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Minderjährige IM – ein Forschungsstand

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FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Krieg der Lügner Kalter und heißer Krieg. Wie beenden? „Ihr Völker der Welt“ „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? 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Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? 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Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? 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Minderjährige IM – ein Forschungsstand

Helmut Müller-Enbergs

/ 15 Minuten zu lesen

Der Anteil der Minderjährigen unter den inoffiziellen Mitarbeitern der Staatssicherheit beträgt im Mittel 0,8 Prozent, das sind für 1989 rund 1.300 IM. Die überwiegende Anzahl dieser minderjährigen IM war regelmäßig 17 Jahre alt, der Anteil der Jüngeren ist deutlich geringer.

Einleitung

Anzeige für Andreas Kuno Richter: "Der Verrat – Wie die Stasi Kinder und Jugendliche als Spitzel missbrauchte" (2010). (© RTL )

Über "minderjährige IM" zu forschen ist problematisch. Das beginnt schon mit dem Stasi-Unterlagen-Gesetz, das eine Auskunft über Kooperationen mit der Staatssicherheit vor dem 18. Lebensjahr ausschließt. Folglich gibt es einen Erkenntnisgewinn lediglich über entsprechend anonymisierte Unterlagen – oder eben durch einen Zufall. Einen solchen Zufall stellt der im Februar 2011 bekannt gewordene Fall des Lutz Penesch dar, der sich nach Medienberichten als 17-Jähriger 1971 schriftlich an den West-Berliner Sender RIAS gewandt haben soll und auf diese Weise ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) geraten ist. Es gab Gespräche, in deren Folge er weder eine schriftliche Verpflichtung abgegeben, noch als inoffizieller Mitarbeiter (IM) verzeichnet worden sein soll: "Er wolle doch studieren, oder? Penesch hatte damals die Hosen voll", schreibt "Der Tagesspiegel". Etwas anders gelagert scheinen die Unterlagen zu Angela Marquardt zu sein, von der es im Juni 2002 im "Spiegel" heißt, sie habe als 15-Jährige eine "Schweigeverpflichtung" gegenüber dem MfS abgegeben. Die Beiden hätten kein öffentliches Interesse gefunden, wenn nicht Penesch Vorsitzender des Hauptpersonalrates der Stasi-Unterlagen-Behörde und Marquardt stellvertretende Vorsitzende der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) gewesen wären. – Der fade Geschmack setzt aber wesentlich dadurch ein, dass das MfS überhaupt mit nichtgeschäftsfähigen Personen operativ gearbeitet hat.Im folgenden Beitrag wird untersucht, mit wie vielen Minderjährigen das MfS eine inoffizielle Beziehung unterhalten hat und welche Schwierigkeiten bestehen, eine valide und belastbare Antwort zu finden, und wie die "minderjährigen IM" zu definieren sind. Weiterhin interessiert das Alter, in dem sie vom MfS angesprochen wurden, zu welchem Zweck dies geschah, und schließlich, ob es bestimmte oder den bestimmten Typus des minderjährigen IM gab.

