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Zur Vorgeschichte des Mauerbaus | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? 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Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! 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"Ich höre ein Ungeheuer atmen" "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? 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Zur Vorgeschichte des Mauerbaus

Rolf Steininger

/ 9 Minuten zu lesen

Der Mauerbau hatte eine lange Vorgeschichte – auf internationaler Bühne. Neue Veröffentlichungen zum Thema.

Sammelrezension zu:

Stefan Karner, Barbara Stelzl-Marx, Natalja Tomilina, Alexander Tschubarjan, Günter Bischof, Viktor Iscenko, Michail Prozumenscikov, Peter Ruggenthaler, Gerhard Wettig, Manfred Wilke (Hg.): Der Wiener Gipfel 1961. Kennedy – Chruschtschow (Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung Graz-Wien-Klagenfurt; Sonderbd. 12 ), Innsbruck u. a.: StudienVerlag 2011,1 056 S.,€ 39,90, ISBN: 9783706550246.

Manfred Wilke: Der Weg zur Mauer. Stationen der Teilungsgeschichte (Beiträge zur Geschichte von Mauer und Flucht),Berlin: Links 2011,472 S., € 39,90, ISBN: 9783861536239.

Gerhard Wettig: Sowjetische Deutschland-Politik 1953 bis 1958. Korrekturen an Stalins Erbe, Chruschtschows Aufstieg und der Weg zum Berlin-Ultimatum (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte; 82), München: Oldenbourg 2011, 190 S., € 29,80, ISBN: 9783486598063.

Gerhard Wettig (Hg.): Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964. Gespräche, Aufzeichnungen und Stellungnahmen, Bd. 3: Kulmination der Berlin-Krise (Herbst 1960 bis Herbst 1962) (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte; 88), München: Oldenburg 2011, 656 S., € 69,80, ISBN: 9783486704150.

"Der Wiener Gipfel"

Stefan Karner u.a., Der Wiener Gipfel (© StudienVerlag Innsbruck)

Wenn ein Sammelband gleich mehrere renommierte Herausgeber hat, kann man einiges erwarten. Im Jahre 2008 wurden diese Erwartungen erfüllt, als die Gruppe um den in Österreich sehr bekannten Grazer Historiker Stefan Karner 1.296 Seiten über den Prager Frühling vorlegte. In 71 Beiträgen wurde damals viel Neues und Aufregendes über das internationale Krisenjahr 1968 geliefert. Man hatte Neuland betreten und mit vielen bislang unbekannten Dokumenten Licht in ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte gebracht. Das Unternehmen war ein großer Erfolg.

Aber: Solche Erfolge lassen sich nicht einfach wiederholen, wie der vorliegende Sammelband nur allzu deutlich zeigt. Darüber können weder die Kooperation verschiedener wissenschaftlicher Institutionen noch die vollmundigen Hinweise im Vorwort hinwegtäuschen, wonach während eines dreijährigen Forschungsprojektes unter Leitung des Ludwig Boltzmann-Instituts in Graz über 60 Historiker/innen und damals handelnde Persönlichkeiten aus Europa, Russland und den USA in einem großen Forschungsnetzwerk und mit mehreren Konferenzen und Workshops am Thema gearbeitet haben – mit angeblich völlig neuen Erkenntnissen. Und das in erster Linie mit Blick auf die sowjetische Politik auf der Grundlage bislang nicht zugänglicher russischer Dokumente.

Festzuhalten bleibt zunächst: Das Thema ist so neu nicht! Der Mauerbau und mit ihm das Gipfeltreffen von John F. Kennedy und Nikita S. Chruschtschow am 3./4. Juni 1961 in Wien gehörte zu den gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges. Es verwundert daher nicht, dass sich Historiker schon früh für dieses Thema interessiert haben. War der Zugang zu einschlägigen Quellen dabei zunächst noch begrenzt, so hatte sich das schon bis zum 40. Jahrestag 2001 geändert. Vorher und auch nachher wurden einschlägige, auf breiter Quellenbasis – auch bereits auf russische Dokumente – gestützte Standardwerke vorgelegt, auf die in der Einleitung – noch der beste Teil des Sammelbandes – zumindest verwiesen wird.

