Beleuchteter Reichstag

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13.9.2011 | Von:
Robert Meyer
Lutz Haarmann

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal

Die geschichtspolitische Verortung in der Ideengeschichte der Bundesrepublik

3. Topografische Aufstellung: die Schlossfreiheit in Berlin

Als Standort des Freiheits- und Einheitsdenkmals ist die Schlossfreiheit in Berlin vorgesehen. Die Aufstellung des Denkmals in Berlin war indes nicht unumstritten. Als Alternative war auch Leipzig im Gespräch. Hierfür sprach sich etwa vehement Gunter Weißgerber aus.[45] Auch Rainer Eckert, der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig, votierte für die Aufstellung in Leipzig auf dem Augustusplatz, den Eckert in "Platz der friedlichen Revolution" umbenannt sehen möchte. Leipzig habe im Kampf um die Freiheit stets eine herausragende Rolle gespielt, etwa in den anti-napoleonischen Befreiungskriegen 1813 und in der Märzrevolution 1848.[46] Damit griffen auch Befürworter des Standortes Leipzig auf die Revolutionstradition Deutschlands zurück.

Hingegen sprachen sich die Initiatoren des Denkmals bereits sehr früh für Berlin als Standort des Freiheits- und Einheitsdenkmals aus. Zwar wurde die Bedeutung Leipzigs und der dort einsetzenden Montagsdemonstrationen für die Revolution im Herbst 1989 gewürdigt, doch stellte Florian Mausbach zugleich die Rolle Ost-Berlins als "Hauptstadt der DDR" in den Vordergrund. So habe auf dem Alexanderplatz die größte Kundgebung stattgefunden, welche die "Machtlosigkeit der SED" demonstriert habe.[47] Außerdem sei von der Öffnung der Mauer in Berlin, der Hauptimpuls zur Wiedervereinigung ausgegangen. Auch sei der Beschluss zur Wiedervereinigung "von der freigewählten Volkskammer in Berlin" gefällt worden[48], so Richard Schröder. Berlin wurde somit als der zentrale nationale Erinnerungsort angesehen, wo der revolutionären Ereignisse vom Herbst 1989 und der Wiedervereinigung gedacht werden könne.

Zugleich wurde mit Berlin die nationale Dimension des Denkmals betont. Als Hauptstadt der Bundesrepublik sei Berlin auch die "Hauptstadt unserer Erinnerungskultur", erklärte Richard Schröder.[49] In seinem Beschluss machte sich der Deutsche Bundestag diese Sichtweise zu eigen und beschloss, das Denkmal "als nationales Symbol in der Mitte der deutschen Hauptstadt"[50] zu errichten. Damit repräsentiert das Denkmal die Nation.

Ein weiterer Grund, der zugunsten von Berlin als Standort für das Denkmal angeführt wurde, ist der Umgang mit der deutschen Vergangenheit. So plädierte Bundestagspräsident Norbert Lammert für den Standort Berlin, weil neben den zahlreichen Mahnmalen zur Erinnerung an die verbrecherischen, totalitären Regime auf deutschem Boden auch ein Denkmal errichtet werden solle, das die positiven Seiten der deutschen Geschichte zum Ausdruck bringe: "Wir haben aus gutem Grund insbesondere in der Hauptstadt zahlreiche auffällige Stätten der Erinnerung an die Verbrechen zweier Diktaturen in Deutschland. Es gibt keinen vernünftigen Grund, nicht auch in ähnlich demonstrativer Weise der Freiheits- und Einheitsgeschichte der Deutschen zu gedenken."[51]

Als Standort für das Denkmal der Freiheit und Einheit wurde der Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Wilhelm I. auf der Schlossfreiheit festgelegt. Das Reiterdenkmal, das anlässlich des 100. Geburtstages des Kaisers 1897 enthüllt wurde, unterschied sich von anderen Denkmälern zu Ehren des Kaisers dadurch, dass es sich um ein offizielles Denkmal, ein Auftragswerk Wilhelms II., handelte. Andere Denkmäler für Wilhelm I. gingen entweder aus den Initiativen industrieller, kaufmännischer und akademisch gebildeter Kreise oder aus Kriegsvereinen hervor, feierten also weniger die Leistung des Kaisers, sondern vielmehr die Nation.[52]

In gewisser Weise trifft dies auch auf das Freiheits- und Einheitsdenkmal zu: Es soll eben "nicht ein Denkmal des Parlamentarismus, also der repräsentativen Demokratie sein, sondern der unmittelbaren und selbsttätigen revolutionären Volksbewegung, der Menschen, die allein mit dem Mandat ihres Gewissens Freiheit und Einheit erkämpft haben", so Florian Mausbach: "Es sollte nicht ein repräsentatives Staatsmonument sein, sondern ein Bürgerdenkmal."[53] Gemäß der Vorstellung eines "Bürgerdenkmals", das der "friedlichen Revolution von unten"[54] gewidmet sein soll, sei beispielsweise auch der Standort unmittelbar vor dem Reichstag ungeeignet, da dieser eben nicht die Bürger, sondern das Parlament in den Vordergrund stelle.

