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Beleuchteter Reichstag

15.8.2011 | Von:
Daniel Hechler
Peer Pasternack

Zwischen Selbsterforschung und Imagepflege

Die ostdeutschen Hochschulen und die Aufarbeitung ihrer Zeitgeschichte

2. Auswertung


Es fällt auf, dass sich die Aktivitäten innerhalb der einzelnen Hochschulen häufig zu keinem konsistenten Gesamtbild fügen. Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn die verschiedenen Medientypen, Kommunikationskanäle und Zugangsweisen einer Gesamtschau unterzogen werden.

Walter Ulbricht auf dem Festakt des 200. Jahrestages der Gründung der Bergakademie Freiberg, November 1965.Walter Ulbricht auf dem Festakt des 200. Jahrestages der Gründung der Bergakademie Freiberg, November 1965. (© Grudiertenkolleg der TU Bergakademie Freiberg)
So hat zum Beispiel die TU Bergakademie Freiberg sehr früh eine Bestandsaufnahme ihrer eigenen DDR-Geschichte vorgelegt.[13] 2002 wurde ein eher marginales Jubiläum genutzt, um einen Sammelband zur Hochschulgeschichte seit 1965 vorzulegen, der sich durch eine bemerkenswerte Perspektivenvielfalt auszeichnet. Eine Ausstellung lieferte eine Querschnitts-darstellung zum Studentenleben bis 1990. Das 350. Gründungsjubiläum (2015) wird mit einem derzeit laufenden Graduiertenkolleg zur Hochschulzeitgeschichte vorbereitet.[14] Dieses wird aus Hochschulmitteln finanziert, das heißt, die TU lässt sich dies etwas kosten. Soweit das Einerseits. Andererseits ist zu konstatieren: Eine Querschnittsausstellung zur Hochschulgeschichte ging nur am Rande auf die Zeitgeschichte ein.[15] In der Universitätszeitschrift finden sich lediglich sporadische Bezugnahmen auf die Hochschulzeitgeschichte und kein gezieltes Aufgreifen der diesbezüglichen Forschungsergebnisse. Auf der Homepage bricht die zentrale Darstellung zur Hochschulgeschichte gar zu Beginn des 20. Jahrhundert ab.[16] Eine zeitlich weiterführende Chronologie, die es auch gibt, ist praktisch nicht auffindbar, da auf den Seiten des Archivs versteckt – offenbar eine individuelle Initiative des Archivars.[17] Als Gesamteindruck entsteht: Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen Forschungs- und Publikationsaktivitäten und der öffentlichen Selbstdarstellung, insbesondere im Internet. Es gibt offenbar ein dynamisches und auch erfolgreiches Engagement Einzelner – Professur für Industriearchäologie, Archiv, bestimmte Fachbereiche –, das allerdings ohne Wirkung auf die zentrale Darstellung der Hochschulzeitgeschichte bleibt, das heißt, es sind mangelhafte Popularisierungsanstrengungen zu konstatieren.

Ebenfalls als inkonsistent zeigen sich die zeitgeschichtsbezogenen Aktivitäten der TU Chemnitz. So existiert auf der einen Seite eine Gesamtdarstellung in Buchform zum 50. Jubiläum der Gründung der Hochschule für Maschinenbau.[18] Auf der anderen Seite wird in der Hochschulzeitschrift auf die Hochschulgeschichte kaum Bezug genommen und findet die Geschichtsdarstellung auf der Webseite trotz des 175jährigen Hochschuljubiläums (2011) über einen 15 Jahre alten Text statt.[19] Ähnliche Inkonsistenzen weist auch der Umgang mit der Zeitgeschichte an den Universitäten in Ilmenau und Magdeburg auf, die wie die Chemnitzer Einrichtung DDR-Statusaufsteiger sind.

