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"Arbeiten Sie einen Plan zur Grenzordnung zwischen beiden Teilen Berlins aus!"

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"Arbeiten Sie einen Plan zur Grenzordnung zwischen beiden Teilen Berlins aus!" Interview mit Generaloberst Anatolij Grigorjewitsch Mereschko

Manfred Wilke Alexander Vatlin Tatiana Timofeeva

/ 18 Minuten zu lesen

Generaloberst Anatolij Grigorjewitsch Mereschko war 1961 beauftragt, "einen Plan zur Grenzordnung zwischen beiden Teilen Berlins" auszuarbeiten. Im Gespräch erläutert er den Zusammenhang von politischer und militärischer Entscheidung Nikita S. Chruschtschows, der SED die Schließung der Sektorengrenzen zu erlauben.

Einführung



Generaloberst Anatolij Grigorjewitsch Mereschko (© wwii-soldat.narod.ru)

"Deutsche und Russen: der Zweite Weltkrieg und 65 Jahre danach" hieß die Veranstaltung der Moskauer Dependance der Konrad-Adenauer-Stiftung, die vom 7. bis 10. September 2010 in Wolgograd stattfand. Auf dieser Tagung begegneten Alexander J. Vatlin und ich einem Veteranen der Stalingrader Schlacht, dem 89-jährigen Interner Link: Generaloberst Anatolij G. Mereschko, der als Zeitzeuge geladen war. Für die deutschen Teilnehmer war es emotional nicht einfach, an diesem Ort über den Krieg und seine Folgen für unsere Völker zu sprechen. So besuchten wir auch die beiden Soldatenfriedhöfe vor der Stadt; auf dem deutschen liegt auch mein Onkel Fritz Wilke in einem Massengrab. An diesem Ort begann für Mereschko 1942 sein Einsatz um Stalingrad.

Im Gespräch mit dem Gründungsrektor der Wolgograder Universität, ebenfalls ein – 84-jähriger – Veteran dieser Schlacht, erfuhr Mereschko, dass ich an einem Buch über die Berliner Mauer arbeite. Er wurde neugierig und bot Vatlin und mir ein Gespräch über das Thema an, denn er war nicht nur Zeitzeuge, sondern als Oberst und stellvertretender Leiter der Operationsabteilung der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) aktiv an der Schließung der Sektorengrenze in Berlin beteiligt. Mereschko war zu einem Interview bereit, um uns seine Erlebnisse im Zusammenhang mit dem 13. August 1961 zu schildern. Das fand am Abend des 9. September im Hotel Wolgograd statt, 200 Meter vom letzten Befehlsstand Generalfeldmarschall Friedrich Paulus' entfernt, wo er kapituliert hatte und wo sich heute eine Gedenkstätte an diese Zäsur des Krieges befindet.

Die Forschung hatte bislang geklärt, dass Nikita S. Chruschtschow am 20. Juli die politische Entscheidung traf, Walter Ulbricht zu erlauben, die Sektorengrenze in Berlin zu schließen. Diese Entscheidung wurde Ulbricht nach dem 20. Juli durch den sowjetischen Botschafter in Ost-Berlin, Michail G. Perwuchin übermittelt; dieser war es auch, der Armeegeneral Iwan I. Jakubowskij Chruschtschows Befehl überbrachte, dass die GSSD den Plan für die Schließung der Sektorengrenze ausarbeiten sollte. Durch das vorliegende Interview wissen wir nun, dass Chruschtschow zwei Entscheidungen traf, eine politische und eine über die Durchführung der Grenzschließung. Er beauftragte den Oberkommandierenden der GSSD mit der Ausarbeitung des Plans, und der wiederum beauftragte Mereschko mit dieser Arbeit. Ebenso wie Perwuchin überrascht war, wie gut Ulbricht auf die Teilung Berlins vorbereitet war, erging es Mereschko, als er mit den drei von Ulbricht beauftragten Ministern die Arbeit begann: Sie konnten auf Anhieb alle Fragen im Zusammenhang mit der Grenzschließung beantworten. Die politische und die militärische Entscheidung Chruschtschows sicherten die sowjetische Konfliktkontrolle in der Durchführung der Operation Grenzschließung. Ulbricht musste seine Schritte über Perwuchin mit Chruschtschow abstimmen, und die militärische Kontrolle lag beim Oberbefehlshaber der GSSD, Marschall der Sowjetunion Iwan S. Konew, dessen Amtseinführung am 10. August und seine Befehlsausgabe an die drei DDR Minister Mereschko eindrucksvoll beschreibt.