Stattdessen kam es den Initiatoren darauf an, einen Ort zu finden, der die revolutionären Ereignisse besser zum Ausdruck bringe. Hierfür bot sich in ihren Augen die Schlossfreiheit in besonderer Weise an, denn in ihrer unmittelbaren Nähe "tagte die frei gewählte Volkskammer und fasste am 23. August 1990 den Beitrittsbeschluss"[55]. Ebenso findet in diesem Zusammenhang die große Kundgebung auf dem Alexanderplatz Erwähnung. Zudem verweise die Schlossfreiheit auf die "Befreiung von allen bürgerlichen Lasten und der Gewährung der Gewerbefreiheit" und bilde somit die "Keimzelle des bürgerlichen Lebens" in Preußen.[56] Damit knüpften die Initiatoren bewusst an die preußische Tradition an und betonten die bürgerliche Seite Preußens. Insgesamt also wird durch das Denkmal sowie die Wahl des Ortes die Nation selbst zum gefeierten Referenzpunkt; hierzu passt es auch, dass es sich bei den Initiatoren nicht nur um Parlamentarier handelt, sondern das Ansinnen auf ein solches Denkmal gewissermaßen der Mitte der bürgerlich verfassten Nation entspringt.

Bei der Wahl des Standortes kommt insgesamt ein erinnerungskultureller Transfer zum Ausdruck. Aleida Assmann spricht in diesem Kontext von einem "Palimpsest". Im Rahmen der Neugestaltung der Mitte Berlins sei die Stadt "ein dreidimensionaler Palimpsest: auf konzentriertem Raum ist Geschichte immer schon geschichtet als Resultat wiederholter Umformungen, Überschreibungen, Sedimentierungen."[57] In besonderer Weise wird dies am Ensemble der Schlossfreiheit und des Berliner Stadtschlosses deutlich: So wurde das Reiterstandbild Wilhelm I., das im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört wurde, 1949/50 bis auf den Sockel vollständig abgetragen. Dieses Vorgehen stand indes im Zusammenhang mit dem Abriss des gesamten Berliner Stadtschlosses, den SED-Chef Walter Ulbricht 1950 folgendermaßen begründete: "Das Zentrum unserer Hauptstadt, der Lustgarten und das Gebiet der jetzigen Schloßruine, müssen zu dem großen Demonstrationsplatz werden, auf dem der Kampfwille und der Aufbauwille unseres Volkes Ausdruck finden können"[58]. Dementsprechend entstand hier der "Palast der Republik" als Zeichen des sozialistischen Aufbaus, als Ausdruck der Neudefinition der Mitte Berlins im Lichte der sozialistischen Ideologie. Mit dem Abriss des Palastes der Republik und der geplanten Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses sowie der Aufstellung des Freiheits- und Einheitsdenkmals wird dieser Ort nunmehr erneut umgeschichtet und überschrieben: "Mit der Errichtung eines Denkmals auf dem für das Reiterstandbild Wilhelms I. gebauten Sockel wird jener Ort des Einheitswillens gleichsam demokratisch vollendet und im Hegel'schen Sinne 'aufgehoben'"[59] – im "Doppelsinn des Wortes 'Aufheben' von Bewahren und Überwinden"[60]. Insofern möchten die Initiatoren des Denkmals der Mitte Berlins ein neues Sediment deutscher Geschichte hinzufügen, welches das historische Erbe nicht leugnet, sondern dieses als Grundlage einer neuen Schichtung begreift.

Dies bestätigte Jürgen Engert, als er auf "die Ironie, die Brechung [hinwies], die entsteht mit dem Ersetzen des Symbols der Einheit von oben durch ein Sinnbild der Einheit von unten, einem Denkmal für die Kerzen".[61] Damit reagierte Engert auf Kritik, wonach das geplante Denkmal insofern einem "geschichtsblinden Triumphalismus"[62] fröne, als sein Sockel dem Kaiser der Reichseinigung von 1871 gewidmet war. Die Einheit, die nach 1989 möglich wurde, sah Engert im Unterschied zur Einigung von 1871 nicht als von oben verordnet, sondern als von unten erkämpft an. Beide Ereignisse verdichten sich aber durchaus für die Initiatoren und Befürwortern des Freiheits- und Einheitsdenkmals in dem ausgewählten Ort auf dem Sockel der Schlossfreiheit. Ort und Raum gehen in diesem Sinne eine Verbindung ein:[63] Einmal zeigt sich der Sockel der Schlossfreiheit als Ort, der primär auf die Vergangenheit bezogen ist; andererseits hat das abgetragene Reiterdenkmal einen Raum eröffnet, der für Planung und Deutung in die Zukunft gerichtet ist. Beide Dimensionen werden durch "Freiheit" und "Einheit" besetzt und als notwendige Orientierungspunkte der Nation in die Zukunft projiziert. Die Schlossfreiheit erweist sich somit als Palimpsest, in dem "Erfahrungsraum und Erwartungshorizont"[64] einer Nation aufeinandertreffen und in dem Geschichte als Prozess von Um- und Überschreibungen immer wieder neu geschichtet wird.


