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Beleuchteter Reichstag

15.9.2020

8. Emotionen

"Wahnsinn!". Aus ohnmächtiger Wut kann unermessliche Freude werden. Der Mauerfall hat einzigartige Emotionen freigesetzt, dies drücken zahlreiche Erlebnisschilderungen aus. Aber auch Trauer kommt hoch. So schildert Kicky ihre Tränen, als sie den Ort erkennt, an dem sie dem Begräbnis ihrer Oma in West-Berlin beiwohnen wollte - aber keine Reiseerlaubnis erhielt.

Grenzübergang zum Mauerfall: Berliner an einem Grenzübergang am 10.11.1989 nach dem Mauerfall. Mit dem Inkrafttreten des neuen Reisegesetzes können DDR-Bürger ab dem 10. November 1998 in die BRD und nach West-Berlin reisen.Berliner an einem Grenzübergang am 10.11.1989 nach dem Mauerfall. Mit dem Inkrafttreten des neuen Reisegesetzes können DDR-Bürger ab dem 10. November 1998 in die BRD und nach West-Berlin reisen. (© picture-alliance/dpa)

i

Hintergrund

Fasst man Gefühle als Konzepte auf, deren Ausdrucksmittel der Körper und die Sprache in Kooperation inszenieren, dann sind Freude, Ärger, Angst und Scham sicher die wichtigsten. In den digital verarbeitbaren Korpora des gesprochenen oder umgangssprachlichen Deutsch finden wir eher selten echte (authentische) Emotionen – die meist formelle Aufnahmesituation führt dazu, dass sie im Verhalten außen vorgelassen werden. Das so ungewöhnliche Ereignis des Mauerfalls, das nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit die gesellschaftspolitische Situation verändert hat, hat immer wieder in den Gesprächen mit denen, die unmittelbar daran beteiligt waren, zu spontanen emotionalen Äußerungen geführt.

Wut


(a) Lore BW 17 (Ost) Ohnmächtige Wut

Lore, Lehrerin, zur Zeit des Gesprächs schon 50, zeigt ein ganzes Spektrum solcher emotionaler Bekundungen, die authentisch im sprachlichen Ausdruck hervortreten (siehe die Beispiele a, b, c.).

Aus "Ärger" (ohnmächtiger wut) kann Freude werden (naja freun), wenn die Veränderung der Verhältnisse Erleichterung verschafft (die ohnmächtige wut fällt Lore wie ein Stein vom Herzen). Endlich kann sie ihre Meinung frei heraus sagen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

Lore (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

(2.3) (3.0) daß ich mich also * naja freude * dis is is is (0.3) son * son plakativer ausdruck * kann man eigentlich jar nich richtich beschreibm * ähm * all die argumente die wa immer * äh * mh * genannt ham * warum wa eigentlich * naja sagn wa mal nich raus wolltn aber die verän die ver verhältnisse verändert ham wolltn * die sind plötzlich einjetretn ja^ * plötzlich äh * durft ick den leutn erzähln^

(2.0) wat ick nich jut finde ja^ * wat ick in mich hineinjefressn habe sonst * oder wat ma nur in soner kleen nische eben * äh * besprochn ham * aber eigentlich nur in ohnmächtiger wut * ähm * dit fiel allit * wien sch stein * ick muß die füße zur seite nehm damit se nich zerquetscht werdn so groß is der stein der also aus (0.2) mir vom herzn fiel ja^ ((Ausatmen)) (3.0) war wahnsinn äh

(b) Lore BW 17 (Ost) "es stinkt mich an"

Lore war in der Schule Repressalien ausgesetzt, weil sie das Regime kritisierte. Sie riskierte wiederholt den Rauswurf aufgrund ihrer oppositinellen Meinung. Wenn sie "was anstinkt", so ist das fortlaufender Ärger – z.B. etwas zu verkaufen gezwungen zu sein, was sie persönlich nicht vertreten kann. Sie fühlt sich dauernd bedroht: "wie jemand, dem man die Beine unter dem Körper weghauen möchte …."