Mereschkos Erinnerungen schließen vorläufig eine Forschungslücke in der bisherigen Darstellung der Ereignisse um den 13. August 1961. Mereschko verdeutlicht den engen Zusammenhang von politischer und militärischer Entscheidung über die Teilung Berlins durch Stacheldraht. Er verweist zugleich die in Deutschland weit verbreitete Auffassung, es handele sich nur um "Ulbrichts Mauer", in das Reich der Legenden. Die Sowjetunion trat in Berlin am 13. August 1961 den Rückzug aus einer politischen Offensive an, die das Ziel verfolgt hatte, die Westmächte aus West-Berlin zu vertreiben und die NATO entscheidend zu schwächen. Der Stacheldraht und die Mauer durch Berlin sicherten die Grenze ihres Imperiums und damit den SED-Staat. Richtig bleibt nach wie vor – Ulbricht hatte dies selbst gesagt –, dass der SED-Staat die Schließung des Tores zum Westen in Berlin brauchte, um die Systemkonkurrenz mit der Bundesrepublik überhaupt bestehen zu können. Die offene Grenze und die steigenden Flüchtlingszahlen waren eine Existenzfrage für die DDR geworden, und seit Januar 1961 drängte Ulbricht Chruschtschow zur Lösung des "Westberlin-Problems". Die SED selbst bereitete sich seit diesem Zeitpunkt unter dem Stichwort "Kampf gegen die Republikflucht" auf diese "Maßnahme" vor, so die Codeworte, unter denen in den SED-Dokumenten die Vorbereitung der Sperrung der Sektorengrenze umschrieben worden war. Dank dieses Vorlaufs konnte nach der Entscheidung des Kremls diese "Maßnahme" in nur drei Wochen politisch und militärisch durchgeführt werden.

Das Interview


Manfred Wilke: Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie unsere Fragen beantworten wollen. Zunächst möchten wir wissen, welche Funktion Sie 1961 in der DDR hatten.

Ich war der stellvertretende Chef der operativen Abteilung des Stabes der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD). Ich wurde damit beauftragt, den Plan der Absicherung der Grenzkontrollsperre zwischen Ost- und West-Berlin auszuarbeiten.

Alexander Vatlin: Vielleicht erzählen Sie zunächst, was Sie wissen, und später werden wir Fragen stellen.

Iwan Ignatjewitsch Jakubowsik, April 1960 – August 1961 und April 1962 – Januar 1965 Oberbefehlshaber der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. (© E. F. Iwanowski u.a. (Hg.): Na bojewom postu. Kniga o woinach Gruppy sowjetskich wojsk w Germanii [Auf Kampfposten], Moskau 1975.)

Ungefähr am 22./23./24. Juli hat der Oberbefehlshaber der GSSD, Armeegeneral Iwan I. Jakubowskij, mir befohlen, die topografischen Karten der DDR mit der genauen Grenze zwischen der DDR und der BRD sowie den Plan von Berlin mit der Demarkationslinie zwischen Ost- und West-Berlin mitzunehmen. Wir sollten mit diesen Karten sofort zum Botschafter der Sowjetunion fahren, er hatte uns zu einem wichtigen Gespräch eingeladen. Botschafter war damals Michail G. Perwuchin.

Als wir in das Kabinett Perwuchins kamen, hat er uns erstaunt angeschaut und zu Jakubowskij gesagt: "Iwan Ignatjewitsch, ich bat Sie, mit dem Stabschef der Gruppe zu kommen, und Sie kommen mit einem Obersten". Darauf antwortete Jakubowskij in einem ziemlich scharfen Ton, dass er mit dem stellvertretenden Stabschef der Gruppe gekommen ist. Danach erklärte Perwuchin: "Iwan Ignatjewitsch, wir haben über ein Staatsgeheimnis zu sprechen. Nikita Sergejewitsch [Chruschtschow] hat mich beauftragt, Sie über den Plan zur Einführung der Grenzordnung zwischen den beiden Teilen Berlins zu informieren, den sie auszuarbeiten haben".

Er hat über die politische Lage in Berlin, die wir ohnehin gut kannten, besonders aber über die wirtschaftlichen Probleme dieser Lage gesprochen, und er erklärte auch deren politische und militärische Seite, die wir ebenfalls gut kannten. Und er hat kurz über die wirtschaftlichen Maßnahmen gesprochen, die der Senat von West-Berlin und die Bundesrepublik gegen die DDR durchführten. Ab 1960 hat die BRD aufgehört, Werksausrüstungen, Stahl und chemische Ausrüstung zu liefern. Die Abkommen waren sowohl mit West-Berlin als auch mit der BRD abgeschlossen worden. Weiter informierte er uns, dass täglich bis zu 1.200 bis 1.500 Menschen – die hochqualifizierten Arbeiter, die Fachkräfte und die Jugend im Einberufungsalter – den östlichen Sektor Berlins verlassen.

