Beleuchteter Reichstag

16.8.2011 | Von:
Manuel Becker

Die Bedeutung des deutschen Diktaturenvergleichs für die politische Kultur der "Berliner Republik"

3. Perspektiven des deutschen Diktaturenvergleichs


Welche Perspektiven ergeben sich für den Vergleich zwischen dem nationalsozialistischen und dem SED-Regime heute, über 20 Jahre nach der Deutschen Einheit? Die vielfältigen Bezüge lassen sich in vier zentralen Aspekten bündeln: Es handelt sich um eine semantische, eine pädagogisch-didaktische, eine wissenschaftliche und nicht zuletzt um eine politische Herausforderung.

(a) Das erste Problem stellt sich bereits auf der sprachlichen Ebene. Ist es überhaupt gerechtfertigt, so fragte Salomon Korn vom Zentralrat der Juden in der "Zeit", von einer "doppelten Diktatur" oder den "beiden totalitären Systemen" zu sprechen, ohne damit beide Herrschaftsregime bereits gedanklich gleichzusetzen?[26] In der Tat erscheint Vorsicht bei der Wortwahl geboten, insbesondere, was den Totalitarismusbegriff angeht. In diesem Zusammenhang wird oftmals ein grundlegender Denkfehler begangen: Kommt man im Kontext eines Vergleichs von Herrschaftssystemen zu dem Ergebnis, dass sich die Fälle signifikant ähneln bzw. Gemeinsamkeiten aufweisen, so handelt es sich zunächst um ein rein deskriptives Urteil, nicht um eine normative Bewertung. Es ist also durchaus möglich, die Herrschaftsorganisation in der DDR nach dem Vergleich mit Herrschaftsstrukturen in anderen links- und rechtsextremen Regimen als totalitär einzustufen, ohne sie damit qualitativ auf eine Stufe mit dem totalitären System des Nationalsozialismus zu stellen. Die getroffene Aussage lässt die normative Abstufung in einem zweiten Schritt immer noch zu. Die Einordnung der DDR als totalitäres Regime lässt sich aus anderen Gründen sicherlich mit Recht in Frage stellen, aber nicht aus dem Bedenken heraus, das SED-Regime könne damit normativ mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt werden. Wer so argumentiert, macht zwei Schritte auf einmal und begeht einen entscheidenden Kategorienfehler. Die Verwechslung der deskriptiven mit der normativen Ebene ist der wohl häufigste Grund für eine vorschnelle, wenig durchdachte Ablehnung der vergleichenden Betrachtung von Diktaturen unter dem Totalitarismus-Paradigma. Zumindest folgende Differenzierung erscheint angebracht: Von ihrem Herrschaftsanspruch her lässt sich die DDR mit guten Argumenten als totalitär bezeichnen. Der weltanschaulich geschlossene Dogmatismus und der Zugriff auf das Bewusstsein der Menschen entlarven den totalitären Anspruch, der der SED-Herrschaft zu Grunde lag.[27] Was jedoch die konkrete Herrschaftspraxis angeht, so klaffen Anspruch und Wirklichkeit deutlich auseinander. Auf dieser Ebene erscheint es deutlich problematischer, die DDR als totalitäres System zu bezeichnen.

Einigen könnte man sich hingegen sicherlich auf den Diktaturbegriff, der sich in der vergleichenden Politikwissenschaft als praktikabler Oberbegriff etabliert hat und der zugleich Raum für weitere Differenzierungen lässt. Fernerhin erscheint es ebenso plausibel, sowohl das "Dritte Reich" als auch die DDR als ideologiegeleitete Diktaturen bzw. als "Ideokratien" zu bezeichnen.[28] Denn beide Regime rechtfertigten ihren Herrschaftsanspruch maßgeblich vor dem Hintergrund einer deterministischen und monistischen Weltanschauung.

