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3.5.2012 | Von:
Anne Wanner

"Erfolge unserer Sportler –
Erfolge der DDR"

Das Leipziger Sportmuseum und die museale Präsentation der (Sport-)Nation DDR

"Frieden, Freundschaft, Solidarität" – Die DDR als Akteur auf dem internationalen sportpolitischen Parkett

Nicht nur die Olympischen Spiele, sondern auch Weltsporttreffen und internationale Tagungen boten eine vielversprechende Plattform für die DDR, um sich als eigenständiger deutscher Staat und als unabhängige "sozialistische Nation" zu präsentieren. Auch diesen internationalen Sportbeziehungen der DDR widmete das Sportmuseum einige Ausstellungseinheiten im zweiten und dritten Teil der Dauerausstellung. Die Ausstellungsmacher illustrierten hier vor allem die Bedeutung des Sports für den Kampf der ostdeutschen Diktatur um völkerrechtliche Anerkennung. Sie zeichneten den Weg der DDR von der sich mit sowjetischer Aufbauhilfe entwickelnden Sportnation zum international geachteten Partner im Weltsport nach. Unter der Überschrift "Für Frieden, Völkerfreundschaft und Internationale Zusammenarbeit"[16] präsentierte das Leipziger Sportmuseum in einer Großvitrine die Entwicklung der sportlichen und sportpolitischen Beziehungen der DDR zu anderen Staaten in Ost und West. Der Leittext lautete: "Die Beziehungen des [Deutschen Turn- und Sportbundes] DTSB der DDR dienen der Verständigung, der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern und der Erhaltung des Friedens in der ganzen Welt. Sie sind darauf gerichtet, das Zusammenwirken mit den Sportorganisationen aller Länder auf der Grundlage der Gleichberechtigung, der gegenseitigen Anerkennung sowie des gegenseitigen Vorteils zu fördern und zu entwickeln."

Ein Foto von der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 war mit einem Originalzitat daraus unterlegt: "Um bestehende Verbindungen und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports zu erweitern werden die Teilnehmerstaaten entsprechend Austausch, einschließlich Sporttreffen und Wettkämpfen fördern." Ein Blick auf die deutsch-deutschen Sportbeziehungen und den innerdeutschen Sportverkehr in den frühen 1970er-Jahren zeigt, dass die sportpolitische Realität vor allem in Bezug auf die Bundesrepublik nicht immer diesen Prämissen folgte. Angesichts der angespannten politischen Lage hatten sich die sportlichen Begegnungen und Kontakte seit den 1960er-Jahren in engen Grenzen gehalten. Eine Zusammenarbeit zwischen den beiden deutschen sportlichen Dachverbänden hatte es kaum gegeben.

Erst im Fahrwasser des Grundlagenvertrages unterzeichneten die beiden Dachverbände Deutscher Sportbund (DSB) und Deutscher Turn- und Sportbund (DTSB) 1974 ein "Sportprotokoll". Danach waren alle Kontakte in Zukunft im Rahmen von Jahresplänen abzustimmen. Eine hochgradige Bürokratisierung war die Folge, und während die westdeutsche Seite eine Intensivierung der Beziehungen anstrebte, verfolgte die SED-Führung weiter das Ziel größtmöglicher Abgrenzung und zwängte den innerdeutschen Sport in ein enges Korsett. Die SED-Führung ließ lediglich 20 deutsch-deutsche Sporttreffen pro Jahr zu. Begegnungen im Jugend- und Trendsport waren völlig untersagt.[17] Die DDR nutzte den Sport seit den 1950er-Jahren zwar ausgiebig, um ihre internationale Anerkennung voranzutreiben, die wohlklingende Formel von internationaler Zusammenarbeit hatte jedoch offenbar nur so lange Gültigkeit, wie sich die SED-Führung einen politischen Nutzen davon versprach.

