Meine Merkliste Geteilte Merkliste

Der schmale Grat zwischen Erlaubtem und Sanktioniertem

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwende Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Julia Davidovski: „Kinder sind unsere Zukunft“ Emma Budge und Margarete Oppenheim: der Kampf um ihre Kunstsammlungen in der Bundesrepublik „Wir sind offen für alle“ Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Der schmale Grat zwischen Erlaubtem und Sanktioniertem

Elke Kimmel

/ 9 Minuten zu lesen

Von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis Mitte der 1950er-Jahre geriet in der SBZ eine erschreckend hohe Zahl von Menschen jeden Alters in die Fänge der sowjetischen Geheimdienste. Die meisten Opfer waren schon deshalb schuldlos, weil sie schlicht viel zu jung waren, um als "Täter" ernsthaft in Frage zu kommen.

Sammelrezension zu:

  • Ines Reich, Maria Schultz (Hg.): Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam, Berlin: Metropol 2012, 237 S., € 19,–, ISBN: 9783863310721.

  • Gerald Wiemers (Hg.): Der frühe Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands SBZ/DDR, Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2012, 181 S., € 24,–, ISBN: 9783865836526.

I.

Von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis Mitte der 1950er-Jahre, in der Zeit der Durchsetzung der kommunistischen Diktatur in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR, geriet eine erschreckend hohe Zahl von Menschen jeden Alters in die Fänge der sowjetischen Geheimdienste. Einige von ihnen wurden hingerichtet, viele überlebten die Haft in Gefängnissen und Lagern in Deutschland und der Sowjetunion nicht; wer aber nach jahrelangen Misshandlungen zurückkehren konnte, war meist an Körper und Seele beschädigt. Nicht alle diese Menschen waren unschuldig: Einige hatten tatsächlich versucht, in Ostdeutschland für Amerikaner und Briten zu spionieren, andere hatten sich als Nationalsozialisten vor 1945 Menschenrechtsverletzungen zuschulden kommen lassen. Aber sehr viele waren schon deshalb schuldlos, weil sie schlicht viel zu jung waren, um als "Täter" ernsthaft in Frage zu kommen: Gerade in der unmittelbaren Nachkriegszeit verhafteten die sowjetischen Besatzer viele Jungen und Mädchen in der bloßen Annahme – und Furcht – diese könnten der angeblich fortbestehenden NS-Untergrundorganisation "Werwolf" angehören. Diese Jugendlichen, der jüngste gerade 12 Jahre alt, verschwanden häufig, ohne dass die Eltern überhaupt erfuhren, warum dies geschah, geschweige denn, dass ihr Aufenthaltsort zu erfahren gewesen wäre. Noch bis Mitte der 1950er-Jahre folgten weitere Verhaftungen; manchmal reichten nichtige Anlässe, die als Widerstand gegen das Regime gewertet wurden, einige Menschen wurden von Bekannten als "Agenten" denunziert, die sich selbst unter dem Druck von Verhören nichts anders zu helfen gewusst hatten.

Die Urteile, die der Untersuchungshaft folgten, waren standardisiert: zehn, 15 oder 25 Jahre Lagerhaft oder Zuchthaus, nicht selten auch die Todesstrafe wurden verhängt. Häufig hatten die Menschen selbst, meist nach wochenlangen Verhören, unter unerträglichen Haftbedingungen und zuweilen Folterungen, jede noch so absurde Tat gestanden. Anderen wurden in russischer Sprache verfasste Geständnisse vorgelegt, die sie ohne Kenntnis des Inhalts zu unterzeichnen hatten. In den Scheinprozessen galten diese "Geständnisse" als ausreichend für die drakonischen Strafen. Chancen, den Fängen des Systems zu entkommen, so man sich einmal darin verfangen hatte, gab es kaum.

Vielfach ist das Leid dieser Opfer der Besatzungsherrschaft bis heute kaum bekannt, oder – schlimmer noch – den damals Gequälten geschieht neues Unrecht, indem unterstellt wird, irgendetwas sei schon dran gewesen an den damaligen Verurteilungen. Auch die Tatsache, dass viele der Urteile mittlerweile von den russischen Gerichten kassiert wurden, ändert daran wenig. Umso wichtiger ist es zweifelsohne, dass in Gedenkstätten an die Opfer und ihre Leiden (aber auch an die Täter) erinnert wird. Zu diesen Erinnerungs- und Gedenkorten gehört die im April diesen Jahres eröffnete Gedenkstätte Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße in Potsdam.