(b) Neben dieser basalen sprachlichen hat der deutsch-deutsche Diktaturenvergleich auch eine pädagogisch-didaktische Dimension. 2005 wurden im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands 5.616 Schülerinnen und Schüler aus allen deutschen Bundesländern zu ihren Kenntnissen über die DDR befragt. Dabei stellte sich heraus, dass das vorhandene Wissen der Schülerinnen und Schüler gravierende Mängel aufweist. Fragen, die nach den Curricula nachweislich zum zu vermittelnden Unterrichtsstoff gehörten, wurden im Schnitt von weniger als der Hälfte der Befragten richtig beantwortet. Ein knappes Drittel gab an, die Geschichte der DDR im Unterricht der Sekundarstufe I überhaupt nicht behandelt zu haben.[29] Die drei Jahre später von Monika Deutz-Schroeder und Klaus Schroeder publizierte Studie bestätigte den generellen Befund, dass im Wissen deutscher Pennäler über das SED-Regime große Lücken klaffen. Knapp 50 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler waren der Ansicht, dass die DDR im Schulunterricht als Thema zu wenig Beachtung fände; hier gaben sogar über zwei Drittel an, man habe ihnen in der Schule überhaupt kein Wissen über das SED-Regime vermittelt.[30] Offenkundig wird dieses Thema in den Lehrplänen an den Schulen vollkommen unzureichend berücksichtigt. Mit verheerenden Konsequenzen: Jeder vierte der befragten Schüler vermutete, Konrad Adenauer und Willy Brandt hätten im SED-Regime gewirkt. Erschreckende zehn Prozent versetzten auch Helmut Kohl in die DDR. Selbst wenn man dergleichen personelle Verwechslungen mit mangelndem historischen Interesse erklären und als vernachlässigenswert einstufen würde, so ist der Befund, dass 57 Prozent der ostdeutschen Jugendlichen die DDR im direkten Vergleich mit der Bundesrepublik für das bessere politische System halten, demokratietheoretisch alarmierend.[31] Denn hierin zeigt sich, welche Auswirkungen ein Mangel an Bildung und Wissen auf die demokratische Gesinnung und damit auf die politische Kultur als Ganzes haben kann.

Themen, die sich mit dem "Dritten Reich" befassen, nehmen in den Lehrplänen an deutschen Schulen nun bereits seit mehreren Jahrzehnten einen nach wie vor relativ breiten Raum ein. Die vergleichende Betrachtung zwischen Nationalsozialismus und SED-Regime könnte auch hier helfen, Schüler zur Herausbildung eines informierteren und differenzierteren DDR-Urteils anzuleiten. Das stellt zwar hohe didaktische Anforderungen an das Lehrpersonal, da nicht der Eindruck einer vorschnellen Gleichsetzung erweckt werden darf; pädagogisch vernünftig aufbereitet, kann der vergleichende Blick allerdings äußerst hilfreich sein, um ein kritisches Geschichtsbewusstsein gerade für die Schattenseiten der kollektiven Vergangenheit des eigenen Gemeinwesens zu vermitteln.

(c) Auch die Zeitgeschichtsforschung steht noch immer vor vielerlei Herausforderungen. Es sollte nicht vergessen werden, dass wohl kein anderer Staat auf der Welt über so umfangreiche und gut zugängliche Archivmaterialien zu zwei diktatorischen Herrschaftssystemen verfügt wie Deutschland. Allein diese Tatsache sollte Motivation bieten. Auch wenn ideologische Hemmnisse in großem Stil abgebaut worden sind, beurteilten 2004 satte 40 Prozent der deutschen DDR-Forscher den Vergleich zwischen der DDR und dem "Dritten Reich" als "unzureichend" bzw. als "sehr unzureichend" erforscht.[32]

Die genannten Kriterienkataloge von Schuller, Heydemann und anderen sind bei Weitem noch nicht vollumfänglich abgearbeitet. Es liegen noch lange nicht zu jedem der genannten Punkte systematische Vergleichsstudien vor. Überblickt man den Forschungsstand insgesamt, so scheint es, als ob die herrschaftspraktische Seite der beiden deutschen Diktaturen schon recht ausführlich thematisiert worden ist. Demgegenüber nehmen Fragen der Herrschaftslegitimation bisher eine eher unterprivilegierte Rolle ein. Dabei ist es gerade für die wissenschaftliche Einordnung und Bewertung einer diktatorischen Herrschaft von entscheidender Bedeutung, nicht nur deren Symptome, sondern vor allem auch deren tiefer liegende Ursachen in den Blick zu nehmen. Im Rückblick wird deutlich, wie wirkmächtig Ideen, Dogmen und Gedankensysteme auf den Gang der Geschichte einwirken können und dass mitnichten von einer unüberbrückbaren Kluft zwischen der theoretischen Welt der Ideen und Ideologien und der praktischen Welt der Politik und Gesellschaft ausgegangen werden kann. Politik findet nicht im gleichsam luftleeren Raum statt. Dem politischen Handeln liegen vielmehr stets bestimmte normative Grundsätze, konkrete moralische Werte sowie spezifische regulative Ideen zu Grunde. Der Vergleich zwischen dem Nationalsozialismus und der DDR erweist sich in dieser Perspektive auch als anschlussfähig für die vergleichende Ideologieforschung im Allgemeinen, wie sie in den vergangenen Jahren Autoren wie Friedrich Pohlmann, Lothar Fritze oder Barbara Zehnpfennig betrieben haben.[33] Es bleibt also noch viel zu tun, und die Betrachtung unter weltanschaulichen Aspekten könnte dabei einen fruchtbaren Anknüpfungspunkt bieten.

