2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Kreuzung Kurfürstenstraße/Ecke Nürnberger Straße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Schöneberg:
Die Kurfürstenstraße trägt ihren Namen seit 1863 nach dem Titel der Kurfürsten von Brandenburg, die zu den sieben bis zehn Fürsten gehörten, die den deutschen König beziehungsweise römischen Kaiser wählten.
In der Nürnberger Straße stand von 1913 bis 1945 der Tauentzienpalast. Darin befand sich ein großes Kino mit Großraum-Café. Es war eines der wichtigsten Premierenkinos der UFA. Das Haus verfügte über 995 Plätze. Hier grenzte der Femina-Palast an, der von 1928–1931 errichtet wurde. Der noch erhaltene Gebäudekomplex hat vier Etagen, ist 150 Meter lang und wurde als Bürogebäude mit Läden im Erdgeschoss konzipiert. Der integrierte Ballsaal war einer der beliebtesten Tanzsäle der 1930er Jahre. Das Gebäude vereinte Art déco und Bauhausstil. An der Kreuzung Budapester Straße/Kurfürstenstraße/Nürnberger Straße stand gegenüber dem Zoo-Aquarium das Eden-Hotel. Hier trafen sich bekannte Schriftsteller, Künstler und Schauspieler. 
Am 15. Januar 1919 wurden die illegal verhafteten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in das Hotel verschleppt und dort verhört. Hier fiel die Entscheidung, die beiden zu ermorden.
Im Zweiten Weltkrieg gab es in der Gegend starke Schäden durch Bombardierungen. Dennoch blieben der Femina-Palast und fast alle ihm gegenüberliegenden Gründerzeitbauten stehen. Das südliche Ende der Nürnberger Straße wurde vollständig zerstört. 
In den 1950er und 1960er Jahren existierte hier mit der Badewanne der bekannteste Jazz-Club Berlins. Die berühmte West-Berliner Diskothek Dschungel, die auch als Stammlokal von David Bowie galt, befand sich von 1978 bis 1993 im Gebäude des Femina-Palastes. Bis 1996 saß in den Büroetagen die Berliner Finanzverwaltung mit der Landeshauptkasse Berlin. Heute befindet sich hier das Ellington Hotel.

Kurfürstenstraße/Ecke Nürnberger Straße, Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Schöneberg:

Die Kurfürstenstraße trägt ihren Namen seit 1863 nach dem Titel der Kurfürsten von Brandenburg, die zu den sieben bis zehn Fürsten gehörten, die den deutschen König beziehungsweise römischen Kaiser wählten. In der Nürnberger Straße stand von 1913 bis 1945 der Tauentzienpalast. Darin befand sich ein großes Kino mit Großraum-Café. Es war eines der wichtigsten Premierenkinos der UFA. Das Haus verfügte über 995 Plätze. Hier grenzte der Femina-Palast an, der von 1928–1931 errichtet wurde. Der noch erhaltene Gebäudekomplex hat vier Etagen, ist 150 Meter lang und wurde als Bürogebäude mit Läden im Erdgeschoss konzipiert. Der integrierte Ballsaal war einer der beliebtesten Tanzsäle der 1930er Jahre. Das Gebäude vereinte Art déco und Bauhausstil. An der Kreuzung Budapester Straße/Kurfürstenstraße/Nürnberger Straße stand gegenüber dem Zoo-Aquarium das Eden-Hotel. Hier trafen sich bekannte Schriftsteller, Künstler und Schauspieler.

Am 15. Januar 1919 wurden die illegal verhafteten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in das Hotel verschleppt und dort verhört. Hier fiel die Entscheidung, die beiden zu ermorden.

Im Zweiten Weltkrieg gab es in der Gegend starke Schäden durch Bombardierungen. Dennoch blieben der Femina-Palast und fast alle ihm gegenüberliegenden Gründerzeitbauten stehen. Das südliche Ende der Nürnberger Straße wurde vollständig zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren existierte hier mit der Badewanne der bekannteste Jazz-Club Berlins. Die berühmte West-Berliner Diskothek Dschungel, die auch als Stammlokal von David Bowie galt, befand sich von 1978 bis 1993 im Gebäude des Femina-Palastes. Bis 1996 saß in den Büroetagen die Berliner Finanzverwaltung mit der Landeshauptkasse Berlin. Heute befindet sich hier das Ellington Hotel. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage.)