Lore (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0047 LORE
bisher hab ich mich eigentlich imma * als jemandn * ausschließlich* als jemandn jesehn * äh dem man die beine unter den füßn/ äh unter unterm körper weg weghaun wollte * der also starkn repressalien ausjesetzt war ((Ausatmen)) * äh eben mit dem ziel * hm die schule zu verlassn * wennt jeht mir also ooch noch fachliche unfähigkeit nachweisen zu könn * äh und plötzlich * is dit eben nich nur

0048 LORE
so (2.0) plötzlich war dit so * daß ick sachte ja * ick habe dit früher immer so formuliert * also es stinkt mich an * äh * schon seit jahren und dit hat mich ja eben ooch so auseinanderjenomm es stinkt mich an hinterm ladentisch zu stehn und etwas verkaufn zu müssn was ich selbst nie kaufn würde^ also eine ideologie da an den mann zu bringn * ähm * die mir also * mh * zutiefst äh widerstrebt hat *

Freude


(c) Lore BW 17 (Ost) "riesige Freude"

Nach dem Mauerfall frei seine Meinung sagen und reisen zu können, erleben Lore und ihre KollegInnen mit einer "riesigen Freude". Dieses "doll freuen" ist ein Gefühl, wo man "abheben" (fliegen) möchte oder – wie in der Liebe – jemanden "pausenlos abknutschen möchte". Was ein Gefühl wie Freude ausmacht, bringt Lore auf den Punkt: wenn man "den körper einfach nich mehr so in der gewalt hat".

Lore (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0032 OL
hm und wie war die stimmung allgemein so im kollegium^

0033 LORE
äh dis is natürlich unterschiedlich * das is natürlich unterschiedlich und ich sa:che ebend auch * äh dieser/ diese diese riesige freude die ich zum beispiel empfand und ich weiß daß also alln andere auch so äh äh * empfandn ham * also diesit jefühl ham immer abschw äh abhebn zu müssn * pausenlos jemanden abknutschn zu müssn und na wie dit so is wenn man sich so janz doll freut *

0034 OL
hm

0035 LORE
so * äh so den körper einfach nich mehr so in der gewalt hat

(d) Yvonne BW 04 (Ost) Übergroße Freude: "sehr schlimm (…) im positiven sinne"

Yvonne, ihre Verwandten und ihre Freunde treffen sich zum ersten Mal seit langem in West-Berlin wieder. Die Freude ist sehr groß. Man kann diese riesengroße Freude hinreichend gefühlsstark offenbar nur durch einen negativen Ausdruck wie schlimm wiedergeben.

Yvonne (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

9 YVONNE
und dann ham wa dit ebend allet so jesehen_ ((Ausatmen)) und wir habm uns sind uns in die arme jefalln und habm jejubelt und jeweint und (0.4) na * war schon * ((Ausatmen)) sehr (0.5) (1.0) sehr schlimm für uns so * ick mein im positiven sinne? wa?

Ärger


(f) Maria BW 15 (Ost) "ick hatte so ne panischen ängste in mir^"

siehe Maria BW 15 Themenblock (5) "Grenzübertritt" (e) Der Kommentar zu dem Diskursfragment erläutert, wie die konversationelle Liste aussieht, die der Ausdruck "panische ängste" auslöst.

(g) Kicky und Stefan BW 09 (Ost) Grenzübertritt scheitert

Der geplante erste "Grenzübertritt" findet nicht statt. Auf dem Weg zu dem Grenzübergang erkennt Kicky den Ort wieder, an dem ihr untersagt wurde, dem Begräbnis ihrer Oma in West-Berlin beizuwohnen. Sie "heult", ein Zeichen von Trauer, gleichzeitig auch Wut darüber (ham se mich nicht * als meine oma jestorben is rüberjelassen). "Weinen" markiert hier Trauer und Ärger zugleich. Für dieses starke Gefühl schafft der Körper Ausgleich.

Kicky und Stefan (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0047 STEF
hab ich zu else (seine frau k:) jesagt komm wir fahrn jetzt nach drüben wa

0048 KICK
und da ham wir uns in unsern schönen wartburg jesetzt^ * und sind die berliner allee damals hieß se ja noch clement gottwald allee runter bis zur ostseestraße und als walter in die ostseestraße einbiegen wollte da ha ick n richtchen heulkrampf jekricht ha ich jesagt nee_ da fahr ick nich hin_ * ham se mich nicht * als meine oma jestorben is rüberjelassen dann will ick da jetzt da och nich hin jetzt ha ick da nüscht verlorn_ da ha ick jeheult^ ick wollte einfach nich nachn westen fahrn ich hatte * also dit war für mich ick weeß nich als ob da eener n brett vorjehalten hat ick wollte nich ick hab jeheult_ * und dann hat er jewendet is mit mir die janze berliner allee wieder zurück hat mich zu hause abjesetzt und is dann nach oben zu deim mann_ *