Öffentliche Anhörung zu den "Empfehlungen der Expertenkommission zur Schaffung eines Geschichtsverbundes 'Aufarbeitung der SED-Diktatur'" im Deutschen Bundestag, Berlin 6. Juni 2006. Im Bild (v.l.) die Kommissionsmitglieder Klaus-Dietmar Henke, Ulrike Poppe und der Vorsitzende Martin Sabrow sowie der Moderator Christhard Läpple und Bernd Schäfer, Staatssekretär beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM).Öffentliche Anhörung (© Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Öffentliche Anhörung zu den "Empfehlungen der Expertenkommission zur Schaffung eines Geschichtsverbundes 'Aufarbeitung der SED-Diktatur'" im Deutschen Bundestag, Berlin 6. Juni 2006. Im Bild (v.l.) die Kommissionsmitglieder Klaus-Dietmar Henke, Ulrike Poppe und der Vorsitzende Martin Sabrow sowie der Moderator Christhard Läpple und Bernd Schäfer, Staatssekretär beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM).

(d) Das Erbe der beiden deutschen Diktaturen stellt nicht zuletzt auch die bundesdeutsche Erinnerungspolitik vor große Aufgaben. Im Gefolge der Ergebnisse der zweiten Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages wurde in Deutschland eine staatlich geförderte und zentralisierte Gedenkstättenlandschaft institutionalisiert, deren Federführung seit 1999 dem von der rot-grünen Bundesregierung neu geschaffenen Amt eines Kulturstaatsministers obliegt. Diese strukturelle Zusammenführung der staatlichen Gedenkstättenpolitik hat sich bis heute erhalten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass eine nationale Gedenkstättenpolitik nur funktionieren kann, wenn sie sich auch auf beide deutschen Diktaturen bezieht. Der Arbeit der "Expertenkommission zur Schaffung eines Geschichtsverbundes 'Aufarbeitung der SED-Diktatur'" ist zweifellos wenig Erfolg beschieden gewesen.[34] Neben weniger rühmlichen Scharmützeln um den wissenschaftspolitischen Einfluss einzelner Forscher und der Sorge vor einem von staatlicher Seite verordneten rot-grünen Geschichtsbild,[35] erschien bereits der Ansatz der Bundesregierung fragwürdig, einseitig einen DDR-bezogenen Geschichtsverbund schaffen zu wollen.

Konsequenterweise berücksichtigte die gelungene, in Teilen auf den Empfehlungen der Expertenkommission aufbauende Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes, die im Juni 2008 verabschiedet wurde, die vergleichende Perspektive. Die zentrale Achse des Konzepts bildet die Frage, wie das vereinte Deutschland mit dem Erbe sowohl des Nationalsozialismus als auch des SED-Regimes in einem angemessenen Verhältnis zueinander umgehen kann. Winfried Sträter hat zu Recht darauf hingewiesen, dass es sicherlich kein leichtes Unterfangen war, die beiden Diktaturen miteinander in Beziehung zu setzen und zu unterscheiden sowie dabei gleichzeitig keinerlei Angriffsfläche für den Vorwurf der Verharmlosung des NS-Regimes und den der Bagatellisierung der DDR zu bieten.[36]

Die Gedenkstättenlandschaft zur Erinnerung an die NS-Diktatur besitzt in Deutschland eine über Jahrzehnte hinweg gewachsene und etablierte erinnerungspolitische Struktur. Daher geht der größere Anteil der staatlichen Förderung noch immer an die NS-Gedenkstätten. Die Angemessenheit der Proportionierung wird in den kommenden Jahren sicher immer wieder neu zu überprüfen sein. Die DDR-bezogenen Gedenkstätten haben sich in den vergangenen 20 Jahren etwas "naturwüchsiger" entwickelt. Die Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption sah sinnvollerweise eine stärkere Kooperation gerade der Berliner Erinnerungsstätten vor; die ist jedoch noch immer weiter auszubauen. Es ist einerseits richtig, dass in der Geschichte wohl kaum eine Diktatur so umfassend und mit solch hohem personellen und finanziellen Aufwand in die Gedenkstättenarchitektur eines demokratischen Gemeinwesens eingeordnet worden ist wie das SED-Regime. Auf der anderen Seite haben viele Gedenkstätten des Nationalsozialismus seit Jahren mit finanziellen Kürzungen zu kämpfen. In finanzpolitischen Krisenzeiten ist die Kultur- und Gedenkstättenpolitik oftmals eines der ersten Felder, auf denen gespart wird. Dabei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass sich die demokratische Qualität eines liberalen Gemeinwesens auch und gerade daran bemisst, wie es mit den Schattenseiten der eigenen Vergangenheit umgeht und welchen Stellenwert diesen im öffentlichen Erinnern eingeräumt wird.

