Beleuchteter Reichstag

15.12.2020 | Von:
Sharon Adler

Vita von Esther Jonas-Märtin

Esther Jonas-Märtin wurde 1974 in Leipzig geboren, studierte Germanistik, Jüdische Studien, Moderne Geschichte und Religionswissenschaften in Leipzig und Potsdam. In ihrer Magisterarbeit widmete sie sich der Thematik "Israel" im Werk der jiddischen Lyrikerin Malka Li. Nach ihrem Abschluss zur Magistra Artium im Jahr 2006 arbeitete Jonas-Märtin als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem interreligiös angelegten DFG-Projekt zum Themenbereich "Jüdische Frauen in Deutschland nach 1945 zwischen Religion und Politik". Dies bewog sie zu ihrer Entscheidung für das Rabbinat im Sinne eines egalitären Judentums.

Das Foto zeigt Rabbinerin Esther Jonas-Märtin in Leipzig im Jahr 2020.Rabbinerin Esther Jonas-Märtin in Leipzig, 2020.

Esther Jonas-Märtin wurde 1974 in Leipzig geboren, studierte Germanistik, Jüdische Studien, Moderne Geschichte und Religionswissenschaften in Leipzig und Potsdam. In ihrer Magisterarbeit widmete sie sich der Thematik "Israel" im Werk der jiddischen Lyrikerin Malka Li. Nach ihrem Abschluss zur Magistra Artium im Jahr 2006 arbeitete Jonas-Märtin als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem interreligiös angelegten DFG-Projekt zum Themenbereich "Jüdische Frauen in Deutschland nach 1945 zwischen Religion und Politik". Dies bewog sie zu ihrer Entscheidung für das Rabbinat im Sinne eines egalitären Judentums.

Ihr Weg führte sie 2011 zunächst an das Hebrew Union College, Jerusalem. Nach einem Jahr wechselte sie in das Programm der Ziegler School of Rabbinic Studies, wo sie 2017 mit ihrer Master Thesis: "Beyond Cain and Abel – The Individual Self and the Challenges of Community" den Master of Arts in Rabbinic Studies erwarb und ihre Smicha (Ordination) erhielt. Esther Jonas-Märtin lebt und arbeitet heute wieder in Leipzig, wo sie als Rabbinerin und als Mitinitiatorin des jüdischen Lehrhauses von Beth Etz Chaim zur Vermittlung jüdischen Wissens und jüdischer Werte einerseits in aktives jüdisches Leben einlädt und andererseits für Pluralismus sowie für die friedliche Koexistenz der Religionen und Weltanschauungen eintritt. Außerdem ist sie Doktorandin an der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Dresden. Seit 1996 lehrt sie zu einer Vielzahl von Themenfeldern der Jüdischen Geschichte, Gender und Judentum. 2015 wurde sie mit dem Yechiel Goldhaar Memorial Prize for Excellence in the Study of Hebrew Literature ausgezeichnet.

Diverse Veröffentlichungen, darunter "Anna Seghers: Suche nach der eigenen Identität?" (mit Lothar Mertens). "The Shtetl in New York: The Poet Malka Lee”, London 2010. "Jüdische Frauen, Organisationen und Bewegungen in Deutschland nach 1945". „Über Paläste in der Zeit – oder wie Zeit heilig wird“ (im Druck). Im Januar 2021 ist ein Beitrag von Esther Jonas-Märtin im Buch "Reginas Erbinnen. Rabbinerinnen in Deutschland"erschienen.Es wird herausgegeben von Yael Deusel/Rocco Thiede, im Hentrich & Hentrich Verlag, Leipzig.


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