Für das Grazer Projekt wurden vielfach Kollegen/innen bemüht, die sich bislang mit Arbeiten zum Thema nicht gerade hervorgetan haben. Das gilt insbesondere für die Politik der Westmächte. Eine Entscheidung nicht immer zum Vorteil der Sache. Über den gescheiterten Pariser Gipfel im Mai 1960 schreiben etwa Günter Bischof und Richard Williamson – ausschließlich aus der Perspektive des Westens. Dazu hätte wohl auch Michael Beschloss etwas sagen können, der schon vor 25 Jahren ein entsprechendes Werk vorgelegt hat (Mayday: Eisenhower, Khrushchev and the U-2 Affair, New York 1986). So aber gibt es nicht viel Neues, und die Sicht des Kreml eben auch nicht, was man eigentlich bei einem so groß angelegten Projekt der Österreichisch-Russischen Historikerkommission hätte erwarten können.

Dafür erfahren wir von den beiden Töchtern des ehemaligen US-Botschafters in Moskau, Llewellyn Thompson, wie toll deren Vater war. Das war jener Diplomat, der – wie Bundeskanzler Konrad Adenauer später meinte, am 13. August 1961 zu Kollegen gesagt haben soll, man müsse "Gott für den Mauerbau danken, weil dadurch der Flüchtlingsstrom aufhöre".

Nichts gegen die hoch geschätzte Kollegin Anne Deighton, die einen konzisen Beitrag über Großbritannien und den Wiener Gipfel liefert, aber das Standardwerk zum Thema, nämlich John P. S. Gearson, Harold Macmillan and the Berlin Wall Crisis,1958–62 (Basingstoke 1998), nicht einmal in einer Fußnote erwähnt. Und so erfahren wir in ihrem Beitrag auch nichts von Harold Macmillans Tagebucheintragungen und seinem Eindruck von Kennedys Wien-Erfahrung, nämlich: "Es war ungefähr so, als wenn jemand Napoleon auf der Höhe seiner Macht zum ersten Mal träfe."

Gleich zehn Beiträge beschäftigen sich mit der sowjetischen – oder besser mit Chruschtschows – Politik im Vorfeld des Gipfels. Mit interessanten Einzelheiten, die aber im Kern nicht über die hervorragende Chruschtschow-Biografie von William Taubman (New York 2003) hinausgehen.

Der "Altmeister" und anerkannte Kenner der sowjetischen Deutschlandpolitik, Gerhard Wettig, ist mit drei Aufsätzen vertreten. Seinen Beitrag über "Chruscev und die Berliner Mauer" hat er mit einem umfangreichen Anmerkungsapparat versehen – sein Markenzeichen für solide Arbeit –, aber die in der Einleitung des Bandes aufgeführten Autoren werden auch bei ihm nicht einmal erwähnt.

Anekdotisches und Amüsantes erfahren wir von Barbara Stelzl-Marx in ihrem Beitrag über den Gipfel aus österreichischer Sicht – etwa, wenn später über das Essen beim Galadiner so geurteilt wurde: "Wie vielfach festgestellt wurde, war dies das schlechteste Essen, das jemals bei einem Empfang serviert worden war." Das wussten wir vorher noch nicht, und das lässt den Wiener Gipfel in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Es gibt Beiträge mit und ohne wissenschaftlichem Anmerkungsapparat, wobei letztere manchmal besser als erstere sind. Ein gutes Beispiel ist Timothy Naftali, Direktor der Richard Nixon Presidential Library in Kalifornien und exzellenter Kenner des Kalten Krieges. Sein Beitrag: "Eine schwierige Lektion. John F. Kennedy und Nikita Chruscev in Wien" sagt eigentlich alles über den Wiener Gipfel.

Die Herausgeber betonen, dass das "Kernstück des Forschungsprojektes" die "unzähligen Quellen" aus diversen Archiven darstellen, die "einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden". (13) Das hört sich gut an, stimmt aber nicht immer. Nehmen wir zum Beispiel das Gespräch zwischen Chruschtschow und Ulbricht am 1. August 1961. Das entsprechende Protokoll, so wird mitgeteilt, "gehört zu den bislang unveröffentlichten Schlüsseldokumenten". (70) Schlüsseldokument ja, unveröffentlicht nein. Das Protokoll ist schon seit längerer Zeit sogar online abrufbar. Und dass Chruschtschow in diesem Gespräch Ulbricht den 13. August als Termin für die Schließung der Sektorengrenze genannt haben soll – wie ebenfalls behauptet wird –, ist in dem Dokument nicht zu lesen.

