Beleuchteter Reichstag

16.11.2011 | Von:
Hermann Wentker

Die Zäsur des Mauerbaus im Kalten Krieg und in der deutsch-deutschen Geschichte

II. Der Ort des Mauerbaus
in der deutsch-deutschen Geschichte


Ein genauerer Blick auf die spannungsgeladenen Krisenjahre der Weltpolitik zwischen 1958 und 1963 zeigt also, dass der Mauerbau als sekundäre Zäsur im Kalten Krieg angesehen werden muss. Wie verhält es sich nun mit dessen Bedeutung für die deutsch-deutsche Geschichte? Es handelte sich zunächst um ein Ereignis von starker Symbolkraft, vermittelt durch eindrückliche Bilder. Eine Mauer mitten durch die ehemalige deutsche Hauptstadt, die unmittelbar westlich des Brandenburger Tores den Zugang zu "den Linden" versperrte, die den bis dahin freien Verkehr der Menschen innerhalb Berlins von heute auf morgen unterbrach – das vermittelte das Gefühl endgültiger Trennung, und das nicht nur im Hinblick auf Berlin, sondern im Hinblick auf ganz Deutschland. Gleichwohl bedarf es auch hier einer differenzierteren Sichtweise, zu der man nur gelangt, wenn präziser gefragt wird. Ich unterscheide zwischen den Auswirkungen auf das deutsch-deutsche Verhältnis, auf die Bundesrepublik und auf die DDR.

Das deutsch-deutsche Verhältnis

Zwei Frauen aus Ost und West im Gespräch an der Mauer, 18. August 1961.Zwei Frauen aus Ost und West im Gespräch an der Mauer, 18. August 1961. (© Bundesarchiv, B 145 Bild-P060484)
Das deutsch-deutsche Verhältnis hatte zahlreiche Facetten, von denen einige hier kurz beleuchtet werden sollen. Auf gesellschaftlicher Ebene sind hier an erster Stelle die Bewegungen der Menschen zwischen beiden deutschen Staaten zu nennen. Deren wichtigste, die Fluchtbewegung aus der DDR, wurde bekanntlich mit dem Mauerbau schlagartig beendet. Damit wurde letztlich eine der wichtigsten gesamtdeutschen Klammern zerstört, die nicht nur nach außen die Zusammengehörigkeit der Deutschen verdeutlicht hatte. Überdies – so Peter Graf Kielmansegg – "knüpfte jeder, der die Grenze überschritt, einen Faden zwischen den beiden Teilen Deutschlands neu. Denn er brachte ja seine Vergangenheit mit in den Westen, die Erinnerung an seine Heimat, und ließ zugleich Verwandte und Freunde zurück, so dass das Netz der Familienbeziehungen, das die innerdeutsche Grenze überspannte, sich unaufhörlich erneuerte."[20] Des Weiteren wurde mit dem Mauerbau das Reisen zwischen den beiden deutschen Staaten und den beiden Teilen Berlins erheblich erschwert: Berliner durften weder von Ost nach West noch in umgekehrter Richtung reisen; nur Inhaber eines westdeutschen Personalausweises durften noch in den Ostteil der Stadt; der deutsch-deutsche Reiseverkehr, den die DDR 1957 bereits drastisch eingeschränkt hatte, ging weiter zurück und wurde 1964 durch die Einführung eines Mindestumtauschs von zunächst 5,– DM weiter in Grenzen gehalten.[21]

