2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Tiergartenstraße im alten Berliner Botschaften-Viertel im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten. 
Schon im 18. Jahrhundert gab es hier einen so genannten Kanonenweg. Die Tiergartenstraße erhielt 1831 ihren Namen, begrenzt im Süden den Tiergarten und ist die nördliche Grenze des Tiergartenviertels. 
Als Generalbauinspektor für die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin unter den Nationalsozialisten legte Albert Speer den Bereich zwischen Bendlerstraße und Lichtensteinallee 1938 als Diplomatenviertel fest. Bis 1943 wurden hier sieben Botschaften errichtet, die zum Teil sehr monumental waren. Hierzu gehörten vor allem die Botschaften Japans und Italiens die für die beiden wichtigsten Bündnispartner des „Dritten Reiches“ errichtet worden waren. 
In einer Stadtvilla in der Tiergartenstraße 4 befand sich seit 1940 die Planungs- und Verwaltungsbehörde für die „Euthanasie“-Morde an kranken und geistig behinderten Menschen, die in Anlehnung an die Adresse unter dem Tarnnamen Aktion T4 durchgeführt wurden. 
Am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden durch Luftangriffe schwere Schäden an vielen Gebäuden, die nach 1945 nur notdürftig instandgesetzt wurden oder leer standen und dem Verfall preisgegeben waren. Erst mit der Deutschen Einheit im Oktober 1990 kam es durch den 1991 gefassten Hauptstadt-Beschluss des Bundestages zugunsten Berlins zu einer Wiederbelebung des Diplomatenviertels. Die alten Botschaftsgebäude wurden saniert und neue wurden errichtet. An der Tiergartenstraße befinden sich heute zahlreiche Botschaften: Die (auf dem Bild abgebildete) Botschaft Österreichs steht an der Ecke zur Stauffenbergstraße. Daneben liegt die Landesvertretung von Baden-Württemberg. Das Grundstück gehörte zur Hälfte dem bekannten Kunstmäzen James Simon, nach dem das neue Besucherzentrum auf der Museumsinsel benannt ist. Die andere Hälfte des Grundstücks war einst im Besitz des Bankiers Emil Salomons. Des Weiteren befinden sich an der Tiergartenstraße die Botschaften von Indien, Südafrika, der Türkei (das Gelände war seit 1918 im Besitz des früheren Osmanischen Reiches), die Italienische Botschaft in ihrem Gebäude von 1941, die Japanische Botschaft und das katholische Canisius-Kolleg, das sich im ehemaligen Krupp-Haus von 1938 befindet. Daneben liegt die neu errichtete Botschaft Saudi-Arabiens, gefolgt vom Hauptstadtbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung. 
Im Großen Tiergarten stehen nördlich davon das Richard-Wagner-Denkmal und das Denkmal für den Élysée-Vertrag, das im Jahr 2002 errichtet wurde.

Tiergartenstraße, Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten:

Schon im 18. Jahrhundert gab es hier einen so genannten Kanonenweg. Die Tiergartenstraße erhielt 1831 ihren Namen, begrenzt im Süden den Tiergarten und ist die nördliche Grenze des Tiergartenviertels. Als Generalbauinspektor für die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin unter den Nationalsozialisten legte Albert Speer den Bereich zwischen Bendlerstraße und Lichtensteinallee 1938 als Diplomatenviertel fest. Bis 1943 wurden hier sieben Botschaften errichtet, die zum Teil sehr monumental waren. Hierzu gehörten vor allem die Botschaften Japans und Italiens, die für die beiden wichtigsten Bündnispartner des „Dritten Reiches“ errichtet worden waren.

In einer Stadtvilla in der Tiergartenstraße 4 befand sich seit 1940 die Planungs- und Verwaltungsbehörde für die „Euthanasie“-Morde an kranken und geistig behinderten Menschen, die in Anlehnung an die Adresse unter dem Tarnnamen Aktion T4 durchgeführt wurden.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden durch Luftangriffe schwere Schäden an vielen Gebäuden, die nach 1945 nur notdürftig instandgesetzt wurden oder leer standen und dem Verfall preisgegeben waren. Erst mit der Deutschen Einheit im Oktober 1990 kam es durch den 1991 gefassten Hauptstadt-Beschluss des Bundestages zugunsten Berlins zu einer Wiederbelebung des Diplomatenviertels. Die alten Botschaftsgebäude wurden saniert und neue wurden errichtet. An der Tiergartenstraße befinden sich heute zahlreiche Botschaften: Die (auf dem Bild abgebildete) Botschaft Österreichs steht an der Ecke zur Stauffenbergstraße. Daneben liegt die Landesvertretung von Baden-Württemberg. Das Grundstück gehörte zur Hälfte dem bekannten Kunstmäzen James Simon, nach dem das neue Besucherzentrum auf der Museumsinsel benannt ist. Die andere Hälfte des Grundstücks war einst im Besitz des Bankiers Emil Salomons. Des Weiteren befinden sich an der Tiergartenstraße die Botschaften von Indien, Südafrika, der Türkei (das Gelände war seit 1918 im Besitz des früheren Osmanischen Reiches), die Italienische Botschaft in ihrem Gebäude von 1941, die Japanische Botschaft und das katholische Canisius-Kolleg, das sich im ehemaligen Krupp-Haus von 1938 befindet. Daneben liegt die neu errichtete Botschaft Saudi-Arabiens, gefolgt vom Hauptstadtbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Im Großen Tiergarten stehen nördlich davon das Richard-Wagner-Denkmal und das Denkmal für den Élysée-Vertrag, das im Jahr 2002 errichtet wurde. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)