30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

2.11.2019

Die Mauer. Sie steht wieder!

Ausstellung: 30 Bildmontagen von Alexander Kupsch

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb vom 9. bis 30. November 2019 mit einer Ausstellung im Lichthof Ost der Berliner Humboldt-Universität an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Die Bildmontage zeigt die frühere Mauersituation hinter dem Reichstagsgebäude in der heutigen Stadtansicht. Im Vordergrund ist ein zu einer Stretch-Limousine umgebauter Trabbi zu sehen.Die Bildmontage zeigt die frühere Mauersituation hinter dem Reichstagsgebäude in der heutigen Stadtansicht. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)

Gezeigt werden 30 Bildmontagen, die aus historischen Aufnahmen der Berliner Mauer der Polizeihistorischen Sammlung Berlin und aus aktuellen Fotos derselben Orte collagiert wurden. Dazu hat sich der Berliner Fotograf und Designer Alexander Kupsch auf eine Spurensuche entlang des Verlaufs der ehemaligen innerstädtischen Grenze begeben, um genau diese Orte zu identifizieren und aus derselben Perspektive neu aufzunehmen.



Durch fotografische Überblendungen überträgt Alexander Kupsch den Blick aus der Vergangenheit in die Berliner Gegenwart. Wo heute der Verkehr fließt, Neubauten stehen und sich Passanten von Ost nach West bewegen, versperren plötzlich wieder Beton, Stacheldraht und Panzersperren den Weg: Die Mauer – sie steht wieder.

"Die Mauer. Sie steht wieder!" Bildmontage der Swinemünderstraße heute mit damaligem Mauerverlauf. Ein Vespafahrer biegt gerade in die Straße ein, kurz vor ihm ist die Mauer in das Bild montiert."Die Mauer. Sie steht wieder!" (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)
Die Bildmontagen zeigen auf diese Weise, wie der Mauerbau ab 1961 die Stadt verändert hat. Die Berliner mussten damals hilflos dem streng bewachten Baugeschehen zusehen. Alexander Kupsch ist der Frage nachgegangen, was es für das Leben und den Alltag bedeutet würde, wenn die Mauer plötzlich wieder da wäre. Er konfrontiert die die Ausstellungsbesucher mit der Mauer, die scheinbar wieder existiert. Die Ausstellung regt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte an – in einer Zeit, wo an anderen Orten dieser Welt das Thema Mauerbau wieder auf der Tagesordnung steht.

Die Ausstellung wird vom 9. bis 30. November 2019 im Lichthof Ost der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6 in Berlin-Mitte gezeigt. Sie ist Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 21.00 Uhr und Samstag von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Vom 1. bis 10. November findet übrigens an die Berliner Science Week statt. Hier gibt es das volle Programm.

Und hier finden alle Interessierten die Veranstaltungsübersicht der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Bildmontage zeigt Arbeiten an der Berliner Mauer und versetzt diese Situation in die heutige Ansicht des Ortes.Die Bildmontage zeigt Arbeiten an der Berliner Mauer und versetzt diese Situation in die heutige Ansicht des Ortes. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)
Die Bildmontage zeigt den früheren Grenzübergang Invalidenstraße. An diesem Ort herrscht heute reger Autoverkehr und die Tram verbindet den Ortsteil Mitte mit Tiergarten.Die Bildmontage zeigt den früheren Grenzübergang Invalidenstraße. An diesem Ort herrscht heute reger Autoverkehr und die Tram verbindet den Ortsteil Mitte mit Tiergarten. (© Polizeihistorische Sammlung Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)


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