ZK der SED, Protokoll der 5. Tagung des ZK der SED, 3.–7.2.1964, BArch, DY 30/2/1, 309, Bl. 274; Chronologie des Zentralen Unternehmens konsument, Vorbereitung zur Bildung des zentralen Konsum-Handelsbetriebes mit Beschluss Nr.46/64 des Vorstandes vom 28.9.1964, Zentralkonsum, Archiv Berlin. Vgl. auch: Baron u.a. (Anm. 17), S. 24.
19.
Warenhaus Cottbus, Zentralkonsum, Archiv Chemnitz, Bestand ZU alt, Nr. 109, S. 4; vgl. sonst auch: Horst Hufnagel, Warenhäuser. Entwicklung, Standortplanung, Städtebauliche Einordnung, Funktion und Gestaltung, Weimar 1970, S. 1 u. 71; Lothar Kwasnitza, Das Warenhauslager und sein Einfluss auf die Gestaltung des Warenhauses, Dresden 1972, S. 7f.
20.
Thomas Topfstedt, Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR, in: Holger Barth u.a., Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR, Dokumentation eines Sammlungsbestandes biografischer Daten, Erkner 2000, S. 18.
21.
Werner Prendel, Technologie für die Rekonstruktion des Konsum-Warenhauses, Leipzig "Warenhaus des Friedens", Berlin, März 1961, Zentralkonsum, Archiv Chemnitz, Bestand ZU alt, Nr. 93 Warenhaus Leipzig Am Brühl 1961–64.
22.
Bericht über eine Studienreise in die BRD 1966, StA-L, Bestand 20994, Nr. 1850.
23.
Architekten BDA Sommerfeld (VVW) und Kalmer (ZU), Forschungsprojekte Bau/Technik für Warenhausneubauten, Forschungsthema 2: Fassaden, 8.12.1969, ebd., Nr. 1761.
24.
Weltstandsvergleich des Ministeriums für Handel und Versorgung, Arbeitsgruppe Warenhäuser 1969, ebd., Nr. 85.
25.
Josef Kaiser, Warenhaus. Bemerkungen zur Integration architektonischen Entwerfens, in: Deutsche Architektur 16 (1967) 1, S. 38–43.
26.
Josef Kaiser, Warenhaus. Bemerkungen zur Integration architektonischen Entwerfens, in: Deutsche Architektur 16 (1967) 1, S. 38–43.
27.
Vgl. zur Bauweise SK Berlin: Frieder Sieber/Hans Fritsche, Bauen in der DDR, Berlin 2006, S. 49.
28.
Institut für Handelstechnik, Grundsätze der baulich-funktionellen Gestaltung neuer Warenhäuser, Berlin 1964.

Die Stabilität der Verbraucherpreise galt in der Wirtschaftspolitik Honeckers als unumstößlicher Grundsatz. Dennoch versuchten Wirtschaftsfunktionäre im Sommer 1979 mit zähneknirschender Duldung Honeckers, die Verbraucherpreise drastisch zu erhöhen. Welche Gründe veranlassten Honecker, diesem Experiment zuzustimmen und es in letzter Minute doch noch abzubrechen?

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