Vor allem aber kommen die Bürger West-Berlins absolut ungehindert in den Osten, und da die West-Mark fünfmal mehr wert ist als die östliche, kaufen sie große Mengen Lebensmittel, beladen damit die Kofferräume ihrer Autos und nehmen alles heimlich mit nach West-Berlin und weiter, sogar in die BRD. Das verursachte im Handel Ost-Berlins Versorgungsprobleme und führte selbstverständlich zur Unzufriedenheit der Einwohner von Ost-Berlin. Deshalb muss man den Plan der Einführung der Grenzordnung zwischen Ost- und West-Berlin so ausarbeiten, wie sie schon früher für das ganze Grenzterritorium der DDR zur Bundesrepublik eingeführt wurde.

Er hat gefragt: "Wie viel Zeit brauchen Sie für die Ausarbeitung dieses Planes? Beachten Sie, dass nur drei Personen aus der Regierung der DDR daran teilnehmen werden: nach unseren Vorstellungen, Verteidigungsminister [Heinz] Hoffmann, Innenminister [Karl] Maron und der Minister für Staatssicherheit [Erich] Mielke.


Wilke: Es gab noch einen Vierten: Das war Erwin Kramer, Verkehrsminister, der für die Trennung der U-Bahn und S-Bahn in Berlin verantwortlich war.

Im Verlauf der Ausarbeitung des Plans hatte ich nur mit diesen drei Personen zu tun.

Also fragt Perwuchin: "Wie viel Zeit brauchen Sie für die Ausarbeitung dieses Planes?" Jakubowskij hat mich angeschaut, und ich sage: "Genosse Botschafter, wenn die Lage so kompliziert ist (und wir wussten natürlich darüber Bescheid) und er in kürzester Frist vorliegen muss, so bereiten wir den Plan in einer Woche vor".

Perwuchin schaute mich aufmerksam an und sagt: "Der Plan ist sehr kompliziert, beeilen wir uns nicht, lassen wir uns eine Frist von zwei Wochen". Später habe ich verstanden, warum er diese Frist – eben diese zwei Wochen – vorgeschlagen hat, ich werde das noch erklären. Jakubowskij sagte wieder in ziemlich scharfem Ton: "Wenn mein Stab erklärt, dass wir nur eine Woche brauchen, so seien Sie beruhigt, der Plan wird in einer Woche fertig sein. Ihre Frist nehmen wir aber auch gern an".

Wir gehen aus der Botschaft hinaus, und er erklärt mir, dass Perwuchin bald abberufen wird und ein neuer Botschafter kommt. Damit hat er mir angedeutet, wieso er in so scharfem Ton mit dem Botschafter gesprochen hat.

Ja, vor unserem Abschied sagte der Botschafter noch: "Ich fahre jetzt zum Genossen [Walter] Ulbricht, und wir werden verabreden, dass diese drei Minister an der Ausarbeitung des Planes teilnehmen, und unsererseits wird der Oberst diesen Plan technisch bearbeiten". Jakubowskij antwortete: "Ich bitte, dass diese Minister um 15 Uhr nach Wünsdorf kommen, und wir werden mit ihnen die Kontakte und die gemeinsame Arbeit verabreden".

Und tatsächlich: Um 15 Uhr – wir waren früher zurückgekehrt – waren diese drei Minister bei uns. Wir haben verabredet, wie wir zusammenarbeiten, wie wir Verbindung halten werden; das Hauptproblem war die Sprachbarriere. Die Lösung der Aufgabe wurde dadurch erleichtert, dass Ulbricht schon früher diese Frage nach der Einführung der Grenzkontrolle Chruschtschow mehrmals gestellt hatte. Chruschtschow aber wollte diesen Schritt lange nicht tun. Aber die Vorbereitungsarbeiten in den Organen der DDR waren deutlich im vollen Gang.

Wilke: Seit dem Januar 1961?

Die Minister konnten praktisch auf jede Frage schon fertige Auskünfte geben.

Wilke: Die SED hatte im Januar 1961 die Krise der DDR und das West-Berlin-Problem auf einer Politbürositzung behandelt. Am 18. Januar schrieb Ulbricht an Chruschtschow und legte die ganze Problematik der DDR-Krise dar, über die Flüchtlinge, über die Frage der Grenzgänger, und das Politbüro berief Maron, Mielke und Kramer in eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der "Republikflucht". Und im Februar gab Ulbricht Hoffmann den Auftrag, mit Jakubowski die Grenzfragen zu diskutieren.

