Beleuchteter Reichstag

16.9.2020

7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer?

Perspektiven direkt nach dem Fall der Mauer 1989 und 1991/92

Im ersten Moment herrschte Freude. Meinungsfreiheit und Reise- und Bewegungsfreiheit wurden bejubelt. Aber binnen kurzer Zeit wuchs auch Ernüchterung. Seidem ziehen Ostdeutsche eine differenzierte Bilanz, was Ihnen die Einheit wirklich gebracht - und auch genommen hat. O-Töne aus 1990 und 1991/92 im Vergleich

Mauerrest im Süden Berlins 1991 - es steht nur noch ein Gerippe.Mauerrest im Süden Berlins 1991. (© Holger Kulick)

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Gesellschaftspolitischer Hintergrund und Sprache

Für die Westberliner (-deutsche) hat sich im Prinzip nicht viel geändert – sie führen ihr Leben unter gleichen gsellschaftspolitischen Bedingungen fort. Das Grundgesetz von 1949 ist erfüllt: Deutschland ist wiedervereinigt (welch ein GLÜCK, diese Vollendung des Grundgesetzes!). Die Westberliner erleben den Mauerfall als Befreiung von dem Eingeschlossensein in Mauern. Sie fahren ins Umland, geniessen die Natur und den Freiraum der Lanschaft (siehe die Belege (f), (g) und (h)).

Für die Ostberliner (und die Angehörigen der ehemaligen DDR) gibt es dagegen zwei Zeitpunkte, die retrospektiv ganz unterschiedliche Bewertungen aufrufen. Unmittelbar nach dem Mauerfall herrschen Freude und Glücksgefühle über die neu gewonnenen freien Reise- und Einkaufsmöglichkeiten vor. NACH der offiziellen Wiedervereinigung in Form einer Art Anschluss der ehemaligen DDR an die ehemalige BRD (Änderungen im Grundgesetz) wirken die neuen Gesetze und Bestimmungen im gesamten sozialen Umfeld des Lebens: Arbeit, Krankheit, Kinderkrippen, Versicherungen, Schulwesen (u.a.). Niemand will wirklich zurück in die "alte" DDR. Viele erleben ihre eigene soziale Identität aber als beschädigt, der Habitus der Westdeutschen wird als hegemonial wahrgenommen. Sie wollen keine Bürger zweiter Klasse sein. Unter dem Druck der neuen Normen lebend, aber auch am Verlust des Verlorenen leidend haben viele die Hoffnung, dass sich das soziale Umfeld langfristig zu ihren Gunsten ändert (siehe Beitrag (e)). Ihre Einstellung ist idealtypisch ambivalent: einerseits, andererseits (siehe insbesondere Beitrag (d)). Viele Ostdeutsche/ -berliner konnten oder wollten nicht darüber öffentlich reden.

Vielleicht ist der 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Anlass mitzuteilen, was fehlt, irritiert, falsch gelaufen ist, was verändert und verbessert werden muss.

(a) Lore BW 17 Befreiung vom Zwang, seine Meinung nicht sagen zu dürfen

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Lore - Situativer Kontext und sprachlicher Kotext

Für Lore ist die Freiheit der Meinungsäußerung ein grosses Geschenk. Unter politischem Druck zu handeln hat sie mit "ohnmächtiger Wut" erlebt. Wie ausdrucksstark ist die Metapher vom Stein, der ihr vom Herzen fällt! Und das Wort "Wahnsinn" unterstreicht die nicht eingrenzbare positive Dimension der gerade gewonnen Feiheit.

