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Retrospektiven auf die Friedliche Revolution

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 42 Analysen & Essays. Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Sieben Monate Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gibt "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Drei Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Der Weg zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass „DDR-Übersiedler in Afrika hochwillkommen” Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion "Ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der DDR-Volkskammer Was sollten Wähler und Wählerinnen 2021 bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Ist Antisemitismus vor allem ein ostdeutsches Problem? Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Heimat ist ein Raum aus Bytes Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

Retrospektiven auf die Friedliche Revolution

Karl Wilhelm Fricke

/ 11 Minuten zu lesen

Authentische Schriftzeugnisse von Bürgerrechtlern sind selten. Die wenigen erhaltenen Zeitdokumente sind deshalb besonders wertvoll. Zusammen mit Studien über oppositionelles Denken und Handeln – vor allem über abweichendes Verhalten in der DDR-Provinz – liefern sie wichtige Beiträge zur Zeitgeschichtsforschung.

Tagebücher und autobiografische Zeugnisse

Sammelrezension zu:

Bärbel Bohley: Englisches Tagebuch 1988. Aus dem Nachlass herausgegeben von Irena Kukutz. Mit einem Nachbericht von Klaus Wolfram, Berlin: BasisDruck 2011, 168 S., € 14,–, ISBN: 9783861631439.

Kerstin Engelhardt, Norbert Reichling (Hg.): Eigensinn in der DDR-Provinz. Vier Lokalstudien über Nonkonformität und Opposition, Schwalbach: Wochenschau 2011, 304 S., € 32,80, IBSN: 9783899746815.

Martin Gutzeit, Helge Heidemeyer, Bettina Tüffers (Hg.): Opposition und SED in der Friedlichen Revolution. Organisationsgeschichte der alten und neuen politischen Gruppen 1989/90, Düsseldorf: Droste 2011, 263 S., € 29,80, ISBN: 9783770053049.

Rainer Eckert: SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit im vereinten Deutschland. Auswahlbibliografie zu Widerstand und politischer Repression, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin: Metropol 2011, 400 S., € 24,–, IBSN: 9783863310066.

Authentische Tagebücher und andere autobiografische Zeugnisse von Bürgerrechtlern, Oppositionellen und Widerständlern der DDR aus der Zeit vor 1989 sind ebenso selten wie wertvoll. Aus nahe liegenden Gründen musste im Alltag der zweiten deutschen Diktatur häufig darauf verzichtet werden. Wer wollte sich und seine Freunde durch politisch-kritisch Schriftliches gefährden? Die Sicherheit vor der Staatssicherheit hatte absolute Priorität. Umso höher sind die wenigen Zeitdokumente einzuschätzen, die überliefert und heute der Oppositionsgeschichtsforschung zugänglich sind.

Englisches Tagebuch

Englisches Tagebuch 1988 (© BasisDruck Verlag )

Ein typisches Beispiel: Bärbel Bohleys "Englisches Tagebuch 1988", dessen Manuskript die Berliner Bürgerrechtlerin und Pazifistin im Gepäck hatte, als sie aus ihrem Zwangsasyl in London heimkehrte nach Ost-Berlin. Sie konnte es vor dem Zugriff der Geheimpolizei bewahren. Die erste Eintragung datiert vom 13. Februar, die letzte vom 3. August 1988. Sieben Monate später hatte sie ihre handschriftlichen Aufzeichnungen mit der Schreibmaschine übertragen und durch andere Zeitdokumente sowie durch ein Nachwort ergänzt. Irena Kukutz, eine ihrer politischen Weggefährtinnen, hat sie gemeinsam mit Klaus Wolfram mit empathischer Sorgfalt bearbeitet und posthum publiziert.

Entstanden ist eine in politischer wie persönlicher Beziehung aufschlussreiche Edition, die Auskünfte über Bärbel Bohley erteilt, über ihr Denken und Fühlen, über ihren klaren analytischen Verstand und ihre regimekritische Sensibilität, über ihren Freundeskreis und ihre Netzwerke im bürgerrechtlichen Milieu, speziell auch über die traumatische Erfahrung ihrer Untersuchungshaft im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, und zwar schon 1983, als sie im Dezember zusammen mit Ulrike Poppe von der Initiativgruppe "Frauen für den Frieden" wegen Verdachts auf landesverräterische Nachrichtenübermittlung das erste Mal für sechs Wochen inhaftiert war.

