2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Kirchstraße an der Moabiter Brücke (auch Bärenbrücke genannt) im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten (Moabit).
Der Berliner Ortsteil Moabit wird von der Spree, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, dem Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal umschlossen. 25 Straßen-, Bahn- und Fußgängerbrücken verbinden die künstliche Insel Moabit mit der sie umgebenden Stadt. 
Aus Moabit sind von 1941 bis 1945 mehr als 1900 Juden deportiert worden. Die meisten wurden in Auschwitz und Theresienstadt ermordet. Schätzungen zufolge konnten etwa genauso viele Juden ins Ausland fliehen.

Durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden rund zwei Drittel der Gebäude Moabits zerstört. Auf einen kompletten Wiederaufbau wurde zugunsten einer offeneren Bebauung verzichtet.

Die Kirchstraße wurde im 18. Jahrhundert angelegt und später nach der Johanniskirche benannt, auf die sie heute vom S-Bahnhof Bellevue aus zuführt. Die Johanniskirche wurde von 1832 bis 1834 von Karl Friedrich Schinkel erbaut und von 1854 bis 1856 von August Stüler erweitert. Sie ist die älteste Kirche Moabits. Heute sind in der Kirchstraße Teile des Amtsgerichts Tiergarten und das Berliner Verwaltungsgericht ansässig.

Die heutige Moabiter Brücke wurde von 1893 bis 1894 vom Ingenieur Karl Bernhard und dem Architekten Otto Stahn als Steinbrücke über die Spree gebaut. Sie verbindet das Hansaviertel mit Moabit. Bis zum Zweiten Weltkrieg zierten vier bronzene Bärenskulpturen der Künstler Karl Begas, Johannes Boese, Johannes Götz und Carl Piper die Brücke, weshalb sie auch Bärenbrücke genannt wurde. Während des Zeiten Weltkrieges wurden die Bären eingeschmolzen.

Durch eine Sprengung 1945 wurde der südliche Teil der Brücke bis auf einen kleinen Teil des Gehwegs vollkommen zerstört. 1946 wurde über dem zerstörten Teil eine Notbrücke gebaut, die eine Trümmerbahnstrecke für die Abräumarbeiten der Häuserruinen möglich machte. Durch die Reparatur des Brückengewölbes mit Ziegelsteinen von 1948 bis 1950 sowie fortlaufende Restaurierungen wurde das historische Erscheinungsbild der Moabiter Brücke wiederhergestellt. Seit 1981 gibt es wieder eine Bärengruppe von Günter Anlauf an der Brücke.

Kirchstraße mit der Moabiter Brücke (auch Bärenbrücke), Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten (Moabit):

Der Berliner Ortsteil Moabit wird von der Spree, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, dem Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal umschlossen. 25 Straßen-, Bahn- und Fußgängerbrücken verbinden die künstliche Insel Moabit mit der sie umgebenden Stadt. Aus Moabit sind von 1941 bis 1945 mehr als 1900 Juden deportiert worden. Die meisten wurden in Auschwitz und Theresienstadt ermordet. Schätzungen zufolge konnten etwa genauso viele Juden ins Ausland fliehen.

Durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden rund zwei Drittel der Gebäude Moabits zerstört. Auf einen kompletten Wiederaufbau wurde zugunsten einer offeneren Bebauung verzichtet. Die Kirchstraße wurde im 18. Jahrhundert angelegt und später nach der Johanniskirche benannt, auf die sie heute vom S-Bahnhof Bellevue aus zuführt. Die Johanniskirche wurde von 1832 bis 1834 von Karl Friedrich Schinkel erbaut und von 1854 bis 1856 von August Stüler erweitert. Sie ist die älteste Kirche Moabits. Heute sind in der Kirchstraße Teile des Amtsgerichts Tiergarten und das Berliner Verwaltungsgericht ansässig.

Die heutige Moabiter Brücke wurde von 1893 bis 1894 vom Ingenieur Karl Bernhard und dem Architekten Otto Stahn als Steinbrücke über die Spree gebaut. Sie verbindet das Hansaviertel mit Moabit. Bis zum Zweiten Weltkrieg zierten vier bronzene Bärenskulpturen der Künstler Karl Begas, Johannes Boese, Johannes Götz und Carl Piper die Brücke, weshalb sie auch Bärenbrücke genannt wurde. Während des Zeiten Weltkrieges wurden die Bären eingeschmolzen.

Durch eine Sprengung 1945 wurde der südliche Teil der Brücke bis auf einen kleinen Teil des Gehwegs vollkommen zerstört. 1946 wurde über dem zerstörten Teil eine Notbrücke gebaut, die eine Trümmerbahnstrecke für die Abräumarbeiten der Häuserruinen möglich machte. Durch die Reparatur des Brückengewölbes mit Ziegelsteinen von 1948 bis 1950 sowie fortlaufende Restaurierungen wurde das historische Erscheinungsbild der Moabiter Brücke wiederhergestellt. Seit 1981 gibt es wieder eine Bärengruppe von Günter Anlauf an der Brücke. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)




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