Dessen ungeachtet zeigte das Sportmuseum die DDR in dieser Ausstellungseinheit als weltgewandten und kompetenten Partner im Sport. Gleichzeitig verwies die Darstellung auf politische Prozesse, die einen wesentlichen Fortschritt für die internationale Anerkennung der DDR bedeuteten. Illustriert wurde dies durch ein Foto, das auf der Europäischen Sportkonferenz 1975 in Dresden aufgenommen worden war, durch Statistiken über Sportverträge mit anderen Ländern sowie durch eine Fotokollage aus Titeln von Vorträgen, die Leipziger Sportwissenschaftler auf Kongressen in München, Quebec und Paris gehalten hatten.

Insgesamt zeigte diese Ausstellungseinheit die DDR als eigenständige Nation, die sowohl im internationalen Forschungsdiskurs als auch bei internationalen politischen und sportlichen Konferenzen von anderen Nationen als gleichberechtigter Partner angesehen wurde. Tatsächlich zeitigte das langjährige Anerkennungsstreben der DDR in den 1970er-Jahren, erst im Zuge der neuen Ostpolitik der bundesdeutschen Regierung Brandt/Scheel Erfolge. Die DDR hatte schließlich mit der Teilnahme an der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und der Unterzeichnung von deren Schlussakte in Helsinki erstmals die Möglichkeit, auf dem internationalen Parkett als anerkannter Staat und gleichwertiger Verhandlungspartner aufzutreten.

"Frieden, Freundschaft, Solidarität"[18] – unter dieser Überschrift zeigte das Sportmuseum in einer weiteren Großvitrine im dritten Teil der Dauerausstellung, dass die DDR mittlerweile selbst über ein derart leistungsfähiges Sportsystem und sportliches Know-how verfügte, dass sie in weniger entwickelten Ländern einen Beitrag zum Aufbau sportlicher Infrastrukturen leisten konnte: "An der Seite der sozialistischen Bruderländer leistet die DDR einen aktiven Beitrag zur Entwicklung des Sports in vielen Ländern der Welt." Die Ausstellungseinheit thematisierte einerseits die sportliche Ausbildung ausländischer Studierender an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig und andererseits das Engagement von Trainern und Funktionären im Ausland.

DHfK-Vitrine Sportmuseum LeipzigAusstellungseinheit in der Dauerausstellung des Sportmuseums zur Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig (DHfK) mit einem Modell des Leipziger Sportforums. (© Stadtgeschichtliches Museum/Sportmuseum Leipzig)
Ein Großfoto afrikanischer Studenten beim Fußballtraining an der DHfK, das als Vitrinenhintergrund diente, Studiennachweise und Trainerscheine sowie die Promotionsurkunde eines kubanischen Sportfunktionärs verwiesen auf das sogenannte Ausländerstudium an der DHfK. Seit Mitte der 1950er-Jahre stand diese, wie die meisten anderen ostdeutschen Hochschulen, auch ausländischen Studierenden offen. In der Vitrine ausgestellt waren außerdem unter anderem ein besticktes Gewand aus Ghana, das der ehemalige Stabhochspringer und DHfK-Absolvent Manfred Preußger, der seit 1967 als Lehrer am Institut für Ausländerstudium tätig war, als Gastgeschenk erhalten hatte, sowie ein Fotoalbum Preußgers, das Aufnahmen enthielt, die er auf seinen Reisen nach Sri Lanka, in den Libanon und nach Tansania gemacht hatte. Zudem war die Autobiografie des DDR-Trainers Horst Franz mit dem Titel "Als Boxtrainer in Guinea" zu sehen. Der Objekttext erläuterte: "Mehr als 60 DDR-Trainer wirkten bisher in 15 Ländern". Obwohl sich diese Ausstellungseinheit vordergründig ausschließlich mit von der DDR geleisteter sportlicher Aufbauhilfe befasste, dürfte auch dahinter die Intention gestanden haben, diese Hilfe als Beleg für die Leistungsfähigkeit des sozialistischen Sport- und Gesellschaftssystems zu präsentieren.

