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23.4.2012 | Von:
Jürgen Koller

Eklat beim Ersten (gesamt-)Deutschen Schriftstellerkongress in Ost-Berlin

Der US-amerikanische Journalist Malvin J. Lasky und der kulturelle Kalte Krieg

Ein harmonisches "Parlament des Geistes" war geplant, der Erste Deutsche Schriftstellerkongress sollte den politischen Spannungen zwischen Ost und West entgegenarbeiten. Kommunistische Autoren dominierten. Als jedoch der US-Amerikaner Melvin J. Lasky auf fehlende Meinungs- und Kunstfreiheit in der Sowjetunion verwies, kam es zum Eklat, der Kongress kippte.

"Parlament des Geistes"

Erster Deutscher Schriftstellerkongress 1947.Erster Deutscher Schriftstellerkongress: Kongressteilnehmer in einer Pause vor den Berliner Kammerspielen, 6. Oktober 1947. (© Bundesarchiv, Bild 183-S77322)
Die Weichen waren gestellt, alles war im Vorfeld vom kommunistisch gesteuerten Kulturbund in Ost-Berlin mit ausdrücklicher Zustimmung der sowjetischen Militäradministration (SMAD) in die für die Sowjets richtigen politischen Bahnen gelenkt worden, damit der Erste (gesamt-)Deutsche Schriftstellerkongress vom 4. bis 8. Oktober 1947 im Deutschen Theater in Ost-Berlin zu einer von ausgleichender Harmonie und gutem Willen getragenen Veranstaltung werden konnte. Über 300 Schriftsteller aus allen Besatzungszonen Deutschlands, aber auch ausländische Gäste waren der Einladung des Schutzbundes Deutscher Autoren und des Kulturbund-Präsidenten, Johannes R. Becher, gefolgt.



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