2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Hoch-/Ecke Grenzstraße im Bezirk Mitte, Ortsteil Wedding.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Wedding und Gesundbrunnen durch die anhaltende Landflucht und die Ansiedlung neuer Großbetriebe z. B. der AEG, Osram oder Rotaprint zu dicht besiedelten Arbeiterbezirken. Der „rote“ Wedding galt als Hochburg der Arbeiterbewegung. Hier lebten die Arbeiter auf engstem Raum in sogenannten Mietskasernen. Die Bevölkerung von Wedding und Gesundbrunnen wuchs von 1867 bis 1910 von 16.668 auf 240.662 Einwohner an.
Am 1.10.1920 entstand durch das Groß-Berlin-Gesetz aus Wedding, Gesundbrunnen, Teilen der Oranienburger Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt der 3. Verwaltungsbezirk von Groß-Berlin mit 337.193 Einwohnern. Er erhielt den Namen Wedding.
Es ist nicht bekannt, wie viele Jüdinnen und Juden aus dem Wedding von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. Die Bezirksverwaltung von 1947 nannte mindestens 358 Männer, 265 Frauen und 49 Kinder, also 672 Personen, die aus „rassistischen“ Gründen ermordet wurden. Außerdem mussten mindestens 98 Weddinger wegen ihres Widerstands gegen den Nationalsozialismus sterben. Über 1.367 Menschen wurden wegen Widerstandes inhaftiert und wurden wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Landesverrat, Wehrkraftzersetzung, Heimtücke oder Führerbeleidigung angeklagt. 
Nach dem Zweiten Weltkrieg war rund ein Drittel aller Gebäude im Wedding zerstört oder schwer beschädigt. Zahlreiche verbliebene Gebäude wurden in den 1960er und 1970er Jahren im Zuge der Flächensanierung abgerissen und durch neue Sozialbauten ersetzt. Die Bezirke Reinickendorf und Wedding bildeten von 1945 bis 1990 den Französischen Sektor in Berlin.

Hochstraße/Ecke Grenzstraße, Bezirk Mitte, Ortsteil Wedding:

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Wedding und Gesundbrunnen durch die anhaltende Landflucht und die Ansiedlung neuer Großbetriebe z. B. der AEG, Osram oder Rotaprint zu dicht besiedelten Arbeiterbezirken. Der „rote“ Wedding galt als Hochburg der Arbeiterbewegung. Hier lebten die Arbeiter auf engstem Raum in sogenannten Mietskasernen. Die Bevölkerung von Wedding und Gesundbrunnen wuchs von 1867 bis 1910 von 16.668 auf 240.662 Einwohner an.

Am 1.10.1920 entstand durch das Groß-Berlin-Gesetz aus Wedding, Gesundbrunnen, Teilen der Oranienburger Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt der 3. Verwaltungsbezirk von Groß-Berlin mit 337.193 Einwohnern. Er erhielt den Namen Wedding.

Es ist nicht bekannt, wie viele Jüdinnen und Juden aus dem Wedding von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. Die Bezirksverwaltung von 1947 nannte mindestens 358 Männer, 265 Frauen und 49 Kinder, also 672 Personen, die aus „rassistischen“ Gründen ermordet wurden. Außerdem mussten mindestens 98 Weddinger wegen ihres Widerstands gegen den Nationalsozialismus sterben. Über 1.367 Menschen wurden wegen Widerstandes inhaftiert und wurden wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Landesverrat, Wehrkraftzersetzung, Heimtücke oder Führerbeleidigung angeklagt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war rund ein Drittel aller Gebäude im Wedding zerstört oder schwer beschädigt. Zahlreiche verbliebene Gebäude wurden in den 1960er und 1970er Jahren im Zuge der Flächensanierung abgerissen und durch neue Sozialbauten ersetzt. Die Bezirke Reinickendorf und Wedding bildeten von 1945 bis 1990 den Französischen Sektor in Berlin. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)