Anhand der beschriebenen Ausstellungseinheiten konnte der Besucher beim Gang durch die Ausstellung den Weg der DDR von einem Adepten des sowjetischen Sportmodells zu einer selbstständigen und leistungsfähigen Sportnation Schritt für Schritt nachvollziehen. All diese Ausstellungseinheiten lassen die Absicht erkennen, durch die Präsentation der sportlichen Anerkennung der DDR eine Art Nationalstolz im Besucher zu wecken. Die DDR, so die Kernaussage dieses Ausstellungsbereichs, war nicht länger ein deutscher Teilstaat (mit erheblichen Legitimationsproblemen), sondern eine unabhängige Nation, die sich selbstbewusst auf internationalem Parkett bewegte. Die ideologische Durchdringung der Ausstellung ist demnach offenkundig.

Das Sportmuseum präsentierte die Sportnation DDR auf – im Sinne der Partei – vorbildliche Weise. Die SED-Stadtleitung zeigte sich kurz nach der Eröffnung des Museums "beeindruckt vom hohen Niveau und dem Informationsgehalt, den interessanten Ausstellungsstücken und der Darstellung der sozialistischen Sportentwicklung."[19] Die politischen Akteure sahen demnach ihre Ziele und Wünsche in der Ausstellung des Sportmuseums adäquat realisiert. – Wie aber wirkte sie auf die anderen Museumsbesucher? Vermochte die Ausstellung auf sie die intendierte ideologische Wirkung zu entfalten?

Das Sportmuseum als Träger und Vermittler nationaler Identität?

Ansprechend gestaltet, ideologisch auf Linie und an einem zentralen Ort für sportbegeisterte Besucher gelegen, verfügte das Sportmuseum durchaus über einiges Wirkungspotential. Die dank eines ausgefeilten Auslese- und Kadersystems sowie des flächendeckenden Dopings erstaunlichen sportlichen Erfolge ostdeutscher Athleten, die auch im Sportmuseum reichlich Würdigung erfuhren, riefen möglicherweise in einigen DDR-Bürgern eine Form von Nationalstolz hervor. Viele Menschen freuten sich, wenn ihr kleines Land bei den Olympischen Spielen mit sportlichen Großnationen wie den USA oder der Sowjetunion mithalten konnte und regelmäßig einen der vordersten Medaillenränge erzielte. Die sportlichen Erfolge der DDR erhielten 1977 auf dem Höhepunkt der Begeisterung für den Leistungssport mit ihrer Darstellung im Leipziger Sportmuseum eine attraktive Plattform. Die Museumsbesucher konnten anhand von Originalobjekten, Radioreportagen, Filmen, Medaillen und Pokalen die Höhepunkte des DDR-Sports bei ihrem Gang durch die Ausstellung noch einmal erleben. Besucher jedes Alters konnten in der Ausstellung ihre persönlichen sportlichen Helden und so eine Identifikationsfläche wiederfinden. Die umfassende Präsentation der sportlichen Erfolge sollte den Besuchern vor allem die Glanzstunden des DDR-Sports in Erinnerung rufen und so eine Art kollektives Gedächtnis heraufbeschwören, das sich wesentlich aus den gemeinsamen Erinnerungen an siegreiche Momente von Athleten der DDR speiste, und damit das Angebot zur Identifikation mit diesem Staat verstärken.