Sie kennen diese Frage wahrscheinlich besser; ich spreche nur über die Besprechungen, an denen ich teilgenommen habe.

Wilke: Das ist ja genau, was wir wollen. Wir sagen nur, was wir wissen. Und diese Informationen ergänzen einander perfekt.

Ich verstehe. Sie bestätigen tatsächlich, was ich sage: Auf jede beliebige Frage waren die Minister imstande, Antwort zu geben.

Wilke: Genau, sie waren vorbereitet. Und im März hatte Chruschtschow Ulbricht gesagt: "Warte ab, bis ich mit Kennedy in Wien zusammengekommen bin". Und nachdem Chruschtschow [US-Präsident John F.] Kennedy getroffen hatte, war ihm klar: Die Amerikaner unterschreiben keinen Vertrag über Berlin, der ihre Präsenz in der Stadt beendet.

Ich bin Ihnen für alle Ergänzungen sehr dankbar, ich konnte darüber nur lesen.

Wilke: Und wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie sich erinnern.

Vor der Ausarbeitung des Planes hat Jakubowskij mir befohlen: "Weder Deinem Vorgesetzten noch dem Stabschef, niemandem sollst du über deine Arbeit was sagen. Wer was wissen soll, das werde ich selbst bestimmen. Du selbst wirst schweigend arbeiten".

Der Plan wurde in sieben bis zehn Tagen entwickelt, jedenfalls haben wir weniger als zwei Wochen dazu gebraucht. Wobei der Plan in doppelter Ausführung auf Stadtplänen eingezeichnet war. Den Plan hat Jakubowskij unterschrieben, und, so weit ich mich erinnere, stehen aus irgendeinem Grunde auch die drei Unterschriften der Minister der DDR auf dem Plan. Ich erinnere mich nicht an Kramer. Rechts oben auf der Karte – "Bestätigt. Ulbricht", links – "Bestätigt. Chruschtschow". Es war so, dass die linke Seite wichtiger war. Ein Exemplar des Planes wurde mit Sonderkurier sofort an unseren Generalstab abgesandt, ein Exemplar blieb in der GSSD.

Wilke: Im Protokoll des Gesprächs Chruschtschows mit Ulbricht am 1. August geht es ganz konkret um diese Fragen, ich zitiere jetzt sinngemäß Chruschtschow: "Wie werdet ihr das mit den Häusern an der Sektorengrenze machen, also wenn die Häuser im sowjetischen Sektor stehen, aber die Türen in die Westsektoren gehen?" So hat Chruschtschow Ulbricht gefragt. Und Ulbricht antwortete: "Wir haben einen Plan. Wir werden die Fenster und die Türen zumauern". Eine solche Lösung entspricht genau Ihren Planungen.

Ungefähr am 2. August sind wir, Jakubowskij und ich, zu Ulbricht mit dem fertigen Plan gefahren. Dort in seiner Residenz waren schon diese drei Minister versammelt, sie haben ebenfalls über ihre Vorbereitungen der Einführung der Grenzordnung kurz berichtet.

Wilke: Da haben wir jetzt ein Problem in Bezug auf das Datum. Es gibt keine Zweifel daran, dass Ulbricht am 1. August in Moskau diese Frage mit Chruschtschow besprochen hat. Und am 3. begann die Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses des Warschauer Paktes. Also, ist Ihr Treffen wahrscheinlich am 31. Juli gewesen?

Ich habe etwas andere Daten. Am 5./6. August hat die Tagung der Generalsekretäre der kommunistischen und Arbeiterparteien stattgefunden.

Wilke: Nein, vom 3. bis zum 5. August. Aber das ist nichts weiter als eine unterschiedliche Bezeichnung. Sie konnten nicht am 2. August in Berlin zu Ulbricht fahren. Ulbricht war vom 1. bis zum 5. August in Moskau.

Ich wusste nur, dass die Tagung am 5./6. August stattfindet. Ich konnte nicht daran teilnehmen, aber ich wusste von ihr. Deshalb habe ich mich auch gewundert, dass Perwuchin uns eine solche Frist – zwei Wochen – stellt, aber er wusste wahrscheinlich, dass die Tagung der Ersten Sekretäre und danach eine Bestätigung des Planes durch Chruschtschow stattfinden sollten. So behaupte ich, dass es am 5./6. geschah, wenn Sie andere Daten haben – dann bitte.

Wilke: In allen Dokumenten ist der Termin vom 3. bis zum 5. August angegeben.