Auch eine weitere dieser "Klammern" war durch den Mauerbau in ihrer gesamtdeutschen Existenz gefährdet: die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Nach dem Mauerbau behinderte die DDR gezielt die innerdeutschen Kirchenkontakte: Bischof Kurt Scharf von Berlin-Brandenburg erhielt keine Einreiseerlaubnis in den Ostteil seiner Landeskirche, EKD-Ratsmitglieder und Synodale durften nicht mehr frei zwischen Ost und West verkehren, kirchliche Kontakte wurden auf allen Ebenen behindert. Unmittelbar nach 1961 hielt die EKD zwar noch trotzig an ihrer Einheit fest; jedoch urteilte bereits im Dezember 1961 ein leitender Mitarbeiter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD), "dass die lebendige Verbindung mit den Kirchen in der DDR z. Zt. auf ein dünnes Rinnsal reduziert worden ist".[22] Endgültig zerbrach die Kircheneinheit 1969 mit der Gründung des Bundes Evangelischer Kirchen in der DDR (BEK), wenngleich dieser sich zur "besonderen Gemeinschaft der ganzen evangelischen Christenheit in Deutschland" bekannte.[23]

Unter dem Eindruck der massiven Beeinträchtigung der deutsch-deutschen Verbindungen veränderte sich langfristig auch die Einstellung der Deutschen zur deutschen Einheit. Valide Aussagen lassen sich zwar nur für die Bundesrepublik treffen, es ist jedoch zu vermuten, dass ein ähnlicher Trend auch im Hinblick auf die Mentalitäten in der DDR ausgemacht werden kann. Infolge des Mauerbaus stieg in den Umfragen kurzfristig der Stellenwert der Überwindung der deutschen Teilung, nach Beendigung der Mauerkrise wurden die Menschen indes pessimistischer hinsichtlich der Realisierbarkeit der Wiedervereinigung.[24] Die Westdeutschen – und wohl auch die Ostdeutschen – gewöhnten sich an die Teilung, und der Wunsch nach Wiedervereinigung verlor, zumindest im Westen, an Dringlichkeit.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden deutschen Staaten wurden nur kurzzeitig während der Berlin-Krise durch die zeitweilige Kündigung des Berliner Abkommens durch die Bundesregierung beeinträchtigt. Sie normalisierten sich danach jedoch wieder, weil sich letztlich an den primär politischen Motiven Bonns, über den Handel auch die Verbindungen zu den Ostdeutschen zu wahren, ebenso wenig geändert hatte wie an dem ökonomischen Interesse der DDR, die für manche Produkte regelrecht auf die Bundesrepublik angewiesen war.[25]

Der innerdeutsche Austausch im Sport wurde ebenfalls durch den Mauerbau erheblich beeinträchtigt. Der DDR-Sport hatte sich schon seit 1957 zunehmend aus dem innerdeutschen Sportverkehr zurückgezogen, und 1960 versuchte Ost-Berlin mit der Verordnung über das Tragen des DDR-Emblems bei gesamtdeutschen Sportveranstaltungen Bonn zu dessen Abbruch zu provozieren. Nachdem im Oktober 1960 der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB) Willi Daume dem (ost-)Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) mitgeteilt hatte, dass Sportler mit DDR-Emblem in der Bundesrepublik keine Starterlaubnis mehr erhalten würden, ruderte letzterer jedoch zurück, sodass wieder mehr innerdeutsche Sportbegegnungen stattfinden konnten. Drei Tage nach dem Mauerbau verabschiedeten jedoch der DSB und das westdeutsche Nationale Olympische Komitee die Düsseldorfer Beschlüsse, die den sofortigen Abbruch der Sportbeziehungen festlegten. Erst nach deren Aufhebung 1965 kamen diese langsam wieder in Gang. Wenngleich der Mauerbau hier eine eindeutige Zäsur darstellte, galt dies nicht für die Olympiamannschaft. Diese trat noch 1964 gemeinsam an; erst bei den Spielen von 1968 konkurrierten zwei deutsche Mannschaften miteinander.[26]