Es konnte hier nur in groben Zügen angedeutet werden, wie heterogen, vielschichtig und mehrdimensional die Herausforderungen des deutsch-deutschen Diktaturenvergleichs auch heute noch sind und bleiben. Sie werden die Zeitgeschichtsforschung und die Erinnerungspolitik noch eine ganze Weile beschäftigen. Fest steht in jedem Fall: Ohne eine intensive und vorurteilsfreie Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen auch und gerade in vergleichender Perspektive wird die "Berliner Republik" nur schwerlich zu sich selbst finden können.


Fußnoten

26.
Vgl. Diktaturenvergleich jetzt! Neuer Streit um die Gedächtnispolitik, in: Die Zeit, 15.11.2007.
27.
Vgl. dazu Manuel Becker, Ideologiegeleitete Diktaturen in Deutschland. Zu den weltanschaulichen Grundlagen im "Dritten Reich" und in der DDR, Bonn 2009, S. 186.
28.
Vgl. hierzu Manuel Becker, Die Ideokratie als Herrschaftsform. Potentiale eines vergessenen Begriffs in der aktuellen Autokratieforschung, in: Zeitschrift für Politik 2 (2011), S. 148–169.
29.
Ulrich Arnswald u.a. (Hg.), DDR-Geschichte im Unterricht. Schulbuchanalyse, Schülerbefragung, Modellcurriculum, Berlin 2006, S. 174–176. Vgl. kritisch dazu und zum Folgenden auch Bodo von Borries, Zwischen 'Katastrophenmeldungen' und 'Alltagsernüchterungen'? Empirische Studien und pragmatische Überlegungen zur Verarbeitung der DDR-(BRD-)Geschichte, in: DA 42 (2009) 4, S. 665–677.
30.
Monika Deutz-Schroeder/Klaus Schroeder, Soziales Paradies oder Stasi-Staat? Das DDR-Bild von Schülern, Stamsried 2008, S. 589.
31.
Vgl. Monika Deutz-Schroeder/Klaus Schroeder, Soziales Paradies oder Stasi-Staat? Das DDR-Bild von Schülern, Stamsried 2008, S. 600, 591. Vgl. auch Monika Deutz-Schroeder/Klaus Schroeder, Oh, wie schön ist die DDR. Kommentare und Materialien zu den Ergebnissen einer Studie, Schwalbach/Ts. 2011.
32.
Vgl. Jens Hüttmann, Die "Gelehrte DDR" und ihre Akteure. Inhalte, Motivationen, Strategien, Wittenberg 2004, S. 59.
33.
Vgl. dazu Friedrich Pohlmann, Deutschland im Zeitalter des Totalitarismus. Politische Identitäten in Deutschland zwischen 1918 und 1989, München 2001, S. 44ff; Lothar Fritze, Kommunistische und nationalsozialistische Weltanschauung. Strukturelle Parallelen und inhaltliche Unterschiede, in: Totalitarismus & Demokratie 2 (2005), S. 101–152; Barbara Zehnpfennig, Hitlers "Mein Kampf". Eine Interpretation, 3. Aufl., München 2006.
34.
Vgl. Martin Sabrow u.a. (Hg.), Wohin treibt die DDR-Erinnerung? Dokumentation einer Debatte, Göttingen 2007.
35.
Vgl. Michael Schwartz/Hermann Wentker, Erinnerungspolitik auf dem Holzweg. Zu den Empfehlungen der Expertenkommission für die künftige "Aufarbeitung der SED-Diktatur", in: VfZ 54 (2006), S. 517–521.
36.
Vgl. zur Bewertung Winfried Sträter, Bestandsaufnahme und Neujustierung. Anmerkungen zur Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes, in: DA 41 (2008) 4, S. 581–586.

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