Ich schreibe kein historisches Dokument, ich erzähle das, was ich aus meinen Erinnerungen weiß. Wenn es die offiziellen Quellen behaupten – stimmt es sicher.

Wilke: Ihr Gedächtnis irrt sich überhaupt nicht. Sie sagen, dass der Plan fertig war, bevor Ulbricht nach Moskau flog.

Ganz richtig.

Wilke: Es geht jetzt nur darum, dass das, was Sie für Anfang August halten, wahrscheinlich am 31. Juli geschah.

Kann auch so sein. Ich habe "ungefähr" gesagt, als ich den 2. August erwähnte.

Kann sein. Bei mir hat sich der Eindruck im Gedächtnis gebildet, dass es irgendwann Anfang August war. Das ist kein Protokolldatum.

Wilke: Ja, Sie haben genau berichtet, wie diese Planungen abliefen. Und wir haben jetzt im Grunde nur die Daten des politischen Ablaufes hinzugefügt.

Offenbar konnten Ulbricht – nach den Vorträgen seiner Minister – und Jakubowskij über den Plan der Einführung der Grenzkontrolle so eine Antwort an Chruschtschow geben.

Grigorij Ivanovič Arijko, 1959–1963 Chef des Stabs der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. (© E. F. Iwanowski u.a. (Hg.): Na bojewom postu. Kniga o woinach Gruppy sowjetskich wojsk w Germanii [Auf Kampfposten], Moskau 1975.)

Am 7. August ruft Jakubowski aus Moskau die GSSD an, befiehlt dem Stabschef [Grigorij I.] Arijko und mir, mit dem Hauptexemplar des Planes der Grenzabsicherung nach Moskau zu kommen, und wir stiegen ungeachtet des schlechten Wetters ins Flugzeug. Als wir nach Moskau flogen, sind wir in solche Turbulenzen geraten, dass das Flugzeug aus der Flughöhe von ungefähr 5.000 Metern fast auf die Gipfel der Bäume gefallen ist. Ich erzähle solche Kleinigkeiten, um zu bestätigen, dass alles so war. Als der Kapitän mitteilte, dass wir am Rande des Todes gewesen seien, habe ich nur geantwortet, dass heute mein Glückstag sei, mein Geburtstag. Die Gewitterfront über der DDR, Polen, den westlichen Gebieten der Sowjetunion war so gefährlich, dass man uns befohlen hat, in Minsk zu landen. Aus Minsk sind wir in der Nacht abgefahren und sollten in Moskau am 8. August etwa um 10/11 Uhr ankommen. Der Termin für Jakubowskij wegen des Plans wurde von Chruschtschow auf 10 Uhr morgens festgelegt. Wir waren nervös, als wir in den Zug in Minsk einstiegen, weil wir nicht rechtzeitig ankommen konnten. In Moskau angekommen, holte uns ein Offizier des Generalstabes am Bahnhof ab und berichtete, dass Jakubowskij schon bei Chruschtschow war und der Plan bestätigt sei. Nach einer Weile haben wir uns mit Jakubowskij getroffen, er war sehr zufrieden, dass alles gut gelaufen war, dass sowohl die Besprechung bei Ulbricht als auch die bei Chruschtschow ohne jede kritische Bemerkung abgelaufen waren. Er hat sich für unsere Arbeit bedankt, und am 8. August, noch am selben Tag, flogen wir wieder nach Wünsdorf zurück.

Am 10. August bekamen wir in der GSSD die Nachricht, dass zwei Marschälle im Anflug seien. Weder Jakubowskij noch jemand im Stab kannte das Ziel dieses Besuchs. Uns war nur bekannt, dass es sich um den Marschall der Sowjetunion [Wassilij I.] Tschujkow und den Marschall der Sowjetunion [Iwan S.] Konew handelte. Eine Sitzung des Militärrates der Gruppe wurde einberufen, und wir haben sie getroffen.

Semen Petrovič Wassjagin, 1960–1966 1. Stellvertretender Oberbefehlshaber der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. (© E. F. Iwanowski u.a. (Hg.): Na bojewom postu. Kniga o woinach Gruppy sowjetskich wojsk w Germanii [Auf Kampfposten], Moskau 1975.)

Es nahmen teil die Mitglieder des Militärrates: Jakubowskij, [Semen P.] Wassjagin, Arijko und der erste Stellvertreter von Jakubowskij, General [Petr A.] Belik. Als Gäste nahmen die drei Minister der DDR Hoffmann, Mielke, Maron Platz. Und ich saß mit der Dokumentenmappe (dem Plan und den erläuternden Dokumenten) am Rande, am kleinen Tisch. Tschujkow kommt und erblickt mich gleich: "Ich habe befohlen, nur den Militärrat zu versammeln, wieso ist dieser Oberst hier?" Jakubowskij erklärt, dass der Oberst den Plan erarbeitet hat, und dass er alle Materialien für Auskünfte bereit hält. Tschujkow schaute mich an: "Also, der ist mein Stalingrader, bleib also".

