Beleuchteter Reichstag

15.3.2011 | Von:
Jörg Roesler

Wirtschaft und Einheit

Welche wirtschaftlichen Folgen hatte die Deutsche Einheit vor 20 Jahren, und welche Perspektiven gibt es für die Wirtschaft in Ostdeutschland? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der beiden hier besprochenen Bücher.

Wirtschaft und Deutsche Einheit


Karl-Heinz Paqué: Die Bilanz. Eine wirtschaftliche Analyse der Deutschen Einheit, München: Hanser 2009, 298 S., € 19,90, ISBN 9783446419582.

Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Hg.): 20 Jahre Deutsche Einheit. Von der Transformation zur europäischen Integration. Tagungsband (IWH-Sonderheft; 3/2010), Halle (Saale): IWH 2010, 461 S., € 35,–, ISBN 9783941501058.


Anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Vereinigung waren 2010 Rückblicke der Politiker und den Einigungsprozess analysierende und resümierende Veranstaltungen der Zeithistoriker zahlreich. Vielfach wurden die gehaltenen Beiträge auch publiziert. Geisteswissenschaftler anderer Disziplinen ließ das Thema ebenfalls nicht kalt. Mit dem Zustandekommen und den Folgen der deutschen Einheit beschäftigten sich – wie zu erwarten – auch die Wirtschaftswissenschaftler. Während jedoch unter den Zeithistorikern jene Auffassung eindeutig dominiert, wonach mit der raschen und konsequenten Übernahme westdeutscher Strukturen der einzig richtige Weg zur Beseitigung der ostdeutschen Rückständigkeit und zur Angleichung an den Weststaat eingeschlagen wurde, sind unter den Wirtschaftswissenschaftlern zwei rivalisierende Auffassungen über die seit 1990 unternommenen Maßnahmen zur Herbeiführung der Konvergenz und die zukünftige Angleichung des Wirtschaftsniveaus Ost an West erkennbar. Die beiden hier zu besprechenden Publikationen stehen für jeweils eine dieser Interpretationen der Wirtschaftsentwicklung Ostdeutschlands in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Ausgangspunkt ist in beiden Fällen der unbefriedigende Stand der wirtschaftlichen Angleichung in der Gegenwart.



Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 2./ 3. April 1968
    Kaufhausbrandstiftung in Frankfurt a. M. Als Täter werden Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein festgenommen. Sie wollen damit gegen den »Völkermord« in Vietnam protestieren. Bereits am 24. 5. 1967 hatten in West-Berlin die... Weiter
  • 2. April 1968
    Paul Lücke (CDU) tritt als Bundesinnenminister zurück. Grund: Der SPD-Parteitag in Nürnberg (17. - 21. 3. 1968) hatte die Entscheidung über die - von der Großen Koalition geplante - Wahlrechtsreform verschoben. Nachfolger: Ernst Benda (CDU). Weiter
  • 2. April 1993
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