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Beleuchteter Reichstag

7.7.2021

NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Doppelband der bpb-Redaktion Deutschland Archiv, erschienen im Sommer 2021. Mit Video der Online-Buchpremiere.

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

Die Cover der beiden Bände von "(Ost)Deutschlands Weg" I (1989 bis 2020) und II (Gegenwart und Zukunft), seit 1. Juli 2021 erhältlich im www.bpb.de/shop unter den Bestellnummern 19676 I+iiDie Cover der beiden Bände von "(Ost)Deutschlands Weg" I (1989 bis 2020) und II (Gegenwart und Zukunft), seit 1. Juli 2021 erhältlich im www.bpb.de/shop unter den Bestellnummern 19676 I+ii.

Der Doppelband „(Ost)Deutschlands Weg 1989 bis 2021 – 80 Studien und Essays zur Lage des Landes“ wird herausgegeben vom Berliner Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, dem Projekteiter der Robert-Havemann-Gesellschaft, Frank Ebert, und dem Journalist Holger Kulick aus der Redaktion Deutschland Archiv der bpb, und ist ab jetzt für 7 Euro im Shop der bpb erhältlich. Der Inhalt:

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Deutschland, wie es sich viele DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger 1989/90 erträumten, haben sich mehr Gräben und Hürden aufgetan, als vorab vermutet. Tiefschürfend analysiert sind sie noch nicht. 90 fachkundige Autoren und Autorinnen nehmen eine Bestandsaufnahme des Transformationsprozesses Deutschlands vor, insbesondere jenes Prozesses im Osten der Bundesrepublik, und geben zugleich einen Überblick über den Stand der Deutschlandforschung. Beleuchtet werden zahlreiche Einzelfelder, zum Beispiel Wirtschaft, Politik, Soziales, Kultur, Bildung, Medien. Wohnen, Arbeit, Sport, Religion, Medizin, Landwirtschaft, Umwelt, Aufarbeitung und anderes mehr. Auch Populismus, Demokratieskepsis, Generationenkonflikte und DDR-Idyllisierung sind Themen.

Leiter des Kolloquiums, an dem etwa 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie 30 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen teilnahmen, war der Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk.Leiter des nichtöffentlichen Gesprächskreises, an dem etwa 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie 30 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen teilnahmen, war der Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk. (© bpb)
Ausgangspunkt war ein Kolloquium in der bpb Anfang März 2020 kurz vor den ersten Corona-Lockdowns, mit über 70 fachkundigen Teilnehmenden.

Für beide Bücher wurde bewusst der Titel des Kolloquiums "(Ost)Deutschlands Weg" belassen und das Ost in Klammern gesetzt. Mit gezieltem Hintersinn: Denn eigentlich müsste der Zusatz "Ost" im vereinigten Deutschland nach über 30 Jahren überflüssig geworden sein, ist er aber nicht, ja ist mitunter sogar zu einem neuen Identitätsbegriff geworden.

Was gelang? Was misslang? Was bleibt zu tun?

Die Grundfrage des Doppelbands lautet: Was ist nach über 30 Jahren mühseligen Zusammenwachsens erreicht, was ist gescheitert, was bleibt dringend anzupacken? Welche gesellschaftspolitischen Entwicklungen bereiten seit 1990 Grund zur Sorge? Wie verhält es sich mit den neuen Ost-Identitäten, tief verwurzeltem Rassismus, anhaltender Landflucht, Demokratiezweifel, dem Gefühl struktureller Benachteiligung oder der Anfälligkeit für Verschwörungstheorien? Und welche neuen Herausforderungen sind durch Corona hinzugekommen?

An der Suche nach Ursachen und Lösungen beteiligen sich nicht nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Publizisten und Publizistinnen wie Philipp Ther, Naika Foroutan, Steffen Mau, Raj Kollmorgen, Andreas Zick, Hendrik Berth, Saskia Handro, Christian Bangel, Katja Salomo, Alexander Thumfart, Markus Böick, Esther Dischereit und viele andere; Denkanstöße formulieren auch prominente Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Einheitsprozesses, darunter Marianne Birthler, Eva und Jens Reich, Gerd Poppe, Wolfgang Thierse und der letzte Vorsitzende des Ministerrats der DDR 1989/90, Hans Modrow.