Er setzt sich auf den Stuhl des Vorsitzenden, Konew und Jakubowskij setzten sich neben ihn und Tschujkow erklärt, dass das Präsidium des ZK unserer Partei, dass Genosse Chruschtschow ihn bevollmächtigt habe zu erklären, dass zum Obersten Chef der GSSD Iwan Stepanowitsch Konew, Held der Sowjetunion, Marschall der Sowjetunion, ernannt werde, und zählt alle seine Funktionen und Würden auf. Alle Mitglieder des Militärrates machten lange Gesichter, niemand hatte so etwas erwartet. Tschujkow erklärt weiter: "Iwan Ignatjewitsch, Sie bleiben der erste Stellvertreter des Genossen Konew, Konew wird sich mit den militärpolitischen Fragen beschäftigen, und Sie werden für die Gefechtsbereitschaft der Gruppe, für die Kampfvorbereitung und die Versorgung mit allem Notwendigen nach wie vor verantwortlich sein, Iwan Stepanowitsch befreit Sie von diesen Angelegenheiten. Womit Sie sich früher beschäftigten, das werden Sie weiter machen". Dann wendet er sich an die Minister der DDR und bittet sie, über die Bereitschaft zur Erfüllung des Planes zu berichten. Jeder von ihnen hat erklärt, mit Ausnahme Hoffmanns, dass er bereit sei; Hoffmann hat gesagt, dass er nach dem Erhalt des Befehls in sechs Stunden bereit sein werde, den Plan zu erfüllen. Andere hatten eine Woche gefordert. Tschujkow sagt: "Zwei Tage. Und keine Verschiebungen. Die Zeit 'X', zu der der Plan durchgeführt wird, wird Ihnen von Iwan Stepanowitsch Konew mitgeteilt". Danach bittet er mich, ihn in ein anderes Zimmer zu führen, wo der WTsch-Apparat [für die Hochfrequenz-Verbindung] steht. Dann fordert er: "Verbinden Sie mich mit Chruschtschow". Und danach berichtete er: "Nikita Sergejewitsch, Iwan Stepanowitsch ist im Amt des Obersten Chefs, die deutschen Minister haben den Auftrag bekommen, bereit zu sein." Die Ernennung von Iwan Stepanowitsch zum Obersten Chef war für alle eine Überraschung; offenbar hat die Geheimhaltung dieses Plans vollkommen funktioniert. Damit war die Sitzung zu Ende, Tschujkow ist zurückgeflogen.

Um 0 Uhr in der Nacht zum 13. August setzte Konew den Plan in Kraft und die Operation begann. Vom 10. bis zum 12. August wurden in Berlin die "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" aus den großen Städten der DDR, aus Leipzig, Dresden, Halle usw., zusammengezogen. Bis zum Zeitpunkt "X" waren in Berlin zwei Divisionen der Nationalen Volksarmee der DDR herangeführt worden. Und die Divisionen der GSSD, insbesondere die 3. und die 20. Armee, haben den äußeren Ring um die Stadt gebildet.

Persönlich erinnere ich mich an den Enthusiasmus um 0 Uhr, als die Kampfgruppen der Arbeiterklasse begonnen haben, die Straßen, die nach West-Berlin führten, zu sperren, hauptsächlich mit Stacheldraht. Es galt, die Durchgänge für jeden Besatzungssektor festzulegen, den amerikanischen, den englischen und den französischen, für jeden Sektor drei Durchgänge.

Wilke: Es waren zunächst zwölf Durchgänge insgesamt, davon muss man einen ausklammern, Checkpoint Charlie auf der Friedrichstraße, der für das westliche Militär reserviert war. Am 23. August hat die DDR einseitig die Grenzübergangstellen auf sieben reduziert, ohne Absprache mit der Sowjetunion.

Es gab ständig Streit zwischen Maron und Mielke über die notwendige Zahl, wie viele Kontrollpunkte zu organisieren seien. Die Zahlen schwankten zwischen 20 und neun bis zwölf.

Wilke: Es kamen sieben heraus: sechs für die West-Berliner und einer für die Alliierten.

Kann sein, es sind doch 50 Jahre vergangen.