Als Beispiel für den inkonsistenten Umgang mit der Zeitgeschichte einer traditionellen Universität kann die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gelten: Dieser beschränkt sich dort auf Einzelaktivitäten, die dann aber oftmals bemerkenswert sind. Solche stellen etwa die Qualifikationsschriften zu Repression und Ministerium für Staatssicherheit (MfS)[20] sowie die Ausstellung zu 20 Jahren Systemwechsel an der Universität dar.[21] Auf der hochschulzentralen Ebene ist hingegen ein gewisses Desinteresse an der Zeitgeschichte festzustellen. Während die Zeit des NS in Publikationen gut aufgearbeitet ist,[22] fehlt eine vergleichbare Darstellung für die DDR-Zeit; hierzu gibt lediglich 'Buchbindersynthesen'.[23] Auf der Universitätshomepage findet sich – als einziger traditioneller Volluniversität – keine Darstellung zur Hochschulgeschichte; auch die Webseiten des Archivs enthalten keine Verweise auf die Zeitgeschichte.[24] Stattdessen steht an der MLU die Traditionsherstellung im Vordergrund.

Aber auch Universitäten, die einen einheitlicheren und teilweise sehr aktiven Umgang mit der eigenen Zeitgeschichte pflegen, zeigen zumeist – sei es durch die Privilegierung einzelner Medientypen, sei es durch zeitliche und thematische Schwerpunktsetzung – Inkonsistenzen.

Insbesondere mit Blick auf die Publikationsdichte erweist sich etwa die Friedrich-Schiller-Universität als zeitgeschichtlich aktiv. Hervorzuheben ist die Arbeit der Senatskommission "Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte im 20. Jahrhundert". Diese wurde mit dem Auftrag eingerichtet, jubiläumsvorbereitend eine umfassende Gesamtdarstellung für die Zeit des 20. Jahrhunderts vorzulegen. Begleitend erschien eine Reihe von Veröffentlichen zu einzelnen Zeitabschnitten.[25] Von diesen stellt insbesondere die zweibändige Publikation zur Jenaer Universität im Sozialismus die bisher umfassendste Rekonstruktion der SBZ/DDR-Vergangenheit einer Hochschule dar.[26] Der Senatskommission gelang es dabei auch, ihre Arbeit in die akademische Lehre zu integrieren. Die Arbeit der Kommission genoss nicht zuletzt auf Grund dreier NS-bezogener Skandalerfahrungen um die Jahrtausendwende inneruniversitär großen Rückhalt.[27] Dieser spiegelte sich auch in der regelmäßen Dokumentation der Forschungsergebnisse der Senatskommission im Hochschuljournal wider.[28] Angesichts des erarbeiteten hochschulzeitgeschichtlichen Wissensstandes enttäuscht die Universitätswebseite, die dem 20. Jahrhundert neben sparsamen weiterführenden Links nur wenige Sätze widmet.[29] Das Ausstellungsgeschehen fällt – etwa im Vergleich mit den publizistisch ähnlich aktiven Universitäten in Berlin und Leipzig[30] – unterdurchschnittlich aus. Somit lassen sich bei hoher Forschungs- und Publikationsdichte eher geringe Popularisierungsbemühungen feststellen.