Bundesrepublik

Welche Rückwirkungen hatte der Mauerbau, zweitens, auf die Bundesrepublik? Für deren Geschichte waren die Ereignisse des Jahres 1961 sehr viel weniger einschneidend als für die der DDR. Eine Zäsur bilden sie allenfalls für die Außen- und Deutschlandpolitik. Insgesamt stellte 1961 jedoch keinen Einschnitt der westdeutschen Nachkriegsgeschichte dar. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote: Das Ende der Nachkriegszeit, der Ära Adenauer, wird entweder "irgendwo in den 60er Jahren verortet"[27] oder etwa 1959/60, als "die zweite formative Phase" der Bundesrepublik begann, geprägt "durch einen viele gesellschaftliche Bereiche durchgreifenden Wandel"[28]. Der Mauerbau und damit das Verhältnis zur DDR spielten für die Bundesrepublik keine konstitutive Rolle; das asymmetrische Verhältnis zwischen beiden Staaten kommt letztlich auch in dem grundsätzlich unterschiedlichen Gewicht, das der Mauerbau für beide spielte, zum Ausdruck.

In der Bundesrepublik kam unter dem Eindruck des Mauerbaus und der weltpolitischen Entspannung freilich eine heftige deutschlandpolitische Debatte in Gang, in deren Verlauf der deutschlandpolitische Konsens aller Parteien zerbrach. Über das Ziel der Wiedervereinigung bestand dabei Einigkeit, nicht aber über den Weg, der eingeschlagen werden müsste, um dieses Ziel zu erreichen. Neue deutschlandpolitische Ansätze wurden vor allem vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, und seinem Beraterstab, vor allem seinem Pressechef Egon Bahr, diskutiert. Freilich veranlasste nicht erst der Mauerbau Brandt, nach neuen Wegen in der Deutschlandpolitik zu suchen. Wie Wolfgang Schmidt gezeigt hat, entwickelte er bereits in den 1950er-Jahren eine Strategie, in deren Rahmen, erstens, eine Normalisierung des Verhältnisses zur Sowjetunion, zweitens, menschliche Erleichterungen im innerdeutschen Verhältnis bei Nicht-Anerkennung der DDR und, drittens, eine Normalisierung der Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten angestrebt werden sollten. Die gängige ältere Auffassung, derzufolge erst infolge des Mauerbaus führende Berliner Sozialdemokraten ein neues deutschlandpolitisches Konzept ausarbeiteten, ist daher zu relativieren.[29] Auf der anderen Seite spielte die Zäsur des Mauerbaus durchaus eine Rolle für die Formulierung und öffentliche Präsentation der neuen Gedanken. Denn gerade Willy Brandt war nach dem Mauerbau klar geworden, dass Washington nicht länger eine aktive Wiedervereinigungspolitik betreiben werde. Man müsse daher, so Brandt, nach neuen Wegen suchen, um "einem Auseinanderleben der beiden Teile des deutschen Volkes zu begegnen".[30] Für die Konzeption einer neuen Deutschlandpolitik in diesen Jahren war neben dem Mauerbau der Entspannungskurs, den die USA nach der Kubakrise eingeschlagen hatten, mindestens genauso wichtig. Denn in seinem berühmten Tutzinger Vortrag vom 15. Juni 1963 stellte Egon Bahr zunächst fest, dass die deutsche Frage nur mit der Sowjetunion und im Einklang mit der von Kennedy fünf Tage zuvor verkündeten "Strategie des Friedens" zu lösen sei. Die von ihm geprägte Formel "Wandel durch Annäherung" bezeichnete in diesem Zusammenhang eine Strategie, derzufolge der Status quo zunächst anerkannt werden musste, um so ein Klima zu schaffen, in dem dieser schrittweise in Richtung Wiedervereinigung geändert werden konnte.[31]