Nachdem Bohley 1988 erneut festgenommen worden war, acht Tage nach der legendären Aktion während der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 17. Januar, wurde sie den Machthabern als Gefangene erst recht politisch unbequem. Sie zeigte sich unbeugsam. Schließlich wurde sie, wie ihrem Tagebuch zu entnehmen ist, unter Mitwirkung ihrer Anwälte Gregor Gysi und Wolfgang Schnur zur Ausreise aus der DDR genötigt – gemeinsam mit ihrem Sohn Anselm. Zögernd willigte sie ein, auf Drängen auch kirchlicher Kreise um Manfred Stolpe, und präsentierte allerdings unbeirrbar ihre Bedingung: Beibehaltung der DDR-Staatsbürgerschaft und Rückkehr spätestens nach sechs Monaten. Und tatsächlich: Partei und MfS akzeptierten: "Ich habe die Macht des totalitären Systems auf absurde Weise erfahren", notiert sie über ihre temporäre Abschiebung hernach. Ihre Erklärung: "Man ist nicht mehr an einem Prozess interessiert, es darf in der DDR keinen politischen Häftling geben."

Deutlich wird die Verunsicherung der Herrschenden im Umgang mit der Opposition. Deutlich werden der Mut und die Entschlossenheit, mit denen Bärbel Bohley auf ihrer Position beharrt. Man versteht, warum diese zierliche, selbstbewusste, Energie geladene Frau zu einer Leitfigur des demokratischen Aufbegehrens in der DDR werden konnte, zur Ikone der Friedlichen Revolution.

Obwohl die Aufzeichnungen Bohleys nur einen begrenzten Zeitraum umspannen – eben den Aufenthalt in der Bundesrepublik und in England –, steuern sie viele Details bei zur Geschichte und zum Bild der DDR-Bürgerrechtsbewegung und ihrer Protagonisten. Ein akribisch erarbeitetes Personenregister liest sich wie ein "Wer war wer?" des Umbruchs im 89er Herbst. Interessant auch, was Bärbel Bohley über ihre Kontakte seinerzeit zu den bundesdeutschen Grünen notiert, speziell zu ihrer Freundschaft mit Petra Kelly, ferner zum Entstehen und zu den Anfängen des Neuen Forums. Und vieles andere mehr. Kritisch äußert sie sich nicht nur über den Staat der SED, auch der Westen irritiert sie. "Die westliche Welt ist sexistisch", schreibt sie in ihr Tagebuch. "Wenn auch von Frauenemanzipation in der DDR noch nicht zu sprechen ist, so ist doch ein anderer Ansatz da. In einer Welt, die sexistisch ist, kann es eigentlich für die Frauen keinen guten Platz geben. So wie es in einer Gesellschaft, die auf Unterdrückung aus ist, keinen Sozialismus geben kann." Auch ihre Illusionen und Irrtümer räumt sie rückhaltlos ein. 1962 habe sie noch die Mauer hingenommen und geglaubt, "dass hinter diesen Steinen jetzt das Leben aufgebaut werden könne, von dem ich damals geträumt habe. Der 'wirkliche' Sozialismus." Es sind nicht zuletzt solche Anmerkungen, die viel verraten über Einstellung und Befindlichkeit der allzu früh Verstorbenen. Ihr Tagebuch ist zeithistorische Quelle und persönliche Erinnerung von bleibendem Aussagewert.

Eigensinn in der DDR-Provinz

Eigensinn in der DDR-Provinz (© Wochenschau-Verlag )

Bürgerrechtliches Engagement und Opposition hatten ihre Schwerpunkte in den 1980er-Jahren nicht nur in der "Hauptstadt der DDR" und einigen größeren mittel- und ostdeutschen Städten. In dem von Kerstin Engelhardt und Norbert Reichling herausgegebenen Band "Eigensinn in der DDR-Provinz" wird in vier Lokalstudien aus Altlandsberg, Wismar, Aue und Meiningen eine Thematik aufgegriffen, die jeweils unter verschiedenen Aspekten Nonkonformität und Opposition abseits städtischer Milieus vor Augen führt. Im Einzelnen behandelt Janka Kuball die Problematik Stadtpflege und Umweltschutz unter dem Dach einer staatlichen Organisation, nämlich des Kulturbundes Altlandsberg/Brandenburg, Andreas Wagner schildert die Arbeit einer kirchlichen Basisgruppe in der Endzeit der DDR am Beispiel des Ökumenischen Zentrums für Umweltarbeit in Wismar, Armin Steil und Kerstin Palloks machen an der Gründungsgruppe des Neuen Forums in Aue/Erzgebirge den Weg von der Gegenkultur zur politischen Opposition exemplarisch, und Norbert Reichling gibt seiner Schilderung eines Montagskreises in Meiningen/Thüringen die treffende Überschrift: "Wir waren eigentlich die Normalen".