Eine andere Form der Inkonsistenz zeigt hingegen die Humboldt-Universität zu Berlin, die im Umgang mit der eigenen Zeitgeschichte den Schwerpunkt deutlich auf die Zeit des Nationalsozialismus setzt. Diese erhöhte Aufmerksamkeit für die Zeit zwischen 1933 und 1945 ist sowohl hinsichtlich der Publikationen, der Hochschulzeitung, der Internetdarstellungen als auch der Ausstellungsaktivitäten sichtbar, wenngleich sich jüngst eine Zuwendung zur Geschichte der Universität im sozialistischen Staat feststellen lässt. Trotz recht hoher Publikationsdichte – Bearbeitung der Hochschultransformation 1989ff,[31] einzelner Gelehrter[32] sowie der Charité[33] – wurde erst anlässlich des 200. Jubiläums eine Gesamtrekonstruktion der DDR-Universitätsgeschichte unternommen.[34] Diese Jubiläumsgebundenheit einer systematisierten Gesamtdarstellung teilt die Berliner Universität mit den meisten Einrichtungen, wie etwa denen in Jena, Leipzig oder Greifswald. Dagegen weist ihre Universitätszeitung die höchste Dichte an zeitgeschichtlichen Beiträgen in allen ostdeutschen Hochschulzeitschriften auf. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass sie als einzige ihrer Hochschulgeschichte dauerhaft eine eigene, ganzseitige Rubrik zur Verfügung stellt. Der Internetauftritt charakterisiert einerseits die Universität in der SBZ/DDR ebenso als Opfer wie auch als Agentin diktatorischer politischer Entscheidungen, legt andererseits aber auch Wert auf die fortgesetzt gute Ausbildung und die internationalen Kontakte in dieser Zeit.[35] Weiterführende Informationen finden sich dort eher zur Geschichte der Universität im Nationalsozialismus. Diese gehen auf die 2002–2005 aktive Arbeitsgruppe "Die Berliner Universität und die NS-Zeit. Erinnerung, Verantwortung, Gedenken" zurück.[36] Deren Existenz zeigte zugleich, dass Aufarbeitungen der Hochschulzeitgeschichte nicht zwingend eines Jubiläumskontextes bedürfen, wenn es eine entsprechende Resonanzfähigkeit innerhalb der Universität gibt. Trotz gewisser Aufarbeitungslücken – etwa der studentische Widerstand – und einer Privilegierung der Beschäftigung mit dem NS erweist sich die Humboldt-Universität als zeitgeschichtlich aktiv und um eine Popularisierung der zeitgeschichtlichen Forschungsergebnisse bemüht. Dies zeigt auch die Vielzahl der Ausstellungen, die oftmals unter studentischer Beteiligung entstanden.[37]

Wie stark das Bemühen um die Zeitgeschichte mit dem Jubiläumsgeschehen verbunden ist, zeigt sich auch nachdrücklich bei der Universität Rostock. Hier gibt es jetzt, nach als defizitär bewerteten Ad-hoc-Aktivitäten in Folge von Systemwechsel und Jubiläum in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre,[38] ein deutliches Bemühen um eine systematische Aufarbeitung und Darstellung der Universitätsgeschichte seit 1945. Diese wird neben verstärkten Publikationsaktivitäten vor allem in der Internetpräsenz deutlich, die wegen der Vorbereitungen auf das Universitätsjubiläum 2019 noch das Bild einer Baustelle abgibt. Dabei vermischen sich positive Elemente – Linkliste mit allen hochschulgeschichtlichen Inhalten auf Subebenen, Online-Publikation von hochschulzeitgeschichtlichen (Qualifikations-)Schriften, Informationen über aktuelle Tätigkeiten, Verlinkungen auf andere hochschulzeitgeschichtliche Angebote, Professorenkatalog – und Mängel – defizitäre, weil informationsarme Gesamtdarstellung als kurzer Fließtext, und die Alumni werden bislang lediglich für Hochschul-PR genutzt.[39]

Festzuhalten bleibt allerdings, dass – wie das Beispiel der Universität Halle-Wittenberg zeigt – mit Jubiläen nicht zwangläufig derartige Systematisierungsbemühungen einhergehen. Darüber hinaus muss eine verstärkte Beschäftigung mit der Zeitgeschichte von einem entsprechenden politischen Willen getragen werden. Dies ist gerade bei Traditionsuniversitäten notwendig, um eine – angesichts des jahrhundertelangen Bestehens dieser Einrichtungen allein wissenschaftlich kaum zu begründende – besondere Aufmerksamkeit für die jüngere Vergangenheit zu erzeugen.

