Beleuchteter Reichstag

9.12.2021

Ein anhaltendes Defizit? Das Elitendilemma im Osten

Die neue Bundesregierung ist im Amt, der Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Grüne und FDP unterzeichnet. Er enthält auch eine überraschende Passage: "Wir verbessern die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in allen Bereichen. Für die Ebene des Bundes legen wir bis Ende 2022 ein Konzept zur Umsetzung vor". Was lief da bisher schief seit der Deutschen Vereinigung? Drei Analysen.

Am Tag vor seiner Wahl zum Bundeskanzler am 8. Dezember 2021 präsentiert Olaf Scholz (SPD) gemeinsam mit dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner und Robert Habeck, dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, den rot-grün-gelben Koalitionsvertrag.Am Tag vor seiner Wahl zum Bundeskanzler am 8. Dezember 2021 präsentiert Olaf Scholz (SPD) gemeinsam mit dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner und Robert Habeck, dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, den rot-grün-gelben Koalitionsvertrag. (© picture-alliance/dpa, Michael Kappeler)

Worauf fußt die These vom Elitendilemma im Osten, nachlesbar auf Seite 130 im PDF-Icon Koalitionsvertrag vom 7. Dezember 2021? Den Hintergrund beleuchten der Soziologe Prof. Raj Kollmorgen von der Hochschule Zittau-Görlitz, der ehemalige Leiter des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig, der Historiker Prof. Rainer Eckert, sowie mit einem Erfahrungsbericht aus ihrer eigenen Familie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Frauke Hildebrandt aus Potsdam.

Hier alle drei Texte zum direkten Anklicken:

Das Vorhaben der verbesserten "Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien" im rot-grün-gelben Koalitionsvertrag auf Seite 130 im Kapitel "Gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land".Das Vorhaben der verbesserten "Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien" im rot-grün-gelben Koalitionsvertrag auf Seite 130 im Kapitel "Gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land". (© bpb/Kulick)

Die Cover der beiden Bände von "(Ost)Deutschlands Weg" I (1989 bis 2020) und II (Gegenwart und Zukunft), seit 1. Dezember 2021 wieder erhältlich im www.bpb.de/shop unter den Bestellnummern 19676 I+iiDie Cover der beiden Bände von "(Ost)Deutschlands Weg" I (1989 bis 2020) und II (Gegenwart und Zukunft), seit 1. Dezember 2021 wieder erhältlich im www.bpb.de/shop unter den Bestellnummern 19676 I+ii.
Alle drei Beiträge sind dem bpb-Band entnommen „(Ost)Deutschlands Weg. 80 Studien & Essays zur Lage des Landes", herausgegeben von Ilko-Sascha Kowalczuk, Frank Ebert und Holger Kulick in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, der am 1. Dezember 2021 in einer zweiten und ergänzten Auflage bpb-shop erschienen ist. Die Erstauflage vom 1. Juli 2021 war binnen drei Monaten vergriffen. Hier mehr über das Buch "(Ost)Deutschlands Weg" und seine Premiere, produziert 2021 von der Redaktion Deutschland Archiv der bpb.


Deutschland Archiv

Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Themenseite

60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 25. - 28. Jan. 1949
    Mit der 1.Parteikonferenz (Ersatzparteitag) beginnt die Stalinisierung der SED als Kader- und Kampfpartei nach sowjetischem Vorbild. Diese »Partei neuen Typus« versteht sich als »bewusste Vorhut der Arbeiterklasse« mit dem Politbüro als Führungsspitze und... Weiter
  • 25. Januar - 18. Februar 1954
    Die Berliner Außenministerkonferenz (Dulles , Molotow, Eden, Bidault) kann sich in Deutschland- und Sicherheitsfragen nicht einigen. Eden empfiehlt ein 5-Punkte-Programm zur Wiedervereinigung, das mit den USA und Frankreich abgestimmt ist: 1. kontrollierte... Weiter
  • 25. Januar 1955
    Die Sowjetunion erklärt den Kriegszustand mit Deutschland für beendet. Sie behält sich jedoch weiterhin alle Rechte und Pflichten vor, die sich aus den alliierten Verträgen über Deutschland als Ganzes ergeben. - Die osteuropäischen Staaten folgen diesem... Weiter
  • 25. Januar 1955
    Die Sowjetunion beendigt den Kriegszustand mit Deutschland. Weiter
  • 25. Januar 1985
    Der Bundestag beschließt einstimmig, dass alle Entscheidungen des Volksgerichtshofs nichtig sind; denn es habe sich um ein »Terrorinstrument zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Willkürherrschaft« gehandelt. Damit wird klargestellt, dass der am 24. 4.... Weiter
  • 25. Januar 1987
    Elfte Bundestagswahl: Die CDU/CSU erzielt ihr bisher schlechtestes Ergebnis (44,3 Prozent) seit 1949 (31 Prozent), doch verbucht die FDP Zugewinne (9,1 Prozent), sodass sich die christlichliberale Regierungskoalition behauptet. Die SPD (Spitzenkandidat... Weiter
  • 25. Januar 1990
    Da die Planwirtschaft vor dem Kollaps steht, beschließt die Regierung Modrow, für Handel, Handwerk und Dienstleistungen die volle Gewerbefreiheit einzuführen. Geregelt wird auch die Beteiligung von Ausländern an staatseigenen Betrieben (in der Regel bis zu 49... Weiter

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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