30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

counter
3.5.2012 | Von:
Christoph Lorke

"Ungehindert abreagieren"

Hooliganismus in der späten DDR im Spannungsfeld von Anstandsnormen, Sozialdisziplinierung und gesellschaftlichen Randlagen

Aporien der Postmoderne – oder: Hooliganismus in der späten DDR

Ab Mitte der 1980er-Jahre wurden zunehmend Ausschreitungen in und um Fußballveranstaltungen in der DDR-Oberliga registriert. Am 30. Oktober 1985 wurde daher eine Tagung einberufen, die sich explizit mit den Fangruppierungen und den damit verbundenen Problemen beschäftigte. Zugegen waren höhere Mitarbeiter bzw. Funktionäre der Volkspolizei (VP), der Staatsanwaltschaft sowie von Freier Deutscher Jugend (FDJ) und Freiem Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB). Besonders auffällig und quasi "Spitzenreiter" bei Randalen waren in der laufenden Saison 1985/86 Anhänger des 1. FC Union Berlin. Aber auch Fans des 1. FC Magdeburg, der BSG Chemie Leipzig, des BFC Dynamo und des 1. FC Lokomotive Leipzig waren bei Gastauftritten ihrer Mannschaften besonders oft an Ausschreitungen und Verwüstungen beteiligt.
FDGB-Pokalfinale BFC Dynamo-FC Karl-Marx-StadtFDGB-Pokalfinale BFC Dynamo-FC Karl-Marx-Stadt (1:0), 1. April 1989. (© Bundesarchiv, Bild 183-1989-0401-016; Foto: Bernd Settnik)
Demgegenüber fielen die Anhänger der Vereine ASK Vorwärts Frankfurt (Oder), Stahl Riesa oder des 1. FC Karl-Marx-Stadt durch verhältnismäßig wenig "zugeführte Personen" auf.[14]

"Natürlich", so VP-Generalmajor Friedhelm Rausch in seinem Referat auf besagter Tagung, seien die Vorkommnisse in und um Stadien der DDR "keinesfalls zu vergleichen […] mit der grausamen Eskalation von Gewalt und Brutalität im öffentlichen Leben und besonders im Zusammenhang mit dem Fußball kapitalistischer Länder."[15] In diesem üblichen Hinweis auf die omnipräsente Referenzgesellschaft Bundesrepublik und die – quantitativ wie qualitativ – angeblich ungleich schlimmeren Ausschreitungen dort widerspiegelt sich eine typische Argumentationsstrategie der Negierung sozial-negativer Tatbestände in der DDR. Der Generalmajor musste dennoch im Duktus gewisser Rat-, wenn nicht sogar Fassungslosigkeit eingestehen, dass sich im Fußballbetrieb der DDR-Oberliga die Störungen in den Stadien trotz jener "Wesensfremdheit" vermehrt hatten. Waren in der Saison 1983/84 noch 30 Prozent der Spiele von "Störungen" betroffen gewesen, so waren es 1985/86 bereits 43 Prozent, wobei die Zahl solcher Vorfälle vor bzw. nach den Spielen mit 46,8 Prozent im Vergleich zur Vorsaison etwa gleich hoch war. Demgegenüber seien durch die einzelnen Clubs kaum Stadionverbote ausgesprochen worden und auch die Volkspolizei habe nur wenig Personen zu "gemeinnützige[r] Arbeit" herangezogen. Ein weiteres Problem stellten Ordner der Vereine dar: So musste nach der Saison 1984/85 etwa ein Drittel der Ordnungskräfte Dynamo Dresdens von ihrer Funktion entbunden werden, "weil sie nicht entsprechend den Erfordernissen ausgewählt wurden […], negativ gegenüber unserem Staat eingestellt oder vorbestraft waren."[16]