Was den Enthusiasmus angeht: Die Arbeiter aus anderen Städten beneideten jene Arbeiter, die in Ost-Berlin lebten, aber im Westen arbeiteten. Erstens, hatten sie im Westen ein höheres Gehalt. Wenn das Gehalt sogar nominell gleich war, war die West-Mark fünfmal mehr wert, das heißt, ihre Kaufkraft fünfmal höher. Das bedeutete, diese Arbeiter aus dem Osten, die im Westen arbeiteten, hatten einen doppelten Vorteil: Sie nutzten die Vorteile der sozialistischen Ordnung in Ost-Berlin – niedrige Mieten und Preise für Lebensmittel, für elektrischen Strom, für Fahrkosten und anderes, sie bekamen tatsächlich aber fünfmal mehr als die Arbeiter in Ost-Berlin. Deshalb, denke ich, arbeiteten die Angehörigen der Kampfgruppen aus anderen Städten mit solchem Enthusiasmus.

Und in diesen zwei Tagen wurden nach Berlin die entsprechenden Mengen an Pfählen, Schienen, Panzerabwehrigeln und vor allem Stacheldraht geliefert. Der 13. August war ein Sonntag. Am Montag würden die Arbeiter aus Ost-Berlin nach West-Berlin gehen, und deshalb musste man die Hauptstraßen sperren. Deshalb arbeiteten die Arbeiter aus den anderen Städten der DDR mit solchem Enthusiasmus, das war verständlich.

Das Wichtigste: In unserem Plan war überhaupt keine Mauer durch Berlin und solch ein Bauwerk vorgesehen. Es wurden die Abgrenzungen, die Einführung der Grenzkontrolle von den Grenztruppen und die Sperrung der Hauptstraßen mit Betonblöcken vorgesehen, die die Autos zur Zickzackfahrt zwangen. Ich weiß, dass die Truppen der Nationalen Volksarmee der DDR nur in zwei Bezirken gezwungen waren, sich einzumischen. Sie sollten einige Panzer mit Bagger-Ausrüstung einsetzen, um dort, wo Unruhen anfingen, die Leute etwas weiter von der Grenze abzudrängen. Also, Sie wissen selbst, wie es weiterging. Es befand sich zum Beispiel der Haupteingang des Hauses im Westen und der Hintereingang im Osten – oder umgekehrt. Deshalb war man gezwungen, zum Beispiel die Hintertreppe sowie die Fenster im Erdgeschoss oder im ersten Stock, mit Ziegeln zu zumauern. Die ursprüngliche Länge dieser Sperren war 40/45 Kilometer, das heißt, es wurde die Ringautobahn, der Ring um Berlin, im Norden und Süden gesperrt.

Wilke: Die 40/45 Kilometer waren die innerstädtische Grenze, zwischen Ost- und West-Berlin. Der Plan für ihre Absperrung, das war Ihre Arbeit.

Ja, ich spreche über die Ausdehnung der damaligen Sperrung.

Wilke: Und dann gab es noch 111 Kilometer um West-Berlin herum. Damit beschäftigte sich die Nationale Volksarmee.

Der Ring, ja. Ich spreche über die Sektorengrenze in der Stadt.

Wilke: Damit beschäftigte sich die Grenzpolizei, also Maron.

Kann sein. Auf alle Fälle war die Grenze kürzer als das, was jetzt markiert ist. Dann kam es zu den verschiedenen Provokationen, die Tunnel zwischen den Straßenseiten, aus einem Keller zum anderem, die Sprünge der "Stuntmen" vom vierten, fünften Stockwerk, und unten standen schon die Feuerwehrmänner [aus West-Berlin] mit den gespannten Sprungtüchern, das alles wurde von Kameramännern aufgenommen. Und das erschien wie die Flucht der Bewohner, die sogar gezwungen waren, sich vom fünften Stockwerk herunter zu werfen. Und noch ein kleines Detail, das bestätigt, dass an der Planung auch der Verkehrsminister teilnahm: Der S-Bahn und der U-Bahn gelang es, alle Waggons nach Ost-Berlin zu holen. In West-Berlin begann daher sofort ein Verkehrsmittelchaos. Und die Westmächte drohten mit der Anwendung militärischer Mittel, die Truppen wurden an die Demarkationslinie vorgezogen, die westlichen Truppen in den Sektoren rotierten. Mit den Vereinbarungen über die Besatzung Berlins war festgelegt worden, wie viele amerikanische, englische, französische Truppen in ihren Sektoren stationiert wurden.

Wenn ich etwas Interessantes für Sie erzählen konnte, habe ich das ganz offenherzig getan.