Ausschnitt des Interviews mit Lore und Transkription

45 LORE
Lore (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

….machtn umfragn von drübn warn die * machtn umfragn * mh * was man so empfindit was man erwartet * und und * konnte immer im immer nur dasselbe sagn

(2.3) (3.0) daß ich mich also * naja freude * dis is is is (0.3) son * son plakativer ausdruck * kann man eigentlich jar nich richtich beschreibm * ähm * all die argumente die wa immer * äh * mh * genannt ham * warum wa eigentlich * naja sagn wa mal nich raus wolltn aber die verän die ver verhältnisse verändert ham wolltn * die sind plötzlich einjetretn ja^ * plötzlich äh * durft ick den leutn erzähln^

(2.0) wat ick nich jut finde ja^ * wat ick in mich hineinjefressn habe sonst * oder wat ma nur in soner kleen nische eben * äh * besprochn ham * aber eigentlich nur in ohnmächtiger wut * ähm * dit fiel allit * wien sch stein * ick muß die füße zur seite nehm damit se nich zerquetscht werdn so groß is der stein der also aus (0.2) mir vom herzn fiel ja^ ((Ausatmen)) (3.0) war wahnsinn äh

(b) Maria BW 15 Umdenken ist ein langwieriger Prozess

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Maria - Situativer Kontext

Maria (Lehrerin) tut sich schwer mit der Anpassung an die geltenden sozialen Bedingungen des neuen Staates. Direkt nach dem Mauerfall hat sie erstmal gar keine spezifischen Erwartungen an die neue Gesellschaft. Sie brauchte dann eine längere persönliche "Auszeit", um Abstand zu ihren tief sitzenden sozialistischen Routinen zu gewinnen. Schließlich bekommt sie durch Unterrichtsbesuche in Westberlin neue Anregungen, die sich offenbar (positiv) bewähren.

Ausschnitt des Interviews mit Maria und Transkription

Maria (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

(….) nach dem neunten november muß ick sagen hatt ick jar keene erwartungshaltung * erstmal hab ick jesehn daß bei mir allet den bach runterjegangen is und nu hab ick erstmal versucht meine innern verhältnisse innerlich in mir zu ordnen^ und * habe dann eigntlich dit umfeld in angriff jenommen nachdem ick dann nach drei wochen einjermaßen mit mir halbwegs klar jekomm bin hab ick mir also mein umfeld betrachtet ehm (2.0) sprich daß meine unterrichtsarbeit * ne wendung erfährt * denn unsre lehrpläne warn ja doch n bißchen eng gefaßt jewesen von ner * grundmethodik her war et sehr gut^ aber von der freien methodik hatten wir ebend wenig freiraum * und dit war also die sache die ick im westteil der stadt lernen konnte^ daß also ne jewisse freiarbeit auch wat bringt * da bin ick dann zu weiterbildungen in den westteil marschiert und habe mich dort bilden lassen und habe versucht dort mein nachholebedarf aufzuholn^

(c) Lena BW 16 (Osten) Nach der Euphorie der Kater: "Besuchsrecht" reicht, die Mauer kann bleiben

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Lena - Situativer Kontext (direkt nach dem Mauerfall)

Auch Lena ist von dem hier und JETZT des Mauerfalls erstmal völlig absorbiert. Dieser erste Moment war so mächtig, dass es kaum andere Erwartungen gab. Offenbar im Bewusstsein der vielen schlechten wirtschaftlichen Nachrichten in den ersten zwei Jahren der Wiedervereinigung ("Treuhand") würde ihr ein "Besuchsrecht" im Westen reichen, d.h. unkompliziert Besuche im Westen machen zu können so wie wenn man jemanden im Krankenhaus besucht und nachher wieder nach Hause geht. Die Mauer könnte ruhig bleiben.

Ausschnitt des Interviews mit Lena und Transkription

Lena (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0014 OL
und welche erwartungen hattest du eigentlich als du das gehört hast * das nun * allet besser wird oder^ (3.0)

0015 LENA
nee * eigentlich erwartungen hab ick jar keene jehabt * ick hatte eigentlich nur jedacht * wenn ick jetzt dat geld habe * denn kann ick * mir schöne sachen koofen^ * für die kinda weeß ick schönet spielzeug* und die kinder schön kleiden * und kann mal dahin reisen und hierhin reisen * aber äh an soziale sachen so * allet andre * hab ick im ersten moment übahaupt nich jedacht *