Auch in der Folgesaison begleiteten regelmäßig "Störungen" die Spiele der DDR-Oberliga. In der Spielzeit 1986/87 wurden insgesamt 960 "Störungen der öffentlichen Ordnung" registriert, davon 407 in den Stadien selbst, 282 in den Stadtgebieten der jeweiligen Spielorte und 250 auf dem Gelände der Deutschen Reichsbahn. Konstatiert wurde zudem eine Zunahme der Schwere und Intensität der "Störungen" im Vergleich zu früheren Spielzeiten. Alles in allem wurden 985 Personen festgenommen. In ähnlicher Weise wie in der Bundesrepublik konzentrierten sich auch in der DDR aggressive Handlungen auf die An- und Abreise.[17] Sachbeschädigungen wie das Zerschlagen von Scheiben, das Zerstören von Lampen, das Zerschlitzen der Sitzbänke in S-Bahnen oder D-Zügen, das Abreißen und Benutzen der Feuerlöscher standen neben Trunkenheit und öffentlichem Urinieren auf der Tagesordnung. Nicht selten wurden unbeteiligte Passanten Opfer von Misshandlungen.[18] Für eine Reihe mitreisender Anhänger galt anscheinend der Ausspruch: "Auswärtsspiel. Das Höchste im Leben eines Fußballfans."[19] Diese ritualisierte Gewalt in der "dritten Halbzeit" (Klaus Farin), verbunden mit der krawallartigen Anreise und dem Aufbruch in den Heimatort, waren keineswegs nur bei Fußballspielen der DDR-Oberliga anzutreffen. Bei Begegnungen in sozialistischen "Bruderländern" waren mitunter gar deutlich heftigere Ausschreitungen seitens mitgereister Anhänger keine Seltenheit.[20]

Ohne das Phänomen des Hooliganismus in der späten DDR in seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung überstrapazieren zu wollen, scheinen die vermehrten Ausschreitungen doch auch den gemeinen Fußball-Zuschauer nicht völlig unberührt gelassen zu haben. Ein Indikator hierfür ist der Rückgang der Zuschauerzahlen im Verlauf der 1980er-Jahre: Lag der Zuschauerschnitt in der Saison 1983/84 noch bei 12.071 Zuschauern, sank er auf 9.103 (1986/87), um in der letzten vollständigen Saison 1988/89 wieder geringfügig auf 10.208 Zuschauer pro Spiel anzusteigen.[21]

Blickt man auf die Beschreibung von "Vorfällen" bei Auswärtspartien des 1. FC Union Berlin, wird die Ohnmacht übergeordneter Stellen gegenüber solchen Verhaltensweisen besonders deutlich. So wurde seitens der Generalstaatsanwaltschaft der DDR vermerkt: "Alle abgerissenen Gegenstände werden in der Regel während der Fahrt aus dem Zug geworfen, woraus sich weitere Gefahren ergeben. In zwei Fällen wurde in einem D-Zug während der Fahrt vorsätzlich die Notbremse gezogen. Die Handlungen erfolgen überwiegend unter erheblicher alkoholischer Beeinflussung."[22] Als zentrales Motiv der Täter wurde neben der Wut über ein verlorenes Spiel, schlichtem Austoben und Abreagieren vorrangig die "Freude am Angstauslösen bei Angehörigen der Volkspolizei, Reisenden oder Eisenbahnern" hervorgehoben. Da gleichermaßen Reisende und Repräsentanten des Staates wie die Transportpolizei zur Zielscheibe der Angriffe wurden, scheint es prima vista plausibler, von nicht zielgerichteter Gewalt anstelle oppositioneller Manifestation zu sprechen.[23] Andererseits finden sich ebenfalls Verhaltensweisen, die als quasi-oppositionelle Handlungen gedeutet werden können: In der bereits erwähnten Saison 1986/87 gingen beim letzten Oberliga-Fußballspiel, dem Ost-Berliner Stadtderby zwischen dem BFC Dynamo und dem 1. FC Union, einem Bericht folgend "die Ausfälle soweit, daß Volkspolizisten angespuckt wurden, mit drohenden Fäusten vor einem Polizeirevier von ca. 20 bis 30 Männern uriniert wurde und offen in Sprechchören aufgefordert wurde, daß es auch einmal anders kommt und die 'Bullen' dann gejagt werden."[24]