Das Bestimmungsproblem

Das MfS tat sich in der internen Bürokratie schwer mit minderjährigen IM. Es gab keine gesonderte Bestimmung, wie sie in der Buchführung – der operativen Registratur – zu verzeichnen waren. Grundsätzlich galt für alle Personen, die sich zur Kooperation mit dem MfS verpflichtet haben, dass diese auf ein Formblatt – eine Karteikarte – einzutragen waren, das in die Kartei der Abteilung XII des MfS in Ost-Berlin einzustellen war. Die Abweichungen in der Herangehensweise sind beachtlich. Manche bezeichneten diese "IM" als "Kontaktpersonen" (KP), andere als "IM-Vorlauf". Sowohl das eine als auch das andere hat zur Folge, dass sie in den Statistiken nicht schlüssig als Minderjährige bzw. als "minderjährige IM" zu definieren sind. Vielfach gab es zwar einen regen Informationsfluss, aber das MfS plante eine förmliche Verpflichtung erst mit Erreichen des 18. Lebensjahres und beließ das Erfassungsverhältnis bis dahin mitunter als "IM-Vorlauf". Manch einem der Führungsoffiziere war durchaus bewusst, dass es sich bei der schriftlichen Verpflichtung eines Minderjährigen, die er der IM-Vorlauf-Akte beifügte, um keine juristisch wirksame Urkunde handelte, anderen hingegen schien die psychologische Wirkung einer Unterschrift beachtlich. Barg dies doch die Hoffnung, eine mögliche Dekonspiration gegenüber Freunden oder den Eltern zu behindern, was mitunter heftige Reaktionen ausgelöst hat. Während eine KP nicht zwingend über den Beziehungspartner MfS Kenntnis haben musste, brachte formal betrachtet ein "IM-Vorlauf" lediglich zum Ausdruck, einen Kandidaten auf Eignung für eine IM-Tätigkeit zu prüfen. So wies die MfS-Kreisdienststelle Pritzwalk in ihren internen Statistiken 1985 sieben IM-Vorläufe zu Personen unter 18 Jahren aus. Ähnlich die Kreisdienststelle in Luckenwalde im Jahre 1988, die für fünf Minderjährige IM-Vorläufe angelegt hat.

Die Bestimmung eines "minderjährigen IM" nach den Regelungen des MfS wird zudem dadurch erschwert, als dass eine Akte für einen IM bzw. einen IM-Vorlauf bestimmte Kriterien zu erfüllen hatte, was für KP so nicht geregelt war. Diese Bestimmungsunschärfe hat zur Folge, in einer vom MfS erstellten Statistik zwingend von Fehlstellen ausgehen zu müssen. Eine rückwirkende Erstellung solcher Statistiken ist angesichts der unklaren Verzeichnungslage als aussichtslos anzusehen.

Das verwaltungstechnische Handeln des MfS bildet sich auch in der Definition dessen ab, was unter einem minderjährigen IM zu verstehen ist. Für das MfS war ein IM eine Person, die bereit war, Aufträge des MfS zu erledigen und dabei die vereinbarte Konspiration einzuhalten. Der Gesetzgeber hingegen hat im Stasi-Unterlagen-Gesetz IM als eine Person definiert, die zur Informationslieferung bereit war. Mithin wird heute eine Person als IM angesehen, die das seinerzeit nach den Richtlinien des MfS nicht war. Während das MfS bei IM keine Altersbeschränkung vorsah, beschränkt der Gesetzgeber die Anwendung des IM-Begriffs auf Volljährige. Diese Konstellation erzwingt eine eigenständige Definition: Hier werden im Folgenden minderjährige Personen als IM angesehen, wenn sie gegenüber dem MfS bereit waren, Informationen zu liefern, zugleich aber noch nicht volljährig waren.

Eine empirisch begründete Prognose über die Anzahl

Trotz dieser Probleme lassen sich erste begründete Angaben über zumindest verzeichnete, minderjährige IM abgeben. Unter den rund 189.000 IM, mit denen das MfS zuletzt arbeitete, nahm der Anteil Minderjähriger, die explizit auch in den Karteien als IM registriert waren,

Andreas Kuno Richter: "Der Verrat – Wie die Stasi Kinder und Jugendliche als Spitzel missbrauchte" (2010), Filmstill. (© RTL )

