Beleuchteter Reichstag

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26.10.2012 | Von:
Johannes Beleites

"Es geht nicht um Abrechnung, es geht um Aufklärung"

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn
im Gespräch mit Johannes Beleites

Nochmals zum "Campus der Demokratie": Könnten Sie mal umreißen, was es damit auf sich hat?

Der Gedanke ist einfach entstanden, weil es mir so wichtig ist, authentische Orte zu nutzen – gerade auch im Dialog mit der jungen Generation, die die DDR nicht mehr erlebt hat. Authentische Orte entwickeln eine besondere Kraft, sodass man fühlen, hören und vor Ort sehen kann. Nach der Sanierung des Stasi-Museums war mir klar, dass wir das hier, auf diesem Gelände noch mehr nutzen können. Es gab einige leerstehende Gebäude und ich habe mich gefragt: Warum sind wir nicht dort? Es scheint mir sinnvoll, dass wir mit unserer Forschungsabteilung an den Ort ziehen, wo auch die Akten sind. Und mir ist wichtig, dass wir die Bibliothek, die eine ausgezeichnete Präsenzbibliothek zum Thema Staatssicherheit und Diktatur ist, noch besser für externe Besucher nutzen. So ist es naheliegend, alles an einem Ort unterzubringen, verbunden mit dem Stasi-Museum. Dort kommen Besucher hin, die sich für das Thema interessieren.

Außerdem gibt es ja das zentrale Stasi-Archiv an diesem Ort, das wir für Besucher öffnen, um sich ein Bild zu machen. Es wirkt gleichzeitig auch wie ein Monument der Überwachung, und das bestätigen beispielsweise zurzeit viele Gäste aus arabischen Ländern – wenn ich diese verschiedenen Elemente zusammenfüge, dann sehe ich ein Dreieck. Dann sehe ich das Archiv mit den Millionen Stasi-Akten, dann habe ich das Museum mit dem
Stasi-ZentraleZentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg, Anfang der 1980er-Jahre (© BStU, MfS, HA II, Fo 003)
Büro Erich MielkesDas ehemalige Büro des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke im Stasi-Museum in der Berliner Normannenstraße (© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, B 145 Bild-00256144; Guido Bergmann)
Original-Dienstzimmer von Stasi-Minister Erich Mielke und der gemeinsamen, neuen Dauerausstellung von ASTAK und BStU vor Augen, und das alles schreit richtig danach, dass es so etwas wie ein Informationszentrum wird. Bibliothek, Multimediaraum, Buchshop, Lesecafé, einen Ort der Kommunikation stelle ich mir vor. Und das dann ergänzt mit unseren Forschern, die ganz nah bei den Akten sitzen – dann stellt dieses Dreieck schon so etwas dar wie ein Feld, einen Campus. Mir war wichtig, dass wir das Ganze als etwas Vorwärtsweisendes sehen und dem Ganzen auch einen Namen geben, der in die Zukunft weist. Wir wollen aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen, für die Demokratie lernen – deswegen Campus der Demokratie.

Gibt es außer dem Bundesbeauftragten und der ASTAK noch andere Akteure, die dort eine Rolle spielen werden?

Wir bilden mit den Möglichkeiten, die wir haben, also mit den Gebäuden, in die wir sowieso hineinziehen wollen, sozusagen den Kern des Ganzen. Und der Gedanke eines "Campus der Demokratie" ist auch gekommen, weil ich gesehen habe, was da noch an Potential auf dem Gelände ist, und deswegen habe ich andere eingeladen, dieser Idee zu folgen und zu überlegen, ob sie sich auch auf diesem Gelände einbringen können.

Gibt es da schon Resonanz?

Es gab schon erste Reaktionen. Die Robert-Havemann-Gesellschaft, die einen Ort in Berlin sucht, wo die erfolgreiche Open-Air-Ausstellung vom Alexanderplatz aus dem Jahre 2009 zur Friedlichen Revolution und zum Mauerfall untergebracht werden kann, hat sich gemeldet. Sie hat großes Interesse, das hier auf diesem Gelände zu tun. Ob indoor oder outdoor wird man sehen. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, und die Havemann-Gesellschaft hätte auch die Gelegenheit, mit ihrem Archiv der DDR-Opposition, sozusagen dem Gegenstück zu den Stasi-Akten, hier einen Platz zu haben, der genug Räume bietet, wo ihre zunehmenden Akten lagern können.