(h) Alfred BW 33 (West) Aldi, Kaufrausch

Alfred, Westberliner, arbeitete Anfang der neunziger Jahre bei Aldi. Er erlebte, wie die Ostberliner morgens in den Westteil kamen und den Vormittag über Großeinkäufe bei Aldi machten. Als die Westberliner von der Arbeit kamen und einkaufen wollten, war praktisch der Supermarkt leergekauft. Das rief auf Seiten der Westberliner großen Ärger hervor.

Alfred (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0172 ALFRED
dann konnten wir praktisch zumachn und dann kam natürlich dann kam die kehrseite der medaille dann kam unsre westleute *

0173 UM
ja^ ((lacht))

0174 ALFRED
allet war ausverkauft

0175 UM
ja ja ja

0176 ALFRED
un dann ham die

0177 UM
die warn sauer

0178 ALFRED
jewiss sag ick kann man denn sagn n gewisser haß war dann von den da

0179 UM
ja ja

0180 ALFRED
also so die worte * immer die scheiß die scheiß ossis * wa^ die kofen uns allet weg^ wir komm von der arbeit * wir kriegen nischt mehr^ wo solln wir einkaufen^ gehn und eh * die solln ma drüben kaufen gehn nich^ und da gibts ja och naoch jenug zu essen * und dit warn eigentlich so die ersten mißtöne die aufkamen^

Scham


(i) Kicky und Stefan BW 09 (West) Geschenke für die armen Ostler

Scham zeigen nur die "Ostler" alias "Ossis". Nach dem Anschlussvertrag zur Wiedervereinigung fühlen sie sich so etwa wie (geduldete) Bürger zweiter Klasse. Ihre soziale Identität ist beschädigt. Kicky schämt sich ihrer Landsleute, die sich so gierig und rein materialistisch motiviert auf die "Geschenke" (Bananen, Obst, Kaffe etc.) aus dem Westen stürzen … das findet sie unangenehm und entwürdigend (peinlich).

Kicky und Stefan (© FU Berlin / Norbert Dittmar & Christine Paul 2019)

0069 KICK
(0.7) und dann sind wir da rüberjekomm^ * und da stand gleich hinter der grenze standen da riesengroße wagen wo se ürgendwelche dinge runterjeschmissen ham jeschenke für die ostler die armen so armen ostler die dann so rüberkamen du dit war mir peinlich_ * dit war mir echt peinlich_ wir ham uns auch nürgendwo wat schenken lassen^ doch ne tasse kaffee am kudamm_ *

0070 STEF
nee für eine mark ost

0071 KICK
ach ja eine mark ost die ham wir noch bezahlt_ es war mir peinlich weil eh * viele ostler auf einmal taten als ob se dit janze leben lang * nüscht zu essen hatten^ den dreck untern fingernägeln essen mußten det war so ne ick weeß nich sone situation wo ick ma sagen mußte nee also dazu zu den leuten die d sich da anstelln jehörst du nicht_

Analyse

Kicky wiederholt dreimal, wie peinlich ihr der Bettelhabitus ihrer eigenen Landsleute war. Die Metapher "als ob se dit janze leben lang (…) den dreck untern fingernägeln essen musten" drückt drastisch aus, wie unwürdig, …. sich ihre Landsleute verhalten haben. Das Bild unterstreicht ihre tief empfundene Scham.


Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 19. September 1965
    Wahlen zum 5.Bundestag: Demoskopische Umfragen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostiziert, doch gewinnt die CDU/CSU die Wahlen erneut deutlich vor der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Willy Brandt. Die FDP verliert beträchtlich an Stimmen. Weiter
  • 19. September 1989
    Als vierte Mission muss die Botschaft der BRD in Warschau den Publikumsverkehr wegen des Zustroms ausreisewilliger DDR-Bürger vorläufig einstellen. Die nicht kommunistische Regierung Mazowiecki sagt zu, dass die Flüchtlinge nicht in die DDR abgeschoben... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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