Vollständige Kohärenz hingegen ist nur an den Universitäten anzutreffen, die sich umfassend in zeitgeschichtlicher Abstinenz üben. So herrscht etwa an der BTU Cottbus eine Marginalität zeitgeschichtlicher Bezüge, welche die Universität eher als geschichtslose Neugründung nach 1989 erscheinen lässt. Es fehlen nicht nur entsprechende Publikationen oder Beiträge in der Universitätszeitung; auch die Internetseite kommt ohne Zeitgeschichte (der Vorgängereinrichtung) aus. In ähnlicher Weise sind in der öffentlichen Selbstdarstellung der Universität Potsdam zeitgeschichtliche Bezüge bislang abwesend (eine Gesamtdarstellung ist allerdings angekündigt).

Anders verhält es sich an der Universität Erfurt, die, wie Cottbus und Potsdam, in den 1990er-Jahren neugegründet worden war. Hier findet – bei keineswegs überschäumenden Interesse für die größte Vorgängereinrichtung, die Pädagogische Hochschule Erfurt-Mühlhausen – zumindest eine intensive Beschäftigung mit der Baugeschichte des Campus statt. Dabei werden einmal erstellte Texte bzw. Forschungsergebnisse konsequent für alle Medien verwertet.[40]

Die Feststellung von In-/Konsistenzen in der Befassung mit der Hochschulzeitgeschichte an den künstlerischen und den Fachhochschulen gestaltet sich – auf Grund der zumeist nur geringen Aktivitätsdichte – schwieriger. Es gibt vergleichsweise aktive Hochschulen (zum Beispiel Mittweida) wie auch weitgehend inaktive. Differenzen lassen sich zumeist nur hinsichtlich des unterschiedlichen Zugriffsmodus der Gesamteinrichtung und dem der einzelnen Fachbereiche ausmachen.

Als auffällige Inkonsistenzen bei den künstlerischen Hochschulen lassen sich festhalten: An der Weißensee Kunsthochschule Berlin gibt es eine Diskrepanz zwischen einer relativ starken Publikationsaktivität Ende der 1990er anlässlich des 50. Hochschuljubiläums[41] und einer völligen Abwesenheit zeitgeschichtlicher Bezüge auf der Hochschulhomepage.[42] Die wenigen historischen Informationen in den Online-Selbstdarstellungen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Hochschule für Musik Dresden beziehen sich nicht auf die Zeitgeschichte,[43] jedoch lassen sich derartige Aspekte unterhalb der zentralen Ebene – etwa im Kontext der Gebäudenutzung[44] oder in den Darstellungen auf Fachbereichsebene – finden.[45]

Als auffällige Inkonsistenzen bei den Fachhochschulen lassen sich festhalten: An der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden finden sich fachbereichsbezogen in den Hochschulpublikationen lebensweltlich-identitäre Zugriffe auf Vorläufer,[46] während auf der Homepage eine Selbststilisierung als Neugründung stattfindet.[47] An der FH Jena überraschen die Ausstellung und Jubiläumsfeier des 100-jährigen Bibliotheksjubiläums[48] sowie Berichte zu Alumni-Aktivitäten in der Hochschulzeitung insofern, als gleichzeitig jegliche zeitgeschichtliche Bezüge in der Internetdarstellung der Hochschule fehlen und von (durchaus vorhandenen) Vorgängereinrichtungen dort keine Rede ist.[49]