Dabei war dies zunächst nur eine von mehreren Stimmen der deutschlandpolitischen Debatte in der Bundesrepublik, auf die hier nicht weiter eingegangen werden kann. Der Weg vom Mauerbau zur Neuen Ostpolitik war also alles andere als geradlinig. Erwähnt sei jedoch, dass im Verlauf der 1960er-Jahre, sicher auch infolge des Mauerbaus, die politischen Kontakte zwischen Bundesrepublik und DDR, die in den 1950er-Jahren noch vehement abgelehnt worden waren, zunahmen: Dies zeigen etwa die Passierscheinverhandlungen in Berlin, die Verhandlungen über einen Redneraustausch zwischen SPD und SED sowie Kontakte zwischen FDP- und LDPD-Mitgliedern zwischen 1963 und 1966. Doch je mehr die westdeutsche Seite bereit war, auf die DDR zuzugehen, um menschliche Erleichterungen zu erreichen, desto stärker wurden deren Abgrenzungsversuche: Ost-Berlin wollte die mit dem Mauerbau erzielte Abschottung nicht in Frage stellen.

DDR

Wie wirkte sich, drittens, der Bau der Berliner Mauer auf die DDR aus? Der 13. August 1961 ist zu Recht von Dietrich Staritz als "heimliche[r] Gründungstag der DDR" bezeichnet worden.[32] Doch was bedeutete das konkret? Die Fundamente der DDR waren in den 1940er- und 50er-Jahren längst gelegt worden – grundlegende Änderungen am System wurden in den 1960er-Jahren und danach nicht mehr vorgenommen. Und doch wandelte sich das Lebensgefühl der Menschen nach dem Bau der Mauer in entscheidender Hinsicht. Kein anderer als der Schriftsteller Günter de Bruyn hat dies besser auf den Punkt gebracht: "Man lebte ruhiger in ihrem Schatten. Man war der Entscheidung, zu fliehen oder zu bleiben, enthoben; das Provisorische hatte feste Konturen bekommen; das Vorläufige sah, verstärkt durch die Haltung des Westens, der unter Protesten alles hatte geschehen lassen, plötzlich nach Dauer aus."[33] Die DDR-Bürger sahen sich also sehr viel stärker als vor 1961 zum Arrangement mit ihrem Staat genötigt. Doch rissen die Verbindungen nach Westdeutschland allen Absperrungsbemühungen zum Trotz nie ab; die politischen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Westdeutschen blieben der Maßstab für die "Errungenschaften der DDR". Mit anderen Worten: Auch die durch den Mauerbau erzielte Stabilisierung änderte nichts an dem strukturellen Problem der DDR, den Sozialismus in einem halben Land aufbauen und erhalten zu müssen.

Die ostdeutsche Planwirtschaft hatte überdies nach der Abriegelung der Grenze in Berlin einen Unsicherheitsfaktor weniger: Die zuvor so oft beklagte massenhafte Abwanderung von Arbeitskräften war gestoppt und das Grenzgängerproblem in Berlin beseitigt worden. Es gab mithin auf diesem Teilgebiet der Wirtschaftslenkung Planungssicherheit. Überdies musste die DDR-Führung nun nicht mehr befürchten, dass Ostdeutsche nicht für die eigenen wirtschaftlichen Bedürfnisse, sondern für den westdeutschen Arbeitsmarkt ausgebildet wurden. Das waren nicht unwesentliche Folgen für die DDR-Wirtschaft. Der Versuch, ab 1962/63 das Wirtschaftssystem zu reformieren, indem man die Planung einschränkte und auf selektive Leistungsanreize in den Betrieben sowie bei den Individuen setzte, das sogenannte "Neue Ökonomische System der Planung und Leitung", war hingegen nur sehr indirekt auf den Mauerbau zurückzuführen: Es war vor allem der Versuch, die systemimmanenten Probleme der Planwirtschaft zu bewältigen, und ging erst in zweiter Linie darauf zurück, dass die Sowjetunion sich weigerte, die DDR-Wirtschaft in dem von Ost-Berlin erhofften Ausmaß zu subventionieren. Für diese sowjetische Entscheidung waren vor allem die eigenen wirtschaftlichen Probleme ausschlaggebend; eine gewisse Rolle wird dabei aber auch gespielt haben, dass die DDR nicht mehr, wie noch vor dem Mauerbau, vom Zusammenbruch bedroht schien.[34]