0016 OL
na ja bloß wir hatten ja zuerst ooch bloß hundert mark^ da war dit ja

0017 LENA
na ja denn jeht dit natürlich nicht

0018 OL
da war das ja mit dem geld noch gar nicht abzusehen * ick meine jetzt so im ersten moment^ * als: du gehört hast die mauer is * geöffnet

0019 LENA
da war mein erster jedanke nur * jetzt ist alles wieder eins * wir könnn also hin und her^ * können jeden besuchen * an mehr hab ick nich jedacht (2.0) konnte mir ooch nich vorstelln^ * daß die mauer irgendwie richtig vaschwindet * sondern daß das imma nur so wie son besuchsrecht ist * als wenn ick ins krankenhaus jemand besuchen jehe * und wieda zurückkann *

0020 OL
das im prinzip allet so beim alten bleibt * ja^

0021 LENA
ja * hätte mir ooch völlig jereicht *

(d) Lena BW 16 Osten Jeder auf seine Seite

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Lena - Situativer Kontext 1991

Ein klares Urteil nach etwa zwei Jahren Wiedervereinigung: Die sozialen Einrichtungen in der ehemaligen DDR und die damit verbundene soziale Sicherheit werden besser bewertet als die materiellen Vorteile in der "westlichen Welt". Die neue Währung und die "Freiheit reisen zu können" sollen aber auf jeden Fall beibehalten werden – im Übrigen könnte die Mauer durchaus bleiben. Soziologischer Leuchtturm: jeder (=West wie Ost) soll auf "seiner Seite" bleiben. Im Sinne der lebensweltlichen Soziologie (Alfred Schütz/Thomas Luckmann (1994), Strukturen der Lebenswelt, Suhrkamp: Frankfurt a.M.) ist die soziale Identität fest an einen ORT gebunden.

Lenas Bewertungen machen deutlich: die euphorischen Erwartungen rund um den Mauerfall wurden durch den Abbau der sozialen Sicherheit und den Ausverkauf der DDR-Betriebe in den ersten zwei Jahren der Wiedervereinigung (= Arbeitslosigkeit!) zutiefst enttäuscht.

Ausschnitt des Interviews mit Lena und Transkription

Lena (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0079 OL
wie siehst du denn nach vier jahrn jetzt die ereignisse von neunundachtzig^

0080 LENA
(2.0) tja also für uns persönlich für meine familie hat dit ja eigntlich nur * negative sachen gebracht (3.0) und wir ham ja auch viele gute dinge die wir hatten^ wir unser sozialet netz wat wir hatten verzichten müssen ne^ * mir gefällt dit zum beispiel nich mit den krankenscheinen * die regelung dat * sagt mir also überhaupt nicht zu (4.0) ach weeßte manchmal hab ick ja schon jesagt die könnten die mauer wieder zumachen (0.6) jereist bin ick noch nicht * dit geld lassen so daß wir überall hinreisen könn uns die möglichkeit lassen aber jeder auf seine seite (2.0)

(e) Peter BW 28 (im Osten aufgewachsen, nach Westberlin ausgereist)

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Peter - Situativer Kontext

Peter ist im Osten aufgewachsen, aber vor dem Fall der Mauer nach West-Berlin ausgereist.

Seine Einschätzung ist sehr kritisch, er benennt die vielen Umstellungsprobleme, die eine positive Integration verhindern. Viele Missstände gelten auch heute noch, obwohl sie bekannt sind. Wichtig in seinem Verständnis ist die grundlegend positive Einschätzung: dass es die Hoffnung gibt, dass sich die ostdeutschen Länder aus den soziokulturellen Fesseln des Westens als "Bürger zweiter Klasse" selbst befreien können.

