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Beleuchteter Reichstag

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23.4.2012 | Von:
Lutz Sartor

Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau am 18. Juli 1946

Reaktionen

Die sowjetischen Behörden nahmen diesen Vorfall so ernst, dass sie mit einem besonderen Befehl darauf reagierten.[37] Darin stellten die Sowjetische Militäradministration in Sachsen fest, dass "schlechte Ernährung, ungenügende Lebensmittelrationen und die Selbstversorgung der Leitung der Bürgermeisterei" den Anlass für die Demonstration gegeben hatten. Alle diese Klagen seien "als Folge der schlechten Arbeit des Bürgermeisters und seines Lebensmittelversorgungs-Apparates anzusehen". Die verantwortlichen Personen würden die Versorgungslage nicht kennen und das Allgemeinwohl vernachlässigen.

"Um die politische Lage in der Stadt Olbernhau zu festigen", ordneten die sowjetischen Behörden mit ihrem Befehl vom 9. August 1946 folgende Maßnahmen an: Der Präsident der Landesverwaltung Rudolf Friedrichs habe die Arbeit der Lebensmittelabteilung der Bürgermeisterei zu überprüfen und die Schuldigen zur "strenger Verantwortung" zu ziehen, was aber offenbar unterblieb – zumindest lassen sich keine entsprechenden Aktivitäten nachweisen. Die Arbeit der Prüfungsabteilung "wegen richtiger Verwendung der für die Ernährung der deutschen Bevölkerung zugeteilten Lebensmittelmengen sei sofort wieder herzustellen." – Der letzte Punkt ist ein Hinweis darauf, dass die entsprechenden Beschwerden der Demonstrantinnen wohl nicht unberechtigt waren.

Über das Lebensmittellager in Olbernhau berichtete die Stadtverwaltung im Nachgang zu der Demonstration, dass es sich um ein ehemaliges Wehrmachtslager handele. Bis zum Dezember 1945 habe es die Stadtverwaltung zur Versorgung von Flüchtlingen und Opfern des Faschismus genutzt. Im Dezember 1945 wurde es als "Trophäenlager" von der sowjetischen Kommandantur beschlagnahmt, am 19. Juli 1946 aber schließlich der Stadtverwaltung übergeben, die hier auf Lebensmittelkarten fortan andere Nahrungsmittel statt Kartoffeln ausgab.[38]

Das Lager barg fast zwei Tonnen Lebensmittel, wobei es sch fast ausschließlich um Roggensuppe handelte. Weiterhin waren nennenswerte Mengen von Hirse (19,5 Kilogramm), Bohnen (9,5 kg) und gelben Erbsen (8,4 kg) sowie 250 Packungen "Notverpflegung" mit je 330 Gramm vorhanden. Wichtige Lebensmittel wie Fette, Zucker, Mehl, Kartoffeln, Brot, Fleisch, Milchprodukte sowie Genussmittel wurden dort nicht gelagert.

Als Initiatorin der Hungerdemonstration wurde die Ortsgruppe der LDP betrachtet. Die Partei, die am 18. Juni 1945 gegründet worden war, verzeichnete in Sachsen besonders starken Zulauf: Im März 1946 war mehr als ein Viertel ihr 110.000 Mitglieder im Landesverband Sachsen organisiert.[39] Der politische Druck von Seiten der SMA und KPD/SED setzte sehr früh ein: Bereits am 29. November 1945 wurde der erste Landesvorsitzende Waldemar Koch wegen seiner ablehnenden Haltung zur Bodenreform zum Rücktritt gezwungen.[40] Die Wahlen von 1946 wurden durch verspätete oder abgelehnte Lizensierungen von Ortsgruppen der LDP und der CDU behindert.

Die Ortsgruppe der LDP in Olbernhau[41] war bereits am 26. Juni 1946, also kurz vor der Demonstration, durch heftige Einsprüche gegen zwei Enteignungen wegen angeblicher NSDAP-Mitgliedschaften der SED negativ aufgefallen.[42] Über die Parteiversammlung vom 16. August 1946, bei der die Frauendemonstration anscheinend nicht erwähnt wurde, liegt ein Polizeibericht vom folgenden Tag vor, der die Stimmung dieser Versammlung zusammenfasst: "die Versammlung war eine einzige Verächtlichmachung der SED[…] Es ist hier offensichtlich zum Ausdruck gekommen, daß sich in diesen Kreisen die Reaktion neu entwickelt."[43]

Die Behörden reagierten schnell und repressiv: Der Ortsgruppenvorsitzende Mitzscherling und sein Stellvertreter Mummenthey durften bei den Gemeindewahlen am 1. September nicht antreten. Mitzscherling trat drei Tage nach den Wahlen zurück.[44] Der neu gebildete Vorstand wurde auf Befehl der sowjetischen Kreiskommandantur in Marienberg abgesetzt, der stellvertretende Vorsitzende aus dem Stadtrat ausgeschlossen und der Ortsgruppe jede politische Betätigung untersagt, was einem Verbot gleichkam.[45]

