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Geheimdienste in Ost und West | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 45 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Zehn Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Vier Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR und während der Friedlichen Revolution Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Alltag und Gesellschaft Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Geheimdienste in Ost und West

Armin Wagner

/ 11 Minuten zu lesen

Für die deutsch-deutschen Beziehungen spielten die Geheimdienste in Ost und West eine bedeutende Rolle. Neue Literatur zur Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit, zu Geheimdiensten des Ostblocks, zu sowjetischen Geheimdienstmitarbeitern in Deutschland und zu "Schatten des Dritten Reiches" auf dem Bundesnachrichtendienst.

Geheimdienste in Deutschland
als Thema der Geschichtsschreibung


Sammelrezension zu:

Andreas Schmidt: Hauptabteilung III: Funkaufklärung und Funkabwehr (Anatomie der Staatssicherheit – MfS-Handbuch), Berlin: BStU 2010, 248 S., € 5,–, ISBN: 9783942130066.

Tobias Wunschik: Hauptabteilung VII: Ministerium des Innern, Deutsche Volkspolizei (Anatomie der Staatssicherheit – MfS-Handbuch), Berlin: BStU 2009, 99 S., € 5,–, ISBN: 9783942130080.

Torsten Diedrich, Walter Süß (Hg.): Militär und Staatssicherheit im Sicherheitskonzept der Warschauer-Pakt-Staaten (Militärgeschichte der DDR; 19), Berlin: Ch. Links 2010, 371 S., € 34,90, ISBN: 9783861536109.

Nikita Petrov: Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland. Der leitende Personalbestand der Staatssicherheitsorgane der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der DDR von 1945–1954. Biographisches Nachschlagewerk, Berlin: Metropol 2010, 774 S., € 39,90, ISBN: 9783940938800.

Matthias Ritzi, Erich Schmidt-Eenboom: Im Schatten des Dritten Reiches. Der BND und sein Agent Richard Christmann, Berlin: Ch. Links 2011, 248 S., € 19,90, ISBN: 9783861536437.



Die Geschichte der Geheimdienste in Deutschland seit 1945 war bis vor 20 Jahren ein weithin unbestelltes Feld. Im Westen gab es die nach damaligen Maßstäben sehr gut recherchierten Arbeiten von Karl Wilhelm Fricke zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und die 1971 publizierte Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) von Heinz Höhne und Hermann Zolling; im Osten die aus dem Vollen, nämlich dem Wissen der Staatssicherheit, schöpfenden Bücher von Julius Mader über die CIA, den BND und die anderen Dienste Bonns.

Mit der Konjunktur der DDR-Forschung hat sich dieser Zustand geändert. Geheimdienstgeschichte hat als Geheimpolizeigeschichte wie als Nachrichtendienstgeschichte breiten Raum gefunden. Dabei haben sich die methodologischen Standards mittlerweile erweitert: Sei es, dass das Wirken des MfS nicht nur als Teil der Herrschafts-, sondern gerade auch der Gesellschafts- und Alltagsgeschichte der DDR untersucht wird; dass die Vergleichsperspektive mit anderen Staaten des Warschauer Paktes Einzug gehalten hat; dass zunehmend mehr über das Wirken der sowjetischen Dienste in Deutschland bekannt ist. Inzwischen hat zudem die quellengestützte, seriöse Erforschung von Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und Militärischem Abschirmdienst begonnen und mit der Einrichtung von Historikerkommissionen oder zumindest der zugesagten Freigabe von Akten seit dem vergangenen Jahr enorm an Fahrt aufgenommen.