Ausschnitt des Interviews mit Peter und Transkription

Peter (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

7 OL
und fands du das nun als positiv oder * negativ^

8 PETER
tja positiv und negativ^

9 OL
zu diesem damaligen zeitpunkt (2.0)

10 PETER
tja was soll ich sagen positiv negativ was heißt positiv was heißt negativ^ (1.2) ich bin * dreißig jahre * lang groß geworden in diesem land ddr (0.8) und bin erzogen worden in der schule^ (2.0) über die jugendorganisation (0.5) sprich fdj auch * bin (2.0) selbst * dann lehrer geworden * und habe eigentlich selbst doch ne ganze menge * dieser dinge die: ich eigentlich gelehrt bekommen habe * weitergegeben grade was * ich sag mal doch * damals für eigentlich der sinn des sozialismus war^

11 PETER
(0.9) und (2.0) bin (2.0) doch in sag ick mal groß geworden aufgewachsen habe alles durchlebt und habe doch auch irgendwo * einen gewissen * stolz * gehabt auf dieses land eh die ddr (1.1) ja und ja kann man eigentlich schlecht sagen gut oder schlecht (0.7) (2.0) dadran (3.0) für uns für uns wars etwas neues _ etwas neues zu entdecken oder zu erfahrn eigentlich das was man uns ewig erzählt hat eh na ja von dem goldenen westen und daß da aber doch nich alles golden ist * und daß man vielleicht auch n bißchen geblendet is durch dieses ganze matrejelle materielle

12 PETER
(0.9) eh tja irgendwo wars dann letztendlich doch so daß man(0.9) daß man mit großen aufgerissenen augen da durch die gegend gelaufen is (0.5) und die glitzernden glimmernden schaufenster dort gesehn hat * auch in den späteren besuchen dann kurz vor weihnachten und so (1.1) (2.0) also: irgendwo war (2.0) war da auch sicherlich ne gewisse neugier auf diese (0.1) ich sag mal auf den westen_ * war da * tja als gut hab ichs * empfunden daß * ja v daß man doch jetzt überall hinkonnte wo man hinwollte

13 PETER
(0.5) zum beispiel die tante besuchen in der nähe von frankfurt am main (1.5) (2.0) oder * vielleicht auch doch mal * urlaub machen wo man möchte (1.7) (2.0) erstmal deutschland kennenlern mit all seinen * hübschen orten und gegenden das war eigentlich doch das* das gute was es * gebracht hat dieser * neunte oder auch zehnte november^ (0.8) aber (2.0) das weniger gute war * im nachhinein doch die ganzen

14 PETER
(0.7) veränderungen ich sag mal riesenhaften veränderungen * eh die das ganze natürlich mitgebracht hat für die menschen^ * ausm osten ja die doch * einige zeit * riesige umstellungsprobleme hatten^ sicherlich gab es einige die sich sehr schnell umstellen konnten^ (0.7) (2.0) und denen doch diese neue zeit sag ich mal in anführungsstrichen (1.7) (2.0) vorteile gebracht hat^ * aber (2.0) ich denke mal selbst heute (0.7) nach vier jahrn eh nach der maueröffnung * daß das ganze doch (0.6) für viele immer noch mit sehr vielen problemen verbunden ist_ * und auch sicherlich verbunden sein wird_ (2.0) tja eh * was weniger eigentlich noch daran ist daß es immer noch * die ossis und die wessis gibt (2.0) daß man * immer noch das gefühl hat (0.7) eh na ja wir sind doch irgendwo zweiter klasse * ((unverständlich)) hier in diesem (1.3) land (2.0) aber die hoffnung is immer irgendwo da daß es doch auch anders wird (1.1) (2.0) daß man * ein volk * ist daß man wie ein volk und vielleicht auch für gleiche arbeit den gleichen lohn erhält (1.1) daß man * doch auch sich selbst und immer mehr von sich selbst einbringen kann * in diese neue zeit_ * grade im berufsleben_ (2.0)

(f) Ilona BW 33 (West) Lob der Natur: "is ja herrlich, die Natur, weil wir dit ja nich haben"

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Ilona - Situativer Kontext

Ilona erlebt den Mauerfall wie ein großes Fest, eine ereignisreiche Party – im Unterschied zu den Ostberlinern, deren Emotionen existenzieller Art sind. Ilona outet sich auch gleich mit dem für den Westen so typischen einnehmenden Wesen: Sie fühlt sich in dem schönen Umland gleich "zu Hause".