Dass Vorkommnisse wie diese selbst in der geschlossenen staatssozialistischen Öffentlichkeit bisweilen hohe Wellen schlugen, bezeugen nicht nur eine Reihe von Zeitungsartikeln und Leserbriefen,[25] sondern etwa auch das Grundsatzdokument der FDJ und des Deutschen Fußballverbandes der DDR (DFV) zur gemeinsamen Arbeit mit Fußball-Fans. In diesem als "FDJ-Aufgebot DDR 40" bezeichneten Schreiben wurde der herausragende Stellenwert der Sportart Fußball für die DDR betont. Diese befriedige neben sportlichen vor allem "allgemeine Interessen des kulturellen Lebens und der Freizeitsphäre". Daher müsse man auf "das Drittel aller Jugendlichen der DDR" besondere Aufmerksamkeit legen, das "sich als Fußballfans bezeichne[t] und den Fußball als ihre Freizeitbeschäftigung Nr. 1"[26]ansieht. Gemeinsam mit allen beteiligten Institutionen und Verantwortlichen sollten indes alle Bemühungen darauf gerichtet werden, dass "asoziales Verhalten, Rowdytum und Alkoholmißbrauch nicht zum 'Erscheinungsbild' der Fans gehören." Vielmehr müsse man auf verschiedenen Wegen für "hohe Ordnung, Sicherheit und Disziplin" eintreten. Wie diese Bemühungen auszusehen hätten, davon zeugen etwa die phrasenhaft-bürokratischen Vorschläge in jenem Grundsatzprogramm: Nicht nur die "erzieherische Arbeit in den Klubs" sollte verbessert und die Vorbildwirkung der Spieler, Trainer und Funktionäre erhöht werden; zuvörderst seien jegliche Störer namentlich zu erfassen und zu melden. Die verantwortliche Bezirksstelle des Jugendreisebüros "Jugendtourist" sollte für die Sicherheit während der An- und Abreise verantwortlich sein. Die bis ins Jahr 1988 besonders in den Fokus zuständiger Stellen geratenen Union-Anhänger verpflichteten sich in einem "Statut des Fanclubs des 1. FC Union Berlin" nicht nur zur "Einhaltung der Stadionordnung", sondern auch zur "kritische[n] Auseinandersetzung mit Fehlverhalten", wobei "uneinsichtige Störer" aus dem jeweiligen Fanclub ausgeschlossen werden sollten. Als Anreiz wurde die Auszeichnung als "vorbildlicher Fanclub des 1. FC Union Berlin" ins Leben gerufen, um die sich jeder Fanclub bewerben konnte. Als Preise waren sozialintegrative Maßnahmen wie kostenlose Fahrten, ein gemeinsames Foto mit der Oberliga-Elf, die Vermittlung einer Jugendtourist-Reise, die Vorstellung des Fanclubs in der Presse oder die Verleihung einer Ehrenfahne an die Anhängerschaft vorgesehen.[27]

Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch verwiesen diese Kontroll- und Disziplinierungsversuche auf das übergeordnete Ziel sozialistischer Erziehung: Die Formierung der "allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit", der Versuch, insbesondere die "Unerreichbaren der sozialistischen Gesellschaft"[28] wenn schon nicht ideologisch beeinflussen zu können, dann wenigstens deren "überschüssige Energie" mit größtmöglichem Einsatz zu kanalisieren. Hinzu gesellte sich eine offenkundige "Aversion vor dem Mob",[29] die in vielerlei Hinsicht in der "Fortsetzung des älteren, kleinbürgerlichen Wertekanons"[30] und deren Vorstellungen von Arbeitsdisziplin und einer Disziplinierung des Körpers und der Affekte geprägt war. Der "neue Mensch" im Sozialismus kasteite sich zum Wohle des Kollektivs; im Kontrast dazu mussten Hooligans der späten DDR durch ihr wild-"unanständiges", teilweise als "unzivilisiert-andersartig" wahrgenommenes Treiben nicht nur abstoßend und gefährlich zugleich wirken, sondern sie verkörperten funktional einen Gegenpol zum "guten", da demütigen, disziplinierten und rechtschaffenen Industriearbeiter im "entwickelten Sozialismus".