"Hauptabteilung III"


Hauptabteilung III (© BStU)

Bei aller Vielfalt der Forschungsansätze und der bereits publizierten Titel leistet die Abteilung Bildung und Forschung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen mit der "Anatomie der Staatssicherheit" weiterhin Grundlagenarbeit. Großprojekte wie dieses 1993 begonnene MfS-Handbuch bedürfen eines langen Atems, und es liegt auf der Hand, dass die Arbeit daran mühselig ist: Wiewohl intensiv aus den Quellen geschöpft, wartet am Ende eben keine attraktive Monografie auf den Verfasser, auch auf eine innovative wissenschaftliche These zielt das Vorhaben nicht ab. Stattdessen ist die Rekonstruktion der MfS-Struktur in den Einzellieferungen des Handbuchs nach einem wiederkehrenden Schema aufgebaut: Auf einen zusammenfassenden Überblick zur Bedeutung und zum Aufbau der untersuchten Diensteinheit folgt eine genaue Beschreibung ihrer Organisation gegen Ende der Achtzigerjahre. Daran schließt die Entwicklungsgeschichte seit der Gründung des MfS 1950 an. Die Deskription überwiegt.

Mit der Darstellung der Hauptabteilung III, die für Funkaufklärung, Funkabwehr, Funkgegenwirkung und Funkkontrolle zuständig war, hat Andreas Schmidt nun für einen der größten MfS-Bereiche eine der bisher umfangreichsten Studien des Handbuchs vorgelegt. Beinahe zwangsläufig ist die Darstellung sehr technisch; aber es gelingt Schmidt, auch mithilfe etlicher Organigramme, Abbildungen und Tabellen, seinen Text lesbar zu gestalten. Und die Organisationsgeschichte der Funkaufklärung und Funkabwehr weist auf ein wichtiges – allerdings in der ohnehin noch schmalen deutschen Geschichtsschreibung zu Geheimdiensten in besonderem Maße vernachlässigtes – Themenfeld hin, nämlich die Relevanz und Effektivität der technischen Spionage.

Der tiefe Einbruch, der dem MfS in wichtige Funknetze in der Bundesrepublik sowohl auf taktischer (Observationsfunk) als auch auf strategischer Ebene (Regierungskommunikation) gelungen ist, wird hier in seinen Konturen nachgezeichnet. In den Achtzigerjahren wurde zum Beispiel der Autotelefonverkehr des Bundespräsidenten, der Präsidenten von BND und Verfassungsschutz sowie des Generalbundesanwaltes abgehört. Das MfS scheute sich nicht, funkelektronische Aufklärungsstützpunkte unter anderem in der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn, in der Handelspolitischen Abteilung in Düsseldorf, in den Botschaften in Wien und Brüssel sowie in der sowjetischen Botschaft in Bonn einzurichten. Schmidt weist allerdings auch auf die Probleme der HA III hin, die neben der Technik vor allem in der Bearbeitung des riesigen Informationsaufkommens lagen. Das beachtliche operative Geschick bei der Beschaffung von Wissen über den Gegner korrespondierte nicht mit der schon weniger ausgeprägten Fähigkeit zu dessen Aufbereitung und Analyse, zu schweigen von der hier nicht untersuchten Rezeption bei den politischen Entscheidungsträgern.

Ein Kritikpunkt kann nicht unerwähnt bleiben: In BStU-Veröffentlichungen sollte nicht, wie hier durchgängig, von "Westberlin" die Rede sein. Das ist Sprachgebrauch der DDR, mit dem seinerzeit suggeriert wurde, es gäbe entgegen dem im Londoner Protokoll von 1944 vereinbarten Viermächtestatus zwei Städte Berlin: die "Hauptstadt der DDR" und den Westteil der Stadt als "selbständige politische Einheit". Es sollte daher gerade im wissenschaftlichen Sprachgebrauch, sofern nicht aus Quellen zitiert wird, stets Berlin (West) oder West-Berlin heißen.