sicherlich eine verschwindende Größe ein. Sie wird – örtlich unterschiedlich – im Mittel weniger als ein Prozent der IM betragen haben, mithin ist also von zuletzt 1.300 minderjährigen IM auszugehen. Darauf deuten statistische Teilüberlieferungen hin. So befinden sich unter den IM der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Frankfurt (Oder) in den Jahren 1975–1989 zwischen 0,2 (1975) und 0,7 Prozent (1979) minderjährige IM, zuletzt 0,3 Prozent, was an sich genommen schon auf eine beachtliche Fluktuation hindeutet. Die örtlichen Unterschiede in diesem Bezirk sind auffallend. Während die MfS-Kreisdienststelle Beeskow lediglich in den Jahren 1978–1980 ein bis zwei minderjährige IM verzeichnet hat, schwankt deren Anteil in der Kreisdienststelle Seelow zwischen einem und sechs Schülern zwischen 1975 und 1989. Die MfS-Bezirksverwaltung Rostock hingegen hatte für das Jahr 1988 73 minderjährige IM erfasst, was einem Anteil von 0,9 Prozent unter ihren IM in ihrem Bezirk entspricht. Ähnliche Werte sind für die MfS-Kreisdienststelle in Bad Salzungen belegt. Hingegen führte die MfS-Kreisdienststelle in Greiz zuletzt lediglich einen einzigen minderjährigen IM (0,8 Prozent).

Das schließt nicht aus, dass punktuell deutlich höhere Werte festgestellt werden können. Das hat aber sehr wahrscheinlich keinen relevanten Einfluss auf die Gesamtzahl minderjähriger IM. So ermittelte der Sportwissenschaftler Giselher Spitzer unter den von ihm untersuchten 340 IM des mit besonderem Prestige versehenen Leistungssports, der folglich intensiv beobachtet wurde, neun minderjährige IM, was einem Anteil von 2,6 Prozent entspricht. Ebenfalls neun minderjährige IM sind allein für die MfS-Kreisdienststelle Pritzwalk für das Jahr 1981 eingetragen. Dabei sollte der Anteil von minderjährigen IM unter den Minderjährigen in der DDR im Blick gehalten werden, der zahlenmäßig kaum noch darstellbar ist, da der Anteil Minderjähriger an der DDR-Bevölkerung im Jahre 1989 immerhin 24 Prozent ausmachte.

Operative Schwerpunkte minderjähriger IM

Das von der Frankfurter Bezirksverwaltung für Staatssicherheit überlieferte Datenmaterial gibt auch Aufschluss über die operativen Schwerpunkte, die den Schülern zugedacht waren. Es handelt sich überwiegend um Fragestellungen der Linie XX, die unter anderem auch mit der inoffiziellen Arbeit unter Jugendlichen befasst war. Das steht im Einklang mit den internen Vorgaben des MfS. Nach dem grundlegenden Befehl 1/66 wies der Minister seinen Apparat an, "politisch-operative Maßnahmen" zu "jugendlichen Personenkreisen" einzuleiten, machte darin aber keine Altersangaben. Innerhalb des MfS war die Hauptabteilung XX bei der Koordinierung dieser Maßnahmen und dem "Zusammenwirken der verschiedenen operativen Linien federführend". In den Bezirksverwaltungen wurden dazu Arbeitsgruppen gebildet, für deren Aufgaben Führungsoffiziere verschiedener Linien zu berufen waren. Die Leitung dieser Arbeitsgruppen kam jeweils dem zuständigen Mitarbeiter der Linie XX zu. Halbjährlich waren die Erkenntnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen von der Hauptabteilung XX in einer Ausarbeitung zur "politisch-operativen Situation unter jugendlichen Personenkreisen" zusammenzufassen.

In den Bestimmungen des MfS ist die Rede von Jugendlichen, also den 16- und 17-Jährigen, während die Volljährigen regelmäßig als Jungerwachsene gelten. Das bestärkt, was sich wiederholt bei der Sichtung von Akten zeigte: Der überwiegende Anteil minderjähriger IM war 17 Jahre alt (schon deutlich seltener 16 oder jünger), eine Personengruppe, die regelmäßig im Vorfeld des Wehrdienstes vom MfS angesprochen wurde, damit nicht erst Rekruten während ihres Dienstes verpflichtet werden mussten, was innerhalb der Kasernen mitunter dekonspirierend sein konnte.