Das Buch ging aus einem zweijährigen interdisziplinären Forschungsprojekt hervor, das sich unter dem Aspekt lokaler Erfahrungen der Thematik "Erinnerungskultur und Zivilgesellschaft in Ostdeutschland" gewidmet hat. Der Forschungsansatz verband regional- und kommunalgeschichtliche Untersuchungen mit Zeitzeugen-Interviews. Die vier Fallstudien wurden jeweils in übereinstimmender Systematik angelegt. Nach einem Blick auf die Forschungssituation werden Kommune und Region kurz vorgestellt und danach die jeweils zu untersuchende bürgerschaftliche Gruppe und ihre politische Entwicklung in den Achtzigerjahren bis zum Umbruch 1989/90 geschildert; daran schließen sich drei, vier biografische Skizzen an, in denen einzelne Aktteure, Frauen und Männer, mit ihrem bürgerschaftlichen, ökologischen, häufig basisdemokratischen und oppositionellen Engagement vorgestellt werden oder sich selber vorstellen. Eingearbeitet werden zudem Auszüge aus den Interviews, die die Texte authentischer machen.

Es ist unmöglich, im begrenzten Rahmen einer Rezension die einzelnen Beiträge der sieben Autorinnen und Autoren eingehender zu erörtern. Verdient wäre es allemal. Eine von der Forschungsgruppe gemeinsam verfasste Schlussbetrachtung formuliert als "Resümee und Ausblick" verallgemeinernde Folgerungen, Thesen und Erkenntnisse, die den politischen Eigensinn in der DDR-Provinz und seine bis in die Gegenwart reichenden Auswirkungen auf die Zeit nach der Friedlichen Revolution zur Sprache bringen. Eine keineswegs singuläre Erfahrung, die sich an der Entwicklung der Initiativen und Freundeskreise in Aue, Meiningen und Wismar konkret festmachen lässt, ergibt sich aus dem Befund, dass ein ursprünglich weithin unpolitisches Engagement erst unter dem Druck der Staatssicherheit zu bewusster Opposition mutierte. "Die zunehmende Politisierung der Gruppen", so die Autorinnen und Autoren, "wurde auch durch die paranoide Sicht der Sicherheitsorgane in Gang gesetzt, die habituell bedingte Verweigerung als politisch intendierte Opposition verkannten und, Feindmustern folgend, mit höchster Nervosität auf eigensinniges Verhalten reagierten. Im Gegenzug begannen die von der Repression Betroffenen sich selbst als politisch zu verstehen und politisch zu handeln." Alles in allem: Empirisch gestützte Studien und kluge Einsichten. Warum allerdings die Namen der Akteure durchweg abgekürzt und damit quasi anonymisiert wurden, bleibt eine offene Frage.

Opposition und SED in der Friedlichen Revolution

Opposition und SED in der Friedlichen Revolution (© Droste Verlag)

Wesentlich breiter angelegt als die Studien zur DDR-Provinz ist der von Martin Gutzeit, Helge Heidemeyer und Bettina Tüffers herausgegebene Sammelband "Opposition und SED in der Friedlichen Revolution", der den Umbruch des SED-Staates zum Generalthema hat. Es handelt sich um die opulente Ausbeute einer im November 2008 in Berlin abgehaltenen wissenschaftlichen Tagung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien in Kooperation mit der Bundesbehörde und dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Obwohl die Tagung bereits drei Jahre zurückliegt, sind die in dem Band wiedergegebenen Referate und Wortmeldungen nach wie vor lesenswert – dank Besetzung mit prominenten Historikern einerseits, Gerhard A. Ritter, Ilko-Sascha Kowalczuk, Wolfgang Schuller, Jens Schöne , um wenigstens einige Namen zu nennen, sowie mit maßgebenden Akteuren und Politikern der dramatischen Zeitläufte 1989/90 andererseits, Markus Meckel zum Beispiel und Martin Gutzeit, Ulrike und Gerd Poppe, Richard Schröder und Lothar de Maizière, die als Protagonisten der Friedlichen Revolution mit ihren Erfahrungsberichten und politischen Erinnerungen Aussagen von bleibendem historischen Erkenntniswert gemacht haben.