Fußnoten

13.
Otfried Wagenbreth, Die Technische Universität Bergakademie Freiberg und ihre Geschichte dargestellt in Tabellen und Bildern, Leipzig/Stuttgart 1994.
14.
http://graduiertenkolleg-freiberg.de/ [17.12.2010].
15.
http://tu-freiberg.de/ze/archiv/colorbox/
example1/proaus.html [17.12.2010].
16.
http://tu-freiberg.de/geschichte/index.html [20.10.2010].
17.
http://tu-freiberg.de/ze/archiv/zeittafel.html [17.12.2010].
18.
Hans-Joachim Hermes u.a., Von der Kgl. Gewerbeschule zur Technischen Universität. Die Entwicklung der höheren technischen Bildung in Chemnitz 1836–2003, Chemnitz 2003; Volltext auch unter: http://www.tu-chemnitz.de/uni-archiv/info/projekte/geschichte/
buch_inhalt.php#inhalt [20.10.2010].
19.
http://www.tu-chemnitz.de/tu/geschichte/. Positiv sticht innerhalb der Internetpräsenz das Archiv heraus, welches weiterführende zeitgeschichtliche Informationen anbietet: http://www.tu-chemnitz.de/uni-archiv/info/geschichte/geschichte.php [20.10.2010].
20.
Sybille Gerstengarbe/Horst Hennig, Opposition, Widerstand und Verfolgung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945–1961. Eine Dokumentation, Leipzig 2009; Steffen Reichert, Unter Kontrolle. Die Martin-Luther-Universität und das Ministerium für Staatssicherheit 1968–1989, Halle (S.) 2007.
21.
Vgl. http://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=965 [17.11.2010].
22.
Henrik Eberle, Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945, Halle (S.) 2002.
23.
Siehe z.B. die Jubiläumsbände Hans-Hermann Hartwich (Hg.), Universitätsjubiläum und Erneuerungsprozeß. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im dreihundertsten Jahr ihres Bestehens 1994, Opladen 1995; Hermann-J. Rupieper (Hg.), Beiträge zur Geschichte der Martin-Luther-Universität 1502–2002, Halle (S.) 2002.
24.
Positiv sind allerdings der Professorenkatalog (http://www.catalogus-professorum-halensis.de/) und die einzelne Webseiten von Fakultäten, Institute und Fachbereiche, die gelegentlich Bemühungen um die Bearbeitung der eigenen Geschichte aufweisen; z.B. http://www.mathematik.uni-halle.de/history/index.html [20.9.2010].
25.
Eine Übersicht bietet http://www.uni-jena.de/Publikationen_page_156405.html [20.10.2010].
26.
Uwe Hoßfeld u.a. (Hg.), Hochschule im Sozialismus. Studien zur Friedrich-Schiller-Universität Jena (1945–1990), Köln u.a. 2007.
27.
Am nachhaltigsten wirkte sicherlich der Skandal um den Namenspatron der Jenaer Kinder- und Jugendklinik Jussuf Ibrahim. Dessen bereits früher bekannte Beteiligung an der NS-Euthanasie führte unter großer überregionaler Beachtung im Jahr 2000 u.a. zur Entscheidung einer Universitätskommission, die Universitätsklinik umzubenennen. Bereits 1997 hatte die Ergänzung der Rektorengalerie eine Debatte provoziert, als in diese auch der NS-Rektor Karl Astel integriert werden sollte.
28.
Vgl. insb. Uni-Journal Jena, Sonderausgabe Senatskommission zur Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte im 20. Jahrhundert, Hg. Friedrich-Schiller-Universität Jena, Jena 2004.
29.
http://www.uni-jena.de/Geschichte.html [20.10.2010].
30.
Vgl. u.a. Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009, Bd. 3: Das zwanzigste Jahrhundert, Hg. Universität Leipzig, Leipzig 2010; Siegfried Hoyer, Kleine Geschichte der Leipziger Studentenschaft, Leipzig 2010; Josef Koch, Die "Wolfgang-Rosenthal-Klinik" Thallwitz 1943–1994. Ein unbequemes Kapitel der Geschichte der Universität Leipzig, Leipzig 2011; Konrad Krause, Alma mater Lipsensis. Geschichte der Universität Leipzig, Leipzig 2003.
31.