Doch wie entwickelte sich nach dem Mauerbau das Verhältnis des DDR-Regimes zu "seinen" Bürgern? Günter Kunert, der am Abend des 13. August 1961 von einem linientreuen Schriftsteller zu einer Versammlung von Standesgenossen abgeholt wurde, hat die beiden unterschiedlichen Erwartungen in diesem Zusammenhang wie folgt beschrieben: "Mein bisheriger Reisebegleiter [also der Schriftstellerkollege] hatte mir bereits im Auto glückstrahlend erklärt, jetzt endlich, da der Klassenfeind nicht mehr eindringen und wühlen könne, würden wir uns eine größere Offenheit leisten dürfen. [...] Ich hatte vordem nie geahnt, mit was für Narren ich es einmal zu tun haben könnte. Mir war doch von den ersten Minuten an klar gewesen, dass gerade jetzt, da wir alle in der Falle saßen, der Dompteur die Dressurakte ausweiten und steigern würde, ohne noch Rücksicht nehmen zu müssen. Der Käfig als Instrument der Disziplinierung."[35] Wer hatte recht? Der ungenannte linientreue Schriftsteller oder Kunert? Belege lassen sich für beide Sichtweisen finden. So zog der Staat unmittelbar nach dem Mauerbau die Zügel in der Wirtschaft an – Stichwort "Produktionsaufgebot" –, ging massiv gegen Widerstände gegen die Mauererrichtung vor und führte die allgemeine Wehrpflicht ein. Während genuin politische Opposition auch weiterhin mit aller Macht unterdrückt wurde, war das Regime indes langfristig darauf bedacht, Arbeitskonflikte nicht aufkommen zu lassen bzw. möglichst rasch zu beheben.[36] Als einziges Ostblockland bot die DDR die Möglichkeit eines waffenlosen Wehrdienstes, indem in der Nationalen Volksarmee (NVA) 1964 der Bausoldatendienst eingeführt wurde, um auf Wehrdienstverweigerungen nicht nur mit Inhaftierungen sowie Frei- und Rückstellungen reagieren zu müssen.[37] Eine leichte Öffnung ließ sich auch ab 1963 in der Jugend- und Kulturpolitik beobachten – jedoch währte diese Phase nur bis 1965.[38] Der Staat blieb im Kern repressiv; nonkonformes Verhalten wurde auch weiterhin meistens als gegen die staatliche und gesellschaftliche Ordnung gerichtet verstanden.[39] Insgesamt ging das brachiale Vorgehen gegen Abweichler tendenziell zurück; ein Stück weit, weil zu neuen, eher verdeckten Repressionsmethoden gegriffen wurde, ein Stück weit aber auch, weil der Staat auf bestimmten Feldern kapitulierte. Letzteres galt etwa für die "Beat"-Bewegung, gegen die ab 1965 massiv vorgegangen, die ab 1968/69 jedoch wieder toleriert wurde. Der westliche Lebensstil, der unkontrolliert über die Westsender ins Land kam, ließ sich eben nicht komplett unterdrücken. Und dieses Eingeständnis fiel der DDR-Führung im Schatten der Mauer vermutlich leichter als zuvor.[40]


