2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Kantstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Charlottenburg.
Die Kantstraße beginnt am Breitscheidplatz und führt bis zum Funkturm im Westen. Sie verläuft längs zum Kurfürstendamm. Wegen der vielen asiatischen Geschäfte und Restaurants werden die Straße und ihre Umgebung auch Chinatown genannt. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Chinesen nach Berlin und studierten an der Technischen Hochschule Charlottenburg oder an der Hochschule für Politik. Am nahegelegenen Kurfürstendamm befand sich zu dieser Zeit auch die chinesische Botschaft. In den 1920er Jahren hatte der seit 1902 bestehende Verein chinesischer Studenten sein Büro in der Kantstraße 118. 1923 eröffnete das erste chinesische Restaurant in Berlin in der Kantstraße 130b. Es wurde vom ehemaligen Koch der Gesandtschaft betrieben und hieß Tientsin. Kurz danach kam ein zweites Restaurant in der Nähe hinzu.

1895 wurde in der Kantstraße 10-12 das Theater des Westens errichtet, das bis heute eine der bekanntesten Musical- und Operettenbühnen Berlins ist.

1901 begründete der Bildhauer Arthur Lewin-Funcke an der Kantstraße 159 seine privaten Studienateliers für Malerei und Plastik, auch Lewin-Funcke-Schule oder Berliner Académie Julian genannt. Die Schule bestand bis 1935. Die meisten Lehrer waren Mitglieder der Berliner Secession wie die Maler Lovis Corinth, Hans Baluschek und der Bildhauer Max Kruse. Unter den SchülerInnen finden sich Namen wie Paul Citroen, Käthe und Peter Kollwitz sowie Felix Nussbaum. 1949 wurde an dieser Stelle das Kaufhaus am Zoo errichtet, das allerdings bereits 1955 abgerissen wurde. Hier stand nun ein Bilka-Kaufhaus, dessen Gebäude bis heute erhalten ist.
Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich in der Kantstraße 158 der Sitz der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland.
In der Kantstraße 30 lebte von 1905 bis 1933 die Kinderbuchautorin und Schriftstellerin Else Ury, die 1943 von den Nationalsozialisten nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Kantstraße, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Charlottenburg:

Die Kantstraße beginnt am Breitscheidplatz und führt bis zum Funkturm im Westen. Sie verläuft längs zum Kurfürstendamm. Wegen der vielen asiatischen Geschäfte und Restaurants werden die Straße und ihre Umgebung auch Chinatown genannt. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Chinesen nach Berlin und studierten an der Technischen Hochschule Charlottenburg oder an der Hochschule für Politik. Am nahegelegenen Kurfürstendamm befand sich zu dieser Zeit auch die chinesische Botschaft. In den 1920er Jahren hatte der seit 1902 bestehende Verein chinesischer Studenten sein Büro in der Kantstraße 118. 1923 eröffnete das erste chinesische Restaurant in Berlin in der Kantstraße 130b. Es wurde vom ehemaligen Koch der Gesandtschaft betrieben und hieß Tientsin. Kurz danach kam ein zweites Restaurant in der Nähe hinzu.

1895 wurde in der Kantstraße 10-12 das Theater des Westens errichtet, das bis heute eine der bekanntesten Musical- und Operettenbühnen Berlins ist.

1901 begründete der Bildhauer Arthur Lewin-Funcke an der Kantstraße 159 seine privaten Studienateliers für Malerei und Plastik, auch Lewin-Funcke-Schule oder Berliner Académie Julian genannt. Die Schule bestand bis 1935. Die meisten Lehrer waren Mitglieder der Berliner Secession wie die Maler Lovis Corinth, Hans Baluschek und der Bildhauer Max Kruse. Unter den SchülerInnen finden sich Namen wie Paul Citroen, Käthe und Peter Kollwitz sowie Felix Nussbaum. 1949 wurde an dieser Stelle das Kaufhaus am Zoo errichtet, das allerdings bereits 1955 abgerissen wurde. Hier stand nun ein Bilka-Kaufhaus, dessen Gebäude bis heute erhalten ist.

Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich in der Kantstraße 158 der Sitz der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland. In der Kantstraße 30 lebte von 1905 bis 1933 die Kinderbuchautorin und Schriftstellerin Else Ury, die 1943 von den Nationalsozialisten nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)