Die Phase der Hochschultransformation nach 1989 ist an der HU im Rahmen einer Untersuchung aufgearbeitet worden, welche die Universitätsleitung in Auftrag gegeben hatte: Thomas Raiser, Schicksalsjahre einer Universität. Die strukturelle und personelle Neuordnung der Humboldt-Universität zu Berlin 1989–1994, Berlin/Baden-Baden 1998. Darüber hinaus war sie Gegenstand eines von Studierenden initiierten Projekttutoriums: vgl. http://amor.cms.hu-berlin.de/~h0444vy4/ueber.html [11.2.2011].
32.
Besondere Beachtung haben dabei Robert Havemann und Rudolf Bahro gefunden. Während zu Havemann bisher ausschließlich universitätsextern Publikationen entstanden (vgl. http://www.havemann-gesellschaft.de/index.php?id=27 [27.3.2011]), liegen für Bahro auch Schriften vor, die durch die Universität initiiert wurden; vgl. etwa Maik Hosang (Red.), Rudolf Bahro. Ein Leben und eine Philosophie für die Zukunft von Mensch und Erde, Berlin 2000.
33.
Vgl. Daniel Hechler/Peer Pasternack, Deutungskompetenz in der Selbstanwendung. Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte, Halle-Wittenberg 2011, S. 52–55.
34.
Die Publikation liegt noch nicht vollständig vor, vgl. http://verlag.oldenbourg.de/en/akademie-verlag/geschichte-universitaet-unter-den-linden-1810-2010/9783050046686 [27.7.2011].
35.
http://www.hu-berlin.de/ueberblick/
geschichte/hubdt_html#umbrueche [20.9.2010].
36.
Vgl. Vergangenheit bewältigen, in: Humboldt, 5-2001/02, S. 1.
37.
Z.B. Rüdiger vom Bruch/Christoph Jahr (Hg.), Studieren in Trümmern. Die Wiedereröffnung der Berliner Universität im Januar 1946, Berlin 2006.
38.
Vgl. Mögen viele Lehrmeinungen um die eine Wahrheit ringen. 575 Jahre Universität Rostock, Hg. Universität Rostock, Rostock 1994.
39.
https://www.uni-rostock.de/universitaet/
universitaetsgeschichte/ [20.9.2010].
40.
Steffen Rassloff, Der Universitätscampus. Vom "Sinnbild des sozialistischen Erfurt" zum "Harvard an der Gera", in: Campus, 3/2009, S. 25, URL http://www.uni-erfurt.de/uni/portraet/geschichte/campus-baugeschichte/campus-1952-2009/ [20.9.2010]; Ulrike Wollenhaupt-Schmidt, Kunst auf dem Uni-Campus, Teil 1, ebd., 2/2009, S. 38; Teil 2, ebd., 3/2009, S. 42; Dies., Kunst auf dem Uni-Campus (1954–1990), Erfurt o. J., http://www.uni-erfurt.de/fileadmin/public-docs/Universitaet/Praesidium/
KunstaufdemUniCampus.pdf [20.9.2010].
41.
Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Hg. Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Berlin 1996; Hiltrud Ebert, Drei Kapitel Weißensee. Dokumente zur Geschichte der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 1946 bis 1957, Berlin 1996; Samson D. Sauerbier (Hg.), Zwei Aufbrüche. Symposion der Kunst, Berlin 1997; Johannes Uhlmann, Kunst des Elementaren. Die Högnersche Grundlehre des visuell-ästhetischen Gestaltens im Produktdesign, Berlin 1997.
42.
http://www.kh-berlin.de/ [20.9.2010].
43.
http://www.hfbk-dresden.de/hochschule/profil/
vorstellung/geschichte.html, http://www.hfmdd.de/hochschule/portrait/ [20.9.2010].
44.
http://www.hfbk-dresden.de/hochschule/profil/gebaeude/
bruehlsche-terrasse.html [20.9.2010].
45.
http://www.hfmdd.de/hochschule/institute/
institut-fuer-musikwissenschaft/geschichte/ [20.9.2010].
46.
Z.B. 10 Jahre Fachhochschulausbildung in den Studiengängen Vermessungswesen und Kartographie an der HTW Dresden (FH) und 50 Jahre Ausbildung von Vermessungs- und Kartographieingenieuren in Dresden, Hg. Fachbereich Vermessungswesen, Kartographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden 2002.
47.
http://www.htw-dresden.de/index/hochschule/
geschichte.html [20.9.2010].
48.
Sigrid Neef: 100 Jahre Bibliothek der Fachhochschule Jena , in: facetten Nr. 11 (Juni 2005), S. 7.
49.
http://www.fh-jena.de/index.php/browse/121 [20.9.2010].

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