"Hauptabteilung VII"


Hauptabteilung VII (© BStU)

Der Beitrag von Tobias Wunschik über die Hauptabteilung VII, verantwortlich für die Überwachung des Ministeriums des Innern (MdI) und der Deutschen Volkspolizei (DVP), hat einen ähnlichen Zuschnitt und Umfang wie die schon 2004 veröffentlichte Lieferung über die Hauptabteilung I zur Absicherung von Nationaler Volksarmee (NVA) und Grenztruppen. Beide Bände zeigen die (gewollten) Grenzen des Handbuch-Projekts: Organisations- und Strukturgeschichte und viele Zahlen zu hauptamtlichen und Inoffiziellen Mitarbeitern, zu Operativen Personenkontrollen und Operativen Vorgängen dominieren. Arbeitsweise und Alltag werden nur angedeutet.

Als "Scharnier zwischen der Geheimpolizei und der Volkspolizei" (3) nahm die Linie VII eine Schlüsselposition bei der Organisation der inneren Sicherheit im SED-Staat ein. Mit der beiderseitigen Zuständigkeit für Sicherheit und Ordnung standen DVP und Linie VII zugleich in einem Rivalitätsverhältnis. Immerhin kamen selbst Stasi-Chef Erich Mielke 1962 Zweifel, ob nicht eigentlich die Volkspolizei ihre Aufgaben so lösen müsste, dass "man nicht noch einen Apparat braucht, um sie zu sichern?" (49) – doch dazu erfüllten MdI und DVP letztlich die Anforderungen des MfS an Linientreue und Zuverlässigkeit nicht hinlänglich. Erst in den Achtzigerjahren wurden die Zügel etwas lockerer gelassen. Befanden sich Mitte der Siebzigerjahre unter den fünf Stellvertretern von Innenminister Friedrich Dickel zwei aktive und zwei ehemalige inoffizielle Mitarbeiter (IM), so gab es unter den zehn wichtigsten Hauptabteilungsleitern des MdI und ihren Stellvertretern ein Jahrzehnt später nur noch einen IM. Noch etwas deutlicher hätte herausgestellt werden können, dass die Zusammenarbeit auf der obersten Führungsebene häufig nicht auf inoffizieller Basis lief, sondern qua Amt. Ein Beispiel dafür ist Generalleutnant Lothar Ahrendt, ab 1985 1. Stellvertreter von Dickel und von Mitte November 1989 bis Mitte April 1990 dessen Nachfolger. Ahrendt war unter dem Decknamen "Karl" schon 1964 als Geheimer Informator (GI/IM) angeworben worden und kooperierte seit den Siebzigerjahren offiziell mit dem MfS. Unter den knapp 60.000 Volkspolizisten gab es vermutlich mehr als 5.000 IM und Geheime Mitarbeiter (GM); ungefähr jeder elfte war damit Zuträger der Stasi (bei der NVA jeder 13. Soldat oder Zivilbeschäftigte).

"Militär und Staatssicherheit"


Militär und Staatssicherheit (© Ch. Links Verlag)

Aus zwei ganz anderen Gründen als die beiden Lieferungen zum MfS-Handbuch ist der aus einer Konferenz im Dezember 2007 hervorgegangene, institutionell vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt und der/dem Bundesbeauftragten verantwortete Sammelband über Militär und Staatssicherheit im Warschauer Pakt interessant: nämlich hinsichtlich seines forschungsökonomischen und seines methodischen Zugangs. Die hier vertretene internationale Perspektive sowohl hinsichtlich der Autoren als auch der Inhalte ist unverzichtbar, will die Forschung die einzelnen Länder des Warschauer Paktes auf ihr Verhältnis zum Moskauer Hegemon, auf Differenzen und auf Sonderwege hin fruchtbar vergleichen. Methodisch erscheint es beinahe zwingend, die kommunistischen Sicherheitsapparate Armee, Geheimdienst und übrigens auch Polizei und Paramilitär konzeptionell gemeinsam zu untersuchen, dienten sie doch in allen Ländern und ungeachtet ihrer primären Ausrichtung auf die äußere Landesverteidigung oder die innere Sicherheit dem Machterhalt der jeweiligen Staatspartei.