Es gibt jedoch seltene Ausnahmen. Der jüngste bislang ermittelte IM war zwölf Jahre alt und ihm wurde der Deckname "Jüngling" zugewiesen. "Jüngling" besuchte eine

Annette Baumeister: "Stasi auf dem Schulhof" (2012), Werbeprospekt. (© ARD)

Polytechnische Oberschule in Bad Salzungen. Das Scheidungskind sollte "mit negativen Schülern und Jugendlichen an der POS Kontakt halten bzw. mit diesen engen Umfang pflegen." Er wurde im Pionierkabinett seiner Schule mit Handschlag geworben. Anlass dafür gab eine strafbare Handlung. Über ihn heißt es 1980: "Da der IM in seiner Persönlichkeitsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, kommt es darauf an, in der ersten Etappe der Zusammenarbeit den IM so zu beeinflussen, damit Momente der Spontaneität und der Schwankungen weitgehend abgebaut werden und ihm ein klares Feindbild anerzogen werden kann. Des weitern kommt es darauf an, dass Vertrauensverhältnis systematisch so zu vertiefen, um ihn an unser Organ zu binden." Das scheint nicht recht geklappt zu haben, denn sieben Jahre später heißt es über "Jüngling": "In der Folgezeit der Zusammenarbeit stellte sich heraus, dass der IM vom Intellekt her nicht in der Lage war, die an ihn gestellten Aufgaben zu erfüllen. Er ist ängstlich, unehrlich und nicht bereit, Jugendliche, Freunde und Bekannte zu belasten. Der IM hat für eine Zusammenarbeit mit unserem Organ keine Perspektive."

Die beschriebene Konstellation deutet bereits daraufhin, dass parteilich angepasste Minderjährige entweder in Vorbereitung auf eine hauptamtliche Tätigkeit beim MfS – die Kadersichtung setzte bereits mit dem 14. Lebensjahr ein – oder eben in Vorbereitung auf den Wehrdienst rekrutiert wurden, um für die MfS-Hauptabteilung I in den Kasernen Informationen zu beschaffen. Andererseits zeigt bereits am Befehl 1/66, dass die Massenorganisation der Jugendlichen schlechthin, die Freie Deutsche Jugend (FDJ) oder – mit Abstrichen – die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) nicht ausreichend Jugendliche absorbierte. Eine latente bis latent kritische Distanz gab es zu den Vorgaben des Staates unter Jugendlichen durchaus, auch bei jenen, die sich nicht kirchlich gebunden fühlten. Diese Gruppe operativ zu kontrollieren war genuines Anliegen des MfS, aber nicht allein Aufgabe von minderjährigen IM, sondern von grundsätzlich mit Jugendlichen operativ befassten IM. Aber den besten Zugang hatten freilich eben Gleichaltrige, mithin minderjährige IM. Demnach ist wesentlich von zwei Typen minderjähriger IM auszugehen: Der angepasste – und der unangepasste Minderjährige. Dies soll an zwei Beispielen illustriert werden.

"Schwalbe"

Eine Woche vor seinem 18. Geburtstag verpflichtete sich ein Schüler der Erweiterten Oberschule "Walther Rathenau" in Senftenberg "zum Schutze der Deutschen Demokratischen Republik und des Aufbaus des Sozialismus inoffiziell" zur Kooperation mit dem MfS. Er wählte sich in der von ihm geschriebenen handschriftlichen Verpflichtung den Decknamen "Schwalbe". "Mir ist bewusst", heißt es in seinem letzten Satz vor der Unterschrift, "dass ich, wenn ich die Schweigeverpflichtung breche, strafrechtlich belangt werden kann". Das war am 5. Juni 1970. Juristisch gesehen eine hohle Aussage, für die Welt eines Jugendlichen aber keine zu unterschätzende Bürde. Das Bündnis geht "Schwalbe" freiwillig ein, wahrscheinlich in der Hoffnung, hauptamtlich in den Dienst der Staatssicherheit zu gelangen, beflügelt von der Vision, so einer wie Richard Sorge zu werden. Insoweit handelt es sich hierbei um ein Engagement, das er gern eingegangen sein wird.