Eine Zeitreise durch die deutsche Transformationsgeschichte

Mauerbresche Ende November 1989 nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin.Mauerbresche Ende November 1989 nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin. (© Holger Kulick)

Rund 140 ganzseitige Fotos des Archivs der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. führen in jedes Thema ein und machen diesen insgesamt 1.350 Seiten umfassenden Doppelband auch zu einem visuellen Geschichtsbuch durch die vergangenen drei Jahrzehnte im Osten Deutschlands. Beide Bände sind eine Sonderpublikation der Redaktion Deutschland Archiv der bpb in Zusammenarbeit mit der www.havemann-gesellschaft.de und dem Historiker Dr. Ilko-Sascha-Kowalczuk.

Hier als PDF PDF-Icon eine Übersicht über alle 80 Beiträge und AutorInnen beider Bände.

Zur Nachbetrachtung: Video der Buchpremiere

Zur Drucklegung am 28. Mai 2021 diskutierten im Livestream 15 der beteiligten Autorinnen und Autoren des Buches gemeinsam die Frage: „Wie lange sprechen wir eigentlich noch von „Ostdeutschland“? Nachschaubar auf: www.youtube.com/watch?v=bxX5iPatP1A sowie auf www.leipziger-buchmesse.de/ll/buchmesse/49126.

Bei der virtuellen Buchpremiere am 28.5.2021 mit 15 der beteiligten Autor*nnen, 90 Minuten zur Nachlektüre auf:  https://www.youtube.com/watch?v=bxX5iPatP1ABei der virtuellen Buchpremiere am 28.5.2021 mit 15 der beteiligten Autor*nnen, 90 Minuten zur Nachlektüre auf: https://www.youtube.com/watch?v=bxX5iPatP1A
Es nahmen teil: Prof. Steffen Mau (Soziologe, Berlin), Thomas Krüger (Präsident bpb), Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk (Historiker, Berlin), Frank Ebert (Havemann-Gesellschaft, Berlin), Prof. Andreas Zick (Sozialpsychologe, Bielefeld), Prof. Sabine Schleiermacher (Medizinhistorikerin, Charité), Daniel Kubiak (Soziologe, Berlin), Dr. Konrad Sziedat (Historiker, München), Prof. Rainer Eckert (Historiker, Leipzig), Prof. Susan Arndt (Kulturwissenschaftlerin, Bayreuth), Dr. Mandy Tröger (Medienforscherin, München), Dr, Jutta Braun (Sporthistorikerin, Berlin), Almuth Berger (ehem. Ausländerbeauftragte), Krisztina Slachta (Historikerin, Budapest) u.a.m..
Deponie in der Nähe der Bitterfelder Chemie A.G. im Februar 1992.Deponie in der Nähe der Bitterfelder Chemie A.G. im Februar 1992. (© AP)

Vorabtexte aus den beiden Büchern:

- Michael Zschiesche: Verpasste Chancen in der Umweltpolitik

- Ossi? Wessi? Gehts noch? Drei Betrachtungen von Antonie Rietzschel, Christian Bangel und Johannes Nichelmann.

- Philipp Ther: Der Preis der Einheit

- Bettina Tüffers: "Eine Schule der Demokratie"

- Jens Reich: "Revolution ohne historischen Träger"

- Steffen Mau: "Ostdeutsche Frakturen für immer?"

- Sabine Rennefanz / Steffen Mau: Ein Laboratorium der Demokratie

- Albrecht von Lucke: "30 Jahre später - der andere Bruch"

- PDF-Übersicht PDF-Icon über alle 80 Beiträge und AutorInnen beider Bände.


Der Doppelband ist nur erhältlich im Shop-Angebot der bpb. Der Preis beträgt 7 Euro für 1.350 denkanstoßreiche Seiten.


Deutschland Archiv

Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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