Einige Besucher, die sich in die Gästebüchern des Hauses eintrugen, sprechen dort zwar von der erfolgreichen Entwicklung "unserer DDR"[20], dennoch darf die allgemeine Sportbegeisterung der 1970er-Jahre keinesfalls als Beleg für die Existenz eines durch den Sport dauerhaft und tief verankerten Nationalbewusstseins gedeutet werden, das durch dessen museale Präsentation eine Intensivierung erfuhr. Der Stolz auf die sportlichen Erfolge förderte nicht zwangsläufig die Akzeptanz der SED-Herrschaft und schwächte sich zudem seit Mitte der 1980er-Jahre rapide wieder ab.[21] Bei aller Freude über die Leistungen der DDR-Sportler und der Brisanz deutsch-deutscher Duelle blieb bei vielen ein gesamtdeutsches Bewusstsein, gegründet auf freundschaftlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen, lebendig und konnte bis 1989 bei den meisten Ostdeutschen nicht durch eine "sozialistische Identität" getilgt werden. Mit der Abkehr vieler resignierter Bürger von der DDR in den 1980er-Jahren ging auch ein enormer Akzeptanzverlust ihres gesamten Sportsystems einher.

Die Wirkungsmöglichkeiten der musealen Präsentation des DDR-Sports sind deshalb unbedingt vor diesem Hintergrund zu beurteilen. Auch eine mit politisch-ideologischen Losungen und Botschaften durchzogene und attraktiv gestaltete Ausstellung ist längst kein Beweis dafür, dass die implizierten Aussagen eine positive Wirkung auf die Besucher entfalteten. Die zahlreichen Originalobjekte, die von der vermeintlichen "Sieghaftigkeit des Sozialismus" zeugen sollten, konnten für den einzelnen Besucher eine ganz eigene Bedeutung haben. Denn "nicht nur der gestaltende Museologe, sondern auch der mit dem Objekt kommunizierende Betrachter ist ein Produzent von Sinn, […] in ihm löst die Betrachtung Assoziationen, ja Emotionen aus"[22]. Inwieweit Assoziationsketten und Erinnerungsprozesse des Einzelnen, die durch Objekte und Dioramen ausgelöst wurden, im Einflussbereich der Museumsmacher lagen, bleibt deshalb fraglich.

Dessen ungeachtet ist die unterbewusste Wirkung sportlicher Triumphe und gemeinschaftlicher Erlebnisse im Rahmen von massensportlichen Veranstaltungen nicht zu unterschätzen. Sie machten den Alltag bunter und damit die Diktatur ein wenig erträglicher. In Zeiten einer positiven Grundstimmung konnte so auch der Museumsbesuch verstärkend wirken, in Zeiten nüchterner Betrachtung waren die Besucher vermutlich nicht mehr ganz so empfänglich für die "frohe Botschaft des Sozialismus". Das Sportmuseum hat vermutlich seinen Teil dazu beigetragen, die Legitimation des SED-Staates teilweise durch seine bewusste oder unbewusste Wirkung auf seine Besucher zu fördern. Es funktionierte als kleines Rädchen in der großen ideologischen Maschinerie der SED.

Fußnoten

16.
Für die gesamte Ausstellungseinheit vgl. ebd., S. 81ff.
17.
Jutta Braun, Klassenkampf nach Kalenderplan. Das Sportprotokoll vom 8. Mai 1974, in: DA 37 (2004) 3, S. 405–414; Hans Günter Hockerts, Wettstreit der Systeme. Sport als Spiegel der deutsch-deutschen Beziehungen, in: Wir gegen uns (Anm. 1), S. 24.
18.
Für die gesamte Ausstellungseinheit vgl. Drehbuch III (Anm. 14), S. 72–75.
19.
Eintrag des Sekretariats der SED-Stadtleitung v. 11.8.1977 ins Gästebuch des Sportmuseums, HA Sportmuseum, unpag.
20.
Vgl. u.a.: Eintrag des FDJ-Sekretärs einer 8. Klasse v. 1.3.1978 ins Gästebuch des Sportmuseums, HA Sportmuseum, unpag.
21.
Fetzer (Anm. 7), S. 293.
22.
Katharina Flügel, Einführung in die Museologie, Darmstadt 2005, S. 101.

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