Die entscheidenden Dokumente des Wiener Gipfels sind logischerweise die Protokolle der Gespräche zwischen Kennedy und Chruschtschow. Und die sind schon vor längerer Zeit veröffentlicht worden. Sie werden auch hier abgedruckt, und zwar so, dass leicht der Eindruck einer Erstveröffentlichung entsteht. Das ist leider falsch. Vielmehr verweisen die Herausgeber in der Einleitung noch korrekt auf den jeweiligen Ort der Erstveröffentlichung (19) – des amerikanischen Originals und des russischen in deutscher Übersetzung; am Ende des Bandes sieht das bei den Dokumenten selbst anders aus. Beim amerikanischen Protokoll wird auf die Sammlung "Foreign Relations of the United States" (FRUS), Bd. XIV, verwiesen, und hier lediglich auf zwei Seiten und ein Dokument; tatsächlich aber sind es sieben Dokumente auf 59 Seiten, bereits 1998 veröffentlicht und darüber hinaus online verfügbar.

Wilfriede Otto hat das sowjetische Protokoll in deutscher Übersetzung bereits vor zehn Jahren entdeckt und in Berlin auf einer Konferenz zum 40. Jahrestag des Mauerbaus verlesen, ein Jahr später dann in dem von Heiner Timmermann herausgegebenen Sammelband "1961 – Mauerbau und Außenpolitik" (Münster 2002) veröffentlicht – und zwar vollständig und auf anderen Seiten, als im vorliegenden Sammelband angegeben wird. Bei 1.056 Seiten sollte Platz für korrekte Angaben sein!

Und noch eine kleine Anmerkung: Wenn schon – im Übrigen bereits bekannte – Fotos bei solch einem kostenintensiven Großprojekt und umfangreichen Sammelband abgedruckt werden, dann bitte auf entsprechendem Papier.

Fazit: Es entsteht der Eindruck, als ob 50 Jahre nach dem Mauerbau bei dem Thema erstmals wissenschaftliches Neuland betreten worden sei, was mitnichten der Fall ist. Der Sammelband mit seinen 37 Beiträgen bietet sicherlich einige neue, interessante Erkenntnisse, in erster Linie mit Blick auf die sowjetische Politik im Vorfeld des Gipfels, ist aber dennoch in manchen Bereichen eine "kleine" Mogelpackung mit viel Lärm um wenig. Weniger wäre hier wohl deutlich mehr gewesen.

"Der Weg zur Mauer"

Manfred Wilke, Der Weg zur Mauer (© Christoph Links Verlag Berlin)

In der Buchreihe der Stiftung Berliner Mauer ist Manfred Wilkes Darstellung über den "Weg zur Mauer" erschienen. Der Untertitel sagt, worum es geht, nämlich um "Stationen der Teilungsgeschichte". Und zwar zunächst auf fast 200 Seiten um die Teilung Deutschlands. Wilke beginnt im ersten Teil seiner Arbeit mit der Atlantik-Charta des Jahres 1941, geht über die Kapitulation 1945 zur Teilung bis zur Gründung der EWG, um sich im zweiten Teil auf den "Kampf um Berlin" zu konzentrieren. Stationen sind hier die Berlinkrise 1948/49, der 17. Juni 1953, Chruschtschows Ultimatum 1958 und der Mauerbau. Der dritte Teil behandelt die Entwicklung bis zum Ende der Berlinkrise 1963.

Die Geschichte der Teilung liest sich gut, bringt aber nicht wirklich etwas Neues. Hier stützt sich Wilke weitgehend auf vorhandene Literatur – mit entsprechenden Verweisen, wie man das von einem soliden Wissenschaftler erwarten kann. Interessant ist Wilke besonders da, wo es um die Gespräche zwischen Ulbricht und Chruschtschow geht. Hier konnte er etliche jener Protokolle nutzen, die bislang der Forschung nicht zugänglich waren – ohne allerdings unsere Kenntnis über Vorgeschichte und Bau der Mauer grundlegend zu verändern. Manfred Wilke bestätigt, was auch Gerhard Wettig und zuvor schon Matthias Uhl betont hatten: Der Kremlchef bestimmte zu jedem Zeitpunkt die Politik und wurde nicht von Ulbricht getrieben. Dies ist bekanntlich die These von Hope M. Harrison.