Das Buch bietet wesentlich mehr als nur die Organisationsgeschichte der alten und neuen politischen Gruppen 1989/90 – so der Untertitel –, die wiedergegebenen Texte entwerfen ein dichtes Bild des radikalen Wandels im Herbst 1989. Ein besonderer Vorzug der Edition: Die nach jedem Themenschwerpunkt jeweils geführten Podiumsdiskussionen werden ebenfalls ausführlich dokumentiert.

In seiner luziden Einleitung gibt Ritter einen kommentierenden Überblick über die zwölf Referate, die auf der Tagung gehalten wurden. Aus dem hochinformativen Grundsatzreferat, das Kowalczuk über die tiefe Gesellschaftskrise in der DDR am Vorabend der Revolution zur Einführung gehalten hat, hebt er zu Recht als einen Kerngedanken hervor, dass "sich die Jugend, auf die das SED-System seine Hoffnung gesetzt hatte, vom Staat abwandte und immer stärker Vorbilder in der westlichen Jugend- und Musikkultur suchte." Der Referent hat dazu eine Fülle von Beispielen und Belegen beigebracht. Im Übrigen machte seine Analyse verständlich, warum der Untergang des Arbeiter-und-Bauern-Staates nicht aufzuhalten war. Das Regime scheiterte an der eigenen Reformunfähigkeit – eine Diagnose, die Kowalczuk in seinem zweiten, ergänzenden Vortrag über die Reaktionen von SED und MfS auf die Krise untermauert hat. Von dem Unvermögen der Politbürokratie, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu deuten, nahm er nur eine Schlüsselfigur aus: Erich Mielke! Als Minister für Staatssicherheit besaß er als Einziger im Politbüro ein realistisches Bild von der Lage im Land. Politisch hat es nichts genützt.

In den Texten spannt sich der historische Bogen von der Formierung der Opposition in der DDR und die revolutionäre Mobilisierung der Massen bis zum Übergang der Entwicklung zum Zentralen Runden Tisch, seiner Teilung der Macht mit der Regierung Hans Modrow sowie der Neuformierung der alten und neuen Parteien bis zur Volkskammerwahl am 18. März 1990 und deren Tätigkeit in dem ersten und letzten frei gewählten Parlament der DDR. Den Schlusspunkt der Friedlichen Revolution setzte die Herstellung der deutschen Einheit.

Es gleicht einem Panorama der Zeitgeschichte, was auf der Tagung referiert und diskutiert wurde. In dem Sammelband ist es gewissenhaft protokolliert. Abschluss und Höhepunkt zugleich bildete eine auf faszinierend hohem Niveau geführte Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Friedlichen Revolution für die politische Kultur des vereinigten Deutschlands, die ebenfalls wortgetreu wiedergegeben wird.. Unter der Moderation von Ilko-Sascha Kowalczuk diskutierten der Bonner Staatsrechtler Josef Isensee, Ulrike Poppe, Gerhard A. Ritter und Richard Schröder.

Ausgehend von dem Goethe-Wort: "Wie sich Verdienst und Glück verketten, das geht dem Toren niemals ein", machte Isensee in seinem Statement bewusst: "Das Verdienst (der Friedlichen Revolution) bleibt und darf nicht bagatellisiert werden. Die linke Sprachregelung, dass es sich um eine bloße 'Wende' gehandelt habe, verkleinert Verdienst und Wirkung. In Wahrheit war es eine echte Revolution, die Deutsche Revolution von1989, zweihundert Jahre nach der Französischen Revolution. Sie hat dem deutschen Namen neuen Glanz gegeben." Ritter hieb in dieselbe Kerbe: "Es ist noch nicht klar in unserem Bewusstsein, dass es sich bei der Entwicklung 1989/91 – ich nehme also die Überwindung der Spaltung Europas und die Auflösung der Sowjetunion hinzu – um eine weltgeschichtliche Zäsur handelt, die an Bedeutung der Französischen Revolution, also der vor zweihundert Jahren, gleichkommt." Das war allgemeiner Konsens im Diskurs.

Der historiografische Ertrag der Berliner Tagung wird in dem hier vorgestellten Sammelband aufgehoben. Das Buch stellt eine Bereicherung der einschlägigen Fachliteratur dar. Unter Tagungsbänden ein Glücksfall.

SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit

SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit (© Metropol Verlag )

Zu den Autoren des Sammelbandes zählt last not least Rainer Eckert, der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Sein Thema ist die Geschichte ostdeutscher Parteien und Bewegungen in der Zeit zwischen dem Fall der Berliner Mauer und der Vorbereitung auf die Volkskammerwahl am 18. März 1990. In dieser Rezension erscheint sein Name allerdings aus einem gewichtigeren Grund: Unter dem Titel "SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit im vereinten Deutschland" hat der aus Potsdam stammende Historiker, einer der besten Kenner der DDR-Oppositions- und Widerstandsgeschichte, eine beeindruckende Auswahlbibliografie zu Opposition und Widerstand, Repression und politischer Verfolgung unter Walter Ulbricht und Erich Honecker vorgelegt. Die thematische Kombination ist durchaus sinnvoll – das eine ist von dem anderen kaum zu trennen. Viele Oppositionelle und Widerständler wurden unter der Diktatur der SED verfolgt, wie umgekehrt politische Verfolgung neue Opposition, neuen Widerstand provoziert hat. Ihre wechselseitige Bedingtheit steht außer Frage. Insofern ist die doppelte Thematik der Auswahlbibliografie plausibel.

"Die Kraft der historischen Erinnerung lebt von ihrer ständigen Vergegenwärtigung". Das ist die Intention, von der Eckert sich in seiner Arbeit leiten lässt. Die historische Aufarbeitung der zweiten deutschen Diktatur beurteilt er bemerkenswert positiv. "Trotz gelegentlich zu hörender Unkenrufe über den schlechten Zustand der Aufarbeitung deutscher Diktaturgeschichte und Warnungen vor einem durch nichts bewiesenen zunehmenden Einfluss von 'Geschichtsstrukturen' der ehemaligen kommunistischen Geheimpolizei MfS und von 'Kadern' der Staatspartei SED oder prokommunistischer revisionistischer Geschichtsinterpretationen sind wir in der Bundesrepublik in der Auseinandersetzung mit deutscher Diktaturgeschichte so weit vorangekommen wie kein anderes Land mit einer diktatorischen Vorgeschichte." Ein Standpunkt, der durch sein bibliografisches Werk untermauert wird. Es ist nach Sachgebieten in neun Kapitel übersichtlich untergliedert und als Nachschlagewerk gut handhabbar. Dazu trägt letztlich auch ein Register der Autoren und Herausgeber der bibliografisch verzeichneten Arbeiten bei, das nicht weniger als 44 Druckseiten mit mehreren Tausend Namen umfasst.

Lesen sich Bibliografien langweilig? Eckert, der diese Frage in seiner Einleitung selber stellt, ist zuzustimmen, wenn er meint, dass "solche umfassenden Literaturverzeichnisse bei richtigem Lesen ein faszinierendes Hilfsmittel nicht nur zur Ermittlung von Forschungsliteratur, sondern auch zur Analyse von Forschungstrends und Schwerpunkten, zur Ermittlung der wichtigsten Autoren, Zeitschriften, Verlage und Forschungseinrichtungen sind." Wer sich in die Lektüre des Buches vertieft, macht manch vielsagende Entdeckung – etwa die, dass von den zu seiner Thematik registrierten Publikationen relativ wenige an Hochschulen und Universitäten erarbeitet wurden. Es ist mithin nicht ihr Verdienst, wenn die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Opposition, Widerstand und Repression in der DDR in den vergangenen zwei Jahrzehnten weit vorangeschritten ist. Einen überzeugenden Beweis für diese Feststellung, auf die auch Rainer Eppelmann in einem Geleitwort aufmerksam macht, erbringt indes der Autor selber mit der von ihm erarbeiteten Bestandsaufnahme. Ein imponierendes Kompendium – ein Wissensspeicher, gleichermaßen nützlich für Forschung und Lehre an Hochschulen und Universitäten, für das Wirken in der politischen Bildungsarbeit und im Geschichtsunterricht an allgemein bildenden Schulen und für die Arbeit in den Medien.

Fussnoten

Fußnoten

  1. Vgl. den Tagungsbericht von Marc-Dietrich Ohse, Opposition und SED in der Friedlichen Revolution, in: DA 42 (2009) 1, S. 134–137.

Dr. phil., Publizist, Köln.