Sein Gesprächspartner, Unterleutnant Rüdiger Fach, erwartet von ihm Ausführungen zu den Jugendlichen im Flugclub Schwarzheide und zu den "Grenzern" an seiner Schule. "Schwalbe" bemüht sich redlich. Sein Bericht zu den Grenzkadern an der Schule kommt gut an, bei den Segelfliegern will er ein "umfassendes Bild erarbeiten". "Schwalbe" zeigt revolutionäre Wachsamkeit, zumal er tatsächlich gern Mitarbeiter der Staatssicherheit werden möchte. Das MfS bittet er, alsbald zu entscheiden, ob er den Studienplatz in Leipzig annehmen soll oder sich Hoffnungen machen kann, in den Dienst einzutreten. MfS-intern ist bereits klar, dass er wegen einer angeblichen Sehschwäche nicht zum Wachregiment Feliks Dzerzinski eingezogen werden wird. Den abschlägigen Bescheid will das MfS ihm aber erst im November mitteilen.

Bis dahin berichtet "Schwalbe" "über Jugendliche, die negativ in Erscheinung treten", in dem sie "hetzten", als ein Funktionär anlässlich des Tages des Bergmannes vom Blatt abliest: "Dass die Funktionäre bei uns nicht von der Sache überzeugt seien, da sie nicht einmal frei sprechen könnten. Anders wäre das bei Goebbels gewesen". Und als die Nationalhymne abgespielt wird, explodiert ein Knaller. Das MfS reagiert und bittet ihren IM um Feststellungen, ob es sich "um eine Gruppierung handelt". Kaum 18-jährig, vermerkt er über einen Mitschüler: "schlank, blond, etwa 1,75 m groß, lange Haare, gepflegtes Aussehen, höfliches Auftreten, Fußballer, besuchte mit mir gemeinsam die 7. Klasse". "Schwalbe" ist folglich aussagefähig und bringt weitere Details: Dieser Mitschüler "erhielt eine Verbandsstrafe wegen unmöglicher Führung beim Klassenfest [...] (westliche Musik sollte gespielt werden)" Ähnlich fallen auch die späteren Berichte aus. Das MfS ist mit ihm zufrieden. "Schwalbe" war "sehr pünktlich und sehr gut vorbereitet. Konspiration wurde gewahrt". Ein Auftrag folgte dem nächsten. Am 18. November 1970 heißt es, er solle über die politische Situation an der Schule, die Rolle der Partei und "negative Kräfte", über Diskussionen zu Versorgungsschwierigkeiten bei Kaffee, Butter und Kohle berichten. Bei dieser Gelegenheit teilt "Schwalbe" dem MfS mit: "Ich rechne damit, dass ... demnächst mit mir eine Aussprache führen wird, um mich für das MfS zu gewinnen. Es ist mein Wunsch, Mitarbeiter des MfS zu werden. [...] Ich wäre auch bereit, in der Wache der Kreisdienststelle MfS meinen Wehrdienst abzuleisten, wenn ich für das Wachregiment nicht geeignet bin. Besteht die Möglichkeit, dass ich Mitarbeiter des MfS werde? Wie soll ich mich bei einer eventuellen Aussprache [...] verhalten?" Sein Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen.

Das MfS ist mit "Schwalbe" zufrieden. Im Dezember 1970 wird seine "große Einsatzbereitschaft" belohnt, auch seine Erledigung von "Sonderaufträgen", weshalb er mit kaum 18 Jahren dem inoffiziellen Netz des Führungs-IM "Scholz" zugewiesen wird. Aus der Karriere beim MfS wird nichts, im November 1971 geht er für drei Jahre zu den Grenztruppen und sichert die Westgrenze. "Schwalbe" setzt die Kooperation mit dem MfS fort, berichtet fleißig über seine Kollegen, die inoffizielle Kooperation endet erst nach 1975.