Auch die Wachsblumenfabrik und ihr Betriebsleiter Otto Meyer gerieten nach der "Hungerdemonstration" ins Visier der Besatzungsmacht und ihrer Vollstrecker. So stellte der Leiter der Ordnungspolizei Löschner in einem Besuchsbericht zwei Wochen später mit Blick auf Meyer die rhetorische Frage: "ist diesem kommissarischen Leiter die große Pflicht, die er übertragen bekommen hat, nicht bewusst, oder arbeitet dieser 'Demokrat' auch schon wieder als Saboteur? Unsere Ansicht ist es, dass so ein Mann, wie dieser komm. Leiter, nicht in so einer Stellung belassen werden kann, er hätte unbedingt dieses Unternehmen der Demonstration in seinem Betrieb unterbinden müssen." Negativ vermerkt wurde, wohl mangels anderer Beanstandungen, zudem der unzureichende Zustand der Krankenstube der Wachsblumenfabrik.[46]

Interessanterweise führte dies nicht sofort zu Konsequenzen. Erst am 31. Januar 1948, also fast eineinhalb Jahre später, erschien in der Zeitung "Tribüne" des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) ein Artikel mit dem Titel: "Herr Meyer zahlt Hungerlöhne". Dem Betriebsleiter wurde vorgeworfen, unterschiedliche Gehälter für Heimarbeiterinnen, Arbeiterinnen und Arbeiter zu zahlen. Der Artikel endete mit rhetorischen Fragen: "Wer hat von der Industrieverwaltung Herrn Meyer dort als Betriebsleiter eingesetzt, und wer stärkt ihm den Rücken? Etwa auch ein Hintermann des ehemaligen Naziunternehmers Jehmlich? Wie lange will die Hauptverwaltung der volkseigenen Betriebe diese Zustände dulden?"[47]

Aufgrund dieses Artikels wurde Otto Meyer wegen angeblicher Missachtung von SMAD-Befehlen trotz heftiger Proteste zum 31. März 1948 entlassen, erhielt jedoch ein sehr gutes Zeugnis. In keinem Schriftstück hierzu werden die Vorgänge vom Juli 1946 erwähnt. Offiziell wurde als Grund seines Ausscheidens die Übernahme der Firma in eine andere Industrieverwaltung genannt.[48] Indes war der Betrieb schon mit Wirkung zum Jahresbeginn von der Industriegruppe 27 Chemie in die Industriegruppe 56 Zellulose und Papier gewechselt.[49] Der VEB Olbernhauer Wachsblumenfabrik Olbernhau wurde mit anderen Firmen 1966 zum VEB Vereinigte Erzgebirgische Spielwarenhersteller (VERO) zusammengeschlossen. Ab 1980/81 firmierte der Betrieb unter VEB VERO Olbernhau und von 1990 bis 1993 unter Sonni Holzspielwaren VERO GmbH.


Fußnoten

37.
Befehl Nr. 248 (Anm. 30).
38.
Bericht des Leiters der Kartenstelle in Olbernhau, Franz Jonas, mit Bestandsliste v. 17.7.1946, StA-D 11376, Nr. 100, Bl. 246.
39.
Gerhard Papke, Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR 1945–1952, in: Jürgen Frölich (Hg.), »Bürgerliche« Parteien in der SBZ/DDR. Zur Geschichte von CDU, LDP(D), DBD und NDPD 1945 bis 1953, Köln 1994, S. 25–45, hier 31.
40.
Ulf Sommer, Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD). Eine Blockpartei unter Führung der SED, Münster 1996, S. 44. Vgl. auch: Manfred Agethen, Die CDU in der SBZ/DDR, in: Frölich (Anm. 39), S. 47–72, hier 50.
41.
Die Mitgliederzahl in den Grenzgebieten wie Marienberg war sehr gering: Volker Schwarz, Von der liberalen Partei zur Partei im Sozialismus. Die LDPD in Sachsen 1945–1952, Mag.-arb. Bochum 1999, S. 52.
42.
Archiv des Liberalismus (ADL) 29951, Bl. 31.
43.
StA-D 11376, Nr. 100 Bl. 254f.
44.
ADL 29951, Bl. 37.
45.
Ebd., Bl. 42.
46.
Bericht der Ordnungspolizei (Anm. 30), Bl. 250.
47.
Tribüne, 31.1.1948.
48.
Vgl. StA-D 11541, Nr. 73.
49.
Vgl. ebd., Nr. 74.

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