"Sowjetische Deutschland-Politik 1953 bis 1958"

Gerhard Wettig, Sowjetische Deutschland-Politik (© Oldenbourg Verlag)

Als indirektes "Nebenprodukt" des oben genannten Grazer Projektes hat Gerhard Wettig seine Darstellung über die "Sowjetische Deutschland-Politik 1953 bis 1958" vorgelegt. Darin bietet er Neues vor allem zur Außenministerkonferenz 1955 in Genf. Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow wollte demnach folgendes Angebot machen (als "taktische Finte", wie es hieß): Abzug aller Besatzungstruppen aus Deutschland, kein Beitritt der Bundesrepublik zur NATO, dafür deutsche Einheit auf der Basis freier Wahlen. Chruschtschow und die übrigen Führungsmitglieder im Kreml bezweifelten jedoch, dass der Westen ablehnen würde. Das Risiko schien zu groß. Also wurde dieses Angebot nicht unterbreitet.

Viel Neues bietet Wettig dann zur Vorgeschichte der Berlinkrise. Einmal mehr macht er deutlich, das dies Chruschtschows Krise war. Für den Kremlchef war West-Berlin jener "Knochen im Hals", den er loswerden musste, auch um den Flüchtlingsstrom aus der DDR zu stoppen. Am Ende wollte er dann West -Berlin kassieren. Er fühlte sich stark genug, den Westen herauszufordern, der es seiner Meinung nach nicht wagen würde, deswegen einen Krieg zu riskieren. Warnungen – etwa vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Anastas H. Mikojan –, dass vielleicht Briten und Franzosen, aber nicht die Amerikaner ohne Gegenwehr aus West-Berlin weichen würden, ignorierte er. Fazit: Ein interessantes Buch mit zahlreichen neuen Erkenntnissen.

"Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964"

© Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München. (© Oldenbourg Verlag )

Gerhard Wettig ist auch der verantwortliche Herausgeber eines direkten "Nebenproduktes" des Grazer Projektes: der Veröffentlichung von 35 Dokumenten für den Zeitraum von Herbst 1960 bis Herbst 1962. Im Mittelpunkt der Edition steht Chruschtschow. Den Kremldiktator im Original zu lesen, ist immer wieder faszinierend; wir sehen einen Spieler mit Bauernschläue, einen Mann voller Selbstvertrauen, der seine Gegenüber einschüchtern will und klarmacht, dass die Sowjetunion den Friedensvertrag mit der DDR abschließen werde, nach dem Motto: Wenn der Westen "Krieg will, dann bekommt er ihn" (so zum bundesdeutschen Botschafter Hans Kroll am 24. April 1961). Oder die berühmte Stellungnahme im Präsidium der KPdSU am 26. Mai 1961. Die wichtigsten Passagen hat bereits Matthias Uhl mitgeteilt, aber jetzt kann man alles im Wortlaut nachlesen. Das ist pures Lesevergnügen.

Was beim oben besprochenen Sammelband zum Wiener Gipfel eher unangenehm auffällt, gilt teilweise auch bei diesem Band. Wettig druckt natürlich auch die russischen Protokolle des Wiener Gipfels ab – als Fundort mit dem Hinweis: "aus dem russischen Originaltext übersetzt". Auch hier kein Hinweis auf die Edition von Wilfriede Otto. Ähnlich das Protokoll des Gesprächs zwischen Chruschtschow und Ulbricht am 1. August 1961: "Übersetzt nach dem russischen Originaltext" ...

Am Ende wurde bekanntlich kein amerikanisches Flugzeug abgeschossen, wie Chruschtschow in der Sitzung am 26. Mai lauthals verkündet hatte, sondern die Mauer gebaut, "das Maximum dessen, was aus West-Berlin herauszuholen war", wie er Ulbricht am 26. Februar 1962 klarmachte und was Hope M. Harrison schon vor Jahren herausgefunden hat.

Fazit: Dennoch insgesamt ein sehr gelungener und nützlicher Band mit kenntnisreichen Erläuterungen zu den einzelnen Dokumenten.

O. Univ.-Prof. Dr., Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck.