Beleuchteter Reichstag

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29.11.2012 | Von:
Axel Zutz

Modern-postmoderne Landschaftsarchitektur im Zentrum der Hauptstadt –
der Gendarmenmarkt/Platz der Akademie

VI.

Zwischen 1994 und 1996 führte die Berliner Gartendenkmalpflege gartenarchäologische Grabungen auf der Fläche der Baustelle am Deutschen Dom durch und baute – ausgehend von Fundamentresten der Mächtigschen Anlage von 1895 – in der Südwestecke des Platzes die Grünfläche als Rekonstruktion wieder auf. Dies geschah, ohne die Frage des Umgangs mit dem Gesamtplatz zu klären, was einerseits die zu 80 Prozent bestehende Platzgestaltung in Frage stellte und andererseits kühn den Anspruch auf eine Totalrekonstruktion des wilhelminischen Schmuckplatzes erhob.

Der Vorstoß blieb nicht ohne Kritik: In einem bilanzierenden Artikel der Fachzeitschrift "Garten + Landschaft" verurteilte Heinz Wiegand, ehemals Referatsleiter der Abteilung "Gestaltung des öffentlichen Raumes und Stadtgrün" bei der Berliner Senatsverwaltung, das Ansinnen, "in selbstbezogenem Eifer aufgrund minimaler Reste und weitgehend auf Archivmaterialien gestützt Gartenbilder der Vergangenheit aus der Retorte zu schaffen" und "eine Rückführung des gesamten Platzes in den Zustand der Jahrhundertwende zu favorisieren".[23] Zudem hielt Wiegand den Mächtig-Entwurf bereits in seiner Entstehungszeit für nicht mehr aktuell und spielte damit auf den zeitgleich (1899) von Fritz Encke gestalteten Victoria-Luise-Platz in Schöneberg an, der 1979/80 von der noch jungen Berliner Gartendenkmalpflege vorbildlich wiederhergestellt worden war.[24] Wiegand weiter: "Damit war eine einheitliche, den Baulichkeiten durchaus angemessene und großzügige Platzgestaltung aufgegeben und dem monumentalen Gebäude des Domes ein ausgesprochen kleinliches Gärtchen vorgelagert worden. Zudem zeigt die Lebendigkeit des heute vielfältig genutzten Platzes, dass eine der Nutzung entzogene Schmuckplatzanlage heute nicht mehr zeitgemäß ist."[25]

Mit der Rekonstruktion des historistischen Mächtig-Segments war die Widersprüchlichkeit unterschiedlicher Planungsleitbilder in die Platzoberfläche eingepflastert.[26]

Im Rahmen eines "Plätzeprogramms", das teilweise aus EU-Mitteln finanziert wurde, stand gut eine Dekade später die Option zur Debatte, dass nun auch der restliche Teil des Gendarmenmarktes mit seinem nach wie vor bestimmenden DDR-Gesicht umgestaltet und diese Zeitschicht gänzlich ausgelöscht würde.[27] Senatsbaudirektion und Gartendenkmalpflege veranstalteten zur Information und Einbindung der Öffentlichkeit im Herbst 2009 und im Frühjahr 2010 drei Bürgerforen und im Dezember 2009 ein denkmalpflegerisches Fachkolloquium.[28] Das Entwurfsverfahren wurde mit drei freischaffenden Büros organisiert, einem Landschaftsarchitekten, einem Verkehrsplaner und einem Gartenhistoriker. Doch trotz der vergleichsweise aufwändigen Öffentlichkeit, die von zwei Planungsjournalen[29] begleitet wurde, entfaltete sich erst im Sommer 2010, nachdem das Grobkonzept bekannt geworden war, eine ungewöhnlich intensive und kontroverse Debatte über den Platz und seine zukünftige Form. Dies geschah vor allem deshalb, weil von der DDR-Gestaltung mit ihren 140 Kugel-Ahornbäumen nichts in den noch nicht näher konkretisierten Entwurf für eine Neugestaltung übernommen werden sollte.

Obwohl es also noch keinen ausgearbeiteten Neuentwurf gab, hatte man sich offenbar im Vorfeld darauf verständigt, die vorhandene Gestaltung zu beseitigen. Die Notwendigkeit des Abrisses wurde von Senatsseite damit begründet, dass die derzeitige Platzstruktur in ihrer Funktionalität und Gestaltung der intensivierten Nutzung nicht mehr gerecht werde und dass allgemeine Verschleißerscheinungen wie auch fehlende Infrastruktur und grundsätzliche Nutzungskonflikte die gestalterische Erlebbarkeit und die alltägliche Bewirtschaftung beeinträchtigten.[30]

Die Planungsvorgaben benannten als Ziele, keine neue "moderne" Zeitschicht zu implantieren, die Einheitlichkeit und Symmetrien wieder(!)herzustellen (was nur die Spiegelung der 1996 rekonstruierten Südwestecke von 1895 bedeuten konnte), Sichtbarrieren aufzuheben (womit die inzwischen dicht gewachsenen Kugelahorn-Karrees auf der Nordseite gemeint waren, die mit ihrer Höhe von vier Metern den Blick auf die 70 Meter hohe Kuppel des Französischen Domes versperren würden) und Fußwege-Engstellen zu beseitigen (was auf die platzumfassenden Stufen anspielte). Diese Vorgaben ließen, auch wenn es so nicht direkt formuliert wurde, eine vollständige Rekonstruktion der wilhelminischen Platzgestaltung als realistische Möglichkeit erscheinen. Dabei wurde die Neuorganisation der Funktionen Verkehr und Gastronomie sowie die Verbesserung der technischen Infrastruktur von den verantwortlichen Planern gleichgesetzt mit einer Platzneugestaltung. Das aber wäre nach Meinung von Kritikern nicht notwendig, könnte man doch auch den Bestand reparieren und die Nutzungen besser organisieren, ohne eine Neugestaltung vorzunehmen.[31]

Dass es die eine oder andere funktionale oder gestalterische Schwachstelle auf dem Platz gibt, die mitunter auch als Ergebnis mangelnder Pflege betrachtet werden darf, bestritt niemand. Die Situationsbeschreibung der Senatsverwaltung stellt aber Geschmacksfragen über eine baukulturelle Bewertung der Gesamtanlage. Die Argumente für die Rekonstruktion des Zustandes von 1895 und gegen die Erhaltung der Gestaltung von 1976/84 sind zudem in ihrem Denkmalverständnis widersprüchlich: Geschichtlichkeit und Denkmalgerechtigkeit wurden zwar angemahnt und das "neue Zeitfenster" auf 1895, das zwölf Jahre zuvor ohne breite Diskussion angelegt worden war, nicht in Frage gestellt, doch wurde der im besten Sinne historischen, da aus einer abgeschlossenen Epoche stammenden Zeitschicht der vorhandenen Gestaltung von 1976/84 ihre Denkmalrelevanz abgesprochen. Und dies, obwohl der Platz als konstituierender Bestandteil des denkmalgeschützten Ensembles Gendarmenmarkt gilt und in der Denkmaldatenbank des Landes Berlin die landschaftsarchitektonische Neugestaltung von 1984 ebenso wie das von Mächtig stammende Teilstück aufgeführt ist.[32]

Die Senatsseite und das zuständige Landschaftsarchitektur-Büro haben stets betont, dass das Projekt ergebnisoffen sei. Die Konzentration auf die Kritik an den Kugelahorn-Karrees und am Platzniveau, verbunden mit Hinweisen darauf, dass die Wurzelräume der Bäume keine Absenkung zuließen und dass man sie auch nicht schneiden könne, ließ jedoch wenig Offenheit für eine integrierte Lösung zu. Obwohl behauptet wurde: "Es wird keinen Kahlschlag geben", zeigten alle drei "Strategien" des Landschaftsarchitektur-Büros eine Zukunft ohne die Kugelahorne. Die im zweiten Planungsjournal im März 2010 veröffentlichten "Zehn Grundsätze zur Gestaltung und Nutzung des Gendarmenmarktes" legten dann auch – ohne es direkt zu benennen, jedoch für alle Lesenden nachvollziehbar – fest, dass die rekonstruierte wilhelminische Südostecke unverändert beizubehalten, die Platzkanten mit den 38 "Gilly-Laternen" zu schleifen und die 140 Kugelahornbäume zu roden und durch Solitäre zu ersetzen seien.[33]

