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Beleuchteter Reichstag

9.3.2011 | Von:

Sozialistische Landwirtschaft

Fazit


Die jüngst erschienenen Veröffentlichungen zur Geschichte des Agrarwesens in der SBZ/DDR tragen dazu bei, das Bild der sozialistischen Agrarverfassung im östlichen Deutschland abzurunden und den derzeitigen Erkenntnisstand zu vertiefen. Wurden bisher zumeist die Verhältnisse in den Dörfern von der Bodenreform bis zur Zwangskollektivierung beleuchtet, so liegen nun mit den drei vorgestellten Bänden Arbeiten vor, die die Entwicklung der Landwirtschaft auch nach dem "sozialistischen Frühling auf dem Lande" bis zum Zusammenbruch der DDR 1989/90 analysieren.

Zu monieren ist, dass vielfach der Begriff der Zwangskollektivierung umgangen und stattdessen der der "Transformation" verwendet wird. Dies umschreibt in euphemistischer Weise die wahren Verhältnisse, und zudem ist der Transformationsbegriff agrarpolitisch anders – etwa als Terminus für den Wandel der Agrarstruktur in Westdeutschland – belegt. Auch werden LPG oft unreflektiert als Genossenschaften beschrieben, nicht als "sozialistische Genossenschaften", als welche sie die SED-Agrarpolitik zuweilen bezeichnete. LPG müssen als staatlich dirigierte juristische Personen mit kollektivem Eigentum an Betriebsmitteln, Grund und Boden definiert werden, die zudem nicht in freier Gewinnerwirtschaftung produzieren konnten. Ähnlich unreflektiert beziehen sich einige Autoren auf den "Leninschen Genossenschaftsplan", eine DDR-spezifische Legitimationsstrategie für die SED-Agrarpolitik. Dies dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die SED-Agrarpolitik der kommunistischen Ideologie Lenins folgte.

Einer tiefer greifenden Analyse bedarf ebenfalls noch die Kooperation in der Landwirtschaft der DDR. Auch wird das Unvermögen, eine solide materiell-technische Basis zur Modernisierung der sozialistischen Landwirtschaft zu schaffen, von vielen Autoren nicht deutlich genug erkannt.

Grundsätzlich fehlen in den agrarpolitischen Rückblicken Kennzahlenvergleiche über betriebswirtschaftliche Ergebnisse der sozialistischen Landwirtschaft. Die Feststellungen ausbleibender Erfolge gegenüber der westlichen Agrarverfassung sind zu allgemein und halten wissenschaftlichen Anforderungen nicht stand. Schließlich haben auch die Kostenexplosion der industrialisierten Landwirtschaft und die ideologisch gesteuerte staatliche Subventionspolitik zum Zusammenbruch der DDR und zum Sturz der SED 1989/90 geführt.


Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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