Der Sammelband bietet zunächst einen gelungenen Überblick von Torsten Diedrich, der am Beispiel der DDR genau diese Wechselwirkungen untersucht. Es folgen Beiträge zur UdSSR, zu Jugoslawien, Rumänien, Ungarn, Polen und Bulgarien sowie wiederholt zur DDR, in denen nicht nur die bewaffneten Organe, sondern zum Teil auch Außenpolitiken, Intra-Block-Beziehungen und Bedrohungswahrnehmungen im Warschauer Pakt thematisiert werden. Damit weist das Buch einen vielversprechenden Weg, leidet aber darunter, dass das titelgebende "Sicherheitskonzept" in den meisten Beiträgen eben nicht als Konzept erfasst wird. Außer Diedrich betrachtet nämlich kaum einer der Autoren Streitkräfte und Geheimdienste in Zusammenschau. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Militär- und Geheimdiensthistoriker oftmals zwei getrennte wissenschaftliche Communities bilden, die noch zu selten über das Feld des Nachbarn Bescheid wissen; und nicht über alle Länder des ehemaligen Warschauer Paktes ist so viel bekannt wie über die DDR.

"Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter
in Deutschland"


Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter (© Metropol Verlag)

In seinem Beitrag über die Versuche Moskaus, die eigenen Geheimdienste zu reformieren, liefert Matthias Uhl in dem von Torsten Diedrich und Walter Süß herausgegebenen Sammelband eine Organisationsgeschichte, welche die jeweiligen Reformschritte mit dem wechselhaften Schicksal des Führungspersonals der sowjetischen Dienste verknüpft. Mittlerweile ist aber nicht nur Näheres über die Männer der ersten Riege um Viktor S. Abakumov, Sergej N. Kruglov und Ivan A. Serov bekannt. Dass der Berliner Metropol-Verlag sich der Veröffentlichung eines voluminösen biografischen Nachschlagewerks über die Mitarbeiter sowjetischer Geheimdienste in Ostdeutschland zwischen 1945 und 1954 angenommen hat, war wohl nur dank der Unterstützung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und durch Memorial Deutschland möglich. Mit der Übertragung dieser Edition von Nikita Petrov ins Deutsche hat Vera Ammer eine Sisyphos-Arbeit geleistet.

Das Werk gibt einleitend einen kurzen Abriss zur Geschichte von NKVD, MGB, MVD und SMERŠ (hervorzuheben ist die Tabelle S. 22, die einen guten Überblick zur wechselnden Bezeichnung der einzelnen Geheimdienst-Abteilungen auf der Zeitachse liefert). Es folgt im ersten Teil mit etwas mehr als hundert Seiten eine systematische Darstellung zu Struktur und Stellenbesetzungen der sowjetischen Dienste bis hinunter auf Ebene der NKVD-MGB-Operativsektoren, der Abteilungen Inneres der Sowjetischen Militäradministration sowie der Spionageabwehr in den Besatzungstruppen auf Armee-Ebene. Im Anschluss folgen auf 600 Seiten über 800 vollständige und weitere 425 fragmentarische Biografien – ein Steinbruch, der es nachfolgenden Historikern überlässt, die Datenmengen nach Herkunft, Bildung und Nationalität auszuwerten sowie eine darauf fußende Analyse von Karrieremustern, Durchlässigkeit und Ausgrenzung im Personalwesen der Dienste vorzunehmen.

In der Forschungslandschaft lässt sich dieses Nachschlagewerk in zweierlei Richtungen verorten: vorrangig als Ergänzung der jüngeren Literatur zu Geheimdiensten im Machtbereich Moskaus und dem Wirken der sowjetischen Dienste in der SBZ/DDR, ferner als Teil der biografisch-lexikalischen Rezeption kommunistischer Lebensläufe im 20. Jahrhundert.