Fußnoten

20.
Peter Graf Kielmansegg, Nach der Katastrophe. Eine Geschichte des geteilten Deutschland, Berlin 2000, S. 505.
21.
Vgl. Kurt Plück, Innerdeutsche Beziehungen auf kommunaler und Verwaltungsebene, in Wissenschaft, Kultur und Sport und ihre Rückwirkungen auf die Menschen im geteilten Deutschland, in: Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland", Hg. Deutscher Bundestag, Baden-Baden/Frankfurt a. M. 1995, Bd. 5, S. 2024, 2026.
22.
Erwin Wilkens, Kirche und theologische Situation in der DDR nach dem 13. August 1961 (Stand vom 1. Dezember 1961), in Auszügen dok.: Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte 5 (2011), S. 129–158, hier 147.
23.
Zu diesem Prozess vgl. u.a. Claudia Lepp, Tabu der Einheit? Die Ost-West-Gemeinschaft der evangelischen Christen und die deutsche Teilung (1945–1969), Göttingen 2005, S. 790–927.
24.
Vgl. Manuela Glaab, Deutschlandpolitik in der öffentlichen Meinung. Einstellungen und Regierungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1990, Opladen 1999, S. 143f.
25.
Vgl. Peter E. Fäßler, Durch den "Eisernen Vorhang". Die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen 1949–1969, Köln u.a. 2006, S. 198–255.
26.
Vgl. Uta Andrea Balbier, Instrument oder Freiraum? Innerdeutscher Sportverkehr 1952–1965, in: Hans Joachim Teichler (Hg.), Sport in der DDR. Eigensinn, Konflikte, Trends, Köln 2003, S. 38–58; Thomas Raithel, 1974 – Das Sparwasser-Tor. Entwicklung und Bedeutung des Sports in beiden deutschen Staaten, Berlin 2008, S. 269.
27.
Axel Schildt, Nachkriegszeit. Möglichkeiten und Probleme einer Periodisierung der westdeutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg und ihrer Einordnung in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, in: GWU 44 (1993), S. 571.
28.
Edgar Wolfrum, Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 2006, S. 187.
29.
Vgl. Wolfgang Schmidt, Kalter Krieg, Koexistenz und kleine Schritte. Willy Brandt und die Deutschlandpolitik 1948–1963, Wiesbaden 2001, passim, zum letzteren S. 460.
30.
Vgl. Siegfried Heilmann, Einleitung, in: Willy Brandt, Berliner Ausgabe, Bd. 3, Bonn 2004, S. 55f.
31.
Der Vortrag Bahrs in: DzD, Bd. IV/9, S. 572–575, zit. 575.
32.
Dietrich Staritz, Geschichte der DDR 1949–1990, Frankfurt a. M. 1996, S. 196.
33.
Günter de Bruyn, Vierzig Jahre. Ein Lebensbericht, Frankfurt a. M. 1996, S. 110.
34.
Vgl. André Steiner, Die DDR-Wirtschaftsreform der sechziger Jahre. Konflikt zwischen Effizienz- und Machtkalkül, Berlin 1999; zu letzterem insb. S. 46–55.
35.
Günter Kunert. Das Jahr 1961. Im Rückspiegel, in: FAZ, 3.1.2011.
36.
Vgl. Elke Stadelmann-Wenz, Widerständiges Verhalten und Herrschaftspraxis in der DDR. Vom Mauerbau bis zum Ende der Ulbricht-Ära, Paderborn u.a. 2009, S. 39–58, 75–89, 115–128.
37.
Vgl. Bernd Eisenfeld/Peter Schicketanz, Bausoldaten in der DDR. Die "Zusammenführung feindlich-negativer Kräfte in der NVA, Berlin 2011.
38.
Vgl. Marc-Dietrich Ohse, Jugend nach dem Mauerbau. Anpassung, Protest und Eigensinn (DDR 1961–1974), Berlin 2003, S. 64–137; Günter Agde (Hg.), Kahlschlag. Das 11. Plenum des ZK der SED 1965. Studien und Dokumente, 2. Aufl., Berlin 2000.
39.
Vgl. Elke Stadelmann-Wenz, Widerständiges Verhalten und Herrschaftspraxis in der DDR. Vom Mauerbau bis zum Ende der Ulbricht-Ära, Paderborn u.a. 2009, S. 238.
40.
Vgl. Michael Rauhut, Beat in der Grauzone. DDR-Rock 1964 bis 1972, Berlin 1993, S. 209–298.

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