Fußnoten

14.
Vgl. Referat des Genossen Generalmajor Rausch auf der Tagung am 30.10.1985, BArch DP 3/1214, S. 2. – Die Hooligan-Kartei der Staatssicherheit umfasste Ende der 1980er etwa 1.000 Namen. Vgl. Bernd Siegler, Auferstanden aus Ruinen. Rechtsextremismus in der DDR, Berlin 1991, S. 68.
15.
Referat (Anm. 14), S. 2.
16.
Ebd., S. 9.
17.
Vgl. Braun/Teichler (Anm. 10), S. 561–586, hier 561, 570.
18.
Vgl. Braun (Anm. 10), S. 442.
19.
Jochen Ellis Schramm, Spiele der Gewalt, in: Frank Willmann, Ultras Kutten Hooligans. Fußballfans in Ost-Berlin, Berlin 2008, S. 62–67, hier 63.
20.
Hinweise zu Ausschreitungen von DDR-Bürgern bei Intercup-Spielen, z.B. in Novi Jicin und Ostrau (ČSSR) oder Chorzow (Polen) in: Protokolle der Bezirksleitung SED, versch. Datums [1986–1988], BArch DP 3/1214.
21.
Vgl. Andreas Baingo, Die Geschichte der DDR-Oberliga, Göttingen 2003, S. 272.
22.
Abschrift: Spezielle Einschätzung aus bearbeiteten Ermittlungsverfahren gegen Anhänger des 1. FC Union Berlin wegen Rowdytum, o.J. [1985], BArch DP 3/1214, n.p.
23.
Vgl. dazu etwa: Robert Edelmann, Spartak Moscow. The Peoples Team in the Workers State, Ithaca 2010, passim.
24.
Zit.: Braun/Teichler (Anm. 10), S. 570.
25.
Vgl. z.B. die Berichte in der "Ostsee-Zeitung" über Ausschreitungen bei Hansa Rostock 1987/88, BArch DP 3/1214.
26.
Vgl. Gemeinsame Maßnahmen des Zentralrates der FDJ und des DFV der DDR zur Arbeit mit den Fußballfans, 1988, BArch DP 3/1214, S. 1. Die folgenden Zitate ebd., S. 2 u. 9.
27.
Vgl. ebd., Anlage 2, S. 11f; weitere Maßnahmen der FDJ etwa bei Braun (Anm. 10), S. 441f.
28.
Sandrine Kott, Die Unerreichbaren der sozialistischen Gesellschaft: Die Arbeiterjugend in der DDR (1970–1989), in: Renate Hürtgen/Thomas Reichel (Hg.), Der Schein der Stabilität. DDR-Betriebsalltag in der Ära Honecker, Berlin 2001, S. 229–248.
29.
Michael Schwartz, "Proletarier" und "Lumpen". Sozialistische Ursprünge eugenischen Denkens, in: VfZ 42 (1994) 4, S. 537–570, hier 544.
30.
Sven Korzilius, Arbeitsethik, Sozialdisziplinierung und Strafrecht in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR – Kontinuität oder Diskontinuität, in: Anne Allex/Dietrich Kalkan (Hg.), ausgesteuert – ausgegrenzt … angeblich asozial, Neu-Ulm 2009, S. 209–222, hier 213.

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 25. Nov. - 15. Dez. 1947
    Die Londoner Konferenz des Rats der Außenminister scheitert, da die Differenzen in der Deutschlandfrage nicht mehr zu überbrücken sind. Hauptstreitpunkte: Reparationen, Demontagen, Marshallplan, Bizone, Oder-Neiße-Linie, Friedensvertrag, deutsche Einheit und... Weiter
  • 25. November 1952
    In Bonn wird die dem Bundesinnenministerium unterstellte Bundeszentrale für Heimatdienst (seit 18. 5. 1963: für politische Bildung) errichtet. Ihr obliegt die überparteiliche und überkonfessionelle politische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit anderen... Weiter
  • 25. November 1965
    Das 3.Passierscheinabkommen sieht einen Besuchszeitraum in Ost-Berlin vom 18. 12. 1965 - 2. 1. 1966 vor. Weiter
  • 25. November 1998
    Das Bundeskabinett tritt erstmals in Berlin zusammen. Unter der Leitung Gerhard Schröders (SPD) tagt es im ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude, das als Sitz des Bundeskanzlers dient, bis das neue Kanzleramt fertiggestellt ist. Weiter