"Igel"

Feldwebel Katrin Schollmeyer arbeitete als operativ-technische Mitarbeiterin für die Abteilung XX/2 der MfS-Bezirksverwaltung Groß-Berlin und suchte jemanden, der sich in der Fußball begeisterten Skinhead-Szene Ost-Berlins auskennt. Der 17-jährige Kellnerlehrling "Igel" erschien dafür wie geschaffen, weshalb Schollmeyer einen IM-Vorlauf anlegte. Bereits in der 9. Klasse, so erfuhr sie, war "Igel" im "Zusammenhang mit faschistischen Tendenzen" aufgefallen, als im Wehrerziehungslager Mitschüler als Juden "beschimpft und drangsaliert" worden waren. "Igel" galt als Initiator, zumal sein Äußeres dazu passte: Springerstiefel, Jeanshosen, Bomberjacke mit dem Aufnäher "Skinhead Power Deutschland", dazu die "extrem kurzen" Haare. Bei einer Weihnachtsfeier an seiner Polytechnischen Oberschule "urinierte" er in den Saal, warf Gegenstände aus dem Fenster und gehört zu jenen, die gelegentlich mit "erhobenem Arm (Hitlergruß)" gesehen wurden. Während einer polizeilichen Vernehmung nennt "Igel" zehn Mitglieder seiner Gruppe, berichtet von den Besuchen bei den Spielen des 1. FC Union und von den wöchentlichen Treffen im Pfarrhaus.

Bei der Kontaktaufnahme Schollmeyers mit "Igel" am 23. Oktober 1984 spricht er über "einzelne Personen". Sie bleiben im Gespräch, treffen sich aber aus konspirativen Gründen bei Vorladungen in der Volkspolizei-Inspektion Köpenick, so am 30. April 1985, als "Igel" Urlaub hat. Parallel dazu konsultiert der Führungsoffizier "Igels" Berufsschullehrerin, die sich wohlwollend über ihn äußert und die spannungsreiche Familiensituation für sein Verhalten als ursächlich empfindet. Obgleich "Igel" Auskünfte gibt und mündlich belehrt wird, über das Gespräch "Stillschweigen zu wahren, einschließlich gegenüber seinen Eltern", signalisiert "Igel" bereits, "am liebsten 'in Ruhe' gelassen zu werden". Doch der Gewinnungsprozess, resümiert das MfS, ist fortzusetzen. Schollmeyer beginnt mit dem Erziehungsprozess: "Unterzeichner stellte fest, daß er seine Bekannten recht unkritisch auswählt", vermerkt sie. "'Igel' argumentierte, dass er seinen Freundes- und Bekanntenkreis in charakterlicher und moralischer Hinsicht einschätzen kann und nicht vorhat, diesen zu wechseln." Schollmeyer bedrängt ihn, seine Geburtstagsfeier mit 50 Skinheads, die das MfS stört, abzusagen, und "Igel" signalisiert seine Bereitschaft, "seinen Beitrag zur Verhinderung" zu leisten. Tatsächlich aber findet die Feier statt.

Es gab keine schriftliche Verpflichtung von "Igel", jedoch Gespräche, in denen er bereit war, Informationen zu geben; er verweigerte sich nicht. Im September 1985, nach einem Jahr Kontakt, schließt Schollmeyer die Akte, weil "Igel" "subjektiv nicht geeignet ist, mit dem MfS inoffiziell zusammenzuarbeiten. Es ist keine Bereitschaft vorhanden, konkrete Aufträge zu interessierenden Personen und Personenkreisen zu übernehmen." Fortan wird "Igel" in dem Vorgang "Seife" selbst zur beobachteten Person des MfS, die im Januar 1988 einen Ausreiseantrag aus der DDR stellt, dessen Genehmigung sich am 7. November 1989 abzeichnet, als das MfS die "kurzfristige" Übersiedlung vorsieht. Mit "Igel" war es zu keiner langfristigen Kooperation gekommen, was in anderen Fällen durchaus gelang. So etwa bei "Shenja", die als 16-jährige Schülern im März 1981 zur inoffiziellen Arbeit verpflichtet wurde und nach anfänglichen Schwierigkeiten bis November 1986, dann schon als Studentin, die Kooperation aufrecht erhielt.