Ausschnitt des Interviews mit Ilona und Transkription

Ilona (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0082 ILONA
und eh * ja also s war schon; eh es war * wirklich ein ein wahnsinnig wunderschöner * eh wunderschönes erlebnis für mich. und wir ham das gleich so ehm (1.7) genútzt auch, * die möglichkeit eh rüberzukommen wir haben von da an ständig ausflüge gemacht und ham die nähere umgebung abgeklappert; und eh ich hatte das gefühl jétzt bin ich wieder zu hause.

0083 UM
hmhm

(g) Piet BW 43 (West) "'n paar Störche angucken"

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Piet - Situativer Kontext

Für Piet hat sich positiv geändert, dass er sich "mal n paar Störche angucken kann" im Umland. Sonst hat sich für ihn die "Szene" verschlechtert, was vielleicht so viel heißt wie: Die fianziellen Belastungen für die Revitalisierung des Ostens sind aus seiner Sicht eine große Belastung.

Ausschnitt des Interviews mit Piet und Transkription

Piet (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

JD
aalso im prinzíp hat sich nich viel verändert für sie persönlich.

101 PIET
na für mich persóenlich hat sich verändert; daß ich eben halt mal mit meinem motorrad oder so

102 JD
ins umland.

103 PIET
einfach mal ráusfahren kann, mich irgendwo aufn feld setzen kann; oder

104 JD
und nicht an der mauer

105 PIET
oder mal n paar störche angucken kann; und so weiter und so fort. und hab auch * nette cafés so jefunden; so auf dörfern; (oder da) man mal so hinfährt; wo man leute dann schon kennengelernt hat; und so weiter. aber sonst * hat sich grundsätzlich also * kulturell die szene eigentlich eher für mich verschlechtert.

(h) Dithmar BW 22 (West) Dithmar will keinen politischen Anschluss, sondern eine Föderation

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Dithmar - Situativer Kontext

Eine bemerkenswerte Sicht: Eine Föderation hätte den "neuen" Bundesländern mehr eigenständige Entfaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten gegeben. In der Retrospektive ist es schade, dass diese Option nicht in die engere Wahl gekommen ist.

Ausschnitt des Interviews mit Dithmar und Transkription

Dithmar (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

20 X32
damals als die grenze offen war, hattest n gutes gefühl. und hast gedacht das wird alles gut.

21 Dithmar
wenn dit ne föderation jeworden wär wär-t super jewesen. * aber nich so wie jetze anschluß unter paragraph (dreiundvierzig) oh (entschuldige) dit wußt ick von anfang an. daß dit scheiße wird. * daß dit scheiße wird. so wie-t jetzt is is scheiße. * ja. okkupation sämtlicher *

22 X32
föderation was bedeutet das?

23 Dithmar
na föderation is im prinzip * dit récht und jesétz bleibt eigenständig. dit is sozusagen die die verbund von mehreren eigenständigen staaten, als föderation. * so wie die us amerikaner dit haben. die usa is so- n so-ne förderation. * die eh union hier weeßte dit wär dit ideále jewesen. wenn de jetzt zum beispiel im staat alabama bist, haste eh * diese jesetze; und eh wenn de jetzt weiter fährst nach texas ham se wieder eh * eigenständije eigenständije jesetze, eigenständige urteilskraft; und nich inner abhängigkeit so wie jetzte. *

22 X32
hmhm,

25 Dithmar
WEIL wir ja unter anschluß dreiundzwánzig ham wir im prinzip alle gesetze; ob bewährt oder schlecht * ham wir * eh übern jordan jeworfen sozusagen ham wir abjelehnt; und es gelten nur noch die jesetze der bundesrepublik und die sind ja großen teils großer mist.


Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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60 Jahre Mauerbau

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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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