Weiterhin wurde Schinkel bemüht, um eine Vision von städtischen Grünräumen zu kreieren, die authentisch sein sollte. Dabei bedeutet städtisches Grün nach Karl Friedrich Schinkel weder, den lockeren "Landschaftsgarten" in der Stadt anzulegen, wie es die in der Planungszeitung verwendete Zeichnung "Schloßbrücke mit Blick auf Museum, Dom und Schloß" von 1823 suggerieren sollte, noch und schon gar nicht, einen bürgerlichen Schmuckplatz zu rekonstruieren, sondern eine durch Bauten, Plätze und Vegetationselemente wohl gegliederte und vor allem klare stadträumliche Ordnung herzustellen. Dies hatte Schinkel in einer anderen Zeichnung, dem "Entwurf zur Neuen Wache im Rundbogenstil" von 1816 mit ihren regelmäßigen Baumpflanzungen, verdeutlicht. Das 1819 in sieben Baumreihen angelegte und heute noch bestehende Kastanienwäldchen an der Neuen Wache zeugt von dieser Gestaltungsidee, die 1968/69 nach einem Entwurf von Rolf Rühle erneuert wurde.[34] Diese Haltung ist auch hervorragend formuliert in den Erläuterungen Schinkels zum Berliner Lustgarten, der mit einer regelmäßigen Lindenpflanzung umgeben war. Hierin heißt es: "Die Gartenanlage ist so gestaltet, daß überall die Kommunikationen sowohl auf Fußwegen als auch auf gepflasterten Fahrstraßen ohne Umwege stattfinden können." Und: "Bei möglichster Regelmäßigkeit der Anlage ist auch dahin gesehen worden, daß dieselbe viel Mannigfaltigkeit in den verschiedenen Ansichten darbietet; durch Lücken in den gepflanzten Linien, welche Durchsichten auf einzelne Gegenstände gestatten, und durch gesonderte Baumgruppen ist dieser Zweck erreicht."[35]

Die Umbaupläne des Senats für den Gendarmenmarkt wurden, abgesehen von den technisch lösbaren Mängeln wie dem Einbau von Rampen oder notwendigen Baumschnittmaßnahmen, in weiten Kreisen der Öffentlichkeit nicht geteilt. Während des Sommers 2010 sammelten Mitglieder des Vereins der "Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes" 23.000 Unterschriften für den Erhalt und die behutsame Instandsetzung des Platzes in seiner derzeitigen Gestalt. Damit wurde ein klares öffentliches Interesse an der bestehenden Gestaltungskonzeption formuliert und der von der Senatsbaudirektion behauptete "Konsens" über die von ihr formulierten "Zehn Grundsätze" deutlich in Frage gestellt. Foren der Auseinandersetzung waren ein gemeinsames Sit-in des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit der Initiative der "Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes" unter den Kugelahornen und weitere kleinere Protestveranstaltungen sowie mehr oder weniger öffentliche Sitzungen der Verwaltung, bei denen Kritik und Protest vorgetragen wurde. Auch die Befürworter der Umgestaltung ließen nicht locker: Mit Unterstützung der drei am Platz predigenden Pfarrer, die ihre Kirche nach den Pferdeställen und Marktbuden der Vergangenheit nun auch vom "sozialistischen" Ahornbestand freigestellt wissen wollten, trat Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im August 2010 bei einem Gottesdienst in der Französischen Kirche auf und sprach über den Begriff der Schönheit in der Stadtplanung.

Als Reaktion auf den großen öffentlichen Widerspruch wurde schließlich im Januar 2011 eine vierte Bürgerversammlung einberufen, die mit nahezu 1.000 Teilnehmenden im vollbesetzten Großen Saal des Schauspielhauses stattfand. Die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger votierten mit überwältigender Mehrheit zugunsten eines Teilerhalts der vorhandenen Gestaltung, was den vorläufigen Abschluss der Auseinandersetzung darstellte.[36] So vollzog sich am Gendarmenmarkt ein Denkmalschutz auf höchst demokratische Art.[37]