Fazit

Der Anteil der Minderjährigen unter den inoffiziellen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit ist im Mittel sicherlich um 0,8 Prozent zu veranschlagen, was etwa für das Jahr 1989 rund 1.300 IM bedeutet. Die überwiegende Anzahl dieser minderjährigen IM war nach dem Eindruck bei Aktenauswertungen regelmäßig 17 Jahre alt, der Anteil der 16-Jährigen und Jüngeren ist deutlich geringer. Das MfS wollte mit diesen IM insbesondere jene Bereiche der Gesellschaft, wie jugendliche Gruppen, inoffiziell unter Kontrolle nehmen, die durch andere Instrumente für den Staat nicht ohne Weiteres erreichbar waren. Anders als ihre Anzahl insgesamt, erscheint die Frage mit Hilfe einer Stichprobe lösbar, welchen Anteil die Jahrgänge unter den minderjährigen IM hatten.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. Matthias Meisner, Rücktritt in Stasi-Unterlagenbehörde. Ein Brief und seine Folgen – 40 Jahre später, in: Der Tagesspiegel, 27.2.2011.

  2. Vgl. Holger Kulick, Angela Marquardt dementiert und die PDS will ihr nichts vorwerfen, in: Spiegel-Online, 11.6.2002; Simone von Stosch, Der Apparat und das Mädchen Angela Marquardt und die Stasi: Doppeltes Opfer, in: Der Tagesspiegel, 14.6.2002. Der Immunitätsausschuss des Deutschen Bundestages stellte im Sept. 2002 fest, dass eine frühere Tätigkeit der PDS-Bundestagsabgeordneten Marquardt für das MfS nicht erwiesen sei. In dem Abschlussbericht werden zwar Anhaltspunkte für eine wissentliche und willentliche Zusammenarbeit der 31-jährigen Politikerin mit dem DDR-Geheimdienst gesehen, diese reichten aber als Beweis für eine Kooperation mit dem MfS nicht aus.

  3. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Zur Kunst der Verweigerung. Warum Bürger nicht mit dem Ministerium für Staatssicherheit kooperieren wollten, in: Ingrid Kerz-Rühling/Tomas Plänkers (Hg.), Sozialistische Diktatur und psychische Folgen. Psychoanalytisch-psychologische Untersuchungen in Ostdeutschland und Tschechien, Freiburg i. Br. 2000, S. 165–196, hier 167f.

  4. Vgl. BStU, MfS, BV Potsdam, KD Pw Nr. 428, Bd. 2.

  5. Vgl. BStU, MfS, BV Potsdam, KD LW Nr. 557.

  6. Auf die Problematik wurde bereits 1996 hingewiesen: vgl. Helmut Müller-Enbergs, Wieviele "Jugendliche" arbeiteten für den DDR-Staatssicherheitsdienst als inoffizielle Mitarbeiter?, in: Jörn Mothes u.a., Beschädigte Seelen. DDR-Jugend und Staatssicherheit, Bremen 1996, S. 108–113, hier 113.

  7. Vgl. zur Diskussion Helmut Müller-Enbergs, Gerechtigkeit im Rechtsstaat?, in: Materialien der Enquete-Kommission zur Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit, Hg. Deutscher Bundestag, Baden-Baden 1999, Bd. 6, S. 1335–1398.

  8. Anderslautend und sicher unzutreffend etwa die Ausführungen von Andreas Kuno Richter in dem Film "Der Verrat – Wie die Stasi Kinder und Jugendliche als Spitzel missbrauchte", ausgestrahlt von RTL, 3.10.2009, der von 6 Prozent Minderjähriger unter den IM ausgeht. Axel Kintzinger, "Ich kann keinen mehr umarmen", in: Die Zeit, 1.10.1998, spricht von 10.000 minderjährigen IM.