Schon im Vorfeld ihrer Eröffnung war es zu sehr erregten Auseinandersetzungen zwischen der Gedenkstättenleitung um Ines Reich und einigen Opferverbänden gekommen. Viele kritisieren die Präsentation, die in ihren Augen weder den Leiden der hier einst Inhaftierten gerecht werde noch einem jüngeren Zielpublikum verständlich vermitteln könne, was hier passiert war. Unterstützung fanden der Verein Memorial Deutschland und der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Leistikowstraße Potsdam dabei unter anderem bei Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der Ines Reich mangelnde Sensibilität im Umgang mit den Opferverbänden vorwarf und ihr die Fähigkeit zur Leitung des Ortes absprach.

Ines Reich, Maria Schultz (Hg.), Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam (© Metropol)

Begleitend zur Ausstellung ist nun ein Katalog erschienen, der vor allem die Geschehnisse vor Ort thematisiert. Einem knappen Überblick über den historischen Kontext und die Geschichte der sowjetischen Geheimdienste folgen auf über 100 Seiten Schilderungen über die Häftlinge und die grausamen Haftbedingungen: Erläutert werden – häufig als Zitate der Betroffenen – die prinzipiellen Abläufe von Verhaftung, Verhör und Schauprozess. Gegliedert sind diese Berichte in drei zeitliche Perioden: 1945–1947, 1948–1955 und 1955–1980er-Jahre. Die Häftlingsschicksale werden als exemplarische Berichte präsentiert, die jeweils von einem tabellarischen Lebenslauf eingeleitet werden. Fotografien der Häftlinge und Abbildungen von Schriftstücken wie auch von Gegenständen aus der Haft veranschaulichen diese Texte. Überwiegend ohne jeden weiteren Kontext bleiben lediglich jene 30 Häftlinge, deren Haftfotos zwischen 1951 und 1954 entstanden: Sie zeigen verwirrte, gleichsam verständnis- und fassungslose Jugendliche und junge Erwachsene, teilweise mit deutlichen Spuren von vorangegangenen Misshandlungen. Bis auf wenige Ausnahmen waren sie zum Tode verurteilt.

Die Gründe für die meist willkürlichen Verhaftungen erhalten dagegen in der Darstellung deutlich weniger Gewicht, werden aber im Zusammenhang mit den Häftlingsbiografien der verschiedenen Nutzungsperioden des Gefängnisses angeschnitten. Selbst die meist nur stichwortartigen Biografien machen indes deutlich, wie willkürlich die Mehrzahl der Verhaftungen war und wie wenig sich die meist sehr jungen Männer und Frauen – zuweilen eher Jungen und Mädchen – hatten zuschulden kommen lassen. Umso fürchterlicher wirkt die Bestrafung – wobei schon diese Bezeichnung irreführend ist, impliziert sie doch, dass da etwas gewesen sei, das bestrafenswert gewesen wäre. Die Vorwürfe lauten bis 1955 stereotyp auf Vaterlandsverrat und Spionage. Erfolgten die Festnahmen im ersten Zeitabschnitt durch die Besatzungsmacht, so erhielten die Sowjets recht bald tatkräftige Unterstützung von deutschen Stellen, zunächst durch die K 5-Abteilungen der Polizei und durch die Kontrollkommissionen der SED, später durch das Ministerium für Staatssicherheit.

Ab 1955 wurden im Gefängnis in der Leistikowstraße ausschließlich Angehörige der sowjetischen Streitkräfte eingesperrt. In erster Linie waren dies Wehrpflichtige, die versucht hatten, den für sie unerträglichen Bedingungen in der Roten Armee zu entkommen. Drei dieser Häftlingsbiografien haben die Autorinnen ebenso aufbereitet wie drei exemplarische Lebenswege von Untersuchungshäftlingen vor 1955, die nicht aus Deutschland kamen, aber in der Leistikowstraße gefangen gehalten wurden. Das zu erwähnen, ist deshalb wichtig, weil gerade die Ausweitung über den deutschen Opferkreis hinaus deutlich macht, dass es den sowjetischen Geheimdiensten nicht nur um die Bestrafung von Deutschen in der Folge eines schrecklichen Krieges oder um Rache ging, sondern vor allem um Etablierung, Ausbau und Machterhalt eines Unrechtssystems. Jeder, der diesem System in die Quere kam, wurde bestraft – unabhängig von Alter, Geschlecht und Nation.

Eine Sonderstellung innerhalb der Darstellung nehmen jene sieben "Fallgeschichten" ein, die in erster Linie durch den sowjetischen "Überläufer" Rafail Goldfarb dokumentiert werden, der zuvor als Dolmetscher bei der sowjetischen Spionageabwehr arbeitete. Anders als bei den anderen Untersuchungsgefangenen fehlt hier eine Darstellung des Kontextes der Inhaftierten fast vollständig. Diese Sonderstellung ist nicht durch den Inhalt der Geschichten begründet, sondern allein durch deren Überlieferung.