Fußnoten

45.
Eckhard Jesse/Thomas Schubert, Porträts der Akteure, in: Dies. (Hg.), Zwischen Konfrontation und Konzession. Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen, Berlin 2010, S. 313–354, hier 339.
46.
Zit.: Christiane Kohl, Die Mutigen des Montags. Leipzig hat eigene Vorstellungen, in: Süddeutsche Zeitung, 9.11.2007, S. 2.
47.
Florian Mausbach, Über Sinn und Ort eines Freiheitsdenkmals, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 12–30, hier 15.
48.
Richard Schröder, "Hauptstädte sind nun mal der Ort der Erinnerung", in: Süddeutsche Zeitung, 9.11.2007, S. 2 (Interview).
49.
Richard Schröder, "Hauptstädte sind nun mal der Ort der Erinnerung", in: Süddeutsche Zeitung, 9.11.2007, S. 2 (Interview).
50.
Konzept der Bundesregierung zur Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, Auszug, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 167–173, hier 172.
51.
Zit.: Die Einheit als Erfolgsgeschichte. Bundestagspräsident Lammert fordert Errichtung eines Freiheitsdenkmals in Berlin, in: Süddeutsche Zeitung, 4.10.2007, S. 6.
52.
Thomas Nipperdey, Nationalidee und Nationaldenkmal in Deutschland im 19. Jahrhundert, in: Ders., Gesellschaft, Kultur, Theorie, Göttingen 1976, S. 133–173.
53.
Florian Mausbach, Über Sinn und Ort eines Freiheitsdenkmals, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 12–30, hier 12. Vgl. kritisch dazu Marko Demantowsky, Das geplante neue Berliner Nationaldenkmal für "Freiheit und Einheit". Ansprüche, Geschichte und ein gut gemeinter Vorschlag, in: DA 42 (2009) 5, S. 879–887, hier 883ff.
54.
Florian Mausbach u.a., Initiative Denkmal Deutsche Einheit, Berlin, 13.5.1998, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 33–35, hier 34.
55.
Florian Mausbach u.a., Initiative Denkmal Deutsche Einheit, Berlin, 13.5.1998, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 33–35, hier 34.
56.
Florian Mausbach, Über Sinn und Ort eines Freiheitsdenkmals, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 12–30, hier 18.
57.
Aleida Assmann, Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, München 2007, S. 111f.
58.
Protokoll der Verhandlungen des III. Parteitages der SED, 20. bis 24. Juli 1950 in der Werner-Seebinder-Halle zu Berlin, Bd. 1, Berlin 1951, S. 380.
59.
Günther Nooke, Ein Denkmal für die Einheit in Freiheit? Formen der Auseinandersetzung mit der DDR, in: Peter März/Hans-Joachim Veen (Hg.), Woran erinnern? Der Kommunismus in der deutschen Erinnerungskultur, Köln u.a. 2006, S. 111–122, hier 118.
60.
Florian Mausbach, Über Sinn und Ort eines Freiheitsdenkmals, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 12–30, hier 14. Vgl. auch Peter Brandt, Plädoyer für ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, in: Ursula Bitzegeio u.a. (Hg.), Solidargemeinschaft und Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert. Beiträge zu Gewerkschaften, Nationalsozialismus und Geschichtspolitik, Bonn 2009, S. 443–458, hier 449.
61.
Jürgen Engert, Dankesworte, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 183–190, hier 189.
62.
Franziska Augstein, Gusseisernes Gedenken, in: Süddeutsche Zeitung, 28.5.2008, S. 4.
63.
Vgl. zur Unterscheidung zwischen Ort und Raum Aleida Assmann, Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, München 2007, S. 218: "Der Begriff des Raumes enthält ein Planungspotential, das in die Zukunft weist; der Begriff des Ortes dagegen hält ein Wissen fest, das auf die Vergangenheit bezogen ist."
64.
Reinhart Koselleck, 'Erfahrungsraum' und 'Erwartungshorizont' – zwei historische Kategorien, in: Ders., Vergangene Zukunft. Zur Semantik geschichtlicher Zeiten, 4. Aufl. Frankfurt a. M. 2000, S. 349–375.

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