"Im Schatten des Dritten Reiches"


Im Schatten des Dritten Reiches (© Ch. Links Verlag)

In solcher Breite und Tiefe ist längst nicht bekannt, wie die Bundesrepublik Deutschland im Kalten Krieg in Spionage, Gegenspionage und Spionageabwehr agiert und reagiert hat, geschweige denn, dass systematische Kenntnis über das Personal von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz existierte. Die persönliche Überlieferung des ehemaligen Abwehr- und BND-Agenten Richard Christmann hat es Matthias Ritzi erlaubt, eine Dissertation über die Auseinandersetzung zwischen französischem und deutschem Geheimdienst zwischen 1936 und 1961 zu schreiben. Wohl unter dem Einfluss des bekannten Publizisten Erich Schmidt-Eenboom ist daraus eine Fallstudie geworden, die Aufklärung über die NS-Vergangenheit von BND-Mitarbeitern ebenso reklamiert wie über aktive Maßnahmen des Bonner Geheimdienstes in Nordafrika.

Doch der fesselnde Lebenslauf des 1905 im damals deutschen Metz Geborenen will nicht wirklich in dieses Raster passen. Christmann geriet in jungen Jahren gegen seinen Willen in die Fremdenlegion, wo er Dienst in Nordafrika leisten musste. Nach fast sieben Jahren Ende 1932 entlassen, kam er in Deutschland über persönliche Kontakte in den Dienst des Amtes Ausland/Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris und entging so gleichermaßen der Überwachung durch die Gestapo – die allen ehemaligen Legionären misstraute – wie der Einberufung zur Truppe. In Frankreich wurde Christmann ab 1940 zum "Araberspezialisten" der Abwehr und später beim sogenannten "Englandspiel", einem funktechnischen Täuschungsmanöver gegen den britischen Geheimdienst, eingesetzt. Christmann war nicht "Bauer", sondern durchaus "Läufer" in diesem Spiel (79) – aber eben kein Nazi, weder NSDAP- noch SS-Mitglied, ohne Sympathien für Gestapo und SD: eben kein Klaus Barbie, Alois Brunner, Franz Rademacher oder Walther Rauff, die später alle irgendwann für Reinhard Gehlen arbeiteten; auch kein Rassist, vielmehr ein Mann, der die französische Politik ablehnte, womöglich hasste, aber das Pariser savoir-vivre sehr wohl zu schätzen wusste; der – ganz im Kleinen und ohne dadurch als Widerständler gelten zu dürfen – sogar in Einzelfällen vom Nazi-Regime Bedrohten half. So deutlich immer mehr wird, wie viele widerwärtige NS-Verbrecher von Pullach beschäftigt wurden, so wenig taugt gerade Christmann als Beispiel dafür: Die Arbeit für Organisation Gehlen und BND stellt zwar seine frühere Tätigkeit für die Abwehr in eine professionelle Kontinuität, aber soweit absehbar fehlen bei ihm die politische Affinität zum Nationalsozialismus und die Beteiligung an Kriegsverbrechen oder an Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Nach dem Krieg holte sein ehemaliger Führungsoffizier Christmann zur Organisation Gehlen, für die er zunächst im Saarland operierte, aufgrund seiner Vita allerdings "geborener" BND-Resident für den Maghreb war. 1956 schickte ihn der Bundesnachrichtendienst daher nach Tunis, wo er rasch beste Kontakte zu den Spitzen von Politik und Sicherheitsapparat aufbauen konnte. Gleiches gelang ihm zur im Februar 1957 dorthin geflüchteten Führung der algerischen Befreiungsbewegung FLN. Die Haltung der Bundesrepublik im Algerienkrieg war ambivalent, Bonn lavierte zwischen der Befreiungsbewegung und der französischen Kolonialmacht. Der BND unterhielt – das war schon vor diesem Buch bekannt – Kontakte sowohl zur FLN als auch nach Paris und wohl auch zur abtrünnigen Geheimorganisation OAS. Christmanns Sympathien waren klar vergeben: Er organisierte Sanitätslogistik und weitere Hilfe für die FLN. Doch ist er wiederum kein besonders guter Kronzeuge für das unbestrittene Engagement Pullachs im Algerienkrieg. Schließlich warf ihm nämlich der BND vor, zu sehr mit der FLN zu fraternisieren und den notwendigen objektiven Blick verloren zu haben, mithin gravierende professionelle Schwächen zu zeigen – was ein wesentlicher Grund für die Beendigung des gemeinsamen Dienstverhältnisses war.