Fußnoten

23.
Vgl. Heinz Wiegand, Vom Glienicker Park bis zum Gendarmenmarkt. Gartendenkmalpflege, in: Garten + Landschaft 110 (2000) 9, S. 32–34, hier 34. Ähnlich kritisch über die Hinzufügung des "verniedlichenden Flickens" äußerte sich Philipp Meuser, Neue Gartenkunst in Berlin, Berlin 2002, S. 27.
24.
Einen Überblick gibt der Gartenbaudirektor und stellv. Landeskonservator Klaus von Krosigk, Gartendenkmalpflege – Teil der Berliner Denkmallandschaft. Entstehung, Aufgabenbeschreibung und Perspektive, in: ders., Gartenkunst Berlin. 20 Jahre Gartendenkmalpflege in der Metropole, Berlin 1999, S. 12–16.
25.
Wiegand (Anm. 23), S. 34.
26.
Vgl. zu dem Problem: Erika Schmidt, Zum Erhaltungsauftrag der Gartendenkmalpflege, in: Géza Hajós/Joachim Wolschke-Bulmahn (Hg.), Rekonstruktion und Gartendenkmalpflege. Berichte zu Forschung und Praxis der Denkmalpflege in Deutschland 15 (2008) S. 31–36, Michael Braum/Ursula Baus (Hg.), Rekonstruktion in Deutschland. Positionen zu einem umstrittenen Thema. Basel 2009; Gabi Dolff-Bonekämper u.a. (Hg.), Denkmalpflege statt Attrappenkult. Gegen die Rekonstruktion von Baudenkmälern – eine Anthologie, Basel u.a. 2010; Geza Hajós/Joachim Wolschke-Bulmahn (Hg.), Gartendenkmalpflege zwischen Konservieren und Rekonstruieren, München 2010.
27.
Auf ein ähnliches Beispiel verweist Clemens Alexander Wimmer, Der Platz der Einheit in Potsdam. Neugestaltung als Selbstzweck, in: Eric de Jong u.a., Der Garten – ein Ort des Wandels. Perspektiven für die Denkmalpflege, Zürich 2006, S. 229–238.
28.
Vgl. die Veranstaltungsberichte: www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/gendarmenmarkt/de/veranstaltungen.shtml [16.10.2012].
29.
Vgl. Senatsverwaltung (Anm. 14).
30.
Vgl. www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/gendarmenmarkt/de/geschichte/index.shtml [16.10.2012]. Das Folgende ebd. – Die Notwendigkeit einer kompletten Platz-Neugestaltung wurde mit weiteren Argumenten gegen die Ahorn-Karrees und die Stufen begründet, die hier nicht im Detail ausgeführt werden können.
31.
Vgl. z.B. die Stellungnahme des Vereins der Freunde und Förderer des Gendarmenmarktes, Mai 2010, www.gendarmenmarkt.org/Gendarmenmarkt/Aktuelles.html [16.10.2012], sowie das Plädoyer von Joerg Coqui/Axel Zutz, Gendarmenmarkt 2010. Für ein historisches Bewusstsein bis in die Neuzeit, eine dem Ort angemessene und wirtschaftlich nachhaltige Planung, Berlin 14.4.2010.
32.
Vgl. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009065014 [16.10.2012]. Der Eintrag in der Berliner Denkmalliste v. 4.7.2012 unter Nr. 09065014 lautet: "Stadtplatz, seit 1688, 1894 von Hermann Mächtig, seit 1936 Umgestaltungen". Während die 1992 rekonstruierten Mächtigschen Gartenanlagen auf dem Pariser Platz als Gartendenkmal eingetragen sind, ist es das Teilstück auf dem Gendarmenmarkt nicht. Zur Berliner Gartendenkmalinventarisation, ihrer Herausbildung und ihren Kriterien vgl. Gabriele Schulz, Gartendenkmalinventarisation in Berlin, in: Krosigk (Anm. 24), S. 20–24.
33.
Vgl. Senatsverwaltung, Zukunft (Anm. 16), S. 2.
34.
Vgl. dazu den Denkmaleintrag zur Neuen Wache unter Nr. 09095950, www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?DOK_TPL=lda_doc.tpl;KEY=obj%2009095950 [16.10.2012]. Vgl. weiterhin: Klaus-Dietrich Gandert, Beständigkeit und Wandel eines Freiraumes am Beispiel des Berliner "Kastanienwäldchens", in: Uwe Schneider/Joachim Wolschke-Bulmahn (Hg.), Gegen den Strom. Gert Gröning zum 60. Geburtstag, Hannover 2004, S. 137–157.
35.
Vgl. Karl Friedrich Schinkel 1781–1841. Katalog zur Ausstellung im Alten Museum, Hg. Staatliche Museen zu Berlin Hauptstadt der DDR, Berlin 1981, S. 79. Darin auch die beiden Abbildungen (I, 081 u. I, 032).
36.
Es konnte nur für den Erhalt des nördlichen Platzdrittels mit dem Französischen Turm votiert werden. Vgl. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Variantenabstimmung zur Bepflanzung des Gendarmenmarktes, www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/gendarmenmarkt/de/abstimmung/index.shtml [16.10.2012].
37.
Ein denkmalpflegerisches Gutachten lag bis zu diesem Zeitpunkt nicht vor. Zur Grundlage von Unterschutzstellungen vgl. Schulz (Anm. 32.), weiterhin: Sylvia Butenschön, Deutung und Bedeutung historischer Parks. Wie wird ein Park zum Gartendenkmal?, in: Stadt + Grün 58 (2009) 3, S. 18–21.

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