  9. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 3, Berlin 2008, S. 218.

  10. Vgl. BStU, MfS, BV Frankfurt (O.), Abt. XII Nr. 153, Bl. 22–27 u. 31–49; ebd., Nr. 360, Bl. 21–55; ebd., Nr. 361, Bl. 55–81; ebd., Nr. 363, Bl. 17–69; ebd., Nr. 364, Bl. 113–137.

  11. Vgl. ebd.

  12. Vgl. BStU, MfS, BV Rostock, Abt. XII Nr. 2, Bl. 38.

  13. Vgl. Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter 3 (Anm. 9), S. 82.

  14. Vgl. BStU, MfS, BV Gera, KD Greiz Nr. 3130, Bl. 84; zit.: Helmut Müller-Enbergs, Die Kreisdienststelle Greiz und ihr inoffizielles Netz, Erfurt 2011, S. 14.

  15. Vgl. Giselher Spitzer, Sicherungsvorgang Sport. Das Ministerium für Staatssicherheit und der DDR-Spitzensport, Schorndorf 2005, S. 212f.

  16. Vgl. BStU, MfS, BV Potsdam, KD Pw Nr. 428, Bd. 2.

  17. Vgl. Müller-Enbergs, Inoffizielle Mitarbeiter 3 (Anm. 9), S. 85.

  18. Vgl. ebd.

  19. Vgl. Befehl 11/66 v. 15.5.1966; BStU, MfS, Dok-Stelle 100483.

  20. Vgl. ebd., S. 2f u. 5.

  21. Vgl. Helmut Müller-Enbergs, Über Ja-Sager und Nein-Sager, in: Marco Hecht/Gerald Praschl, Ich habe Nein gesagt, Berlin 2002, S. 147–166, hier 152.

  22. Vgl. BStU, MfS, BV Suhl, KD Bad Salzungen, AIM 389/87.

  23. Vgl. BStU, MfS, BV Cottbus, KD Senftenberg, Bl. 14.

  24. Vgl. ebd., Bl. 4.

  25. Ebd., Bl. 47. Das Folgende ebd., Bl. 48.

  26. Ebd., Bl. 5.

  27. Ebd., Bl. 7.

  28. Ebd., Bl. 51.

  29. Ebd., Bl. 96.

  30. Vgl. BStU, MfS, BV Berlin, AIM-V 1613/87, Bl. 26f. Zit. nach dem Fallbeispiel von Karin Rohrlack, Vom Fußballfan zum Staatsfeind, in: Christoph Hamann/Axel Janowitz (Hg.), Feindliche Jugend? Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Fällen, Berlin 2007, S. 47–73, hier 58f.

  31. Vgl. BStU, MfS, BV Berlin, AIM-V 1613/87, Bl. 27; Rohrlack (Anm. 30), S. 58.

  32. Vgl. ebd., Bl. 36f; Rohrlack (Anm. 30), S. 61.

  33. Vgl. ebd., Bl. 32f; Rohrlack (Anm. 30), S. 62.

  34. Vgl. ebd., Bl. 34f; Rohrlack (Anm. 30), S. 63.

  35. Vgl. BStU, MfS, BV Berlin, AOPK 5411/91, Bd. 1, Bl. 2–10, Bd. 2, Bl. 82 u. 127; Rohrlack (Anm. 30), S. 64–73.

  36. Vgl. BStU, MfS, BV Gera, AIM 687/87, Teil I, Bl. 39–41 passim; zit.: Jugendliche Inoffizielle Mitarbeiter. IM "Shenja", Hg. BStU, Berlin 2009, o. S.

Dr., Adj.-Professor an der Syddansk Universitet Odense, Gastprofessor an der Högskolan pa Gotland, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des BStU, Berlin.