2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Chausseestraße im Bezirk Mitte.
Die Chausseestraße im Berliner Bezirk Mitte ist die älteste Straße der Oranienburger Vorstadt. Sie ist etwa 1,7 Kilometer lang und führt von der Friedrichstraße zur Müllerstraße im Ortsteil Wedding. An der Straße liegen zahlreiche bemerkenswerte Bauten und Friedhofsanlagen Berlins. Entlang der Chausseestraße entwickelte sich nach 1800 die erste frühkapitalistische Schwerindustrie Preußens, das nach den Hochöfen und Schornsteinen so genannte „Feuerland“. Es folgten erste Eisenbahnproduktionsstätten der Firmen Borsig und Schwarzkopff, die im Zuge der industriellen Randwanderung Ende des 19. Jahrhunderts die Oranienburger Vorstadt wieder verließen.

Die Straße gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur innerstädtischen Geschäftsgegend. Seit 1928 stand hier ein Warenhaus des Unternehmens Hermann Tietz. Nach der Arisierung des Unternehmens 1933 trug es den Namen Hertie. Es wurde am Kriegsende geplündert und demoliert, aber gleich nach der Währungsreform wieder repariert und als Hertie neu eröffnet. Anfang der 1970er Jahre wurde es geschlossen und abgerissen.
Über die Chausseestraße zogen am 17. Juni 1953 Tausende streikende Stahlarbeiter aus Hennigsdorf auf ihrem Weg über Reinickendorf und Wedding ins Ost-Berliner Zentrum. Sie brannten die Baracken der Grenzposten nieder und verjagten die Volkspolizei. Am Abend fuhren sowjetische Panzer vor, die den Volksaufstand blutig niederschlugen.

Chausseestraße, Bezirk Mitte:

Die Chausseestraße im Berliner Bezirk Mitte ist die älteste Straße der Oranienburger Vorstadt. Sie ist etwa 1,7 Kilometer lang und führt von der Friedrichstraße zur Müllerstraße im Ortsteil Wedding. An der Straße liegen zahlreiche bemerkenswerte Bauten und Friedhofsanlagen Berlins. Entlang der Chausseestraße entwickelte sich nach 1800 die erste frühkapitalistische Schwerindustrie Preußens, das nach den Hochöfen und Schornsteinen so genannte „Feuerland“. Es folgten erste Eisenbahnproduktionsstätten der Firmen Borsig und Schwarzkopff, die im Zuge der industriellen Randwanderung Ende des 19. Jahrhunderts die Oranienburger Vorstadt wieder verließen.

Die Straße gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur innerstädtischen Geschäftsgegend. Seit 1928 stand hier ein Warenhaus des Unternehmens Hermann Tietz. Nach der Arisierung des Unternehmens 1933 trug es den Namen Hertie. Es wurde am Kriegsende geplündert und demoliert, aber gleich nach der Währungsreform wieder repariert und als Hertie neu eröffnet. Anfang der 1970er Jahre wurde es geschlossen und abgerissen. Über die Chausseestraße zogen am 17. Juni 1953 Tausende streikende Stahlarbeiter aus Hennigsdorf auf ihrem Weg über Reinickendorf und Wedding ins Ost-Berliner Zentrum. Sie brannten die Baracken der Grenzposten nieder und verjagten die Volkspolizei. Am Abend fuhren sowjetische Panzer vor, die den Volksaufstand blutig niederschlugen. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)