Der Band bemüht sich, die Ausstellung gleichsam eins zu eins abzubilden – das geht soweit, dass selbst die Objekttexte zu jenen Exponaten zu lesen sind, die gar nicht abgebildet sind. Eine Folge dieser Nähe sind Redundanzen: In einer Ausstellung stört es kaum, wenn die verschiedenen Text-Gattungen dasselbe Thema mehrfach aufgreifen – im Katalog stehen solche Texte aber fast unmittelbar nebeneinander und irritieren eher. Hier wäre der Platz sinnvoller zu nutzen gewesen, wenn die Autoren die Lebensgeschichten der Häftlinge ausführlicher geschildert hätten. Die Festnahme von Hergart Wilmanns beispielsweise ist aus den kurzen Texten kaum nachvollziehbar. (130ff)

Dennoch: Ines Reich und ihrer Mitherausgeberin Maria Schultz gelingt es – trotz der angesprochenen Mängel und entgegen der teilweise wirklich beklagenswerten Kürze ihrer Ausführungen – den Lesern zu vermitteln, welch großes Unrecht jenen Menschen widerfuhr, die auf verschiedenen Wegen ins Gefängnis in der Leistikowstraße gelangten. Dass sie dabei auch den Ort mit einer Vielzahl von Fotos ihren Lesern nahebringen wollen, scheint legitim. Eine größere Eigenständigkeit des Begleitbandes gegenüber der Ausstellung ist unbedingt wünschenswert – und möglicherweise können die Herausgeberinnen ja im Zuge einer Neuauflage darüber nachdenken.

II.

Gerald Wiemers (Hg.), Der frühe Widerstand in der SBZ (© Leipziger Universitätsverlag)

Der Titel des Bandes, den Gerald Wiemers in Zusammenarbeit mit der "Lagergemeinschaft Workuta/GULag" herausgegeben hat, ist irreführend: Tatsächlich befassen sich die insgesamt 17 Beiträge weniger mit dem " frühen Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands/DDR" als mit den unsäglichen Strafen, die die Besatzungsbehörden wegen angeblicher Verbrechen verhängten. Der Band basiert auf den meist nur wenig überarbeiteten Beiträgen einer Tagung in Halle (Saale) im Jahr 2011. Die Autoren, die teils als Zeitzeugen selbst Opfer der Willkürjustiz in der SBZ/DDR waren, berichten von ihrer Verhaftung, von Verhören und ihrer Verschleppung ins sibirische Workuta.

Einem einleitenden Teil, der grundlegende Überlegungen zur Relevanz des Themas erörtert, folgen drei Aufsätze, die verschiedene Formen und Gruppierungen von Opposition und Widerstand schildern. Lesenswert sind insbesondere Karl Wilhelm Frickes Ausführungen zu verschiedenen Oppositionsgruppen im politischen Spektrum, im studentischen und evangelischen Milieu sowie unter Oberschülern. Hervorzuheben ist auch seine abschließende historische Einordnung des frühen Widerstands als Reaktion auf "Repression und Unrecht" – und eben nicht, wie von staatlicher Seite behauptet – als Folge der "politisch-ideologischen Diversion", die der politische Gegner von der anderen Seite des "Eisernen Vorhangs" zu verantworten habe. (35)

Den Beiträgen von Sibylle Gerstengarbe zu Widerstand und Verfolgung an der Hallenser Universität sowie des Herausgebers Gerald Wiemers über die Leipziger Studenten fehlt es hingegen auffallend an Stringenz. Bedauerlich ist darüber hinaus, dass beide zwar eine Vielzahl von Fakten über den Umgang mit den Studierenden zusammentragen, sich aber kaum an einer Analyse des Materials versuchen. Zudem sind die Darstellungen zu sehr auf die Reaktion des Unterdrückungsapparates konzentriert – die Opfer als handelnde Subjekte treten dem gegenüber zurück; eine intensivere Schilderung ihrer Lebensläufe vor der Verhaftung wäre hier wünschenswert gewesen. So verliert sich der Schrecken des ausgeübten und vor allem erlittenen Unrechts teilweise in den immer wieder aufgezählten, einander stark ähnelnden Stationen der verschiedenen Leidenswege. Es ist unzweifelhaft, dass die Studierenden unterschiedliche Ziele verfolgten, aus verschiedenen Gründen opponierten – die über sie gefällten Urteilssprüche indes gleichen sich sowohl in der Urteilsbegründung als auch im Strafmaß. Leider wird so eine Chance vertan, zu zeigen, was "Widerstand" zu jener Zeit bedeutete – und wie wenig an Abweichung es bedurfte, um ins Visier der Geheimdienste zu geraten und verhaftet zu werden.