Da der Sturm der Stasi am 15. Januar 1990 hier in der Zentrale zudem auch ein Akt der Friedlichen Revolution war, ist dieses Gelände ein authentischer Ort für die Friedliche Revolution.
Besetzung der Stasi-Zentrale 1990Besetzung der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Berliner Normannenstraße im September 1990. Mit der Besetzung wollen ca. 30 Bürgerrechtler die Öffnung der Stasi-Unterlagen erzwingen - mit Erfolg: Weniger Tage später wird die Volkskammer in einer Ergänzung zum Einigungsvertrag die Einsetzung eines entsprechenden Bundesbeauftragten fordern. (© Bundesarchiv, Bild 183-1990-0904-020; Hans-Peter Lochmann/ADN-ZB)
Die Besetzung der Stasi-Archive im September 1990 – das waren Bürgerrechtler, die es durch ihre Besetzung damals möglich gemacht haben, dass die Stasi-Akten heute überhaupt nutzbar sind. Und in diesem Sinne würde hier, an diesem authentischen Ort, durch die Robert-Havemann-Gesellschaft ein Zeichen gesetzt.

Wird man perspektivisch dort dann auch die Auskunftsabteilung und vielleicht auch Ihr Büro finden?

Wir haben schon im Sinn, an diesen Ort zu ziehen, weil wir die Arbeit effizienter organisieren wollen. Es ist auch angebracht, dass die Nutzung der Akten so effektiv wie möglich erfolgt. Das heißt, dass wir die Akten nicht immer durch die Stadt fahren, sondern dass der Wissenschaftler die Akten hier im Rollwagen so schnell wie möglich aus dem Archiv bekommt.

Joachim Gauck, dem ersten Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, war es damals sehr wichtig, gerade dort nicht zu sitzen. Ist das jetzt Ausdruck verstrichener Zeit, dass man nicht mehr automatisch in den Ruf kommt, die neue Stasi zu sein oder dass der Bundesbeauftragte im Büro von Erich Mielke sitzt?

Über mein Büro habe ich mir noch überhaupt gar keine Gedanken gemacht, weil das eine Planung ist, die Schritt für Schritt geht. Ich bin wahrscheinlich der Letzte, der dann dort hinzieht. Aber in Gesellschaft von Opferverbänden, die schon jetzt dort sind, und vielleicht der Robert-Havemann-Gesellschaft hätte ich auch kein Problem, auf dem Gelände der Zentrale der Staatssicherheit das Büro des Bundesbeauftragten zu haben. Eins aber ist sicher: Das Büro von Erich Mielke ist Museum!

Wenn ich es richtig wahrgenommen habe, war eines der wichtigsten Stichwörter Ihrer bisherigen Amtszeit "Versöhnung". Welche Art der Versöhnung meinen Sie, und wie können und wollen Sie in Ihrem Amt dazu beitragen?

Ich denke, die Grundlage für Versöhnung ist Aufklärung über das, was war. Die Stasi-Akten sind Dokumente, die die Staatssicherheit angefertigt hat, die Sicht der Stasi also, das müssen wir beachten. Aufklärung auch mit Hilfe von Stasi-Akten, Aufklärung über das, was gewesen ist – das ist Voraussetzung, damit Versöhnung möglich wird. Ich kann nur das vergeben, was ich kenne, und nur dem vergeben, von dem ich weiß. Deswegen ist es wichtig, dass die Täter beim Namen genannt werden, sodass eine Auseinandersetzung stattfinden kann und auch die Täter sich mit ihren Taten auseinandersetzen können. Nur dann werden wir eine Chance haben, dass Versöhnung möglich ist.

Sie sehen sich nicht als Verfolger?

Es geht nicht um Abrechnung, es geht nicht um Verfolgung, es geht um Aufklärung. Und darum, dass Menschen wieder zueinanderkommen können, die im Konflikt standen. Voraussetzung dabei ist aber natürlich, dass denen, denen Unrecht getan worden ist, geholfen wird, ihre Verletzungen zu überwinden, und dass die, die Unrecht angetan haben, auch eingestehen, dass sie Unrecht getan haben. Diese beiden Voraussetzungen müssen da sein, damit Versöhnung möglich ist. Dabei kann die Stasi-Unterlagen-Behörde helfen. Wir unterstützen viele Projekte, die auf diesem Weg sind. Wir haben das Filmprojekt "Feindberührung" unterstützt, wo ein Spitzel und ein Bespitzelter gemeinsam Akten lesen. Der Spitzel hat mit dafür gesorgt, dass der Bespitzelte für mehrere Jahre ins Gefängnis kam. Wie können jetzt diese Menschen miteinander umgehen? Wie finden sie das Gespräch? Das ist eine ganz wichtige Angelegenheit, und da können die Akten dabei helfen, sich mit dem, was gewesen ist, auseinanderzusetzen. Das muss nicht immer im Film geschehen, sondern das soll in der Gesellschaft geschehen, auch ohne Filmkamera.



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