Von den interpretatorischen Unstimmigkeiten oder Überzeichnungen abgesehen, rekonstruiert diese lesenswerte, immer wieder auch spannende Darstellung am Beispiel des ersten Gehlen-Residenten in Tunis in gelungener Weise Rückbindungen zum Geheimdienstmilieu des "Dritten Reiches" auch abseits der Rede von den "braunen Eliten" und liefert – schlaglichtartig, nicht systematisch – Hinweise zur Personalpolitik und zu Operationen Pullachs im Saarland und im Maghreb.

Indem die Autoren den von Christmann selbst bewahrten BND-Schriftverkehr nutzen konnten, leisten sie einen kleinen Beitrag für eine noch zu schreibende quellengestützte Geschichte des westdeutschen Auslandsnachrichtendienstes. Der Historikerkommission um Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller, Klaus-Dietmar Henke und Jost Dülffer bleibt viel zu tun, die Kenntnis über Gehlens Dienst in auch nur ansatzweise vergleichbare Höhen wie den inzwischen erreichten Stand der Stasi-Aufarbeitung zu heben.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Stephan Wolf, Hauptabteilung I: NVA und Grenztruppen (MfS-Handbuch, Teil III/13), Berlin 2004. – Auch hier schleicht sich, selbst bei einem Kenner wie Tobias Wunschik, der geläufige Fehler ein, den Unterschied zwischen ZK-Sekretär und -Abteilungsleiter nicht zu beachten: Bruno Wansierski war mitnichten der Stellvertreter des für Sicherheitsfragen zuständigen ZK-Sekretärs Erich Honecker, sondern der Stellvertreter des Leiters der ZK-Abteilung für Sicherheit, Walter Borning (52).

  2. Vgl. Tobias Wunschik, Risse in der Sicherheitsarchitektur des SED-Regimes. Staatssicherheit und Ministerium des Innern in der Ära Honecker, in: DA 44 (2011) 2, S. 200–207.

  3. Vgl. BStU, MfS AIM 194/89.

  4. Vgl. Łukasz Kamiński u.a. (Hg.), Handbuch der kommunistischen Geheimdienste in Osteuropa 1944–1991, Göttingen 2009; Jan Foitzik/Nikita Petrow [Hg.], Die sowjetischen Geheimdienste in der SBZ/DDR von 1945 bis 1953, Berlin/New York 2009 (rezensiert in: DA 43 (2010) 1, S. 162f, u 6, 1123f).

  5. Vgl. Michael Buckmiller/Klaus Meschkat (Hg.), Biographisches Handbuch zur Geschichte der Kommunistischen Internationale. Ein deutsch-russisches Forschungsprojekt, Berlin 2007; Hermann Weber/Andreas Herbst, Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004 (2. Aufl. 2008).

  6. Ritzi erhielt Christmanns Papiere für seine diesem Buch zugrunde liegende Dissertation von Roger Faligot, der bereits vor einem Vierteljahrhundert ein Buch über ihn veröffentlichte, das aber nicht ins Deutsche übersetzt wurde: Markus. Espion Allemand, Paris 1984.

  7. Vgl. Peter F. Müller/Michael Mueller, Gegen Freund und Feind. Der BND: Geheime Politik und schmutzige Geschäfte, Reinbek 2002, S. 302–311.

Dr. phil., Referent im Bundespräsidialamt, Berlin.