2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt den Breitscheidplatz/Ecke Rankestraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortteil Charlottenburg:
Der Schmuckplatz in Charlottenburg hieß seit 1889 zunächst Gutenbergplatz und wurde 1892 nach der deutschen Kaiserin in Auguste-Viktoria-Platz umbenannt. Das markanteste Gebäude des Platzes war die 1891–1895 im Stil der Neoromanik errichtete Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, mit der an Wilhelm I. erinnert werden sollte. Gegenüber der Kirche wurden ein weiteres Gebäude im neoromanischen Stil der Gedächtniskirche gebaut. Das so genannte Romanische Haus erlangte Berühmtheit, weil sich dort seit 1916 das „Romanische Café“ befand, in dem sich Intellektuelle und Literaten trafen. 

Während des Zweiten Weltkrieges wurden nicht nur die Kirche, sondern auch die benachbarten Gebäude stark zerstört. Die Turmruine sollte zunächst abgetragen werden, wurde aber nach Bürgerprotesten erhalten und erinnert seither an den Krieg. Das Erscheinungsbild des Platzes, der 1947 nach dem von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Sozialdemokraten Rudolf Breitscheid benannt worden war, wurde bei der Wiederbebauung nach den Vorstellungen der 1950er Jahre gestaltet. 1961 wurde neben der Turmruine der Neubau der Gedächtniskirche eingeweiht, der durch den Architekten Egon Eiermann und den Glaskünstler Gabriel Loire gestaltet wurde. Das Ensemble aus Kirchenruine und Kirchenneubau avancierte zum Wahrzeichen West-Berlins.

Im Zuge der Neubebauung wurde auch die Straßenführung verändert. Die Integration des Autoverkehrs in die Stadt dominierte das städtebauliche Konzept. Zwischen der Gedächtniskirche und dem 1965 errichteten Europa-Center verlief eine Hauptverkehrsverbindung, genannt die Schnalle. Darüber und über einen Tunnel fuhren die Autos ohne Kreuzung in die Budapester Straße.
Der Breitscheidplatz war ein zentraler Platz West-Berlins und gilt als westliches Gegenstück zum Alexanderplatz. Das Europacenter steht am Ort des Romanischen Cafés. 
An der Westseite wurde der Platz von 1960 bis 2009 durch des frühere Schimmelpfeng-Haus, das quer über die Kantstraße errichtet worden war, begrenzt. Heute steht hier das so genannte Zoofenster mit dem Hotel Waldorf Astoria, das eine neue Höhendominante am Breitscheidplatz bildet.
Im Dezember 2016 erlangte der Platz traurige Berühmtheit durch einen Terroranschlag auf den dortigen Weihnachtsmarkt.

Breitscheidplatz/Ecke Rankestraße, Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf, Ortsteil Charlottenburg:

Der Schmuckplatz in Charlottenburg hieß seit 1889 zunächst Gutenbergplatz und wurde 1892 nach der deutschen Kaiserin in Auguste-Viktoria-Platz umbenannt. Das markanteste Gebäude des Platzes war die 1891–1895 im Stil der Neoromanik errichtete Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, mit der an Wilhelm I. erinnert werden sollte. Gegenüber der Kirche wurden ein weiteres Gebäude im neoromanischen Stil der Gedächtniskirche gebaut. Das so genannte Romanische Haus erlangte Berühmtheit, weil sich dort seit 1916 das „Romanische Café“ befand, in dem sich Intellektuelle und Literaten trafen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden nicht nur die Kirche, sondern auch die benachbarten Gebäude stark zerstört. Die Turmruine sollte zunächst abgetragen werden, wurde aber nach Bürgerprotesten erhalten und erinnert seither an den Krieg. Das Erscheinungsbild des Platzes, der 1947 nach dem von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Sozialdemokraten Rudolf Breitscheid benannt worden war, wurde bei der Wiederbebauung nach den Vorstellungen der 1950er Jahre gestaltet. 1961 wurde neben der Turmruine der Neubau der Gedächtniskirche eingeweiht, der durch den Architekten Egon Eiermann und den Glaskünstler Gabriel Loire gestaltet wurde. Das Ensemble aus Kirchenruine und Kirchenneubau avancierte zum Wahrzeichen West-Berlins.

Im Zuge der Neubebauung wurde auch die Straßenführung verändert. Die Integration des Autoverkehrs in die Stadt dominierte das städtebauliche Konzept. Zwischen der Gedächtniskirche und dem 1965 errichteten Europa-Center verlief eine Hauptverkehrsverbindung, genannt die Schnalle. Darüber und über einen Tunnel fuhren die Autos ohne Kreuzung in die Budapester Straße. Der Breitscheidplatz war ein zentraler Platz West-Berlins und gilt als westliches Gegenstück zum Alexanderplatz. Das Europacenter steht am Ort des Romanischen Cafés. An der Westseite wurde der Platz von 1960 bis 2009 durch des frühere Schimmelpfeng-Haus, das quer über die Kantstraße errichtet worden war, begrenzt. Heute steht hier das so genannte Zoofenster mit dem Hotel Waldorf Astoria, das eine neue Höhendominante am Breitscheidplatz bildet. Im Dezember 2016 erlangte der Platz traurige Berühmtheit durch einen Terroranschlag auf den dortigen Weihnachtsmarkt. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)