Wilke: Für mich hat es eine symbolische Bedeutung, dass wir dieses Gespräch hier, im ehemaligen Stalingrad, führen. Und dass wir miteinander versuchen, das Bild der Vergangenheit gemeinsam zu rekonstruieren. Und dass Sie uns vieles erzählt haben, was bislang unbekannt war. In Deutschland diskutiert man noch immer über die Frage: Welche Rolle hat die Sowjetunion beim Mauerbau gespielt. Ich war immer überzeugt, dass diese ganze Operation nicht ohne die aktive Beteiligung der sowjetischen Streitkräfte durchgeführt wurde.

Ihnen vielen Dank für dieses Gespräch.


Die Übersetzung des Gesprächs besorgte Tatiana Timofeeva (Moskau).

Fussnoten

Fußnoten

  1. Manfred Wilke, Der Weg zur Mauer. Stationen der Teilungsgeschichte, Berlin 2011 (ersch. Mai). – Das Buch entstand im Rahmen eines von der DFG geförderten interdisziplinären Projekts von Leo Schmidt (BTU Cottbus), Winfried Heinemann (MGFA) und dem Vf. "Die Berliner Mauer als Symbol des Kalten Krieges: Vom Instrument der SED-Innenpolitik zum Baudenkmal von internationalem Rang", dessen zeithistorischen Teil der Vf. am Institut für Zeitgeschichte München/Berlin durchgeführt hat.

  2. Vgl. u.a. Hope M. Harrison, Driving the Soviets Up the Wall. Soviet-East German Relations, 1953–1961, Princeton/Oxford 2003; rezensiert in: DA 37 (2004) 4, S. 719–721.

  3. Der Interzonenhandel wurde auf Grundlage der unterschiedlichen Währungen abgewickelt und schloss somit seit 1949 West-Berlin ein. Nachdem die DDR 1960 Passierscheine für Bundesbürger, die Ost-Berlin besuchen wollten, einführte, hatte die Bundesregierung das Abkommen über den innerdeutschen Handel im Herbst 1960 gekündigt. Auch durch die Intervention Chruschtschows wurde Ulbricht genötigt, sich Ende Dezember 1960 mit der Bundesregierung auf die Wiederaufnahme des Interzonenhandels zu einigen. Aber die von Mereschko berichteten Ausfälle trafen die Wirtschaft der DDR hart und führten zu Ersuchen um Wirtschaftshilfe an die Sowjetunion.

  4. Gemeint ist die Befestigung der Demarkationslinie zwischen der DDR und der Bundesrepublik 1952.

  5. Legt man die Wochenfrist der Ausarbeitung des Plans zu Grunde, so hat das Gespräch vermutlich am 23. Juli stattgefunden. Dann war der Plan bis zum 1. August fertig, rechtzeitig zum Gespräch Ulbricht-Chruschtschow an diesem Tag in Moskau.

  6. Perwuchin war noch bis Nov. 1962 Botschafter in Ost-Berlin, bevor er durch Pjotr A. Abrassimow abgelöst wurde, der sein Amt am 30.11.1962 antrat.

  7. Sitz des Oberkommandos der GSSD, südlich von Berlin.

  8. Tschujkow kommandierte in der Schlacht um Stalingrad die 62. Armee, war 1949–1953 Oberbefehlshaber der GSSD und in Personalunion Chef der Sowjetischen Kontroll-Kommission in der DDR, 1960–1964 Chef der Infanterieverbände der sowjetischen Armee.

  9. Konew hatte als Befehlshaber der 1. ukrainischen Front 1945 Berlin zusammen mit Marschall Schukow die Eroberung Berlins geleitet, war 1956–1960 erster stellvertretender Verteidigungsminister und gleichzeitig Oberbefehlshaber der vereinigten Streitkräfte des Warschauer Paktes, Aug. 1961–April 1962 Oberkommandierender der GSSD.

  10. Mereschko hatte als Leutnant unter Tschujkows Kommando 1942/43 in Stalingrad gekämpft.

  11. Die 59-jährige Ida Siekmann sprang am 22.8.1961 aus ihrer Wohnung im 3. Stock in der Bernauer Straße in den Tod, nachdem die Vordertür ihres Hauses, die auf den Gehweg in West- Berlin führte, zugemauert worden war. Vgl. Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke (Hg.), Die Todesopfer der Berliner Mauer 1961 1989. Ein biografisches Handbuch, Berlin 2009, S. 34–36.

Prof. Dr., Zeithistoriker und Publizist, Projektleiter am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) München, Berlin.

Dr. habil., Professor für deutsche Geschichte der Historischen Fakultät der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau.

Dr., Historikerin, Dozentin für neue und neueste Geschichte, Staatliche Lomonossow-Universität Moskau.