Auf den daran anschließenden, gut 40 Seiten berichten in erster Linie Zeitzeugen von ihren Erlebnissen nach der Verhaftung. Die geschilderten Abläufe ähneln sich teilweise sehr – bis heute drückt sich darin wohl auch die Unfassbarkeit der Geschehnisse für deren Opfer aus. Dennoch ist es schade, dass Horst Hennig, Annerose Matz-Donath und Hans Günter Aurich kaum von ihrem Leben vor der Verhaftung erzählen. Der Leiter des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, Rainer Eckert, steuert zu diesem Teil des Bandes einen Beitrag darüber bei, wie sein Haus die Geschichte der nach Sibirien verschleppten Menschen vermittelt.

Der abschließende Teil widmet sich einer Kontextualisierung des Themas in gesamteuropäisch-historischer Perspektive. Hier ist besonders der Beitrag von Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, hervorzuheben, die gleichsam einen Schritt zurücktritt und sich mit den "kommunistischen Diktaturen im europäischen Vergleich" befasst. Ihrer Einschätzung: "Angesichts der großen Schwierigkeiten den während der kommunistischen Herrschaft begangenen Verbrechen mit juristischen Mitteln beizukommen, gewinnt die wissenschaftliche und historische Aufklärung umso größere Bedeutung" (128), ist unbedingt beizupflichten. Die Beiträge von Leonid P. Kopalin über die Rehabilitierung der deutschen Opfer der sowjetischen Militärtribunale und Michail Semiryaga über den "Demokratieaufbau" in der SBZ skizzieren den historischen Hintergrund des Tagungsthemas – alle drei Texte wären am Anfang des Buches besser aufgehoben gewesen.

Leider merkt man dem Band an vielen Stellen allzu deutlich an, dass er die verschriftlichte Umsetzung einer Tagung ist. Neben den angesprochenen Wiederholungen würde man sich beispielsweise einen Text wünschen, der sich an eine Zusammenschau und Analyse des frühen Widerstands und seiner Protagonisten macht; ein solcher Beitrag fehlt indes. Fast allen Texten gemein ist zudem, dass die Lektüre durch eine Vielzahl von Tippfehlern ebenso erschwert wird wie durch die ständigen Tempiwechsel; hier wäre den Beiträgern ein gründlicheres Lektorat zu wünschen gewesen.

Dieser Band ist – im Gegensatz zum Potsdamer Buch – ausschließlich der Perspektive der Opfer verpflichtet. Das verdeutlichen Äußerungen wie die von Horst Schüler, dass die meisten DDR-Bürger das System mit "unterdrücktem Zorn" ertragen hätten (15). Tatsächlich aber dürfte sich die Mehrzahl der Ostdeutschen im Alltag nur wenig mit dem Unterdrückungsapparat auseinandergesetzt haben und viel mehr damit beschäftigt gewesen sein, ihr "normales" Leben zu organisieren. Das hier deutlich zutage tretende Missverständnis erschwert es bis heute vielfach, eine Verbindung zwischen dem privaten Erinnern der Mehrheit der DDR-Bürger und der Vermittlung von DDR-Geschichte wie auch dem offiziellen Gedenken herzustellen. Unterdrückung, Willkür, Verhaftungen und Folter, wie sie die Opfer der SED-Diktatur erlebt haben, sind eben – trotz ihrer Ausmaße gerade in den ersten zehn Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg – nur eine Facette dessen, was das Leben in der Diktatur ausmachte. Weil diese Facette von vielen bis heute gern unterschlagen oder verharmlost wird, muss selbstverständlich an sie erinnert werden, denn für etliche gehörte eben doch die – existenzgefährdende bis -zerstörende – Erfahrung von Gewalt und Unterdrückung zum Alltag in der Diktatur. Am besten gelingt diese Erinnerungs- und Vermittlungsarbeit aber dort, wo gezeigt wird, wie schmal der Grat vom Erlaubten zum als bestrafenswert Angesehenen war – und dazu bedarf es einer genau(er)en Schilderung dessen, was als unangepasst, oppositionell, widerständig betrachtet wurde.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Hubertus Knabe attackiert KGB-Gedenkstätte-Konzept, in: Märkische Oderzeitung, 19.8.2012.

Dr., freie Historikerin und Journalistin, Berlin.